Wirtschaft
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A wildfire burns as evacuees who were stranded north of Fort McMurray, Alberta, Canada head south of Fort McMurray on Highway 63, May 6, 2016. REUTERS/Chris Wattie/File Photo

Verheerende Waldbrände in der kanadischen Provinz Alberta. Bild: CHRIS WATTIE/REUTERS

Die Klimaerwärmung ist zur grössten Bedrohung der Menschheit geworden – die 10 Risiken

Das World Economic Forum und die Versicherer schlagen Alarm: Seit sieben Monaten werden Rekordtemperaturen gemessen. Mit verheerenden Folgen für die Menschheit.



Oktober 2015 bis April 2016: Seit sieben Monat werden auf dem Planeten Erde Rekordtemperaturen gemessen; und bereits jetzt zeichnet sich ab, dass das Jahr 2016 als das heisseste seit Beginn der Messungen in die Annalen eingehen wird. Wer heute noch die Klimaerwärmung leugnen will, der lebt auf einem anderen Planeten.

Temperatur bereits um ein Grad Celsius angestiegen

Inzwischen schlagen nicht nur Wissenschaftler Alarm. Der Global Risk Report 2016 des World Economic Forum (WEF) bezeichnet die Klimaerwärmung nun als das grösste Risiko und schreibt: «Das sich erwärmende Klima wird wahrscheinlich die Temperaturen im laufenden Jahr im Schnitt um ein Grad Celsius über das vorindustrielle Niveau erheben.»  

Residents are evacuated from their flooded apartment complex Tuesday, April 19, 2016, in Houston. Storms have dumped more than a foot of rain in the Houston area, flooding dozens of neighborhoods. (AP Photo/David J. Phillip)

Überschwemmung in Houston, Texas.
Bild: David J. Phillip/AP/KEYSTONE

Die Zeiten, in denen man mit Sprüchen wie «Schön, dass wir auch nördlich der Alpen ein mediterranes Klima haben» punkten konnte, sind längst vorbei. Die Klimaerwärmung ist sowohl kurzfristig wie auch langfristig zu einer existenziellen Bedrohung der Menschheit geworden (siehe Grafik). «Es ist ein systematisches Risiko», betont Cecilia Reyes, Chief Risk Officer der Zürich Versicherung.

Risiken durch Klimawandel / Infografik KORRIGIERT

Pariser Abkommen reicht nicht aus

Die rasche Erwärmung hat die Versicherer aufgeschreckt. Bei der Zürich Versicherung ist der Klimawandel einer der Gründe, weshalb sich in den letzten 30 Jahren die durch Naturkatastrophen verursachten Schäden vervierfacht haben. «Wenn wir die an der Klimakonferenz in Paris vereinbarten Ziele (Temperaturanstieg von 1,5 bis höchsten 2 Grad Celsius bis Ende des Jahrhunderts, Anm. der Red.) nicht erreichen, werden die Folgen verheerend sein», warnt Reyes.

Indian boys on their way to play cricket walk through a dried patch of Chandola Lake in Ahmadabad, India, Saturday, May 14, 2016. Much of India has been suffering from a heat wave for weeks along with a severe drought that has decimated crops, killed livestock and left at least 330 million Indians without enough water for their daily needs. (AP Photo/Ajit Solanki)

Der Regen bleibt aus: Dürre Felder in Indien.
Bild: Ajit Solanki/AP/KEYSTONE

Bereits jetzt aber befürchten Fachleute, dass die in Paris getroffenen Vereinbarungen zu wenig weit gehen. «Wirtschaft und Politik müssen gemeinsam dafür sorgen, dass wir geordnet von einer high carbon zu einer low carbon Gesellschaft werden», erklärt Reyes Kollege John Scott. Will heissen: Jeder Einzelne, aber auch jedes Unternehmen und der Staat müssen dafür sorgen, dass der Anteil des Verbrauchs an Kohlenwasserstoff drastisch gesenkt wird.

Es liegt an unserer Generation

Die Klimaerwärmung ist definitiv zur grössten Herausforderung unserer Generation geworden. «Wir tragen die Verantwortung für diese Risiken, die noch viele nachfolgende Generationen betreffen werden», mahnt Reyes.

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41
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41Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Olaf44512 20.05.2016 15:23
    Highlight Highlight Dann freuen wor uns doch auf die "Tiefe soziale Instabilität" 😁
  • Toerpe Zwerg 20.05.2016 09:17
    Highlight Highlight Was ich nicht verstehe:

    1. Die Klimaerwärmung kann unmöglich ausschliesslich negative Auswirkungen haben. Es muss zwangsläufig Regionen geben, die profitieren.

    2. Die "Existenzialität" der "Bedrohung" für die Menschheit erschliesst sich mir nicht.

    3. Es stellt sich die Frage, ob es angesichts der offenbar geringen Erfolge sinn macht, die Mittel auf die Vermeidung des Klimawandels zu konzentrieren statt in die Bewältigung eines Lebens in einer wärmeren Welt.

    Damit plädiere ich nicht dafür, nichts gegen den CO2 Ausstoss zu unternehmen, mphall.
    • FrancoL 20.05.2016 09:34
      Highlight Highlight Das ist doch eine etwas sehr sonderbare Darstellung und eine kaum belegbare Annahme bei den negativen Auswirkungen. Mit dem Abschluss den CO2 Ausstoss dann doch etwas verringern zu wollen. Da erschliesst sich mir vieles Ihrer Annahme nicht. Die Klimaerwärmung ist keine Menükarte aus der man da und dort was auspflücken kann.
    • Toerpe Zwerg 20.05.2016 09:41
      Highlight Highlight Sie gehen gar nicht darauf ein. Zu 1. Mutmasslich werden Gebiete fruchtbar, wo vorher aufgrund der Kälte kaum etwas gedieh und es werden Gebiete Regen bekommen, welche vorher kaum welchen bekamen (überall trockener werden, im Gegenteil, insgesamt wird es mehr Niederschläge geben)

    • Toerpe Zwerg 20.05.2016 09:57
      Highlight Highlight sollte heissen "es kann nicht überall trockener werden" ...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Einstein56 19.05.2016 21:04
    Highlight Highlight Liebe Scheinheilige
    Hand aufs Herz: Wann seid Ihr das letzte Mal geflogen. Wieviel m2 Wohnfläche beansprucht Ihr? Eben!
    • pamayer 19.05.2016 21:09
      Highlight Highlight willst du's wissen?!
      letzter flug ... äh ... 2002.
      wohnfläche ... äh ... 18 m2 pro erwachsene person.



      velokilometer... 5'000 jährlich (keine touren, nur arbeitsweg und alltägliches).
      auto ... mobility mit co2 kompensation.

      bitte.
    • Menel 19.05.2016 21:18
      Highlight Highlight Scheinheilig, wieso? Ich weiss, dass ich mit meinem Lebensstil der Umwelt kaum helfe. Wer tut das schon? Wer in unserer westlichen Welt kann sagen, dass seine Existenz dem Planeten nicht schadet? Eben!
    • murphyslaw 20.05.2016 12:52
      Highlight Highlight Doch du kannst so einiges tun!
      -kein oder wenig Fleisch essen
      -keine 5 Zimmer Whg für 2 Personen.
      -Obst und Gemüse Saisonal und Regional kaufen.
      -für kurze Strecken Fahrrad benutzen..
      Nur so ein paar wenige Beispiele.
      Du kansst die Welt nicht retten!
      Wenn sich jedoch alle Menschen der westlichen Welt sagen " es nützt sowieso nichts wenn ich etwas ändere" , dann ändert sich nie etwas!
      Faule Ausrede also...
    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 19.05.2016 21:01
    Highlight Highlight danke für die zusammenfassung.

    leider leider leider nichts neues. wir wissen davon seit dem club of rome (in den 70ern??). damals gabs doch immerhin mal autofreie sonntage. heute? es würde die lachnummer des jahres...
    und von der profit orientierten seite wurde / wird immer noch alles als ammenmärchen abgetan.
    etwas so, wie das konsequente verhindern der studien, welche zusammenhänge zwischen tabakkonsum und krebs bewiesen. was heute jedem kind bekannt ist.


  • pamayer 19.05.2016 20:56
    Highlight Highlight also wirklich gemacht wurde ja (fast) gar nix. ausser vw und ford (??), die ihre dieselmotoren etwas grüner deklarierten.
    die autos fahren, die ölheizungen heizen, die sbb vergällt den pendlern und den treusten kunden, den ga besitzern, das zugfahren, die sonnenkraft könnte noch viel mehr genutzt werden, kohlekraftwerke liefern strom zu dumpingpreisen - und die ganze scheiss globalisierung und der scheiss rechtsrutsch verschiebt alles hin zum profit = weg von jeder nachhaltigkeit.
    wer heute noch von bio redet ist völlig verpeilt, da die schäden der rechten und gierigen verherrend sind.
  • Menel 19.05.2016 20:40
    Highlight Highlight Dinge, die mir wirklich Sorgen machen: Klimawandel und Krankheiten. Keine Flüchtlinge, Terroristen, Finanzkrisen usw.
    Denn all das kann man in den Griff bekommen. Klimawandel und mutierte Viren oder resistente Bakterien nicht.
    ....und ganz ehrlich, ich denke nicht, dass wir den Klimawandel noch abwenden können. Den Peak haben wir überschritten....
    • ignisanulum 19.05.2016 21:46
      Highlight Highlight Ich drücke das Ganze jetzt einmal etwas plakativ aus: Der Klimawandel kann durch technologischen Fortschritt und massive Investitionen in erneuerbare Energien bewältigt werden - werden aber die technologisch führenden Nationen durch Flüchtlinge, Terroristen und Finanzkrisen zurück in ein neues technologisches Mittelalter katapultiert, gebe ich dir recht, werden wir ihn wohl kaum abwenden können.
  • dracului 19.05.2016 19:21
    Highlight Highlight Selbst wenn wir heute sämtliche Ausstösse auf "null" reduzieren würden, streiten sich die Forscher, ob es noch 50 oder sogar noch viel mehr Jahre weiter aufheizen würde und ob der angerichtete Schaden überhaupt rückgängig gemacht werden könnte. Wir haben uns das Leben auf diesem Planeten, im wahrsten Sinne des Wortes, zur Hölle gemacht.
    • FrancoL 20.05.2016 10:09
      Highlight Highlight Diese Sicht ist nun doch eher stark negativ gefärbt und würde bedeuten, dann machen wir halt so weiter wir können nichts ausrichten. Wir kennen viele Fehler und können sicher nicht alles Rückgängig machen, aber Vieles verbessern und Auswirkungen verzögern, was diese auch für die Umwelt vielleicht verträglicher macht. Vor 25 Jahren hätte ich auch nicht drauf gewettet dass unsere Energiebedarf in so grossem Masse verringert werden kann wie dies heute grundsätzlich möglich ist. Das Problem liegt wohl eher im Willen sich mehr um die Umwelt kümmern zu wollen.
  • Ignorans 19.05.2016 16:39
    Highlight Highlight Der Mensch ist die größte Bedrohung der Menschheit.
    • AirChicken 19.05.2016 17:12
      Highlight Highlight Selbstsüchtige Individuen der Menschen sind die grösste Bedrohung der Menschheit.
      Sie schaffen es, Leute um sich zu versammeln, um ihr Leben besser zu machen auf Kosten anderer.
    • Retarded Wizard 19.05.2016 19:00
      Highlight Highlight @ AirChicken

      Wir alle sind bis zu einem gewissen Grad selbstsüchtig.

      Einige ein bisschen mehr, andere weniger.

      Es ist also stets Vorsicht geboten, bei einer Vorverurteilung von Egoisten.
    • AirChicken 19.05.2016 19:02
      Highlight Highlight Ich hab mich nicht ausgeschlossen, oder?
    Weitere Antworten anzeigen
  • saukaibli 19.05.2016 15:04
    Highlight Highlight So ein Quatsch, das grösste Risiko sind die Ausländer, da könnt ihr den Christoph und den Roger fragen. Zumindest sind die Ausländer schuld an der Klimakatastrophe. Im Ernst: Wir erleben momentan ein Massenaussterben, wie es schon mehrmals vorgekommen ist auf der Erde. Vielleicht sind die Menschen eine der wenigen überlebenden Spezies, persönlich würde ich das allerdings bedauern. Bei all dem Schönen und Guten, was die Menschen erschaffen haben, es wiegt die Zerstörung eines Planeten und die Ausrottung eines Grossteils der ihn bewohnenden Lebewesen nicht auf.
  • pulcherrima* 19.05.2016 14:32
    Highlight Highlight Schon als die Politiker in Paris für das Pariser Abkommen zusammen sassen, wurde von allen Seiten (zumindest in der Schweiz) gesagt, die Massnahmen, zu welchem die einzelnen Länder bereit seien, wären zu lasch. Es ärgert mich sehr, dass Politiker oftmals lieber wählbar bleiben wollen, als notwendiges durchzusetzen. Es bringt absolut niemandem etwas, wenn Politiker xy nochmals gewählt wird, aber die Menschheit dafür zu Grunde geht.
    • Yes. 19.05.2016 19:31
      Highlight Highlight Wenn JEDER einzelne seriöse Klimawissenschaftler sagt das es ein grosses Problem ist, würde ich schon sagen, dass die wissenschaftlichen Grundlagen gegeben sind.
      (Btw: Seriöse Wissenschaftler sind weder direkt von Öl- und Kohleindustrie finanziert, noch am regulären Stammtisch zu finden.)
    • Energize 20.05.2016 06:51
      Highlight Highlight Wir brauchen nicht darüber zu diskutieren, ob der Klimawandel stattfindet oder nicht und das dieser von uns zum überwiegenden Teil verursacht wird. Das IST wissenschaftlich mehr als belegt. Lies mal einen IPCC Bericht. Doch tu es!
    • Energize 20.05.2016 20:24
      Highlight Highlight Dieser Konsens ist mit 95% angegeben in eben dem Bericht. Von über 1000 Wissenschaftlern aus diversen Ländern.
  • Soufaa 19.05.2016 14:14
    Highlight Highlight Jo toll die Klimaerwärmig. Überall nur nid im Engadin.
    • RETO1 19.05.2016 14:30
      Highlight Highlight chunnt scho na zu eu ue, ihr sind halt a chli abgläge i de Alpe obe
    • Töfflifahrer 19.05.2016 14:30
      Highlight Highlight Wieviel Schnee hattet ihr den in diesem Winter? Der kam sehr spät und ich erinnere mich, in meiner Jugend, hatte es auch massiv mehr davon im Engadin.
    • pulcherrima* 19.05.2016 14:39
      Highlight Highlight Der Ausdruck "Klimaerwärmung" mag für viele irreführend sein, weshalb ich auch lieber von "Klimaveränderung" spreche. Es muss nämlich nicht an jedem einzelnen Tag im Jahr wärmer sein, sondern die allgemeine Temperatur in der Atmosphäre steigt an. Auch die starken Regengüsse über Pfingsten können davon kommen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Blutgruppe 19.05.2016 14:14
    Highlight Highlight "Tiefe soziale Instabilität" scheint mir ein kleiner Denkfehler zu sein, wobei ich nichts dagegen hätte ;-).
    • Kyle C. 19.05.2016 15:47
      Highlight Highlight Jetzt wo du es sagst.... o.O andererseits gibt es gewisse soziologische und politische Meinungen, die eine solche Instabilität als notwendig erachten um damit den ökonomischen Status (lies:Wachstum) nicht zu gefährden... :/

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