Wirtschaft
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Volkswagen will bis zu 7000 Stellen streichen



ARCHIV --- Mitarbeiter montieren am 1. Maerz 2019 Kotfluegel an einen Volkswagen Golf VII im Karosseriebau im VW Werk in Wolfsburg, Deutschland. (Aufnahme mit langer Verschlusszeit). (zu dpa

Mitarbeiter montieren Kotflügel im VW-Werk in Wolfsburg. Bild: DPA

Volkswagen will bei seiner Kernmarke VW Pkw in den nächsten fünf Jahren zusätzlich 5000 bis 7000 Stellen streichen. Die Schritte seien nötig, um «auch in der Zeit nach 2020» zu bestehen.

Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, will VW Routineaufgaben automatisieren und unter anderem auch damit ab 2023 eine Gewinnverbesserung von 5,9 Milliarden Euro jährlich erzielen. Stellen sollen beim altersbedingten Ausscheiden von Mitarbeitern nicht neu besetzt werden.

Hintergrund ist, dass VW derzeit viel Geld in moderne IT-Systeme investiert. Das eröffnet Spielraum für das Management, über Stellenstreichungen Kosten zu sparen. Bereits seit einigen Tagen steht ein weiterer Personalabbau bei der Marke VW im Raum. Zudem will Volkswagen die Modellvielfalt reduzieren und Materialkosten senken.

Mit den bisherigen Sparprogrammen habe VW bereits viel erreicht, sagte der bei der Marke VW für das Tagesgeschäft zuständige Manager Ralf Brandstätter: «Aber wir müssen noch deutlich mehr tun, um die anstehenden Herausforderungen auch in der Zeit nach 2020 zu bewältigen.»

Nächste Sparrunde

Im Herbst 2016 hatte das Unternehmen mit der Arbeitnehmerseite bereits ein grosses Sparprogramm verabredet, das bis Ende 2020 läuft. Es sieht den weltweiten Abbau von 30'000 Stellen vor, 23'000 davon in Deutschland.

Im Gegenzug sollen 9000 Arbeitsplätze in Zukunftsbereichen wie der Softwareentwicklung neu entstehen, betriebsbedingte Kündigungen sind bis 2025 ausgeschlossen. Das Programm sollte eine Ergebnisverbesserung von 3.7 Milliarden Euro ab 2020 bringen und die Produktivität der Werke deutlich erhöhen.

VW-Chef Herbert Diess will mit der neuen Sparrunde auch die Investitionen für den Schwenk zu Elektromodellen und Digitalisierung bezahlen. Die Marke VW verfehlte im vergangenen Jahr ihre Renditeziele, vor allem weil die Probleme rund um den neuen Abgas- und Verbrauchstest WLTP viel Geld kosteten. Weil Zulassungen nach dem neuen Prüftest fehlten, konnte lange Zeit nur ein eingeschränktes Modellangebot verkauft werden. (sda/awp/dpa)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Scaros_2 13.03.2019 16:20
    Highlight Highlight Deutsche Politiker sind aber nicht betroffen.
  • 4n0n1m0u3 13.03.2019 11:56
    Highlight Highlight Wie war das doch gleich mit Sozialkompetenz, Herr Müller?
    Play Icon
  • Stormrider 13.03.2019 09:19
    Highlight Highlight Die Bremsspuren der Abgasgeschichte treffen ein.
  • DerHans 13.03.2019 09:06
    Highlight Highlight Nur so ein kleiner Artikel am Rande? Wäre es die Automarke mit T aus Us and A wär jetzt die Hölle los...
  • Pafeld 13.03.2019 09:01
    Highlight Highlight Am besten spart man die 7000 Stellen im Management. Deren Entscheidungen haben den Konzern in den letzten paar Jahren deutlich mehr gekostet, als 7000 produktive Fliessbandarbeiter.
    • Stormrider 13.03.2019 11:21
      Highlight Highlight Die sind ja schon alle ausgewechselt worden. Es ist nicht zielführend die schon wieder auf der Breite zu wechseln. Aber der Abbau wird sicher über alle Funktionen gehen.
    • HerrLehmann 13.03.2019 11:26
      Highlight Highlight 6,6 Milliarden Gewinn im 2018 trotz "Dieselkrise" sag ich nur. Alles falsch machen sie offensichtlich nicht.
    • Stormrider 13.03.2019 14:37
      Highlight Highlight @Herr Lehmann: Das ist korrekt, aber es genügt den investoren, vor allem den Pensionskassen nicht. Der Profit muss besser werden.

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