Wirtschaft
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Nach Apple und Google knöpft sich die EU nun Amazon vor



Die EU-Wettbewerbshüter nehmen möglicherweise unerlaubte Geschäftspraktiken des US-Onlineversandhändlers Amazon näher in den Blick. «Wir stehen noch ganz am Anfang», sagte die zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager am Mittwoch in Brüssel.

epa07031811 EU Commissioner for Competition, Danish, Margrethe Vestager gives a press conference on Luxembourg state aid to McDonald's  in Brussels, Belgium, 19 September 2018. Reports state that the Commissionner has found that the non-taxation of certain McDonald's profits in Luxembourg did not lead to illegal State aid, as it is in line with national tax laws and the Luxembourg-United States Double Taxation Treaty.  EPA/OLIVIER HOSLET

Die EU-Kommissarin für Wettbewerb Margrethe Vestager. Bild: EPA/EPA

«Wir befragen Marktteilnehmer und versuchen, ein vollständiges Bild zu erhalten», so Vestager weiter. Internetplattformen wie Amazon hätten eine doppelte Funktion. Sie böten eine Plattform für Händler, seien aber auch selbst grosse Anbieter.

Dadurch stelle sich die Frage, was mit den Daten geschehe, die Amazon von den vielen kleineren Händlern erhalte. Wenn sie genutzt würden, um den Service für die Einzelhändler zu verbessern, sei das legitim, sagte die EU-Kommissarin.

«Aber werden die Daten auch genutzt, um selbst zu analysieren, was die Leute wollen, was das nächste grosse Ding sein wird?». Eine formale Untersuchung sei bislang nicht eingeleitet worden. «Wir gehen der Sache nach.»

Amazon erneut im Fokus der Wettbewerbshüter

Amazon stand bereits wegen unzulässiger Steuerdeals im Fokus der EU-Wettbewerbshüter. Im vergangenen Jahr erklärte die EU-Kommission eine Regelung Luxemburgs für den US-Konzern für nicht rechtens und forderte die Behörden des Landes auf, rund 250 Millionen Euro plus Zinsen zurückzufordern. Etwa 280 Millionen Euro seien nun eingesammelt worden, sagte Vestager.

Amazon wehrt sich beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) gegen den Beschluss, auch die luxemburgische Regierung legte Beschwerde ein. Der Fall könnte sich noch über Jahre hinziehen. Sollte die EU-Kommission vor Gericht unterliegen, müsste sie das Geld zurücküberweisen. (sda/awp/dpa)

Die Schweizer lieben Online-Shopping während der Arbeitszeit

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