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Snow collects on Dan Scheidel's hat as he waits to enter the DeltaPlex to hear President-elect Donald J. Trump to speak as part of his

Selbst Schnee kann die Trump-Fans nicht abhalten. Bild: AP/The Grand Rapids Press

Good bye, Pax Americana! Eine neue Welt mit starken Männern entsteht

Liberalismus und Freihandel haben die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt. Jetzt kommt die Zeit der starken Männer und des Protektionismus.



Als eine seiner ersten Amtshandlungen will Donald Trump einen Strafzoll in der Höhe von fünf bis zehn Prozent installieren. Das besagen jüngste Gerüchte aus Washington. Der gewählte Präsident will dabei auf den mühseligen Umweg durch Abgeordnetenhaus und Senat verzichten und die Massnahme mit einer sogenannten «executive order» direkt umsetzen.  

Melania Trump, right, looks on as her husband President-elect Donald Trump talks to reporters during a New Year's Eve party at Mar-a-Lago, Saturday, Dec. 31, 2016, in Palm Beach, Fla. (AP Photo/Evan Vucci)

Donald Trump mit Ehefrau Melania an der Silvesterparty in seinem Hotel in Mar-a-Lago in Palm Beach (Florida). Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

Dazu passt, dass Trump als neuen US-Handelsrepräsentanten Robert Lighthizer ernennen will. Dieser gilt als überzeugter Protektionist und hat schon in der Regierung von Ronald Reagan an vorderster Front gegen japanische Importe gekämpft.  

Die Protektionisten erobern das Weisse Haus

Bereits vor Weihnachten hatte Trump als Chef der nationalen Handelsdelegation Peter Navarro vorgeschlagen. Der Titel seines Buch «Death by China» spricht für sich selbst. Schliesslich wird mit dem Milliardär Wilbur Ross als Minister ein Mann die US-Handelspolitik bestimmen, der als entschiedener Gegner des Nafta und der anderen Freihandelsverträge gilt.  

Alles deutet darauf hin, dass nicht nur der freie Handel vor die Hunde geht. Die Ära der Pax Americana neigt sich dem Ende zu. Darunter versteht man die liberale Weltordnung unter der Schirmherrschaft der Vereinigten Staaten seit dem Zweiten Weltkrieg.

epa05693129 United Nations Security Council Members vote on a ceasefire in Syria at UN headquarters in New York, New York, USA, 31 December 2016. The UN endorsed the ceasefire agreement in Syria submitted by Russia and brokered with Turkey.

Der UN-Sicherheitsrat tagt. Die Vereinten Nationen sind ein wichtiger Bestandteil der Pax Americana. Bild: JASON SZENES/EPA/KEYSTONE

Im Kalten Krieg sah diese Weltordnung wie folgt aus: Um die Sowjetunion in Schach zu halten, stationierten die Amerikaner Truppen in Europa und in Teilen von Asien. «Unter diesen Rahmenbedingungen wuchs die gegenseitige Abhängigkeit, und zwar wirtschaftlich, sozial und ökologisch», stellt der Harvard-Politologe Joseph Nye in «Foreign Affairs» fest. «Um 1970 war die wirtschaftliche Globalisierung wieder auf dem Stand, den sie vor dem Ersten Weltkrieg bereits erreicht hatte.»  

Die Finanzkrise brachte die Wende

Die Länder, die sich unter den amerikanischen Schild begaben – Westeuropa, Japan und Südkorea –, genossen mehr als ein halbes Jahrhundert Frieden und Wohlstand. Nach dem Fall der Berliner Mauer suchten vermehrt auch Schwellenländer den Schutz der Pax Americana. In den Neunzigerjahren zweifelte niemand daran, dass die USA für längere Zeit die unbestrittene Supermacht der Welt sein würden.  

U.S. President Barack Obama meets with President-elect Donald Trump in the Oval Office of the White House in Washington November 10, 2016. REUTERS/Kevin Lamarque/File Photo

Mehr als ein Machtwechsel: Der gewählte und der noch amtierende US-Präsident im Weissen Haus. Bild: KEVIN LAMARQUE /REUTERS

Seit der Finanzkrise schwindet der Glaube an die USA. Als Thailand, Südkorea und Indonesien 1998 in eine schwere Krise gerieten, mussten sie sich von US-Ökonomen Belehrungen in Sachen «crony capitalism» (Vetterliwirtschaft) anhören und brutale Reformen über sich ergehen lassen.  

Als 2008 der Kollaps der Investmentbank Lehman Brothers beinahe das Finanzsystem zum Einbruch brachte, warfen die US-Notenbank und die Europäische Zentralbank die Notenpresse an und halfen den Banken aus der Patsche. Diese Lektion in Sachen Doppelmoral hat man in Asien nicht vergessen.  

In den Schwellenländern wächst der Frust

In verschiedenen Schwellenländern hat der Ruf der Pax Americana ebenfalls gelitten. «Seit Jahren äussern verschiedene Länder – darunter Brasilien, Indien, Südafrika und die Türkei – ihren Frust mit den bestehenden Regeln», stellt Michael Mazarr ebenfalls in «Foreign Affairs» fest.  

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Gleichzeitig gibt es im 21. Jahrhundert eine Alternative zu Liberalismus und Marktwirtschaft. Wladimir Putin wird nicht nur in Russland bewundert. Auch in China (Xi Jinping), Indien (Narendra Modi), in der Türkei (Recep Erdogan), auf den Philippinen (Rodrigo Duterte) und in Ungarn (Viktor Orban) sind «gelenkte Demokratien» entstanden. Darunter versteht man einen autoritären Staatskapitalismus mit starken Männern an der Spitze.  

Donald Trump ist nicht nur ein bekennender Putin-Fan. Er hat auch eine Neigung zum Protektionismus und eine Abneigung gegen NATO und UNO. Die Pax Americana dürfte dies wohl kaum überleben. Wie aber eine Welt funktionieren soll, wenn sie von nationalistischen Machos beherrscht wird, ist völlig ungewiss.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Soli Dar 06.01.2017 06:12
    Highlight Highlight USA haben in 231 Jahren seit ihrer Gründung, insgesamt 219 mal selbst Krieg geführt, militärisch interveniert oder waren in kriegsähnliche Handlungen verwickelt, beispielsweise über eine Geheimdienstbeteiligung an Terroranschlägen, Putsch- und Umsturzversuchen auf dem Territorium eines anderen Staates. Dabei wurde die USA kein einziges Mal selbst angegriffen. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges, von 1946 bis heute haben die Kriege der US-Regierung fast 7 Millionen (andere schätzen 20-30Mio Tote) Menschen das Leben gekostet.
  • rodolofo 04.01.2017 22:26
    Highlight Highlight Der Staatskapitalismus Philippinischer Prägung existiert seit der Marcos-Diktatur, ist also keine Erfindung von Duterte. In diesem Feudalistischen System beherrscht die Familie des Diktators zusammen mit Günstlingen und dem Militär Staatliche Monopole.
    Nach einem Aufstand breiter Bevölkerungskreise, zusammen mit der Katholischen Kirche kam mit dem Aquino-Clan ein rivalisierendes Oligarchen-Netzwerk an die Macht, ohne dass sich deswegen die Strukturen wirklich änderten.
    Marcos war wie Tschautschesku.
    Die Philippinen ähneln also Rumänien, oder dem heutigen Russland.
    Das ist die "Dritte Welt"...
  • tinmar 04.01.2017 10:39
    Highlight Highlight Alles nur halb so wild. Auch Trump wird nicht die NATO aufkündigen und sich von Europa abwenden.
  • R&B 04.01.2017 08:50
    Highlight Highlight @Philipp Löpfe: Wiederum ein bereichernder Artikel von Ihnen.

    Wiederum bereichernde Diskussion in den Kommentarspalten.

    ABER: die Herzchen und Blitze können ohne Programmierkenntnisse kinderleicht manipuliert werden.

    Bitte bringt dies endlich in Ordnung. Wenn dies technisch zu aufwändig ist, dann schaltet diese Funktion besser ab. Ansonsten leidet die Qualität der Kommentarspalten.
    • R&B 05.01.2017 08:33
      Highlight Highlight @Watson:
      @Philipp Löpfe:
      Schade, dass ich hierzu keine Antwort erhalte.
    • stan1993 05.01.2017 09:55
      Highlight Highlight Das liegt nicht am manipulieren, die Kommentarschreiber sind einfach sehr selten deiner Meinung..
    • R&B 05.01.2017 13:13
      Highlight Highlight @stan1993: ja klar.... du Troll
  • m. benedetti 04.01.2017 00:12
    Highlight Highlight Während die Kapitalsammelbecken bald nicht mehr wissen, wohin sie mit ihrem vom Staat und den Menschen gestohlenen Buchgeldern hin sollen, verliert die Mittelschicht mehr und mehr an Boden. Der amerikanische Traum ist längst Geschichte und der König steht momentan ohne Kleider da. Die Zukunft wird multipolar und das US-Imperium wird über kurz oder lang verschwinden. Dass sich die Menschen wieder lokal besinnen und überschaubare Verhältnisse wünschen, ist letztlich das Werk eines überbordenden Kapitalismus und deren gierigen Protagonisten.
    • Fabio74 04.01.2017 10:09
      Highlight Highlight @stipps Komm endlich in der Realität an. Die meisten Länder sind nun mal nicht links regiert. Also liegt die Verantwortung nun mal nicht bei den Linken.
      Vielleicht solltest du mal aufhören der SVP nachzuplappern
    • Saraina 04.01.2017 16:22
      Highlight Highlight Sozis und offene Grenzen in den USA? In welchem Universum wäre das?
    • Pitsch Matter 04.01.2017 17:52
      Highlight Highlight @Stipps: 62 Menschen besitzen soviel wie die ärmsten 3.5 Milliarden Menschen. Das ist das Ergebnis der westlichen Rechtspolitik.
    Weitere Antworten anzeigen
  • http://bit.ly/2mQDTjX 03.01.2017 21:43
    Highlight Highlight Nachdem die Pax Americana vorüber geht, sollten wir uns eine neue Weltordnung überlegen.

    Im Mittelalter folgten Jahrzehnte von Zerstörung, Chaos und Krieg, als die Radikalen Luther und Calvin zu Krieg aufstachelten und die Protestanten auf die Strasse gingen.

    Und endlich der Westfälische Frieden:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Westf%C3%A4lischer_Friede

    Nachdem nun Reformatoren wie Trump auf die Pauke hauen, die Welt aufmischeln und scharenweise Protestanten aufwiegeln, sollten wir vielleicht den Krieg etc. gleich auslassen, vorspulen, und uns den Westfälischen Frieden zum Vorbild nehmen.
    • ThomasHiller 03.01.2017 23:58
      Highlight Highlight In Deutschland sollten wir es besser wissen - trotzdem würden ca. 12% die rechtsradikale und fremdenfeindliche AfD wählen.
      Ich fürchte also, aus deinem Traum wird nichts - leider.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 04.01.2017 02:00
      Highlight Highlight Ja, in Deutschland bewegt die Reformatorin Frauke Petry die Massen von Protestanten auf die Strasse. Die versammeln sich vor den Kirchen und schreien "Lügenpresse!".

      Die Kleriker können's kaum fassen. Die empören sich in den Medien und schreien zurück: "Fakenews!"

      Als ob jemand die Wahrheit für sich gepachtet hätte. Wie bei Luther und Calvin geht's offenbar wieder nur um die Frage, wem die Wahrheit gehört.

      Im Westfälischen Frieden fanden die Hitzköpfe eine (für damalige Verhältnisse) gerechte Lösung. Wir könnten es als Blaupause nehmen und wieder so tun.
    • Fabio74 04.01.2017 10:11
      Highlight Highlight @Stipps um welche Abstimmung handelt es sich? Falls du die Wahlen meinst, fragt sich warum du Nazis an der Macht haben willst?
    Weitere Antworten anzeigen
  • atomschlaf 03.01.2017 21:13
    Highlight Highlight Angesichts der vielen Kriege, die die Amis schon angezettelt haben, sollte der Begriff "Pax Americana" längst nicht mehr verwendet werden...
    • R&B 04.01.2017 11:42
      Highlight Highlight Berggurke:
      Tatsächlich kann sagen, dass es so etwas wie die "Pax Americana" gibt. Die Zeit seit dem 2. WK ist die friedlichste, die die Menschheit seit hunderten, wenn nicht gar tausenden von Jahren erlebt hat. Dies fühlt sich natürlich wegen der immer besseren Verfügung von Informationen nicht so an, ist aber tatsächlich so.
      "Pax americana" ist ein an die "pax romana" angelehnter Begriff und dieser beschreibt wiederum nichts anderes, als das ein Imperium (Rom) in seinem Einflussbereich für relative Stabilität sorgt. Das heisst aber nicht, dass es in der Peripherie keine Kriege mehr gibt...
    • Soli Dar 04.01.2017 19:16
      Highlight Highlight Na ja, wenn man 20-30 Mio. durch die USA, direkt oder indirekt, ermordete Menschen als 'relativ friedlich' bezeichnet dann gute Nacht...
    • R&B 05.01.2017 08:31
      Highlight Highlight @Soli Dar: Mit Ihrem Kommentar haben Sie sich gerade selber als unseriösen Diskussionspartner disqualifiziert. Gute Nacht...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dusel 03.01.2017 20:06
    Highlight Highlight Starke Männer? Ein kleiner Russe der mit Geheimdienstmethoden hantiert, machtbesessen ist und komplexe hat wegen seiner Grösse?... Dazu ein 70 jähriger alter, dicker, ignoranter Mann der sich vor dem Vergessen werden fürchtet? Ich wüsste nicht was daran stark sein soll... Und die Lemminge folgen ihren Königen in den Abgrund, weil sie selber nicht denken wollen oder können...
  • FancyFish - Stoppt Zensur! 03.01.2017 19:38
    Highlight Highlight "Die Ära der Pax Americana neigt sich dem Ende zu. Darunter versteht man die liberale Weltordnung unter der Schirmherrschaft der Vereinigten Staaten seit dem Zweiten Weltkrieg."

    Lieber Löpfe, findest du das etwa gut? Und wenn ja, was und wie viel bekommst du von den Amis?
    • R&B 04.01.2017 08:21
      Highlight Highlight @FancyFish: Was daran soll bitte schlecht sein? Lieber FancyFish, was und wie viel bekommst du von Putin?
  • Stachanowist 03.01.2017 19:37
    Highlight Highlight "Pax Americana" - zu Deutsch: Amerikanischer Frieden.

    Etwas zynisch, angesichts der Angriffskriege in Vietnam und Irak mit Millionen Toten von einer "Pax Americana" zu sprechen. Das Schlagwort des Amerikanischen Friedens ist ein im Kalten Krieg popularisierter US-amerikanischer Propagandabegriff und ein Euphemismus, der meines Erachtens in einer sachlichen Analyse zumindest kritisch hinterfragt werden sollte.
    • _kokolorix 03.01.2017 21:18
      Highlight Highlight Das ist natürlich nur aus europäischer Sicht ein friedlicher Abschnitt der Geschichte, aber im Zeichen des Nationalismus darf man ja den Rest der Welt ausklammern und nur an sich selber denken...
    • Luca Brasi 03.01.2017 22:22
      Highlight Highlight Zur Verteidigung des Begriffs "Pax Americana": Der Begriff lehnt sich auch an den älteren Begriff "Pax Romana" und war diese Zeitepoche durchwegs friedlich? Das zweite Wort ist entscheidend. ;)
    • Berggurke 03.01.2017 22:36
      Highlight Highlight Tatsächlich kann sagen, dass es so etwas wie die "Pax Americana" gibt. Die Zeit seit dem 2. WK ist die friedlichste, die die Menschheit seit hunderten, wenn nicht gar tausenden von Jahren erlebt hat. Dies fühlt sich natürlich wegen der immer besseren Verfügung von Informationen nicht so an, ist aber tatsächlich so.
      "Pax americana" ist im übrigen ein an die "pax romana" angelehnter Begriff und dieser beschreibt wiederum nichts anderes, als das ein Imperium (Rom) in seinem Einflussbereich für relative Stabilität sorgt. Das heisst aber nicht, dass es in der Peripherie keine Kriege mehr gibt...
  • thestruggleisreal 03.01.2017 18:57
    Highlight Highlight Ich weiss nicht wo die starken Männer sein sollen? Die kleinen frühpubertierenden Kinder Putin und Trump können ja wohl nicht gemeint sein.
    • Saraina 04.01.2017 16:29
      Highlight Highlight Tatsächlich verfügen sowohl Putin als auch Trump über beträchtliche Macht, und den Willen, diese zum eigenen Nutzen einzusetzen. Das macht sie durchaus stark. Dagegen helfen auch verständliche Pöbeleien wenig.
    • thestruggleisreal 04.01.2017 23:14
      Highlight Highlight ich sehe was du meinst - ist Definitionssache. Ich setze Macht nicht mit Stärke gleich. Aber das waren keine Pöbelein - ich denke ernsthaft das Persönlichkeitsanteile beider noch kindlich sind.
  • flugsteig 03.01.2017 18:30
    Highlight Highlight Merci Löpfe, der beste Watsonartikel seit einer ganzen Weile. 👌🏻👍🏻
  • stadtzuercher 03.01.2017 18:26
    Highlight Highlight Die starken Männer lösen die starken Frauen (Märkel) ab. So geht das.
    • w'ever 03.01.2017 19:57
      Highlight Highlight ok, wenn ich weder trump, noch putin, noch merkel als staatsführer haben will?
    • _kokolorix 03.01.2017 21:29
      Highlight Highlight Dann kriegst du eben Le Pen
    • Majoras Maske 03.01.2017 21:58
      Highlight Highlight Oder Doris. Oder noch besser: Johann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pitsch Matter 03.01.2017 18:07
    Highlight Highlight Wenn alle Länder auf Protektionismus machen, werden alle Länder mit hohem Exportanteil verlieren, allen voran China. Grosser Gewinner wird Russland sein, was haben die schon zum exportieren, ausser unverzichtbares wie: Öl, Gas, Aluminium und Kriegsmaterial.
    • Majoras Maske 03.01.2017 20:29
      Highlight Highlight Nur wird das kaum gut kommen für die Protektionismus-Länder. Würden alle Produkte der Schweizer in der Schweiz zu Schweizer Löhnen hergestellt, könnte sich ja kaum noch jemand was leisten.
      Andererseits gibt's ja auch Berichte, dass dank Digitalisierung und Automatisierung wieder Produktionen in der Schweiz angesiedelt werden konnten zu wettbewerbsfähigen Preisen. Nur so viele Arbeitsplätze gibt das dann nicht mehr...
    • _kokolorix 03.01.2017 21:32
      Highlight Highlight Wenn China und Deutschland nichts mehr exportieren, wer braucht dann Öl, Gas und Aluminium?
      Bleibt nur noch das Kriegsmaterial...
    • R&B 04.01.2017 08:30
      Highlight Highlight Alle werden verlieren, weil jedes Land Waren importiert, die es selber nicht herstellen kann oder nur teurer herstellen kann.
      Ich bin gegen eine hemmungslose Globalisierung, aber Protektionismus ist der falsche Weg.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sowhatopinion 03.01.2017 17:54
    Highlight Highlight Die sogenannte Friedensordnung funktioniert nun nicht mehr, denn diese Hackordnung mit Unle Sam der sagt wo es lang geht, stammt aus dem kalten Krieg als man sich rein ideologisch mit rivalisierenden Wirtschaftssystemen in die Haare geriet. Der Kommunismus ist längst tot und das Rad des Freihandels lässt sich bremsen aber kaum gross zurück drehen. Den Menschen ist es auch egal wenn sie pauschal als postfaktische Populisten oder Putinversteher beschimpft werden. Aber Europa wird sich aus den Fängen lösen müssen und Merkel & Co. tun gut daran, ihren fatalen Kurs der Afd u Co. stärkt aufzugeben
    • Danyboy 03.01.2017 18:32
      Highlight Highlight Und was ist jetzt dein Ansatz? Wenn jemand ein Populist oder postfaktisch ist, dann darf und soll man das auch sagen. Kritik an einem bestehenden System? Kein Problem! Aber bitte mit Fakten und Argumenten unterlegen, und nicht mit faktenfremdem Müll...
    • sowhatopinion 03.01.2017 19:27
      Highlight Highlight Les grands simplificateurs, donc. Fakten...na ja...wann ist Wasser kalt, wann warm? In welcher Umgebung u für wen? Fliesseend die Grenzen und hüben wie drüben manipulierbar, sei es durch Geld, Macht und/oder Interessenspolitik. Es ist nicht populistisch, Meinungen rechts von Merkel u. Obama zu vertreten. Wer nur ein klein wenig sein Gehirn trainiert, weiss was ich meine, für alle anderen bin ich halt postfaktisch und meinetwegen populistisch, lasse mich aber nicht in eine unanständig braune Ecke stellen, abdernfalls sie bitte den faktenfremden Müll besser vor der eigenen Haustüre kehren. Punkt
    • Fabio74 03.01.2017 19:48
      Highlight Highlight Falsch ist es der AfD und anderen braunen hinten reinzukriechen und deren Sprache und Politik zu übernehmen. Es gilt hinzustehen und eine klare und eindeutige Politik zu fahren und klar zu zeigen warum man was macht
    Weitere Antworten anzeigen
  • giandalf the grey 03.01.2017 17:24
    Highlight Highlight Vielleicht ist jetzt einfach der Moment für einen Pax Europica gekommen. Die EU muss dezentralistischere Strukturen anstreben, aber näher zusammenstehen. Amerikanischer Protektionismus ist DIE Chance um aus dem Schatten der USA zu treten. Würde Europa als eine Volkswirtschaft auftreten mit einer Bevölkerung, fast doppelt so gross wie die Russische UND Amerikanische zusammen, und hätte man endlich etwas mehr Selbstbewusstsein, könnte man durchaus eine prägende Vormachtstellung auf der Welt einnehmen. Auch ohne Nato, welche Russland nur unnötig Provoziert, dafür mit einer europäischen Armee.
    • sowhatopinion 03.01.2017 17:33
      Highlight Highlight ....genau so
    • Jason84 03.01.2017 17:49
      Highlight Highlight Ich bin gespannt was von diesen Worten nach dem Wahljahr 2017 in Europa noch übrig bleibt.
      Die Chance für einen grösseren Stellenwert ist sicher da. Nur müssen dafür die Wahlen in Frankreich, Deutschland und Holland in die richtige Richtung gehen. Die EU muss sich reformieren. Nebenbei ist dann auch immer noch der Brexit aktuell.

      Ich denke das wird schwierig.
    • Toerpe Zwerg 03.01.2017 18:05
      Highlight Highlight Wären da bloss nicht die Militärische Impotenz, die Separationstendenzen, die Schuldenkrise, das mangelhafte Wachstum ... tja ... Wunschdenken.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hackphresse 03.01.2017 17:20
    Highlight Highlight Riecht nach Wiederholung der Geschichte vor dem Ersten Weltkrieg...


    Paradeiser! 😂
  • Angelo C. 03.01.2017 17:19
    Highlight Highlight Die "pax americana" hatte bestenfalls oekonomisch einen gewissen Bestand, während der Begriff militärisch interpretiert seit Korea, Vietnam, Afghanistan, Serbien, Irak, Libyen, die Bewaffnung syrischer Rebellen und der daraus entstandenen Konsequenzen usw. längst seine einstige Bedeutung nach 1945 nachhaltig verloren hat.

    Und ja, jetzt kommt offensichtlich die Zeit der sog. starken Männer und Frauen, welche die USA, Russland, Türkei, Philippinen, Frankreich, Ungarn regieren werden. Die kommenden Jahre, mit all ihren grossen Umbrüchen werden spannend, wenngleich nicht unbedingt friedlicher.

    • Jason84 03.01.2017 17:34
      Highlight Highlight In wiefern sollen denn die schwachen/armen Menschen profitieren wenn dann weltweit das Recht des stärkeren herrscht?
      Kann es denn ein logisches Ziel sein wenn man von Anfang an schon absieht das die Zukunft so nicht friedlicher wird?
    • Toerpe Zwerg 03.01.2017 18:12
      Highlight Highlight Vermutlich hätte es in Korea, Vietnam, Serbien, Afghanistan ohne die USA keine Kriege gegeben ...
    • FrancoL 03.01.2017 19:24
      Highlight Highlight @toerpe zwerg; vermutlich hätte es ohne die Amis auch keinen 2.WK oder keinen 30-jährigen Krieg gegeben. ;-()
    Weitere Antworten anzeigen
  • Luca Brasi 03.01.2017 16:51
    Highlight Highlight In China ist eine gelenkte Demokratie entstanden? 😰
    • Philipp Löpfe 03.01.2017 16:59
      Highlight Highlight Es heisst dort «Sozialismus mit chinesischen Eigenschaften».
    • Luca Brasi 03.01.2017 17:32
      Highlight Highlight Hat sich also seit Ende der 70er Jahre nichts geändert. ;)
  • Sapere Aude 03.01.2017 16:30
    Highlight Highlight Treffende und unpolemische Analyse der laufenden Entwicklung. Nachdenklich stimmt mich vor allem diese Aussage: «Um 1970 war die wirtschaftliche Globalisierung wieder auf dem Stand, den sie vor dem Ersten Weltkrieg bereits erreicht hatte.»
    Eine vernetzte und offene Weltgemeinschaft alleine ist noch keine Friedensgarantie. Schaut man sich das Wohlstandsgefälle an, wachsendes Misstrauen zwischen den Staaten und die Konflikte die auf der Welt am lodern sind, scheint eine massive Verwerfung nur eine Frage der Zeit. Einzig die Form der Verwerfung wird sich noch zeigen.
    • Ruffy 03.01.2017 17:18
      Highlight Highlight Die Vernetzung vo dem 1. WK war eine ganz andere. Wohl waren die Eliten vernetzt nicht aber die Einfachen Bürger. Heute sieht das ganz anders aus.
    • Majoras Maske 03.01.2017 20:14
      Highlight Highlight Die einfachen Bürger konnten damals schon vernetzt sein. Der Tourismus wurde ja damals erfunden und die Schweiz hatte vor dem Ersten Weltkrieg auch einen etwa gleich hohen Ausländeranteil wie heute. Was aber anders ist: Die meisten Staaten waren Monarchien und bezüglich Menschenrechte (z. B. auch Todesstrafe oder Rassismus) und Meinungsfreiheit herrschten ganz andere Vorstellungen vor. Ausserdem waren die Menschen damals deutlich extremer nationalistisch-imperialistisch und die Länder Europas waren damals längst nicht so einig, sondern änderten die Bündnisse so launisch wie etwa Erdogan heute.
    • Sapere Aude 03.01.2017 22:49
      Highlight Highlight Ruffy, natürlich lässt die Situation nicht eins zu eins miteinander vergleichen. Aber gerade die Vernetzung der Elite dazumal, sollte uns aufhorchen lassen. Nur ein kleines Beispiel: Deutschland und Grossbritannien waren die wichtigsten Handelspartner füreinander, die jeweiligen Könige Cousins und trotzdem bekriegten diese sich gegenseitig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Firefly 03.01.2017 16:30
    Highlight Highlight "Wie aber eine Welt funktionieren soll, wenn sie von nationalistischen Machos beherrscht wird, ist völlig ungewiss."

    die Situation war schon mal da, vor den Weltkriegen.
    • Amboss 03.01.2017 17:03
      Highlight Highlight Vor den Weltkriegen reiste man mit Kutschen. Heizte mit Holz. Fuhr mit Dampfzügen. Rechnete man von Kopf oder gar nicht. Handelte man Lokal. Kommunizierte man per Brief oder direkt. Stellte man Kleider in der noch Schweiz her.

      Völlig absurd, die damalige Situation mit der Situation heute zu vergleichen. Zu vieles ist einfach anders.
    • Firefly 03.01.2017 20:04
      Highlight Highlight Wir sprechen hier von der politischen situation, nicht von technologie. Ja, technologisch haben wir heute viel mehr Möglichkeiten, politisch jedoch keine Entwicklung, im gegenteil, zurück zum Nationalismus und Personenkult.
    • Amboss 04.01.2017 00:08
      Highlight Highlight Klar, du kannst diese Begriffe bringen, aber sie sind völlig nichtssagend.Personenkult und Nationalismus 2016 ist was völlig anderes als Personenkult und Nationalismus neunzehnhundert irgendwas. Die Welt tickt völlig anders
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jason84 03.01.2017 16:25
    Highlight Highlight Na ganz einfach. Es gilt dann jeder gegen jeden und das Recht des Stärkeren. Die Konflikte werden vervielfältigt und undurchschaubar. Wie vor dem 1. WK. Das Ergebnis wird evt der 3. WK sein.
    • Amboss 03.01.2017 17:12
      Highlight Highlight Sorry, das jeder gegen jeden und das Recht des Stärkeren, das haben wir doch heute bereits.

      In Deutschland arbeiten Rumänen in Schlachthöfen für 3 Euro/Stunde, damit D Fleisch exportieren kann.
      Subventionierte Hühnerfleisch macht die Märkte in Afrika kaputt. Unser Elektroschrott landet in Ghana. In Syrien hat einzig Putin reagiert. Der Rest hat zugeschaut.

      Alles Beispiele, wo man sich Fragen muss, ob eine neue Weltordnung wirklich schlechter wäre.
      Sie wäre anders. Aber schlechter?
    • Jason84 03.01.2017 17:30
      Highlight Highlight In Deutschland gilt seit 01.01.2017 ein neuer Mindestlohn von 8,84€, auch für Rumänen.
      Das mit dem Hühnerfleisch ist so nicht ganz richtig. Die Firmen verkaufen die Hälse und die Füsse nach Afrika weil diese hier nicht verwertet werden. Hier in Europa wird fast nur das Filet gekauft. Ich sage auch nicht das das gut ist. Jedoch geht dann die Weltpolitik auch wieder in eine andere Richtung denn bei Protektionismus in Europa geht es dann auch wieder Deutschland gegen Italien oder Frankreich gegen Spanien. Europa wird seine geschlossene Stimme verlieren und auch vermehrt gegeneinander streben.
    • Amboss 03.01.2017 18:06
      Highlight Highlight Die sind auch nicht un D angestellt, sondern in Rumänien und arbeiten bei Sub-Sub-Subunternehmern. Musst nur ein bisschen recherchieren zum Thema...

      Jetzt mal im Ernst: Hat die "geschlossene Stimme" wirklich so ein Gewicht? Ist die wirklich wichtig?
    Weitere Antworten anzeigen
  • MacB 03.01.2017 16:22
    Highlight Highlight Titel: *mit starken MännerN"!
    • Philipp Löpfe 03.01.2017 16:34
      Highlight Highlight Stimmt. Sorry

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

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Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

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