Wirtschaft
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Aus Bequemlichkeit: Schweizer Kunden schenken ihren Banken fast 8 Milliarden Franken



Wer hat, dem wird gegeben – nach diesem Motto gehen Bankkunden mit ihrem Geldinstitut in der Schweiz um. Würden sie sich für den günstigsten Anbieter entscheiden, könnten sie 7.9 Milliarden Franken sparen.

Oder anders ausgedrückt: Jeder Privatkunde könnte pro Jahr rund 1000 Franken sparen, wenn er sein Privatkonto mit Debitkarten, sein Sparkonto, seine Säule 3a oder seine Hypothek an die preisgünstigste Bank vergeben würde.

Dieses Sparpotential schätzt der Vergleichsdienst Moneyland, indem er volumengewichtet die Differenz zum jeweils günstigsten Angebot hochrechnet. Warum sich Bankkunden in der Schweiz diese Summe entgehen lassen, erklärt sich der Vergleichsdienst mit Bequemlichkeit.

Sparschwein frau durchgestrichen

Nix da! Bild: shutterstock.com

Allein die Kantonalbanken haben für 2017 einen Jahresgewinn von zusammengenommen fast drei Milliarden Franken vermeldet. «Für die hohen Gewinn- und Umsatzzahlen sind nicht zuletzt Schweizer Bankkunden verantwortlich, die trotz steigenden Gebühren und sinkenden Zinsen ihren Hausbanken die Stange halten», lässt sich der Moneyland-Analyst Michael Burkhard in einer Mitteilung zitieren.

Vergleich von Zinsen und Gebühren

Das grösste Sparpotential von jährlich 2.46 Milliarden Franken macht der Vergleichsdienst bei der Vermögensverwaltung aus – dies wegen der hohen Vermögensverwaltungs- und Fondsgebühren.

Weitere 2.3 Milliarden Franken an jährlichem Sparpotential liegt bei den Hypotheken. Grund hierfür sei, dass Privatkunden nicht zum Anbieter mit den tiefsten Zinsen wechselten. Die maximale Differenz zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter liegt immerhin bei 2700 Franken pro Jahr.

Bei den Sparkonten liessen sich 1.075 Milliarden Franken sparen, weil sich einzelne Banken mit ihren Zinssätzen deutlich vom durchschnitt abheben. Weitere 769 Millionen Franken könnten Kunden mit Privatkonten sparen, wenn sie die Gebühren für Dienstleistungen wie die Kontoführung vergleichen würden.

Weiteres Sparpotential macht der Vergleichsdienst bei Kreditkarten (550 Millionen Franken), Säule-3a-Fonds (199 Millionen Franken), Säule-3a-Sparkonten (198 Millionen Franken), Privatkrediten (160 Millionen Franken) oder beim Online-Trading (158 Millionen Franken) aus. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 03.05.2018 06:06
    Highlight Highlight Das ist der Wohstandseffekt! Man regt sich zwar über kleine Preiserhöhungen im Detailhandel, bei der Post, der SBB oder dem Benzin masslos auf, ist aber zu faul, um mit wenig Aufwand die Bank zu wechseln und hunderte von Franken zu sparen.
  • Töfflifahrer 02.05.2018 16:42
    Highlight Highlight Es gibt noch andere Aspekte als nur die Gebühren, das sind die lokale Verankerung, das Personal etc.
    Andererseits ist es heute ja mittlerweile ein Full-Time Job Versicherungen, Banken jährlich zu vergleichen und zu wechseln. Wozu?
  • tomdance 02.05.2018 16:13
    Highlight Highlight Hypotheken haben häufig eine feste Laufzeit. Deshalb ist ein Wechsel innerhalb dieser Zeit nur mit hohen Kosten machbar. Und somit spart man nichts, sondern generiert Mehrkosten!
  • lilie 02.05.2018 15:59
    Highlight Highlight Finde es im Gegenteil durchaus sympathishh, dass Leute nicht nur aus Geldgier ständig die Bank wechseln.

    Ausserdem liesse sich weitaus mehr Geld sparen, wenn die Leute jeweil die ihnen zustehende Mietzinsreduktion einfordern würden.
  • infomann 02.05.2018 14:34
    Highlight Highlight Ich habe die Konsequenzen vor Jahren schon gezogen.
    Ich bin von einer Bank zu Postfinance gewechselt, ist mindestens so gut wie die Banken.
    Bezahle keine Gebühren, keine!!
    Gund ich habe über 25000.
    Gratis Kreditkarte von der Migros, benutze sie im Ausland nicht und damit auch keine Kosten.
    Im Ausland beziehe ich Geld am Bankomat, auch da keine Gebühren bei Postfinance.
    Ps....arbeite nicht bei der Post!
  • infomann 02.05.2018 14:21
    Highlight Highlight Das ist gut für die Banken, sie wissen auch hier dass sie sich fast alles erlauben können.
    Fast alle sind zu bequem zu wechseln,somit wird sich auch nichts ändern und die Schweizer können weiter über hohe Preise jammern.
    • Karoon 02.05.2018 14:59
      Highlight Highlight Da hast du leider recht. Das Gleiche gilt bei den Krankenkassen. Die meisten jammern über zu hohe Prämien. Obwohl viele von einem Wechsel profitieren würden, bleiben sie bei ihrer alten. Herr und Frau Schweizer gehts finanziell eben sehr gut, und das nutzen gewiefte Unternehmen gerne aus.
    • Ulmo Ocin 02.05.2018 16:25
      Highlight Highlight Naja. Die Bequemlichkeit der Schweizer kannst du ausnahmsweise nicht den Banken anhängen. Dafür ist doch jeder selber verantwortlich.
  • Nguruh 02.05.2018 13:37
    Highlight Highlight Wie die Leute schon sagen, das Verhältnis von Kosten und Nutzen sollte stimmen.

    Gerade bei der Vermögensverwaltung - Was bringt mir eine Bank, die zwar nur 0.5% Verwaltungsgebühren erhebt, dafür aber auch lediglich 2% Rendite einfährt? Da bezahle ich lieber ein Top-Team mit 1.5% Verwaltungsgebühren und habe eine Rendite von 5%

    Bei den Hypotheken dasselbe - Die günstigste Hypothek sieht bei einer konkreten Offertenstellung meist anderes aus - Sparpotenzial gibt es, aber für viele "Durchschnittskunden" macht dies nicht soviel aus wie dargestellt. Auch hier wieder Kosten & Nutzen...
    • Karoon 02.05.2018 15:25
      Highlight Highlight Eine Rendite von 5 Prozent. Wo bitte gibts sowas noch?
    • ReziprokparasitischerSymbiont 03.05.2018 00:16
      Highlight Highlight Wenn man bereit ist, ein entsprechendes Risiko einzugehen, dann gibts schon solche Renditen. Aber das kann dann natürlich auch mal nach hinten los gehen.
  • Alterssturheit 02.05.2018 13:23
    Highlight Highlight Schliesse mich dem Gesagten an und möchte noch ergänzen: der Aufwand wäre vermutlich ständig akut, da praktisch 3x im Jahr wieder eine andere Bank die günstigere wäre. Und der admin. Aufwand für das wechseln tausender von Kto. Inhabern wäre bald kostenpflichtig, da Mehraufwand bei den Banken.
  • Crecas 02.05.2018 12:34
    Highlight Highlight Bei der Auswahl der Bank gibt’s halt mehr nur als die nackten Gebühren, welchen entscheiden, wo man sein Geld hat oder anlegt. Vertrauen, die verschiedenen Angebote und Services, der persöhnliche Berater, etc. sind ebenso wichtig. Die reine Zahlenwälzerei im Artikel ist darum zwar interessant, aber nicht mehr als ein Gedankenspiel.
    • walsi 02.05.2018 16:16
      Highlight Highlight Persönlicher Berater? Ich hatte vor drei Jahren den letzten direkten persönlichen Kontakt mit jemanden von meiner Bank, weil ich schwedische Kronen brauchte. Dann hatte ich noch einmal Kontakt mit dem Kundendienst weil beim E-Banking etwas nicht funktionierte. Im Jahr 2018 kann man das normale Altagsgeschäft locker per E-Banking erledigen, da braucht es keinen persönlichen Kontakt zu Kundenberater.
    • Crecas 02.05.2018 19:00
      Highlight Highlight Das mit den Alltagsgeschäften ist klar, aber rund 5 Mrd. der 8 Mrd. Einsparungen beziehen sich auf Vermögensverwaltungs- und Hypothekargeschäfte. Hier brauchts den Berater schon noch.
    • Genti 02.05.2018 21:21
      Highlight Highlight Man sollte die Kundenberater allgemein meiden. Die handeln nicht im Interesse des Kunden, sondern der Bank. Somit entsteht bei jedem Kontakt ein Interessenskonflikt.
  • Madison Pierce 02.05.2018 12:07
    Highlight Highlight Das hat nicht nur mit Bequemlichkeit zu tun. Es geht darum, dass man für sein Geld eine entsprechende Leistung erhält.

    Bei unserer regionalen Bank habe ich einen guten Ansprechpartner, es gibt regelmässig Veranstaltungen etc. Da ist es mir egal, dass eine andere Bank weniger Gebühren verlangt.

    Nicht die absoluten Gebühren sind relevant, sondern das Kosten-Nutzen-Verhältnis.
    • Sarkasmusdetektor 02.05.2018 13:25
      Highlight Highlight Das ist ein schöner Grund, aber doch eher die grosse Ausnahme. Die Masse der Leute sehen so gut wie nie einen Bankberater und könnten zu einer x-beliebigen anderen Bank wechseln, ohne einen Unterschied festzustellen. Und letztlich ist es eben doch nur Bequemlichkeit, denn erst wenn du überhaupt mal wechselst, kannst du beurteilen, ob die Beratung bei einer anderen Bank nicht vielleicht sogar besser wäre.
    • ReziprokparasitischerSymbiont 03.05.2018 00:17
      Highlight Highlight Die Masse der Leute hat vermutlich auch nicht Beträge auf der Bank, die zwingend eine gute Beratung erfordern.
      Aber wer ein paar Franken mehr zur Seite legen kann und sich dabei nicht beraten lässt ist selber schuld.

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