Wirtschaft
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Postfinance baut bis zu 500 Stellen bis 2020 ab

05.06.18, 10:13 05.06.18, 13:14


Postfinance will sparen. Bild: KEYSTONE

Die Postfinance baut bis zu 500 Vollzeitstellen bis Ende 2020 ab. Die Finanzabteilung der Post begründet den Schritt am Dienstag mit der zunehmenden Automatisierung und Digitalisierung von Prozessen. Gleichzeitig werde die Beratung von Privat- und Geschäftskunden neu ausgerichtet nicht näher genannte Geschäftstätigkeiten würden ausgelagert. Parallel dazu schaffe die Postfinance aber auch neue Stellen.

Rund zwei Drittel des Abbaus soll den Angaben zufolge über natürliche Fluktuationen aufgefangen werden. Der geplante Stellenabbau mache in verschiedenen Bereichen ein Konsultationsverfahren nötig. Die Geschäftsleitung der Postfinance werde die in diesem Zusammenhang eingereichten Vorschläge prüfen. Im August wird endgültig darüber entschieden, ob und in welchem Ausmass die heute beabsichtigten Massnahmen umgesetzt werden.

Kritik der Gewerkschaft

Die Gewerkschaft Syndicom verurteilt die Massnahmen aufs Schärfste. Die Postfinance-Geschäftsleitung habe es verpasst, die Transformation des Unternehmens hin zum «Digital Powerhouse» frühzeitig anzugehen. Die Leidtragenden seien nun die Mitarbeitenden. Zudem lasse der Verzicht auf den Retailvertrieb ein weiteres Zusammenschrumpfen von Postfinance befürchten, schreibt Syndicom in einer Stellungnahme.

Der heute angekündigte Stellenabbau erfolge zusätzlich zu den bereits im vergangenen Jahr beschlossenen Personalkürzungen, betonte Syndicom-Mediensprecher Christian Capacoel auf Anfrage von AWP. Damals habe das Unternehmen bereits den Abbau von 45 Stellen bekannt gegeben, als die Schliessung der Standorte Kriens und Münchenstein per Mitte 2018 angekündigt wurde und die Integration des Kontaktcenter St.Gallen in jenes von Netstal auf Ende Jahr.

Ebenfalls im Herbst 2017 kündigte Postfinance die Verlagerung von 120 Arbeitsplätzen an die Post-Tochter Swiss Post Solutions (SPS) an. Betroffen waren Angestellte, die für die Bearbeitung von Dokumenten und Belegen zuständig sind. (awp/sda)

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Charly Otherman, 5.5.2017
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18
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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • conszul 05.06.2018 13:15
    Highlight Die Bildlegende ist falsch. Bitte "will" mit "muss" ersetzen. Danke, liebe Bankenlobby im Bundeshaus.
    20 0 Melden
  • Wilhelm Dingo 05.06.2018 12:56
    Highlight Ich wundere mich schon lange wie Postfinance Geld verdient. Ich habe noch nie Kontoführungsgebühren bezahlt. Und die Wechselkurse sind auch nicht schlecht. Überweisungen ins Ausland sind gratis, Postcard ist gratis...
    19 1 Melden
  • Texaner 05.06.2018 12:45
    Highlight Die PostFinance hat den Anschluss verpasst und lässt dafür die Angestellten bluten! SCHWACH!
    5 21 Melden
    • infomann 05.06.2018 13:38
      Highlight Du schreibst schwach.
      Ich schreibe so ein Schwachsinn wie du da behauptest.Auch die Grossbanken erlassen Personal.
      Die Postfinance ist mindestens so gut und beliebt wie die Banken.
      Gut und immer noch sehr günstig.
      12 2 Melden
  • Howard Marks 05.06.2018 12:42
    Highlight Jetzt wo man nichts mehr hinterziehen kann werden einfach stellen abgebaut super weiter so!
    5 26 Melden
  • Matti_St 05.06.2018 11:35
    Highlight Das wird wahrscheinlich bald die Regel werden. Digitalisierung ist nicht schlecht, aber die Schweizer hatten die Chance, die richtigen Vorbereitungen einzuschlagen, mit der Abstimmung BGE verpasst. Eine weitere Korrektur wird erst wieder in ein paar Jahren möglich sein.
    13 19 Melden
    • MacB 05.06.2018 12:57
      Highlight Mit dem BGE löst du nicht alle Probleme. Es ist ja nicht so, dass Entlassene heute verhungern.
      11 3 Melden
    • Cyberpunk 05.06.2018 13:06
      Highlight Absolut richtig. Doch der hinterletzte realitätsverweigerer wird dies wohl erst dann kapieren, wenn er/sie oder seine verwandten davon betroffen sind.. die folgen des technologischen wandels sind in der Schweiz jetzt schon erkennbar. NZZ hat aufgezeigt, welche stellen sich verändern/auflösen werden in den kommenden jahren (z.b. buchhalter, kartografen, drucker, postverteiler, kassierer, sekretärin, um nur einige zu nennen..). Daher bin ich gespannt auf hr. Oswald Sigg‘s neuem vorschlag..
      6 7 Melden
  • birdiee 05.06.2018 11:24
    Highlight Was mich zu dieser Meldung noch interessieren würde, wie viele Angestellte hat die Postfinance aktuell insgesamt?
    Sind die 500 80% der Belegschaft (dann könnten sich die anderen 20% auch neue Jobs suchen) oder 'nur' 2% jnd es handelt sich um eine Neuaufstellung o.ä.?
    43 3 Melden
  • the sense of life 05.06.2018 10:52
    Highlight Immer mehr Abbau bei immer grösseren Firmen ...
    Dieser "Trend" macht mir langsam angst ...

    55 10 Melden
    • Bits_and_More 05.06.2018 11:40
      Highlight Naja, um fair zu bleiben, der Abbau bekommt man via Medien stärker mit. Neuschaffung von Stellen ist viel seltener ein Thema.

      Zudem gibt es +11000 offene Stellen im Vergleich zum Vorjahresquartal.
      16 5 Melden
    • Entenmann 05.06.2018 12:30
      Highlight Das ist ein Stück weit normal. Unternehmen wachsen bis zu einer gewissen Grösse und werden dann durch Veränderungen in der Technologie, im Kundenverhalten oder durch neue Konkurrenz gezwungen, sich anzupassen. Andernorts werden Stellen geschaffen, jedoch meist in unspektakulären kleinen Schritten, die es nicht in die Medien schaffen.
      Allerdings gibt es auch Befürchtungen, dass der durch die zunehmende Digitalisierung ausgelöste Rationalisierungsschub nicht vollständig kompensiert werden kann.
      13 4 Melden
    • Hosch 05.06.2018 12:32
      Highlight Der Trend hält leider schon länger vor.
      Was mir mehr Angst macht ist, dass die Postfinance, welche zusammen mit dem PostAuto und der Post zwar eine AG, de facto aber ein Bundesbetrieb(der Bund ist trotz Ag alleiniger Eigner) ist, agiert wie eine privatwirtschaftliche AG....
      12 5 Melden
  • Akunosch 05.06.2018 10:39
    Highlight Wie soll Postfinance auch Geld verdienen können, wenn sie keine Kredite vergeben darf? Alleine mit den Zinsen wird das Geschäft nicht mehr lange funktionieren.
    69 15 Melden
    • Sandro Lightwood 07.06.2018 17:12
      Highlight Die Banken scheinen immernoch eine starke Lobby im Parlament zu haben. Ansonsten lässt sich die Beschneidung des Kerngeschäfts nicht erklären.
      2 0 Melden
  • ramsambam 05.06.2018 10:19
    Highlight traurig
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