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Boom auch im Wohnzimmer: Immer mehr Fernseher spielen Netflix direkt ab.  bild: shutterstock

Alle lieben Netflix – doch wird der Streaming-Gigant nun Opfer des eigenen Erfolges?

Das Streaming-Portal wächst rasant – und konnte sogar Barack Obama als Produzenten gewinnen. Bisher gab es für das Medienunternehmen nur eine Richtung: steil nach oben. Doch das Unternehmen steht vor grossen Herausforderungen.

Raffael Schuppisser / Schweiz am Wochenende



Sie sind alle dabei: Die Hollywood-Stars Angelina Jolie und Emma Stone standen für Netflix vor der Kamera. Die Coen-Brüder und Kultfilmer David Fincher haben für das Streaming-Portal Regie geführt. Und Alt-Talkmaster David Letterman hat dieses Jahr sein Comeback gegeben: als Exklusiv-Interviewer. Die prominentesten Neuzuzüge aber heissen Barack und Michelle Obama. Das ehemalige US-Präsidenten-Paar hat einen mehrjährigen Vertrag unterzeichnet und arbeitet an neuen Serien und Filmen für Netflix.

Geld spielt bei solchen prominenten Verpflichtungen natürlich eine Rolle. David Letterman soll zwei Million Dollar bekommen – für jedes seiner rund 60-minütigen Interviews. Die Obamas, so heisst es, sind Netflix eine zweistellige Millionen-Summe wert.

In der Schweiz nutzen 45 Prozent der 19- bis 25-Jährigen Netflix

Doch die grosszügigen Saläre sind kaum der Hauptgrund, weshalb die Stars Hollywood einen Korb geben und sich für Netflix entscheiden. Sie wollen Teil sein der TV-Revolution, die gerade stattfindet. Einer Revolution, die den Zuschauer zum Nutzer erklärt, ihn mit Macht ausstattet und die konsequent auf Qualität setzt.

Während Hollywood und TV-Sender den Mainstream bedienen müssen, versucht Netflix mit seinen Produktionen gar nicht den Mehrheitsgeschmack zu treffen. Für Netflix gibt es nicht die breite Masse, sondern eine Vielzahl von Zielgruppen, für die massgeschneiderte Inhalte produziert werden. Jeder kann sich auf dem Portal übers Internet ansehen, was ihm gefällt. Nicht die TV-Bosse entscheiden, welches Programm läuft, sondern das Publikum. Es ist dies die Demokratisierung des Fernsehens.

Netflix – von der Online-Videothek zum Streaming-Giganten

Streamen, was das Herz begehrt: Für Netflix gibt es nicht die breite Masse, sondern eine Vielzahl von Zielgruppen.

Das gefällt insbesondere jungen Medienkonsumenten. In der Schweiz nutzen 45 Prozent der 19- bis 25-Jährigen Netflix. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Vergleichsdiensts Moneyland, die diesen Frühling bei über 1500 Personen in der Deutsch- und Westschweiz durchgeführt wurde. In der gleichen Altersgruppe ist in den letzten fünf Jahren die TV-Nutzung um neun Prozent gesunken. Das Durchschnittsalter der SRF-Zuschauer beträgt mittlerweile knapp 61 Jahre.

Content statt Werbung

1997 hat der Amerikaner Reed Hastings Netflix zusammen mit seinem Geschäftspartner als Online-Videothek gegründet. Und sich seither den neuen technologischen Möglichkeiten stets angepasst. Mittlerweile bedient Netflix auf der ganzen Welt 137 Millionen Haushalte – mehr als doppelt so viel wie 2014. Zwei Stunden wird ein Netflix-Abonnement täglich genutzt – wobei bis zu vier Nutzer sich gleichzeitig verschiedene Inhalte auf verschiedenen Geräten anschauen können.

Das Portal ist aber nicht nur beim Publikum beliebt, sondern auch bei den Politikern. Während Google, Twitter und Facebook wegen laschen Datenschutzes kritisiert und Amazon und Uber wegen schlechter Arbeitsbedingungen gerügt werden, steht Netflix mit einer weissen Weste da. Für das britische Magazin «The Economist» ist Netflix die einzige Firma unter den Tech-Riesen, die von Politikern nicht gehasst wird.

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45 Prozent der Jungen schauen Netflix.  bild: Shutterstock

Das Streaming-Portal sammelt zwar auch fleissig Daten seiner Nutzer. Diese werden akribisch ausgewertet. Aufgrund von Datenanalysen wird entschieden, welche neuen Serien angegangen werden, welcher Regisseur sie produzieren soll und welche Schauspieler mitspielen sollen. Die Daten werden aber nicht zu Werbezwecken verkauft.

Stattdessen verdient der Konzern sein Geld mit einem herkömmlichen Abo-Modell. Und statt «bloss» eine Plattform zu unterhalten, auf der die Nutzer selber ihre Inhalte generieren und präsentieren, wie in der Welt des Web 2.0 üblich, setzte Netflix altbacken auf die Herstellung von eigenem Content. Das lässt sich der Konzern einiges kosten. Acht Milliarden Dollar will Netflix dieses Jahr in neue Produktionen investieren – weit mehr als jedes Hollywood-Studio und jeder Bezahl-TV-Sender.

Plötzlich im Shitstorm

Lange wurde das Streaming-Portal für seine inhaltliche Qualität fast nur gelobt. Doch seit diesem Jahr hat sich das geändert. So produzierte die Serie «Insatiable» einen Shitstorm. Mit einer Petition wollten sogar 130'000 Menschen die Ausstrahlung verhindern. Die Produktion mache sich über dicke Menschen lustig und vermittle ein toxisches Schönheitsideal, so die Begründung.

Doch die Serie ist nicht nur inhaltlich umstritten, sie fällt auch handwerklich durch: «Kaum ein Witz ist witzig, was ja nun einmal eine gewisse Grundvoraussetzung an einer Komödie ist», schreibt «Der Spiegel».

This image released by Netflix shows Robin Wright in a scene from the final season of

«House of Cards» ist eine der beliebtesten Serien.  Bild: AP/Netflix

Wenige Wochen später trat Netflix mit der Doku-Serie «Afflicted» erneut ins Fettnäpfchen. Sieben Personen mit rätselhaften Krankheitssymptomen werden dabei begleitet, wie sie nach einer Heilung suchen. Nach der Ausstrahlung haben die Protogonisten sich im Internet gemeinsam zu Wort gemeldet und warfen Netflix vor, dass es ihre Leiden als psychische Probleme banalisiere.

Kann Netflix mit dem sich selbst auferlegten Wachstumsziel nicht Schritt halten? Bis Ende Jahr möchte das Portal 700 Eigenproduktionen oder exklusiv lizenzierte Inhalte auf seinem Portal anbieten können. In diesem Jahr sollen 80 Filme und Serien gedreht werden. Zum Vergleich: Disney bringt 2018 gerade mal zehn Filme in die Kinos. Auch wenn Netflix das Geld dazu hat, so stellt sich die Frage, ob es überhaupt so viele gute Drehbücher, Regisseure und Schauspieler gibt.

Ein Indiz dafür, dass die Qualität der Netflix-Eigenproduktionen abgenommen hat, sind die Bewertungen der Nutzer. Der US-Blog «Cordcutting» hat die User-Bewertungen statistisch ausgewertet: 2012 haben die Netflix-Nutzer eine Serie durchschnittlich mit 4.2 von 5 möglichen Sternen bewertet – 2018 mit 3.2 Sternen. Mittlerweile hat Netflix die Bewertungsmöglichkeiten eingestellt. Kritiker behaupten, damit der Qualitätszerfall nicht offenkundig werde.

Diese Serien verschlingt die Netflix-Community jeweils sofort

Der Konzern selber scheint das Problem erkannt zu haben und setzt nun neben Serien vermehrt auf Filme auf Kino-Niveau. Dafür werden die derzeit besten Regisseure engagiert. 100 Millionen stellte Netflix Martin Scorsese für die Produktion seines Thrillers «The Irishman» zu Verfügung. Und mit dem Drama «Roma» holte der Mexikaner Alfonso Cuarón den Hauptpreis am renommierten Filmfestival in Venedig.

85 Milliarden für Konkurrent

Die Auszeichnung steigert die Erwartungen an jede weitere Produktion noch mehr. Doch nicht nur der eigene Erfolg wird für Netlfix allmählich zum Problem. Auch die Konkurrenz erstarkt. Der Versandhändler Amazon startet gerade mit seinem Streaming-Dienst Prime durch – und setzt dabei auch auf Eigenproduktionen. In den USA, wo viele über den Online-Versandhändler ihre täglichen Einkäufe tätigen, erreicht Prime schon jeden zweiten Haushalt. Denn Prime ist mehr als Video-Streaming. Mit dem Dienst kann man auch Musik hören, unbegrenzt Fotos speichern – und sich bestellte Ware am selben Tag gratis zuschicken lassen. Ein solches Angebot kann Netflix nicht bieten.

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Aktienkurs (rot), durchschnittliche Bewertung von Eigenprodultionen (blau) bild: saw

Nächstes Jahr wird ein weiterer Player in den Markt eintreten. Walt Disney hat für 71 Milliarden Dollar den Medienkonzern 21st Century Fox gekauft – zu «Mickey Mouse» und den Superhelden der Marvel-Comics gesellen sich «Die Simpsons» und «X-Men». Es entsteht ein riesiger Fundus an Filmen und Serien, die bald nur noch über einen einzigen Streaming-Kanal zu den Zuschauern gelangen. Auf Netflix werden dann keine Serien von Disney mehr zu sehen sein. Zum Start wartet das Streaming-Portal mit einer exklusiven «Star Wars»-Serie auf.

Noch mehr als Walt Disney hat sich der Telekomkonzern AT&T den Eintritt ins Streaming-Zeitalter kosten lassen: Für 85 Milliarden hat der Grosskonzern das Medienunternehmen Time Warner gekauft und besitzt nun die Marke an so erfolgreichen Serien wie «Games of Thrones» oder «Batman». Und auch Apple will bald eigene Inhalte produzieren.

Von wegen Netflix & Chill! So sieht es in Wirklichkeit aus

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Video: watson/Knackeboul, Lya Saxer

Bei all diesen Portalen liegen Produktion und Vertrieb der Inhalte in einer Hand. So findet eine Fragmentierung des Marktes statt, die nicht im Sinne des Kunden sein kann. Wer einen Film oder eine Serie dieser Produktionsfirmen anschauen will, muss Abonnent des entsprechenden Anbieters sein.

Doch kaum einer will sich alle Dienste leisten. Das schürt das Verlangen nach einem Meta-Angebot, das alle Inhalte vereinigt. Dieses allumfassende Portal gibt es: Auf den illegalen Tauschbörsen und Download-Portalen sind nach wie vor so gut wie alle Serien und Filme zu finden. Und tatsächlich hat dieses Jahr die Nutzung der Tauschbörsen seit langem wieder zugenommen.

Haben sich viele Internet-affine Filmliebhaber von den illegalen Portalen abgewendet, weil ihnen Netflix einen bequemen Zugang zu einer Vielzahl spannender Produktionen gab, so könnte sich der Kampf der Streaming-Anbieter nun als Bumerang erweisen.

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48
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    Alle Leser-Kommentare
  • The Konrad 05.11.2018 16:59
    Highlight Highlight Fernsehen ohne WERBUNG!!! ¯\_(ツ)_/¯
  • Launedernatur 05.11.2018 16:42
    Highlight Highlight Ich mag Netflix sehr, aber es besteht noch sehr viel Verbesserungspotenzial, wie z.B. die Möglichkeit eigene Listen/Ordner nach Genre zu erstellen. Ich habe es einfach mit den verschiedenen Profilen gelöst. Hilfreich wäre schon, wenn bei TV Shows keine Filme aufgeführt würden (und umgekehrt). Ausserdem, wenn Netflix, wie oben beschrieben, meine Daten so akribisch auswertet, dann dürfte ich doch treffendere Vorschläge erwarten?
  • Silverstone 05.11.2018 10:21
    Highlight Highlight Es ist halt ein paradoxum, dass Netflix nicht Mainstream Inhalte produzieren will, sich aber gleichzeitig nicht von der breiten Masse kritisieren lassen will / soll wie auch immer...
    Insatiable ist ein gutes Beispiel. Die Serie kann gewissen Leuten gefallen, kann aber auch von ganz vielen gehasst werden. Man füge ein wenig socalmdeia dazu, und schon hat man seinen Shitstorm. Dass so dann eine negativ Werbung entsteht, obwohl die Serie ja nicht für "alle" gedacht war, ist irgendwie ironischerweise das Produkt ihrer Grundidee...
  • MadPad 04.11.2018 20:08
    Highlight Highlight Die Firmen sollten sich gegenseitig die Filme & Serien lizenzieren, ansonsten werden die User auf illegale aber vollständige Angebote ausweichen.

    Genau das gleiche passierte bereits in der Musikszene (Stichwort Kopierschütze) bis dann Spotify etc. kam und wieder ein Vollprogramm anbot.
  • Bodicore 04.11.2018 14:42
    Highlight Highlight Mache mehr Fantasy...
    Schwerter Drachen und Magie geht immer :)
  • Hans Gusti 04.11.2018 12:21
    Highlight Highlight Staune immer wieder über die Netflix-Fans! Die sagen immer auf Netflix finde man alles - lachhaft, in der Schweiz ist das Angebot an Filmen lächerlich klein. Kaum etwas was nicht schon zehnmal am TV lief, viele Klassiker such man vergeblich! Wer täglich das TV-Programm studiert hat innert kurzer Zeit eine wesentlich bessere Auswahl an Filmen! Selbst das US-Angebot kann bei weitem nicht mithalten. Gibt zwar einzelne neue Filme (die noch nicht am TV gezeigt wurden), aber auch dort fehlen viel zu viele Filme!
  • Imnon 04.11.2018 11:29
    Highlight Highlight Mit Download hab ich angefangen, als ich mehrere legal gekaufte DVD wegen Kopierschutz daheim nicht gucken konnte. Jetzt bleib ich bei Download weil ich nicht zig Abos brauche. Dazu kommt, wenn mir etwas gefällt, guck ich es gerne mehrfach. Also hol ich mir halt alles so. Die Anbieter von Serien und Film schwimmen sowieso im Geld.
    Mit dem gesparten Geld bezahl ich dafür die Musik, die ich mag. Denn die Künstler, die mir gefallen, sind nicht Mainstream und können daher jeden Cent brauchen. Wie sollten sie sonst Nachschub produzieren, wenn sie es sich nicht leisten können?
    • Bits_and_More 05.11.2018 10:31
      Highlight Highlight Im Endeffekt lässt du einfach andere für dich bezahlen...
    • Imnon 05.11.2018 18:03
      Highlight Highlight Die sind selbst schuld! Ich bezahlte, bis ich mit dem Kopierschutz so verarscht wurde, dass ich legal Gekauftes nicht mehr gucken konnte. Mehrfach! Filmstudios gehören nicht zu den Ärmsten. Was nicht Mainstream ist, wird von mir immer noch bezahlt.
      Aber in Big Bang z.B. verdienen schon die Co-Stars 900'000 Dollar pro Folge. Solche Beispiele gibt's haufenweise. Also bitte! Ich wünsche mir in Bildung und Forschung höhere Gehälter und in Pflegeberufen und anderen sinnvollen Ecken. Aber sowas? Nein danke. Und wenn's keine neuen Serien und Filme mehr gibt? Fände ich super. Mehr Zeit für alle.
  • Posersalami 04.11.2018 11:25
    Highlight Highlight „Wer einen Film oder eine Serie dieser Produktionsfirmen anschauen will, muss Abonnent des entsprechenden Anbieters sein“

    Profitip: Man kann jeweils per Ende Monat so ein Abo kündigen. Man kann also zB. Für 1 Monat Amazon Prime haben um eine Serie zu schauen und dann gleich wieder kündigen. Mein Sky Abo zB wird jeweils über den Sommer gekündigt, Netflix auch wenn ich verreist bin.

    MMn das beste an den neuen Abos. Kein ewiger Vertrag wie zB bei der Swisscom.
  • Billy the Kid 04.11.2018 10:27
    Highlight Highlight Die zur Zeit "erfolgreichsten Serien" von Netflix sprechen ja schon Bände:
    "Gilmore Girls" (Pseudonostalgie für weibliche Teenager aus den 90er Jahren), "Fuller House" (seichte Comedy für gelangweilte Hausfrauen).
    Auch das ganze andere Zeug - ausser vielleicht "House of Cards", "Orange ist the new black" oder "F is for Familiy" - ist einfach nur seichter Unterhaltungsbrei für alt und jung.
    • Mia_san_mia 04.11.2018 12:59
      Highlight Highlight Es hat sehr viele gute Sachen. Du solltest Dich informieren, bevor Du kommentierst.
    • Billy the Kid 04.11.2018 15:20
      Highlight Highlight @Mia_san_mia
      Habe hier nur mal die Liste der Top 20 kommentiert. Dass es sicher auch ein paar Perlen gibt, habe ich nicht verneint.
      Der Artikel scheint ja meine These auch recht gut zu stützen - da man mit Masse eben mehr Geld verdienen kann als mit Klasse.
      Es ist eben überall so - es müssen vor allem die Investoren befriedigt werden und denen ist es herzlich egal WIE der Mehrwert generiert wird -
      Hauptsache der Return on Investment stimmt.
  • fluh 04.11.2018 09:52
    Highlight Highlight Irgendwie ironisch, dass die sparte welche digitalisierung als erste umgesetzt hat sich jetzt mit den rechten selber blockiert.
  • eBart! 04.11.2018 00:45
    Highlight Highlight Vermutlich gehöre ich zu den 0.01% der Menschen die kein Netflix haben. Weiss nicht wieso das Ding so gehypt wird.
    • wuschel1984 04.11.2018 09:50
      Highlight Highlight Seit dem ich Netflix habe, gibts bei mir kein Trash-Tv mehr und ich schaue nur noch das was ich will. Und nicht so wie im TV wo die meiste Zeit nur kacke läuft wie Bachelor und ähnliche Formate.
    • eBart! 04.11.2018 12:25
      Highlight Highlight Ich begnüge mich mit den Serien die halt so im TV laufen. HIMYM und TBBT - in beliebiger Reihenfolge, muss nicht von A-Z sein. Den TV nutze ich aber hauptsächlich um Sport (Fussball, Tennis und manchmal F1 oder Snooker) zu schauen.
    • Raembe 05.11.2018 17:33
      Highlight Highlight @eBart gönn Dir doch mal ein gratis Probeabo. Ich war auch skeptisch, nun bin ich begeistert.
  • metall 03.11.2018 23:43
    Highlight Highlight Was ist Netflix?
  • Typu 03.11.2018 21:46
    Highlight Highlight Manchmal browse ich 10min durch den netflix katalog, gebe auf, und schaue dann etwas, das ich schon kenne. Traurig.
    • supremewash 03.11.2018 22:51
      Highlight Highlight Danke! Dann bin ich nicht der einzige...
    • Barracuda 03.11.2018 23:14
      Highlight Highlight Das kommt mir bekannt vor. Das ist auch der Grund, weshalb ich mir vielleicht noch zwei Monate pro Jahr Netflix gönne. Und die Abstände werden immer grösser, ohne dass ich das Gefühl habe, irgendwas zu verpassen.
    • Caerulea 04.11.2018 00:19
      Highlight Highlight Schaut doch mal Filme/Serien die ausserhalb von der USA oroduziert wurden. Hab grad mit denen aus dem asiatischem Raum spass. 😼
    Weitere Antworten anzeigen
  • MiNiK 03.11.2018 20:46
    Highlight Highlight Gute Zusammenfassung der Thematik 👍 Sobald der Netflix Komfort „hat ja eh fast alles“ enfällt, wird mit Share-Online wieder vermehrt der eigene Plex Server befüllt und ein Streaming Abo kann schnell hinfällig werden.
    • Pointer 03.11.2018 22:40
      Highlight Highlight Netflix hat leider überhaupt nicht alles, jedenfalls nicht bei uns.
  • Markus97 03.11.2018 20:40
    Highlight Highlight Die grossen Unterhaltungskonzerne glauben wohl, dass man sich 5 verschidene Abos kauft, aber da täuschen sie sich gewaltig. Schlussendlich wird das illegale Streaming stark zunehmen, welches in den letzten Jahren durch Netflix eingedämmt wurde. Ich denke Netflix wird sich leider anpassen und sich mehr auf Produktion konzentrieren müssen.
    • baba1906 05.11.2018 16:52
      Highlight Highlight Ich hab 3 Abos =D lol
    • Raembe 05.11.2018 17:36
      Highlight Highlight Ich hab Netflix, DAZN und Amazon Prime 😂😂
  • jjjj 03.11.2018 20:22
    Highlight Highlight Dünne Faktenlage um die Krise herbeizuschreiben...
    • supremewash 03.11.2018 22:05
      Highlight Highlight Deshalb ist die Überschrift auch eine Fragestellung.
      Wie sich das Streamingbusiness entwickelt, werden wir erst in rund zwei Jahren - nach dem Eintritt der genannten Konkurrenten - wissen. Dies wird tatsächlich eine Herausforderung für den Leader sein.
  • Barracuda 03.11.2018 20:17
    Highlight Highlight Das bestätigt mein persönliches Empfinden. Netflix ist immer mehr Masse statt Klasse. Die Begründung ist auch nachvollziehbar. Netflix kann noch so viel Milliarden reinbuttern, es gibt deswegen nicht mehr überragende und gute Drehbücher und Autoren. Ein zusätzlicher Nachteil ist dann leider auch, dass die Bibliothek immer mehr verwässert wird und die paar wirklich guten Serien noch mehr untergehen.
  • wir-2 03.11.2018 19:50
    Highlight Highlight Interessanter Artikel. Danke dafür.
  • Siciliano 03.11.2018 19:44
    Highlight Highlight Weil die Bosse und Aktionäre den Hals nie genug voll kriegen, kommt eine gemeinsame Plattform so schnell nicht zu stande. Wird Netflix auch irgend wann mal geschluckt? Mal "schauen"...
    • Royeti 03.11.2018 21:26
      Highlight Highlight Ich gehe davon aus, dass Apple Netflix bis spätestens Oktober 2020 übernimmt. (evtl lohnt sich ein jetziger Aktienkauf noch?!)
  • w800 03.11.2018 19:30
    Highlight Highlight Netflix sollte einfach aufhören filme zu machen..alles bis jetzt nur schrott
    • Miikee 03.11.2018 22:46
      Highlight Highlight Ist eben kein Mainstream Angebot, ich mag viele der Eigenproduktionen. So ist das eben.
    • EvilBetty 03.11.2018 23:55
      Highlight Highlight Annihilation ist jetzt nicht soo übel... wurde aber glaub auch nur kurz vor dem Kinorelease aufgekauft.

      Extinction ist eigentlich auch nicht schlecht.
  • What’s Up, Doc? 03.11.2018 19:13
    Highlight Highlight Gibt's nichts mehr zu sagen.
    User Image
  • Kalsarikännit 03.11.2018 19:06
    Highlight Highlight Sehr guter Artikel, danke! Er erläutert präzise, warum Nutzer zurück zur Piraterie wechseln, mich eingeschlossen.

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

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