Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Greece's Finance Minister Yanis Varoufakis arrives for statements after the results of referendum in Athens, Sunday, July 5, 2015. Greece faced an uncharted future as its interior ministry predicted Sunday that more than 60 percent of voters in a hastily called referendum had rejected creditors' demands for more austerity in exchange for rescue loans. (AP Photo/Angelos Christofilopoulos)

Der griechische Finanzminister verkündet das Resultat des Referendums am 15. Juli 2015. Bild: AP/AP

Wie Yanis Varoufakis ein tragischer Held wurde

In seinem Buch «Die ganze Geschichte» erzählt der ehemalige griechische Finanzminister, wie er vergeblich versucht hat, sein Land aus der Schuldenfalle zu befreien. Lest es, es ist super!



Bis weit ins 19. Jahrhundert kannte England die Einrichtung eines Schuldengefängnisses. Wer seinen Verpflichtungen nicht nachkommen konnte, wurde eingebuchtet. Charles Dickens’ Roman «Little Dorrit» behandelt den Unsinn dieser Einrichtung und die damit verbundene menschliche Tragik. Wer im Schuldengefängnis sass, hatte keine Chance. Wie kann jemand im Knast Geld verdienen? Auch die Gläubiger guckten daher letztlich in die Röhre.

epaselect epa04833707 Greece's former Finance Minister Yanis Varoufakis drives his motorcyle with his wife Danae Stratou after exiting the Finance Ministry in Athens, Greece, 05 July 2015. Greece's Finance Minister Yanis Varoufakis said on 06 July he is resigning, making the announcement in a tweet and on his personal webpage. The announcement came hours after the ballot count of the referendum on Greece's bailout package was completed.  EPA/FOTIS PLEGAS G.  EPA/FOTIS PLEGAS G.

Der Schreck des Establishments: Varoufakis und seine Frau auf dem Motorrad. Bild: EPA/ANA-MPA

In seinem Buch «Die ganze Geschichte» beschreibt der ehemalige Finanzminister Yanis Varoufakis das Schicksal Griechenlands in der Schuldenkrise. Das Land war von der Troika – einem Technokratengremium aus Mitgliedern des IWF, der EU und der Europäischen Zentralbank – ebenfalls in eine moderne Version eines Schuldengefängnisses geworfen worden. Wie bei Dickens war das Ergebnis an Absurdität nicht zu überbieten.

Nach den Erschütterungen der Finanzkrise war Griechenland pleite, sicher auch – aber nicht nur – aus eigenem Verschulden. Doch Varoufakis beschäftigt sich nicht mit den Ursachen der Überschuldung. Er hatte einen Plan, wie er sein Land aus der Schuldenfalle führen und dabei auch zumindest teilweise die Anliegen der Gläubiger befriedigen konnte. Dabei geriet er in einen Zweifrontenkrieg, der nicht zu gewinnen war.

Keine Machtbasis in der Partei

Der Troika ging es nicht darum, das Geld zurückzuerhalten, sie wollte Griechenland bestrafen. Die Heimfront war ebenfalls gespalten. Varoufakis trat der Syriza erst kurz vor deren Wahlsieg bei und hatte keine Machtbasis in der linken Partei. Ein grosser Teil der Parteimitglieder misstraute ihm, und der Parteichef Alexis Tsipras liess ihn am Schluss im Stich. 

FILE - In this Feb. 5, 2016 file photo, German Finance Minister Wolfgang Schaeuble, left, and the Finance Minister of Greece, Yanis Varoufakis, right, talk prior to a joint press conference as part of a meeting in Berlin, Germany. Wolfgang Schaeuble, the long-time German finance minister, is attending his final meeting of his peers in the 19-country eurozone on Monday, Oct. 9, 2017. (AP Photo/Michael Sohn, File)

Respekt für seinen Gegenspieler: Varoufakis und Wolfgang Schäuble. Bild: AP/AP

Nun ist das Buch des ehemaligen Finanzministers über diese moderne griechische Tragödie erschienen. Es ist schlicht brillant und liest sich wie ein grosser Gesellschaftsroman. (Die wenigen technischen Abschnitte über Staatsschulden kann der ökonomisch nicht interessierte Leser problemlos überspringen.) Es ist nicht nur ein Lesegenuss, man erfährt auch viel Neues und Überraschendes über ein Thema, das man eigentlich bis zum Überdruss zu kennen glaubt.

Das beginnt mit der Person von Varoufakis. In den Medien wurde er meist als linker Glamourboy dargestellt, als eine Art Edelrocker mit Motorrad und speckigem Ledermantel. (Dieser Ledermantel hat übrigens eine witzige Geschichte.) Das ist sehr weit von der Wahrheit entfernt. Varoufakis ist ein anerkannter Ökonom. Er hat an renommierten Universitäten gelehrt, und er hatte einen vernünftigen Plan für die Sanierung seines Landes.

Rat von konservativen Experten

Varoufakis ist auch kein ideologisch verbohrter Marxist. Er hat seinen Sanierungsplan mit anerkannten Ökonomen wie James Kenneth Galbraith und Jeffrey Sachs ausgearbeitet und dabei zum Entsetzen eines Teils der Syriza Investmentbanker und Fachleute des IWF beigezogen. Er hat sich auch nicht gescheut, den Rat von vermeintlichen Gegnern einzuholen. Dazu gehörte der ehemalige US-Finanzminister Larry Summers genauso wie der ehemalige konservative britische Finanzminister Norman Lamont und der ehemalige Chefökonom der Deutschen Bank, Thomas Mayer.

Managing Director of the International Monetary Fund Christine Lagarde, left, greets Greek Finance Minister Yanis Varoufakis during a meeting of eurozone finance ministers in Brussels on Thursday, June 25, 2015. Greece and its creditors launched a new round of talks in Brussels early Thursday in a fresh bid to unlock billions of euros in loans and save the country from bankruptcy. (AP Photo/Geert Vanden Wijngaert)

Mit ihr konnte er es gut: Christine Lagarde und Varoufakis. Bild: AP/AP

Wie es sich für eine Tragödie gehört, hat der Held zwar hehre Absichten, zerbricht aber an den unabänderlichen Umständen. Die meisten Fachleute bestätigten Varoufakis, dass er grundsätzlich Recht hat. Die Experten des IWF beispielsweise wussten längst, dass Griechenland nur mit einer Umschuldung zu retten ist und dass der Sanierungsplan der Troika völlig unrealistisch war. Doch Deutschland und die nördlichen EU-Staaten wollten einen Schuldenschnitt um jeden Preis verhindern. Sie wollten an Griechenland ein Exempel statuieren, koste es, was es wolle.

Derweil wollte Varoufakis möglichst einen Grexit verhindern, es wäre für ihn die letzte Option gewesen. Sein grosser Gegenspieler hingegen, der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble, wollte Griechenland aus dem Euro drängen.

Er konnte dabei auf die devote Unterstützung von Jeroen Dijsselbloem zählen. Der niederländische Finanzminister und Chef der Eurogruppe gehört denn auch zu den Schurken des Stücks. Ebenfalls schlecht weg kommen die deutschen und die französischen Sozialdemokraten, die im entscheidenden Moment immer wieder den Schwanz eingezogen haben – mit Ausnahme des damaligen französischen Wirtschaftsministers namens Emmanuel Macron.

Das Ende hätte Shakespeare schreiben können

Zu den Sympathieträgern gehört auch die IWF-Direktorin Christine Lagarde. Sie kann allerdings auch nicht verhindern, dass das Schicksal seinen Lauf nimmt. Letztlich sind es der griechische Premierminister Tsipras und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, die Griechenlands Schicksal besiegeln. Hinter dem Rücken ihrer Finanzminister handeln sie einen Deal aus, der dazu führt, dass das Land im Euro verbleibt – aber auch im Schuldengefängnis.

epa04676339 German Chancellor Angela Merkel (L) and Greek Prime Minister Alexis Tsipras (R) leave after a joint press conference on their previous talk in the Federal Chancellery in Berlin, Germany, 23 March 2015. Tsipras is expected to present a list of reforms, hoping to unlock bailout funds to prevent Greece from running out of cash next month, Greek government sources said.  EPA/RAINER JENSEN

Haben sich hinter dem Rücken ihrer Finanzminister geeinigt: Angela Merkel und Alexis Tsipras. Bild: EPA/DPA

Varoufakis und sein Erzfeind Schäuble sind beide Verlierer. Griechenland wird ein idiotischer Sanierungsplan aufs Auge gedrückt, der Grexit ist ebenfalls vom Tisch. Erstaunlicherweise bringt Varoufakis Schäuble viel Respekt entgegen. Die Schilderung des letzten Treffens der beiden hat geradezu Shakespeare’sche Ausmasse. Varoufakis hat soeben erfahren, dass die Troika beschlossen hat, den griechischen Hoteliers eine Mehrwertsteuer von über 20 Prozent aufzubrummen. Damit geraten sie im Wettbewerb gegenüber ihren türkischen Konkurrenten hoffnungslos ins Hintertreffen.

«Wolfgang, würdest du das an meiner Stelle unterschreiben?», fragt Varoufakis Schäuble. Der deutsche Finanzminister, der bisher unerbittlich auf die Erfüllung der Auflagen der Troika gepocht hat, schaut zunächst lange aus dem Fenster seines Büros in Berlin und gibt dann die überraschende Antwort: «Als Patriot würde ich dies nicht tun.»

Und so sieht es aus: 

Bild

Varoufakis' Stinkefinger

Das könnte dich auch interessieren:

Diese 13 Bücher machen dich schlau(er)

Link zum Artikel

Wir haben den Wahlplakaten das Sprechen beigebracht – es war wohl ein Fehler 🤣

Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

Link zum Artikel

«Euch 2 möchte ich nicht im Dunkeln begegnen» – Nico zwischen «Bachelor»-Kandidatinnen

Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

Link zum Artikel

Sportlerpics auf Social Media: #Lagunalondonlife – fehlt nur noch die TV-Serie!

Link zum Artikel

Alle reden von der grünen Welle – doch in Bern führt kein Weg am CVP-Orange vorbei

Link zum Artikel

Die Wildlife Photographer of the Year Awards wurden vergeben – die Bilder sind DER HAMMER

Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

Link zum Artikel

Noch einmal: Was hat Putin gegen Trump in der Hand?

Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

Link zum Artikel

Trumps rechte Hand bestätigt aus Versehen, was nie passiert sein soll

Link zum Artikel

Googles smarte Lautsprecher verstehen nun Schweizerdeutsch – und das können sie sonst noch

Link zum Artikel

Hyvä Suomi! Finnlands Fussballer stehen vor dem ersten Turnier ihrer Geschichte

Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

Link zum Artikel

Sunrise-Chef spricht Klartext: Die UPC-Übernahme «ist tot» – das hat Folgen für die Kunden

Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

Link zum Artikel

Wie Erdogan innenpolitisch vom Krieg profitiert

Link zum Artikel

Grüne hinter der CVP: Die «ultimative» Wahlprognose von Claude Longchamp

Link zum Artikel

Vergewaltigt, gebrochen, erneut vergewaltigt. Harvey Weinsteins sadistisches System

Link zum Artikel

1500 Matches und kein Ende in Sicht – die spannendsten Zahlen zum grossen Federer-Jubiläum

Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

Link zum Artikel

Stell dir vor, das Bundesliga-Topspiel steht an und es spielen mehr Schweizer als Deutsche

Link zum Artikel

Die Lösung der Lebensmittelkrise könnte aus Nigeria kommen – in Gestalt dieser Frau

Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

Link zum Artikel

Armer Kanye! Seine Kim ist zu sexy für ihn und seine Seele, er will das alles nicht mehr

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Diese 13 Bücher machen dich schlau(er)

65
Link zum Artikel

Wir haben den Wahlplakaten das Sprechen beigebracht – es war wohl ein Fehler 🤣

28
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

119
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

103
Link zum Artikel

«Euch 2 möchte ich nicht im Dunkeln begegnen» – Nico zwischen «Bachelor»-Kandidatinnen

16
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Sportlerpics auf Social Media: #Lagunalondonlife – fehlt nur noch die TV-Serie!

321
Link zum Artikel

Alle reden von der grünen Welle – doch in Bern führt kein Weg am CVP-Orange vorbei

59
Link zum Artikel

Die Wildlife Photographer of the Year Awards wurden vergeben – die Bilder sind DER HAMMER

41
Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

17
Link zum Artikel

Noch einmal: Was hat Putin gegen Trump in der Hand?

216
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

119
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

150
Link zum Artikel

Trumps rechte Hand bestätigt aus Versehen, was nie passiert sein soll

91
Link zum Artikel

Googles smarte Lautsprecher verstehen nun Schweizerdeutsch – und das können sie sonst noch

37
Link zum Artikel

Hyvä Suomi! Finnlands Fussballer stehen vor dem ersten Turnier ihrer Geschichte

22
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

357
Link zum Artikel

Sunrise-Chef spricht Klartext: Die UPC-Übernahme «ist tot» – das hat Folgen für die Kunden

35
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

130
Link zum Artikel

Wie Erdogan innenpolitisch vom Krieg profitiert

8
Link zum Artikel

Grüne hinter der CVP: Die «ultimative» Wahlprognose von Claude Longchamp

81
Link zum Artikel

Vergewaltigt, gebrochen, erneut vergewaltigt. Harvey Weinsteins sadistisches System

99
Link zum Artikel

1500 Matches und kein Ende in Sicht – die spannendsten Zahlen zum grossen Federer-Jubiläum

11
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Stell dir vor, das Bundesliga-Topspiel steht an und es spielen mehr Schweizer als Deutsche

25
Link zum Artikel

Die Lösung der Lebensmittelkrise könnte aus Nigeria kommen – in Gestalt dieser Frau

71
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

141
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

79
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Armer Kanye! Seine Kim ist zu sexy für ihn und seine Seele, er will das alles nicht mehr

45
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Diese 13 Bücher machen dich schlau(er)

65
Link zum Artikel

Wir haben den Wahlplakaten das Sprechen beigebracht – es war wohl ein Fehler 🤣

28
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

119
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

103
Link zum Artikel

«Euch 2 möchte ich nicht im Dunkeln begegnen» – Nico zwischen «Bachelor»-Kandidatinnen

16
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Sportlerpics auf Social Media: #Lagunalondonlife – fehlt nur noch die TV-Serie!

321
Link zum Artikel

Alle reden von der grünen Welle – doch in Bern führt kein Weg am CVP-Orange vorbei

59
Link zum Artikel

Die Wildlife Photographer of the Year Awards wurden vergeben – die Bilder sind DER HAMMER

41
Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

17
Link zum Artikel

Noch einmal: Was hat Putin gegen Trump in der Hand?

216
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

119
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

150
Link zum Artikel

Trumps rechte Hand bestätigt aus Versehen, was nie passiert sein soll

91
Link zum Artikel

Googles smarte Lautsprecher verstehen nun Schweizerdeutsch – und das können sie sonst noch

37
Link zum Artikel

Hyvä Suomi! Finnlands Fussballer stehen vor dem ersten Turnier ihrer Geschichte

22
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

357
Link zum Artikel

Sunrise-Chef spricht Klartext: Die UPC-Übernahme «ist tot» – das hat Folgen für die Kunden

35
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

130
Link zum Artikel

Wie Erdogan innenpolitisch vom Krieg profitiert

8
Link zum Artikel

Grüne hinter der CVP: Die «ultimative» Wahlprognose von Claude Longchamp

81
Link zum Artikel

Vergewaltigt, gebrochen, erneut vergewaltigt. Harvey Weinsteins sadistisches System

99
Link zum Artikel

1500 Matches und kein Ende in Sicht – die spannendsten Zahlen zum grossen Federer-Jubiläum

11
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Stell dir vor, das Bundesliga-Topspiel steht an und es spielen mehr Schweizer als Deutsche

25
Link zum Artikel

Die Lösung der Lebensmittelkrise könnte aus Nigeria kommen – in Gestalt dieser Frau

71
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

141
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

79
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Armer Kanye! Seine Kim ist zu sexy für ihn und seine Seele, er will das alles nicht mehr

45
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

27
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • pedrinho 12.11.2017 14:24
    Highlight Highlight ...
    Benutzer Bild
  • Raphael Stein 12.11.2017 12:24
    Highlight Highlight In der Wirtschaftskriminaltiät ist es unabdingbar dem Geldfluss zu folgen. Dieser Pfad führt immer zu den Verursachern. In GR erschwerend, die Macht der örtlichen Oligarchen.

    Um etwas an der Oberfläche zu kratzen oder als Vorschau zum, von Löpfe schön anskizzierten, Buch, ein Film von Harald Schuhmann.
    Ein Journi, der auch wenn ihm direkt ins Gesicht gelogen wird, bloss mit einem süffisanten Lächeln antwortet.
    Play Icon
  • Angelo C. 12.11.2017 01:22
    Highlight Highlight Varoufakis ist mir schon damals immer gut eingefahren, sei es als politisch tätiger Oekonom, bedacht darauf die Situation für sein Volk weniger schmerzvoll zu gestalten, sei es allein schon von seinem Auftritt und habitus her, den ich trotz der dramatischen Situation immer cool fand.

    Und so denke ich, dass ich mir das von Löpfe empfohlene Buch kaufen und gerne lesen werde....
  • Therealmonti 11.11.2017 23:59
    Highlight Highlight Griechenland hätte nie in die EU aufgenommen werden (1981) und nie der Eurozone (2001) beitreten dürfen. Die Voraussetzungen waren in beiden Fällen nicht gegeben. Möglich wurde dies nur, weil die EU-Grossen (allen voran Deutschland) aus Machtdünkel so wollen.
  • Widmer 11.11.2017 22:37
    Highlight Highlight Ich bringe zumindest Verständnis für die Euro-Staaten auf. Griechenland ist ein Lotterstaat. Er fand es nicht einmal für nötig, die Steuern säumiger Steuerzahler einzutreiben. Viele Bürger zählten gar keine Steuern. Die völlig überdimensionierte Staatsveraltung bestand zum grossen Teil aus Petsonen, die einer anderen Arbeit nachgingen. Was wäre passiert, wenn der Schuldenschnitt beschlossen worden wäre? In 10 oder 25 Jahren wäre Griechenland wieder völlig überschuldet gewesen.
    • Töfflifahrer 11.11.2017 23:51
      Highlight Highlight Haben Sie das Buch gelesen? Wenn ja, dann haben Sie wohl den Teil überlesen, indem der das gesamte Steuersystem umbauen wollte, dies aber auch mit neuen Kaderleuten, genau mit dem Ziel die Steuererhebung zu reformieren und den Einzug zu kontrollieren. Das alles war Teil eines Planes zur Reformierung des Systems in Griechenland. Aber genau das wurde von DE und der Troika abgelehnt. Es ist ihm mehr als bewusst, dass Reformen im Steuerwesen nur mit neuen Leuten machbar ist, da die Korruption aktuell zu gross ist.
    • _kokolorix 12.11.2017 00:26
      Highlight Highlight Mit dem Schuldenschnitt hätten durchaus Forderungen verbunden sein können. Jetzt sind es nur Forderungen, Forderungen welche Griechenland niemals wird erfüllen können. Das letzte mal als solch unnsinnige Forderungen aufgestellt wurden, in Versailles nach dem 1. Weltkrieg, führte das in Deutschland zum Naziregime, zum Holocaust und 2. Weltkrieg. Es ist verantwortungslos, nur um ein paar Wähler zuhause mit billigen Rachegelüsten zufriedenzustellen, einen globalen Krisenherd mit unüberschaubaren Konsequenzen herzustellen. Aber es wurde getan, und wie 1918 war der Applaus der Dummen grossartig...
    • Sir_Nik 12.11.2017 01:10
      Highlight Highlight Nun das ist der kulturelle Aspekt.

      Deswegen waren ja früher die griechische und italienische Währung viel weniger Wert als zum Beispiel die deutsche Mark....

      Das Problem ist das diese Unterschiede bei der Einrichtung des Euro vergessen gingen/ geflissentlich ignoriert wurden.
      Das war sehr im Interesse von z.B. Deutschland, das dadurch aufgrund einer für sie unterbewerteten Währung sehr profitieren konnten.

      Deshalb: zu kurz gedacht Widmer!
  • mrmikech 11.11.2017 22:09
    Highlight Highlight Leider hat Varoufakis nie verstanden das "it's not what you know but who you know".
    • phreko 12.11.2017 02:42
      Highlight Highlight Und? Zu welcher Lösung hättest du geraten?
  • Chrigi-B 11.11.2017 20:40
    Highlight Highlight Ich bin für die "Europaidee", nur ohne Beteiligung an illegalen Nato Kriegen, angezettelt um Rohstoffe auszupressen. Europa heute, ist ein Europa der Milliardenkonzerne, welches nur den reichsten der Reichen dient. Der Einfache Jose, Nikolaidis, Pedro, Antonio, Herbert und Sepp bleiben auf der Strecke und krüppeln sich zu Tode...
  • Töfflifahrer 11.11.2017 20:02
    Highlight Highlight Ich habe sein Buch "adults in the room" gelesen und es ist erschreckend, alle die von der Materie etwas verstehen, geben ihm recht. Entschieden haben aber machtbesessene und einer Lobby folgenden Regierungschefs, die buchstäblich über Leichen gehen. Wenn es so was wie Staatskunde heute noch gibt an den Schulen, macht dies zur Pflichtlektüre! Das öffnet die Augen gegenüber Regierungen und Verwaltung.
  • Sophia 11.11.2017 18:48
    Highlight Highlight Es gab und es gibt keine Solidarität unter den Eurostaaten, wenn's um Flüchtlinge geht, wenn's um Finanzen geht schon gar nicht. Jede Regierung eines Mitgliedstaates wird von der eigenen Bevölkerung gewählt und da wimmelt es eben von Populisten und Rechtsnationalen und Dummpresse wie Bild und Weltwoche, für die ist das Ausland lediglich zum Geldverdienen, sonst aber der Feind.
    Armut wie in Griechenland darf es gar nicht geben, die Mittelmehrländer bräuchten auch Hilfe im Flüchtlingswesen. Die Sache ist verzwickt, denn auch die Hilfsbedürftigen Staaten kennen keine Solidarität.
    • Chrigi-B 11.11.2017 20:24
      Highlight Highlight Meinst du Wirtschaftsflüchtlinge? Die syrischen FLÜCHTLINGE, dass Pendent zum Fabrikarbeiter Hanspi Müller - bei einem Swissmem Betrieb der angelernte Lagerist, sitzt in einem Lager im Libanon....
    • TobaFett 11.11.2017 21:50
      Highlight Highlight Wirtschaftsflüchlinge sind Menschen, welche das Solidaritätsprinzip nicht verstehen und ihr mit Ausbeutung "verdientes" Geld ausser Land schafen. Dieses Fluchtgeld kostet den Staat und schlussendlich den/die SteuerzahlerInn wohl um einiges mehr, als die von dir genannten... Und als Erweitereung: Wer die grenzenlose Freiheit des Kapitals will, der muss auch dieselbe des Menshen akzeptieren. Dies wusste schon der liberal-kapitalistische Vordenker Adam Smith...
    • FrancoL 11.11.2017 22:59
      Highlight Highlight Entscheidend ist dass gleich auf welcher Ebene gleich bei welchem Besitzstand keine Solidarität gegeben ist. Egoismus hat sich breit gemacht seit Menschen vermeindelich der Meinung sind dass jeder ohne den anderen auskommen kann. Heute ist mehr denn je der Zug in Richtung Narzissmus und Egoismus unterwegs, aber man muss diesen Zug nicht nehmen, es gibt genügend Platz für alle ohne dem Egoismus nachzuhächeln.
    Weitere Antworten anzeigen
  • TheManoure 11.11.2017 18:17
    Highlight Highlight "And the Weak Suffer What They Must?" von Yanis Varoufakis ist auch sehr empfehlenswert für alle die das Thema etwas vertiefen möchten.
    • undduso 11.11.2017 22:41
      Highlight Highlight Der globale Minotaurus ist ebenfalls sehr empfehlenswert.
  • amore 11.11.2017 18:15
    Highlight Highlight Ja, eine veritable Katastrophe wie sich Deutschland gegenüber Griechenland verhalten hat und noch verhält. Deutschland spielt in der Euro-Zone eine gelinde ausgedrückt unhöfliche Rolle. Zum Beispiel mit 400Euro-Jobs subventiert D die Wirtschaft in hohem Masse, dass die südl. Länder nicht mehr mithalten können. Und dann wird mit dem Export kassiert. Selber hielt D nicht mal alle Euro-Regeln ein, aber auf die anderen herumgehackt wird dann wie die Wilden.
    • Enzasa 11.11.2017 20:28
      Highlight Highlight 400€ Jobs bedeutet einfach wer nur fiesen hat, bezahlt keine Sozialversicherungen. 400 : Mindestlohn macht ungefähr 50 Arbeitsstunden im Monat.
      In der CH gibt es 10% oder 20 % Jobs das ist in etwa das Gleiche.

    • Töfflifahrer 11.11.2017 23:56
      Highlight Highlight Und bitte nicht vergessen, Deutschland profitiert massiv von einem tiefen Euro. Je tiefer der Euro, desto besser geht es Deutschland, denn ihre Exporte sind gegenüber solchen in anderer Währung extrem günstig.
  • coronado71 11.11.2017 18:03
    Highlight Highlight Danke für den Buchtipp! Das kommt ganz nach oben auf meine Wunschliste.
    Ich denke, das letzte Kapitel in der Griechenland- bzw. der EU-Finanzkrise ist noch nicht geschrieben. Interessant ist sicher auch, was für eine Rolle die "Parteigranden" ohne ökonomischen Background (Schäuble, Steinbrück...) und eben Ökonomen eines Formats wie Varoufakis dabei eine Rolle spielten: Schielen auf die Wählerschaft vs. Fachwissen.

    • ujay 12.11.2017 04:19
      Highlight Highlight 😂😂😂😂😂Schäuble hat zwar keinen oekonomischen Background....der ist seit 2009 dt. Finanzminister, zähl mir mal solche anderer Länder mit auf....inkl. Schweiz....Ueli Maurer etwa...uahahaha.,

In Bern kostet eine Wohnung deutlich mehr als in Berlin und Wien

In der Schweizer Hauptstadt wohnt es sich deutlich teurer als in den Kapitalen der Nachbarländer Deutschland und Österreich. Mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 6'570 Franken kostet eine Wohnung in Bern 43 Prozent mehr als in Wien (4'590 Fr.) und 45 Prozent mehr als Berlin (4'530 Fr.).

Allerdings sind die Immobilienpreise in den Hauptstädten keineswegs am höchsten, wie eine am Dienstag veröffentlichte Analyse von «immowelt.ch» über die Kaufpreise in sechs Städten der drei …

Artikel lesen
Link zum Artikel