Wirtschaft
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USA-Afrika-Gipfel

WASHINGTON, DC - AUGUST 05: President of South Africa Jacob Zuma (L) and President of Senegal Macky Sall (R) participate in a session of the U.S.-Africa Business Forum titled,

Die Präsidenten von Südafrika (Zuma) und Senegal (Sall) in Washington. Bild: GETTY IMAGES NORTH AMERICA

Wer davon profitieren soll: US-Unternehmen und Staat pumpen 33 Milliarden Dollar nach Afrika



Mit Investitionen in Milliardenhöhe ringen die USA um mehr Teilhabe am Wirtschaftsboom in Afrika. US-Präsident Barack Obama kündigte bei einem Gipfel an, dass US-Unternehmen und -Regierung sich mit insgesamt rund 33 Milliarden Dollar in Afrika engagieren wollen.

Construction labourers work at the entrance of Pretoria's Weskoppies hospital May 20, 2014. South African Olympic and Paralympic track star Oscar Pistorius was ordered on Tuesday to undergo a month of psychiatric tests to find out whether he was criminally responsible when he shot dead his girlfriend on Valentine's Day last year. Judge Thokozile Masipa told Pistorius he must report to Weskoppies hospital, one of South Africa's top mental institutions, as an outpatient for up to 30 days, starting on May 26. REUTERS/Siphiwe Sibeko (SOUTH AFRICA - Tags: SPORT ATHLETICS CRIME LAW HEALTH)

14 Milliarden Dollar für Afrikas Baubranche. Bild: SIPHIWE SIBEKO/REUTERS

Dem Weissen Haus zufolge planen US-Unternehmen in Afrika Deals im Umfang von 14 Milliarden Dollar in Branchen wie dem Baugewerbe, dem Hotelsektor und der IT-Industrie. 

epa04216738 (FILE) A file photo dated on19 June 2013 shows containers are piled up at Aomi International Container Terminal for import and export in Tokyo, Japan. Japan posted an 808.9 billion yen (8 billion US dollar) trade deficit in April, the 22nd consecutive month of trade shortfall, due mainly to a weaker yen and growing imports of liquefied natural gas, the government said on 21 May 2014. Imports rose 3.4 percent to 6.88 trillion yen, while exports grew 5.1 percent from a year earlier to 6.07 trillion yen, the Finance Ministry said in a preliminary report.  EPA/KIMIMASA MAYAMA

Um den US-Export anzukurbeln: 7 Milliarden Dollar. Bild: KIMIMASA MAYAMA/EPA/KEYSTONE

Die US-Regierung stellt ausserdem sieben Milliarden Dollar bereit, um US-Exporte nach Afrika sowie Geschäfte amerikanischer Firmen auf dem Kontinent zu fördern.

U.S. Secretary of State John Kerry (C) speaks alongside Angolan Foreign Minister Georges Rebelo Pinto Chikoti and Jay Ireland, president and CEO of General Electric Africa, following a tour of the General Electric (GE) Sonils compound at the Port of Luanda in Luanda, Angola, May 4, 2014. REUTERS/Saul Loeb/Pool (ANGOLA - Tags: POLITICS ENERGY BUSINESS)

12 Milliarden Dollar für die Stromversorgung: John Kerry auf Firmenbesuch in Angola. Bild: POOL/REUTERS

Weitere zwölf Milliarden Dollar sollen in ein Programm zum Ausbau der Stromversorgung in Afrika fliessen. Insgesamt konnten für die Initiative Power Africa gemeinsam mit der Weltbank und Schweden bislang 26 Milliarden Dollar mobilisiert werden, wie Obama mitteilte.

Handel stärken

Präsident Obama kündigte die Pläne am Dienstag am Ende eines eintägigen Wirtschaftsforums in Washington an. «Die USA sind entschlossen, ein Partner beim Erfolg Afrikas zu sein: Ein guter Partner, ein echter Partner und ein langfristiger Partner», sagte Obama. Man sei nicht daran interessiert, lediglich Bodenschätze auszubeuten, meinte er unter dem Beifall der Delegierten. Vor allem der Handel mit Afrika müsse dringend ausgebaut werden.

«Das müssen wir besser machen, sehr viel besser.»

US-Präsident Barack Obama

Allerdings räumte Obama ein, dass es bislang erhebliche Defizite gebe. Noch betrage der Handel mit Afrika südlich der Sahara lediglich ein Prozent des gesamten US-Handels. «Das müssen wir besser machen, sehr viel besser», sagte Obama.

Für Dienstagabend, dem zweiten Tag des dreitägigen Afrika-Gipfels, lud Obama die 50 Staats- und Regierungschefs zum Essen ins Weisse Haus. Zum Abschluss des dreitägigen Mammut-Gipfels geht es auch um das Thema Sicherheit in Afrika, etwa das Anwachsen extremistischer Milizen.  

«Gelegenheit für US-Firmen»

Bei ihren Investitionen hätten die USA in Afrika bisher «kaum an der Oberfläche gekratzt», sagte Ex-Präsident Bill Clinton im Gespräch mit Topmanagern. «Dies ist eine gewaltige Gelegenheit für amerikanische Unternehmen.»

Former US President Bill Clinton speaks on August 5, 2014, during a panel discussion at the US-Africa Leaders Summit in Washington, DC. At right is Phuti
Mahanyele, CEO, Shanduka Group.  AFP PHOTO/JEWEL SAMAD

«Kaum an der Oberfläche gekratzt»: Bill Clinton am Afrika-Gipfel. Bild: AFP

Das Weisse Haus rechnet damit, dass auf beiden Seiten neue Arbeitsplätze entstehen. Schon jetzt arbeiten nach Angaben des US-Handelsministeriums rund 250'000 Amerikaner in Stellen, die von Exporten nach Afrika gestützt werden.

Weltbankpräsident Jim Yong Kim mahnte, dass die Erfolgsgeschichte des Wirtschaftswachstums in Afrika nur anhalten werde, wenn der Kontinent seine Infrastruktur anpacke. «Wir sollten niemals Afrikas Potenzial bezweifeln, seine Probleme zu lösen und auf eine Weise zu wachsen, die die Welt ankurbeln wird», sagte Kim.

Zum Wirtschaftsforum am Rande des dreitägigen Afrika-Gipfels des Weissen Hauses versammelten sich Spitzenpolitiker und Vertreter von mehr als 90 Unternehmen, darunter Schwergewichte wie Coca Cola und General Electric.

Ein Stück vom Kuchen

Derzeit ist China der wichtigste Handelspartner Afrikas, doch die USA wollen sich ein grösseres Stück vom Kuchen abschneiden. «Je mehr, desto besser», sagte Obama kürzlich in einem Interview der Zeitschrift «Economist».

China könne zwar beim Ausbau wichtiger Infrastruktur in Afrika helfen. Die Afrikaner müssten aber darauf achten, dass neu gebaute Brücken und Strassen nicht nur von einer Bergbaugrube direkt zum Hafen und nach Shanghai führten. Ausserdem müssten bei diesen Projekten Afrikaner beschäftigt werden.

Für Obama, der den bisher einmaligen Grossgipfel mit 50 afrikanischen Staats- und Regierungschefs sowie der Afrikanischen Union (AU) ausrichtet, geht es auch um sein politisches Erbe. Der Sohn eines Kenianers und einer amerikanischen Mutter will seinen zuvor recht dürftigen Einsatz in Afrikafragen wettmachen. (kad/sda/dpa/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Maya Eldorado 06.08.2014 02:44
    Highlight Highlight Achtung! Achtung! Ihr Afrikaner! Passt auf, dass Ihr nicht von den Amis durch den Morast gezogen werden.

    Zwar sagt Obama, dass beim Ausbau der Infrastruktur Afrikaner beschäftigt werden sollten. Hallo Herr Obama. Die Afrikaner sind so intelligent wie ihr. Lasst sie das selber machen auch die Leitung der Projekte.
    Unterstützt die Afrikaner bei der Selbsthilfe. Absahnen geht nicht mehr. Das ist bisher viel zu viel geschehen.

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