Wirtschaft
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Wenn es ums Klima geht, sind wir schizophren: Die Politik blockt, die Wirtschaft investiert

An der Klimakonferenz in Paris tun sich die Politiker schwer, einen verbindlichen Vertrag zum Schutz des Planeten abzuschliessen. Die Energiewende wird trotzdem kommen. Die Wirtschaft hat erkannt, dass sie sich rechnet.



Nichts verkörpert die Schizophrenie bezüglich der Klimapolitik besser als die Berichterstattung der NZZ. Im Inland warnt der für den Bereich Energie zuständige Redaktor Davide Scruzzi regelmässig vor der Energiewende und vermeintlich falschen Illusionen bezüglich nachhaltiger Energie.

Im Wirtschaftsteil weist derweil Finanzredaktor Michael Schäfer seine Leser darauf hin, dass die Zahl der Investoren, die ihr Geld aus fossilen Energieunternehmen abziehen, rasch wachse. 

«Vielen privaten und institutionellen Anlegern geht es dabei nicht nur um die ökologische Problematik, sie sehen ihre Gelder bei diesen Firmen immer weniger gut aufgehoben.»

Michael Schäfer, NZZ

Schizophrenie in allen Industrienationen

Die Schizophrenie bezüglich Klimawandel ist ein Phänomen, das in allen Industrienationen vorkommt. Besonders ausgeprägt ist es in den USA. Dort haben die Republikaner noch vor Beginn der Klimakonferenz erklärt, sie würden sämtliche verbindlichen Abkommen, die allenfalls in Paris beschlossen werden sollten, mit ihrer Mehrheit im Kongress blockieren.

Der neuerdings sehr «grün» denkende US-Präsident Barack Obama hat deshalb im Vorfeld der Konferenz darauf gedrängt, dass keine Verträge, sondern bloss Abkommen verabschiedet werden, die nicht vom Parlament ratifiziert werden müssen.

U.S. President Barack Obama participates in the COP21 session on statements by heads of state and government at the climate summit in Paris, France November 30, 2015. REUTERS/Kevin Lamarque

In Paris wird Präsident Obama gefeiert, zuhause geblockt.
Bild: KEVIN LAMARQUE/REUTERS

Ganz anders ist die Stimmungslage in der Wirtschaft. So ist es Bill Gates gelungen, eine «Breakthrough Energy Coalition» auf die Beine zu stellen, mit dem Ziel, nachhaltige Energie in den Entwicklungsländern zu fördern. Dem Club gehören unter anderem Mark Zuckerberg (Facebook), Jeff Bezos (Amazon) und auch Meg Whitman (HP) an, die sich noch vor kurzem für die Republikaner um das Amt der Gouverneurin von Kalifornien beworben hatte.

«Es gilt als sicher, dass der Verkehr eines Tages auf elektrischen Strom anstatt auf fossile Brennstoffe abstellen wird, und dass Energie-Lagerung im grossen Stil zum Stromnetz gehören wird.»

Matthew M. Mench, Energieprofessor

Der «Golden State» hat die Sonnenenergie entdeckt

Kalifornien und das Silicon Valley haben definitiv die Sonnenenergie entdeckt, und zwar im grossen Stil. Der «Golden State» hat die strengsten Umweltgesetze (VW lässt grüssen!) und ist im Begriff, seine Energieversorgung umzukrempeln.

Tesla-Chef Elon Musk ist auch Vorsitzender von SolarCity, einem auf Sonnenenergie spezialisierten Stromunternehmen. Gleichzeitig baut er in der Wüste von Nevada für Milliarden riesige Batteriefabriken. Allmählich entsteht so ein neues nachhaltiges Energienetz.

Elon Musk, Chairman of SolarCity and CEO of Tesla Motors, speaks at SolarCityÕs Inside Energy Summit in Manhattan, New York October 2, 2015. SolarCity on Friday said it had built a solar panel that is the most efficient in the industry at transforming sunlight into electricity.    REUTERS/Rashid Umar Abbasi

Baut nicht nur Elektroautos und Raketen: Elon Musk ist auch Chairman beim Energieunternehmen SolarCity.
Bild: STRINGER/REUTERS

Selbst der lange verpönte Wasserstoff feiert ein Comeback. Er könnte sich zur effizientesten und saubersten Energie-Aufbewahrungs-Methode entwickeln. Wenn Solarzellen und Windräder zu viel Strom produzieren, kann dieser überflüssige Strom zur Herstellung von Wasserstoff verwendet werden. «Es gilt als sicher, dass der Verkehr eines Tages auf elektrischen Strom anstatt auf fossile Brennstoffe abstellen wird, und dass Energie-Lagerung im grossen Stil zum Stromnetz gehören wird», prophezeit Matthew M. Mench, Energieprofessor an der University of Tennessee im Magazin «Foreign Affairs».

Der wichtigste Player in der Klimaforscher war lange die US-Navy

Während man sich Wissenschaft und zunehmend auch die Wirtschaft einig ist, dass die Zukunft der nachhaltigen Energie gehört, blockt die Politik weiterhin. Die Gründe dafür sind rational schwer nachvollziehbar. Klimaforschung ist nämlich keineswegs – wie heute vielfach und fälschlich geglaubt wird – eine Sportart für Ökofundis und weltfremde Wissenschaftler.

Der wichtigste Player in der jüngeren Vergangenheit der Klimaforschung ist die US-Navy. In ihrem Auftrag führte Roger Revelle die ersten Expeditionen rund um den Erdball durch. Sein talentiertester Schüler war Charles David Keeling, der bis zu seinem Tod Mitglied der republikanischen Partei war. Er war es, der die Zunahme des CO2 in der Atmosphäre nachgewiesen hat. Die Keeling-Kurve ist bis heute das Rückgrat der Klimaforschung.

epa05048861 Observers attend the COP21 Climate Change Conference in Paris, France, 30 November 2015. The 21st Conference of the Parties (COP21) is held in Paris from 30 November to 11 December aimed at reaching an international agreement to limit greenhouse gas emissions and curtail climate change.  EPA/RADEK PIETRUSZKA POLAND OUT

Besucher an der COP 21 in Paris.
ld: EPA/PAP

Bis in die Neunzigerjahre stiess das Thema Klimaerwärmung auch bei konservativen Politikern auf offene Ohren. Der alte George H. Bush beispielsweise legte grossen Wert darauf, höchstpersönlich an den Klimagipfel nach Rio zu reisen. Auch die «eiserne Lady» Margaret Thatcher hatte zwar überhaupt kein Verständnis für Gewerkschaften, aber über grüne Anliegen liess sie durchaus mit sich reden.

Fakten und Wissenschaft haben keine Chance

Erst in den letzten 25 Jahren haben sich die Fronten verhärtet, und zwar total. Für die Leugner – die Republikaner in den USA, die SVP in der Schweiz – ist die Klimaerwärmung ein Hirngespinst von Linken und Grünen, und Konferenzen wie die COP 21 eine Verschleuderung von Steuergeldern. Umgekehrt ist für Progressive die Untätigkeit in Sachen Klimaerwärmung ein unverantwortlicher Verrat am Planeten und unseren Nachkommen.  

Mit nüchternen Fakten lässt sich der politische Knoten nicht lösen. Das haben die vergangenen Jahren schmerzlich gezeigt. Die Tatsache, dass mittlerweile nicht nur die überwiegende Mehrheit der Wissenschaftler, sondern selbst einflussreiche Banker und Wirtschaftsführer eindringlich warnen, wird von den Leugnern ignoriert, ebenso Horror-Prognosen, die sich im Nachhinein als vollkommen unbegründet erweisen.

Wo bitte ist die «Stromlücke»?

So haben in der Schweiz die Vertreter der Elektrizitätswirtschaft lange und eindringlich vor einer «Stromlücke» gewarnt, falls keine neuen AKWs gebaut würden. Stattdessen kämpft die Branche heute mit einem Stromüberschuss – und wird dies wahrscheinlich noch längere Zeit tun.

Trotzdem wird weiterhin die Mär verbreitet, nachhaltiger Strom sei viel zu teuer und würde der Wirtschaft schaden. Tatsache ist, dass die Stromkosten das Budget eines durchschnittlichen Schweizer Haushalts gerade mal mit 1,5 Prozent belasten. Kaum jemand weiss deshalb, wie viel er in absoluten Franken dafür ausgibt. Auch das Unternehmen, das wegen angeblich zu hohen Energiepreisen die Schweiz verlassen hat, muss noch gefunden werden.

Trotz Rückschlägen: Der nachhaltigen Energie gehört die Zukunft

Es gibt von der Klimafront eine schlechte und eine gute Nachricht. Die schlechte lautet: Die Klimaleugner sind unverbesserlich und unbelehrbar. Deshalb wird es in der Klimapolitik immer wieder zu Rückschlägen kommen. So ist es durchaus denkbar geworden, dass SVP und FDP die Energiewende wieder kippen könnten.

Doch selbst dann – und das ist die gute Nachricht – können sie die Entwicklung in Richtung nachhaltige Energie nicht stoppen. Die Wirtschaft wird sich nicht mehr aufhalten lassen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • marcog 08.05.2017 08:23
    Highlight Highlight Unternehmen, welche wegen der hohen Strompreise die Schweiz verlassen haben, gibt es sehr wohl. Allen voran die Aluindustrie und das Bitcoin mining. Und wenn Stahl Gerlafingen oder eine Papierfabrik sagt, sie würde bei höheren Stormpreisen die Produktion ins Ausland verlegen, ist das vermutlich nicht nur eine leere Drohung.
    1 0 Melden
  • Dewar 01.12.2015 17:10
    Highlight Highlight Womit ich unglaublich Mühe habe, ist, dass Umweltpolitik heute zum allergrössten Teil von Juristen und allen möglichen Wirtschaftsvertretern gemacht wird, natürlich immer umschwärmt von Lobbyisten, von denen die wenigsten Umweltaktivisten sind.
    Wieso wird die Wissenschaft so wenig einbezogen?! Wie arrogant ist es, zu glauben, man verstehe die Umwelt besser, als die Forscher das tun? Mir kommt es ja auch nicht in den Sinn, einem Architekten zu erklären, wie er Häuser entwerfen muss, weil ich dazu nicht qualifiziert bin. Die ganzen "Klimaleugner" nerven mich in ihrer Faktenresistenz extrem.
    17 3 Melden
  • StealthPanda 01.12.2015 15:44
    Highlight Highlight Das eigentliche Problem ist wohl eher das wr immernoch mit dem Gedanken von Zentral Produziertem Strom denken. Würde es von Gesetzeswegen heissen jedes neue Dach das gebaut wird muss zwingend Solar Panels haben, Wohnsiedlungen werden mit Blockheizkraftwerken betrieben und mini Wasserturbinen für die Abwasserleitungen usw. ( es gibt tausende möglichkeiten Strom zu erzeugen) währen wir unsere Energieprobleme los. Das Geld das dabei gespart wird ( Kein Stromeinkauf) sollte dann zur Forschung von Fusionsreaktoren freigeben werden so hat sogar die Zukunft noch genügend saubere Energie.
    12 0 Melden
  • helo1234 01.12.2015 01:28
    Highlight Highlight wenn die politiker ja sagen würden, gäbe es auch keine "gründe" mehr kriege im nahen osten zu führen, das öl würde man nicht mehr brauchen und die kriegsindustrie würde nicht mehr florieren...leider haben sie und di ölindustrie einfach eine zu starke lobby im amerikanischen parlament, sonst hätten sie schon seit kyoto zugestimmt...
    14 3 Melden
  • per scientam 30.11.2015 22:36
    Highlight Highlight Wer den Politikern beim Reden zuhört, dem kommen bald schwere Zweifel ob die überhaupt einen Funken Ahnung von Technik haben. Denn:
    über DIE technische Neuerung der letzten 20. Jahre redet keiner, oder sie verstehen es nicht:

    - Steuerungs und Regelungstechnik, (Bedarfsgerechtes an und abstellen)

    Oder das bei der Foto-Diode immer nur von Solarzelle gesprochen wird, aber die Wahre Innovation das LED ist...

    Oder Verfahrenstechnik: neue Nutzungsmöglichkeiten von Bio-Rohstoffen...

    Wärmetechnik: Kraft-Wärmekopplung, Wärmepumpen, Wärmetauscher...

    Gute Technik sind gute Detaillösungen.
    30 0 Melden
  • atomschlaf 30.11.2015 19:54
    Highlight Highlight Das ist überhaupt kein Widerspruch. Die Abkehr vom Erdöl kann nur durch technischen Fortschritt gelingen. Technologien zu entwickeln, die den Menschen ein komfortables und dennoch umweltfreundlicheres Leben ermöglichen und damit auch noch gutes Geld zu verdienen ist für alle Beteiligten attraktiv. Staatl. Zwangsmassnahmen wie Steuern und Verbote sind dies für niemanden, ausser vielleicht für Öko-Frömmler mit Lust an der Selbstkasteiung.
    Staaten sollten sich möglichst darauf beschränken, den neuen Technologien keine Steine in den Weg zu legen und die alten nicht künstlich am Leben zu erhalten.
    26 8 Melden
    • Olaf44512 30.11.2015 22:26
      Highlight Highlight Genau, sonald man für gleich viel Geld ein Elektroauto kriegt dass gleich viel oder mehr kann werden wohl alle darauf umsteigen. Und zwar relativ schnell. Also los, forschen!
      19 1 Melden
    • _kokolorix 01.12.2015 07:22
      Highlight Highlight die reflexartige ablehnung von staatl. massnahmen solltest nochmal übetdenken. nicht jede massnahme ist eine willkürliche zwängerei von öko fundis.
      der kapitalismus ist hochgradig instabil, da er auf exponentellen modellen beruht. ohne staatliche regulierungen bricht er innerhalb von 10 jahren zusammen.
      abgesehen davon tun die meisten staaten genau was du am schluss erwähnst. sie subventionieren auslaufmodelle mit riesigen beträgen. z.b. die kernenergie, oelwirtschaft und grossplantagen.
      dagegen sind die oeko fundi massnahmen absolut unbedeutend
      14 4 Melden
    • Nick Name 01.12.2015 08:59
      Highlight Highlight @atomschlaf: Es wäre wunderbar, wenn das auch praktisch so funktionieren würde. Ein Dilemma verhindert das aber: Die Marktwirtschaft (bzw. der mehrheitlich nun mal gierige und egoistische Mensch) funktioniert ziemlich kurzfristig: Wir kaufen, was billig ist. Wir produzieren, was wir gut verkaufen können. Wir tun, was uns selbst und jetzt gleich etwas bringt.
      Klima und Ökosystem hingegen funktionieren ziemlich langfristig. Sie reagieren mit teils sehr grosser Verzögerung. Und die Reaktion betrifft oft nicht mal die Verursachenden. Und: Sie können leider nicht in der Marktwirtschaft mitmischen..
      12 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • TanookiStormtrooper 30.11.2015 19:35
    Highlight Highlight Naja, die Politik blockt ja auch nur weil da einige in der Wirtschaft intervenieren. Klar stellen sich Autobauer, Kohlekraftwerke usw. nicht öffentlich hin und sagen: "Uns ist die Umwelt scheissegal!" Hintenrum nehmen die wohl einiges an Geld in die Hand, um über Lobbyisten ihre Interessen durchzudrücken. Der Titel müsste also heissen: "Die Wirtschaftslobby blockt, die Wirtschaft ist nach aussen hin bemüht so zu tun als ob nicht."
    24 5 Melden
  • Daylongultra 30.11.2015 19:32
    Highlight Highlight Man sollte vielleicht differenzieren können zwischen der Strahlenangst getriebenen deutschsprachigen Energiewende (weg von Kernenergie) und der pragmaterischen internationalen "Klimawende" (weg von fossilen Brennstoffen). Man kann durchaus "Klimaschützer" und "Energiewende"Gegner sein.
    Für Gates&Co ist nicht umsonst die Kernenergie eine grüne Energie.
    13 12 Melden
    • atomschlaf 30.11.2015 20:04
      Highlight Highlight Ja, aber dann bitte mit innovativen, zukunftsträchtigen und inhärent sicheren Technologien und nicht mit Uralt-Reaktoren à la Mühleberg und Beznau!
      23 1 Melden
    • Tsunami90 30.11.2015 22:16
      Highlight Highlight Die Energiewende in Deutschland ist eine Farce. Wer Kohlekraftwerke subventioniert und neue bauen lässt hat keine Grünen ziele im sinn.
      16 1 Melden
    • Daylongultra 30.11.2015 22:31
      Highlight Highlight Der Zustand von technischen Anlage soll nicht durch ein subjektives Altersempfinden, sondern durch entsprechende Kontrollmechanismen beurteilt werden. Aber Sie haben recht, ein neues Kraftwerk könnte die drei Reaktoren kompensieren und die Gemüter beruhigen. Blöd nur dass durch die lächerlichen Regulierungen die Kosten für neue KKW in die Höhe getrieben werden und man daher lieber die alten laufen lässt.
      6 4 Melden
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  • FlorianH 30.11.2015 19:32
    Highlight Highlight Ich finde es doch ein bisschen gar populistisch die FDP und SVP allesamt als Leugner zu diffamieren. Vielleicht werden sie die, böse Zungen behaupte voreilig gewählte Energiewende kippen. Sie tun dies aber nicht aus purer Ignoranz zum Global Warming, aber eher aus der liberalen, resp. konservativen Weltsicht heraus: Keine überhasteten Pläne, sondern Einbeziehung von Wirtschaft und Gesellschaft. Dass seit Fukushimas Verschwinden aus den Schlagzeilen nicht mehr jeder hinter der Energiewende steht, hat dementsprechend nichts mit Leugnereien zu tun, sondern mit Pragmatismus!
    9 26 Melden
  • DerWeise 30.11.2015 18:44
    Highlight Highlight "Nachhaltiger" Strom sollte man evtl differenzieren:
    Wenn durch Staudämme riesige Flächen überflutet und un-nutzbar werden und Flüsse zum Rinnsal verkommen, verzichte ich gerne.
    5 23 Melden
    • 7immi 30.11.2015 22:05
      Highlight Highlight da sind akw's natürlich viel besser. wenns eins nimmt, dann sind riesige gebiete verseucht und unbewohnbar für jahrtausende. ausserdem ist die urangewinnung alles andere als grün. so verseucht der abraum weiterhin die umgebung für jahrhunderte und grundwasser wird kontaminiert. das uran selbst muss zudem zuerst angereichert werden, was unmengen an energie verschlingt. so wird prognostiziert, dass in einigen jahren wegen uranknappheit die energiebilanz (energieaufwand für anreicherung / energieausbeute) negativ werden wird...
      15 2 Melden
    • Tsunami90 30.11.2015 22:18
      Highlight Highlight Das überflutete Land wird zur Energiegewinnung genutzt. Also ist es alles andere als Unnütz.....
      12 2 Melden
  • geht doch 30.11.2015 17:54
    Highlight Highlight https://de.wikipedia.org/wiki/Schizophrenie

    Vor dem inflationären Gebrauch dieses psychiatrischen Begriffs wäre vielleicht mal eine eingehende Befassung mit seiner Bedeutung angebracht.
    36 4 Melden
    • moonvkid 01.12.2015 06:27
      Highlight Highlight endlich sagt das jemand
      5 2 Melden
  • Markus86 30.11.2015 16:53
    Highlight Highlight Wissenschaft und gesunder Menschenverstand siegen langfristig über Ignoranz und Dogmatismus. Hoffen wir das Beste.
    42 6 Melden
    • DerWeise 30.11.2015 18:39
      Highlight Highlight Mir wäre ein kurzfristiger Sieg mit nachhaltiger Wirkung lieber ;)
      7 2 Melden

«Wir haben es in der Hand, ein Massensterben zu verhindern»

Die Artenvielfalt ist in den letzten 50 Jahren dramatisch gesunken. Das zeigt der WWF in seiner neuesten Ausgabe des Living Planet Index auf. Zum Glück findet ein Umdenken bei den Menschen statt. Das sagt Thomas Vellacott, CEO des WWF Schweiz. 

60 Prozent der Tierarten sind in den letzten 50 Jahren verschwunden. Ist es also gerechtfertigt, von einem sechsten Massensterben zu sprechen? Ja, heute sterben 100 bis 1000 Mal mehr Arten aus als in vergangenen Zeiten. Das ist einmalig – und wir Menschen sind die Ursache. Der Living Planet Index des WWF untersucht die Populationstrends und zeigt so Veränderungen sehr früh an.

Ist dieses Massensterben nicht mehr aufzuhalten? Die kurze Antwort lautet: doch. Taucht man tiefer in die Daten ein, …

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