Wirtschaft
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epa05652825 US President-elect Donald Trump (C) sits at a table with Former Governor of Massachusetts Mitt Romney (R) and Chairman of the Republican National Committee Reince Priebus (L) at Jean Georges Restaurant in New York City, New York, USA, 29 November 2016. US President-elect Donald Trump spent the afternoon holding meetings at the Trump Tower as he continues to fill in key positions in his new administration.  EPA/JOHN ANGELILLO/POOL

Trump tafelt mit Mitt Romney im Restaurant des Trump Tower. Eine Gastro-Kritikerin von «Vanity Fair» hat es als das «schlechteste Restaurant von Amerika» bezeichnet.  Bild: EPA/UPI/POOL

Ausgerechnet Trump wird zum Retter der seriösen Presse

Ob «New York Times» oder «Washington Post»: Dank Trump haben die seriösen Titel plötzlich massiven Zulauf.



Das Magazin «Vanity Fair» publizierte kürzlich eine vernichtende Kritik des Vorzeige-Restaurants im Trump Tower in New York. Es sei das «schlimmste Restaurant in Amerika», urteilte die Gastro-Kritikerin Tina Nguyen. Die Antwort erfolgte postwendend und selbstredend per Twitter: «Hat Jemand die lausigen Zahlen von @Vanity Fair gesehen», tweete der Donald.

epa04781109 A handout image released by Vanity Fair magazine on 03 June 2015 showing US photographer Annie Leibovitz' portrait of Caitlyn Jenner, the Olympian and transgender celebrity formerly known as Bruce Jenner  appearing on the cover of the magazine's July 2015 issue.  EPA/VANITY FAIR / HANDOUT EDITORIAL USE ONLY, NO SALES, NO ALTERATIONS OR CROPPING HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

«Vanity Fair» steht für Recherche und Glamour in den USA. Bild: EPA/VANITY FAIR / HO

Wie meistens hatte der Donald dabei die Zahlen nicht im Griff. «Tatsächlich steigen die Einnahmen, die Auflage und der Internet-Verkehr des Magazins», stellt die «New York Times» klar.

«Vanity Fair» liess sich durch Trump nicht beirren, reagierte sofort und schaltet eine Werbekampagne. «Das Magazin, von dem Donald Trump nicht will, dass ihr es lest. Abonniert es jetzt!», lautete der Slogan. Der Erfolg war durchschlagend: Die Zahl der Neuabonnenten pro Tag war die höchste in der 116-jährigen Geschichte des Magazins.  

«Langfristig werden die Fake News für den Journalismus ein Segen sein.»

Graydon Carter

Trump wird unfreiwillig zum Retter der seriösen Presse. Je mehr er «New York Times», «Washington Post» und die staatlichen TV-Sender attackiert, desto rascher steigen deren Leser und Zuschauer. Im Zeitalter der Medien-Disruption, in der Printmedien als aussterbende Spezies gelten, ist dies ein unerwarteter Gegentrend.  

Trump will sich kritische Journalisten vom Hals halten

Der Chefredaktor von «Vanity Fair», Graydon Carter, stellt denn auch fest: «Langfristig werden die Fake News für den Journalismus ein Segen sein.» Trump bezeichnet er als «Fake Newser in Chief» und glaubt: «Unter diesen Bedingungen sollten seriöse Newsorganisationen aufblühen.»  

Allerdings will Trump, wenn er denn im Weissen Haus eingezogen ist, alles unternehmen, um sich kritische Journalisten vom Hals zu halten. Es geht das Gerücht um, er wolle die täglichen Pressekonferenzen mit den akreditierten Journalisten abschaffen. Überraschen würde das niemanden. Schon während des Wahlkampfes führte er eine «schwarze Liste» von Journalisten, die er nicht an seine Veranstaltungen zuliess.

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    Alle Leser-Kommentare
  • sowhatopinion 20.12.2016 18:52
    Highlight Highlight Selbst Buchhaltung ist nicht akurat per se (Enron & Co lässt grüssen) ! Ein Journalist der behauptet die Wahrheit gepachtet zu haben ist suspekt per se oder was halten Sie von einem Menschen der behauptet, immer die Wahrheit zu sagen? Ich habe gelernt, mir eine eigene Meinung zu bilden und auch wieder davon abzurücken, wenn erforderlich. Alle die von "fake news" ausgehen, wenn eine bestimmte feste Position hinterfragt wird - sogenannte selbst ernannte Fakten - werden selbst Teil der Manipulation. Alle Ideologien vom Faschismus, Stalinismus inkl. USA manipulieren subtil. That's Orwell !
  • Raphfa 20.12.2016 17:40
    Highlight Highlight Trump hat dafür einen Werbebeitrag erhalten plus eine Nacht mit einem Covergirl...

    Seriöse Presse, wo gibt es das? Ein Crash Kurs in Geschichte reicht, um eines Besseren belehrt zu werden. Schon früh haben die Mächtigen sich des Mediums der Presse bedient, um ihre Version der "Wahrheit" zu verbreiten. Wer anderes denkt, ist wirklich naiv.
    Selbst unser mit Zwangsgebühren finanziertes Staatsfernsehen ist davor nicht sicher. auch da wird ungeniert manipuliert statt recherchiert. Die grossen Nachrichtenagenturen laden zum Abschreiben ein, das geht leichter als Investigativjournalismus.
    • Tschüse Üse 20.12.2016 18:23
      Highlight Highlight Du meinst wohl eine Nacht mit der Covergirl schminke😂
  • pedrinho 20.12.2016 14:51
    Highlight Highlight hab ich doch wieder was gelernt....
    aus der diashow, praesident werden bringts nicht, eine vermoegende frau, damit gehts einfacher, werd mich gleich mal auf die suche begeben ;)
  • ElendesPack 20.12.2016 12:18
    Highlight Highlight Vanity Fair ist seriöse Presse...aha, ja...
    • Hiroto Inugami 20.12.2016 13:37
      Highlight Highlight Mit einer Transe auf dem Cover, ja ne is klar:-))))
    • bildner 20.12.2016 17:09
      Highlight Highlight Ob da jetzt ein Transvestit auf dem Cover ist, spielt doch keine Rolle.

      Hallo wir leben im 21. Jahrhundert, jeder soll so wie er will!

      Zum Artikel sag ich jetzt lieber nichts.
    • wonderwhy 20.12.2016 18:24
      Highlight Highlight @bildner?
      Jeder soll sein wie er will? Ernsthaft? Soll der individuellen Entfaltung keine Grenzen gesetzt werden? Alles ist erlaubt im 21. Jahrhundert?
    Weitere Antworten anzeigen
  • humpfli 20.12.2016 11:45
    Highlight Highlight "Hat Jemand die lausigen Zahlen von @Vanity Fair gesehen" Kann mir jemand sagen, wo Donald sagt, dass er diese Zeitung zensieren will? Und kann eine Leserzahl nicht lausig sein, auch wenn sie ansteigend ist? Extrembeispiel: Eine Zeitung hat zwei Leser und erst vor kurzem nur ein Leser... Leserzahl verdoppelt trotzdem lausige Zahlen.
    • fabianhutter 20.12.2016 15:22
      Highlight Highlight Wir sind zum Glück noch nicht soweit, dass Trump gleich nach Zensur ruft, aber die Stossrichtung ist klar:

      Zeitungen, die unvorteilfhaft über Trump Berichten werden angegriffen, oder von seinen Ralleys ausgeschlossen.

      Solch ein Stil ist von einem US Präsidenten nicht akzebtierbar.
    • humpfli 20.12.2016 16:36
      Highlight Highlight Die Aussage: "Hat Jemand die lausigen Zahlen von @Vanity Fair gesehen" deute ich eher so, dass sich Trump lächerlich über diese Zeitschrift macht und sie dementsprechend nicht ernst nimmt. Geht für mich also eher in Richtung Nichtzensur.
    • fabianhutter 20.12.2016 18:16
      Highlight Highlight @humpfli: Genau so ist es, er nimmt sie nicht ernst und versucht andere Leute davon zu überzeugen diese Zeitschrift ebenfalls nicht ernstzunehmen.

      Anstatt zu sagen: "Das dürft ihr nicht schreiben!", sagt er: "Das, was ihr schreibt ist irrelevant/gelogen/unwahr."

      Damit bringt er das Volk dazu diese Zeitschrift indirekt zu zensieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • wonderwhy 20.12.2016 10:24
    Highlight Highlight Washington Post und Vanity Fair als seriösen Journalismus zu bezeichnen, lässt mich doch etwas an der unvoreingenommenen Differenziertheit Herr Löpfes zweifeln. "Don’t compare Donald Trump to Adolf Hitler. It belittles Hitler." Nur um ein Beispiel einer seriösen Schlagzeile der WP zu nennen.
    • Crecas 20.12.2016 12:12
      Highlight Highlight Die Post ist seriöser Journalismus hoch 10. 47 Purlitzer Preise und 18 Niemen Fellowships sprechen eine klare und Objektive Sprache.
    • wonderwhy 20.12.2016 12:44
      Highlight Highlight Sorry, ohne Link mach die Schlagzeile keinen Sinn:
      https://www.washingtonpost.com/posteverything/wp/2016/09/13/dont-compare-donald-trump-to-adolf-hitler-it-belittles-hitler/?utm_term=.7ca3ea2a8e01

      @crecas Ob der Pulitzer Preis (ohne Purli ;-), der linksradikalen Columbia University das Mass aller Dinge für seriösen Journalismus sein soll, wage ich mittlerweile zu bezweifeln. Auch da werden vornehmlich die immer gleichen Ideologien augeszeichnet.
    • Philipp Löpfe 20.12.2016 13:08
      Highlight Highlight Was ist für dich seriös? RT? Oder KenFM?
    Weitere Antworten anzeigen
  • wonderwhy 20.12.2016 10:15
    Highlight Highlight Waren Sie auch so kritisch als Obama damals das Gleiche tat, als er ihm nicht genehme Berichtersattung aus seiner Kampagne verwies? Geht es hier um Prinzipien, oder nur noch um Cheerleading fürs eigene Team?
    • Crecas 20.12.2016 12:17
      Highlight Highlight Obama hatte damals tatsächlich drei Journalisten in der Endphase der 2008er Kampagne nicht mehr mit auf die Reise genommen. Der Grund, den du hier aber verschweigst, war, dass es schlicht genug Plätze gab im Flugzeug und die Anfrage nach Plätzen stetig zunahm.

      Den Journalisten wurde aber der Zutritt zur Kampagne weiter gewährt, sie durften an allen Events teilnehmen und an jeder Rally und jeder Pressekonferenz.

      Da hast du den Unterschied...
    • wonderwhy 20.12.2016 12:53
      Highlight Highlight Das waren nur zufällig 3 Journalisten eher konservativer Blätter? Wen dann Obama öffentlich über Fox News herzieht, dann ist es ausgewogene Kritik? Oder wenn sämtliche Fotografen von Events aus dem Weissen Haus ausgeschlossen werden um nur noch die selbst autorisierten Bilder vom eigenen Fotografen zu veröffentlichen?
    • Crecas 20.12.2016 13:21
      Highlight Highlight Nein, dies waren sicherlich nicht zufällig drei konservative Blätter. Sondern bewusst ausgewählt. Aber wie gesagt, ihnen wurde der Zugang damals nicht verwehrt. Sie mussten halt aus Platzgründen (wie viele andere auch) selber nachreisen. Die wichtigsten konervativen Newsquellen (Fox, WSJ, etc.) waren aber weiterhin dabei.

      Wenn Obama über Fox News herzieht, dann ist das aufgrund der Studien die zeigen, dass Fox News Zuschauer nicht nur weniger, sondern falscher informiert sind.

      Zu den Fotos: Das galt für einzelne Events. Nicht grundsätzlich. Diese Kritik kann man aber stehen lassen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • herschweizer 20.12.2016 10:08
    Highlight Highlight Was für ein Segen 😂

Warum der Neoliberalismus uns alle wahnsinnig macht

Ob Impeachment-Theater oder Chaos in der deutschen Politik: Die Welt steht Kopf. Schuld daran ist die Kernschmelze des Neoliberalismus.

Echt jetzt: Gibt es irgend jemanden, der nicht gehirntot ist, der noch daran zweifelt, dass Präsident Trump die Ukraine erpressen wollte?

Trotzdem wird derzeit in Washington mit gewaltigem Aufwand versucht zu beweisen, was längst bewiesen ist. Dabei wird der Tatbestand selbst von den Anhängern Trumps nicht wirklich bestritten. Es ist ihnen einfach egal. Besonders Gläubige behaupten gar, Trump sei von Gott gesandt, denn der Allmächtige benutze gelegentlich einen Sünder, um seine Pläne …

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