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FILE - In this Oct. 28, 2013 file photo, political commentator Bill O'Reilly attends the National Geographic Channel's

Soll Frauen sexuell belästigt haben: Bill O'Reilly. Bild: Paul Morigi/Invision/AP/Invision

Trumps Lieblings-TV-Sender hat wieder einen Sex-Skandal

Fox News musste 13 Millionen Dollar an Frauen bezahlen, die von Starmoderator Bill O’Reilly belästigt worden waren.



Fox New ist der derzeit mächtigste TV-Sender in den USA. Er steht auch mit beiden Füssen treu um Trump-Lager. Täglich treten Sean Hannity & Co. gegen die Mainstream-Medien an, die mit Fake News dem Präsidenten schaden wollen. Trump selbst bezieht seine Infos primär vom Murdoch-Sender.  

Former Fox News contributor Wendy Walsh appears at a news conference in the Woodland Hills section of Los Angeles on Monday, April 3, 2017.  Walsh says she lost a segment on

Wendy Walsh, eines der O'Reilly-Opfer bei einer Pressekonferenz. Bild: Anthony McCartney/AP/KEYSTONE

Der wichtigste Fox-News-Moderator ist jedoch nach wie vor Bill O’Reilly (67). Er ist nicht ganz so schmierig und Trump-hörig wie Hannity, doch er ist ebenfalls erzreaktionär. Täglich verfolgen rund vier Millionen Menschen «The O’Reilly Factor». Das macht ihn zu einem Goldesel für Fox News. 446 Millionen Dollar soll O’Reilly dem Sender allein zwischen 2014 und 2016 in die Kassen gespült haben. Er selbst verdient 18 Millionen Dollar pro Jahr.

Die «New York Times» enthüllte den Skandal

O’Reilly verursacht dem Sender aber auch massive Zusatzkosten. Die «New York Times» hat enthüllt, dass Fox News fünf Frauen Schweigegeld in der Höhe von 13 Millionen Dollar bezahlt hat. Alle fünf hatten den Starmoderator beschuldigt, sie sexuell belästigt zu machen. Der TV-Sender und O’Reilly äussern sich nicht zu den Anschuldigungen.  

FILE - In this May 18, 2010, file photo, TV personality Gretchen Carlson appears on the set of

Erhielt 20 Millionen Dollar Abfindung: Gretchen Carlson. Bild: Richard Drew/AP/KEYSTONE

Der nicht mehr ganz junge Starmoderator ging offenbar stets nach dem gleichen Muster vor. «Als einflussreiche Figur im Newsroom bändelte O’Reilly mit Frauen an, bot ihnen professionellen Rat an und versprach, ihre Karriere zu fördern», schreibt die «New York Times». «Dann machte er sich daran, Sex zu verlangen. Die betroffenen Frauen hatten Angst, dass ihre Karriere leiden würde, wenn sie seinen Wünschen nicht nachkamen.» Die Furcht war berechtigt, die betroffenen Frauen wurden tatsächlich kalt gestellt.  

FILE - In a Sept. 29, 2006 file photo, Fox News CEO Roger Ailes poses at Fox News in New York. 21st Century Fox says Ailes is resigning. The announcement comes amid  charges by former anchor Gretchen Carlson, who claims she was fired after refusing his sexual advances. (AP Photo/Jim Cooper, File)

Musste bereits letztes Jahr den Hut nehmen: Roger Ailes. Bild: Jim Cooper/AP/KEYSTONE

Die Enthüllungen der «New York Times» zeigen bereits Wirkung. Mercedes und Hyundai haben ihre Werbung beim «O’Reilly Factor» gestrichen. Das sei nicht mehr das richtige Umfeld für ihre Botschaften, erklärte dazu eine Sprecherin von Mercedes-Benz.   Bei Fox News geht es um mehr als verlorene Werbeeinnahmen. Bereits im vergangenen Jahr war der Sender von einem Sex-Skandal erschüttert worden. Damals hatte die Moderatorin Gretchen Carlson den allmächtigen Boss Roger Ailes beschuldigt, sie sexuell belästigt zu haben. O’Reilly und Ailes sind gute Freunde.

FILE - In this Jan. 28, 2016 file photo, Moderator Megyn Kelly waits for the start of the Republican presidential primary debate in Des Moines, Iowa. Former Republican House Speaker Newt Gingrich told Kelly she is “fascinated with sex” amid criticism of her coverage of sexual misconduct accusations against GOP presidential nominee Donald Trump. The heated exchange came Tuesday, Oct. 25, 2016, on Kelly’s program. Kelly responded to Gingrich’s comment by saying she’s “not fascinated by sex,” but is “fascinated by the protection of women.” (AP Photo/Chris Carlson, File)

Hat Fox News verlassen: Megyn Kelly. Bild: Chris Carlson/AP/KEYSTONE

Ailes musste in der Folge den Hut nehmen. Sein Abgang wurde ihm mit 20 Millionen Dollar versüsst, die gleiche Summe wurde auch Mrs. Carlson zugesprochen. Ailes gilt als enger Freund des Präsidenten und soll ihn bei den TV-Duells beraten haben. Im Herbst verliess auch die Starmoderatorin Megyn Kelly Fox News. Sie äusserte sich zwar nicht direkt zum Sex-Skandal um Roger Ailes, tönt in ihren Memoiren jedoch an, dass auch sie belästigt worden war.

Ein kleiner Ausraster aus früheren Jahren:

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