Wirtschaft
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Commuters walk in front of the logo of German rail operator Deutsche Bahn at Berlin's Hauptbahnhof main railway station in Berlin in this October 7, 2014 file photo. Germany's GDL train drivers union GDL, which represents just 20,000 of the railways' 196,000 workers, said November 4, 2014 they would walk off the job on their longest strike in the history of German railway's Deutsche Bahn that will start on Wednesday and run until Monday.      REUTERS/Hannibal Hanschke (GERMANY  - Tags: BUSINESS CIVIL UNREST BUSINESS EMPLOYMENT TRANSPORT)

Eine Personalmanagerin der Deutschen Bahn sorgt mit ihren Ausführungen für Schlagzeilen. Bild: HANNIBAL HANSCHKE/REUTERS

Interessante Personalpolitik

Top-Managerin sucht Führungskräfte mit «Angststörungen»

Menschen mit Angststörungen sind besonders für Finanzjobs geeignet. Das zumindest glaubt eine Personalmanagerin der Deutschen Bahn. Sie erklärte nach SPIEGEL-Informationen auf einer Konferenz in der Schweiz, dass sie «gerne Zwanghafte» einstelle.

15.12.14, 12:02 15.12.14, 12:27

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Eine Top-Personalmanagerin der Deutsche Bahn AG sucht offenbar gezielt Führungskräfte mit psychischen Störungen. Auf der Schulungskonferenz einer Schweizer Unternehmensberatung erklärte Ursula Schütze-Kreilkamp, seit zwei Jahren bei dem Staatskonzern für die Rekrutierung von Managern verantwortlich, dass sie für die Bereiche Finanzen, Controlling und Compliance «gerne Zwanghafte» einstelle, «gerne mit einer schönen Angststörung».

Diese Mitarbeiter, sagte sie lässig, seien «super pedantisch» und könnten «dann die ganze Nacht nicht schlafen, weil die Zahlen nicht stimmen». Wenn diese Zwangscharaktere sich auch noch an ethische Grundsätze hielten, dann, so verriet die DB-Personalerin ihren Zuhörern, «sind Sie King Louie. Sie haben immer tolle Budgets und es gibt wenig Ärger».

Video aus dem Internet inzwischen verschwunden

Nur die Risikobetrachtung künftiger Geschäftszweige dürfte man angstgestörten Managern nicht allein überlassen: «Da müssen Sie einen Risikofreudigen haben und den eng an den Zwanghaften anbinden. Dann klappt das.»

Ein Bahnsprecher erklärt auf Anfrage, es gebe «kein derartiges Rekrutierungskonzept bei der Deutschen Bahn». Schütze-Kreilkamp sagt, sie habe nicht in ihrer Funktion als Bahn-Personalmanagerin auf der Konferenz gesprochen. Ihre Ausführungen «zu diesem Typus» seien «rein deskriptiv und nicht wertend» gewesen. «Mit der Deutschen Bahn hat das nichts zu tun.»

Unmittelbar nach der SPIEGEL-Anfrage bei der Bahn verschwand am vorigen Freitagnachmittag das Video aus dem Internet, das die entsprechenden Passagen dokumentierte.



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