Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07461383 US President Donald J. Trump returns to the White House after the Justice Department released a summary of special counsel Robert Mueller's report in Washington, DC, USA, 24 March 2019. US Attorney General William Barr issued a summary of Special Counsel Robert Mueller's report on Russian interference in the 2016 election to key members of Congress, who in turn released the 'principal conclusions' of the report to the public. Before departing from Florida President trump told reporters 'this was an illegal takedown that failed.'  EPA/JIM LO SCALZO

Fühlt sich vollkommen entlastet: Präsident Donald Trump. Bild: EPA/EPA

Analyse

Trump schlägt zurück: Kommt jetzt der Coup von rechts?

Demokraten, Comedians und Journalisten – allen will es der Präsident nach der Veröffentlichung des Mueller-Reports heimzahlen. Die amerikanische Demokratie steht vor einem Härtetest.



Steve Bannon, Trumps ehemaliger Chefstratege, prophezeit, der Präsident werde «das Tier in sich hervorbringen» und sei «von der Leine gelassen». Er werde nun seine Gegner «plattwalzen».

Der Präsident selbst bläst ins gleiche Horn. Sein Gesicht zorngerötet erklärte er am Montag vor Journalisten: «Viele Leute haben sehr schlimme Dinge getan. Ich würde sagen, sie haben das Land verraten.» Sein Anwalt Rudy Giuliani ergänzt: «Ich denke, er (Trump) will, dass die ganze Sache untersucht wird.»

«Wir werden nicht darüber hinwegsehen, was passiert ist.»

David Bossie

Das Trump-Lager fühlt sich durch den Mueller-Report entlastet und ist bereits zum Gegenangriff übergegangen. David Bossie, stellvertretender Wahlkampfmanager im Jahr 2016 und Schlammschleuder der Rechten, kündet an: «Wir werden nicht darüber hinwegsehen, was passiert ist. Wir werden es ausschlachten.»

abspielen

Bläst zum Rachefeldzug: Sean Hannity. Video: YouTube/Trump Fan Network

Was dies konkret bedeuten wird, hat Fox-News-Moderator Sean Hannity in seiner ersten Nach-Mueller-Show bereits klargemacht: Jeder Politiker, jeder Journalist und jeder Comedian, der vermeintliche «Lügen über Trump» verbreitet hat, soll nun zur Rechenschaft gezogen werden. Hannity verspricht einen Rachefeldzug, wie ihn das Land noch nie gesehen habe.

Ins Visier genommen wird beispielsweise Adam Schiff, demokratischer Abgeordneter aus Kalifornien und Vorsitzender des House Intelligence Committee. Trump-Beraterin Kellyanne Conway und mehrere Republikaner haben seinen Rücktritt gefordert. Der Präsident deckt ihn derweil mit Schimpfnamen wie «shifty schiff» (Lügen-Schiff) ein.

epa05990254 House Intelligence Committee ranking member, Democratic Representative from California Adam Schiff rides an escalator on Capitol Hill in Washington, DC, USA, 25 May 2017. Schiff has said that the House Intelligence Committee will subpoena former National Security Advisor Michael Flynn in its investigation into alleged Russian interference in the 2016 US presidential election.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Im Fadenkreuz des Trump-Lagers: Adam Schiff. Bild: EPA/EPA

Trump-Verbündete haben bereits eine Liste von Politikern, die nun unter die Lupe genommen werden sollen. Neben Schiff werden Senator Richard Blumenthal, Jerrold Nadler und Eric Swalwell erwähnt. Alle drei Demokraten haben sich regelmässig am TV zur Russland-Affäre geäussert.

Auf dieser Liste stehen selbst Barack Obama und Hillary Clinton. «Es ist an der Zeit, dass Beamte aus der Obama-Ära untersucht werden, die die Lüge der russischen Verschwörung in die Welt gesetzt haben», tweetete der republikanische Senator Rand Paul.

Sarah Sanders, Sprecherin des Weissen Hauses, hat eine Art Hitlist veröffentlicht, die wie ein Tableau eines Tennisturniers aufgebaut ist. Darunter finden sich auch die Namen von Schauspielern wie Alec Baldwin. Er spielt jeweils Trump in der Satiresendung «Saturday Night Live». Robert De Niro ist ebenfalls auf dieser Liste zu finden. Er hat Trump mehrmals öffentlich beschimpft.

Hatz auf Trump-Gegner: Sarah Sanders Tennnistournier-Tableau.

Lindsey Graham, republikanischer Senator aus South Carolina und Vorsitzender des Senate Judiciary Committee, hat seinerseits angekündigt, ein Gremium auf die Beine zu stellen. Es soll der Frage nachgehen, wie es überhaupt zur Untersuchung gegen Trump gekommen ist. «Wir werden die andere Seite der Geschichte zutage fördern», erklärte er.

epa07462627 Republican Senator from South Carolina Lindsey Graham speaks on the Mueller report in the US Capitol in Washington, DC, USA, 25 March 2019. The Special Counsel did not find sufficient evidence that President Trump committed a crime by colluding with Russia.  EPA/JIM LO SCALZO

Will das FBI untersuchen: Senator Lindsey Graham. Bild: EPA/EPA

Die Demokraten versuchen zu retten, was noch zu retten ist. Sie klammern sich an den Satz der vierseitigen Zusammenfassung des Mueller-Reports von William Barr, der besagt, dass Mueller Trump in der Frage der Obstruktion weder be- noch entlastet. Der Justizminister hat dies nachträglich eigenmächtig getan, nachdem er den Bericht erst 48 Stunden zuvor erhalten hatte.

IN this March 24, 2019, photo, Special Counsel Robert Mueller, and his wife Ann, depart St. John's Episcopal Church, across from the White House, in Washington. The release of the special counsel’s findings in the Russia probe swiftly reshaped the 2020 presidential campaign, all but settling the question of whether President Donald Trump could be knocked from the race by a new revelation in the report and turning the debate over the investigation on its head. (AP Photo/Cliff Owen)

Gönnt sich einen Spaziergang mit seiner Frau: Robert Mueller. Bild: AP/FR170079 AP

Dieses Vorgehen ist zumindest dubios, zumal Barr im vergangenen Sommer unaufgefordert dem Weissen Haus ein Memorandum zugestellt hatte, das zum Schluss kam, der Präsident könne in der Obstruktionsfrage gar nicht angeklagt werden. Die Demokraten werfen Barr vor, er habe voreilig die Diskussion in eine Richtung gelenkt. Sie verlangen, dass der Mueller-Report unzensiert dem Kongress zugänglich gemacht wird.

epa07462210 US Attorney General William Barr leaves his home in McLean, Virginia, USA, 25 March 2019. US President Donald J. Trump has responded positively after Barr issued a summary of Special Counsel Robert Mueller's report on Russian interference in the 2016 election to key members of Congress, who in turn released the 'principal conclusions' of the report to the public.  EPA/ERIK S. LESSER

Hat er getrickst? Justizminister William Barr. Bild: EPA/EPA

Vordergründig hat selbst Präsident Trump nichts gegen eine solche Veröffentlichung. «Das würde mir überhaupt kein Kopfzerbrechen bereiten», erklärte er am Montag. Doch er hängte einen ominösen Nachsatz an: Die Entscheidung liege natürlich beim Justizminister.

All dies erinnert an das üble Spiel, das Trump während des Wahlkampfs in der Frage seiner Steuererklärung gespielt hat. Er würde sie gerne veröffentlichen, aber seine Anwälte liessen es nicht zu, wiederholte er damals regelmässig. Die Steuererklärung ist bis heute unter Verschluss.

Im Senat hat derweil sein williger Diener Mitch McConnell bereits verhindert, dass eine Resolution zur Abstimmung kommt, die eine uneingeschränkte Veröffentlichung des Mueller-Reports verlangt. Das Abgeordnetenhaus hatte diese Resolution zuvor ohne Gegenstimme angenommen.

Ein beliebtes amerikanisches Sprichwort besagt, dass eine Oper nicht zu Ende sei, bevor die dicke Lady gesungen habe. Bis die Schlussarie des Mueller-Reports ertönt, wird es noch dauern. Im aktuellen Hickhack wird übersehen, dass der Mueller-Report kein Persilschein für den Präsidenten ist, und dass 34 Personen angeklagt und mehrere davon bereits verurteilt worden sind. Zudem sind noch eine ganze Anzahl von Verfahren gegen Trump hängig.

epa07248891 YEARENDER DECEMBER 2018

Former FBI Director James Comey (C) speaks to the news media after a daylong closed door hearing for the House of Representatives Judiciary Committee at the US Capitol in Washington, DC, USA, 07 December 2018.  EPA/ERIK S. LESSER

Vergleicht Trump mit einem Mafiaboss: James Comey, ehemaliger FBI-Direktor. Bild: EPA/EPA

Am verheerendsten ist jedoch die Tatsache, wie weit es Trump bereits gelungen ist, die amerikanische Demokratie zu beschmutzen. Zahlreiche Minister und hohe Beamte mussten wegen Korruptionsvorwürfen zurücktreten. Der Streit zwischen den beiden Lagern hat ein Ausmass erreicht, das auf keine Versöhnung hoffen lässt. Trump wird sein No-Collusion-Mantra bis zur Verblödung im kommenden Wahlkampf wiederholen.

Der ehemalige FBI-Direktor James Comey wie auch sein Stellvertreter Andrew McCabe haben ihre Erfahrungen mit Trump in Büchern festgehalten. Beide kommen zum gleichen Fazit: Trump handelt nicht wie ein demokratisch gesinnter Präsident, sondern wie ein Mafiaboss. Angesichts des sich anbahnenden Rachefeldzugs lässt dies das Schlimmste befürchten. Das FBI ist nicht dafür bekannt, eine Multikulti-Anarcho-Truppe zu sein, – und Comey und McCabe waren beide registrierte Mitglieder der republikanischen Partei.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Mueller-Bericht entlastet Trump in der Russland-Affäre

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

72
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
72Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • jinglejanglee 27.03.2019 18:23
    Highlight Highlight wenn man glaubt es geht nicht tiefer, kommt von irgendwo ein weiteres kapitel dazu. ich glaube langsam, die serie "house of cards" dient als vorlage! 🤦🏽‍♂️
  • Dirk Leinher 27.03.2019 05:57
    Highlight Highlight Angesichts der enorm gestiegenen Anzahl versiegelter Anklagen sind durchaus interesssnte Enthüllungen zu erwarten.
  • Muselbert Qrate 27.03.2019 02:41
    Highlight Highlight Ich denke es wäre nun wichtig, die Drahtzieher dieser Hexenjagd zu entlarven. Die Öffentlichkeit muss erfahren, welche Spielchen hier von den Demokraten und den Medien gespielt werden.

    Eine Untersuchung, evtl. ein Sonderermittler sollten hier für Klarheit schaffen.
  • malu 64 26.03.2019 20:30
    Highlight Highlight Scheint, dass Amerika von der Trump Mafia total unterwandert ist. Der einzige Trost ist, dass Trump keine 70 Jahre mehr lebt.
  • Juliet Bravo 26.03.2019 19:46
    Highlight Highlight Wie Faschisten gehen sie jetzt auf Presse, Kabarettisten und Oppositionelle los. War in Argentinien, Chile, bei Putin, Erdogan u.a.m. auch so.
  • John Galt 26.03.2019 19:19
    Highlight Highlight Das ist typisch Trump. Ich glaube aber, dass Rache und Nachtreten bei der Mehrheit der Amerikaner nicht gut ankommt.
  • Fairness 26.03.2019 19:17
    Highlight Highlight „Tolles“ Foto. Wie ein Dreijähriger, der an der Kasse im Supermarkt nichts Süsses gekriegt hat. Echt tragisch!
  • Fairness 26.03.2019 19:15
    Highlight Highlight Trump sagt, der Bericht entlaste ihn. Nicht mal Barr hat diese Aussage gewagt. Warten wir ab wie viele Akte dieses Trauerspielam Ende hat.
  • simiimi 26.03.2019 17:37
    Highlight Highlight Was besseres hätte Donald nicht passieren können. Das ist Wasser auf seine Mühlen und eine Steilvorlage für die nächsten Präsidentschaftswahlen. Nimmt mich ja Wunder ob die Dems was im Köcher haben, um ihn ernsthaft herauszufordern.
    • Juliet Bravo 26.03.2019 19:48
      Highlight Highlight Wie wärs wenn man ihn über seine Politik angeht?
    • Juliet Bravo 26.03.2019 23:52
      Highlight Highlight Das glaub ich nicht. Ich denke, die werden jetzt auch merken, dass sie liefern müssen.
    • Dirk Leinher 27.03.2019 06:03
      Highlight Highlight Über die Politik haben sie es ja versucht. Trump wollte gute Beziehungen zu Russland, das war ja dann der Beginn von Russiagate. Die Beziehungen zu Russland sind im Keller, damit haben die elitären Kreise doch einen Achtungserfolg erzielt.
  • Black Cat in a Sink 26.03.2019 16:34
    Highlight Highlight Ein unwürdiges Spektakel, für ein Land, dass von sich behauptet, die Wiege der
    Demokratie zu sein...! I‘m really disgusted!
  • rodman 26.03.2019 16:29
    Highlight Highlight Die Idee, den politischen Gegner mit Untersuchungen einzudecken - und zum Gegenangriff zu starten, sobald die Untersuchung erfolglos blieb ist in den USA nicht neu. In jüngster Vergangenheit waren etliche Male die Clintons vermeintliche "Opfer" und "Täter".

    Im Endeffekt wird die Frage der Glaubwürdigkeit die Wahlen 2020 entscheidend beeinflussen. Mich überrascht immer wieder, dass es die Dems bislang anscheinend nicht schaffen, einen Vorteil herauszuarbeiten.
    • Juliet Bravo 26.03.2019 19:51
      Highlight Highlight Sie haben immerhin in den Midterm Wahlen haushoch gesiegt. Aber naja, ist wohl auch Fake News, dass sie jetzt den Kongress kontrollieren, oder was?
    • rodman 27.03.2019 09:41
      Highlight Highlight Warum soll das Fake News sein?

      Ich sage nur, dass es voraussichtlich ein enges Rennen wird und derzeit die Dems relativ unsouverän auftreten (ich wünschte, es wäre anders). Solange die Dems auf jeden Trump-Zug aufspringen, kann Trump Agenda Setting betreiben. Und genau dies ist seine Chance bei den nächsten Wahlen.
    • Juliet Bravo 27.03.2019 14:45
      Highlight Highlight Hab vorschnell kommentiert. Entschuldige, denn nach nochmaligem Lesen hab ich deinen Kommentar dann auch begriffen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DieFeuerlilie 26.03.2019 15:49
    Highlight Highlight Tja.. dann bleibt mir als letzte Hoffnung wohl nur noch, dass der Aura-Leser recht behält.. 😁🤪
  • wasps 26.03.2019 14:36
    Highlight Highlight War ja nicht anders zu erwarten. Natürlich wird er nun abheben und irgendeinen Seich veranstalten und sich damit wieder selber ins Bein schiessen. Wetten, dass?
    • Fritz N 26.03.2019 15:04
      Highlight Highlight @bombenjunge Jeder macht sich seine eigene Realität wa?
    • DieFeuerlilie 26.03.2019 15:33
      Highlight Highlight @bombenjunge

      “Denn die Wahrheit siegt immer.“

      Na, dann bin ich ja beruhigt. Wenn das stimmt, dann wird Trump ja garantiert ‘the biggest loser ever‘.

      Denn.. Trump und die Wahrheit, zwei Welten begegnen sich..
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 26.03.2019 15:36
      Highlight Highlight Hat irgendwie etwas von wahnhafter Projektion, wie sie bei einer Shizophrenie oder einer Psychose vorkommt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Realtalk 26.03.2019 14:14
    Highlight Highlight Hmm, muss ich in diesem Artikel die Demokraten als links interpretieren? Denn wenn die Republikaner ja rechts sind müssten die Demokraten automatisch links sein, bei zwei Parteien gibts keine Mitte, was grundfalsch ist. Die Demokraten sind in etwa gleich links wie die Republikaner nämlich gar nicht.
    • schrat 26.03.2019 16:09
      Highlight Highlight innerhalb der demokratischen Partei gibt es schon linke Strömungen
      (4)to achieve the Green New Deal goals and mobilization, a Green New Deal will require the following goals and projects:
      ...
      (H)guaranteeing a job with a family-sus taining-wage, adequate family and medical leave, paid vacations, and retirement security to all people of the United States"

      Aus dem "Green new deal"

      https://www.congress.gov/116/bills/hres109/BILLS-116hres109ih.pdf
    • Realtalk 26.03.2019 16:55
      Highlight Highlight @swisskiss schon klar, alleine im Titel wird aber schon was anderes suggeriert. Von der politischen Gessinung her, ist die ganz grosse Mehrheit der Demokraten aber weiter rechts als beispielsweise die SVP.
      @schrat ungefähr dieselbe linke Einstellung, wie in Ihrem Beispiel, hat selbst Trump.
    • Magnum 26.03.2019 17:25
      Highlight Highlight @schrat Existenz sichernde Löhne, eine Gesundheitsversorgung, die diesen Namen verdient, der Anspruch von Arbeitnehmern auf bezahlte Ferien (wie viele Wochen, sei mal dahin gestellt) und sichere Renten sind für Dich "linke Forderungen"?

      Ist Dir der Begriff "soziale Marktwirtschaft" (ein gesellschaftlicher Konsens im Westblock nach dem 2. Weltkrieg) geläufig? Oder hast Du diesen Begriff weg saniert?

      In den USA gibt es nur eine rechte und eine noch rechtere grosse Partei. Der von Dir zitierte New Green Deal ist innerhalb der Demokratischen Partei keineswegs unumstritten und NICHT Parteilinie.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Basti Spiesser 26.03.2019 13:59
    Highlight Highlight „Trump wird sein No-Collusion-Mantra bis zur Verblödung im kommenden Wahlkampf wiederholen.“

    Also so wie die Demokraten und Medien seit Trumps Wahlkampf das erfundene Collusion-Mantra wiederholt haben?
  • Basti Spiesser 26.03.2019 13:57
    Highlight Highlight „Am verheerendsten ist jedoch die Tatsache, wie weit es Trump bereits gelungen ist, die amerikanische Demokratie zu beschmutzen. Zahlreiche Minister und hohe Beamte mussten wegen Korruptionsvorwürfen zurücktreten. „

    Verstehe den Satz nicht... Wird die Demokratie beschmutzt, wenn kriminelle Minister überführt werden?
    • Ritiker K. 26.03.2019 15:22
      Highlight Highlight Es wurden korrupte Personen zu Ministern und hohen Beamten berufen, nicht wegen ihrer Fähigkeiten, sondern wegen ihrer Loyalität zum Paten.
    • DieFeuerlilie 26.03.2019 15:38
      Highlight Highlight @Basti

      Nein.. die Demokratie wird dadurch beschmutzt, dass so viele Korrupte überhaupt _eingestellt_ wurden.

      Wie der Herr (Trump), so das Gescherr (seine Administration)..

      Oder auch ‘Gleich und Gleich gesellt sich gern.‘
  • Amadeus 26.03.2019 13:51
    Highlight Highlight Interessant ist ja, dass sich Trump und seine republikanischen Unterstützer selbst nicht an das halten, was sie jetzt fordern. Hillary Clinton wurde untersucht, entlastet und nicht verurteilt. Und trotzdem nennt Trump sie "Crooked Hillary" und seine Fans brüllen "Lock her up".

    https://thebulwark.com/whataboutism-trump-hillary-and-covington/
    • P.Rediger 26.03.2019 14:48
      Highlight Highlight @Return...: Und auch dafür haben Sie natürlich lückenlose Beweise, oder?
    • redeye70 26.03.2019 23:43
      Highlight Highlight @P.Rediger
      Hat er bestimmt auf Youtube gesehen 😉
    • just sayin' (beleidigende user werden ignoriert) 27.03.2019 11:16
      Highlight Highlight @redeye70

      du wirst lachen:
      Play Icon


      wer zwei stunden zeit hat, kann einem roast erster klasse beiwohnen und nur darüber staunen wie sich hillary clinton in widersprüche und ausflüchte verrennt.

      dass nach diesem hearing nicht passiert ist....
  • Reudiger 26.03.2019 13:35
    Highlight Highlight Die Medien und diverse Journalisten veröffentlichten im Nachhinein fälschliche Aussagen und Informationen. Trump will mit Ihnen abrechnen. Hierbei ist keineswegs von einer Einschränkung der Medienfreiheit und Pressefreiheit zu reden.

    Angstmacherei, die Leuten klar machen will, dass Trump nun "diktatorisch" gegen die Medien vorgehen wird, braucht es da nun wirklich nicht.

    Sie sind Wirtschaftsjournalist, nun auch Trump-Journalist Herr Löpfe, kein Verschwörungstheoretiker.

    Meinungs- und Medienfreiheit bedeuten, dass man sich äussern kann. Freiheit vor Konsequenzen gibt es nicht.
    • elias776 26.03.2019 14:27
      Highlight Highlight Aha also ist in Saudiarabien auch Meinungsfreiheit. Ich kann den König ja kritisieren das ich aber umgebracht werde als Konequenz meiner „Meinungsfreihet“ ist etwas anderes?
    • Reudiger 26.03.2019 14:40
      Highlight Highlight Du weisst ganz genau was ich gemeint habe, stell dich nicht dumm, nur um mich anderes darzustellen. Ich habe klargestellt, dass Meinungsfreiheit wichtig ist. In der Definition von dem Wort "Meinungsfreiheit" ist erklärt, was gemeint ist. Klar ist: In einem Land mit Meinungsfreiheit kann man sich äussern ohne verurteilt zu werden. Daher hat Saudiarabien auch keine echte Meinungsfreiheit.

      Konsequenzen sind nicht immer physisch oder legal. Verärgere ich einen Mitarbeiter, ist die Konsequenz, dass er mich nicht mag. Der Begriff sollte klar sein.
    • Hiker 26.03.2019 15:42
      Highlight Highlight @ Ruediger Wenn ein Präsident eines Landes über Bürger ebendieses Landes öffentlich aufs abscheulichste herzieht hat das mit Meinungsfreiheit absolut nichts zu tun. Er legitimiert damit Gewalt gegen Andersdenkende. Das ist das abscheulichste was ein Politiker mit seiner Machtfülle und Einfluss machen kann! Er hat sich an das Gesetz zu halten wie jeder andere Bürger der USA auch. Würde bedeuten er soll die Sache von den zuständigen Behörden untersuchen lassen. Es gilt immer die Unschuldsvermutung und keinesfalls darf eine Person beschuldigt werden die vom Gericht freigesprochen wurde (Hillary)!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Karl Marx 26.03.2019 13:30
    Highlight Highlight Mueller hat ja jetzt bewiesen das an der Verschwörungstheorie nichts dran war. Das man da jetzt die Hintergründe untersuchen will sollte man im Sinne der Transparenz eigentlich befürworten.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 26.03.2019 14:25
      Highlight Highlight Hmmmmmm...... "weder be- noch entlastet."
      Hmmm......
    • Hoopsie 26.03.2019 14:34
      Highlight Highlight Es ist keine Verschwörungstheorie.

      Man konnte offenbar nur nicht nachweisen, dass Trump von den (längst bewiesenen und unstrittigen) Verbindungen seines Teams zu Russland wusste.

      Und ja, die Hintergründe sollte man schon untersuchen, aber müsste man nicht zuerst die Vordergründe öffentlich machen? Sprich, den Bericht zugänglich zu machen? Ausgerechnet der Mensch, der immer von Deep Staat und so schwafelt, baut nun eine Mauer des Schweigens auf!

    • Basti Spiesser 26.03.2019 14:48
      Highlight Highlight „Man konnte offenbar nur nicht nachweisen, dass Trump von den (längst bewiesenen und unstrittigen) Verbindungen seines Teams zu Russland wusste.„

      Nicht nachweisen... längst bewiesen...

      Was jetzt? 🙈
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pana 26.03.2019 13:24
    Highlight Highlight "nach der Veröffentlichung des Mueller-Reports"

    Er ist ja eben NICHT veröffentlicht worden. Und dass die Republikaner dies versuchen zu verhinden, macht die Sache nicht wirklich glaubhafter.
  • Sauäschnörrli 26.03.2019 13:23
    Highlight Highlight Unser täglich Löpfe gib uns heute.
    • Alphonse Graf Zwickmühle 26.03.2019 13:38
      Highlight Highlight Man nennt es Arbeit und vermutlich sucht man es sich halt nicht immer selber aus, machen aber übrigens die meisten Menschen weltweit so in irgendeiner Form.
    • Kommentareschreiber 26.03.2019 18:37
      Highlight Highlight Lieber nicht!
  • Scaros_2 26.03.2019 13:23
    Highlight Highlight Muss dabei immer an die Szene aus Star Wars denken wo man im Applaus in die Diktatur ging.
    • Nevermind 26.03.2019 14:13
      Highlight Highlight Ich kann mich grad an keine Diktatur erinnern die nicht mit tosendem Applaus begonnen hat.
      Der Weg zurück in die Freiheit führt dann dafür meist durch Blut und Tränen.
    • npe 26.03.2019 14:37
      Highlight Highlight “So this is how liberty dies . . . with thunderous applause.” – Padme Amidala
    • P.Rediger 26.03.2019 14:45
      Highlight Highlight Nicht nur dort, 1933 war das auch so, leider real.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bynaus 26.03.2019 13:17
    Highlight Highlight Jetzt wird man sehen, was die "Checks and Balances" wirklich taugen. Ich denke (und hoffe!), dass die Gründerväter diese Runde gewinnen werden.
    • Gubbe 26.03.2019 13:44
      Highlight Highlight Oh, die Gründerväter leben, ich glaubte die schon lange gestorben.
    • Bynaus 26.03.2019 22:49
      Highlight Highlight Metaphorically speaking, Gubbe...
  • cinz 26.03.2019 13:16
    Highlight Highlight Ich finde es klingt ziemlich gefährlich und undemokratisch, dass Leute, die sich lediglich negativ über Trump geäussert haben, nun untersucht werden...
    • FrancoL 26.03.2019 14:14
      Highlight Highlight Ja gefährlich, wie es schon vor über 70 Jahren war und doch hat niemand interveniert.

Analyse

Donald Trump verliert die Kontrolle – und den Verstand

«Black Lives Matter» ist zu einer Massenbewegung geworden. Weder der Präsident noch seine Partei können damit umgehen.

Die Senatoren der Grand Old Party (GOP) müssen immer häufiger ein für sie peinliches Ritual durchlaufen: Vor laufenden Kameras werden sie zu Aktionen oder Tweets ihres Präsidenten befragt. Meist murmeln sie dabei etwas Unverständliches in ihren Corona-Mundschutz, über den sie für einmal froh sind.

Jüngstes Beispiel ist der präsidiale Tweet zu einer Polizei-Aktion der Polizei von Buffalo. Stämmige Ordnungshüter hatten den 75-jährigen Martin Gugino brutal zu Boden gestossen. Der stadtbekannte …

Artikel lesen
Link zum Artikel