Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Telekom-Branche

Sunrise geht an die Börse



Das Logo des Telekommunikationsanbieters Sunrise, aufgenommen am Dienstag, 5. Februar 2013, in Zuerich. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Der Telekomanbieter macht einen Börsengang. Bild: KEYSTONE

Kurz nach Orange erfährt auch Sunrise einen Wechsel in der Besitzerstruktur: Das zweitgrösste Telekomunternehmen der Schweiz will noch im ersten Halbjahr an die Schweizer Börse gehen. Erwartet werde ein Erlös von 1,35 Mrd. Fr. aus der Primärkotierung, teilte Sunrise mit. 

Das Geld solle die Bilanz von Sunrise stärken und die Schuldenlast verringern, hiess es am Mittwoch in einem Communiqué. Ausserdem habe sich Besitzerin CVC bereit erklärt, Aktien für eine Mehrzuteilungsoption (sog. «Greenshoe») bereitzustellen. Damit würde die Grösse des Börsengangs um 15 Prozent erhöht. 

Das ist der erste Börsengang in der Schweizer Telekombranche seit 1998, als die Swisscom teilweise privatisiert wurde. Die Kabelnetzbetreiberin UPC Cablecom hatte im Herbst 2005 einen bereits angekündigten Börsengang in letzter Minute abgeblasen, weil das Unternehmen über Nacht für 2,825 Mrd. Fr. an den US-Kabelnetzgiganten Liberty Global verkauft wurde. 

Sunrise ist mit 3,3 Millionen Kunden hinter der Swisscom das zweitgrösste Schweizer Telekommunikationsunternehmen in der Schweiz. Seit Oktober 2010 gehört die Firma mit Sitz in Zürich der britischen Beteiligungsgesellschaft CVC Capital Partners. Entstanden ist Sunrise 2001 aus der Fusion von Diax und der damaligen Sunrise. 2013 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 2,0 Mrd. Franken und wies einen Bestand von 1680 Vollzeitstellen auf. 

Wachstumschancen nützen

Dank der geringeren Schuldenlast und der Rückkehr der Investitionen auf ein «normales Niveau» könne Sunrise nach dem Börsengang eine attraktive Ausschüttungspolitik für die Aktionäre bieten, hiess es weiter: «Für 2015 hat sich Sunrise zu einer absoluten Dividende von 135 Mio. Fr. verpflichtet, die 2016 ausgeschüttet wird.» 

Mit dem Erlös aus dem Börsengang könne das Unternehmen neben der Schuldenreduktion auch künftige Wachstumsmöglichkeiten ausschöpfen. «Wir freuen uns über unsere Wachstumsaussichten und sind überzeugt, dass wir unsere Aktionäre in Zukunft dank unseres starken Cashflow-Profils mit einer attraktiven Ausschüttungspolitik belohnen können», wird Sunrise-Chef Libor Voncina im Communiqué zitiert. (dhr/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Manager-Löhne: «Die Schweiz ist das Vergütungsparadies in Europa» 

Roche-Vorstandschef Severin Schwan hat seine Position als Top-Verdiener unter Europas führenden Managern behauptet. Der Österreicher stand im vergangenen Jahr mit einer Direktvergütung von 13,0 (2016: 13,2) Millionen Euro an der Spitze der Gehaltsrangliste der 73 wichtigsten Unternehmenslenker in Europa.

Dies geht aus Berechnungen der Vergütungsberatungsfirma hkp hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag vorlagen. Traditionell bezahlen Schweizer Konzerne ihre Chefs am besten: Mit …

Artikel lesen
Link zum Artikel