Wirtschaft
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epa06736590 The League (Lega) party's leader Matteo Salvini addresses the media after a meeting with Italian President Mattarella at the Quirinale Palace, in Rome, Italy, 14 May 2018. (M5S) leader Di Maio said that neither he nor prospective right-wing Lega (League) party ally Salvini would put forward names of a Premier yet and asked for a few more days to complete a government programme  EPA/RICCARDO ANTIMIANI

Matteo Salvini vor dem Quirinalspalast in Rom. Der Lega-Chef hat bereits eine Hand an der Macht. Bild: EPA/ANSA

Der Mann, der den Euro zu Fall bringen könnte

Matteo Salvini, der Führer der Lega, wird zum neuen starken Mann Italiens. Wie einst Griechenland fordert er die EU, die EZB und Deutschland heraus – aber er ist in einer viel stärkeren Position.

30.05.18, 14:59 31.05.18, 06:39


Als Steve Bannon im Frühling seine Europa-Tournee absolvierte, schaute er nicht nur bei Roger Köppel vorbei, sondern auch bei Matteo Salvini. Trumps ehemaliger Chefstratege und der Lega-Chef verstanden sich blendend. Salvini hat die Lega als nationalistische, um nicht zu sagen faschistoide Partei in der europäischen Politlandschaft fest etabliert. Die Lega wird nun in einem Zug mit dem französischen Front National und der ungarischen Fidesz genannt.

«Die EU befindet sich in einer existenziellen Krise.»

George Soros

Vorläufiger Höhepunkt des unaufhaltsamen Aufstiegs Salvinis waren die Wahlen im vergangenen März. 17 Prozent der Wählerinnen und Wähler stimmten für die Lega, vor fünf Jahren waren es noch 4 Prozent.

Der nächste Quantensprung zeichnet sich bereits ab. In jüngsten Umfragen sprechen sich 28 Prozent für Salvini & Co. aus. Das könnte sehr bald Realität im Parlament werden. Nach der gescheiterten Regierungsbildung sind in Italien Neuwahlen ein realistisches Szenario geworden. Vielleicht finden sie noch vor den Sommerferien statt.

epa06762679 Five-Star Movement (M5S) leader Luigi Di Maio leaves Lower House in Rome, Italy, 25 May 2018. Premier designate Giuseppe Conte met the head of the 5-star Movement (M5S) Luigi Di Maio and the championship leader Matteo Salvini in the Lower House, according to reports from M5S sources.

Cinque-Stelle-Chef Luigi di Maio. Wird er von Salvini an die Wand gespielt? Bild: EPA/ANSA

Selbst Salvinis Koalitionspartner, den Cinque Stelle, wird sein Aufstieg unheimlich. Ihr Chef Luigi di Maio versucht neuerdings zu retten, was noch zu retten ist. «Wir wollen diese Krise lösen und die Märkte beruhigen», erklärte er am TV. «Lasst uns eine Regierung bilden, die bereits ein gemeinsames Programm erarbeitet hat.»

Salvini hingegen geht auf Konfrontationskurs. Für den 2. Juni hat er zu einer Grossdemonstration aufgerufen, zu einem «Marsch auf Rom». Das weckt unselige Erinnerungen. Im Oktober 1922 hat Mussolini mit einem solchen Marsch die Macht an sich gerissen.

Die EU hat schlechte Karten

Für die EU sind italienische Neuwahlen ein Albtraum. Gerade als es schien, dass sich die Turbulenzen um den Euro mehr oder weniger gelegt haben, bricht die Diskussion mit voller Wucht wieder aus. Die Lega hat sich den Kampf gegen die Einheitswährung auf die Fahnen geschrieben.

Brüssel und Berlin hingegen sind schlecht gerüstet. Angela Merkel ist angeschlagen. Sie unterstützt die vom französischen Präsidenten angestossene Reform des Euro nur halbherzig.

Unterstützung für den Euro bröckelt

Salvini hingegen spielt diese Entwicklung voll in die Karten. Der 45-jährige Mailänder sieht im Euro den Grund aller wirtschaftlichen Übel, welche die Italiener seit der Jahrhundertwende befallen haben. Lustvoll stürzt er sich deshalb in die Euro-Schlacht in der Gewissheit, dass er nur gewinnen kann.

Die Italiener haben einst den Euro freudig begrüsst. Rund 15 Jahre wirtschaftliche Stagnation haben jedoch die Zustimmung zur Einheitswährung bröckeln lassen. Gemäss dem im vergangenen Herbst erhobenen Eurobarometer befürworten nur noch 59 Prozent der Italiener die Zugehörigkeit zum Euro. Selbst in Griechenland ist die Zustimmung grösser.

Die Finanzmärkte nehmen die Angriffe auf den Euro inzwischen ernst. Am Dienstag kam es bei den italienischen Staatsanleihen zu einem eigentlichen Blutbad. Vor allem die Papiere mit zweijähriger Laufzeit erlebten den schlimmsten Tag seit Menschengedenken. Ihre Zinsen sprangen um 1,5 Prozent in die Höhe.

Die Dummheit des deutschen EU-Kommissärs

Salvini lässt sich davon nicht beeindrucken. Im Gegenteil, die Panik auf den Finanzmärkten liefert ihm neue Munition. Banken sind neben Ausländern und der EU seine liebsten Feinde. Die Dummheit seiner Gegner hilft ihm dabei. So sprach der deutsche EU-Kommissär Günther H. Oettinger im deutschen Radio doch tatsächlich davon, die Märkte würden den Italienern «eine Lektion erteilen».

George Soros, Founder and Chairman of the Open Society Foundations listens to the conference after his speech entitled

Warnt vor Finanzkrise: George Soros. Bild: AP/AP

Für solche Torheiten ist die Lage zu ernst geworden. Der legendäre Financier George Soros warnt bereits vor einer «neuen grossen Finanzkrise». «Die EU befindet sich in einer existenziellen Krise», erklärte er an einer Tagung der Denkfabrik European Council of Foreign Relations. «Alles, was schief gehen konnte, ging schief.»

Bei den Grexit-Wirren 2015 schlossen Angela Merkel und Alexis Tsipras hinter dem Rücken ihrer beiden Finanzminister Wolfgang Schäuble und Yanis Varoufakis einen Deal, der es ihnen erlaubte, weiterzuwursteln. Auch diesmal hoffen das italienische Establishment und die EU-Technokraten, dass die Finanzmärkte den Italienern Angst einjagen und sie zum Umdenken bewegen werden.

Es ist eine trügerische Hoffnung. Auch die Italiener haben den Grexit-Film gesehen – und sind wenig begeistert davon. Sie wissen zudem, dass ein Italoexit der EU sehr viel mehr weh tun würde. Ohne Reformen und Zugeständnisse an Rom wird es sehr schwierig werden, den Euro ein weiteres Mal zu retten.

Italiens Regierungsbildung gescheitert – Neuwahl 2019

Video: srf

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Brikne, 20.7.2017
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81
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81Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • yannis675 31.05.2018 07:07
    Highlight Von einer Destabilisierung Europas profitieren vor allem Kriminelle. Das volk lässt sich mit billigen Sprüchen manipulieren. Hört mal auf den Rattenfängern nachzulaufen.
    13 7 Melden
  • Thadic 30.05.2018 22:32
    Highlight Durch einen Euro Ausstieg Italiens ist es gut möglich, dass die von vielen Experten vorausgesagte Mutter aller Finanzkrisen ausgelöst wird. Dann wird man uns Italiener für alles verantwortlich machen und verfluchen. Dabei bin ich immer mehr überzeugt, dass der Grund am völlig falschen Geldsystem liegt. https://www.heise.de/tp/features/Unser-Geldsystem-als-ein-kolossales-Betrugs-und-Irrtumssystem-3375971.html?seite=all
    Ironie des Schicksals, alles endet dort wo es angefangen hat, sind doch die ersten Banken in Italien entstanden.
    14 0 Melden
  • FrancoL 30.05.2018 19:29
    Highlight Was habe ich nicht in den letzten 30 Jahren über Italien zu hören bekommen:
    Die sollen endlich
    ihren Stall aufräumen.
    die Ärmel hochkrempeln
    die Mafia endlich mal bekämpfen
    endlich mal Steuern bezahlen
    endlich eine richtige Regierung wählen

    und Einiges mehr.

    Nun nachdem jetzt das allgemeine Bashing gegen EU und Euro hoch im Trumpf sind, nachdem die Populisten der EU den Kampf angesagt haben ist Italien plötzlich nicht mehr selber Schuld, Italien ist das Opfer der Deutschen etc.

    Die vielen Vorwürfe waren übertrieben und das es IT vor allem wegen dem Euro schlecht geht ist genau so falsch.
    34 22 Melden
    • Fabio74 30.05.2018 21:14
      Highlight Finde das ein bisschen Schade, dass du immer mit Fakten kommen willst und die Märchenstunde rechts aussen störst
      22 9 Melden
    • FrancoL 30.05.2018 22:13
      Highlight Echt soll ich auch mit Märchen anfangen? Soll ich wie Berusconi alles ins lächerliche ziehen? Oder wie die Legisti den Deutschen auf den Füssen rumtrampeln, damit deren Klientel die KMUs weiter so rumwursteln können wie gehabt.
      Mit 60 hat man eben manchmal etwas mehr Fakten zur Hand, wenn man dann wie ich in 2 Welten lebet kann man ganz gut Vergleiche ziehen und die Märchenstunde ist dann vorbei.
      13 5 Melden
  • FrancoL 30.05.2018 18:28
    Highlight Da hier viele eher Jüngere Schreiberlinge unterwegs sind, möchte ich noch erwähnen, dass vor dem Einführen des Euros, die Kapitalflucht in Italien ein riesen Problem war, vor allem in Norditalien und vor allem bei den KMUs die heute den Salvini stützen mögen.
    Jeder der irgendwie etwas Geld hatte der unternahm das Mögliche und auch Unmögliche um keine Lire auf der Bank zu haben.
    Heute 2 Jahrzehnte später würde genau das Gleiche ablaufen: Flucht aus der immer schwächer werdenden Lire.
    Und nun soll mir einer erläutern wieso es, auch mit Arbeitsplatzzunahme, den Italienern besser gehen sollte?
    41 6 Melden
    • sealeane 30.05.2018 19:02
      Highlight Ich kan mich zwar nur miz mühe an die Urlaube mit Lira erinnern (1.- =10000 lira oder wie war das?)
      Aber da gibt es schon so die wirtschaftstheorien punkto Währung abwerten = es lohnt sich eher dort zu Produzieren = mehr jobs.
      Zu viel abwerten ist natürlich auch blödsinn, da der Einkaufspreis der fremden sonst zu teuer wird. Aber dke Arbeitskraft wird auf jedefall günstiger. Solange sie Euro haben, können sie nicht selbständig abwerten (die schweiz ist da ein gutes Beispiel das Abwerten der Wirtschaft hilft, auch wenn unter anderen vorzeichenl. Und ja Italians Politik ist schon länger am A...
      19 1 Melden
    • FrancoL 30.05.2018 19:11
      Highlight Wieso soll man in Italien mit einer schwachen Lire produzieren, wenn im alten Osten die Produktionskosten eh schon viel tiefer sind als in Italien mit einer abgewerteten Lire? Der Billigwerkplatrz Italien gibt es bei der gegebenen Globalisierung nicht mehr, die Arbeitsplätze sind weg und kommen nicht wieder ausser man werde die Lire gleich um 50% ab und das ist dann was genau ausser ein Totalbankrott?
      Wir haben in EU ein Nord Süd Gefälle das nun überlagert wird durch ein West Ost Gefälle und der LatinoGürtel kann auch bei eigener Währung zur Zeit nicht konkurrieren. Gründe sind naheliegend.
      14 4 Melden
    • FrancoL 30.05.2018 19:13
      Highlight Meine ersten Lire als Kind habe ich zu 7CHF=1000 Lire gewechselt. als der Euro eingeführt wurde lag die Lire bei 0.80 CHF für 1000 Lire.

      Italien hatte damals vor bei der Lire 3 Nullen zu streichen um so quasi einen Neuanfang zu machen, aber mit dem Euro hat sich das erübrigt.
      20 2 Melden
  • Chrigu BE 30.05.2018 18:26
    Highlight Super Bericht mit Hintergrund, merci.
    11 9 Melden
  • FrancoL 30.05.2018 18:16
    Highlight An die vielen vielen Euroskeptiker. Die Vielen die immer den Euro oder die EU als Grund für Italiens Fehlleistungen bemühen:

    Wieso geht man davon aus dass Italien nicht die gleiche Wirtschaftsleistung der Deutschen erbringen kann?Wegen dem Süden? oder weil sie nicht wollen?

    Der Norden hat hervorragende Voraussetzungen um eine top Wirtschaftsleistung zu erbringen und hätte auch die Kraft den Süden zu einem guten Teil auszugleichen.

    Was hindert nun den Italiener diese Leistung zu erbringen?
    30 10 Melden
    • FrancoL 30.05.2018 19:47
      Highlight @Real: Du liegst falsch; Ich fahre seit jeher Fiat und Alfa, habe eine Beteiligung an einem Planungsbüro in Mailand und lasse alle Einkünfte in Italien und reinvestiert sie dort. Bezahle in Italien, obwohl man mich für verrückt hält, die geforderten Steuern.
      Nun man kann mit mir gerne über Kapitalismus sprechen, doch es bleibt beim Gleichen, ob mit Euro oder Lire, die Mechanismen sind die gleichen.
      Aber ich freue mich dass Du wohl auch ein UN bist und sicherlich wie ich der sozialen Marktwirtschaft verbunden bist.
      Ja ich bin Selbstständig und war nie angestellt ausser im Praktikum.
      25 7 Melden
    • Spooky 30.05.2018 20:53
      Highlight @FrancoL
      Ich frage mich, wieso du von Watson nicht schon lange einen Preis bekommen hast für Werbespots in eigener Sache 😆.

      8 19 Melden
    • FrancoL 30.05.2018 21:04
      Highlight Licht welches helfen könnte, das fehlt Dir?
      Ganz einfach nach über 30 Jahren als Pendler zwischen IT und CH stelle ich fest dass die Hausaufgaben nicht gemacht wurden, grosser Egoismus hat sich breit gemacht, auch die einfachsten Grundlagen der Betrachtung des Staates wurden vernachlässigt. Der Kampf gegen die Mafia hat nie richtig statt gefunden. Rechte und linke Politker haben sich kaufen lassen, den Staat ausgehölt und Günstlingswirtschaft betrieben. Und da denkst Du das ein vernünftiger Mensch vor einem solchen Hintergrund die schuldigen „auswärts“ suchen soll? Ich nicht!
      21 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Skeptischer Optimist 30.05.2018 18:13
    Highlight Ich halte Grundprämisse des Artikels, dass der Euro scheitern könnte, für naiv. Der Euro ist ein politisches Projekt über das "die Märkte" schlussendlich nur begrenzt Macht haben. Die EZB kann so viel Geld drucken wie sie will um "die Märkte" in Schach zu halten und wird dies bei Bedarf auch tun, da sie einen Stabilitätsauftrag hat und diesen Ernst. Dies auch gegen die deutsche veröffentlichte Meinung. Gepolter deutscher und italienischer Politiker mag "Spreads" beeinflussen, aber es wird den Euro nicht in den Grundfesten gefährden können. Er ist nun wirklich "too big to fail".
    19 6 Melden
  • walsi 30.05.2018 17:48
    Highlight Das hätte alles nicht geschehen können, wenn die etablierte Politik nicht am Willen des Volkes vorbie politisiert hätte.

    23 23 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zeit_Genosse 30.05.2018 16:58
    Highlight Die Mafia gedeiht im Chaos besser und Salvini wird noch an der langen Leine geführt.

    Hätte man Italien in der EU mehr Wertschätzung und frühe Unterstützung bei der Flüchtlingssituation entgegengebracht, wäre das Volk nicht auf der Seite der Populisten. Italien ist so weit, dass etwas passieren muss. Es ist Egal wenn es sie selbst trifft, Hauptsache „jemand“ tut etwas. #irrational
    37 8 Melden
    • häxxebäse 30.05.2018 17:52
      Highlight seit berlusconi an der macht war, begann man das grab kontinuierlich zu schaufeln... und tja man erntet was man sät...!
      24 8 Melden
    • sealeane 30.05.2018 18:53
      Highlight Ich nehme an du woltest schreiben: "Als Berlusconi an die Macht kam...."
      12 2 Melden
  • NaSkivaL 30.05.2018 16:38
    Highlight Wenn etwas mit dem Ziel stabil zu sein, so aufgebaut ist, dass es von einem Mann zerstört werden kann, dann ist das eine grandios miese Konstruktion.

    Es sieht nur so aus, als würde Merkel die EU regieren. Fakt ist, dass zu viele Politiker ihre eigenen Süppli kochen. Die Zusammenarbeit in der EU ist katastrophal. 25 Jahre und noch immer so schwach. Eine Schande. Für jeden kleinsten Scheiss brauchen sie mehrere Jahre. Merkel springt hier nur in die Bresche und tut das, was die meisten anderen auch würden, wenn sie könnten. Das - wie sie meint - Beste für ihr Land rausholen.
    35 5 Melden
    • sealeane 30.05.2018 18:57
      Highlight Ich bin zwar ein Gegner vum Bürokratiemonster EU. Aber ich habe das Gefühl die entscheiden immer noch deutlich schneller wir wir Schweizer (ob auch nachhaltiger ist eine andere Frage...).
      Daher weiss ich nichg ob wir uns da so weit aus dem Fenster lehnen sollten. 😉
      11 7 Melden
  • andrew1 30.05.2018 16:34
    Highlight Der kerl ist super.



    Und heute hat es immer noch grosse probleme in der eu und über was diskutiert man? Da kommt niemand von selbst drauf. Über das verbot von plastickbesteck und röhrli 😂. An lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten. Die grossen probleme schön ignorieren und sich mit nichtigkeiten befassen.
    27 24 Melden
    • PVJ 30.05.2018 17:40
      Highlight Der Mann inszeniert sich als Opfer, dem der Mund verboten wird (die gängige Masche bei den Rechten). Sonst höre ich ausser Stammtischpolemik nicht viel. Das findest Du super?
      20 20 Melden
    • fandustic 30.05.2018 19:56
      Highlight Guter Mann der Salvini👍🏻😊
      7 13 Melden
    • Fabio74 30.05.2018 21:21
      Highlight Der MAnn ist ein geistiger Brandstifter ein kleiner Streicher, der gern polemisiert und Hass sät
      Ausser saloppen Sprüchen und Beledigungen und das übliche rechtsnationale Opfergehabe kommt von dem ja nichts.
      GUt als Rechter braucht man auch nurden EU-Hass fürs Glück
      17 3 Melden
  • rodolofo 30.05.2018 16:27
    Highlight ...
    Das von der Ladenbesitzerin zurück gegrüsste "Buon Giorno" kam aggressiv, zusammengepresst, mit einem hämisch-verächtlichen Grundton, gefolgt von "Tranquilo, tranquilo!"
    In diesem Moment wurde mir bewusst, was für eine angestaute Wut bei denen in der Tiefe der Seele rumort, wie bei einem schlummernden Vulkan!
    Oberflächliche Dolce-Vita-Freundlichkeit gefriert immer öfters im Vollstress der Realität, in der die Italiener von geschäftstüchtigen "Braunen" und "Gelben" immer härter bedrängt und konkurrenziert werden.
    Vielleicht sind WIR in CH ja bald die italienischeren Italiener...
    10 15 Melden
  • rodolofo 30.05.2018 16:20
    Highlight Als Italien-Fan und "Möchtegern-Italiener" ist auch mir eine zunehmende Gereiztheit im Norden Italiens, wo ich in den Ferien weilte, nicht entgangen.
    An der Ligurischen Küste wehten sehr viele Britische Fahnen. Ich fragte dann jemanden, was das zu bedeuten habe. Da hat der mir geantwortet, dass diese Fahnen eine Solidaritätsbekundung mit den Briten nach dem Brexit sei.
    In einem dieser typischen, kleinen und vollgestopften Zia Emma-Läden wurde ich, nachdem ich sehr laut und gut gelaunt "Buon Giorno!" gesagt hatte, mit einer Gehässigkeit angeschnauzt, die mich erschreckte:
    ...
    19 11 Melden
    • durrrr 30.05.2018 16:46
      Highlight Norditaliener sind grundlegend um einiges weniger gastfreundlich als ihre Landsleute gen Süden. War schon immer so. ^^
      29 8 Melden
    • FrancoL 30.05.2018 18:08
      Highlight Einmal mit Durrr einverstanden, ist doch schon mal was.
      12 4 Melden
  • LeChef 30.05.2018 16:15
    Highlight Der Euro ist die Wurzel der aktuellen Probleme. Ihn zu retten ist genau das, was jetzt nicht noch einmal gemacht werden sollte.
    28 25 Melden
    • Erba 30.05.2018 16:44
      Highlight Ihre Lösung? alle zurück zu ihren alten Währungen? Wissen Sie was sowas kostet?
      21 15 Melden
    • LeChef 30.05.2018 17:14
      Highlight Zwei unterschiedliche Währungen für die kompetitiven und weniger kompetitiven Länder sollte genügen, um die gröbsten Ungleichgewichte zu beheben. Alternativ kann man auch versuchen, den Euro zu erhalten und Länder ausscheiden lassen, die das wollen und/oder müssen. Letztere Lösung würde allerdings dazu führen, dass sämtliche Wackelkandidaten von den Märkten getestet werden, weshalb das wohl eher nicht nachhaltig ist. Möglicherweise könnten sich die Leute bei der EZB und der Europäischen Kommission aber einen Mechanismus einfallen lassen, der das ausgleicht.
      6 3 Melden
    • LeChef 30.05.2018 17:15
      Highlight Es gibt so viele mögliche Szenarien und ich bin überzeugt dass die meisten weniger kosten, als das bisherige Rumgewurstel.
      9 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pitsch K. Matter 30.05.2018 16:08
    Highlight So wie die Verantwortlichen des IWF und EZB Alexis Tsipras Mundtot kriegten, werden sie auch Salvini Mundtot kriegen.
    10 10 Melden
  • X23 30.05.2018 15:58
    Highlight Und hoffentlich bringt er den Euro zu Fall!
    26 36 Melden
    • Erba 30.05.2018 16:47
      Highlight Was genau haben Sie davon, wenn der Euro zu Fall gebracht wird? Freuen Sie sich über eine weitere Finanzkrise, die dann auch Auswirkungen auf die CH haben wird? Wie dumm kann man sein?
      32 11 Melden
    • Interessierter 30.05.2018 17:02
      Highlight Haben Sie sich einmal überlegt was dies für uns heissen würde? Bitte Gehirn einschalten...
      18 8 Melden
    • Witzwa 30.05.2018 17:23
      Highlight Wie ängstlich kann man sein....
      13 11 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • X23 30.05.2018 15:56
    Highlight Wäre an der Zeit, dass Merkel und co das Sagen über die meisten Staaten Europas abgenommen wird. Das einzige Land, welches von der EU profitiert ist Deutschland. Beim 3. Versuch in den letzten 100 Jahren scheints geklappt zu haben.
    27 35 Melden
    • Erba 30.05.2018 16:48
      Highlight Deutschland zahlt den meisten Ländern, nur so als Hinweis. Deutschland hat auch nicht das Sagen in der EU. Ich würde Ihnen empfehlen sich zu informieren.
      21 15 Melden
    • Fabio74 30.05.2018 21:26
      Highlight Viel primitiver gehts nicht mehr! Deutschland 2018 mit NAzideutschland zu vergleichen ist unter aller Sau. Lern gefälligst mal Anstand und REspekt
      Merkel ist REgierungschefin in EINEM Land. Deutschland. Und dies aufgrund von demokratischen Wahlen.
      Statt HAss säen würdest mal lernen wie die EU funktioniert
      7 7 Melden
    • X23 31.05.2018 07:16
      Highlight @Fabio74
      Also mal der Reihe nach:
      Wenn man sich Schäuble, Merkel und co ansieht, wie sie mit anderen Mitgliedsstaaten umgehen, dann habe ich mich wohl zu anständig ausgedrückt.
      Merkel wurde praktisch abgewählt, wurde jedoch auf biegen und brechen nochmals an die Macht gesetzt. Das Volk scheint ja sehr zufrieden mit ihr... (*AFD*)
      Ich weiss wie die EU funktioniert, danke, zumindest ausreichend für eine solche "Diskussion".

      @Erba
      Hast du dir die Zahlen angesehen? Inklusive dem Export ohne Zoll in die EU, Importzwang bestimmter Güter für Mitgliedsstaaten (Tomaten -> NL; Milch -> DE;...) usw?
      3 0 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 30.05.2018 15:55
    Highlight Salvini sieht sie seinen Marsch wohl eher als "Marsch auf Washington", der arme Irre. Gegen die Unterdrückung der armen Italiener durch das pöse Ausland.
    "Gerade als es schien, dass die Turbulenzen um den Euro sich mehr oder weniger gelegt haben"
    Ich wage mal zu behaupten, dass sich diese Turbulenzen nie gelegt haben, sie wurden einfach von anderen Problemen der EU überlagert, Brexit, Russland, Migration, die Westentaschendiktatoren im Osten, der Populismus in den "alten" EU-Länder, die Orange mit der überfahrenen Katze auf dem Kopf die zufälligerweise Commander in Chief ist etc.
    20 10 Melden
    • Wattestäbchen 30.05.2018 17:22
      Highlight ...und bitte nicht die Trinkröhrli vergessen!!!
      4 3 Melden
  • Moudi 30.05.2018 15:37
    Highlight Wird sicher nicht passieren.. Da kommt vorher die wundersame Auferstehung Berlusconis!
    15 12 Melden
    • TheRealSnakePlissken 30.05.2018 17:12
      Highlight Aber hallo! Berlusconi wird mit Pauken und Trompeten die Neuwahlen gewinnen. Nach vier Jahren übergibt er dann an Renzi. Avanti popolo!
      8 1 Melden
    • Domitian 30.05.2018 18:11
      Highlight Seine Ämtersperre wurde neulich aufgehoben, ein Comeback des Cavaliere als Premierminister ist nicht ausgeschlossen. Vielleicht nicht jetzt, aber nach der nächsten Legislatur kann er zurückkehren. Und besonders viel muss er gar nicht machen. Die anderen Clowns demontieren sich selber, er muss sich nur zurücklehnen und abwarten.
      9 1 Melden
  • TheRealSnakePlissken 30.05.2018 15:22
    Highlight Militärputsch subito!
    5 32 Melden
  • Chääschueche 30.05.2018 15:18
    Highlight Italien = Drittweltland wenn es um Politik geht. Einfach nur peinlich 👌
    121 62 Melden
  • Sandro Lightwood 30.05.2018 15:18
    Highlight Ein buntes Gegeneinander wird sicherlich die beste Lösung sein...
    14 1 Melden
  • Triumvir 30.05.2018 15:11
    Highlight Weshalb sollte denn ein Italoexit so schlimm sein!? Lasst die Italiener doch gehen, wenn sie lieber alleine weiterwursteln wollen. Die Briten haben es schliesslich vor gemacht und auch dort ist (noch) kein wirtschaftlicher Weltuntergang eingetreten und die EU gibt's auch immer noch...Was jedoch allen Italienern klar sein sollte, dass ein Schuldenerlass sicher nicht in Frage kommt. Damit müssen sie dann auch alleine klar kommen.
    143 60 Melden
    • Wilhelm Dingo 30.05.2018 15:53
      Highlight @Triumvir: Schuldenerlass nicht, aber vieleicht Staatsbankrot wenn die Schulden bei stark steigenden Zinsen nicht mehr bedient werden könnnen. Das bedeutet Abschreibung von faulen Krediten. Das würde einigen Grossbanken sehr weh tun.
      11 3 Melden
    • FrancoL 30.05.2018 16:04
      Highlight Das schwingt ein gemeiner Unterton mit, aber der Schlusssatz ist richtig! Damit müssen sie dann auch alleine klar kommen.
      12 2 Melden
    • swisskiss 30.05.2018 16:22
      Highlight Triumvir: Wenn man wüsste, dass Italien im Gegensatz zu GB im EU Rettungsschirm involviert ist, und alleine durch Kreditvergabe und Bürgschaften mit über 257 Milliarden Euro in der Schuld von EZB und IWF ist, im Gegensatz zu GB eine neue Währung einühren muss und im Gegensatz zu GB die Ratings für die Lira rund 2% mehr Schuldzinsen generiert, was eine jährliche Belastung von gegen 30 Milliarden ausmacht, würde nicht den Brexit und Auswirkungen mit einem italienischen Austritt vergleichen.

      Abgesehen davon, warten wir mal April19 ab, was die konkreten Auswirkungen des Brexit für GB bedeuten.
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  • Scaros_2 30.05.2018 15:06
    Highlight So etwas passiert nicht. Hört auf zu glauben das so etwas eintretten knn.
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  • Raphael Stein 30.05.2018 15:05
    Highlight ...auf den Punkt gebracht.
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«Es isch eifach wieder mal zum Chotzä z’Züri!» – Swiss-Pilot tickt über Funk völlig aus

Für einen Swiss-Piloten wurde das ständige Warten auf die Starterlaubnis kürzlich zu viel. Er verlor im Gespräch mit einer Fluglotsin die Nerven und wurde ausfällig. Der Ausraster ist symptomatisch für ein grundsätzliches Problem.

Letzten Sonntag, Flug LX2156 von Zürich nach Palma de Mallorca. Es ist 12.16 Uhr und noch immer steht die Maschine am Gate. Dabei hätte sie gemäss Flugplan um 12.05 bereits abheben sollen. Doch am Mittag herrscht besonders viel Verkehr. Für den Piloten des Guten zu viel.

Was zur Hölle hier los sei, schnauzt er die Fluglotsin auf Englisch an – auf der Funkfrequenz, auf der alle anderen Piloten in Zürich mithören und die online archiviert ist.

... antwortet die Lotsin ebenfalls auf Englisch, der …

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