Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

bild:shutterstock/watson

Börsenjahr 2020: US-Gurus gegen Schweizer Banken – wer hat recht?

Die legendären Investoren Ray Dalio und Bill Gross setzen auf sinkende Kurse. Credit Suisse und St. Galler Kantonalbank halten dagegen.



2019 war ein Superjahr für Anleger. Rund um den Globus vermeldeten die Aktienindizes neue Rekordhochs. Investoren konnten zweistellige Gewinne einstreichen. Champagner-Stimmung herrscht, aber auch die bange Frage: Geht die Party im nächsten Jahr weiter?

Das ist alles andere als sicher. Das «Wall Street Journal» hat kürzlich die Finanzgemeinde mit der Meldung aufgeschreckt, Bridgewater habe eine 1,5 Milliarden-Dollar-Wette auf sinkende Kurse abgeschlossen. Bridgewater ist der grösste Hedge Fund der Welt, sein Gründer Ray Dalio ein legendärer Finanz-Guru ( und x-facher Milliardär).

FILE - In this March 23, 2019 file photo, Bridgewater Associates Chairman Ray Dalio speaks during the Economic Summit held for the China Development Forum in Beijing, China. On Friday, April 5, Connecticut Gov. Ned Lamont announced that Dalio and his wife Barbara, of Greenwich, Conn., are donating $100 million to support public education and new businesses in some of Connecticut's most disadvantaged communities. (AP Photo/Ng Han Guan, File)

Eher pessimistisch: Ray Dalio. Bild: AP/AP

Gemäss «Wall Street Journal» soll Bridgewater Investmentbanken wie Goldman Sachs und Morgan Stanley damit beauftragt haben, ein Paket aus hoch komplexen Finanzinstrumenten in der Höhe von 1,5 Milliarden Dollar zu schnüren. Weil dieses Paket «gehebelt» ist, wie es im Jargon heisst, können damit Optionen in der Höhe von rund 100 Milliarden Dollar bewegt werden.

Die Verträge sollen gemäss Insidern im kommenden März auslaufen – und sie sollen auf fallende Kurse setzen.

Selbstverständlich nimmt Bridgewater zu diesen Gerüchten keine Stellung. Ray Dalio selbst winkt ebenfalls ab. «Es ist irreführend zu behaupten, wir hätten eine negative Einschätzung der Märkte», erklärte er bloss. Wirklich beruhigend ist dieses Dementi nicht. Das «Wall Street Journal» berichtet nämlich weiter:

«(Bridgewaters) Wette ist eine von vielen negativ gestimmten Deals, die an den Finanzmärkten platziert wurden. Die Kurse haben neue Höhen erklommen. Einige Investoren machen sich wegen Kurskorrekturen Sorgen.»

Einer, der sich diese Sorgen macht, ist Bill Gross. Er gehört ebenfalls zu den Investoren-Legenden und durfte sich einst rühmen, «König des Bond-Marktes» zu sein. In der «Financial Times» malt er ein eher düsteres Bild für 2020: Die Aktienmärkte dürften im besten Fall auf dem gleichen Niveau bleiben. Wahrscheinlicher aber sei, dass sie rund zehn Prozent einbüssen werden.

FILE - In this Aug. 17, 2010 file photo, billionaire bond investor Bill Gross, founder of PIMCO, appears at the Conference on the Future of Housing Finance, at the Treasury Department in Washington. Gross is suing PIMCO for more than $200 million for breach of contract and plotting to oust him from the firm he founded more than four decades ago. The suit, filed Thursday, Oct. 8, 2015 in Orange County, Calif., alleges that PIMCO executives plotted to remove Gross in an internal power struggle that eventually led to him leaving the company in September 2014. (AP Photo/Pablo Martinez Monsivais, File)

War einst «König des Bond-Marktes»: Bill Gross. Bild: AP/AP

Als Grund für seine verhalten pessimistische Prognose führt Gross an, dass die Zentralbanken, allen voran die amerikanische Fed, in Sachen Leitzinsen eher wieder einen härteren Kurs einschlagen würde. Zudem hätten sich die Effekte der Steuerreform verflüchtigt.

Zeit also, die Gewinne einzustreichen und abzuhauen? Nicht so schnell, widerspricht Michael Strobaek, Global Chief Investment Officer bei der CS. Er sieht auch für das kommende Jahr «keine übermässigen Risiken» und erklärt: «Bezüglich Aktien sind die Investoren immer noch zu ängstlich.»

CS-Chefökonom Oliver Adler begründet den Optimismus seiner Bank wie folgt: Die Rezessionsgefahr sei verflogen, sowohl für die Wirtschaft der USA wie der EU. Der starke Konsum kompensiere die Schwächen von Handel und Industrie. Der Handelskrieg zwischen den USA und China werde in einem Waffenstillstand enden.

Anders als Gross der der CS-Ökonom auch überzeugt, dass die Geldpolitik der Zentralbanken die Weltwirtschaft über Wasser halten werde.

epaselect epa07993703 US Federal Reserve Board Chairman Jerome Powell leaves after testifying before the US Senate Joint Economic Committee, on Capitol Hill in Washington, DC, USA, 13 November 2019. The hearing was held to hear Powell's testimony on the outlook of the economy, which has seen record highs of the S&P 500 stock market.  EPA/SAM CORUM

Soll es mit seiner Geldpolitik richten: Fed-Präsident Jerome Powell. Bild: EPA

Thomas Stucki, Chief Investment Officer bei der St. Galler Kantonalbank, teilt diese Einschätzung. Er rät ebenfalls, in Aktien zu investieren. «Selbst mit allfälligen Kursverlusten fährt man besser als mit Obligationen», sagt er und verweist auf die Dividende, die bis zu fünf Prozent betragen könne.

Wer auf sichere Anleihen setzt oder sein Geld gar auf einem Sparkonto parkiert, muss mit einer längeren Durststrecke rechnen. Stucki rechnet damit, dass es die Schweizerische Nationalbank frühestens 2022 wagen wird, die Leitzinsen zu erhöhen.

Wie die Mächtigen es in Davos treiben

Das Word Economic Forum (Wef) in Davos ist zum Inbegriff für ein Treffen der Reichen und Mächtigen geworden. Der «Davos Man» gilt als Symbol für ein Mitglied der globalen Elite. Aber was geht hinter den Kulissen des Kongressgebäudes ab, wenn man sich in den Suiten der Fünf-Sterne-Hotels zu privaten Gesprächen trifft? Der Regisseur Markus Vetter konnte zusammen mit einer Filmteam den Wef-Chef Klaus Schwab begleiten und hinter bisher verschlossen Türen drehen. Entstanden ist dabei der Dokumentarfilm «Das Forum». Am Sonntag den 15. Dezember zeigt Vetter diesen Film in einer Spezialvorführung im Kino Kosmos in Zürich. Im Anschluss daran gibt es ein Podium mit Iris Menn, Direktorin Greenpeace Schweiz. Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr.

Der Optimismus der Schweizer Banken ist nicht ungebrochen. «Wie Bridgewater schützen auch wir die Vermögen unserer Kunden mit einer ähnlichen Absicherung», sagt Strobaek. «Aber wir hängen das nicht an die grosse Glocke.»

Democratic presidential candidate Sen. Elizabeth Warren, D-Mass., holds up two fingers as she speaks during a campaign stop, Saturday, Nov. 23, 2019, in Manchester, N.H. (AP Photo/Mary Schwalm)

Ist zum Börsenschreck geworden: Elizabeth Warren. Bild: AP

Um gegen Unbill gewappnet zu sein, rät derweil Stucki, den Goldanteil im Portfolio zu erhöhen.

Die Einschätzungen mögen unterschiedlich sein – in einem Punkt sind sich alle einig: Sollte Elizabeth Warren im November 2020 die US-Wahlen gewinnen, wird an den Börsen die Hölle los sein. Die Senatorin aus Massachusetts will das Fracking verbieten, die Superreichen stärker besteuern und eine Einheitskrankenkasse für alle einführen. Das ist entschieden mehr als die Wall Street verkraften kann.

Geldpolitik und Notenbanker

«Wir haben immer noch eine ungeliebte Aktien-Hausse»

Link zum Artikel

Werden die Ökonomen immer dümmer? Oder nur egoistischer?

Link zum Artikel

Der schwache Dollar und der US-Finanzminister

Link zum Artikel

Haben uns die Finanzmärkte in Geiselhaft genommen?

Link zum Artikel

Geldpolitik und Notenbanker

«Wir haben immer noch eine ungeliebte Aktien-Hausse»

23
Link zum Artikel

Werden die Ökonomen immer dümmer? Oder nur egoistischer?

85
Link zum Artikel

Der schwache Dollar und der US-Finanzminister

22
Link zum Artikel

Haben uns die Finanzmärkte in Geiselhaft genommen?

26
Link zum Artikel

Geldpolitik und Notenbanker

«Wir haben immer noch eine ungeliebte Aktien-Hausse»

23
Link zum Artikel

Werden die Ökonomen immer dümmer? Oder nur egoistischer?

85
Link zum Artikel

Der schwache Dollar und der US-Finanzminister

22
Link zum Artikel

Haben uns die Finanzmärkte in Geiselhaft genommen?

26
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

32
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
32Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dalamar13 30.11.2019 12:50
    Highlight Highlight Wenn sich Bankkader in so arroganter Manier sicher fühlen wartet die nächste Rezession bestimmt um die Ecke...
  • npe 29.11.2019 18:36
    Highlight Highlight (PS)

    Was hier über Warren gesagt wird, gibt mir Brechreiz. Ich HOFFE, dass die Hölle an den Märkten los sein wird! Investoren konnten in den letzten Jahren mehr als genug Reichtum den Ärmeren abluchsen. Ich sage dies als Kleinanleger, der selber an den Märkten aktiv ist.
  • npe 29.11.2019 18:36
    Highlight Highlight (3/3)
    3. "Der Handelskrieg wird im Waffenstillstand enden": Absolute Spekulation! Es ist genauso gut möglich, dass daraus ein Black Swan event entsteht..

    Zudem mussten die Nationalbanken bereits vor 10 Jahren gross intervenieren, und haben das Problem einfach aufgeschoben, indem sie anfingen mehr Geld in den Umlauf zu bringen (QE) und die Zinsen zu senken. Sehr aufschlussreiches Video über Ray Dalio dazu:
    Play Icon
  • npe 29.11.2019 18:35
    Highlight Highlight (2/3)
    1. "keine übermässigen Risiken": Was?? Die Nationalbanken kaufen seit Jahren Aktien auf, was diese weiter ansteigen lässt. Eigentlich genutzt für kurze Kraftschübe für die Wirtshaft, verloren diese in der letzten Zeit immer mehr ihre Potenz.

    2. "starker Konsum": Dieser wurde seit der letzten Krise durch immer niedrigere Zinsen (Konsumkredite, Hypos) angekurbelt. Nun sind die Leitzinsen auf dem Kontinent irgendwo um 0 (SNB: -0.75%!). Die FED hat noch etwas mehr Puffer. Den Menschen geht es REAL immer schlechter, man schaue nur in die USA..
  • npe 29.11.2019 18:32
    Highlight Highlight Dass die CS hier gegen den Gründer des wohl legendärsten Hedge Funds (HF) der letzten Jahrzehnte 'argumentieren' muss, ist klar. Das Geschäft der Banken bit Zinsen wurde zerstört, deshalb sind diese nun daran Interessiert, dass Junden ihre Gelder stattdessen in den Aktuenmarkt investieren, am besten über CS Produkte logisch.

    Leider sind einige Argumentationen von Adler einfach nicht ehrlich, was mich echt stinkig macht..

    (1/3)
  • Ueli der Knecht 29.11.2019 11:44
    Highlight Highlight "Weil dieses Paket «gehebelt» ist, wie es im Jargon heisst, können damit Optionen in der Höhe von rund 100 Milliarden Dollar bewegt werden."

    Die Frage ist doch bloss, ob Bridgewater diese 100 Milliarden Aktien tatsächlich im Depot hält, weil dann wäre es eine ganz normale Absicherung; nichts aussergewöhnliches. In diesem Fall würde Bridgewater auch profitieren, wenn die Kurse steigen.

    Aussergewöhnlich wäre, wenn Bridgewater die zugrundeliegenden Aktienwerte nicht hält, und nur dann fette Gewinne einstreichen könnte, wenn die Kurse fallen. Nur das wäre dann eine Wette auf fallende Kurse.
  • WID 29.11.2019 11:26
    Highlight Highlight Das ganze Finanzsystem ist ein Schneeballkreditsystem. Verliert einer der Player das Vertrauen oder geht Konkurs dann bricht auch das Schneeballsystem zusammen. Es könnte gut sein, dass das bald mal passiert.
    • Ueli der Knecht 29.11.2019 14:31
      Highlight Highlight "Verliert einer der Player das Vertrauen oder geht Konkurs dann bricht auch das Schneeballsystem zusammen."

      Am Ende der Nahrungskette steht die Bevölkerung. Solange die Leute Vertrauen "IN GOD WE TRUST" haben, können die Notenbanken weiter beliebig Schuldscheine (aka Geld) nachdrucken.

      Wenn kleine Players konkurs gehen, ist das kein Problem; das passiert dauernd. Grosse Player sind "to big to fail" und können daher nicht konkurs gehen. Und Staaten können offenbar auch nicht konkurs gehen, weil sie dann das IWF (natürlich nicht bedingungslos) unter ihre Fittiche nimmt.

      Geld regiert die Welt.
    • npe 29.11.2019 14:51
      Highlight Highlight Stimmt leider, ein Film, der das gut veranschaulicht ist "The Big Short" welche in der Zeit der grossen Rezession (Der Zeitraum von vor 10 Jahren) spielt.
  • landre 29.11.2019 09:47
    Highlight Highlight So wie schon von Lloyd Blankfein erläutert: "You can characterize anything as a bet. You can call it a casino. People call (...)".

    In einem Casino gibt es aber angemessene Regelwerke...Dass in dem hier oben auf sinkende Kurse "gewettet" werden darf oder diese sogar bewusst mit verschiedenen Mitteln gefördert werden, ist und bleibt systemisch eine klare Schwe***rei.
  • Triumvir 29.11.2019 09:04
    Highlight Highlight Ende nächstes Jahr werden wir wissen, wer mit seiner Voraussage recht hatte...sollte Trump - was Gott bewahre - wiedergewählt werden, kommt der Absturz an der Börse wohl spätestens im übernächsten Jahr oder auch nicht...
    • Spooky 29.11.2019 09:14
      Highlight Highlight "...kommt der Absturz an der Börse wohl spätestens im übernächsten Jahr oder auch nicht..."

      Morgen falle ich vom Pferd oder auch nicht.
  • PC Principal 29.11.2019 08:53
    Highlight Highlight Es ist wieder ziemlich unwahrscheinlich geworden, dass Warren nominiert wird. In den Umfragen ist sie abgestürzt und auch die Wettmärkte sehen sie nur noch auf dem dritten Platz hinter Biden und Pete Buttigieg:


    Benutzer Bild
  • Kaspar Floigen 29.11.2019 08:43
    Highlight Highlight Vielleicht gibts bei Warren kurzfristige Abstürze. Aber danach eher langfristiges Wachstum. Beim momentanen System wird sonst auch bald schon die Mittelschicht nicht mehr vernünftig konsumieren können.
    • bebby 29.11.2019 09:16
      Highlight Highlight Bin da auch optimistisch. Habe lieber eine Wirtschaftsreformerin an der Spitze der USA als eine Gruppe von Selbstbedienern, die immer nur ans eigene Konto denken, währenddessen die Bevölkerung verarmt.
      Abgesehen davon muss sie das Parlament, inklusive Senat, überzeugen können, was radikale Lösungen verunmöglicht. Und Warren ist definitiv keine Sozialistin wie Sanders. In der Schweiz wäre sie politisch vermutlich eher in der Mitte anzusiedeln. Selbst The Economist zollt ihr einen gewissen Respekt.
  • Vesparianer 29.11.2019 08:36
    Highlight Highlight einer der beiden wird Recht haben
  • Duweisches 29.11.2019 08:15
    Highlight Highlight „...mehr als die Wallstreet verkraften kann.“
    Natürlich, man stelle sich vor die Superreichen müssten eine anständige Steuer zahlen, die billige, umweltschädliche Energie aus Fracking fiele weg und die Menschen wären normal versichert. Das wäre der Tod für jede Börse!

    Mein Gott, dieses Denken zeigt doch gerade, dass es eine Krise braucht um die völlig abgehobenen Investoren wieder auf den Boden der Tatsachen zu bringen, deren Gewinne allein auf ausbeuterischem Verhalten gegenüber Umwelt und Menschen beruhen.
  • OkBoomer 29.11.2019 07:58
    Highlight Highlight An der Börse würde "die Hölle los sein"? Ja, vielleicht aus Investorensicht, aber ist die für einen Normalsterblichen entscheidend? Nein! Ich denke, etwas demokratischere und aus Ausgleich bedachte Kräfte würden den USA nicht schaden.
  • Raddadui 29.11.2019 07:52
    Highlight Highlight Das "Die Aktienmärkte dürften im besten Fall auf dem gleichen Niveau bleiben. Wahrscheinlicher aber sei, dass sie rund zehn Prozent einbüssen werden." ist natürlich super besorgniserregend angesichts der Tatsache, dass ein gutes Aktienportfolio dieses Jahr über 30% im Plus ist....
  • Selbst-Verantwortin 29.11.2019 07:47
    Highlight Highlight Es wäre übrigens für alle gut, wenn die künstliche Blase korrigiert würde. Gesunde wirtschaftliche Entwicklung ist immer in Wellen.
  • Selbst-Verantwortin 29.11.2019 07:45
    Highlight Highlight Billige Panikmache. ZB „(Bridgewaters) Wette ist eine von vielen negativ gestimmten Deals, die an den Finanzmärkten platziert wurden.“
    Bei Wetten hat immer exakt gleich viele auf beiden Seiten. Folglich gibt es gleich viele, welche auf steigende Kurse setzen.
    • Ueli der Knecht 29.11.2019 14:37
      Highlight Highlight "Folglich gibt es gleich viele, welche auf steigende Kurse setzen."

      Auf steigende *oder stagnierende* Kurse...

      Im vorliegenden Fall scheint das Geschäft nur der Absicherung zu dienen. Der Fonds (Bridgewaters) hält vermutlich die 100 Milliarden im Depot und setzt daher auch auf steigende oder werterhaltende stagnierende Kurse, sichert sich aber für den Fall ab, in dem die Kurse (bis März 2020) um zB. mehr als 20 Prozent absacken. In diesem Fall darf Bridgewater die Aktien zum heutigen Wert an die Put-Option-Verkäufer verscherbeln (so die dann überhaupt Geld haben).
  • wolge 29.11.2019 07:04
    Highlight Highlight Börse hin, Börse her...

    Die Wahl von Elizabeth Warren statt Trump würde mich freuen...

  • Ökonometriker 29.11.2019 06:53
    Highlight Highlight Statistisch gesehen hat der, der Recht hat, einfach gut geraten. Aktive Investoren schlagen den Markt schon lange nicht mehr.
    Wer in Aktien investiert, sollte einfach kaufen, min. 10 Jahre halten und sich der Dividenden freuen. Beim hin- und herschieben verdient nur die Bank.

    Der Wert der Märkte wird v.a. von den Notenbanken (besonders der US FED) bestimmt. Man müsste also die Mehrheit der US-FED-Abteilungschefs korrumpieren, um hier etwas voraussagen zu können.
    Wer das nicht kann, schlägt den Markt nicht. Dann besser kaufen und halten.
    If you can't beat the market, be the market.
    • bebby 29.11.2019 09:11
      Highlight Highlight Jede Strategie funktioniert irgendwann nicht mehr, wenn zu viele sie umsetzen. Das gilt heute für passives investieren. Das sieht man ganz schön daran, dass viele grosskapitalisierte Unternehmen unterdessen primär passive Investoren haben, die an der Preisfindung und Unternehmensführung nicht interessiert sind.
      Wenn man sich schon nicht mit dem Markt auseinandersetzen will, dann ist es vermutlich klüger, einfach anständig zu diversifizieren, in dem man möglichst gleichgewichtet in verschiedene Unternehmen in verschiedenen Ländern investiert. Nicht 60% USA und nur Grossunternehmen wie im MSCI.
    • Marco_ 29.11.2019 22:10
      Highlight Highlight Aktiv Investieren kann abhängig von der Markteffizienz durchaus Sinn machen!
  • Töfflifahrer 29.11.2019 06:39
    Highlight Highlight Hoffen da einige auf eine sich selbsterfüllende Prophezeiung?
    • mrmikech 29.11.2019 07:16
      Highlight Highlight Sie müssen nicht hoffen, sie verursachen es. Ausverkauf für die reiche.
    • Ueli der Knecht 29.11.2019 14:41
      Highlight Highlight "Hoffen da einige auf eine sich selbsterfüllende Prophezeiung?"

      Vermutlich diejenigen "Journalisten" des Wallstreet Journals, welche diese Falschmeldung in die Welt setzten.

      Es ist nämlich keine Wette auf fallende Kurse, sondern bloss eine simple Absicherung des gehaltenen Aktiendepots gegen fallende Kurse. Eine Art Versicherung, die einspringt, falls der Kurs bis März 2020 fallen würde.

      Solche Absicherungen bestehender Aktiendepots (mittels Kauf von Put-Optionen) sind üblich und weit verbreitet.
  • diderot 29.11.2019 06:30
    Highlight Highlight Wir leben in spannenden Zeiten. Die P/E ratio im Höhenflug, die Zinsen um oder unter dem Nullpunkt und die Verschuldung in nie dagewesener Höhe mit div. Staatsverschuldungen über 100% und zudem florierender Privatverschuldung. Alle sagen: dieser Bullenmarkt ist auf Pump, aber keiner kann den Moment des Crashes vorhersagen, aber er wird kommen. Und die meisten Wetten laufen auf die kommenden 3-4 Monate. Wer jetzt noch zukauft, braucht Gottesvertrauen. PS: Wer nicht weiss, was P/E bedeutet, muss jetzt[!] für sich feststellen, ob sie/er einen Wertverlust von 30% bei seinem Portfolio verkraftet.
    • Ueli der Knecht 29.11.2019 14:56
      Highlight Highlight Bei P/E muss man nur wissen, dass "im Höhenflug" kein gutes Omen ist. Je höher das Verhältnis, desto überbewerteter die Aktie.

      "Wer nicht weiss, was P/E bedeutet, muss jetzt[!] für sich feststellen, ob sie/er einen Wertverlust von 30% bei seinem Portfolio verkraftet."

      Das Verlustrisiko bei Aktien beträgt allerdings 100% (zB. Swissair).

      Wer weiss, was P/E bedeutet, der könnte bemerken, dass derzeitige Unternehmensgewinne überwiegend aktiengetrieben sind, und dass daher ein Crash von >30% ein noch nie gesehener Finanzkollaps (mit 100% Verlustrisiken) provozieren könnte.

      In God we trust.
    • King33 29.11.2019 15:42
      Highlight Highlight Naja, vielleicht sollten sich gewisse "Experten" zuerst mit dem Unterschied zwischen einer Kurskorrektur und einem Crash befassen...

Der Millionen-Yogi: Was du über den Bikram-Skandal wissen musst

Ein indischer Yoga-Guru behauptet, ein Yogastil erfunden zu haben und kassiert jahrelang Millionen. Doch dann melden sich zig Frauen und werfen ihm sexuellen Missbrauch vor. Eine Netflix-Doku über die Machenschaften von Bikram Choudhury stellt derzeit die Yoga-Welt auf den Kopf.

Während sich gerade weltweit in den über 1200 Bikram-Yoga-Studios Menschen in Bikini und kurzen Hosen bei 40 Grad in Yogaposen biegen, geht ein Netflix-Dokumentarfilm durch die Decke. Er handelt vom vermeintlichen Gründer dieses sogenannten Bikram-Yogas – dem Yogastil, bei dem man in glühender Hitze exakt 26 Yogaposen und zwei Atemübungen macht. Der Film zeigt, wie Bikram Choudhury über Jahre Millionen anhäufte, Frauen missbrauchte und die Yogi-Welt zum Narren machte. Die ganze …

Artikel lesen
Link zum Artikel