Wirtschaft
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epa05849924 US President Donald J. Trump (R), with Senior Advisor Jared Kushner (L), walks the colonnade to board Marine One on the South Lawn of the White House in Washington, DC, USA,15 March 2017. President Trump will participate in events in Michigan and Tennessee before returning to Washington tonight.  EPA/SHAWN THEW

Daumen hoch für Trumps Schwiegersohn Jared Kushner. Er soll die Verwaltung effizient machen.  Bild: SHAWN THEW/EPA/KEYSTONE

Trump – oder warum Unternehmer meist lausige Politiker sind

Viel Geld gleich viel Erfolg. Diese Gleichung mag in der Businesswelt stimmen. In einer Demokratie geht sie nicht auf. Im Gegenteil.



Einer der vielen Jobs, die Präsident Donald Trump seinem Schwiegersohn Jared Kushner übertragen hat, ist die Leitung des Komitees «White House Office of American Innovation». Konkret geht es darum, den riesigen Verwaltungsapparat effizienter und kostengünstiger zu machen. «Die Regierung sollte wie ein grossartiges amerikanisches Unternehmen geführt werden», umschreibt Kushner denn auch das Ziel des Komitees. Die Wahrscheinlichkeit, dass er scheitern wird, ist gross.  

«Wenn ein Immobilienhandel schiefläuft, dann findet man am nächsten Tag einen Dummen. In der Politik geht das nicht so einfach.»

«Economist»

Dass Trump auf die Fähigkeiten eines Unternehmers schwört, ist logisch. Als Immobilientycoon hat er es zu einem Milliardenvermögen gebracht – allerdings mit ein bisschen Starthilfe von seinem Vater –, und im Wahlkampf hat er seinen Wählerinnen und Wählern versprochen, dass selbst die komplexesten Probleme spielend leicht lösbar sind, wenn sie im richtigen, sprich unternehmerischen Geist angegangen werden.

FILE - In this Oct. 23, 1986, file photo, Donald Trump is photographed in New York's Central Park, in front of the Wollman Skating Rink, which he offered to rebuild after the city's renovation effort had come to a standstill. As President-elect Trump came of age as a public figure during the 1980s, he opened up a refurbished Grand Hyatt on 42nd Street, took over the long-stalled renovation of Central Park’s ice skating rink and purchased the New York-area team in the fledgling United States Football League. (AP Photo/Mario Suriani, File)

Der junge Trump vor der Kunsteisbahn im New Yorker Central Park. Bild: Mario Suriani/AP/KEYSTONE

Als Beispiel führte er gerne die Kunsteisbahn im New Yorker Central Park an. Jahrelang hatte sich die Stadtverwaltung vergebens um eine Renovation bemüht. Dann bekam er Mitte der Achtzigerjahre den Auftrag und erledigte ihn innerhalb von sechs Monaten, ohne das Budget zu überschreiten und mit einem Bruchteil des vorher vergeudeten Geldes.  

Solche Anekdoten sind in der Businesswelt weit verbreitet und sehr beliebt. Sie beweisen das heiss geliebte Vorurteil von Managern und Unternehmern, wonach Politiker nicht nur korrupt und faul sind, sondern auch von Wirtschaft keine Ahnung haben und deshalb das Geld des geplagten Steuerzahlers verschleudern; vor allem die naiven linken Gutmenschen.  

Wenn nur das Geld zählt

Geld ist in diesen Kreisen ohnehin das Mass aller Dinge. Künstler, Wissenschaftler und Sportler werden geachtet, Einkommen und Vermögen sind letztlich der einzig wahre Massstab für den Erfolg. Trump hat sehr viel Geld, und er hat auch seinen Stab mit Superreichen vollgestopft. Eine kürzlich veröffentlichte Liste über die Vermögensverhältnisse im West Wing, dem Regierungstrakt des Weissen Hauses, brachte an den Tag, dass dort noch nie so Geld versammelt war wie unter Trump.  

Auch ausserhalb der Politik wirkte der Geld-Zauber. Die Business-Gemeinde reagierte euphorisch auf den Trump-Triumph, die Börsen boomten und die Unternehmer strahlten. Sowohl das Vertrauen der Konsumenten als auch der Einkaufsmanager erreichten neue Rekordwerte. Dabei hatte sich in der realen Wirtschaft nichts verändert. Allein die Tatsache, dass jetzt einer der ihren an der Macht ist, einer, der die Wirtschaft versteht, einer, der entscheiden kann und nicht ewig um den Brei herumbrabbelt, wirkte Wunder.  

«Die Regierung sollte nicht wie eine grossartiges Unternehmen geführt werden. Sie sollte wie eine grossartige Demokratie gelenkt werden. Das ist weit schwieriger.»

«Financial Times»

Jetzt folgt die Ernüchterung. Die ersten paar Monate sind ganz anders verlaufen als geplant. Trumps Muslim-Bann wurde von den Gerichten blockiert, seine Gesundheitsreform schaffte es nicht einmal bis zur Abstimmung im Abgeordnetenhaus. Der Präsident hat zwar jede Menge Dekrete erlassen, doch deren Wirkung ist eher symbolischer Natur. In Meinungsumfragen erzielt Trump wöchentlich neuste Tiefstwerte, und die Russen-Affäre ist noch längst nicht ausgestanden. Effizienz sieht anders aus.

«Mr Trump ist kaum der erste Unternehmer, der entdecken muss, dass Politik nach anderen Regeln funktioniert als die Geschäftswelt», stellt denn auch der «Economist» nüchtern fest. «Wenn ein Immobilienhandel schiefläuft, dann findet man am nächsten Tag einen Dummen. In der Politik geht das nicht so einfach.»  

Die Kunst des Kompromisses

Politik sieht oft nur einfach aus. Das amerikanische Zweiparteiensystem beispielsweise suggeriert, dass eine Mehrheit der Regierungspartei automatisch auch Mehrheiten im Parlament bedeutet. Das ist ein Irrtum. Auch in den USA gibt es die verschiedensten Fraktionen. Auf Schweizer Verhältnisse könnte man sagen, dass die Republikaner mehr oder weniger FDP und SVP vereinen, die Demokraten CVP, SP und Grüne.  

Bei der schmählichen Blamage in der Gesundheitsreform ist Trump nicht an den Demokraten, sondern an den Republikanern gescheitert. Er hat schlicht nicht erkannt, dass der erzkonservative Flügel, der so genannte Freedom Caucus, seinen Wünschen nicht folgen wollte – und er kein wirksames Drohmittel gegen sie hatte. Trump hätte, wie ein Schweizer Bundesrat, einen Kompromiss aushandeln müssen. Leider fehlt dieses Kapitel in seinem Bestseller «The Art of the Deal».    

Die Überheblichkeit der Ökonomen

Unternehmer und Ökonomen beklagen sich oft und laut über die wirtschaftliche Inkompetenz der Politiker. Das ist nicht völlig aus der Luft gegriffen. Doch das Gegenteil trifft leider ebenso oft zu: Es gibt kaum Menschen, die weniger von Politik verstehen als Unternehmer und Ökonomen. Das Desaster der ersten Trump-Wochen im Weissen Haus ist daher keine Überraschung. Es war ein Unfall, der darauf gewartet hat, zu passieren.  

Das bedeutet nicht, dass Unternehmer sich nicht in die Politik einmischen sollten. Sie sollten dies jedoch mit dem gebührenden Respekt tun. Die «Financial Times» bringt es auf den Punkt: «Einige der smartesten Menschen sind in der Geschäftswelt zuhause. Einige von ihnen verstehen es meisterhaft, eine Bürokratie zu managen. Sie können deshalb sehr viel Gutes bewirken, wenn sie ihre Dienste der Regierung zur Verfügung stellen. Trotzdem irrt sich Mr Kushner: Die Regierung sollte nicht wie ein grossartiges Unternehmen geführt werden. Sie sollte wie eine grossartige Demokratie gelenkt werden. Das ist weit schwieriger.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Capitan 06.04.2017 14:18
    Highlight Highlight Man sollte nicht von Bundesrat Johann Schneider-Ammann auf alle schliessen, die von der Wirtschaft her in die Politik gelangten. Das könnte einen unnötig deprimieren.
    Ohnehin spielen Beruf und Bildung überhaupt keine Rolle bei der Ausübung eines politischen Amtes. Geeignet ist jede die keine Ambitionen hat, ausser vielleicht Ruhmsucht und Gier, und dazu schamlos lügen kann und bestenfalls auch noch hübsch und adrett aussehen. Mehr braucht es nun wirklich nicht.
    0 1 Melden
  • stamm 05.04.2017 22:29
    Highlight Highlight Drückt ganz fest mit dem Daumen drauf! Bei uns in der Schweiz läuft alles super! Fast nur kompetente Politiker, ausser diejenigen der SVP, die haben ja auch alle Kohle von ihrem Vater bekommen und nichts geleistet...JUSO an die Macht! Lassen wir uns überraschen...
    5 13 Melden
  • Firefly 05.04.2017 21:50
    Highlight Highlight Ja klar, in einem Privatunternehmen arbeitet das Volk, die Arbeitnehmer, für die Unternehmer. In der Politik ist es gerade umgekehrt, die Politiker arbeiten für das Volk und das Volk ist der Chef. Ein Politiker steht im Dienste des Volkes. Dieser Rollenwechsel ist für ein Unternehmer wohl schwierig zu vollziehen, wie Trump momentan gerade sehr gut beweist.
    9 2 Melden
    • Capitan 06.04.2017 14:21
      Highlight Highlight Du verstehst ganz und gar nicht, wie Politik tatsächlich funktioniert.
      Sonst würdest Du nicht behaupten können, dass ein Politiker dem Volk dient.
      0 2 Melden
    • Firefly 06.04.2017 17:24
      Highlight Highlight @Capitan Ich verstehe wie Politik funktionieren sollte, und dass wir heute meist unfähige Politiker haben, die ein Staat wie ein unternehmen führen wollen, das Volk bezirzen damit sie ihren eigenen Egotripp durchziehen können.
      2 0 Melden
    • Capitan 06.04.2017 19:48
      Highlight Highlight @firefly: Natürlich sollte es so sein, wie Du sagst. Nur so war es nie. Es fängt bei den Wahllisten der Pateien an und hört bei den Bundesratswahlen nicht auf: gewählt werden kann nur eine Vorauswahl von Kanditaten. Diese Vorauswahl garantiert, dass keine wahren Idealisten vom Volk gewählt werden, sondern nur willfährige Parteisoldaten. Tut das eine Partei nicht, dann drehen ihr die Geldgeber (Lobbies, Unternehmen) den Geldhahn zu oder verwehren ihr Karrieren in Unternehmen, oder in NGOs.
      In diesem Sinne gibt es keine Partei, die nicht korrupt ist. Darum ist es anders, als es sein sollte.
      0 0 Melden
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  • Sisiphos 05.04.2017 19:16
    Highlight Highlight @kreuzritter: es ist (Du bist) einfach zu reizvoll. Du hast eine Menge Ideen und Meinungen, aber absolut keine Ahnung. Einige Desaster aus den ersten Wochen dessen, dessen Namen ich nicht nennen mag: Muslimban, Tod von Zivilisten inclusive Kindern und eines navi seals weil dumpfbacke krieg spielen wollte, Bau einer Pipeline durch eines der letzten Siouxgebiete (es gibt mehrere Verträge mit dem weissen Mann die ihnen diese Gebiete zusichern), die menschenverachtende Ansprache an die Witwe des NAVI Seals - man sah, dass es ihr den Atem raubte. Kohleabbau, obwohl die USA längst autark sind. Mehr?
    10 3 Melden
  • Boogie Lakeland 05.04.2017 17:08
    Highlight Highlight Schön spricht man mal darüber, predige isch schon seit Monaten.
    Sonst wäre ja logischerweise jeder gute Politiker ein guter Unternehmer
    11 4 Melden
    • Capitan 06.04.2017 14:22
      Highlight Highlight Es gibt keine guten Unternehmer. Es gibt nur welche, die haben gerade Glück.
      2 0 Melden
  • blueberry muffin 05.04.2017 15:15
    Highlight Highlight Man muss dem jedoch entgegensetzen das Trump nie ein erfolgreicher Unternehmer war. Er hat das Geld seines Vaters vorallem verschleudert und hat bereits 5 Firmen Konkurse hinter sich.

    Er ist der typische "Bonzensöhnchen" Unternehmer, der zuviel Geld von den Eltern bekam und das Geld dann schlau in einen Nobelclub investiert. Die Medien feiern ihn dann als Unternehmer auch wenn das Bonzensöhnchen meist keine Gewinne einbringt.

    Auch Trump wäre massiv reicher hätte er sein Geld einfach in ein 0815 Aktienpaket angelegt. Welcher Milliardär würde übrigens fake schulen eröffnen?
    33 7 Melden
    • mbr72 06.04.2017 06:32
      Highlight Highlight true words!
      6 0 Melden
  • alessandro 05.04.2017 13:35
    Highlight Highlight Eine Firma schaut nur für sich. Die Politik schaut für ein Volk. Schon nur der Fakt, dass man in einer Demokratie keinen entlassen kann, sollte doch irgendwie eine andere Denkweise zur Angehung der anstehenden Probleme führen, oder nicht? Aber wenn man in der Art und Weise Business gemacht hat wie Trump in der Vergangenheit, dann ist mir auch klar, warum Lernprozesse nur über Scheitern funktionieren.
    29 8 Melden
  • solo31 05.04.2017 12:39
    Highlight Highlight Unternehmer sind schlechte Politiker weil sie keine Kompromisse eingehen können? Ist irgendwie das einzige was ich aus diesem inhaltslosen Text herauslesen konnte. Wieder mal Trump Bashing ohne relevante/interessante Meldungen, wie unerwartet ¯\_(ツ)_/¯
    25 69 Melden
    • blueberry muffin 05.04.2017 12:59
      Highlight Highlight Also bist du von Trump überzeugt, obwohl er noch nichts geleistet hat?

      Komisch, dabei schreibst du besser als er.
      35 17 Melden
    • Amadeus 05.04.2017 13:21
      Highlight Highlight @solo31
      So unterscheiden sich die Wahrnehmungen. Ich fand die Beleuchtung der unterschiedlichen Dynamiken (politisch und ökonomisch) und deren (Miss-)Verständnis im Kontext von Trumps Weltanschauung durchaus interessant.
      34 11 Melden
    • _kokolorix 05.04.2017 18:21
      Highlight Highlight Wahrscheinlich hast du den Text nicht mal gelesen.
      Als Unternehmer hast du alle Macht der Welt um deine Untergebenen zu zwingen die Dinge so zu tun wie du es für richtig befindest.
      In der Politik kannst du zwar deine Mitarbeiter treten aber die Parlamentarier welche deine Gesetzte und Handlungsweise bestimmen, sind völlig unabhängig von dir. Die musst du überzeugen, sonst läuft gar nichts.
      Das steht zusammengefasst in obigem Text.
      Was das mit Trump bashing zu tun hat ist mir nicht klar. Trump basht sich mit seiner Unfähigkeit selber das muss niemand anderes tun
      20 2 Melden
  • DerTaran 05.04.2017 12:35
    Highlight Highlight Ein Unternehmen ist immer auch eine Diktatur (oft eine wohlwollende) und China ist wohl ein Staat, der wie ein Unternehmen gefürt wird. Das kann schon gut gehen, aber wollen wir wirklich auf Demokratie verzichten? Ich jedenfalls nicht.
    53 5 Melden
    • Ville_16 05.04.2017 14:40
      Highlight Highlight @DerTaran Wo sehen Sie heute noch Demokratie?
      8 21 Melden
    • _kokolorix 05.04.2017 18:26
      Highlight Highlight @ville
      Überall, man muss sie nur sehen wollen.
      Demokratie heisst doch nicht, dass​ alles so läuft wie ich es will, sondern so wie die Mehrheit es will, und 50.3% von der Hälfte ist nun mal eine Zufallsmehrheit an einer Abstimmung, mehr nicht.
      11 4 Melden
    • Ville_16 06.04.2017 14:38
      Highlight Highlight @kokolorix sie Scherzkeks, der Begriff Zufallsmehrheit bringt den Fakt auch rüber. Es ist eine Mehrheit.
      1 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ohniznachtisbett 05.04.2017 11:50
    Highlight Highlight Stimme zu, dass ein Land nicht wie eine Firma geführt werden sollte. Nur, dass Unternehmer keine Ahnung von Politik haben, würde ich bezweifeln. Gerade wir in der Schweiz haben eine Tradition mit Unternehmern in der Politik, was auch gut ist.
    39 16 Melden
    • michiOW 05.04.2017 12:57
      Highlight Highlight Hier gibt es aber auch ein anderes System. Parlamentarier und Bundesräte haben Macht, aber niemand hat hier eine Vergleichbare wie Trump ennet des Teichs.

      Also bitte nicht vergleichen.
      17 8 Melden
    • Sisiphos 05.04.2017 14:16
      Highlight Highlight Jo, mir wüsset wos lang goht in dr schwiz. Mir händ de bescht Blocher weltwiit. Gott sei dank au de einzig ond dä stirbt wie alli andere reaktionär demnächst hoffentlig us. Was tröstlich isch, isch dass mer au a Jean Ziegler in der Schwiz hätt. Do chönd me denn wirklich stolz si
      6 11 Melden
    • Ohniznachtisbett 05.04.2017 16:09
      Highlight Highlight Blocher ist doch bei weitem nicht der einzige Unternehmer in der Schweizer Politik... Schneider-Ammann, Badran, Martullo, Gmür um nur 4 aus 4 verschiedenen Parteien zu nennen...
      8 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Corahund 05.04.2017 11:40
    Highlight Highlight Diese Schlussfolgerung ist komplett falsch. Im Gegenteil; es gibt viele Politiker, die glauben, das Geld, das sie verteilen, komme von Himmel.
    Und noch etwas: wir wissen nicht,
    ob Donald Trump ein lausiger Politiker ist.
    37 79 Melden
    • Wehrli 05.04.2017 11:46
      Highlight Highlight Das stimmt: Wir wissen das Trump ein lausiger Mensch ohne Stil ist, ob er aber ein lausiger Politiker ist wissen wir NOCH nicht.
      43 32 Melden
    • Amadeus 05.04.2017 11:52
      Highlight Highlight @Corahund
      "wir wissen nicht, ob Donald Trump ein lausiger Politiker ist"
      Die Anzeichen sind aber schon recht deutlich:
      Er verteilt Jobs and Familienmitglieder; lügt, dass sich die Balken biegen; hat keine Ahnung von politischen Inhalten und Prozessen; beleidigt Frauen, Medien, Kriegsveteranen und Staatsoberhäupter; verbraucht Millionen um nach Flordia zu fliegen und Golf zu spielen...usw.
      Bis jetzt ist die Bilanz eher lausig, meiner Meinung nach.
      70 14 Melden
    • Hierundjetzt 05.04.2017 12:12
      Highlight Highlight Wir wissen, dass Trump ein lausiger Politiker ist.

      Weder Obama noch alle seine Vorgänger haben dem Steierzahler JE soviel Kosten aufgebürdet. FOTUS + Sohn kosten Milionen zusätzlich, weil Sie in NY wohnen wollen.

      POTUS' Golfhobby kostet jedes Weekend (!) 3 Mio zusätzlich.

      Ja die Rechten wissen von wo das Geld kommt. Vom Staat...
      41 17 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wehrli 05.04.2017 11:37
    Highlight Highlight Das Trumpbashing ermüdet. Ich schlage vor, entweder wir entsorgen Donald (wäre mein Vorschlag), oder wir hören Ihm mal ein paar Wochen zu und ignorieren (ich weiss, ist schwer) seine unsägliche Arroganz und Stillosigkeit.

    Aber bitte nicht immer dasselbe Gebrabbel .,...
    25 52 Melden
    • Goldfish 05.04.2017 12:33
      Highlight Highlight @Wehrli: Dann lesen Sie die Artikel nicht. Konsequent sein, nennt man das.

      Die Artikel über Trump sind sehr wichtig, so dass wir solche Menschen verstehen, die an die Macht gelangt sind.

      Ich bin mir sicher, dass noch über Jahrzehnte an Unis über den Fail von Trump und deren Gründe doziert wird.
      30 11 Melden
  • Wehrli 05.04.2017 11:32
    Highlight Highlight Die Ökonomen wussten es im Nachhinein immer besser. Die Journalisten hingegen, wussten schon im Vorherein, dass es im Nachhinein besser gewesen wäre.
    Was beide gemein haben: Viele Worte, keine Taten.
    28 28 Melden
    • phreko 05.04.2017 12:16
      Highlight Highlight Für die Taten sind Politiker da.
      Wenn die nicht hören wollen kann man auch nicht viel tun. Oder möchtest du das mit Gewalt ändern?
      10 2 Melden
    • _kokolorix 05.04.2017 19:09
      Highlight Highlight Viele gescheiterte Unternehmer haben zwar viel getan, aber nicht viel gedacht dabei. Für viele ist es auch nicht weiter schlimm wenn sie immer wieder auf die Schnauze fallen, da sie über ein ererbtes Vermögen verfügen welches ihre Fehlleistungen auffängt.
      Wenn Staaten scheitern sieht es leider viel düsterer aus, wie wir am Beispiel von Venuzuela, Griechenland, Eritrea, Palästina, Ungarn und vieler anderer sehen können.
      Oftmals lohnt es sich zuerst ausgiebig zu reden und denken. Das anschliessende Tun fällt dann wesentlich leichter und das Ergebniss ist in der Regel besser
      6 1 Melden
  • Wehrli 05.04.2017 11:04
    Highlight Highlight Richtig sollte es heissen: "Sind genauso miese Politiker wie Wirtschaftsjournalist und Publizisten"

    Nur so zur Richtigstellung. Herr Löpfe.
    29 47 Melden
    • Hierundjetzt 05.04.2017 12:15
      Highlight Highlight Also wie Ganser? Der ist ja auch "Publizist"

      Oder wie Handwerker? Buchhalter? Biscuitbäcker (Wehrli)?

      So willkürlich ist Deine Liste...
      21 7 Melden
    • Therealmonti 05.04.2017 13:04
      Highlight Highlight Wehrli, shut up, please!
      9 8 Melden
    • Wehrli 05.04.2017 13:29
      Highlight Highlight Therealmonti: Danke für Dein Kompliment!
      Nun ernst: Ein Titel wie: "oder warum Unternehmer meist lausige Politiker sind" ist doch eine Frechheit. Faktenfrei wird über eine Gruppe hergezogen, bloss weil Trump Unternehmer ist?
      Ich finde auch, "Weisse" sind die schlechteren Politiker, weil Trump ist weiss.
      12 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 05.04.2017 11:03
    Highlight Highlight Und was, werter Herr Löpfe, haben Unternehmer mit Ökonomen zu tun?

    Die volkswirtschaftlichen Zusammenhänge zu verstehen ist etwas ganz anderes als ein Unternehmen zu führen.
    36 6 Melden
    • Philipp Löpfe 05.04.2017 11:14
      Highlight Highlight Das stimmt grundsätzlich, nur in ihrer Arroganz gegenüber der Politik sind sie sich sehr ähnlich.
      39 23 Melden
    • rodman 05.04.2017 11:51
      Highlight Highlight Unternehmer sind arrogant? Also alle? Nur die, über die Sie berichten? Nur DJT? Manchmal wünsche ich mir, Sie würden sich weniger pointiert ausdrücken...

      Abgesehen davon stimme ich Ihnen zu, dass Wirtschaft und Politik ein voneinander abweichendes Anforderungsprofil und Verständnis erfordert. Dieses Verhältnis ist m.E. aber nicht grundlegend anders als bei Gewerkschaftern, deren Jobs mit dem Politikbusiness ebenso wenig gemein haben und die ebenso wie die Unternehmer eine "Patentlösung für alle Probleme" parat haben. Von daher m.E. sind beide Seiten ähnlich (in positiver und negativer Weise)
      17 4 Melden
    • phreko 05.04.2017 12:17
      Highlight Highlight Man schaue nach Griechenland, was die Trojka-Ökonomen kaputt machen. Erst politisch wird es eine Lösung geben.
      8 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • John Smith (2) 05.04.2017 11:02
    Highlight Highlight Der Parteienvergleich mit der Schweiz ist falsch: Auf Schweizer Verhältnisse bezogen entsprechen die Republikaner mehr oder weniger der SVP und Splittergruppen rechts davon, die Demokraten der FDP und CVP. SP und Grüne kommen im Parteienspektrum der USA nicht vor.
    53 5 Melden
    • Maranothar 05.04.2017 11:33
      Highlight Highlight Sie kommen vor, sind nur nicht relevant.
      28 0 Melden
    • DerTaran 05.04.2017 12:43
      Highlight Highlight Ich würde auch Teile der CVP den Republikenern zuschlagen und alle anderen christlich Religiösen ebenfalls.
      10 2 Melden
  • Kreuzritter 05.04.2017 10:43
    Highlight Highlight Besonders witzig finde ich die Aussage: "Das Desaster der ersten Trump-Wochen...". Welches Desaster hat er denn genau angerichtet? So viel ich weiss lässt er nicht stündlich Bomben regnen wie sein Vorgänger. Auch die amerikanische Energie-Unabhängigkeit ist durch die Keystone Pipeline einen grossen Schritt weitergekommen, um endlich den Saudis den Geldhahn zuzudrehen.
    30 116 Melden
    • LeChef 05.04.2017 11:02
      Highlight Highlight Wär schon noch interessant zu wissen, wo Obama "stündlich Bomben regnen" hat lassen...
      49 19 Melden
    • Wehrli 05.04.2017 11:10
      Highlight Highlight Die Energie-Unabhängigkeit untergräbt aber die Souveränität der Ureinwohner, geht daher direkt auf Kosten der Freiheit. Daher, Scheiss auf Trump.
      60 13 Melden
    • manhunt 05.04.2017 11:16
      Highlight Highlight die amis wollen den saudis auf keinen fall den geldhahn zudrehen. warum auch? die saudis kaufen mit den vielen petrodollars fleissig amerikanische rüstungsgüter.
      43 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Majoras Maske 05.04.2017 10:41
    Highlight Highlight Der "unternehmerische Geist" ist am Ende des Tages höchst undemokratisch und sollte von allen, die nicht in gut betuchter Situation leben, niemals akzeptiert werden. Die Unternehmung ist ein Besitz, der Staat ist es nicht und das ist eine der allergrössten zivilisatorischen Errungenschaften der Menschheit. Es ist gar nicht möglich, eines der beiden mit den Mitteln den anderen zu leiten, weil Vorraussetzungen, Denkweisen und Zielsetzung höchst unvereinbar sind. Wer von dem einem zum anderen wechselt, muss daher auch die eigene Rolle wechseln.
    58 9 Melden
    • Wehrli 05.04.2017 11:07
      Highlight Highlight Nein, muss nicht! Solange er weiss dass Besitz verpflichtet, und Politik eine demütige Aufgabe ist.
      Ansonsten stehen sich die Pole entgegen: Ohne Staat kein Privat, zuviel Staat nur verarmter Privat.
      8 18 Melden
    • phreko 05.04.2017 12:19
      Highlight Highlight @Wehrli, kannst du mir Beispiele für demütige Unternehmer zeigen, welche auch Nachteile für ihr (ehemaliges) Geschäft aktiv fordern würden?
      6 0 Melden
    • Alnothur 05.04.2017 12:37
      Highlight Highlight Natürlich ist der Staat ein Besitz. Und zwar der Besitz des Volks.
      2 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bijouxly 05.04.2017 10:41
    Highlight Highlight Also das kann man jetzt wirklich nicht so sagen.
    Trump ist theoretisch ein sehr guter Politiker: Er wurde mit einem top Ergebnis gewählt ohne Erfahrung. Das ist das Ziel jedes Politikers.

    Und dass Unternehmer schlechte Politiker sund, glaubt man ja nun selbst nicht. Ich bin kein Fan der SVP aber Peter Spuhler ist für mich das Mass aller Dinge an einen guten Politiker: Kennt die Sicht von Arbeitgeber und -nehmer und die Wichtigkeit von Bildung. Lieber ein Unternehmer als jemand, der sein Leben lang noch nie ein Risiko tragen musste und einfach im Parlament sitzt, weil er sonst nichts kann!
    27 40 Melden
    • urano 05.04.2017 11:15
      Highlight Highlight und wo genau ist jetzt der Politiker Spuhler ?
      23 5 Melden
    • saukaibli 05.04.2017 11:24
      Highlight Highlight Wann bitte hat Spuhler mal eine führende Position in der Politik innegehabt? Nichts gegen Peter Spuhler, ich finde ihn als Unternehmer sehr gut. Aber was ist denn genau seine politische Leistung? Gewählt zu werden ist übrigend keine politische Leistung, sondern eine verkäuferische Leistung. Dass sich viele schlechte Politiker sehr gut verkaufen können, ist leider eine Tatsache.
      21 5 Melden
    • Amadeus 05.04.2017 11:44
      Highlight Highlight @ Bijouxly
      "Er wurde mit einem top Ergebnis gewählt ohne Erfahrung."
      Ja, Trump hat gewonnen. Aber, Hillary Clinton hat über zwei Millionen Stimmen mehr geholt als der Wahlsieger. Gewonnen hat Trump wegen dem Mehrheitswahl-System. Und seine 304 Wahlstimmen vom electroal college waren ebenfalls ziemlich bescheiden.

      16 7 Melden
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  • Butterscotch&hardcandy 05.04.2017 10:35
    Highlight Highlight Den Artikel find ich gut, kritisches hinterfragen finde ich toll, dennoch empfinde ich den Autor stärker links eingestellt und nicht neutral..
    26 37 Melden
    • FrancoL 05.04.2017 11:01
      Highlight Highlight Wenn man dies merkt ist das kein Problem und sollte auch dem Autor frei stehen, denn man ist NIE neutral, ausser man sei der falschen Meinung dass die Mitte neutral ist.
      32 3 Melden
    • John Smith (2) 05.04.2017 11:04
      Highlight Highlight Richtig erkannt: Der Autor schreibt auch Nebensätze, das muss ein Linker sein.
      27 7 Melden
    • Wehrli 05.04.2017 11:08
      Highlight Highlight Links eingestellt?
      Ich glaube "Links" ist so weit rechts von Löpfe, dass sich Che noch gewundert hätte ...
      15 20 Melden
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«Trump wird die Macht teilen müssen – und dann sterben»

Eine politische Analyse der etwas anderen Art: Martin Zoller kann anhand der Analyse der Aura eines Menschen seine Zukunft sehen. So hat er die Wahl von Donald Trump richtig vorausgesagt. Jetzt allerdings scheint sich das Blatt zu wenden: Die Demokraten werden gemäss Zoller die Midterms gewinnen – und Trump wird noch vor Ablauf seiner ersten Amtszeit sterben.

Sie haben die Wahl von Donald Trump vorausgesagt. Wie ist Ihnen das gelungen? Schon 2014 wusste ich, dass Hillary Clinton keine Chance haben wird. Ich sah im Sommer dieses Jahres einen Mann als kommenden Präsidenten. Als Trump von den Republikanern zum Präsidentschaftskandidat erkoren wurde, war mir klar, dass er auch gewählt werden wird. Ich habe das damals schon in verschiedenen TV-Interviews ausgeführt.

Wie kommen Sie zu solchen Aussagen? Machen Sie politische Analysen und verbinden diese …

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