Wirtschaft
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Ölpipeline Keystone XL

«Wer hat sie dafür bezahlt?» Obamas Senatoren stimmen für Pipeline-Bau



Sen. Mary Landrieu, D-La., chair of the Senate Energy and Natural Resources Committee, and the Keystone XL oil pipeline bill sponsor, joined by Sen. Joe Manchin, D-W. Va., , left, and Sen. Heidi Heitkamp, D-N.D., right, speaks during a news conference on Capitol Hill in Washington, Tuesday, Nov. 18, 2014. The U.S. Senate has rejected a proposal to fast-track the approval of the controversial Keystone XL pipeline. (AP Photo/Carolyn Kaster)

Auch Demokratin Heidi Heitkamp (rechts) stimmte für das Pipeline-Projekt. Bild: Carolyn Kaster/AP/KEYSTONE

Nach dem Repräsentantenhaus hat auch der Senat in Washington für den unverzüglichen Bau der umstrittenen Ölpipeline Keystone XL von Kanada an die US-Golfküste gestimmt. Die Kongresskammer verabschiedete das Gesetz am Donnerstag mit 62 zu 36 Stimmen.

Neun Senatoren aus dem Lager von Präsident Barack Obamas Demokraten schlossen sich der republikanischen Mehrheit an. Das sorgte auf Twitter umgehend für scharfe Reaktionen:

Keystone XL soll von der kanadischen Provinz Alberta, die über eines der grössten Teersandvorkommen der Welt verfügt, über insgesamt 1'900 Kilometer bis zu den Raffinerien im US-Bundesstaat Texas führen. 

Umweltschützer warnen vor katastrophalen Folgen möglicher Lecks.

Sie monieren ausserdem, dass bei dem komplizierten Verfahren zur Ölgewinnung aus Teersand zu viel Treibhausgase freigesetzt werden. Obama hatte das Projekt auf Eis gelegt.

Prestigeprojekt für Republikaner

Die oppositionellen Republikaner sehen den Widerstand gegen Keystone XL als Paradebeispiel dafür, dass die Umwelt- und Klimapolitik des Präsidenten und seiner Demokraten das Wirtschaftswachstum hemmt und Arbeitsplätze kostet. Nach ihrem klaren Sieg bei den Kongresswahlen im November kontrollieren sie seit Jahresbeginn beide Parlamentskammern und wollen den Bau der Pipeline erzwingen.

Umstrittener Nutzen: Wieviele Jobs bringt der Pipeline-Bau wirklich?

Das Repräsentantenhaus hatte bereits am 9. Januar für das Projekt gestimmt. Die beiden Gesetze müssen nun noch in Einklang gebracht werden, ehe sie zur Unterzeichnung an Obama gehen. Die Unterschrift des Präsidenten ist aber wenig wahrscheinlich.

Obama will erst das Ergebnis einer laufenden Überprüfung durch das Aussenministerium abwarten, ehe er über den Bau der Pipeline entscheidet. Sein Veto könnte nur mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit in beiden Parlamentskammern überstimmt werden. (kad/sda/afp)

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