Wirtschaft
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Kurswechsel

Energieriese E.ON steigt aus Geschäft mit Atom, Gas und Kohle aus



Deutschlands grösster Energiekonzern E.ON richtet sich neu aus: Der Aufsichtsrat des Unternehmens verabschiedete am Sonntag eine neue Konzernstrategie, wie E.ON am Sonntagabend mitteilte.

Demnach konzentriert sich der durch die deutsche Energiewende unter Druck geratene Versorger künftig auf erneuerbare Energien, Energienetze und Kundenlösungen.

Das Geschäft mit der Stromerzeugung aus Atom-, Kohle- und Gaskraftwerken sowie der Energiehandel werde 2016 mehrheitlich an die Aktionäre abgegeben und der Rest an die Börse gebracht, teilte das Unternehmen mit.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Werner Wenning begrüsste die Entscheidung. Das Gremium habe den Vorschlägen des Vorstands zur strategischen Neuausrichtung des Konzerns «einstimmig zugestimmt».

epa04510056 (FILE) An undated handout image provided by German energy giant E.on on 12 October 2010 and showing the Windpark 'Rodsand I' off the Danish coast. According to media reports on 30 November 2014 the dept-burdened German energy supplier decided on a radical change to quit producing conventional energy from coal, natural gas and nuclear fision. The company will concentrate on producing energy from renewable sources, energy suply networks and customer solutions, Eon said in an announcement released on 30 November 2014 evening.  EPA/OLE CHRISTIANSEN/E.ON/HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES *** Local Caption *** 02390190

E.ON will auf erneuerbare Energien setzen. Bild: EPA/E.ON / EPA FILES

Verkauf von Auslandgeschäft

Zugleich bestätigte der Energiekonzern die Trennung von seinem Spanien- und Portugal-Geschäft. Die vereinbarte Abgabe des gesamten Geschäfts in Spanien und Portugal an den australischen Investor Macquarie zu einem Unternehmenswert in Höhe von 2,5 Milliarden Euro stärke die finanziellen Spielräume zur Neuaufstellung des Konzerns, hiess es. Auch ein Rückzug aus Italien werde erwogen.

Mit der Abspaltung der Atom-, Kohle- und Gaskraftwerke reagiert E.ON auf den Preisverfall bei den Grosshandelspreisen für Strom. Diese sind wegen der Überkapazitäten an Kraftwerken und dem Ausbau des Ökostroms allein seit Anfang 2013 um mehr als ein Viertel gefallen. (sda/afp/reu)

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