Wirtschaft
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Das neue Apple-Hauptquartier in Cupertino (Kalifornien). bild: unsplash

Apple, Google und Co. dominieren alles: Sind IT-Monopolisten Monster oder Heilsbringer?

Apple ist nun mehr als eine Billion Dollar wert. Die Tech-Firmen treiben die Börsen weltweit. Kritiker sehen jedoch die Gefahr, dass die neuen Monopolisten langfristig die Innovation hemmen und die Ungleichheit fördern.

06.08.18, 16:37 07.08.18, 10:27


Am 12. September 2014 erlitten die Leser des «Wall Street Journal» einen mittleren Schock. «Wettbewerb ist für Verlierer» lautete die Schlagzeile eines Leitartikels auf der Meinungsseite des Blattes, das sich rühmt, ein militanter Vertreter der freien Marktwirtschaft zu sein. Der Autor war zudem kein ewiggestriger Sozialist, sondern Peter Thiel, IT-Milliardär und Vordenker im Silicon Valley. Thiel hält nichts von Wettbewerb.

FILE - In this July 21, 2016, file photo, entrepreneur Peter Thiel speaks during the final day of the Republican National Convention in Cleveland. Thiel was able to gain New Zealand citizenship in 2011 despite never having lived in the country because a top lawmaker decided his entrepreneurial skills and philanthropy were valuable, documents reveal. Thiel didn't even have to leave California to become a new member of the South Pacific nation. (AP Photo/J. Scott Applewhite, File)

Hält Wettbewerb für doof: Peter Thiel. Bild: AP/AP

In seinem Bestseller «Zero to One» plädiert er offen für Monopole und macht sich über den Wettbewerb lustig. Die Vertreter eines möglichst freien Marktes unterliegen gemäss Thiel einer Illusion. Der perfekte Wettbewerb ist kein erstrebenswertes Ideal mehr, sondern die Hölle, die man meiden sollte, denn in einem perfekten Wettbewerb tendieren die Gewinne gegen Null. Die Unternehmen haben deshalb keine Reserven und können nicht mehr investieren.

Ganz anders sieht es aus, wenn es einem Unternehmen gelingt, eine Monopolstellung zu erringen. Dann verdient es genug, um Geld für Forschung und Entwicklung zur Verfügung zu haben und in neue Produkte zu investieren. Es kann auch anständige Löhne zahlen und seine Mitarbeiter ordentlich behandeln.

Auch die Gesellschaft profitiert, weil diese Unternehmen gute Steuerzahler sind. Deshalb versuchen Regierungen alles, solche Unternehmen anzulocken. Warum also singen Ökonomen immer noch das Loblied des Wettbewerbs? Weil sie den Fortschritt verschlafen haben. «Sie kopierten ihre Ideen von den Modellen der Physiker im 19. Jahrhundert», spottet Thiel.

Leben im FAANG-Zeitalter

Die Entwicklung der amerikanischen Wirtschaft scheint Thiel Recht zu geben. Als erstes Unternehmen der Welt ist Apple nun mehr als eine Billion Dollar wert. Das ist eine Eins mit zwölf Nullen, eine Zahl, die für Nomalsterbliche kaum vorstellbar ist. Und Apple ist kein Einzelfall. An der Börse spricht man bereits vom «FAANG»-Phänomen. Gemeint sind dabei die Unternehmen Facebook, Apple, Amazon, Netflix und Google.

«Das Internet ist nicht die Antwort.»

Andrew Keene

Diese IT-Superstars sind verantwortlich für den Boom an den Finanzmärkten, der für immer neue Rekorde sorgt; und sie sind auch der Grund, weshalb die amerikanische Wirtschaft wächst und wächst. Allein im letzten Quartal vergrösserte sich das Bruttoinlandprodukt um 4,1 Prozent.

Die FAANG-Unternehmen dominieren schliesslich unseren Lebensstil. Ohne Smartphone könnten wir unseren Alltag nicht mehr bewältigen, ohne Facebook und Google wären wir orientierungslos. Amazon hat derweil unser Einkaufsverhalten auf den Kopf gestellt und Netflix unser Freizeitverhalten.

Angesichts dieser Entwicklung kommt man zum Schluss: «Game, Satz und Match für Peter Thiel.» Doch das wäre voreilig. Nur wer die Schattenseite der Monopolisierung ausblendet, kann Thiel kritiklos zustimmen. Das zeigt ein kurzer Rückblick in die Geschichte.

Monopole waren des Teufels

Thomas Jefferson, einer der amerikanischen Gründerväter, Verfasser der Unabhängigkeitserklärung und heute noch einer der bedeutendsten Vordenker, hat sich die Vereinigten Staaten ganz anders vorgestellt. Sein Ideal war eine Gesellschaft von freien Bauern und Unternehmen, die sich einem friedlichen und fairen Wettbewerb stellten. Monopole und staatliche Eingriffe waren ihm ein Gräuel.

This is a 1786 portrait of Thomas Jefferson by artist Mather Brown.  (AP Photo)

Gründungsvater der Vereinigten und Vordenker: Thomas Jefferson. Bild: AP

Auch das Internet war ursprünglich als eine Art digitale Version einer Gesellschaft im Sinne von Jefferson gedacht. Tim Berners-Lee, der als Vater des Internets geadelt wurde, hatte die Vorstellung eines Informationsnetzes, auf dem sich Wissenschaftler gratis und ohne staatliche Aufsicht austauschen konnten. Heute noch spukt das Bild eines dezentralen, allen zugänglichen und unzensurierten Internets in den Köpfen der Cyber-Anarchisten herum.

Zu denen, die sich vom Internet mehr friedlichen Wettbewerb zwischen innovativen Kleinunternehmen erhofft haben, gehört auch Robert Reich. Der ehemalige Arbeitsminister in der Regierung von Bill Clinton lehrt an der Berkeley University of California und gehört heute zu den bedeutendsten Aktivisten der Progressiven. In seinem Buch «The Work of Nations» hat er einst die These vertreten, wonach Monopolkonzerne im digitalen Zeitalter dem Untergang geweiht seien.

Reich hat sich geirrt, und zwar gründlich. Anstatt zu einer digitalen Gesellschaft im Sinne von Jefferson zu entwickeln, hat sich die IT-Industrie in Windeseile monopolisiert. Innerhalb eines Vierteljahrhunderts wurden aus Garagenunternehmen einiger Nerds multinationale Konzerne. Den nächsten Steve Jobs wird es vielleicht gar nicht mehr geben. Er wird von einem FAANG-Unternehmen als Start-up gekauft und dann ein luxuriöses Leben fristen.

Das sagen Thiels Kritiker

Thiels These der wohltätigen Monopolisten hat deshalb einen Pferdefuss. Warum soll ein Unternehmen, das den Markt beherrscht, seine Stellung mit bahnbrechenden Innovationen in Frage stellen? Kritiker wie beispielsweise Jaron Lanier oder Evgeny Morozov befürchten vielmehr, dass die Innovationen im IT-Bereich bald versiegen werden, weil sich die FAANG-Unternehmen den Markt aufgeteilt haben und ihn gegen mögliche neue Emporkömmlinge mit Zähnen und Klauen verteidigen werden.

U.S. author, musician and computer scientist Jaron Lanier delivers a speech in the Paul's church in Frankfurt, Germany, Sunday, Oct. 12, 2014. Lanier was awarded the Peace Prize of the German Book Trade. (AP Photo/Michael Probst)

Hat den deutschen Friedenspreis erhalten: Jaron Lanier. Bild: AP/AP

Dass die neuen Tech-Monopolisten zu Wohltätern der Gesellschaft werden, ist derweil für Andrew Keen ein Witz, und zwar ein schlechter. Der ehemalige Internet-Enthusiast hat sich zum Internet-Kritiker gewandelt und warnt in seinem Buch «Das Internet ist nicht die Antwort» vor der Gefahr einer neuen feudalen Ordnung.

An der Spitze dieser neuen Feudalgesellschaft stehen Oligarchen wie Mark Zuckerberg, Jeff Bezos, Sergey Brin oder Larry Page. Sie verfügen über Vermögen, die bis vor kurzen noch undenkbar waren. Ein neuer Internetklerus, Wissenschaftler und Journalisten, verbreitet die frohe Botschaft einer vermeintlichen Sharing Economy in den Medien. Der breite Mittelstand hingegen befindet sich im Niedergang. Es entsteht eine neue Klasse von Leibeigenen, Menschen, die in prekären Verhältnissen leben und mit einem lausigen Mindestlohn über die Runden kommen müssen und banale Dienstleistungen für die wenigen Glücklichen verrichten.

Die Arbeitnehmer erhalten Nichts von den Monopolgewinnen

Tatsächlich sind die Zeichen der Entwicklung hin zu einer neuen, von Monopolisten beherrschten Feudalgesellschaft unübersehbar geworden. «Apple und Google sorgen zusammen für 99 Prozent der Software in allen Smartphones», können wir in der «New York Times» lesen. «Facebook und Google sacken inzwischen 59 Cents jedes Werbedollars in den Vereinigten Staaten ein.»

Ebenso ist es Wunschdenken, dass die IT-Unternehmen ihre Monopolgewinne zur Förderung der Innovation verwenden. Der grösste Teil fliesst über den Umweg des Aktienrückkaufs in die Tasche der Aktionäre. Die Zeiten, in denen die Fortschritte der Produktivität mit den Mitarbeitern geteilt wurden, sind vorbei. Die Löhne des breiten Mittelstandes stagnieren seit Jahren und halten selbst im aktuellen Boom nicht Schritt mit der Inflation.  

Die Monopolisierung ist kein Privileg der IT-Unternehmen. Banken, Airlines oder Telekom-Unternehmen – alle schliessen sich zu immer mächtigeren Konzernen zusammen. Das trifft selbst in unscheinbaren Bereichen zu. Als es 2011 zu schweren Überschwemmungen in Thailand kam, geriet die Autoindustrie in Nöte, weil die Produktionsstätten des weltweit bedeutendsten Herstellers von Scheibenwischern während Wochen überflutet waren und es zu einem überraschenden Mangel dieses scheinbar banalen Teils kam.

Utopie oder Dystopie? Wie sieht die Zukunft aus, wenn die IT-Monopolisten das Sagen haben.

Immer leistungsfähigere Computer und immer intelligentere Software ermöglichen schliesslich eine total überwachte Gesellschaft. Chinas Herrscher experimentieren bereits mit «sozialen Kreditsystem», einem digitalen Punktesystem, in dem sämtliche Aktivitäten der Menschen erfasst und sozial abweichendes Verhalten sofort sanktioniert werden. Inzwischen ist sattsam bekannt, dass Facebook & Co. nicht nur alles über unser Konsumverhalten wissen. Der Skandal um die Einmischung des russischen Geheimdienstes in die US-Wahlen hat auch gezeigt, dass wir gezielt manipuliert werden können.

George Orwells Big Brother ist kein dystopischer Albtraum mehr. So gesehen ist es geradezu beruhigend, dass der Börsenwert von Facebook kürzlich an einem Tag um 120 Milliarden Dollar eingebrochen ist.

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39
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    Alle Leser-Kommentare
  • zsalizäme 07.08.2018 09:45
    Highlight Tim Berners-Lee gilt meines Wissens als Vater des World Wide Web. Die Väter des Internets müssten müssten meiner Meinung nach Robert E. Kahn und Vint Cerf sein. Ich beende jetzt aber das Klugscheissen und bedanke mich für einen spannenden Artikel.
    7 0 Melden
    • Ueli der Knecht 07.08.2018 15:57
      Highlight Der Begriff "Internet" bezeichnet heute nicht mehr das TCP/IP, sondern in erster Linie das WWW.

      Wenn wir nun feststellen, dass das Internet nicht erfüllt, was es versprach, dann ist TCP/IP, das dem WWW zugrunde liegende Protokoll, und die darin enthaltenen Konzeptfehler Ursache, dass "Big Brother kein dystopischer Albtraum mehr" ist.

      Die Internet-Urväter konnten sich damals nicht vorstellen, dass Massenüberwachung gesellschaftlich toleriert wird. Das schien damals derart asozial, das sie nicht im Traum daran dachten, dass dies jemals jemand tun würde, der dann nicht sogleich im Knast landet.
      2 0 Melden
  • Ueli der Knecht 07.08.2018 04:55
    Highlight Thiel behauptet nichts neues. Früher hiess es USP, bzw. Alleinstellungsmerkmal (http://bit.ly/2M0ybsn). So beendete zB. GM Fords Quasimonopol (http://bit.ly/2vrPNCY).

    "das Internet war ursprünglich als eine Art digitale Version einer Gesellschaft im Sinne von Jefferson gedacht. (...) Heute noch spukt das Bild eines dezentralen, allen zugänglichen und unzensurierten Internets in den Köpfen der Cyber-Anarchisten herum."

    Das Internet ist kaputt. Aber es wird neu entstehen. Getreu dem Profeten Marx: "Die Bourgeoisie hat die Waffen geschmiedet, die ihr den Tod bringen" (http://bit.ly/2OPZVxp).
    4 12 Melden
    • Ueli der Knecht 07.08.2018 15:41
      Highlight "Jedes System wird Methoden zur Kontrolle eingebaut haben. Der einzige Weg, das zu ändern, ist, nach Räumen zu suchen, die sie nicht so gut verstehen wie diejenigen, die dort leben. Wenn du das Netzwerk besser verstehst als deine Gegner, kannst du dieses Netzwerk ändern, weil du es so benutzen kannst, wie sie es nicht kontrollieren können.
      (...)
      Sollen wir unsere Technologie verbessern oder unsere Demokratie retten?
      (...)
      Wir sind die Einzigen, die das lösen werden. Wir können nicht warten, bis jemand anderes das für uns in Ordnung bringt."
      -Edward Snowden (2018).

      1 0 Melden
  • TRL 07.08.2018 01:13
    Highlight Eigentlich könnten Sie noch einen Schritt weiter gehen und sagen, dass die neo-liberale Privatisierung eben nicht mehr Wettbewerb gebracht, sondern aus staatlichen, nationalen Monopolen private, internationale Monopole gemacht hat (denen die Staaten/wir ausgeliefert sind).
    Und dass wir die Lösung zB des Klimawandels nicht dem technischen Fortschritt (Tesla) delegieren können - so wenig wie unser Leben, oder Politik oder irgend ein anderer Bereich, in dem es unsere Pflicht wäre, einander zu verstehen, um zB schlaue Kompromisse zu schliessen und/oder die Welt ein bisschen fairer zu machen.
    18 1 Melden
  • Flexon 06.08.2018 22:50
    Highlight Aus einer makroeokonomischen Perspektive ist Thiels These wohl Quatsch. Ich glaube seine Aussagen fielen im Rahmen einer Gastvorlesung vor zukünftigen Entrepreneurs. So nach dem Motto, wie bringt ihr euer Startup am schnellsten auf Erfolgskurs. Sein Tip: neue Märkte kreieren und so schnell wie möglich ein Monopol etablieren. Ist ja logisch. Ich hoffe die jetztigen Platzhirsche kreieren noch etwas sinnvolles mit ihren Gewinnen. Die Eroberung des Mars' gehört für mich nicht dazu. Aber mehr Intelligenz würde die Menschheit vertragen.
    6 1 Melden
  • eBart! 06.08.2018 19:14
    Highlight "Ohne Smartphone könnten wir unseren Alltag nicht mehr bewältigen, ohne Facebook und Google wären wir orientierungslos. Amazon hat derweil unser Einkaufsverhalten auf den Kopf gestellt und Netflix unser Freizeitverhalten."

    Nennt mich altmodisch, aber ausser ein Smartphone und Google (unangemeldet) nutze ich nichts davon. Weder FB, noch Netflix und Amazon schon gar nicht.
    33 1 Melden
  • Scaros_2 06.08.2018 19:07
    Highlight Es ist etwas das sich nicht aufhalten lässt. Wenn es nicht Apple oder Facebook ist ist es halt eine Chinesische Firma oder ne japanische
    3 5 Melden
  • Vinnie 06.08.2018 18:14
    Highlight Wartet mal bis Facebook oder Google oder Microsoft oder IBM etwas wie den "Master Algorithmus" gefunden haben. Diesen kann man überall in der Welt mit CTRL + C und CTRL + V verkaufen. Da man diesen Algorithmus zuerst gefunden hat, fängt man zuerst mit der Datensammlung und Verbesserung an. Diese Firma wird so einen Vorsprung haben und soviel Geld verdienen. Stellt euch vor ihr könnt einen Büroarbeiter am PC mit diesem Programm ersetzen für 500 CHF Pro Monat. Wer macht das nicht? Google oder wer auch immer wird absurd reich werden. Dagegen sind die Monopolen von jetzt gar nichts.
    11 20 Melden
  • Stigs 06.08.2018 17:57
    Highlight Monopol-Firmen sind gute Steuerzahler. Google zahlt genau nichts an amerikanischen Steuern und auch sonst nirgens. Apple ist da auch nicht besser. Man weiss nicht einmal wieviel Geld sie auf der Seite haben. Schätzungsweise sind sie aber schon reicher als so manch ein Land.
    40 5 Melden
  • N. Y. P. D. 06.08.2018 17:44
    Highlight Ohne Smartphone könnten wir unseren Alltag nicht mehr bewältigen, ohne Facebook und Google wären wir orientierungslos.

    Ohne Facebook wären wir orientierungslos ?

    Nein, jetzt mal ernst. Wer Orientierung bei Facebook sucht, dem..

    Nein, lassen wir das.
    153 3 Melden
  • marcog 06.08.2018 17:32
    Highlight Ja logisch kann Amazon faire Löhne bezahlen. Solange dort Jeff Bezos der Chef ist und die Aktionäre möglichst viel Gewinn wollen, wird er aber keinen Cent mehr bezahlen, als er muss.
    112 1 Melden
  • Ökonometriker 06.08.2018 17:23
    Highlight Thiel: Nachsitzen, Note 1.
    32 8 Melden
    • Liselote Meier 06.08.2018 18:20
      Highlight Inwiefern? Aus kapitalitisischer Sicht ist es zutreffend. Sicherung der Kapitalreproduktion im Rahmen einer Monopolbildung. Sonst wirkt das Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate.

      15 2 Melden
    • Ökonometriker 06.08.2018 20:52
      Highlight @Lise: für die eine Unternehmung ist das schon toll - aber seine gesamtwirtschaftliche Argumentation ist falsch. Im Wettbewerb fallen die marginalen Erträge auf 0 - nicht die Gewinne, der Mann hat die Ableitung vergessen - und Unternehmen steigern ihren Gewinn, in dem sie entweder bessere Produkte anbieten oder effizienter werden.
      Bei Monopolen ist dieser Druck viel tiefer - deswegen funktionierte der Kommunismus ja auch nicht.
      14 3 Melden
  • Der Tom 06.08.2018 17:21
    Highlight Und wieso ist Apple in diesem Bericht so prominent vertreten? Es ist doch die einzige kleine Alternative die es noch gibt zu Google oder Microsoft . Apple hat viel Geld aber unsere Daten sind bei Google, und FB. Windows läuft auf fast allen Desktop Rechnern. Im Server Bereich wächst Microsoft stark. Wir alle inkl. alle Firmen und Regierungen sind von Microsoft und google abhängig.
    21 14 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 06.08.2018 18:14
      Highlight Weil Apple genau gleich ist?

      Die Alternative heisst FOSS, z.B. Ubuntu oder Slackware uvm.
      17 10 Melden
    • dmark 06.08.2018 21:26
      Highlight Windows wächst im Serverbereich? Echt jetzt? Seit wann?
      Microsoft besass im Juli 2018 zwar einen Marktanteil an allen Sites von rund 40%. Werden aber nur die aktiven Websites betrachtet, beläuft sich Microsofts Marktanteil gerade mal auf 6% - im Gegensatz zu den 39% des "Indianers" (Apache) und NGINX (Opensource) mit knapp 30%. Google befindet sich in diesem Segment "als kaum erwähnenswert."
      Da ist noch viel Luft für MS...
      6 4 Melden
    • NotWhatYouExpect 07.08.2018 08:24
      Highlight @Dmark: Arg... Apache, NGINX mit Microsoft vergleichen... du meintest wohl IIS, denn Apache kann man auch ohne Probleme auf Windows betreiben.
      2 1 Melden
  • Paddiesli 06.08.2018 17:17
    Highlight Egal welche Firma, jedes Unternehmen von solcher Grösse ist ein Monster.
    41 5 Melden
  • fant 06.08.2018 17:12
    Highlight FAANG:

    Habe weder Facebook-Account noch Apple-Geräte. Auch kein Windows.

    Um Amazon mache ich einen Bogen (gerade gestern habe ich ein spezielles Produkt gesucht und hätte es am günstigsten über Amazon bekommen - habe dann aber eine - teurere - Alternative bei einem CH Webshop gefunden und dann auch dort bestellt).

    Netflix interessiert mich nicht, bin mehr an Musik als an Filmen interessiert.

    Ein Google (Android-)Handy habe ich, aber den google Account brauche ich ausschliesslich für den "PlayStore".

    Habe mir eine eigene Cloud aufgebaut - mit Fiber7 ist das schnell genug.

    16 28 Melden
    • p4trick 06.08.2018 17:50
      Highlight Eine eigene Cloud aufgebaut? Zuhause über Fiber7? Sorry aber ich denke nicht das du verstehst was Cloud Computing beteutet. Du kannst dir keine eigene Cloud bauen.
      Ich denke du meinst "ich kann vom Internet auf meinen PC zuhause zugreifen". Das können alle ;-)
      40 5 Melden
    • fant 06.08.2018 20:34
      Highlight Gebe ja zu, ist keine 'Computing cloud' mit k8s oder so. Aber was ich (als Privatanwender) von der Cloud brauche, kann ich sehr wohl selber bauen und nutzen. Mir geht es ja nicht darum, innert Sekunden 100 mal so viel CPU Power zur Verfügung zu haben.

      Mir reicht es schon, wenn meine Daten (Fotos, Musik, Mail, Adressbücher etc) für mich im Netz verfügbar und trotzdem alleine unter meiner Kontrolle sind...

      Es ist schon etwas mehr als 'auf meinen PC Zuhause zugreifen'...
      13 3 Melden
  • derEchteElch 06.08.2018 17:11
    Highlight Sind IT-Monopolisten Monster oder Heilsbringer?

    Eindeutig Monster. V.a. Apple und Google und Amazon. Aber v.a. Skynet ähh Google.
    21 14 Melden
  • Yippie 06.08.2018 17:11
    Highlight Vielleicht sollten sie das Wort Monopol nochmals nachschlagen Herr Löpfe...

    Apple hat weder bei der Betriebssoftware noch bei der Produktion irgendwelcher Produkte eine Monopolstellung.
    30 8 Melden
    • Paddiesli 06.08.2018 17:41
      Highlight Wenn man Konkurrenz-Produkte einfach aufkauft, diese dann integriert oder in den Boden stampft, ist der Begriff Monopol nicht weit hergeholt.
      10 18 Melden
    • Hans der Dampfer 06.08.2018 17:49
      Highlight Schaut man die Gewinnmaximierung an könnte man schon meinen das es ein Monopol ist. Wer kann schon für 250$ ein Gerät Produzieren und für 1150.- verkaufen. Ich glaube das kann nur Appl
      29 9 Melden
    • Der Tom 06.08.2018 18:00
      Highlight @Hans Picasso kann ein Strichmännchen auf Leinwand für 50 Millionen verkaufen. Er ist aber kein Kunstmonopolist.
      18 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • TrueClock 06.08.2018 17:09
    Highlight Konkurrenz belebt den Markt und das ist gut so. Monopole hemmen Innovationen, da bin ich überzeugt.
    34 0 Melden
  • Maya Eldorado 06.08.2018 16:46
    Highlight Monster!
    23 7 Melden
    • Alexander König 06.08.2018 17:06
      Highlight Hellsbringer!
      Heilsabschneider!
      4 7 Melden
  • koks 06.08.2018 16:43
    Highlight "Auch die Gesellschaft profitiert, weil diese Unternehmen gute Steuerzahler sind."

    Ja. Apple Steuersatz 0%.
    Made my day.
    194 13 Melden
    • p4trick 06.08.2018 18:10
      Highlight Das ist nicht das Problem der Firmen sondern der Steuerpolitik. Was auch gerne vergessen geht: Gutbezahlte Mitarbeiter zahlen auch Steuern.
      Und MWST und andere Abgaben von Firmen sind auch Steuern es geht nicht immer nur um die Gewinnsteuer. Wenn Apple mehr aufwendet (Miete Shops, Löhne etc.) in der CH z.B. also sie einmehmen mit Verkauf von Hardware, welchen Gewinn sollen sie denn versteuern?
      7 18 Melden
    • marcog 06.08.2018 18:49
      Highlight @p4trick: Die Allgemeinheit ist sich einig, dass eine Milliarden-scheffelnde Fima wie Apple Steuern bezahlen soll, Unternehmenssteuern haben wir ja nicht, um ein paar KMUs zu schickanieren. Die Grossen Finden mit Hilfe einer Armee von Juristen eine Lösung, wie man die aufgestellten Regeln umgehen kann, und keine Steuern bezahlen muss.
      15 2 Melden
    • EinePrieseR 06.08.2018 19:34
      Highlight Apple versucht Steuern zu vermeiden - wer nicht? Trotzdem sind sie grössten Steuerzahler weltweit
      6 11 Melden
  • bcZcity 06.08.2018 16:43
    Highlight "Sein Ideal war eine Gesellschaft von freien Bauern und Unternehmen, die sich einem friedlichen und fairen Wettbewerb stellten. Monopole und staatliche Eingriffe waren ihm ein Gräuel"

    Und das Ganze aufgebaut auf Ausbeutung, Völkermord und Habgier. Ja doch, man erkennt in den Gründerjahren keinen Anflug von Kapitalismus, das war pure Kuschelpolitik wo jeder sein Stück vom Kuchen abbekommt. Die Frage ist nur, wie gross dieses Stück ausfällt....damals, wie heute.

    So ein Artikel wäre heruntergebrochen auf die Schweiz auch mal interessant. Nestlé z.b Oder regional heruntergebrochen, Migros/Coop.
    37 6 Melden
    • phreko 06.08.2018 17:20
      Highlight Jetzt wirds kompliziert, wenn Genossenschaften mit AG's verglichen werden sollen...
      19 8 Melden

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