Wirtschaft
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US Vice President Mike Pence (L) and Speaker of the House Paul Ryan (R) applaud as US President Donald J. Trump (C) arrives to deliver his first address to a joint session of Congress from the floor of the House of Representatives in Washington, DC, USA, 28 February 2017.  REUTERS/Jim Lo Scalzo

Präsident Trump bei seiner Antrittsrede vor dem Kongress. Damals wurde noch geklatscht. Bild: POOL/REUTERS

Kommt nach dem Trump-Boom jetzt der Trump-Crash?

Kremlgate und Chaos bei der Gesundheitsreform verunsichern die Anleger. Sie fürchten, dass der Präsident seine Steuerpläne nicht umsetzen kann. Zum Glück ist die reale Wirtschaft gut in Form.



Bisher hat in der Finanzgemeinde das zynische Kalkül gegolten: Donald Trump spielt den Twitter-Kaspar und hält so die Hillbillys und Johnny-Six-Packs bei Laune. Daneben beglückt er die Unternehmen mit massiven Steuersenkungen und entlastet sie von lästigen Auflagen. Diese Einschätzung hat für Entzücken an der Wall Street gesorgt und dazu geführt, dass die Börsenindices Dow Jones und S&P 500 von Rekord zu Rekord geeilt sind.

epa05860779 Supporters pass the time wiating for the beginning of a rally for US President Donald J. Trump at the Kentucky Exposition Center in Louisville, Kentucky, USA, 20 March 2017. Trump is appearing at several Make America Great Again rallies around the country.  EPA/MARK LYONS

Trump-Rally in Nashville. Für seine Fans ist der Präsident immer noch der Grösste. Bild: MARK LYONS/EPA/KEYSTONE

Nun ist erstmals kaltes Wasser auf die Euphorie gegossen worden. Am Dienstag gaben die Kurse in New York mehr als ein Prozent nach. Tags darauf fiel die Gegenreaktion äusserst schwach aus. Auch in Europa und Asien reagierten die Märkte nervös. Weshalb?  

Im Kongress stösst Trump auf Widerstand

Der Übergang von Obamacare zu Trumpcare verläuft holprig, um es milde auszudrücken. Im Wahlkampf hatte Trump alles versprochen: Tiefere Prämien, bessere Leistungen, freie Wahl des Arztes und keine Diskriminierung. Das von Paul Ryan, dem Vorseitzenden der Republikaner im Abgeordnetenhaus, vorgelegte Gesetz erfüllt dies in keiner Art und Weise. Vor allem die älteren Menschen müssen mit massiven Prämienerhöhungen rechnen. Trotzdem hat Trump diesem Gesetz seinen Segen erteilt.  

House Speaker Paul Ryan of Wis., pauses as he speaks with reporters on Capitol Hill in Washington, Tuesday, March 21, 2017, after meeting with President Donald Trump who came to Capitol Hill to rally support among GOP lawmakers for the Republican health care overhaul. (AP Photo/J. Scott Applewhite)

Fraktionschef Paul Ryan. Seine Gesundheitsreform ist auch bei den Republikanern umstritten. Bild: J. Scott Applewhite/AP/KEYSTONE

Es ist jedoch höchst ungewiss, dass der Kongress dieses Gesetz auch absegnen wird. Einer starken Fraktion innerhalb der Republikaner im Abgeordnetenhaus – dem amerikanischen Gegenstück zum Nationalrat – geht er zu wenig weit. Sie sprechen verächtlich von «Obamacare lite» und wollen die Vorlage ablehnen. Mit plumpen Drohungen an die Adresse der Abweichler hat Trump die Situation noch verschlimmert.  

Dem Senat hingegen – dem amerikanischen Pendant zum Ständerat –  geht Ryans Vorschlag viel zu weit. Auch republikanische Senatoren fürchten um ihre Wiederwahl und gehen auf Distanz. Die Demokraten in beiden Häusern lehnen Trumpcare ohnehin geschlossen ab. Deshalb ist es derzeit sehr ungewiss, ob das Versprechen, dass Obamacare «rückgängig gemacht und ersetzt wird» (repeal and replace), eingehalten werden kann.

Ein Scheitern von Trumpcare wäre eine Riesen-Blamage

Scheitert Trumpcare im Kongress, dann wäre das eine riesige Blamage für den Präsidenten. Es würde nicht nur zeigen, dass er eines seiner wichtigsten Wahlversprechen nicht einhalten kann. Es wäre auch ein Beweis dafür, dass er die Unterstützung der Republikaner verliert. Das verunsichert die Investoren.  

epa05835318 US President Donald J. Trump (R) listens to Representative Steve Scalise (L) of Louisiana of the US House of Representatives deputy Republican whip team, in the East Room of the White House in Washington, DC, USA, 07 March 2017.  EPA/ERIK S. LESSER

Der Präsident versucht, Abweichler umzustimmen. Bild: ERIK S. LESSER/EPA/KEYSTONE

Die Gesundheitsreform ist zwar bereits ein gewaltiges Steuergeschenk an die Reichen – man spricht von rund 300 Milliarden Dollar – doch sie war eigentlich bloss als Amuse Bouche gedacht. Der eigentliche Hauptgang ist die Steuerreform. Auch dort zeichnet sich ein Zwist in der Grand Old Party ab.  

Noch weiss man nicht, wie Trumps Steuerreform im Detail aussehen wird. Allgemein wird jedoch davon ausgegangen, sie werde so ausfallen, dass die Importeure bestraft und die Exporteure belohnt werden. Auch das löst heftige Gegenreaktionen aus. Walmart beispielsweise, der grösste Detailhändler der Welt, ist alles andere als erfreut und kämpft heftig dagegen, unterstützt von Konsumentenorganisationen. Die sehr einflussreichen Koch-Brüder haben ebenfalls Vorbehalte angemeldet.  

Verzögerung bei der Steuerreform

Kommt dazu, dass das Chaos bei der Gesundheitsreform die Steuerreform verzögert. Ursprünglich wollte Finanzminister Steven Mnuchin seine Vorlage schon in diesem Sommer durch den Kongress peitschen. Jetzt wird mit einer Verzögerung von mindestens einem Jahr gerechnet. Die Wall Street reagiert verschnupft.  

epa05856618 United States Secretary of the Treasury Steven Mnuchin speaks during a news conference after the G20 Finance Ministers and Bank Governors meeting in Baden Baden, Germany, 18 March 2017. The meeting of G20 Finance Ministers and Central Bank Governors took place in Baden-Baden on 17 to 18 March and was chaired by Germany.  EPA/RONALD WITTEK

Muss seine Steuerreformpläne zurückstecken: Finanzminister Steven Mnuchin. Bild: RONALD WITTEK/EPA/KEYSTONE

Trump steht immer mehr als Kaiser ohne Kleider da. «Ohne eine vollständige Regierungsmannschaft war er nicht in der Lage, einen Plan für die Steuerreform vorzulegen», schreibt Edward Luce in der «Financial Times». «Seine Berater können sich nicht darauf einigen, ob sie eine Grenzsteuer einführen, wie sie seine Infrastrukturpläne finanzieren wollen und ob die Reform Steuersenkungen auch für Privathaushalte oder nur für Unternehmen beinhalten soll.»    

Der lange Schatten von Kremlgate

Besserung ist nicht zu erwarten, zumindest nicht kurzfristig. Washington steht nach wie vor im Banne von Kremlgate, und auch an dieser Front musste Trump schwere Niederlagen einstecken. FBI-Chef James Comey hat ihn bei seinem Kongress-Hearing de facto als Lügner hingestellt und auch klar gemacht, dass gegen sein Wahlkampfteam Ermittlungen wegen möglicher Absprachen mit dem russischen Geheimdienst im Gange sind. Solange Kremlgate nicht restlos geklärt ist, wird Trumps Aktionsradius massiv eingeschränkt bleiben.  

Wird dies alles in einem Börsencrash enden? Nein. Die amerikanische und die Weltwirtschaft befinden sich derzeit in guter Form. Die US-Notenbank hat früher als erwartet ihre Leitzinsen erneut angehoben, die Arbeitslosenzahlen sind weiter gesunken. Ein Crash ist somit unwahrscheinlich – aber eine happige Kurskorrektur ist jederzeit möglich.

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sophia 23.03.2017 23:49
    Highlight Highlight Eine happige Börsenkorrektur hat fast gar nichts mit Trump zu tun. Die ist einfach nach dieser Ralleye zu erwarten. Vor der Wahl herrschte Unsicherheit, was Börsianer immer mit Seitwärtsphasen angehen, nach der Wahl herrschte Klarheit, was die Börse bullish werden liess. Jetzt steht wieder eine Korrektur an, was ebenso nichts mit Trump zu tun hat. Politische Börsen haben nie lange Bestand, das sind lediglich kurze Zuckungen.
    Der Trump wird die US-Wirtschaft sektoriell beeinflussen, aber nicht generell. An einem Crash ist Trump auch gar nicht interessiert, er selbst hätte zu viel zu verlieren!
  • Richu 23.03.2017 17:25
    Highlight Highlight Die Aussage von Ph. Löpfe, dass die US-Notenbank früher als erwartet ihre Leitzinsen erneut angehoben hat, entspricht absolut nicht der Realität.
    Nach einer Leitzinserhöhung im Dez. 2016 war in der Fachpresse zu lesen, dass vieles dafür spricht, dass es die USA nun ernst nehmen mit der Zinswende und im 2017 weitere Anhebungen folgen werden. Die NZZ schrieb am 15.03.2017, dass die Leitzinserhöhung bereits in den Märkten im voraus eingespeist wurden. Also die letze Leitzinserhöhung wurde auch von den Märkten erwartet!
  • RayS 23.03.2017 16:48
    Highlight Highlight Umfrage: alle die denken, dass er bald impeached wird, bitte ein Like! Von mir gibts schon eins 😊
    • Richu 24.03.2017 10:14
      Highlight Highlight @Digitsforpepe: Nicht nur "Ray S", sondern auch die Watson-Journalisten "träumen" bzw. sind in diesem Fall "Träumer"!
  • citizen of de uold 23.03.2017 16:09
    Highlight Highlight Die Leute hierzulande scheinen müde zu werden von den Artikeln, die Trump schlechtreden und das gewünschte für Realität ausgeben. Dabei viele wollen nur verstehen was in den USA tatsächlich passiert (also keine nachgedruckte fake news). Demokraten wollen am nesten Impeachment gegen Trump erreichen . Was ich nicht verstehe warum Medien gerade hier in der Schweiz so verhalten, mit einer definitiven anti-Trump Linie. Hat denn nicht unter Obama UBS und CS milliardenschwere Strafen zahlen müssen? Oder wird diese Linie klar und deutlich durch ausländische "Fonds/open society" unterstützt.
    • felisa 23.03.2017 17:06
      Highlight Highlight UBS und CS haben sich das selber zuzuschreiben. Obama hat nichts mit ihrem Geschäftsgebahren zu tun
      Auch muss man Trump nich schlechtreden, das macht er selber.
    • sambeat 23.03.2017 22:25
      Highlight Highlight Die Banken mussten die Strafen bezahlen, weil sie sich den Mist selbst eingebrockt haben. Ist doch nicht Obamas Schuld!
    • Kronrod 23.03.2017 23:39
      Highlight Highlight Natürlich haben die Banken Fehler gemacht. Aber das amerikanische Rechtssystem ist ebenfalls kaputt. Die Schweizer Banken durften sich gar nicht erst auf ein Gerichtsverfahren einlassen, weil sie sonst vom Dollar-Clearing ausgeschlossen worden wären, was einem Todesurteil gleichkommt. In einem gesunden Rechtssystem kommt das Urteil aber erst am Ende des Verfahrens, und nicht am Anfang.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Domino 23.03.2017 14:49
    Highlight Highlight Zuerst kommt die Trump-Ostern und dann die Trump-Weihnacht. Dazwischen sind noch die Trump-Sommerferien wo wir ins Trump-Land fliegen um uns zu vergewissern dass auch da vor jedes Wort Trump geschrieben wird.
    • DerTaran 23.03.2017 16:42
      Highlight Highlight Je nachdem wohin du fliegst ist das Entsetzen riesig.
  • sansibar 23.03.2017 14:25
    Highlight Highlight Er wird schon geschaut haben, dass seine eigenen Unternehmen und die seiner nächsten Freunde ihr Geld in Sicherheit bringen bevor die Börse den Bach runter geht...
  • TanookiStormtrooper 23.03.2017 14:08
    Highlight Highlight Offiziell heisst die neue Gesundheitsreform doch nicht Trumpcare, oder? Und wenn nichtmal "The Donald" seinen Namen darauf haben will, dann muss es schon ein Riesenmist sein. Der knallt ja sonst seinen Namen auf wirklich jeden Scheiss!
    • lukass 23.03.2017 14:55
      Highlight Highlight Offiziell heisst auch Obamacare nicht Obamacare sondern Affordable Care Act.
    • INVKR 23.03.2017 14:57
      Highlight Highlight Offiziell heisst ja auch das bisherige System nicht Obamacare...
    • TanookiStormtrooper 23.03.2017 15:29
      Highlight Highlight Obama und seine Administration haben den ACA aber auch öfters selbst als "Obamacare" bezeichnet, während Trump und seine Kumpels den Namen "Trumpcare" bisher vermieden haben. Nur die Trump-kritische Presse nennt es gerne Trumpcare, weil Trump bei dieser Vorlage sehr viel schlechter aussieht als Obama. Damit bringt man Obama-hasser Donald so richtig auf die Palme, siehe den Vergleich der Zuschauer bei der Amtseinführung. Er hält es nicht aus, schlechter als Obama zu sein...

Die heimlichen Lobbyisten – wie (bis zu) 424 Ex-Parlamentarier im Bundeshaus weibeln

Über 400 Ex-Parlamentarier haben ungehinderten Zugang zum Bundeshaus. Wie viele Lobbying betreiben, weiss niemand. Müssen ehemalige Ratsmitglieder bald ihre Interessen offenlegen?

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