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Mit Bierbecher in der einen und Handy in der anderen Hand ... bild: philipp aeberli

S3XY! Wie es auf Musks grosser Party war

philipp aeberli / ch media



Sofort fühle ich mich ein paar Jahre jünger. Es ist wie damals, als ich mir vor dem Club die Füsse platt stand und wartete, bis der Türsteher endlich meinen Namen auf der Gästeliste abstreichen wollte. Klappt, ich komm tatsächlich rein in den grossen Hangar, in dem normalerweise die Raketentriebwerke von Space X zusammengebaut werden.

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Warten auf den Star des Abends.

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Elon Musk präsentiert die Firmengeschichte. Durchaus auch selbstironisch.

Heute herrscht aber Partystimmung. Buntes Licht, dezente Beats und frisch gezapftes Bier sollen das wartende Publikum auf den Hauptact des Abends einstimmen. Mit Bierbecher in der einen und Handy in der anderen Hand (sorry für die Bildqualität, Kameras waren nicht erlaubt), mische ich mich unter die Menge, platziere mich strategisch günstig vor der Bühne und warte.

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«Im vergangenen Jahr bin ich gefühlt um fünf Jahre gealtert.» - Elon Musk blickt auf Teslas Firmengeschichte zurück.

Heute gibt es aber weder eine Rap-Legende noch einen Star-DJ zu hören. Der Star des Abends, der zu dieser Party in Los Angeles geladen hat, heisst Elon Musk. Wie ein Rockstar wird er auf der Bühne begrüsst. In einer Rede, die an ein durchaus auch selbstironisches Bühnenprogramm eines Komikers erinnert, blickt er auf die Firmengeschichte von Tesla zurück. Auf die Anfänge vor 11 Jahren, als man E-Autos noch als dumme Idee betrachtete. «It’s not that long ago», meint Elon. Der erste Tesla Roadster wird auf die Bühne gefahren. «Wir hatten damals dieses eine Auto, das nicht sonderlich gut funktionierte», lacht Musk. «Bis heute haben wir mehr als 550'000 Autos gebaut.»

Es folgte das Model S, das «S» steht übrigens einfach nur für Sedan, das englische Wort für Limousine. Damit wollte Tesla zeigen, dass ein E-Auto auch mit den besten dieser Welt locker mithalten kann, mit den grossen Limousinen mit starkem Benzinmotor.

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Die «Specs» des neuen Model Y.

Ford killed Sex!

Nächstes Kapitel: Das Model X. X steht für Crossover. Man habe es etwas übertrieben, das Model X ist für Musk eine Mischung aus Fabergé-Ei und Raumschiff. Mit dem Model X war schliesslich auch die Idee für ein kleines Wortspiel geboren – der nächste Wurf hätte eigentlich Model E heissen sollen. Diesen Namen hatte sich aber Ford schon gesichert. Also gab es statt S,E,X halt S,3,X. «Ford killed SEX», eine gekonnte Pointe.

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Und so sieht es aus, das Model Y.

Mit dem Model Y wird Tesla nun also sexy. Begleitet von tosendem Applaus und lauter Musik rollt der kompakte SUV auf die Bühne, der sich laut Musk besser verkaufen wird als alle bisherigen Modelle zusammen. Das Model Y basiert unverkennbar auf dem Model 3, von dem es die Technik übernimmt. So gibt es im Interieur denselben, mittig positionierten Touchscreen. Auch aussen sind die Gemeinsamkeiten unverkennbar, nur dass das Model Y etwas höher wird und ein fliessenderes Heck bekommt. Auf technische Spielereien wie die elektrischen Flügeltüren im Model X wurde verzichtet, um die Produktion zu vereinfachen und die Kosten zu senken.

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Und so sieht das Model Y aus – wenn es bei Dunkelheit vorbei fährt.

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So will es Tesla schaffen, den Y ab Herbst 2020 als Long Range Version mit gut 450 Kilometern Reichweite auf die Strasse zu bringen – für 47 000 Dollar, Allrad ab 51'000 Dollar.

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Das Basismodell mit 340 Kilometern Reichweite folgt im Frühling 2021 ab 39'000 Dollar.Darüber hinaus wird es ab Herbst 2020 eine Performance-Version geben, die in 3,5 Sekunden auf 100 km/h sprintet und mindestens 60'000 Dollar kosten wird.

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Auch das Model Y ist mit dem Fahrassistenten «Autopilot» ausgerüstet. Musk ist überzeugt, dass die Tesla-Modelle damit noch dieses Jahr weitgehend autonom fahren können, sofern das Gesetz dies erlaubt. Während ich mich an der grossen Party kurzfristig etwas jünger fühlen durfte, wünsche ich Elon Musk, dass der Start des Model Y nicht ganz so stressig wird wie jener des Model 3. Denn der habe Tesla zwischenzeitlich fast ans Ende gebracht, erzählt Musk. «Im vergangenen Jahr bin ich gefühlt um fünf Jahre gealtert.»

Das ist Elon Musk, einer der erfolgreichsten Unternehmer

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Drank&Drugs 15.03.2019 17:33
    Highlight Highlight Erinnert mich irgendwie an Playmobil...
  • Aussie 15.03.2019 17:16
    Highlight Highlight Das wird nix. Bis der ausgeliefert wird, hat die Konkurrenz besseres für weniger Geld am Start.
    • DerHans 15.03.2019 18:38
      Highlight Highlight Klar so wie beim Model S, X und 3 gäll. Die Konkurrenz hat bis jetzt nur gelaffert und nichts geliefert! Und so lange die deutschen keine eigene Zellfertigung besitzt ist da nix mit billigeren Preisen.
    • Toerpe Zwerg 15.03.2019 19:16
      Highlight Highlight Wenn der Wunsch Vater des Gedankens ist ...

    • Miimiip! aka Roadrunn_er 15.03.2019 20:18
      Highlight Highlight Tesla bzw Musk hat mehr für Umweltfreundliche Autos gemacht als die steinreichen, achso wahnsinnig innovativen, reichen deutschen Autobauer. Die können nur die Preise dauernd erhöhen und mit richtig miesen Tricks die Kunden über den Tisch ziehen. Zudem finde ich dass Design und Ausstattung von dem Teslas sehr ansprechend und nicht zu ‚spaceig‘.
      Wenn er wirklich die Preise und die Lieferzeit halten kann, wird das Model Y sich als bezahlbare Alternative zu einem Kombi etablieren können.
  • Hugeyun 15.03.2019 13:53
    Highlight Highlight Furchtbar nach unten zusammen gezogen hinten, da sieht man sich gar nicht mehr gescheit hinten raus beim Model Y
    • Donald 15.03.2019 14:14
      Highlight Highlight Dafür hat man eine Rückfahrkamera bzw. ein Einparksystem. Ist ja heute sowieso bei den meisten Autos schwierig hinten rauszusehen.
    • LuMij 15.03.2019 18:05
      Highlight Highlight Stimmt schon mit der Sicht nach hinten, die finde ich schon in meinem Model 3 nicht berauschend. Deutlich schlechter als im Model S. Aber falls es einem nicht reicht, kann man die sehr hoch auflösende Kamera sogar während der Fahrt ständig laufen lassen. Gibt einige die das machen.
  • Wander Kern 15.03.2019 13:22
    Highlight Highlight Es war einfach so geil. Man versteht den Jungen erst so richtig, wenn er live auftritt. Ganz grosse Show!

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