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FILE - In this July 4, 2015 file photo, prison inmates stand in the yard at Arizona State Prison-Kingman in Golden Valley, Ariz. Arizona is severing ties with the private prison operator over what the state says was a string of security and training lapses that led to violent riots in July. Arizona Gov. Doug Ducey announced the action against Management and Training Corp. after the state released a scathing report about numerous issues at the prison. Ducey said what happened at the prison was “frightening, disturbing and completely unacceptable.”(Patrick Breen/The Arizona Republic via AP, File) MARICOPA COUNTY OUT - NO MAGS- NO SALES - MANDATORY CREDIT

Insassen eines privaten Gefängnisses im Bundesstaat Arizona. Bild: AP/The Arizona Republic

Gefängnisaktien sind die grössten Gewinner des Trump-Triumphs

Die Papiere des grössten privaten US-Gefängnisbetreibers sind mehr als 40 Prozent in die Höhe geschossen.



Allgemein haben die Aktienmärkte positiv auf die Wahl von Donald Trump reagiert. Es gibt aber spezielle Überflieger: die Aktien der privaten Gefängnisbetreiber. Gemäss Angaben der «New York Times» haben die Papiere der CoreCivic, dem grössten Unternehmer, um 43 Prozent zugelegt, diejenigen der GEO Group, dem wichtigsten Konkurrenten, um 21 Prozent.  

Trump bezeichnet die staatlichen Gefängnisse als Desaster

Trump hat im Wahlkampf mehrfach die staatlichen Gefängnisse als «Desaster» bezeichnet und die privaten gelobt. Gerade im Zusammenhang mit illegalen Immigranten hat er deren Bedeutung betont, so etwa in der TV-Sendung «60 Minutes»: «Wir schaffen sie aus, oder wir sperren sie ein», sagte Trump damals.  

FILE - This Monday, Sept. 14, 2015 file photo shows the Cimarron Correctional Facility in Cushing, Okla. The stabbing deaths of four inmates at a private prison in Cushing were the result of a turf war between two white prison gangs that also spilled over into other state prison facilities, the head of an Oklahoma prison workers group said Thursday. (AP Photo/Kelly Kissel, File)

Vier Tote gab es nach einer Messerstecherei in diesem privaten Gefängnis im Bundesstaat Oklahoma.  Bild: Kelly Kissel/AP/KEYSTONE

Dass die privaten Gefängnisse davon profitieren, ist offensichtlich. Für das Geschäftsmodell von CoreCivic und GEO sind illegale Einwanderer entscheidend: 44 Prozent des Umsatzes von CoreCivic stammten 2015 aus dieser Quelle.

Obama wollte die Verträge mit Privaten auslaufen lassen

CoreCivic ist in Nashville zuhause und betreut rund 70'000 Gefängnisinsassen. Die GEO Group ist auch in Grossbritannien, Australien und Südafrika tätig. Zusammen beherrschen sie 85 Prozent des privaten US-Gefängnismarktes.  

Für die beiden privaten Gefängnisunternehmen bedeutet die Wahl Trumps, dass für sie Weihnachten, Ostern und der Geburtstag zusammenfallen. Die Regierung Obama hatte im Sommer erklärt, sie wolle die Verträge mit ihnen auslaufen lassen, eine Politik, die auch Hillary Clinton weiterverfolgt hätte. Daraufhin sackten die Aktien der beiden in den Keller.    

Soll es überhaupt private Gefängnisse geben?

Beide Unternehmen werden kritisiert, zu wenig für die Sicherheit und die Gesundheit der Insassen zu unternehmen. Zudem ist die Grundsatzfrage umstritten: Soll es privaten Unternehmen überhaupt erlaubt sein, Gefängnisse zu führen? Nein, sagt der Harvard-Professor und diesjährige Nobelpreisträger Oliver Hart. «Es geht nicht an, dass private Unternehmen die Kontrolle über den Einsatz von Gewalt haben.»  

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