Wirtschaft
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epa02485113 German Chancellor Angela Merkel speaks at a celebration of the German railway in Nuremberg, Germany, marking 175 years of train travel with the anniversary of the maiden journey of the steam locomotive “Adler” between Nuremberg and Fuerth in 1835, 07 December 2010.  EPA/DANIEL KARMANN

Steht mit ihrer Flüchtlingsfrage im Gegenwind: Kanzlerin Angela Merkel.
Bild: DPA

Ist Mutti verrückt geworden?

Die Deutschen fragen sich, ob ihre Kanzlerin den politischen Verstand verloren hat. Wirtschaftlich macht die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel jedoch sehr viel Sinn. Sie kann helfen, die deutsche Investitionslücke zu füllen.



Zwischen 800'000 und 1,5 Millionen Flüchtlinge werden allein dieses Jahr in Deutschland erwartet. Sie müssen verpflegt, untergebracht und geschult werden. Das bedeutet: Mehr Polizisten, mehr Sozialarbeiter, mehr alles. Allein um die Flüchtlingskinder einzuschulen, braucht es beispielsweise 25'000 zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer. Die Alternative wäre verheerend. Würden die Flüchtlinge einzig in Camps untergebracht und nicht sinnvoll integriert werden, dann würde bald der grösste Teil von ihnen in der Sozialhilfe landen.  

Die Flüchtlinge steigern das Bruttosozialprodukt

Die Integration der Flüchtlinge wirkt wie ein gewaltiges Investitionsprogramm in die deutsche Binnenwirtschaft. Dieses Jahr wird die Höhe auf rund vier Milliarden Euro geschätzt, im nächsten Jahr werden es voraussichtlich gar zehn Milliarden Euro sein. Das wird sich direkt auf das Wirtschaftswachstum auswirken. «Die Commerzbank, die zweitgrösste deutsche Bank, geht davon aus, dass sich das Wachstum von 1,7 auf 1,9 Prozent des Bruttoinlandprodukts erhöhen wird», schreibt der «Economist».  

«Berechnungen des DIW Berlin zeigen, dass die Investitionslücke in Deutschland heute 80 Milliarden Euro jährlich beträgt.»

Marcel Fratzscher, Präsident des DIW Berlin

Die deutsche Staatskasse erwartet einen Überschuss von 23 Milliarden Euro

Deutschland kann sich dieses Investitionsprogramm leisten. In der Staatskasse wird im laufenden Jahr ein Überschuss von 23 Milliarden Euro erwartet; und Deutschland kann dieses Investitionsprogramm sehr gut gebrauchen. Die Fixierung auf Sparen und Exportieren ist dem Land nämlich schlecht bekommen. Die «schwarze Null» von Finanzminister Wolfgang Schäuble und der generelle Exportwahn haben dazu geführt, dass Investitionen im eigenen Land sträflich vernachlässigt wurden.

Bild

Warnt vor der Investitionslücke: Marcel Fratzscher.

Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), spricht von einer gewaltigen Investitionslücke. In seinem Buch «Die Deutschland Illusion» stellt er fest: «Deutschland ist nahezu Schlusslicht, was die öffentlichen Bruttoinvestitionen unter den Industrieländern betrifft – nur Österreich liegt noch hinter uns.»  

Die Auslandinvestitionen sind ein mieses Geschäft

Fratzscher hat sich auch die Mühe genommen, das Ausmass dieser Investitionslücke zu analysieren. Das Resultat lautet wie folgt: «Berechnungen des DIW Berlin zeigen, dass die Investitionslücke in Deutschland heute 3% der Wirtschaftsleistung oder 80 Milliarden Euro jährlich beträgt.»  

Der Investitionslücke im Inland steht ein gewaltiger Überschuss von deutschem Kapital im Ausland gegenüber. Das ist ein miserables Geschäft. Abwertung und Misswirtschaft setzen diesen Vermögen zu. «Deutschland hat in den vergangenen 20 Jahren gesamtwirtschaftlich grosse Teile seines Vermögens verloren», stellt Fratzscher fest. «Deutsche Unternehmen und Privatpersonen haben seit 1999 knapp 400 Milliarden Euro oder 17 % der jährlichen Wirtschaftsleistung zunichte gemacht.» (Das trifft im Übrigen auch auf die Schweiz zu, aber das ist eine andere Geschichte.)  

Die schwäbische Hausfrau hat ausgedient

Angela Merkels «Wir schaffen das» hat daher nicht nur eine humane, sondern auch eine ökonomische Bedeutung. Die sparsame schwäbische Hausfrau – Sinnbild der fehl geleiteten deutschen Wirtschaftspolitik – hat ausgedient. Wenn sie es tatsächlich schaffen will, dann muss die Kanzlerin jetzt auch wirtschaftlich umdenken und ihre «Geiz-ist-geil»-Mentalität ablegen.  

Davon profitiert nicht nur die deutsche Binnenwirtschaft, sondern auch Gesamteuropa. Mehr Ausgaben im Innern bedeuten auch eine teilweise Abkehr von der Exportfixierung. Das wird auch dazu führen, dass die grossen Ungleichgewichte innerhalb der Eurozone langsam abgebaut werden können. Angesichts einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von elf Prozent ist dies auch dringend nötig.

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    Alle Leser-Kommentare
  • ferox77 28.10.2015 13:31
    Highlight Highlight Beste Gegenmassnahme: namentliche Abstimmung zu der Frage und die Verpflichtung aller Leute, die für die Aufnahme von Flüchtlingen gestimmt haben, diese entweder durch Sachleistungen (Wohnung stellen etc.) oder durch monatliche Geldbeträge selber zu finanzieren.
    • phreko 28.10.2015 16:31
      Highlight Highlight Darf ich dafür Militär und Bauernsubventionen streichen?
  • Roger Gruber 27.10.2015 21:19
    Highlight Highlight Jetzt haben Sie mich dran gekriegt, Löpfe. Bin ich doch tatsächlich auf den Titel reingefallen und freute mich, dass von Ihnen mal was Vernünftiges kommt. Und dann lese ich diesen Blödsinn... In typisch linker Gesinnung zählen Sie die jubelnd die Möglichkeiten auf, wie für Flüchtlings-Integration (anhand der Massen ein nicht erreichbares Ziel,btw) Steuergeld ausgegeben werden kann. Ich hätte auch viele Ideen, wie man Geld ausgeben kann um die Wirtschaft anzukurbeln. Was ihr Linken wohl nie verstehen werdet: Geld muss erst verdient werden.. Wertschöpfung heisst das Zauberwort.
    • _kokolorix 28.10.2015 00:01
      Highlight Highlight du hast vom kapitalismus keine ahnung. am anfang der wertschöpfungskette steht der kredit. wenn nur investiert wird was bereits erwirtschaftet wurde, verschwindet alles in den taschen der oberschicht.
      so lief das vor dem kapitalismus etliche tausend jahre.
      nur mit schulden kann die produktivität soweit angeschoben werden, dass nach abzug der unvermeidlichen korruption genug übrigbleibt um wachstum zu generieren. das einzige was berücksichtigt werden muss, ist das die produktivität mit den schulden mithalten kann. d.h. 25% rendite ohne was zu produzieren geht einfach nicht.
    • Roger Gruber 28.10.2015 12:35
      Highlight Highlight kolorix, dann versuch mal einen Firmen-Kredit von der Bank zu bekommen für ein Projekt, das keine Wertschöpfung bringt. Dort wird man dir dann schon erklären, wie Kapitalismus funktioniert.
    • _kokolorix 28.10.2015 18:09
      Highlight Highlight Das habe ich auch nicht gemeint. Falsch an Deiner Aussage ist, dass das Geld zuerst verdient werden muss. Es wird nachher verdient.
      Aber das werden die rechten wahrscheinlich nie kapieren ...
    Weitere Antworten anzeigen
  • TeeBee05 27.10.2015 20:32
    Highlight Highlight Äußerst interessant finde ich, dass hier viel Pro und Kontra gezeigt wird. Viele glauben wohl noch, dass Syrier in Höhlen lebten bevor sie flüchteten. Schade. Sollte das oben genannte wirklich der Grund sein, wieso die deutsche Politik so viele Flüchtlinge bei solch einem starken Widerspruch gerade aus den neuen Bundesländern (ich komme selbst aus einem), sein, wieso macht Frau Merkel das nicht publik? Die Gebildeten unter den Hetzern merken dann vielleicht, dass es doch Sinn ergibt, wenn auch nicht in der selben Sekunde.

    Man sollte Menschen nicht hassen, wenn sie einem nichts getan haben.
    • pat_om 28.10.2015 20:32
      Highlight Highlight Der deutsche Bürger wird doch konsequent dumm gehalten.
      Gebildete und vorausdenkende Bürger sind wohl nicht gefragt...
      Könnte ja zu viel Wiederstand vom Volk kommen, wenn mal wieder richtig Bullshit gebaut wird.
      Finde den Blickwinkel der Sitution interessant. Hoffe es kommt so und Deutschland kann wirklich von dieser Welle profitieren.
  • jaähä 27.10.2015 20:05
    Highlight Highlight Sollte man Flüchtlinge also nur aufnehmen weil sie dem Land etwas bringen? Hört bitte auf bei jedem Thema immer mit der Wirtschaft zu argumentieren. Es gibt nun mal wichtigeres wie Menschlichkeit und Solidarität. Bringen sie dem Land etwas-schön, aber ob sie das tun oder nicht sollte keine Rolle spielen.
    • Jol Bear 27.10.2015 20:45
      Highlight Highlight Kein Problem, eine wirtschaftlich begründete Argumentation darzulegen, nach der 100'000e von Flüchtlingen jährlich Aufschwung bringen werden. Genauso kann eine Argumentationskette mit wirtschaftlich negativen Folgen postuliert werden. Die nicht-ökonomischen Aspekte bleiben eben unberücksichtigt und können die künftige Realität ganz anders aussehen lassen. Kulturelle, religiöse, soziale Angelegenheiten. Zumindest im Ansatz ist in Deutschland schon eine Zerrissenheit in der Gesellschaft spürbar, mit unabsehbaren Konsequenzen, wie immer bei von oben angeordneten Hauruckübungen im grossen Stil.
  • Christian Hummel 27.10.2015 18:54
    Highlight Highlight Bullshit, Transferleistungen sind keine Investitionen
    • Philipp Löpfe 27.10.2015 19:16
      Highlight Highlight Das ist zwar richtig. Nur sind Löhne für Polizisten, Lehrer und Sozialarbeiter keine Transferleistungen.
    • Philipp Löpfe 27.10.2015 20:30
      Highlight Highlight Sorry, aber ökonomisch gesehen ist das Unsinn
    • Roger Gruber 27.10.2015 21:09
      Highlight Highlight Löpfe, Geldfluss ohne Wertschöpfung, das ist ökonomischer Unsinn.
    Weitere Antworten anzeigen
  • SVARTGARD 27.10.2015 18:33
    Highlight Highlight JA🙄
  • runner 27.10.2015 18:22
    Highlight Highlight Das Merkel-Konzept wird nicht funktionieren: Wirtschaftsökonome haben errechnet, dass sich Zuwandeurng nur für das Zielland lohnt, wenn die Einwanderer gut qualifiziert sind. Man hat das Netto-Lebenssteuereinkommen errechnet: Nicht qualifizierte Einwanderer kosten auf die Lebensspanne gerechnet mehr Steuern als sie einbringen.
    • phreko 27.10.2015 18:53
      Highlight Highlight Hast du noch immer nicht gelesen dass die Syrer sogar ziemlich gut gebildet sind? Langsam unglaublich diese geballte Ignoranz und Unwissenheit! Ich glaube dir ungebildeten hocken eher schon in der Schweiz!
    • thedarkproject 27.10.2015 19:21
      Highlight Highlight @phreko: Ich würde an Ihrer Stelle lieber mal das gelesene etwas kritischer hinterfragen, als andere als Ignoranten zu beleidigen, welche nicht gleich alles Glauben was die Medien auftischen. Die einzigen, die das Märchen von den gut gebildeten Syrern verbreiten sind Wirtschaftsvertreter und Konzernbosse (siehe Daimler-Chef), die sich jetzt schon die Hände reiben ob der neuen Masse an Arbeitssklaven und ob der neuen Lohndumping-Möglichkeiten. Unwissenheit sehe ich dementsprechend eher auf Ihrer Seite.
    • phreko 28.10.2015 12:04
      Highlight Highlight Naja, treffe bei der Arbeit gerade regelmässig Syrer an. Schon nur deren ist um Welten besser als das eines Durchschnittschweizers.... Aber mit der Masse schreien macht mehr Spass, oder?
  • Alex23 27.10.2015 16:03
    Highlight Highlight Was "Mutti" angeht denke ich, dass die Frau alles andere als auf den Kopf gefallen ist und weiss, was sie tut.
    Das heisst nicht, dass es einfach ist.
    Allen die hier, und vor allem in den vielen anderen Foren, einen Untergang des Abendlandes prophezeien, empfehle ich einen kleinen Exkurs in die Geschichte.
    Gerade Deutschland hat schon viel erfolgreich bewältigt. Allem voran den Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg und später die Herausforderung der Wiedervereinigung.
    Jetzt gilt es erstmal das braune Pack zu neutralisieren. Das ist nämlich eine grössere Bedrohung als die Flüchtlinge.
  • Angelo C. 27.10.2015 15:19
    Highlight Highlight Jaja, das liebe Mutti, mit den neckischen Selfies gen Nahost, steht vor einer schweren Bewährungsprobe, eine die weder für Deutschland noch für die EU unbeschadet überstehbar ist und in absehbarer Zeit das Ende ihrer bisher mehrheitlich erfolgreichen Kanzlerschaft bedeuten wird. Was man da jeden Abend in Sendungen wie "Hart aber Fair", oder "Maischberger", bzw. "May-Britt Illner" auf den deutschen Kanälen zu hören und zu sehen kriegt, zeigt die volle Dramatik der teilweise mutwillig herbeigeredeten "Willkommenskultur", die nun einen gewaltigen Preis generieren wird. Und dies nicht nur monetär.
  • philosophund 27.10.2015 15:09
    Highlight Highlight Hat ja in den 60er und 70er Jahren auch gut funktioniert und trug massgeblich zum (wirtschaftlichen) Erfolg DE's.
    Jetzt zünde ich wieder eine Kerze an meinem Schrein mit Fotos von Döner&Kebab, beuge und bedanke mich für das importierte Kulturgut von damals.
    • AdiB 27.10.2015 18:06
      Highlight Highlight der dönner wurde in berlin erfunden. er wurde nicht importiert.
    • phreko 27.10.2015 19:02
      Highlight Highlight Aber nicht von einem deutschen. Was ja genau der Punkt ist! Es ist ein kulturhybrid!
    • AdiB 27.10.2015 20:14
      Highlight Highlight na und es ist ein leckerer kulturhyprid
  • thedarkproject 27.10.2015 13:26
    Highlight Highlight Beim Wachstum des BIP oder BSP vergessen die Meisten wohl, dass ein BIP-Wachstum nur was bringt, wenn es im Verhältnis zur Bevölkerung überpropotional steigt. Wenn aber das Bevölkerungswachstum durch Einwanderung bei 2 Prozent liegt, und das BIP dadurch um 1 Prozent steigt, sind wir Durchschnittsbürger im Schnitt also ärmer geworden. Die einzigen, denen ein BIP Aufschwung durch Einwanderung nützt, sind Grosskonzerne, Anleger und Abzocker. Leider verstehen das die meisten Linkswähler und - Parteien nicht. Es gibt in der Schweiz keine wählbare Linke mehr.
    • herschweizer 27.10.2015 14:33
      Highlight Highlight Hart aber wahr...
    • karl_e 27.10.2015 23:42
      Highlight Highlight Die Grosskonzerne und Abzocker haben jetzt eine um elf Sitze verstärkte Vertretung im Nationalrat zu Bern. Alles wird gut :)



    • Jonasn 28.10.2015 08:57
      Highlight Highlight Blöd nur, wenn man nicht vorher rechnet, bevor man seine Hetze runterschreibt. Das BIP in Deutschland ist für 2015 auf ein Wachstum von 1.9, für 2016 auf 1.8 - 2.0 Wachstum angesetzt. Eine Einwanderung findet ja nicht von kompletten 3.3 Millionen Flüchtlingen statt (die es für Ihre Rechnung bräuchte), sondern wird sich am Ende für 2015 bei 1.5% und 2016 einiges tiefer bewegen. Das bedeutet dann eben dich ein ordentliches BIP Wachstum bei dem der Durchschnittsbürger NICHT ärmer wird, sondern reicher. Leider verstehen das die meisten Rechtswähler nicht, die Angst ist zu gross...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Max Heiri 27.10.2015 13:23
    Highlight Highlight Wieso hatten wir nach der Finanzkrise 07/2008 noch eine weitere Krise? Eben gerade weil die öffentliche Hand sich zu hoch verschuldet haben. Jetzt eine höhere Verschuldung zusammen mit einer fehlgeleiteten Migrationspolitik aufzugleisen, ist schlicht ein Irrsin!
    • phreko 27.10.2015 14:07
      Highlight Highlight Seit wann hat Deutschland denn ein Schuldenproblem???
    • AdiB 27.10.2015 18:15
      Highlight Highlight @max deutschland hat mehr reserven als die schweiz. und vergiess nicht das in deutschland eine familie zu hause ist, die alle unsere reichen zusammen, in den schatten stellt.
    • Marc A. 27.10.2015 18:22
      Highlight Highlight @phreko - seit wann nicht mehr? 2,2 Billionen Schulden was ca 80% des BIPs entspricht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 27.10.2015 13:00
    Highlight Highlight Der Ansatz würde funktionieren, wenn die Zuwanderer zügig produktiv würden. Von den ankommenden Erwachsenen ist das aufgrund von Sprachbarrieren und niedrigem Bildungsstand nicht schnell zu erwarten. Die Migrantenkinder könnten in die Lücke springen aber erst in 1 oder 2 Jahrzehnten. Die Vorinvestitionen in Bildung sind gewaltig. Weiter ist der kulturelle Wandel eine Risikofaktor. Ich denke Mutti ist verrückt oder gesteuert.
    • Hand-Solo 27.10.2015 13:16
      Highlight Highlight Nur ist der Bildungsstand syrischer Flüchtling nicht so tief wie man das glauben mag.
      800'000 Flüchtling hört sich zwar nach viel an, entspricht aber lediglich 1% der deutschen Bevölkerung. von einem kulturellen Wandel zu sprechen ist schlicht verblendet.

      Ein Klacks, wenn man die wirtschaftlichen Vorteile dagegen aufwiegt.

      Der Ansatz wird nicht nur funktionieren, er ist darüberhinaus sogar ziemlich clever...
    • herschweizer 27.10.2015 13:31
      Highlight Highlight Mutti sieht einen Ausweg in Wachstum, das hat aber eher was mit Poker als mit Physik zu tun... bzw die wollen dann vielleicht auch mal Rente usw aber was ist schon in 25 Jahren... und übrigens was läuft denn gerade in Griechenland? Wer zahlt denn jetzt das Gas der Ukraine ?
    • Schnapphahn 27.10.2015 14:49
      Highlight Highlight Irgendwann wollen die mal Rente? Wenn man den Bildern glaubt, wird ein nicht unerheblicher Teil dieser Menschen direkt Rente beantragen müssen, da sie aufgrund ihres hohen Alters gar nicht mehr in den Arbeitsprozess integriert werden können.
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