Wirtschaft
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Osterkueken Ausstellung - die Ostertradition im Natur-Museum Luzern, fotografiert am Sonntag, 21. April 2019. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Little chicks lie in their nest at the Nature Museum in Lucerne, Switzerland, Sunday, April 21, 2019. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Männliche Küken werden in der Schweiz mit Gas getötet. Bild: KEYSTONE

Schweizer Eierproduzenten suchen Alternative zum Töten von männlichen Küken



Für die Eierproduktion sollen künftig keine männlichen Küken mehr getötet werden. Die Branche will eine Alternative suchen. Diese Lösung müsse aber ethisch vertretbar und nachhaltig sein, und Konsumenten müssten bereit sein, die Kosten zu tragen, schreibt Gallosuisse.

Die 41 Delegierten der Vereinigung der Schweizer Eierproduzenten hiessen einen Antrag des Vorstandes einstimmig gut, eine Alternative ohne Küken-Töten zu suchen, wie Gallosuisse am Donnerstag mitteilte. Als Methode mit Potenzial in Sachen Nachhaltigkeit und ethischer Vertretbarkeit wird die Bestimmung des Geschlechts im Ei angesehen.

Ein Zeitplan für den Ausstieg aus dem Töten mit Gas und den Umstieg auf eine neue Methode könne aber nicht vorgelegt werden, schrieb Gallosuisse. Noch sei keine massentaugliche Technik verfügbar.

Jährlich werden Millionen von männlichen Küken getötet

Video: srf/Roberto Krone

Konsumenten müssen mitziehen

Ob die Geschlechtsbestimmung im Ei im Laden überzeugt, soll laut der Mitteilung ein erster Test ab Herbst zeigen. Ein Detailhändler wird dann Eier von Legehennen anbieten, die nach einem Verfahren namens «Seleggt» aussortiert worden sind. Bei diesem Verfahren werden nur Eier mit weiblichen Küken fertig ausgebrütet.

Realisierbar ist ein solches Verfahren laut Gallosuisse aber nur, wenn Brütereien, Produzenten und Handel Hand in Hand arbeiten. Zudem müssten die Konsumenten bereit sein, den Mehrpreis dieser Produktion zu bezahlen.

Konsumentinnen und Konsumenten können heute bereits Eier kaufen, die ohne das Töten von männlichen Küken produziert worden sind. Eier und Hähne von so genannten Zweinutzungsrassen seien im Handel erhältlich, schreibt Gallosuisse. Für Bruderhähne und Eier von Schwesterhennen gebe es verschiedene Projekte.

Die Produzenten von Gallosuisse setzen beim Töten männlicher Küken seit einigen Jahren auf Gas. Diese Methode ist in der Schweiz nach wie vor erlaubt, im Gegensatz zum Schreddern von männlichen Küken. Die mechanische Tötungsmethode ist seit Anfang 2020 verboten. (cma/sda)

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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Special K 03.09.2020 17:45
    Highlight Highlight Der beste Weg sind Eier und Fleisch von Zweinutzungshühnern.

    https://essenmitherz.ch
    • MarGo 04.09.2020 08:52
      Highlight Highlight Da die Ausbeutung immer besteht, ist richtiges "Essen mit Herz" wohl einfach der Verzicht...
  • _andreas 03.09.2020 16:39
    Highlight Highlight Finde es eine gute sache und würde auch mehr bezahlen. Aber schon krass das eine frühzeitige Geschlechtsbestimmung teurer ist als ausbrüten, töten und entsorgen.
  • Eyla 03.09.2020 16:37
    Highlight Highlight Ich habe das mal im TV gesehen, die kleinen männlichen Kücken werden einfach wie Abfall durch einen Schredder entsorgt. Das ist von mir aus ein Abbild der Perversion und zeigt dieses kranken System der Massenproduktion in der ‚Tierproduktion‘. Ja, wir konsumieren Tiere aber solche Praktiken entbehren jeglicher Menschlichkeit und gehören sofort verboten.

    Bei solchen Beispielen frage ich mich wirklich, was ist aus der ‚menschlichen‘ Spezi nur geworden. Das ist beschämend ...
    • Der Hutmacher 03.09.2020 17:18
      Highlight Highlight Frage: Wann hast du dein letztes Suppenhuhn gegessen?
    • Eyla 03.09.2020 19:54
      Highlight Highlight @Der Hutmacher - ist noch nicht lange her. Entnehme ich deiner Reaktion, dass du diese Praxis befürwortest?
    • Der Hutmacher 03.09.2020 20:29
      Highlight Highlight Bei der Eierproduktion fallen abgehende Legehennen und die männlichen Tiere an. Ich würde es begrüßen, wenn diese auch gegessen würden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jessesgott! 03.09.2020 16:33
    Highlight Highlight Immer noch behandeln wir Tiere wie ein Abfallprodukt. Sie werden, abgeschlachtet, unter grausamen Umständen gehalten, misshandelt, geschreddert, vergast und so weiter. Wo bleibt das Mitgefühl für ein Lebewesen? Der Mensch ist ein Monster. Und wird es wohl bleiben.
  • Andre Buchheim 03.09.2020 16:20
    Highlight Highlight Gibt es da nicht schon Ansätze? Hab mal gelesen, man könne die Bruteier prüfen, ob sie männliche oder weibliche Kücken hervorbringen, und damit vorher selektieren.
    Vielleicht sollten wir auch gemeinsam unseren Konsum und die damit einhergehenden Produktionsbedingungen in der Landwirtschaft insgesamt überdenken.
  • Jamaisgamay 03.09.2020 16:16
    Highlight Highlight Noch der bessere Weg: http://huhnmitbruder.ch/
  • Dirty Sanchez 03.09.2020 16:11
    Highlight Highlight Finde ich eine gute Sache und würde einen Aufpreis problemlos mittragen, auch wenn dieser signifikant wäre. Eier sind nicht die grösste Belastung meines Budgets..
  • karl_e 03.09.2020 16:03
    Highlight Highlight Die Bruderhähne liefern sehr schmackhaftes Fleisch, leider aber nur wenig, da die Vögel ziemlich mager sind. Lohnt sich trotzdem, allein wegen des Geschmacks.
    • Der Hutmacher 03.09.2020 17:23
      Highlight Highlight Vielleicht sollte man sie etwas länger aufziehen vor der Schlachtung. Tiere werden generell zu jung geschlachtet. Es würde auch viel weniger brauchen, wenn die Schlachtgewichte 20% höher wären.

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