Wirtschaft
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FILE - This Tuesday, June 12, 2018, file photo shows the Uber app on a phone in New York. On Monday, July 9, 2018, Uber said it is getting into the scooter-rental business, and is investing in Lime, a startup based in San Mateo, California. (AP Photo/Richard Drew, File)

Bild: AP/AP

Chef von Uber Schweiz: «Wir wollten zu schnell wachsen, waren zu aggressiv»



Der Status von Uber-Fahrern ist in der Schweiz noch immer ungeklärt. Für Uber-Landeschef Steve Salom ist klar: Die Fahrer sind selbstständig erwerbend und nicht angestellt, wie er in einem Interview mit dem «SonntagsBlick» festhält.

«Wir sagen niemandem, wann, wo oder wie lange er oder sie zu arbeiten hat», sagte Salom gegenüber dem «SonntagsBlick». Das sei es, was die Fahrer schätzten und deshalb wollten sie auch nicht angestellt sein. Uber sehe die Fahrer als seine Kunden und wolle, dass sie geschützt seien, erklärte Salom.

Der Streit um den rechtlichen Status der Uber-Fahrer schwelt seit Jahren. Geht es nach dem kalifornischen Unternehmen, sind seine Fahrer nicht bei Uber angestellt, sondern Selbständigerwerbende. Nach dieser Logik ist Uber in der Schweiz kein Arbeitgeber und muss auch keine Sozialversicherungsleistungen zahlen.

«Ja, wir haben Fehler gemacht.»

Steve Salom, Chef von Uber-Schweiz

Die Unfallversicherung Suva hatte im vergangenen Jahr entschieden, dass der Fahrdienst Arbeitgeber sei. Vor Gericht sind mehrere Verfahren hängig. Daraufhin wechselte Uber in der Schweiz seine Strategie und setzte auf Schweizer «Partnerfirmen».

Aktivitäten ausbauen

Mit dem Geschäft in der Schweiz zeigte sich der Unternehmer zufrieden. Der Fahrdienstleister habe über das Land verteilt rund 300'000 Kunden, die regelmässig Uber nutzten. Insgesamt gebe es etwa 2600 Fahrer, welche die App verwendeten, rund zur Hälfte in der deutschsprachigen wie in der französischsprachigen Schweiz.

Die verschiedenen geltenden Taxigesetze in der Schweiz machten das Geschäft für Uber allerdings kompliziert. Man sei mit mehreren Schichten von Regulierungen konfrontiert. «Deshalb sind wir auch nicht in mehr Städten präsent», sagte Salom.

Steve Salom, General Manager d' Uber en Suisse romande pose avec son telephone portable et l' app Uber devant une voiture lors d'une conference de presse sur l'annonce de l'arrivee du service de taxi Uber a Lausanne, ce jeudi 29 janvier 2015 a Lausanne. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Steve Salom. Bild: KEYSTONE

Trotzdem will Uber laut Salom seine Aktivitäten in der Schweiz ausbauen. Nach den Städten Basel, Zürich, Lausanne und Genf sei die Stadt Bern ein naheliegender Schritt.

«Fehler gemacht»

Angesprochen auf die Proteste, die auf die Einführung von Uber etwa in Zürich und Basel folgten, räumt Salom ein: «Ja, wir haben Fehler gemacht. Wir wollten zu schnell wachsen, waren zu aggressiv.» Heute setze man auf nachhaltiges Wachstum.

So habe Uber den Peer-to-Peer-Dienst Uber-Pop in der ganzen Schweiz eingestellt. «Damit wollen wir den Behörden zeigen, dass wir bereit sind, uns zu verändern», sagte Salom. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hiker 16.07.2018 18:30
    Highlight Highlight Für mich sind die Taxiunternehmen eher die Mafia. Sie und die Behörden verhindern aktiv die neuzeitlichen Unternehmens Formen. Oder will hier jemand behaupten die Angestellten Taxifahrer seien gut entlöhnt und wären besser geschützt als Uberfahrer? Wir sind doch alle mündig und können selber entscheiden ob wir selbstständig einen Job ausführen wollen oder nicht. Dieses ganze Gelaber um AHV und SUVA Beiträge sind doch nur Nebelpetarden um Söihäfeli Söidecheli Politik zu kaschieren. Das ist nicht im Sinn von Dienstleistern und Konsumenten.
  • seventhinkingsteps 16.07.2018 14:39
    Highlight Highlight Etwa wie ein Krebsgeschwür?
  • Kong 15.07.2018 22:54
    Highlight Highlight wer öfters in us grossstädten unterwegs ist, mag uber dort nicht missen. aus kundensicht besser als lokale taxis. preis fixiert, kein bargeld nötig, die app bietet die nötigen infos. dafür kann ich dort in kombination mitöv praktisch total auf mietauto verzichten. ausbeutung ist nicht ok, aber es bietet auch chancen
  • Nocciolo 15.07.2018 22:05
    Highlight Highlight Uber ist in viellen Ländern ilegal und betreibt das Geschäft trotzdem (Beispielsweise Argentinien). Und wer kommt dran? Die FahrerInnen. Für mich ist das somit nichts anderes als eine Mafia.
  • theluke 15.07.2018 20:36
    Highlight Highlight Steve salom ist der gm von fsa (frankreich, schweiz, austria)
    • Alterssturheit 16.07.2018 16:33
      Highlight Highlight Muss das sein ??? Jetz hab ich mich grad an DACH gewöhnt (Deutschland, Austria, Schweiz) und jetzt kommt noch SFA dazu....
      Warte jetzt noch auf SHIT (Schweiz, Hungary, Italy, Tirol (Ost)).
  • theluke 15.07.2018 20:33
    Highlight Highlight Auf partnerfirmwn wurde in lausanne und genf gesetzt. In zürich und basel idt die situation anders. Please guys, finally do your research on these topics! Diese falschen fakten lampen mir zum hals raus. Danke im voraus.
    • Skater88 15.07.2018 23:15
      Highlight Highlight GugusGurke, nein gibt es nicht, wer was anderes sagt verbreitet Fake News 😂
  • Ursus der Rächer 15.07.2018 20:01
    Highlight Highlight Achtung Uber will bei einem Anruf elektronisch abchecken, ob Sie alkoholisiert sind oder nicht. So eine Freichheit und dumm dazu, denn es ist das Beste was es gibt, wenn angetrunkene Autofahrer so vernünftig sind und nicht mehr fahren und statt dessen ein Taxi bestellen.
    • todaymoser 15.07.2018 22:13
      Highlight Highlight Wieso sollte man Uber anrufen?
    • Eine_win_ig 16.07.2018 10:22
      Highlight Highlight 😂😂😂😂
    • Mia_san_mia 17.07.2018 16:58
      Highlight Highlight Also ich habe UBER noch nie angerufen 😂
  • Hierundjetzt 15.07.2018 19:15
    Highlight Highlight Wir machen alles richtig aber stellen per Zufall exakt die Produkte ein, wegen denen wir von der SUVA verklagt wurden.

    Klar.

    Alte 😂😂😂😂

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