Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
President Donald Trump and European Commission president Jean-Claude Juncker speak in the Rose Garden of the White House, Wednesday, July 25, 2018, in Washington. (AP Photo/Pablo Martinez Monsivais)

Der Präsident der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker (links), und der US-Präsident Donald Trump verkünden einen Waffenstillstand im Handelskrieg. Bild: AP/AP

Warum die Wall-Street-Banker Trump lieben

Handelskrieg? Alles Bluff. Die Masters of the Universe an den Finanzmärkten sind überzeugt, dass sie das Spiel des US-Präsidenten durchschauen und lassen ihn deswegen gewähren.

26.07.18, 12:09 26.07.18, 12:25


Das Bild des typischen Trump-Wählers ist nicht eben schmeichelhaft: männlich, dumm und arm. Der typische Hillbilly eben, oder der Johnny Sixpack, oder der Redneck, «der seinen A… nicht von einem Loch im Boden unterscheiden kann», wie der Liedermacher Randy Newman singt.

Supporters of President Donald Trump cheer as he arrives for a campaign rally, Wednesday, June 27, 2018, in Fargo, N.D. (AP Photo/Evan Vucci)

Das Klischee des typischen Trump-Wählers: Weiss und vulgär. Bild: AP/AP

Diese Wähler gibt es, und sie bilden tatsächlich das Rückgrat der Trump-Fangemeinde. Aber es gibt auch andere, hochintelligente Banker und Hedge-Fund-Manager beispielsweise. Sie haben beste Businessschulen absolviert und sacken siebenstellige Boni ein. Sie sitzen in Aufsichtsgremien von renommierten Museen und spenden für angesehene Stiftungen.

Warum lassen sich diese «Masters of the Universe» – wie sie sich selbst sehen – täglich von einem vulgären, orangen Trampel im Weissen Haus anlügen? Und vor allem: Warum wehren sie sich nicht gegen eine Handelspolitik, die diametral ihren Interessen widerspricht? Eine Antwort darauf liefert Ken Fisher in der «Financial Times». Er ist Gründer und Vorsitzender von Fisher Investments.

Strafzölle sind ein Witz

Fisher argumentiert wie folgt: Vergesst die Handelskriege, alles nur dummes Geschrei. «Die neuen Strafzölle sind winzig», schreibt er und rechnet vor, dass sie im besten Fall gerade mal 0,04 Prozent des globalen Bruttoinlandprodukts (BIP) ausmachen. «Ein Rundungsfehler», so Fisher.

Selbst wenn Trump seine Drohungen wahrmachen und weitere Strafzölle verhängen würde, dann wäre das immer noch kein Grund zur Panik. «Die Zölle würden dann immer noch rund 3 Prozent des Wachstums des globalen BIPs ausmachen. Winzig», so Fisher.

Soja-Feld im mittleren Westen der USA.

Kommt dazu, dass diese Strafzölle leichter umgangen werden können als die Paywalls der Medien im Internet. «Nehmen wir das Beispiel der USA und Chinas», so Fisher. «China erhebt nun Steuern auf Sojabohnen – doch die Rohstoffhändler sehen sich auf der ganzen Welt um. Anstatt dass sie nun nach China verkaufen und 25 Prozent Strafzoll entrichten, verkauft der Broker seine Bohnen einem türkischen Broker, der die Bohnen nach China weiterverkauft und 1 Prozent oder noch weniger Gebühr verlangt.»

Die Strafzoll-Drohungen des US-Präsidenten sind daher Theater, allerdings bestens inszeniert. «Trumps Taktik besteht darin, dass er die Medien dieser Welt mit verrückten Sprüchen ablenkt, während er die wichtigen Dinge erledigt», so Fisher. «Er legt seine Köder aus, und die Medien jagen die Kaninchen. (…) Während die Journalisten aufheulen, hat er mit Theresa May über Freihandel diskutiert und China in die richtige Richtung gestupst, den Botschafter in Deutschland angewiesen, über die Abschaffung aller Zölle auf Autos zu verhandeln und so die Basis für weitere Siege gelegt, die seine Wiederwahl sichern werden.»

Nur die naive linksliberale Elite lässt sich bluffen

Stellvertretend für alle Masters of the Universe kann man Fishers Haltung wie folgt zusammenfassen: Trump ist ein genialer Schauspieler. Anders als die naive linksliberale Elite durchschauen wir sein Spiel; und weil dieses Spiel unseren Interessen nutzt, lassen wir ihn gerne gewähren.

epa06137935 (FILE) - A banker wearing Snapchat Spectacles watches the initial public offering of Snap Inc, the parent company of Snapchat, at the New York Stock Exchange in New York, New York, USA, on 02 March 2017.  Snap Inc. shares saw a 13 per cent fall at Wall Street on 11 August 2017 following the release of the company's 2nd quarter 2017 results. Acccording to reports, investors were disappointed as Snap was only able to increase the number of its daily users by 7 million instead of expected 10 million. The net loss of Snap also increased to 443 million USD when compared with 116 million USD year-on-year.  EPA/JUSTIN LANE

Haben sie den Durchblick? Banker an der Wall Street. rBild: EPA/EPA

Tatsächlich klafft zwischen der Strafzoll-Show und der Realität eine gewaltige Kluft. Mit der EU hat Trump nun einen Waffenstillstand geschlossen. Das ist für ihn die beste aller Welten: Er kann jederzeit wieder in den Kriegsmodus zurückfallen und damit für grossen Wirbel sorgen.

Oder er kann sich als Sieger feiern lassen, der die «schrecklichen Verträge» der Obama-Ära verbessert hat. Nach dem gleichen Muster verfährt Trump auch mit Kanada und Mexiko bei der Neuverhandlung des NAFTA-Vertrages.

Falls doch etwas schief gehen sollte, dann wird auch dies die Masters of the Universe nicht wirklich erschüttern. Weshalb, erklärt Roger Altman im «Wall Street Journal». «Die globalen Finanzmärkte bilden das ultimative Sicherheitsnetz. Schliesslich sind sie die mächtigste Kraft auf diesem Planeten, mächtiger noch als Atomwaffen

Kurseinbrüche zwingen auch den Präsidenten in die Knie

Sollte Trump daher auf die blöde Idee kommen, einen ernsthaften Handelskrieg vom Zaun zu brechen, würde er rasch zur Raison gebracht. «Sollten die Kurse an den Märkten während drei, vier Wochen ununterbrochen einbrechen, würde das den Präsidenten mit Sicherheit zu einem Kurswechsel zwingen», stellt Altman fest. «Er würde sich dann zum Sieger erklären – und die Strafzölle wieder aufheben.»

Wir leben in grotesken Zeiten. Der mächtigste Mann der Welt führt sich auf wie ein Flegel und lügt, dass sich die Balken biegen. Er kann sich das leisten, weil die Johnny Sixpacks felsenfest davon überzeugt sind, er vertrete ihre Interessen; und weil die Wall-Street-Banker sich einbilden, sie hätten ihn im Griff. Was aber, wenn beide sich irren sollten?

König Trump

Trump will eine wilde Spionage-Verschwörung verkaufen – doch einer schiesst quer

Freispruch oder Impeachment? Bei Trump ist beides möglich

Waschen, spülen und wiederholen – wie Trump bei Nordkorea (und China) grandios scheiterte

Ein Jahr Mueller vs. Trump – der Zwischenstand

Neue Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

«Kein Leben, kein Geld und einen kaputten Körper» – so hart ist es, eine Ballerina zu sein

Das Mädchen von der Babyfarm

5 Mal, in denen Sacha Baron Cohen in seiner neuen Show definitiv zu weit gegangen ist 😂

Fox-Moderatorin lästert über Dänemark – die dänische Antwort ist genial 👊

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

56
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
56Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 27.07.2018 07:04
    Highlight Einmal mehr frage ich mich, wie auf Watson zensuriert wird.
    Werden dazu Tabellen konsultiert?
    Geschieht das spontan und willkürlich nach dem Gusto derjenigen Person, welche den Kommentar vor einer Veröffentlichung liest?
    Oder sind Beschwerde-Führer aktiv?
    Verfolgt die Zensur eigene Manipulationsziele und will die Zusammensetzung der Leserschaft beeinflussen und steuern?
    Oder sollen plumpe Aussagen und politische Unkorrektheiten ausgedünnt werden?
    Ich weiss ja, dass Ihr von Watson diesem Thema ausweicht.
    Vielleicht findet Ihr Kommentare auch eher lästig und mühsam...
    4 2 Melden
    • Lucas Schmidli 27.07.2018 13:17
      Highlight Beim Freischalten gehen wir nach den öffentlich einsehbaren Kommentarregeln:

      https://www.watson.ch/u/commenting_rules

      Natürlich können auch uns Fehler passieren, wir versuchen aber unser Bestes ;)
      Ihr obiger Kommentar verstösst ebenfalls gegen diese Kommentarregeln (Nr. 6) Ich hab ihn jetzt trotzdem mal aufgeschaltet, damit Sie Gelegenheit haben, die Regeln nochmals zu studieren.

      Liebe Grüsse
      4 0 Melden
    • rodolofo 28.07.2018 08:03
      Highlight Okay, danke.
      Angesichts dieser rigiden Kommentar-Regeln seid Ihr ja noch ganz locker drauf.
      Ein Prost auf Eure erstaunliche Lockerheit!
      3 0 Melden
  • ohjaja! 27.07.2018 06:21
    Highlight «Er legt seine Köder aus, und die Medien jagen die Kaninchen»
    sehen Sie nun endlich das Kaninchen, welches Sie in gefühlt hundert Artikeln jagten Herr Löpfe? 😉
    Ich mag Trump nicht. Aber diese übertriebenen click-bait Titel Ihrer Artikel auch nicht, sorry!
    2 1 Melden
  • Topbeat 26.07.2018 22:11
    Highlight Man weiß ja: Je höher die Kurse steigen desto größer der Absturz! Mal schauen 😎🏄🏾‍♀️ und ein paar Langläufer Puts posten 👍
    1 1 Melden
  • Klaus07 26.07.2018 18:38
    Highlight Klar mögen Wallstreet und die ganzen Investmentbänker Trump. Der hat auch alle Banken_Regulierungen der Obamaregierung nach der Finanzkriese wieder abgeschaft, so dass die Bänker wieder ohne Hemmungen und Skrupel fröhlich Spekulieren können bis denen wieder das ganze um die Ohren fliegt. Die nächste Regierung (Vermutlich Demokraten) dürfen dann die ganze Sauerei wieder aufwischen.
    13 0 Melden
  • WHYNOT 26.07.2018 17:52
    Highlight Obama, der friedensliebende Engel und Friedensnobelpreisträger, Trump der grobschlächtige dumme Polterer, Putin das Böse selbst, die Briten die abtrünnigen Spielverderber und Europa die Mutter der Perfektion. Le grand simplificateur lässt grüssen.
    20 13 Melden
  • messanger 26.07.2018 16:41
    Highlight 1. Steuersenkungen für Reiche und Firmen
    2. Aktienrückkäufe von Firmen
    3. Aktienkurse steigen
    4. Boni für CEOs steigen

    Kein grosses Rätsel, warum sie ihn an der Wall Street mögen.
    Auch der Abbau von Regulierungen bei der Börenaufsicht hat geholfen.
    44 2 Melden
  • Sebastian Wendelspiess 26.07.2018 16:24
    Highlight Die Wall Street liebt doch jeden Präsidenten, weil sie jeden im Sack haben.
    23 6 Melden
  • AdrianB 26.07.2018 14:58
    Highlight Musste schon etwas schmunzeln bei diesem Artikel. Alle Schweizer Medien machen Trump fast täglich erbarmungslos fertig. Doch als er in Davos war, wollten fast alle ein Foto mit ihm. Bin mir sicher auch Löpfe wäre der erste der Trump die Hand schütteln würde, um auf der Karriereleiter nach oben treten zu können. Hahahah
    26 58 Melden
    • Philipp Löpfe 26.07.2018 15:18
      Highlight Muss dich enttäuschen. Ich mag das Wef nicht, und ich heisse auch nicht Roger Köppel.
      82 23 Melden
    • FrancoL 26.07.2018 20:07
      Highlight @AdrianB; Es ist mehr als gefährlich von wenigen oder von sich selbst auf andere zu schliessen, es führt in die Sackgasse in der man gefangen ist.
      11 2 Melden
    • AdrianB 27.07.2018 07:48
      Highlight FrancoL wirklich schön geschrieben. Musste dir direkt ein Like geben für diesen tiefgehend gehaltvollen Text.
      0 2 Melden
  • Klaudie 26.07.2018 14:55
    Highlight Ich muss ehrlich sagen, dass ich langsam das Gefühl bekomme das hinter dem ganzen Theater mehr steckt als die Welt ahnt. I glaube allerdings nicht, dass es sich um die Pläne von Trump handelt sondern das er nur das Werkzeug ist. Oder woher kommt denn diese plötzliche und unbegründete Dollarstärke? Gold und Silber sind auf Tauchfahrt was selbst Experten rätseln lässt. Der Öl Preis steigt inner halb kürzester Zeit um dann genau so schnell wieder zu sinken? Vielleicht alles nur Zufall...vielleicht wollen gross und klein Anleger lediglich die unsichere Situation nutzen um Geld zu verdienen.
    19 3 Melden
    • Froggr 26.07.2018 23:08
      Highlight „Experten“
      2 1 Melden
  • swisskiss 26.07.2018 14:19
    Highlight "Die globalen Finanzmärkte bilden das ultimative Sicherheitsnetz. " sagt Roger Altman, Gründer von Evercore. Ein Witz solche Aussagen, wenn man gesehen hat, wie fragil das Sicherheitsnetz in der subprime Krise war und nur durch staatliche Hilfen nicht zerstört wurde.

    Man muss Aussagen von Fisher oder Altman im Kontext trumpscher Politik sehen. Fisher Investment oder Evercore profitieren massiv von der Aufweichung und teilweiser Abschaffung des Dodd Frank Acts, der Konsumenten von Banken und Investmentfirmen schützt und die Aufsicht der Finanzinstitute regelt. Der nächste Crash lässt grüssen.
    44 1 Melden
  • Asmodeus 26.07.2018 14:05
    Highlight Abschaum mag Abschaum.

    Ende der Zusammenfassung
    53 24 Melden
    • Froggr 26.07.2018 23:08
      Highlight Mimimi
      7 17 Melden
  • Ottomane 26.07.2018 14:04
    Highlight Der Trump ist der Lieblingsfeind, meines lieblings Journalisten Löpfe ;) Ich gehe jede Wette ein, dass der nochmals gewählt wird ;-)
    18 9 Melden
    • Froggr 26.07.2018 23:10
      Highlight Bin ich mir auch ziemlich sicher. Grundsätzlich macht er gute Arbeit. Einfach das nutzlose Bashing ausblenden und dann sieht man was er leistet.
      2 13 Melden
  • WeischDoch 26.07.2018 13:57
    Highlight Der Typ hat wohl recht. Kein Präsident übersteht die Wallstreet. Lass es crashen und der Präsident muss auf die Knie. Ist fast überall so. Ausser in Ländern indenen sich die Herrscher mit Waffen an der Macht halten.
    13 1 Melden
  • kettcar #lina4weindoch 26.07.2018 13:50
    Highlight "Nur die naive linksliberale Elite lässt sich bluffen"

    Und Löpfe so: "Was aber, wenn beide sich irren sollten?"

    16 11 Melden
  • Paddiesli 26.07.2018 13:44
    Highlight Und was ist mit dem 100 Millarden US-Überschuss gegenüber der EU bei Dienstleistungen? Wieder mal nur die Hälfte der Geschichte anschauen, typisch.
    20 6 Melden
  • walsi 26.07.2018 13:37
    Highlight Herr Löpfe lieferte schon unzählige Artikel weshalb Trump bald Geschichte ist. Trump ist bis heute fest im Sattel. Weshalb soll ich also nun auf diese Analyse von Herrn Löpfe vertrauen?

    Noch etwas anderes. Wer die Wähler von Trump als "männlich, dumm und arm. Der typische Hillbilly eben, oder der Johnny Sixpack, oder der Redneck.." bezeichnet nur weil sie nicht sein Typ sind. Zeigt einfach, dass er keinen Anstand und Respekt gegenüber anders denkenden Menschen hat. Das ist einfach nur .... Mein Anstand verbietet mir das zu schreiben was ich denke.
    38 42 Melden
    • Juliet Bravo 26.07.2018 14:36
      Highlight Man könnte es schon diplomatischer sagen: Trumpwähler sind überdurschnittlich häufig männlich, verfügen über einen tieferen Bildungsabschluss und haben tiefere Einkommen.
      36 12 Melden
    • Philipp Löpfe 26.07.2018 14:58
      Highlight #walsi: Nicht ich bezeichne die Trumpwähler als dumm. Ich stelle bloss fest, dass dies ein weit verbreitetes Vorurteil ist. Ganz abgesehen davon, dass Trump & Co. mit ihren Gegenspieler nicht wirklich feinfühlig umgehen...
      41 12 Melden
    • walsi 26.07.2018 16:54
      Highlight @Löpfe: Ich finde es sehr widersprüchlich wenn man Trump und Co. vorwirft, dass sie einen rüpelhaften Umgangston haben, dann aber selber zu diesem rüpelhaften Umgangston greift um Trump und seine Wähler anzugreifen.
      16 11 Melden
    • FrancoL 26.07.2018 20:11
      Highlight @Walsi; Diesen Typ von Wähler gibt es nun mal und der wählt nun mal den Trump. Soll man negieren, dass es diese Sparte von Bürgern gibt?
      Und da geht es nicht um Respekt gegenüber anders Denkenden, man lässt sie ja „anders denken“ niemand mag sie ändern, dann es wäre wohl vergebene mühe. Oder soll man diese Schicht ignorieren?
      5 2 Melden
    • Til 27.07.2018 00:04
      Highlight "Andersdenkend" kann man auch getrost mit "weniger denkend" ersetzen. Durch die Verdummung der Menschheit erreicht die Dummheit eben die Mehrheit. Wenn dann die Hinterlistigen Machtgeilen die Dummen verführen, haben wir den Salat in der Demokratie.
      5 0 Melden
  • Kater Murr 26.07.2018 13:09
    Highlight Trump ist und bleibt ein Hampelmann der sein teilweise dämonisches Pulver gewohnt ruckartig und schlecht justiert in die Gegend knallt, alles aufschreckt und dann gleich noch den Zappelphilipp spielt um allfällige Kollateralschäden abzufedern. Auf kurze Sicht kann das gerade noch knapp aufgehen, langfristig werden es dann Andere sein die den angerichteten Schaden zu bändigen haben.
    33 10 Melden
  • Der Rückbauer 26.07.2018 12:59
    Highlight Warum die Wall-Street-Banker Trump lieben? Weil er der Diktator ist und sie die Lakaien der übergeordneten Diktatoren, denen "der Präsident" in die Hände spielt. Die Wirtschaft liebt diktatorische Ansätze - ein bisschen wie bei Herrn Dr. iur. Christoph Blocher. Er kläfft rum und poltert und gibt vor, die "Rechte des kleinen Mannes" zu vertreten, dabei will er nur seine Macht über "den kleinen Mann" ausüben. Wie bei den Eseln in Spanien, die werden nur so viel gefüttert, damit sie leistungsfähig bleiben können. Mehr nicht.
    49 19 Melden
    • Ökonometriker 26.07.2018 13:54
      Highlight Gerade in den USA füttern einige Esel so viel, dass sie kaum mehr aufstehen können...
      11 1 Melden
  • geissenpetrov 26.07.2018 12:57
    Highlight Guter Artikel Herr Löpfe!
    Wirklich neu ist das aber alles nicht. "Hillbillys" haben bereits Hitler zur macht verholfen. Schon damals profitierten vorallem die deutschen und us-amerikanischen Grossindustriellen (die grossen Fische überlebten den Krieg dann auch unbeschadet).

    Paralellen auch zum hier und jetzt. Wer sich das Parteiprogramm der AfD genauer anschaut, der kommt unweigerlich zum Schluss, dass die Auslegung noch neoliberaler ist, als jenes der FDP (vgl. https://bit.ly/2LEQyC1).
    Bei der SVP verhält es sich ähnlich. Man muss nur der Spur des Geldes folgen ;)
    111 28 Melden
  • chnobli1896 26.07.2018 12:51
    Highlight [...] «Sollten die Kurse an den Märkten während drei, vier Wochen ununterbrochen einbrechen, würde das den Präsidenten mit Sicherheit zu einem Kurswechsel zwingen» [...]

    Ich bin mir nicht sicher ob ihn das wirklich zu einem Kurswechsel zwingen würde
    11 7 Melden
    • PizzaPestoni 26.07.2018 13:18
      Highlight Der Typ ist ein Geschäftsmann mit eigenen finanziellen Beteiligungen und Interessen, solange er nicht alles geshortet hat wir der kaum Interesse haben, die Kurse sinken zu sehen.
      8 2 Melden
  • Philipp L 26.07.2018 12:39
    Highlight Wieso kann man eigentlich nicht wenigstens versuchen normal und sachlich über Trump und seine Wähler zu schreiben? Wenn man genau die gleichen Aussagen wie „dumm“ oder solches gegen einen Schwarzen benutzen würde, gäbe es zurecht einen Shitstorm.
    185 106 Melden
    • roger.schmid 26.07.2018 13:23
      Highlight Wenn sich ein schwarzer so dumm wie Trump und seine Wähler aufführen würde, würde man ihn genau so als dumm bezeichnen und das gäbe zu recht keinen Shitstorm.
      26 29 Melden
    • walsi 26.07.2018 13:32
      Highlight @Philipp L: Es gibt keinen Rassismus gegen Weisse Männer. Rassismus gibt es nur wenn es gegen Minderheiten geht.
      17 31 Melden
    • marmuel 26.07.2018 13:32
      Highlight Schlechtes Beispiel.Man kann seine politische Meinung ändern, nicht aber seine ethnische Zugehörigkeit.
      12 7 Melden
    • Flötist 26.07.2018 13:33
      Highlight Wie beschreibt man dumme Menschen noch sachlicher?
      17 9 Melden
    • Slavoj Žižek 26.07.2018 14:27
      Highlight Global gesehen sind weisse eine Minderheit...
      17 5 Melden
    • E.P.McR'lyeh 26.07.2018 14:32
      Highlight In geringerem Masse von der guten Fee der mentalen CPU-Leistung begünstigte Menschen?
      6 3 Melden
    • Threadripper 26.07.2018 14:43
      Highlight @Flötist
      Dumm ist kein Synonym für andersdenkend.
      9 6 Melden
    • meine senf 26.07.2018 15:15
      Highlight Vor allem sollte man zwischen Intelligenz (Vererbung und nur teilweise Training) und Bildung (insbesondere in den USA ein Privilig und kapitalistisches Luxusgut für jene aus den "richtigen" Familien) unterscheiden.

      Aber auch bei uns scheint das so zu werden, siehe den heutigen Artikel über Gymnasiumverbot für Kinder von Sozialhilfeabhängigen.
      13 2 Melden
    • Heinz Schmid 26.07.2018 18:05
      Highlight @walsi
      Trumpisten Logik: Ein weisser Schweizer ist also rassistisch, wenn er einen rechtsnationalistischen US-Wähler als dumm bezeichnet (Def: Lehre, Theorie, nach der Menschen bzw. Bevölkerungsgruppen mit bestimmten biologischen Merkmalen hinsichtlich ihrer kulturellen Leistungsfähigkeit anderen von Natur aus über- bzw. unterlegen sein sollen)?

      Hören Sie sich den Schw*chsinn vorher an, oder geht das ungefiltert ins Internet?
      9 2 Melden
    • walsi 26.07.2018 18:52
      Highlight @Heinz: Vielleicht hätte ich noch schreiben sollen, dass ich das ironisch meine?
      0 0 Melden
    • Philipp L 26.07.2018 21:14
      Highlight Nicht jeder trump wàhler ist rechtsextrem. Aber darf ich demfall auch alle Linken beleidigen?
      1 4 Melden
    • Froggr 26.07.2018 23:05
      Highlight Weil die linken die schlimmsten sind was das angeht. Zensur, diskriminierung usw.
      2 7 Melden
  • eBart is back 26.07.2018 12:35
    Highlight Meine ersten Gedanken beim lesen des Titels: naja, er ist einer von ihnen. Keine Empathie, nur Profit im Kopf, gierig, egoistisch, sehr selbstverliebt und für all das geht er über Leichen und Gesetze.
    37 18 Melden
    • Snowy 26.07.2018 17:32
      Highlight Exakt.
      Und v.a. nutzt er der Finanzelite wie kaum ein anderer Präsident (massivste Steuersenkungen, Dergulierungen etc)
      4 1 Melden
  • Paddiesli 26.07.2018 12:25
    Highlight Sie nennen sich selbst "Master of the Universe"...
    Wenn ich das schon höre...
    Die dekadente Wallstreet schafft es immer, sich auch an Armut und Missständen zu bereichern. Logisch, lassen sie Trump gewähren. Sauhäfeli, Saudeckeli.
    123 28 Melden
    • Petersilly 26.07.2018 14:30
      Highlight Sie haben ja auch ein leichtes Spiel mit ihm. Er ist mit seinen Entscheiden so berechnend unberechenbar.
      8 1 Melden
  • Ville_16 26.07.2018 12:23
    Highlight "Sollte Trump daher auf die blöde Idee kommen, einen ernsthaften Handelskrieg vom Zaun zu brechen..." Da er nicht blöd ist, wird er es auch nicht tun. Ich freue mich jetzt schon auf die von Watson bezahlte Reise nach Russland.
    9 32 Melden
  • Scaros_2 26.07.2018 12:20
    Highlight Dan irren sie sich halt. Simple
    5 12 Melden

Marvin Schulze – oder warum Autisten die besseren Mitarbeiter sind

Menschen mit Autismus sind oft äusserst intelligent und analytisch – aber arbeitslos. Der deutsche IT-Dienstleister Auticon lässt Software von Asperger-Autisten testen und entwickeln. Seit dem Frühjahr hat das Unternehmen auch eine Filiale in Zürich. Ein Besuch bei einer Firma mit Pioniergeist. 

Marvin Schulze spricht druckreif. Präzise, grammatikalisch korrekt, fliessend. Sprache liegt ihm. In seiner Freizeit entwickelt er eine neue Sprache, die er «Axoru» getauft hat. Es handelt sich um einen Mix mehrerer Sprachen, nur eben, laut Schulze, besser durchdacht, effizienter. Effizienz treibt den 28-jährigen Deutschen auch in seinem Job an. «Denn ich bin faul und automatisiere Abläufe lieber, anstatt die Arbeit von Hand zu machen», sagt er. 

In einem Sitzungszimmer des Impact Hubs …

Artikel lesen