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Putin mit Sonnenbrille

Bild: montage: watson / material: keystone

Für Putin ist der Liberalismus gestorben

Wie Donald Trump, Viktor Orban, Matteo Salvini oder Marine le Pen: Der russische Präsident gehört nun offiziell zur Front der nationalistischen Populisten.



Am G20-Gipfel in Osaka versammelt sich über das Wochenende alles, was in der internationalen Politik Rang und Namen hat. Für die meisten Staatsoberhäupter ist es jedoch schwer, einen Platz an der Sonne zu erhalten. Sie werden überstrahlt von den beiden Schwergewichten, dem US-Präsidenten Donald Trump und seinem chinesischen Gegenpart Xi Jinping.

Russlands Präsident ist nicht jemand, der gerne am Katzentisch Platz nimmt. Um in die internationalen Schlagzeilen zu kommen, gewährte Wladimir Putin deshalb just zum Auftakt des Gipfels der «Financial Times», einer der führenden Zeitungen dieser Welt, ein langes Interview. Darin legt er dar, wie die Welt aus russischer Sicht aussieht.

epa07679270 Russian President Vladimir Putin (L) and US President Donald J. Trump (R) meet on the sidelines of the G20 summit in Osaka, Japan, 28 June 2019. It is the first time that Japan hosts a G20 summit. The summit gathers leaders from 19 countries and the European Union to discuss topics such as global economy, trade and investment, innovation and employment.  EPA/MICHAEL KLIMENTYEV/SPUTNIK/KREMLIN / POOL MANDATORY CREDIT

Unter Gleichgesinnten: Putin und Trump im Gespräch am G20-Gipfel in Osaka. Bild: EPA

Für Putin ist klar: Die westliche liberale Ordnung hat ausgedient. «Die liberale Idee hat sich überholt», so der russische Präsident. Er führt als Begründung den breiten Widerstand gegen Zuwanderung, offene Grenzen und den Multikulturalismus an. «(Die liberale Elite) kann nicht mehr alles diktieren. Das haben sie in den letzten Jahrzehnten versucht.»

«Die Liberalen gehen davon aus, dass nichts je getan werden muss», führte Putin weiter aus. «Die Migranten dürfen bedenkenlos morden, plündern und vergewaltigen, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden, weil ihre Rechte geschützt werden.»

«Aber jedes Verbrechen muss gesühnt werden», so Putin weiter. «Die liberale Idee ist daher obsolet geworden. Sie steht im Widerspruch zu den Interessen der überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung.»

Russian President Vladimir Putin is greeted by German Chancellor Angela Merkel at the official welcoming ceremony at the G20 summit Friday, July 7, 2017 in Hamburg, Germany. (Remiorz/The Canadian Press via AP)

Mögen sich weniger: Putin und Angela Merkel. Bild: AP/The Canadian Press

Folgerichtig verurteilt Putin die «Willlkommens-Kultur» von Angela Merkel im Herbst 2015 und bezeichnet sie als «kardinalen Fehler». Trumps Versuch, die Flüchtlinge an der Grenze zu Mexiko zu stoppen, lobt er hingegen ausdrücklich.

Generell findet der russische Präsident nur lobende Worte für seinen amerikanischen Gegenpart. «Mr. Trump ist kein Karriere-Politiker. Wenn es darum geht, wie Probleme angegangen werden, akzeptiere ich viele seiner Methoden nicht. Aber wissen Sie, was ich denke? Ich denke, er ist eine sehr talentierte Person. Er weiss sehr genau, was seine Wähler von ihm wollen.»

Obwohl Sonderermittler Robert Mueller in seinem Bericht minutiös aufgelistet hat, wie der russische Geheimdienst und russische Trolle sich 2016 in die amerikanischen Wahlen eingemischt haben, bestreitet dies Putin nach wie vor:

«Russland wird beschuldigt – und so seltsam es auch sein mag – wird nach wie vor beschuldigt, in die US-Wahlen verwickelt gewesen zu sein. Was ist tatsächlich passiert? Mr. Trump hat die Haltung seiner Gegner analysiert und hat den Wechsel in der amerikanischen Gesellschaft erkannt, und er hat dies zu seinem Vorteil verwendet.»

epa07645239 A handout photo made available by Iran's official state TV (IRIB) allegedly shows the crude oil tanker Front Altair on fire in the Gulf of Oman, 13 June 2019. According to the Norwegian Maritime Authority, the Front Altair is currently on fire in the Gulf of Oman after allegedly being attacked and in the early morning of 13 June between the UAE and Iran.  EPA/IRIB NEWS HANDOUT BEST QUALITY AVAILABLE. MANDATORY CREDIT. HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Explosive Lage: Brennender Tanker im persischen Golf. Bild: EPA/IRIB NEWS

Putin lobt zwar Trump, nicht aber die amerikanische Politik. Er findet die Kriegsspiele gegen den Iran «explosiv» und glaubt, dass die USA in Sachen Venezuela den gleichen Fehler wie seinerzeit in Libyen begehen. «Wollen wir zurück zur Kanonenboot-Politik? (…) Ist es nötig, lateinamerikanische Nationen so zu demütigen und ihnen von aussen ihre Führer aufzuzwingen?»

Das russische Engagement in Syrien hingegen sei ein voller Erfolg gewesen. Nicht nur politisch: «Unsere Streitkräfte konnten so praktische Erfahrungen sammeln, wie sie es in Friedenszeiten niemals können», so Putin. Angesicht der Tatsache, dass im Syrienkonflikt bisher rund 500’000 Menschen gestorben sind, kann man dies als reichlich zynisch bezeichnen.

CAPTION CORRECTIONS CORRECTS DATE: Russian President Vladimir Putin, right, toasts with Chinese President Xi Jinping prior to the Conference on Interaction and Confidence Building Measures in Asia (CICA) in Dushanbe, Tajikistan, Friday, June 14, 2019. (Alexei Druzhinin, Sputnik, Kremlin Pool Photo via AP)

Beste Freunde: Xi Jinping und Wladimir Putin. Bild: AP/Pool Sputnik Kremlin

Putin sieht sich zusammen mit dem chinesischen Präsidenten Xi als Fackelträger einer neuen globalen Weltordnung. Die beiden sind inzwischen enge Freunde geworden und haben sich 28 Mal persönlich getroffen. Putin lobt China für «seine Loyalität und seine Flexibilität als Partner und als Gegner».

Einst hat Putin den Untergang der Sowjetunion als «grösste geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts» bezeichnet. Anders als die Kommunisten sieht er jedoch in der Religion kein Opium fürs Volk. Er sieht sich im Gegenteil als Verteidiger des christlichen Abendlandes. «Haben wir vergessen, dass wir in einer Welt der biblischen Werte leben?», fragt er rhetorisch.

Chinas Staatschef zu Besuch bei Putin

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    Alle Leser-Kommentare
  • Chili5000 29.06.2019 12:30
    Highlight Highlight Jegliche aussagen von Putin sind nicht weiter als populistisches Geschwätz. Jemand der Pressefreiheit verboten hat und die Demokratie faktisch abgeschafft hat ist nicht weiter als ein weiterer Präsident eines Schurkenstaates...
  • DemonCore 29.06.2019 09:14
    Highlight Highlight Syrien, Krim, die Ost-Ukraine, Georgien, Transnistrien sind für Russland was für Deutschland der Danziger Korridor, das Sudetenland, Spanien und Österreich war.
  • rodolofo 29.06.2019 07:32
    Highlight Highlight Wenn Putin das heutige Syrien "Vollen Erfolg" feiert, dann erreicht die Neu-Sowjetische Verlogenheit einen neuen Tiefpunkt.
    Syrien ist heute eine gigantische RUINE, in der Schwersttraumatisierte und Verwahrloste hausen, wenn sie nicht geflüchtet sind und in ungenügend ausgestatteten Flüchtlingslagern ohne Perspektiven dahinvegetieren müssen!
    Merkels "Willkommenskultur" zu kritisieren, ist an Zynismus und Menschenverachtung kaum mehr zu überbieten!
    Merkel hat damals gezeigt, dass sie ein HERZ hat!
    Putin hat kein Herz, oder er unterdrückt es so grausam, wie er sein eigenes Volk unterdrückt...
    • Basti Spiesser 29.06.2019 12:25
      Highlight Highlight @rodolfo

      Nach der russischen Einmischen hat sich die Lage in Syrien stark verbessert. Frag mal die Leute in Aleppo die von den Islamisten befreit wurden.

      Übrigens hat Russland mehr ukrainische Flüchtlinge aufgenommen, als die herzlose Mutti Merkel ;)
    • rodolofo 29.06.2019 14:00
      Highlight Highlight @ Basti Schiesser
      FÜR WEN hat sich denn die Lage gebessert?
      Der Islamische Staat ist alles andere als besiegt.
      Und wenn jemand etwas gegen den IS unternommen hat, dann waren das weder das Assad-Militär, noch die Russen, sondern die Syrischen Kurden!
      Im Grunde ist es in Syrien, wie in jedem anderen 3.Welt-Mafia-Staat: Die Multinationalen Konzerne und die korrupte Diktatur schaltet und waltet nach Belieben, militärisch beschützt von einer Imperialmacht.
      Die Zivilbevölkerung befindet sich "zwischen Hammer und Amboss", zwischen der Militärdiktatur und den Psychopathen-Terroristen...
  • Aniki 29.06.2019 01:49
    Highlight Highlight Einer der grössten Kriminellen unserer Zeit will uns die Welt erklären. Peinlicher Typ.
    • rodolofo 29.06.2019 14:18
      Highlight Highlight Hart an der Grenze zum (gefühllosen) Psychopathen.
      In der USA ist ein (selbsterklärtermassen) "Stabiles Genie" Präsident, der so oft lügt, dass man es in einer perversen Art von Gewohnheit für normal zu halten beginnt.
      Und Russland hat einen Sadisten mit Pokerface als Präsidenten.
      Dass nun der Sadist den Trottel lobt, wundert mich eigentlich nicht...
      Mit denen verglichen schneidet ja sogar noch unser Ueli besser ab, hahaa!
      Warum haben Supermächte super miese und schlechte Präsidenten?
      Muss man super-mies und super-schlecht sein, damit man eine Supermacht präsidieren kann?
  • hämpii 29.06.2019 01:21
    Highlight Highlight Was für ein Schwätzer... Eines können sie diese Politiker... Lamentieren
  • tagomago 29.06.2019 01:09
    Highlight Highlight Osten findet zusammen. Westen driftet auseinander. Gut so.
  • Basti Spiesser 29.06.2019 01:06
    Highlight Highlight Putin analysiert die heutige Weltlage auf jedenfall besser als Löpfe.
  • Stratosurfer 29.06.2019 00:18
    Highlight Highlight Die Nazis konnten im spanischen Bürgerkrieg auch wertvolle praktische Erfahrungen sammeln und ihre Waffen für die folgenden Unternehmen weiterentwickeln. Ich kann das Geschwafel über die biblischen Werte nicht mehr hören. Unsere Werte sind die der Aufklärung, nichts anderes....
    • DemonCore 29.06.2019 10:12
      Highlight Highlight Biblische Werte sind barbarische Werte und Europa sollte sich von diesen bronzezeitlichen palästinensischen Blutkulten emanzipieren.
  • Rigelragelrugel 28.06.2019 23:52
    Highlight Highlight Zitat: “Das russische Engagement in Syrien hingegen sei ein voller Erfolg gewesen. Nicht nur politisch: «Unsere Streitkräfte konnten so praktische Erfahrungen sammeln, wie sie es in Friedenszeiten niemals können», so Putin.”
    Ich schreibe ja selten bis nie Kommentare. Bei dieser Aussage jedoch hat es mir beinahe den Magen gekehrt. Syrien so offensichtlich als Trainingsplatz, für weiss Gott was in Zukunft lauernde Schlachten, zu deklarieren ist an purer Pietätlosigkeit und der Missachtung allem humanitären Mitgefühls kaum zu überbieten.
    Scheiss Stellvertreterkriege!
  • smoking gun 28.06.2019 23:26
    Highlight Highlight Leider führt der Link zum FT-Interview ins Nirvana. Wer ein bisschen mehr lesen möchte, hier eine Übersetzung aus dem Russischen:

    https://www.anti-spiegel.ru/2019/interview-mit-der-financial-times-putin-im-o-ton-ueber-oelpreise-trump-und-die-globalisierung/


  • Kubod 28.06.2019 23:11
    Highlight Highlight Ich erinnere mich daran, als sich auf dem Maydan die Menschen gegen den russischen Statthalter Janukovitsch erhoben haben.
    Putin hat die Bürger nicht wirklich ernst genommen. Kanonenfutter auf dem Maydan. Kein Grund zur Besognis. Man macht eine Konferenz in Kyiv mit Steinmeier, Lavrov etc, und bespricht sich unter sich.
    Top down.
    Während Lavorv im Konferenzraum noch den Tarif durchgab, haben sich die Bürger organisiert. Die Soldaten und Wachmannschaften zogen sich zurück. Als Lavrov aus dem Gebäude kam, war da keiner mehr.
    Putin möchte das nicht in Russland erleben. Dresden hat ihm gereicht.
    • Kubod 29.06.2019 22:51
      Highlight Highlight @pacman8
      Ach pacman.
      Komm mir nicht damit.
      Du weisst es sicher besser.
      Hoff ich doch.
    • Kubod 30.06.2019 14:27
      Highlight Highlight Stimmt Lukin war Lavrovs Sprechpuppe vor Ort.
  • Le Tintin 28.06.2019 23:03
    Highlight Highlight Aha. Herr Putin findet, dass Liberalismus sich einzig auf die Migration beschränkt. Ohje. Da muss dee Horizont aber noch gewaltig erweitert werden.
    • Basti Spiesser 29.06.2019 01:08
      Highlight Highlight Oder Löpfe hat nur das, aus dem Interview erwähnt...
  • NikolaiZH 28.06.2019 22:09
    Highlight Highlight "Sie werden überstrahlt von den beiden Schwergewichten, dem US-Präsidenten Donald Trump und seinem chinesischen Gegenpart Xi Jinping." -
    Herr Löpfe wie wäre es mal mit mit einer Russlandphobietherapie?
    • Danergy 28.06.2019 23:00
      Highlight Highlight Das ist keine Russlandphobie, sondern ein Durchschauen einer autoritären Politik, welche im In- und leider vor allem auch im Ausland mit massivster Propaganda gestützt wird. Nur weiter so, Herr Löpfe.
  • Danergy 28.06.2019 22:03
    Highlight Highlight Genau, die mordenden und plündernden Migranten, welche die Welt an den Abgrund stossen... Aber selber im Land jegliche Opposition unterdrücken oder grad beseitigen. Im Fall von Orban Universitäten und Medien gleichschalten und entsorgen. Von Erdogan sprechen wir gar nicht...
    Der Liberalismus am Ende? Wenn die Leute solche Despoten und Autokraten wählen, dann bestimmt. Logisch, “machen” die etwas. Sie stossen uns in dunkle Zeiten zurück.
  • landre 28.06.2019 21:40
    Highlight Highlight Putin ist ein hartnäckiger Oligarch und somit allergisch auf humane Liberalität. (...Nicht dass auch wir unter unseren proklamierten Progressisten, Freisinnigen und Konservativen eine überzahl an demokratisch Deplatzierten in Machtpositionen haben.)
  • gecko25 28.06.2019 21:35
    Highlight Highlight schade will er der liberalen Gesellschafts statt der liberalen Wirtschaftsform an den Kragen.
    • karl_e 28.06.2019 23:20
      Highlight Highlight Der schneidet sich doch nicht ins eigene Fleisch! Er soll der reichste Mensch dieses ausgeplünderten Mafia-Staates sein - sagen böse Leute.
  • Spooky 28.06.2019 21:02
    Highlight Highlight Ich frage mich manchmal,
    ob es für Herrn Löpfe auch Präsidenten
    oder Regierungen gibt, mit denen er zufrieden ist. 😁
    • catmanburtt 29.06.2019 00:59
      Highlight Highlight Positive thinking brauchts im persönlichen Leben, in der Politik ist es naiv.
  • Firefly 28.06.2019 20:57
    Highlight Highlight «Aber jedes Verbrechen muss gesühnt werden»

    Dann fang bitte mal bei dir selber an Putin. Da gäbe es wohl so einiges zu sühnen.
  • Lowend 28.06.2019 20:52
    Highlight Highlight Putin und die von ihm unterstützten rechtspopulistischen Spiessgesellen hetzen seit Jahren gegen Zuwanderung, offene Grenzen und den Multikulturalismus und geben dafür den liberalen Eliten die Schuld.

    Nun sollen plötzlich Zuwanderung, offene Grenzen und der Multikulturalismus, der Grund sein, warum der Liberalismus tot sei?

    Derart hinterhältig kann nur ein rechtspopulistischer Diktator argumentieren, der das Gefühl hat, er habe mit seiner KGB Methode den Krieg gegen unsere freie Welt schon gewonnen! Widerwärtig, dass solche Kriegstreiber noch Fans hier bei uns haben!
    • fools garden 28.06.2019 21:46
      Highlight Highlight Sagst Du sehr treffend!
    • rodolofo 29.06.2019 07:41
      Highlight Highlight Weltweit ist eine Art "Moderne Inquisition" im Gang, geführt von der Teuflischen Dreifaltigkeit "Multinationale Konzerne-Klerus-Militär".
      Die (intransparent) "gekauften" Politiker sind in dieser Inquisition Marionetten, die der Inquisition den modernen Anschein einer demokratischen Legitimation geben sollen.
      Letztlich ist das der immer währende Kampf zwischen Leben und Tod, und wir müssen uns entscheiden, wofür wir kämpfen sollen:
      Für Putins Sado-Maso-Willkür-Herrschaft, oder für unsere moderne Demokratie, in der zwar Vieles langsam und zäh verhandelt werden muss, in der uns aber WOHLER ist.
  • #Technium# 28.06.2019 20:32
    Highlight Highlight Warum erstärkt Populismus, Nationalismus, Abschottung? Nun ja, es gibt verschiedene Theorien. Einerseits die Versäumnisse in der Asylpolitik, autoritäre Gebilde wie die EU, wirtschaftliche Beweggründe etc. Und vielleicht auch einfach eine allgemeine Unzufriedenheit gegen die da oben und die Gesellschaft seit Gelbwesten, Reichsbürgen, Wutbürgern etc. Das haben die Hetzer der SVP, AfD usw. leichtes Spiel.
    • Starforrze 28.06.2019 21:39
      Highlight Highlight “Autoritäre Gebilde wie die EU” - einfach nur zynisch im Hinblick auf Länder wie Russland, China, Agypten, Türkei, etc. etc. Also wirklich, ist der Himmel als nächstes violettfarben?!
    • TingelTangel 28.06.2019 21:51
      Highlight Highlight Und seit Neustem auch Naive Linkes/Grüne/Anthroposophen/Esoteriker/Ganser Jünger die mir Erklären wollen das die EU Schlecht und Putin Gut ist. Das sind die Schlimmsten, meist noch Gut Gebildet. Da ist mir der Rest Lieber zum Diskutieren als diese Wohlstandsverblödeten.
    • Basti Spiesser 29.06.2019 01:10
      Highlight Highlight @TingelTangel phuuu also fast jeder? Wird immer schwieriger diese in Schubladen zu stecken. Gemein!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fischra 28.06.2019 20:29
    Highlight Highlight Wie wenn Europa aus Gewalt und Anarchie bestehen würde. Nein im Gegensatz zu seiner Diktatorischen Regierungsgewalt haben wir hier einen tollen Wohlstand und sind frei im Denken und Äussern. Aber natürlich wird Putin als gespielter Nationalist alles tun um die Demokratien zu destabilisieren. Man hat es erkannt und sein Einfluss ist eigentlich sehr gering. Putin ist dank der Sanktionen ein Regionalpolitiker ohne grosse Wirtschaftskraft. Regional weil er keinen Einfluss sonst auf der Welt hat. Aber er findet halt immer solche die im zuhören
    • DasPatriarchat 28.06.2019 21:00
      Highlight Highlight "sind frei im Denken und Äussern." Klaro, wenn du brav in den vorgeschriebenen Grenzen bleibst.
      Ist übrigens in Russland nicht anders.
      Die Grenzen unterscheiden sich möglicherweise
    • Danergy 28.06.2019 22:08
      Highlight Highlight DasPatriarchat:
      Tausendmal besser als in Russland haben wir es hier allemal. Ein schwuler Mann muss nicht ständig Angst haben, verprügelt und gefoltert zu werden (ohne Hoffnung auf staatlichen Schutz).
      Ein oppositioneller Politiker sitzt hier nicht ständig im Gefängnis oder verliert sein Leben.
      Medien verbreiten nicht staatlich gelenkte, autoritäre Propaganda einer einzelnen Partei. Usw.
      Ist unser System perfekt? Sicher nicht. Aber es ist freier und ungleich besser als in Russland, der Türkei oder mittlerweile auch in Ungarn/Polen.
    • Mutzli 28.06.2019 22:25
      Highlight Highlight @DasPatriarchat

      Sind ja schön klare Grenzen in der Schweiz: Keine Verleumdung, kein Auruf zu Gewalt und kein Leugnen von Genozid in der Öffentlichkeit. -> Zur Sicherstellung der Freiheit & Sicherheit aller EinwohnerInnen.

      Im privaten Kreis ist dann sowieso alles erlaubt.

      ...welches drängende Bedürfnis haben Sie denn da genau, dass Ihnen das als allzu braves Korsett erscheint?

      In Russland muss dagegen z.B. sogar ein Film über Elton John zensiert werden, da zwei Männer die sich küssen, angeblich gefährliche LGBT-Propaganda sei...

      Ich weiss, was ich da lieber habe.
  • KeineSchlafmützeBeimFahren 28.06.2019 20:19
    Highlight Highlight Überwältigende Mehrheit. Ha!
    Klar, weil immer noch die überwältigende Mehrheit der Staaten weltweit den Liberalismus nicht oder ungenügend praktiziert.
    Das sind Worte eines Autokraten. Nicht ernst nehmen, liebe Leserinnen und Leser.
    • karl_e 28.06.2019 23:24
      Highlight Highlight Der zum Neoliberalismus verkommene Liberalismus hat ein wenig von seiner Strahlkraft verloren.
  • Klaus07 28.06.2019 20:18
    Highlight Highlight Seit wann gibt es keine Justiz in einem Liberalem Staat Herr Putin? Versucht hier der Putin seine Diktatur schön zu reden? Nicht die Migranten sind die grössten Gauner, sondern Politiker wie Putin. Putin hat sich in den letzten Jahre eine grosse Anzahl von Aktienpaketen div. Staatsfirmen gekauft. Es wird geschätzt, dass diese Aktien einen Wert von 70 Milliarden Dollar haben. Kein Migranten hat die Chance den Staat so zu betrügen.
    • mukeleven 28.06.2019 22:52
      Highlight Highlight wie hat er die bezahlt? mit seinen 280‘000 jahressalär ist das nur schwierig möglich. 😉
    • Ueli_DeSchwert 28.06.2019 23:17
      Highlight Highlight @mukeleven "le pays c'est moi"
    • Klaus07 29.06.2019 03:38
      Highlight Highlight @mukeleven
      Hätte Putin all diese Aktien ordentlich bezahlt, wäre es auch kein Betrug. Aber eben....
  • walsi 28.06.2019 20:10
    Highlight Highlight Ich werde wohl nicht darum herum kommen das ganze Interview selber noch zu lesen. Ich bin mir ziemlich sicher Löpfe hat da so einiges aus dem Zusammenhang gerissen.
    • FrancoL 28.06.2019 20:34
      Highlight Highlight Ja klar Walsi das kann mal vorkommen aber ich glaube kaum dass Du den Zusammenhang auch nur annähernd werten oder erkennen käst, also geniesse den schönen Abend, dafür braucht es keine Durchsicht.
    • DasPatriarchat 28.06.2019 21:00
      Highlight Highlight Löpfe ist eine Koriphäe. Alles was er verkündet hat, ist bisher eingetreten.
      Oder war's umgekehrt...?
    • walsi 28.06.2019 23:30
      Highlight Highlight @DasPatriarchat: Genau, Löpfe war ja auch überzeugt das Trump nicht Präsident bleibt. 😁
    Weitere Antworten anzeigen
  • mrmikech 28.06.2019 20:08
    Highlight Highlight Alles ok, bald ist der öl ära vorbei und werden wir nichts mehr von Putin hören.
  • Garp 28.06.2019 20:00
    Highlight Highlight Ich mochte Putin nie. Verschlägt mit trotzdem mal wieder die Sprache. Was für ein erbärmlicher Kleingeist und machthungriger, verdorbener Charakter und religiöser Eiferer. Die Chinesen immigrieren übrigens überall Herr Putin, in Italien , Afrika usw. und reiche Oligarchen aus Russland ebenso. Also alles Verbrecher, Mörder und Vergewaltiger also, bei den letzteren stimmt es möglicherweise sogar.

    Das ist ein klares Statement an Europa und gegen die Demokratie und gegen die Menschenrechte.

    Und bei ihm im Land haben Renter nicht genug zu essen.
  • pontian 28.06.2019 19:57
    Highlight Highlight Ich habe angefangen Russisch zu lernen, um mich aus erster Hand über dieses Land informieren zu können. Es ist (für einen Europäer) erschreckend, wie nationalistisch und martialisch es dort zu und her geht.

    Ein Beispiel: Oleg Gazmanov ist ein russischer Musikstar. Das sind zwei seiner Hits (teilw. englische Untertitel.

    “Geboren in der Sowjetunion”
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    “Russland”
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    • rodolofo 29.06.2019 14:43
      Highlight Highlight Das hat mit den Realitäten eines 3.Welt-Landes zu tun... ;)
      Nein, sagen wir "2.Welt", sonst sind wieder Russische Patrioten beleidigt.
      Also:
      Wenn der Staat ein Mafia-Staat ist und ein korruptes Willkür-System betreibt, müssen Familien sehr eng zusammenhalten, um zu überleben.
      Dieses familiäre Denken hat aber selber wieder eine mafiose Komponente, antwortet also im Kleinen auf die Verhältnisse im Grossen.
      Innerhalb der Mafia-Willkür-Diktatur entstehen Fürstentümer und kleine Königreiche rund um reiche Oligarchen. Von Männern wird eine militante Beschützer-Rolle erwartet und verlangt....
  • Karl Marx 28.06.2019 19:53
    Highlight Highlight Wie nennt man die Gegner? Internationalistische Populisten?
    • Juliet Bravo 28.06.2019 22:29
      Highlight Highlight Liberale?
  • Markus97 28.06.2019 19:48
    Highlight Highlight Ich würde Putin nicht in den selben Topf wie die Europäischen Populisten schmeissen. Sein Vorgehen wirkt auf mich im Gegensatz zu diesen sehr zielgerichtet undbüberlegt, wenn auch natürlich skrupellos.
    • wasps 28.06.2019 20:11
      Highlight Highlight Ein Kriegstreiber warnt vor Flüchtlingen. Sehr zielgerichtetes Vorgehen.
    • rodolofo 29.06.2019 07:33
      Highlight Highlight Ähnlich, wie Köppel meinst Du?
  • Unkel Wullewu 28.06.2019 19:47
    Highlight Highlight Der Liberalismus ist schon lange tot. Umgebracht von denen, die sich den Liberalismus auf die Fahne geschrieben haben.
    • karl_e 28.06.2019 23:29
      Highlight Highlight Dank der neoliberalen Liberalen wählt das Volk nun die Rechtspopulisten. Hatten wir das nicht schon mal, vor etwa 90 Jahren?
  • Rim 28.06.2019 19:36
    Highlight Highlight Putin, wie alle Autokraten, masst sich (ihm dienliche) Definitionshoheit an . Liberale Gesellschaftsordnung sei überholt - sein mittelalterliches autokratisches "Zarenregime" ist dann wohl " up to date" ;-) Christliche Werte deutet er (wie seine orthodoxe Kirche und alle Fundamentalisten) in: Unterwürfigkeit, Gehorsam, blinder Glaube etc. ggü der kirchlichen/staatlichen Führung. Praktisch, für ihn die Poppen, die Oligarchen. So menschen/zukunftsfeindlich. Die Aufklärung in Russland steht noch an. Vorteil: kein "Flüchtling" verirrt sich in dieses geistferne, mittelalterliche Land. Immerhin;-)
    • karl_e 28.06.2019 23:30
      Highlight Highlight Auch in Bezug auf die Orthodoxie haben die Kommunisten total versagt. Die ist bald wieder so mächtig wie im Zarenreich.
    • rodolofo 29.06.2019 14:46
      Highlight Highlight @ karl_e
      Einige Kommunisten waren eben orthodoxer, als sie zunächst dachten...
  • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 28.06.2019 19:31
    Highlight Highlight Lustig - davon ausehend, dass Putin Dinge nie einfach nur sagt, sondern dem Gesagten immer eine Strategie zugrundeliegt, verhält es sich genau umgekehrt: Trump geht ihm mit der Zündelei im Nahen Osten auf den Sack, während Merkels Position seit 2015 geschwächt ist - das sollte ihm ja entgegenkommen, oder nicht?
  • Eidi 28.06.2019 19:21
    Highlight Highlight Bezüglich der Truppen in Syrien ist er wenigstens ehrlich.
    Was Venezuela und seine Einschätzung zu Trump angeht meiner Meinung nach auch.
    Ansonsten ein Heuchler, wie alle anderen.
  • Dekiii 28.06.2019 19:19
    Highlight Highlight Putin for President 2020!
    • Juliet Bravo 28.06.2019 22:28
      Highlight Highlight Keine Angst, er ist ja quasi auf Lebzeiten installiert. Wenn da nur nicht dieses Volk wäre. Das unterstützt ihn immer weniger.
    • Le Tintin 28.06.2019 23:07
      Highlight Highlight Mag sein. Doch die Altersvorsorge Reform wird ihn deutlich Stimmen kosten.
    • Ueli_DeSchwert 28.06.2019 23:13
      Highlight Highlight Er muss ja nur "gewählt" und nicht gewählt werden...
    Weitere Antworten anzeigen
  • wasps 28.06.2019 19:15
    Highlight Highlight Worte, wie sie bei uns die Hardliner innerhalb der SVP auch in den Mund nehmen. Das gibt zu Denken!
  • Liselote Meier 28.06.2019 19:13
    Highlight Highlight Oh Wladimir Wladimirowitsch dein Namensvetter Wladimir Iljitsch, rotiert gerade im Mausoleum.

    Diesen dumpfen russischen Nationalismus verachtete er noch mehr als den Kapitalismus.

    • x4253 28.06.2019 20:27
      Highlight Highlight Ist zu hoffen dass dies zuhause langsam bemerkt wrd. Davon sehe ich leider nicht wirklich viel, auch wenn innenpolitisch aktuell einiges schief läuft.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 28.06.2019 22:12
      Highlight Highlight @Das Patriarchat
      Willst du hier diskutieren oder einfach nur den Forentroll markieren der überall dümmlichen Mist postet, weil er Zuhause zu wenig Aufmerksamkeit bekommt?
    • TingelTangel 28.06.2019 22:32
      Highlight Highlight David Nauer hat Gute Reportagen auf Srf über Russland und wirkt auf mich Gut Informiert. https://www.srf.ch/play/suche?query=davind%20nauer



      @Patriarchat: Wie beziehen sie Informationen?

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  • DelliSiech 28.06.2019 19:11
    Highlight Highlight Naja, besonders erfolgreich ist sein Weg nicht. Ohne Rohstoff-Milliarden wäre Russland noch bedeutungsloser als es ohnehin schon ist.

    In den letzten 10 Jahren hatte Russland Wachtumsraten, welche nicht (bzw. kaum) höher waren als die europäischer Staaten oder Nordamerika! Andere vergleichbare Länder/Regionen waren viel erfolgreicher als Russland und das erst noch ohne Rohstoff-Milliarden.
    Das BIP Russlands ist immer noch tiefer als jenes von Italien!
    Kurz, viel heisse Luft von einem ziemlich erfolglosen Präsidenten!
    • rodolofo 29.06.2019 14:57
      Highlight Highlight Russland ist ein bedeutender Waffen-Produzent.
      Wäre ich Russe, würde ich mich deswegen eher schämen.
      Aber ich bin Schweizer und schäme mich für die geldgierigen und skrupellosen Schweizer Grossbanken...
  • flamingmops666 28.06.2019 19:07
    Highlight Highlight Gruseliger Typ – wie Trump und die anderen Menschenhasser.

Wer lügt – die EU oder die Schweiz?

Viereinhalb Jahre und 32 Verhandlungsrunden lang diskutierten die EU und die Schweiz das Rahmenabkommen. Und doch ist völlig unklar, ob das Protokoll 1 zum Lohnschutz verhandelt wurde oder nicht. Ja, sagt die EU. Nein, die Schweiz.

Die EU-Kommission hat sehr genau Buch geführt über die Treffen, Telefongespräche und Verhandlungsrunden mit der Schweiz. So sprach EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker 23mal mit diversen Präsidenten der Schweiz, darunter in acht offiziellen Treffen. EU-Kommissar Johannes Hahn traf Aussenminister Ignazio Cassis siebenmal. Total kamen die EU und die Schweiz in den letzten viereinhalb Jahren auf 32 Verhandlungsrunden. Eine «unglaubliche Intensität», wie Kommissar Hahn im Dezember 2018 sagte.

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