Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
President-elect Donald Trump, accompanied by SoftBank CEO Masayoshi Son, speaks to members of the media at Trump Tower in New York, Tuesday, Dec. 6, 2016. (AP Photo/Andrew Harnik)

Trump und Masayoshi: Der verrückte Japaner will in den nächsten vier Jahren 50 Milliarden Dollar investieren.  Bild: Andrew Harnik/AP/KEYSTONE

Trump, ein verrückter Japaner und die Saudis 

Masayoshi Son ist der zweitreichste Mann in Japan und gilt als verrückter Hund. Jetzt will er 50 Milliarden Dollar in den USA investieren – mit dem Geld der Saudis.



Wie immer erfolgt die News via Twitter: Softbank will 50 Milliarden Dollar in den USA und damit 50'000 Jobs schafften, twitterte der gewählte Präsident Donald Trump enthusiastisch. Doch was ist Softbank, wer ist Masayoshi Son, der Mann dahinter, und woher stammen die 50 Milliarden?

Bild

Trumps frohe Botschaft via Twitter.

«Masayoshi Wer?», werden sich die meisten wahrscheinlich fragen. Anders als Bill Gates oder Steve Jobs ist Son hierzulande kein Begriff. Aber man könnte ihn auch als so etwas wie die japanische Antwort auf die beiden IT-Titanen bezeichnen.

«Äusserlich mag Mr. Son vielen als verrückt erscheinen, aber er meint es stets todernst.»

Satoshi Shima

1957 ist Son in ärmsten Verhältnissen auf die Welt gekommen. Heute wird sein Vermögen auf rund 15 Milliarden Dollar geschätzt, er ist damit der zweitreichste Mann in Japan. 1981 hat er sein Unternehmen Softbank gegründet, 1998 hat er es an die Börse von Tokio gebracht.  

SoftBank Corp. Chief Executive Masayoshi Son (L) hugs Jack Ma, founder and executive chair of Alibaba Group Holding, during the SoftBank World 2014 event in Tokyo July 15, 2014.    REUTERS/Toru Hanai (JAPAN - Tags: BUSINESS TELECOMS)

Seelenverwandte: Masayoshi Son und Jack Ma, Gründer von Alibaba. Bild: Toru Hanai/REUTERS

Son ist ein Mann mit einem sehr ausgeprägten Ego. So rühmt er sich beispielsweise, heute schon zu erkennen, was in 30 Jahren wichtig sein wird. «Äusserlich mag Mr. Son vielen als verrückt erscheinen, aber er meint es stets todernst», erklärte einst sein langjähriger Gefährte Satoshi Shima.  

Aus 20 Millionen 60 Milliarden gemacht

Son ist auch ein Mann der raschen Entschlüsse. Als er Jack Ma, den Gründer von Alibaba kennenlernte, handelte er sofort. «Ich habe Ma fünf Minuten zugehört und sofort beschlossen, in Alibaba zu investieren», schildert er das Treffen mit dem Mann, der heute das grösste Internet-Retailgeschäft der Welt besitzt. Es war das Geschäft seines Lebens. Für 20 Millionen Dollar erwarb Son 30 Prozent der Alibaba-Aktien. Heute liegt ihr Wert bei rund 60 Milliarden Dollar.  

Sehr früh hat Son auch das Potenzial von Yahoo und Vodafone erkannt und damit sehr viel Geld verdient. Beide Gesellschaften passten in seine Vision, Hard- und Software sinnvoll zu kombinieren. Nicht immer hat er damit Erfolg. Als er den gleichen Trick mit der US-Telefongesellschaft Sprint versuchte, fiel er fürchterlich auf die Nase. Obwohl Softbank 22 Milliarden Dollar für den Kauf aufbrachte, schreibt Sprint bis heute Verluste.  

Sein Glaube an die digitale Revolution ist jedoch ungebrochen:

«Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass die Singularität kommen wird, und dass die Computer eines Tages intelligenter sein werden als die Menschen.»

Masayoshi Son

Gemäss diesem Credo ist Son in diesem Sommer eine weitere riskante Wette eingegangen. Für 15 Milliarden Dollar hat er den englischen Chip-Hersteller ARM gekauft. «Das ist ein Deal, den nur wenige ausser Softbank gewagt hätten», erklärte ein Manager eines Tech-Fonds in Tokyo in der «Financial Times». «Es ist ein „Einmal-im-Leben-Poker“ für Mr. Son.»

SoftBank Group Corp. Chairman and CEO Masayoshi Son reacts as SoftBank's human-like robots named

Son glaubt an den Computer und künstliche Intelligenz. Bild: Yuya Shino/REUTERS

Son hingegen weiss exakt, was er mit dem Chip-Hersteller im Sinn hat. «Jede Strassenlampe wird bald mit dem Internet verbunden sein, weil wir so Strom sparen können, wenn kein Auto vorbeifährt», sagt er. «Autos werden selbstgelenkt und damit sicherer werden. Alle Dinge werden miteinander verbunden sein, und der gemeinsame Nenner ist ARM.»  

Eine seltsame Partneschaft

Der exzentrische Son hat nun einen exotischen Partner bekommen: die saudi-arabische Königsfamilie. Um ihre Abhängigkeit vom Erdöl zu verringern, will sie ebenfalls im grossen Stil in die Digitalisierung investieren. Die beiden sind im Begriff, einen Techno-Fonds mit einem Startkapital von 100 Milliarden Dollar zu gründen, den grössten der Welt. Softbank würde dabei 25 Milliarden beisteuern. Aus diesem Fonds stammt das Geld, das nun in den USA investiert werden soll. 

Das kommt überraschend, denn Son hatte nach dem Misserfolg mit Sprint laut darüber nachgedacht, Softbank zu verkaufen und sich zurückzuziehen. Nun will er mindestens zehn Jahre weitermachen «und noch ein paar verrückte Ideen umsetzen».

Künstliche Intelligenz

«Löpfe, warum glaubst du mit deinen ca. 60 Jahren noch immer, dass die Welt gerechter wird?»

Link zum Artikel

Eine phantastische Reise hat begonnen

Link zum Artikel

Wenn wir Glück haben, behalten uns die Roboter als Haustiere

Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Das könnte dich auch interessieren:

Das sind die besten Rekruten der besten Armee der Welt

Link zum Artikel

9 «Ratschlag»-Klassiker, die du dir in Zukunft einfach mal sparen kannst

Link zum Artikel

Christian Wasserfallen nicht mehr FDP-Vize – wegen der Klimafrage?

Link zum Artikel

Heute wird es noch heisser ++ Spitäler bereiten sich auf Ansturm vor

Link zum Artikel

Das gab's noch nie: Schweizer Mathe-Genie startet als 15-Jähriger mit Master-Studium

Link zum Artikel

Fans raten GNTM-Gewinnerin Stefanie Giesinger zu grösseren Brüsten – aber ihr Konter sitzt

Link zum Artikel

«Die Schweiz ist eine Gold-Weltmacht – ein enormes Risiko»

Link zum Artikel

Turbo Jens ist alles, was du heute gesehen haben musst (wer hat den Typen eingestellt?)

Link zum Artikel

YouTuberin verwandelt Teslas Model 3 in Pick-up – und das Resultat ist grandios

Link zum Artikel

«Ab 30 kann Mann keine kurzen Hosen mehr tragen!» – watson-Chef klärt uns auf 🙄

Link zum Artikel

Diese Schweizer Fussballer haben noch keinen Vertrag für nächste Saison

Link zum Artikel

Herr Matthes, wie gross ist die Schadenfreude bei Nokia über Huaweis Trump-Schlamassel?

Link zum Artikel

Ein Streik kommt selten allein – so wollen die Frauen weitermachen

Link zum Artikel

Nach 27 Jahren kommt der Nachfolger der SMS – das musst du über RCS wissen

Link zum Artikel

Merkel beginnt bei Staatsbesuch plötzlich zu zittern – Entwarnung folgt kurz darauf

Link zum Artikel

Wegen Song: SRF-Ombudsmann rügt Radio SRF 3 

Link zum Artikel

Ohrfeige für Bundesanwalt vom Bundesstrafgericht – Lauber ist im FIFA-Fall befangen

Link zum Artikel

40 Millionen Liter Trinkwasser verschwunden? Das Rätsel von Tägerig ist gelöst

Link zum Artikel

OMG – wir haben Knoblauch unser ganzes Leben lang falsch geschält

Link zum Artikel

Warum Donald Trump 2020 wiedergewählt wird – und warum nicht

Link zum Artikel

Ein 3-jähriges Mädchen zerstört eine Fliege – das macht dann 56'000 Franken

Link zum Artikel

«Kann man sich in einen guten Freund verlieben?»

Link zum Artikel

79-Jährige mit zwei Promille auf Felgen unterwegs

Link zum Artikel

Federer vor Halle-Auftakt: «Rasen hat seine eigenen Regeln – vor allem für mich»

Link zum Artikel

We will always love you – vor 60 Jahren veröffentlichte Dolly ihre erste Single

Link zum Artikel

Fazit nach Frauenstreik: Hunderttausende Menschen protestierten für Gleichstellung

Link zum Artikel

«Er hat nicht unrecht» – das sagt Christoph Blocher zu SVP-Glarners Handy-Terror

Link zum Artikel

Du willst dein Handy sicherer machen? Dann solltest du diese 10 Regeln kennen

Link zum Artikel

FCB-Sportchef Streller tritt mit emotionalem SMS zurück: «Es bricht mir s’Herz»

Link zum Artikel

Trump hat sich im Persischen Golf verzockt

Link zum Artikel

5 Action-Heldinnen, die die Filmwelt ordentlich gerockt haben

Link zum Artikel

Preisgeld-Vergleich: So viel mehr kassieren Männer im Sport als Frauen

Link zum Artikel

14 Gründe, warum die Frauen heute streiken

Link zum Artikel

«Das stimmt einfach nicht» – Martullo-Blocher wird in der «Arena» vorgeführt

Link zum Artikel

Nach Handy-Terror: Betroffene Mutter rechnet mit SVP-Glarner ab – und wie

Link zum Artikel

Trump setzte Kopfgeld auf unschuldige Schwarze aus – jetzt melden sie sich zu Wort

Link zum Artikel

9 spannende Geisterstädte und ihre Geschichten

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

10
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kastigator 07.12.2016 17:24
    Highlight Highlight 50 Milliarden = 50 000 Jobs. Also 1 Million pro Job.
    Zum Vergleich: Obamas Detroit Bailout (den die Reps bis heute hassen) rettete für 80 Milliarden 1,5 Millionen Jobs.
    • Hölzig 07.12.2016 19:38
      Highlight Highlight eem nur dass Trump das als Geschäftsmann und nicht als Präsident gemacht hat..☺
    • SemperFi 08.12.2016 08:21
      Highlight Highlight @Hölzig: Was genau hat Trump gemacht ausser zu twittern und sich mit fremden Federn zu schmücken?
  • LeChef 07.12.2016 17:04
    Highlight Highlight Dank Trump kriegen die USA:
    -Einen Verteidigungsminister, der die Bushsche Aussenpolitik fortsetzen wird, statt Obamas
    (Soviel zur "Kriegstreiberin" Clinton)
    -Priebus als Stabschef und evtl Romney als Aussenminister; sprich das Parteiestablishment in Persona
    -Einen Finanzminister, der bei Goldman Sachs war
    -Einen Justizminister, der für Folter ist und im Senat der konservativste Politiker von allen(!) war
    -Den absoluten König der Idioten Ben Carson als Minister für Stadtentwicklung (für alles andere war er wohl nicht zu gebrauchen)
    -Achja, und Steve Bannon.
    Aber Hauptsache nicht Hillary, was?
    • Träumerei 08.12.2016 12:02
      Highlight Highlight Wie kommst du auf die Idee das Trump die Politik von Bush vortsetzen wird? Desweiteren bin ich froh wenn Trump nicht die Politik von Obama fortsetzt, aber für viele ist er ja immernoch ein Friedensbringer.
    • LeChef 08.12.2016 14:02
      Highlight Highlight Aufgrund seiner Personalwahl? Romney, Pence, Mattis, Sessions, Priebus.... Alle waren für den Irakkrieg. Das sind aussenpolitische Falken, was meinst du, warum er sie alle in sein Team geholt hat? Gerade vor ein paar Stunden bekannt geworden: John Kelly übernimmt das Department of Homeland Security. Ein Ex-General der u.a. im Irak eingesetzt wurde und zuletzt Guantanamo geleitet hat (kein Scheiss!).
      Seit Obama ist die amerikanische Aussenpolitik deutlich passiver geworden. Mit diesem Kabinett wird Trump genau den umgekehrten Weg einschlagen, das kann ich dir jetzt schon garantieren.
  • Aged 07.12.2016 12:34
    Highlight Highlight «Ich bin felsenfest davon überzeugt, ... dass die Computer eines Tages intelligenter sein werden als die Menschen.»

    Absolut einig, was Typen von Trump bis hiesige Politiker betrifft. Nicht einig, wenn es normale Menschen angeht, diese ticken in unendlich vielen veränderlichen Varianten.
  • dunou 07.12.2016 12:02
    Highlight Highlight "Aber man könnte ihn auch als so etwas wie die japanische Antwort auf die beiden IT-Titanen bezeichnen."

    Wohl zuviel mit Klaus Zaugg gesprochen, was? Genau die Worte, die er am meisten benutzt... :)

    An dieser Stelle trotzdem einmal: Danke Philipp Löpfe, deine Artikel lese ich immer am liebsten.

14 Gründe, warum die Frauen heute streiken

watson kommt heute anders daher als sonst. Aufgrund des Frauenstreiktags dominieren Frauen die Startseite. 14 Begründungen, warum das so ist.

Frauen sind in der Politik untervertreten. Im Nationalrat sind 32 Prozent Frauen, im Ständerat 15,2 Prozent. In 170 von 193 Ländern weltweit ist ein Mann an der Macht. Nur in 23 Ländern ist eine Frau Regierungschefin oder Staatsoberhaupt. 88 Prozent der Macht auf der Welt gehört somit Männern.

Die Quellen für diesen Artikel findest du ganz am Schluss.

Frauen sind in allen relevanten Entscheidungsgremien untervertreten. Der Anteil von Frauen in Verwaltungsräten in der Schweiz wächst langsamer als …

Artikel lesen
Link zum Artikel