Wirtschaft
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Urs Rohner, Chairman of the Board of Directors of Swiss Bank Credit Suisse (CS), attends a panel session on the third day of the 44. Annual Meeting of the World Economic Forum, WEF, in Davos, Switzerland, Friday, Jan. 24, 2014. (AP Photo/Keystone,Laurent Gillieron)

Urs Rohner, Präsident des CS-Verwaltungsrats: Bild: AP/KEYSTONE

CS-Präsident Rohner: Keine Hinweise auf Fehlverhalten



Der Verwaltungsratspräsident der Grossbank Credit Suisse hat gegenüber Schweizer Radio SRF den Auftritt von vier CS-Managern vor einem US-Senatsausschuss verteidigt. «Unser Management hat das ausgezeichnet gemacht», kommentierte Urs Rohner die Anhörung vom vergangenen Mittwoch.

Credit Suisse CEO Brady Dougan is sworn in prior to testifying before the Senate Homeland and Governmental Affairs Investigations Subcommittee on Capitol Hill in Washington February 26, 2014. Credit Suisse's chief executive Dougan will hit back at allegations the Swiss bank was a willing accomplice in U.S. tax evasion on Wednesday, blaming instead a small group of its private bankers for helping Americans conceal their wealth.     REUTERS/Gary Cameron  (UNITED STATES - Tags: POLITICS BUSINESS)

CS-CEO Brady Dougan bei der Befragung vor dem US-Senat am Mittwoch. Bild: X00044

Der Credit Suisse-Präsident beteuerte in der Sendung «Samstagsrundschau» nochmals, er und das Management hätten nichts davon gewusst, dass einige CS-Mitarbeiter Kunden in den USA geholfen hatten, Geld am US-Fiskus vorbeizuschleusen.

Es habe zur fraglichen Zeit keinerlei Hinweise für dieses Fehlverhalten gegeben. Sonst wäre das Management eingeschritten. Auch er in seiner damaligen Funktion als Chefjurist habe nichts davon gewusst.

Falscher monetärer Anreiz?

Auf die Frage, ob die betroffenen, ehemaligen CS-Banker das geltende US-Recht aufgrund «falscher monetärer Anreize» gebrochen hätten, wollte Rohner nicht direkt antworten. Er nehme es eher nicht an - die Frage werde jedoch im Rahmen des laufenden Strafverfahrens in den USA geprüft.

Der CS-Präsident betonte auch, dass es sich bei den Rechtsbrechern um eine «sehr kleine Anzahl Leute» handelte. 99,99 Prozent aller CS-Mitarbeitenden hielten sich an die Regeln.

Es könne nicht sein, dass die Credit Suisse als Geschäftsmodell habe, dass man wissentlich nicht versteuerte Gelder annehme, hielt der Verwaltungsratspräsident fest. Ein solches Modell wäre moralisch inakzeptabel. «Wir halten uns an geltendes Gesetz», so Rohner. Das sei der einzig gangbare Weg für ein nachhaltiges Geschäft.

Rohner ist seit 2011 Präsident des CS-Verwaltungsrats, dem er seit 2009 angehört. Zuvor amtete er als Chefjurist der Grossbank. (sda/meg)

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    Alle Leser-Kommentare
  • LaoLong 02.03.2014 13:40
    Highlight Highlight Glauben die wirklich irgendjemand glaubt ihnen dass sie nichts gewusst haben ? Und ja, sollten sie wirklich so ahnungslos gewesen sein hatten sie ihren Laden ganz offensichtlich nicht im Griff und gehören allein schon deswegen gefeuert.
  • Wolfsblut_2 01.03.2014 21:37
    Highlight Highlight Ich finde es einfach beschämend, dass es so viele Hasen in den Führungsetagen hat. Die Behauptung «Ich wusste von nichts!» ist wohlfeil geworden. Ob Dichtung oder Wahrheit, eines ist klar: Es braucht eine gewisse Kultur, die förderlich für Betrügereien ist – und diese verantwortet die Führungsetage.
    • mukeleven 02.03.2014 02:13
      Highlight Highlight absolut auf den Punkt gebracht und richtig festgestellt....
  • papparazzi 01.03.2014 21:13
    Highlight Highlight Ok, dann halt mal ein "offener Brief" an die CS -Bangster...

    ...pardon, ich meine natürlich den Vorstand und den CEO...
    denn gemäss einer schweizerischen Redensart,fängt der Fisch ja bekanntlich am Kopf an zu "stinken".

    Dann habe ich sie also richtig verstanden, wenn Sie offen und direkt bei diesem Interview und der Anhörung gestanden, dass sie von all diesen Steuerhinterziehungen nichts gewusst haben und sie sich immer an das geltende Recht hielten?

    Also ich lese aus Ihren Antworten und Zitaten folgendes heraus Herr Dougan und betreffende Vertreter der CS:

    1 Als oberstes Aufsichtsorgan und Chef der Rechtsabteilung wussten sie nicht, was Ihre Angestellten wirklich trieben. Sie hatten schlicht und einfach gesagt gar keinen Überblick, geschweige denn eine Ahnung, was "abging" oder wollten es im Verwaltungsrat nicht thematisieren.

    2 Wenn Sie sagen, Sie haben sich stets an das geltende Recht gehalten, dann ist dies doch ein indirekt unausgesprochenes Geständnis, das sie früher Dinge machten, welche heute klar nicht mehr legal sind. Oder sie meinen damit nur das Schweizer Recht, nicht aber das Amerikanische.

    3 Wenn man sich Ihre Aussagen zu Herzen nimmt, dann hat das in der Umsetzung folgende Konsequenzen:...

    A Anlagen nach der ubs jetzt auch nicht mehr bei der cs.

    AA Angestellte Akteure operieren auf eigene Faust. Also keine wirkliche Sicherheit mehr für mein Vermögen.

    AAA Angaben und Analysen der Anführer sind nicht mehr wirklich ernst zu nehmen.

    Ich gratuliere Ihnen zu Ihrer Verschleierungstaktik, sie hat bei mir bewirkt, dass Ihre Grossbank bei meiner Qualitätseinstufung soeben das Trippel A verloren hat. ut (dp)

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