Wirtschaft
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Frau Gerolds Garten in Zurich combines an open-air market garden, art and design market and a restaurant right in the city, pictured on April 26, 2013. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Frau Gerolds Garten in Zuerich vereint Gaertnerei, Einkaufsmarkt und Restaurant unter freiem Himmel, aufgenommen am 26. April 2013. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Urban Gardening, wie hier in Gerolds Garten in Zürich, gehört in manchen Städten zur Überlebensstrategie. Bild: KEYSTONE

Der Mauerfall und die Folgen

Der Kapitalismus ist der grösste Feind des Kapitalismus

Der Fall der Berliner Mauer ist zum Symbol geworden für den Sieg des Kapitalismus über den Kommunismus. Aber nach mehr als sechs Jahren Krise kann man sich fragen: Sehen so Sieger aus? Was wir brauchen ist eine neue, dezentrale Marktwirtschaft.



Die Kapitalismus-Debatte

Dies ist der 1. Teil unserer Pro-Contra-Betrachtung zur Zukunft des Kapitalismus. Die Gegenposition zum Beitrag von watson-Redaktor und Buchautor Philipp Löpfe kommt von René Scheu. Der Philosph ist Herausgeber des liberalen Debattenmagazin Schweizer Monat. Seine Position gibt's hier >>

Kurz nach dem Fall der Berliner Mauer schrieb ein damals weitgehend unbekannter amerikanischer Politologe namens Francis Fukuyama ein Buch mit dem Titel «Das Ende der Geschichte». Er errang damit über Nacht den Status eines Rockstars. Fukuyamas an sich komplexes Buch über Hegel und die Dialektik wurde bald auf die Kurzformel reduziert: Der Kommunismus ist tot, künftig wird es bloss noch Varianten des Kapitalismus geben, politisch begleitet von liberalen Demokratien.

epa04297429 US political scientist Francis Fukuyama speaks during the International Conference 'New Public Management and leadership for Democratic Governance and Social Inclusion', in Lima, Peru, 03 July 2014. The event was also attended by former presidents Ernesto Samper of Colombia; Carlos Mesa of Bolivia; Nicolas Ardito Barletta, of Panama and Vicente Fox of Mexico.  EPA/Paolo Aguilar

Der Politologe als Rockstar: Francis Fukuyama Bild: EPA/EFE

Kürzlich hat Fukuyama sein jüngstes Buch veröffentlicht. Es trägt den Titel «Political Order and Political Decay» und wird es kaum in die Hitparaden der Sachbücher schaffen. Auf eine Kurzformel gebracht, lautet sein Inhalt wie folgt: Die westlichen Demokratien sind erledigt. Sollten sie eine Überlebenschance haben, dann brauchen sie einen kräftigen externen Schock, der sie aus ihrer Misere aufrüttelt. 

Blockierte Supermacht und Nationalismus-Welle

Der Gesinnungswandel des Francis Fukuyama ist symptomatisch für die Entwicklung der letzten 25 Jahre. Die Kapitalismus-Party ist vorbei, der Kater gross: Die Supermacht USA ist politisch blockiert und befindet sich am Rande der Regierungsunfähigkeit. Wenn es dafür noch einen Beweis gebraucht hätte, dann haben ihn die jüngsten Zwischenwahlen geliefert. In Asien geraten sich China und Japan immer heftiger in die Haare. Europa wird von einer Nationalismus-Welle überschwemmt, welche die EU ernsthaft in Frage stellt.

Das hat Folgen: Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es weltweit noch eine Handvoll von Demokratien. Soweit sind wir noch lange nicht, aber das Duo Kapitalismus/Demokratie gerät wieder in Verruf. Diesmal heissen die Feinde jedoch weder Faschismus noch Kommunismus. Der Kapitalismus ist sich selbst sein grösster Feind geworden.

Die Krisensymptome sind unübersehbar:

Groteske Einkommensunterschiede

Der französische Ökonom Thomas Piketty hat diesen Frühling ebenfalls Rockstar-Status erreicht, indem er in seinem Buch «Das Kapital im 21. Jahrhundert» nachweist, dass die Einkommensunterschiede in den westlichen Länder in etwa das gleiche Ausmass wie vor dem Ersten Weltkrieg angenommen haben. Damals befand sich der Reichtum in den Händen einer dekadenten Aristokratie, heute in den Händen einer aufstrebenden Finanz- und Techno-Oligarchie. 

Monopolisierung

Peter Thiel, IT-Milliardär und führender Vordenker im Silicon Valley, hat kürzlich einen Artikel im «Wall Street Journal» unter dem Titel «Wettbewerb ist für Verlierer» veröffentlicht. Nur Monopole seien künftig in der Lage, so Thiel, genügend Gewinne zu erzielen und so die Innovation voranzutreiben. Das gilt nicht nur für die IT-Industrie, wo Google, Apple Facebook & Co. alles aufkaufen, was sich bewegt. Die Weltwirtschaft wird zunehmend von multinationalen Konzernen dominiert, die ihre Macht gegenüber den einzelnen Nationen immer schamloser ausspielen.   

Globalisierung und technischer Fortschritt

Google-Co-Gründer Larry Page erklärte unlängst in der «Financial Times»: Neun von zehn Erwerbstätigen würden sich bald nach einem neuen Job umschauen müssen, denn die Effizienz der Wirtschaft werde nicht um zehn Prozent, sondern um den Faktor zehn zunehmen. «Wenn Computer mehr und mehr Jobs erledigen können, dann wird das die Art und Weise ändern, wie wir über unsere Arbeit denken», stellt Page fest. «Daran führt kein Weg vorbei.» 

Page geht damit noch weiter als der Ökonom Tylor Cowen, der in seinem Bestseller «Average is Over» davon spricht, dass bald vier von fünf Arbeitnehmern überflüssig sein und mit Junkfood und Computerspielen bei Laune gehalten werden.

Klimaerwärmung

Sie ist möglicherweise eine existenzielle Bedrohung der Menschheit. Pessimisten sprechen bereits davon, dass ein «sechstes Massensterben» möglich geworden ist und der homo sapiens Opfer dieses Massensterbens werden könnte. Selbst Optimisten gehen davon aus, dass die von Menschen erzeugte Klimaerwärmung ein gigantisches Experiment mit dem Planeten Erde darstellt, dessen Ausgang ungewiss ist. 

Wer glaubt noch an Neo- oder Linksliberalismus?

Neuer Geldadel, Monopolisierung, Techno-Faschismus und Ökokatastrophe – was wir derzeit erleben, ist mehr als eine normale Konjunkturkrise. Wir leben in einer Wendezeit, und es herrscht Endzeitstimmung wie vor dem Ersten Weltkrieg. Auch damals hatte die industrielle Revolution einen neuen Mittelstand ermöglicht und der technische Fortschritt die Gesellschaft umgekrempelt. Doch anstatt die Früchte dieser Entwicklung zu ernten, zog Europa es vor, im Sumpf von Nationalismus und Militarismus zu versinken und seinen Wohlstand und rund ein Dutzend Millionen Soldaten in einem sinnlosen Krieg zu vernichten. 

Erneut befinden wir uns am Ende eines Zyklus. Das Duo Kapitalismus/Demokratie ist in eine Sackgasse geraten. Oder glaubt wirklich noch jemand ernsthaft, dass der Neoliberalismus oder sein sanfter Bruder, der Linksliberalismus, in der Lage sein werden, die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu bewältigen?

Die schlechte Nachricht lautet: Weder Kommunismus noch ein autoritärer Staatskapitalismus im Sinne von China sind brauchbare Alternativen. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Es gibt Alternativen, nämlich verschiedene Formen einer dezentralen Marktwirtschaft, die sich wieder vermehrt an lokalen und regionale Bedürfnissen orientieren und dabei den technischen Fortschritt nutzen.

In der Industriewüste regt sich neues Leben

Bereits lassen sich Ansätze solchen Wirtschaftsordnung beobachten, in Detroit beispielsweise. Die einst stolze Motown wurde durch die Krise der drei grossen Autohersteller GM, Ford und Chrysler praktisch auf Drittweltniveau zurückgeworfen. Doch in der Industriewüste regt sich neues Leben. Innerhalb der verwüsteten Stadt entsteht allmählich ein Gegenentwurf zum Big Capitalism.

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Detroit als glänzende Autometropole. bild: shutterstock

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Detroit als Industriewüste. bild: shutterstock

Dieser Gegenentwurf ist kein flüchtiges und naives Experiment gelangweilter Wohlstandskinder. «Was in New York unter dem Begriff ‹Urban Gardening› als Trend für bewusster lebende reiche Innenstädter anfing, gehört in Detroit zur Überlebensstrategie», schreiben Christoph Giesa und Lena Schiller Clausen im Magazin «GDI Impuls». «Mit ihrem Ansatz, Neugründungen mit ‹community organizing› zu verbinden, schaffen die Detroiter es nicht nur, ihre Produkte bei der Kundschaft in der Region zu verankern, sondern heben auch noch nachhaltig die Lebensqualität in der Innenstadt.» 

Detroit ist überall

Detroit ist überall. Das zumindest ist die Kernthese der amerikanisch-kanadischen Journalistin Naomi Klein in ihrem jüngsten Buch «This Changes Everthing». Sie geht davon aus, dass der Klimawandel der externe Schock ist, von dem Francis Fukuyama spricht. Wenn wir das sechste Massensterben verhindern und den Planeten Erde für unsere Nachwelt erhalten wollen, bleibt uns gar keine andere Wahl, als zu einer dezentralen Marktwirtschaft mit nachhaltigen Energieformen zurückzufinden.

Neoliberalismus und eine überdehnte Globalisierung haben die Markwirtschaft pervertiert. Nirgends wird dies deutlicher sichtbar als in der industriellen Landwirtschaft. Sie versorgt uns mit Lebensmittel, die uns krank und dick machen, und sie richtet die schlimmsten Ökoschäden überhaupt an. 

Der Klimawandel als historische Chance

Gerade im Bereich der Lebensmittel wächst der Widerstand. Der Wunsch nach regionalen Produkten ist beim Mittelstand angekommen und kann nicht mehr länger ignoriert werden. Ebenso braucht man nicht Quantenphysik studiert zu haben, um zu begreifen, dass es unmöglich ist, bald zehn Milliarden Menschen so zu ernähren, wie wir das heute in den entwickelten Ländern tun. 

Adam Smith hat die Markwirtschaft in Edinburgh des 18. Jahrhunderts konzipiert, in einer Stadt, die etwa wo gross war wie heute St. Gallen und wo man sich kannte. Thomas Jefferson träumte von selbstständigen Farmer und Kleingewerbe, nicht von monopolartigen Multis und weltumspannenden Supply Chains. 

Eine bürgernahe Marktwirtschaft, von der auch die Aufklärer geträumt haben, ist wieder eine Option geworden. «Ich bin überzeugt, dass der Klimawandel eine historische Gelegenheit darstellt», folgert daher Klein. «Wir haben die Möglichkeit, eine Politik zu verfolgen, die unser Leben dramatisch verbessern wird, eine Politik, welche die Lücke zwischen arm und reich schliessen, viele neue und gute Jobs schaffen und unsere Demokratie von Grund auf neu beleben wird.» 

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    Alle Leser-Kommentare
  • dGehrig 01.05.2015 00:01
    Highlight Highlight Herr Löpfe, im Text deuten Sie an, man soll den Kapotalismus beenden, weil zu viele negative Konsequenzen aus ihm folgen.
    Dem stimm ich zwar zu, ABER man kann schlicht auch für einen Systemwechsel sein aus dem Gedanken heraus, es könnte bessee sein.
    Beispiel hirarchisches Lohnsystem: Die wirtschaftliche Hirarchie inn- und ausserhalb eines Unternehmens basiert auf der Idee, dass der, der sich mehr anstrengt, auch den Job bekommt. Ok. So weit so gut. Doch was passiert mit dem anderen, der sich genau so angestrengt hat? Es entsteht eine Entwicklung zu mehr und härter Arbeit, OBWOHL sowieso nur ein geringer Teil der Bevölkerung die wirklich guten Jobs bekommt. Aktuell können gar nicht alle, die guten haben, die anständig bezahlt werden, da wir denn Bauarbeiter genauso in unserer Gesellschaft brauchen.
    Andere grundsätzliche Frage: Ein System, in welchem man (massive) Lohnunterschiede hat, basiert auf der Idee, dass die (Lebens-)zeit, die die eine Person in ihre Arbeit investiert, mehr bzw. weniger Wert hat, als die der anderen.
    Gleichzeitig wird völlig ausser Acht gelassen, dass Talente grösstenteils angeboren, besten falls durch die Erziehung beeinflusst werden, und daher keine Leistung sind, die finanziell zu belohnen sind. Soll heissen; für die gleiche Leistung, muss die eine Person viel mehr/bzw. weniger Arbeit aufwenden als die andere.

    All dies und noch vieles mehr wird in einem kapitalistischen System nicht berücksichtigt. Ob das dann schlimme Folgen hat, wie Sie es beschreiben, ist dabei eher nebensächlich, es ist auch ohne negative Folgen inhärent ungerecht.
    Den Fokus im Artikel auf jene philosphisch-ethischen Aspekte zu setzen, hätte ich personlich spannender und aufschlussreicher empfunden.
  • evsl 11.02.2015 17:52
    Highlight Highlight Unser Wirtschaftssystem ist darauf aufgebaut, immer weiter zu wachsen. Mehr kaufen, mehr ausgeben, mehr produzieren, mehr Arbeitsplätze, mehr Wohlstand. Dabei KANN dieses System gar nicht funktionieren, leben wir doch auf einer begrenzten Erde mit begrenzten Ressourcen.
    Es wäre genug für alle da und trotzdem verschwindet so viel?
    Alle müssen mehr arbeiten und bekommen weniger?

    Wir können gespannt sein, wie lange das System noch hält.
  • Alnothur 08.11.2014 16:21
    Highlight Highlight Und jetzt, Herr Löpfe, wollen Sie Grosskonzerne gesetzlich verbieten lassen? Obwohl sie selber auch schreiben, dass die Nachfrage nach (und damit auch ein Angebot an) regionalen Produkten vorhanden ist, und eine Schnelle Reaktion darauf eben gerade durch eine liberale Ordnung möglich ist? Möchten Sie eine staatliche Planwirtschaft, die eine regionale Produktion vorschreibt?
    • oskar 09.11.2014 23:32
      Highlight Highlight @dziltener: Wie kommen Sie auf einen solchen Schwachsinn? Wieso sollte einer, der den Neoliberalismus kritisiert und gewisse Szenarien aufzeigt, automatisch Verbote von Konzernen und die Planwirtschaft wollen? Zu Ihnen sind die neuen Denkansätze für zukünftige Wirtschaftsordnungen scheinbar noch nicht vorgedrungen
    • Alnothur 10.11.2014 13:05
      Highlight Highlight Weil der Artikel genau diesen Eindruck erweckt: Grosskonzerne sind böse, und die Politik muss den Regionalismus durchsetzen. Das tönt für mich ganz eindeutig nach Regionalismus-Subventionen (Planwirtschaft!), "den Grosskonzernen politisch möglichst viele Steine in den Weg legen", sie zu diskriminieren und diverse andere Ansätze, die in die Nähe von Verboten kommen. Dabei gibt es genau eine einzige Möglichkeit, den Regionalismus zu fördern: Nachfrage. Wer Regionales kauft, fördert regionale Unternehmen. Und genau dieser Ansatz ist urliberal.
    • evsl 11.02.2015 17:58
      Highlight Highlight Die Wenigsten von uns können sich eine Lösung vorstellen, weil wir in einem fixen, uns vertrauten System leben.
      Ein anderes System, für uns undenkbar.

      Aber auch schon kleine Schritte können viel verändern: Forderung nach Transparenz, bewusster einkaufen, weniger Fleischkonsum,... --> sich nicht verar***** lassen!
      Play Icon
  • Moritz Zumbühl 07.11.2014 20:58
    Highlight Highlight Für die inhaltlich interessierten;

    Diese Arte Serie kann ich sehr empfehlen:
    https://www.youtube.com/playlist?list=PLVHwJhG35Yo8yzdNwOtjG6_nRLSwIp6Ws

    Gelungenere Artikel - Die Zukunft gehört dezentralen Systemen!
    • The Destiny // Team Telegram 07.11.2014 22:39
      Highlight Highlight Stimmt ist auch bei der Energieversorgung so.
  • Cox 07.11.2014 20:21
    Highlight Highlight Kapitalismus ist die schlechteste aller Wirtschaftsordnungen, außer allen anderen.
  • Jol Bear 07.11.2014 18:55
    Highlight Highlight Dezentrale Marktwirtschaft, ein richtiger Grundsatz, ähnlich wie in der Natur: Funktionierende Ökosysteme mit Regulationsmechanismen (Prinzip negative Rückkoppelung), nebeneinander, nicht zu gross, sind widerstandsfähig gegen Störungen, das Grosse Ganze wird nicht gefährdet. In der Wirtschaft ist das ähnlich, siehe " to big to fail"-Problem bei zu grosser Konzentration. Besser: keine zu grosse Wirtschaftsräume für Konsumgüter und Dienstleistungen, keine zu grosse politische Gebilde mit Machtkonzentration. Stattdessen mehr Föderalismus, mehr direkte Demokratie. Unser Schweizer Modell, ausserhalb EU, starke Autonomie von Kantonen, Gemeinden und Mitsprache der Bevölkerung durch Abstimmungen, eigene Währung, dürfte nicht soo schlecht sein. Die eingeschränkte Macht der Regierenden ist zumindest einer der Gründe für die rel. Geringe Staatsverschuldung.
    • dGehrig 30.04.2015 23:43
      Highlight Highlight Jein. Förderalismus ist dort gut, wo er andere nicht negativ beeinflusst.
      Beispiel Steuernpolitik: Wenn jeder Kanton/jeder Staat völlig frei über die Steuerhöhe entscheiden kann, werden alle durch jene eine Region beeinflusst, die die Steuern so tief hat, dass sie selbst zwar gut davon kommt, weil Reiche und Grossunternehmen zuzügeln, alle anderen leiden jedoch darunter.
      Das hat dann auch wenig mit Demokratie zu tun, wenn der eine Kanton/Staat alle anderen stark beeinflussen kann, sie aber nicht mitreden dürfen.
  • Zeit_Genosse 07.11.2014 17:51
    Highlight Highlight Schön und gut Hr. Löpfe. Machen Sie doch bitte wegen der Relevanz für uns Leser auch jeweils Querverweise zur Schweiz. All die Global-Thesen müssen ja nicht stimmig mit der Entwicklung der kleinräumigen Schweiz übereinstimmen, die zwar (oder zum Glück) eine langsame Demokratie hat, weil das Volk mehr verhindert als "bewilligt", aber die Mitsprache scheinbar glücklicher macht als die Lösungen selbst. Wenn jemand aus Detroit oder Kanada von Regionalisierung spricht, sind da Landstriche grösser als die Schweiz gemeint. Demnach lebt die Schweiz eine Demokratie und dezentrale Marktwirtschaft vor.

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