Wirtschaft
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Die dunkle Seite der Globalisierung: massenhafte Jobvernichtung und Deindustrialisierung in den USA.
bild: joseph romeo

Neue Zölle, neue Zäune: Warum sich die Ära des freien Handels ihrem Ende zuneigt

Donald Trump will den Chinesen einen Strafzoll von 40 Prozent aufbrummen, Hillary Clinton hat keinen Bock auf neue Freihandelsverträge, in Europa errichten Nationalisten neue Zäune. Der Backlash gegen die Globalisierung ist in vollem Gange.



Wenn es um den Freihandel geht, dann macht Donald Trump aus seinem Herzen keine Mördergrube: «Die Fremden killen uns», sagt er und verweist auf das notorische Handelsdefizit der USA mit dem Rest der Welt.

Speziell die Chinesen exportieren viel mehr über den Pazifik als umgekehrt. Trump spricht daher vom «grössten Diebstahl in der Weltgeschichte» und weiss auch, was er dagegen unternehmen will: Als Präsident würde er den chinesischen Importen sofort einen Strafzoll von 40 Prozent verpassen.  

Nun könnte man das alles damit abtun, dass Trump erstens ein politischer Clown und zweitens ein ökonomischer Ignorant sei. Doch das wäre zu kurz gegriffen, denn erstens ist es denkbar geworden, dass Trump nächstes Jahr ins Weisse Haus einziehen wird, zweitens befindet er sich in bester Gesellschaft, und drittens hat er nicht vollkommen unrecht. Aber der Reihe nach:  

Die Wiederkehr des Merkantilismus

Die Handelspolitik im Sinne von Trump wird im Fachjargon Merkantilismus genannt. Der Kern dieser These lautet kurz zusammengefasst wie folgt: Ein Land wird reich, wenn es mehr exportiert als importiert. Nach diesem Grundsatz haben die englische Queen Elizabeth im 16. und der französischen Sonnenkönig Louis XIV. im 17. Jahrhundert gewirtschaftet. 

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Jean-Baptiste Colbert, der Begründer des Merkantilismus, stellt Ludwig XIV. die Mitglieder der Königlichen Akademie der Wissenschaften vor (1667).
bild: wikimedia

Um ihre handelspolitischen Ziele durchzusetzen, schützen die Merkantilisten den einheimischen Markt mit hohen Zöllen oder so genannten nicht-tarifären Handelshemmnissen. Darunter versteht man landesspezifische Regeln wie beispielsweise das Reinheitsgebot beim Bier oder technische Bestimmungen für Maschinen. Gleichzeitig soll eine schwache Währung dafür sorgen, dass die Exporte angekurbelt werden.

Eine extreme Form des Merkantilismus ist der Protektionismus. Dabei werden die Zollschranken so hoch gezogen, dass Importe de facto unmöglich werden, und die Landeswährung so weit abgewertet, dass daraus ein Währungskrieg entsteht. Nach dem Börsencrash von 1929 versuchten die USA und die europäischen Länder mit protektionistischen Massnahmen ihre Volkswirtschaften zu schützen – und scheiterten kläglich.

Der Grundpfeiler des freien Handels: Der komparative Wettbewerbsvorteil

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts formulierte der englische Ökonom David Ricardo die Gegenthese zum Merkantilismus: Das Gesetz des komparativen Wettbewerbsvorteils. Der bekannte US-Ökonom Paul Samuelson bezeichnete dieses Gesetz einst als gleichzeitig banal und trotzdem sehr schwierig zu begreifen. Weshalb?

Nehmen wir zwei Länder A und B. Land A baut Computer und Land B betreibt Milchwirtschaft. Wenn die beiden beginnen, miteinander Handel zu betreiben, dann hat Land A mehr Milch und Land B mehr Computer. Beide profitieren. Das gilt auch dann, wenn beide Computer und Milch produzieren, denn Land A baut bessere Computer und Land B produziert bessere Milch.

Bild: watson/rof

So weit ist alles klar, jetzt aber wird das Banale schwierig. Der komparative Wettbewerbsvorteil gilt auch dann, wenn Land A bessere Computer baut und mehr Milch produziert als Land B. Schuld daran sind die Opportunitätskosten. Wenn Land A so viel bessere Computer baut, dann ist es sinnvoller, wenn es auf die Milchproduktion verzichtet und diese Land B überlässt. Zusammengezählt wird so mehr Wohlstand erzeugt. Theoretisch profitieren wiederum beide, mit Betonung auf theoretisch. Mehr davon später.

Das Gesetz des komparativen Wettbewerbsvorteils ist der Grundpfeiler des freien Handels. Schon im 19. Jahrhundert wurden in England die Zölle auf Getreideimporte nach erbittertem Widerstand der Landbesitzer gestrichen. Die Abschaffung der «Corn Laws» war der Auftakt zu einer ersten Welle der Globalisierung, die bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges dauerte.

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Die Versammlung der Anti-Corn Law League in der Exeter Hall in London 1846, welche die Abschaffung der Getreidezölle herbeigeführte.
bild: wikimedia

Es dauerte bis in die Achtzigerjahre des letzten Jahrhunderts, bis die Globalisierung wieder so richtig in Fahrt kam. Im Zuge der neoliberalen Revolution von Reagan/Thatcher wurden Zölle gestrichen und Freihandelsabkommen unterschrieben. Das Resultat ist eine völlig neue Wirtschaftsordnung.

Die zwei Gesichter der Globalisierung

Heute umspannen so genannte Supply Chains den gesamten Globus. Das hat die Arbeitsteilung auf eine neue Stufe gehoben. Ein Auto oder ein Laptop wird in Westeuropa oder den USA konzipiert und dann zusammengebaut aus Einzelteilen, die aus Asien, Lateinamerika oder Osteuropa stammen können.

Das Resultat der Globalisierung ist zwiespältig. Einerseits können Konsumenten heute Güter wie Autos und Computer zu Preisen kaufen, die vor 30 Jahren noch undenkbar schienen. Andererseits sind – vor allem in der Industrie – in den hochentwickelten Ländern massenhaft Jobs vernichtet worden. Die USA und das Vereinigte Königreich gelten heute als deindustrialisiert.

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Der Fotograf Joseph Romeo hält in einer seiner Fotoserien die amerikanische Deindustrialisierung fest. 
bild: joseph romeo

Von den Ökonomen wird der Freihandel über den Klee gelobt. Hunderte von Millionen Jobs seien dank des Wegfalls der Zollschranken geschaffen worden, jubeln sie. Das stimmt, doch die meisten davon sind in China angesiedelt. Zudem ist die globale Supply Chain auch unter ökologischen Gesichtspunkten fragwürdig geworden. Kann man es im Zeitalter der Klimaerwärmung noch verantworten, Lebensmittel tausende und Maschinenteile zehntausende von Kilometern zu transportieren?

Noch gravierender sind die Kollateralschäden des Freihandels in der Sozialpolitik. Es mag richtig sein, dass dank des komparativen Vorteils der Wohlstand gesamthaft gestiegen ist, er ist jedoch äusserst ungleich verteilt. Vereinfacht ausgedrückt: Die Superreichen haben fast alles abgeschöpft. Der grosse Rest muss sich mit stagnierenden oder gar sinkenden Löhnen und wachsender Angst um den Arbeitsplatz abfinden.

In den USA hat die Prekarisierung – ein gescheites Wort für mehr Armut und mehr Unsicherheit – massiv zugenommen. Selbst wer einen Collegeabschluss vorweisen kann, hat keinen Job mehr auf sicher, schon gar nicht einen anständig bezahlten. Aber auch in Deutschland leben rund 15 Prozent der Erwerbstätigen im Prekariat. Länder wie Italien, Frankreich und Spanien weisen eine nicht akzeptable Arbeitslosigkeit, vor allem bei den Jugendlichen, auf.

In der Theorie mag der Freihandel tatsächlich zu mehr Wohlstand geführt haben. In der Praxis ist dieser Wohlstand jedoch äusserst ungleich verteilt. Das hat zu einem Backlash gegen die Globalisierung und den Freihandel geführt. Nicht nur Donald Trump will die Zollschranken wieder hochziehen. Auch Hillary Clinton geht auf Distanz zu den geplanten Freihandelsabkommen mit Asien (TPP) und Europa (TTIP).

Das Gleiche lässt sich auch in Westeuropa beobachten. Die neuen Rechtspopulisten wollen nicht nur die Ausländer mit Grenzzäunen abhalten, sie wollen auch die einheimische Wirtschaft vermehrt schützen und kümmern sich dabei keinen Deut um die hehren Theorien des Freihandels.

Sie erhalten dabei allmählich Unterstützung von dissidenten Ökonomen, dissident deshalb, weil bis anhin Zweifel an Ricardo in der Zunft der Volkswirte etwa so populär war wie Zweifel an der Dreifaltigkeit im Vatikan. Das beginnt sich zu ändern.  

So schrieb Jared Bernstein, ehemaliger ökonomischer Berater von US-Vizepräsident Joe Biden, jüngst in der «New York Times»:

«Wir sollten nicht mehr länger auf das statistisch bemühte Argument hereinfallen, wonach Freihandel automatisch zu mehr Wachstum und Jobs führt. Den Beweis dafür gibt es schlicht nicht.»

Jared Bernstein

Auch Paul Krugman, der immerhin den Nobelpreis für seine Freihandelstheorien erhalten hat, äussert sich neuerdings ketzerisch. Wer Trump vorwerfe, hunderttausende von Jobs zu gefährden, der hätte das Wesen des Protektionismus nicht begriffen, schrieb er kürzlich. Protektionismus sei nicht die Ursache von wirtschaftlichen Krisen, sondern deren Resultat. Und im Übrigen seien die geplanten Freihandelsverträge keine gute Idee.

Der Harvard-Ökonom Dani Rodrik hat diese Kritik schon vor Jahren in seinem Buch «The Globalization Paradox» vorweggenommen. Er formulierte darin das Globalisierungs-Trilemma. Es lautet wie folgt:

«Ein Land kann nicht gleichzeitig demokratisch sein, seine nationalen Ziele verfolgen und sich an der wirtschaftlichen Globalisierung beteiligen.»

Dani Rodrik

Das Globalisierungs-Trilemma holt uns ein. Wir können Trump und den anderen Rechtspopulisten das Feld überlassen und auf Ausländer und Muslime eindreschen. Oder wir können versuchen, die überdehnte globale Supply Chain zurückzustutzen und den Freihandel auf ein vernünftiges Mass zu reduzieren.  

In this released by banksy.co.uk on Thursday Oct. 2, 2014 shows  a mural by graffiti artist Bansky in Clacton-on-Sea England taken earlier this week. The local  authority in Clacton-on-Sea  is mortified after telling its workers to remove a mural it later realized was created by the internationally famous graffiti artist Banksy.  Banksy’s often satirical works have fetched up to $1.8 million at auction and his images have controversially been stripped from walls and sold for high prices. (AP Photo/banksy.co.uk) NO ARCHIVE

Graffiti vom berühmten Künstler Banksy in seiner «Dismaland»-Austellung in Weston-super-Mare, England. 
Bild: AP/banksy.co.uk

Dazu haben wir beides, die Technik und die Legitimation. Dank 3D-Printern und immer smarter werdender Software können wir vermehrt regionale Wirtschaftskreisläufe aufbauen und das Outsourcing von Jobs stoppen. Daran sollten wir uns auch von Freihandels-Dogmatikern nicht abhalten lassen.

«Demokratien haben das Recht, ihre sozialen Einrichtungen zu verteidigen», stellt Rodrik fest. «Und sollte das mit den Erfordernissen der Weltwirtschaft in Konflikt geraten, dann muss letztere nachgeben.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • glüngi 18.03.2016 08:37
    Highlight Highlight Sehr guter Beitrag, war wirklich Interessant. Alles hat eine Kehrseite kann man einmal mehr sagen.
  • Kookaburra 18.03.2016 00:17
    Highlight Highlight Skateboarding with 3D printed wheels.
    Play Icon
  • 7immi 17.03.2016 19:35
    Highlight Highlight zölle sind ja nicht da, um leute zu schikanieren. sie stellen den ausgleich zwischen den ländern sicher. so haben nicht alle länder die selben randbedingungen. lohn, boddnpreise, umweltvorschriften, sozialversicherungen, tierschutzgesetze etc sind in jedem land unterschiedlich und zerstören alle modellvorstellungen. die aufhebung der zölle hat nur einen grund: wirtschaftsgiganten wollen noch mehr vom kuchen. ihr trick?politisch aktiv offene grenzen als reisefreiheit und offenheit zu verkaufen-mit knallharten absichten. die eu zb ist eine pseudodemokratische wirtschaftsunion und nichts anderes.
    • FrancoL 17.03.2016 20:03
      Highlight Highlight Das Zölle den Ausgleich zwischen den Ländern sicherstellen ist nur ein Teil der Wahrheit und wohl eher der zweitrangige. Der zweite Teil der Wahrheit ist dass Zölle das Eigenprodukt schützen sollen und das kann nun mal schon zu sehr absurden Situationen führen. Ich bin nicht grundsätzlich gegen Zölle, doch deren Anwendung sollte nicht in ein Eigentor ausarten. Wer Zölle aufbaut der muss auch mit Zöllen bei der Einfuhr und andere Märkte rechnen. Die Münze Zoll hat 2 Seiten wie auch die Globalisierung. Grosse Markwirtschaften haben es da einfacher als kleine wie zB die Schweiz.
    • 7immi 17.03.2016 21:39
      Highlight Highlight ja, das folgt unweigerlich aus diesem ausgleich. doch ist das automatisch schlecht? ein kleines beispiel aus neuseeland: die kiwis bauen unmengen äpfel an und exportieren diese an die chinesen. gleichzeitig importieren die kiwis äpfel aus china... das kanns ja auch nicht sein.
      jetzt haben wir auch absurde situationen. so ist poulet aus brasilien günstiger als das aus dem betrieb in 5 km entfernung.
      über die höhe der abgaben will ich mich nicht äussern, hier fehlt mir das fachwissen...
    • FrancoL 17.03.2016 23:14
      Highlight Highlight @7immi; Ich habe Ihre Annahme zu den Zöllen nur durch den Mechanismus des Markschutzes ergänzt und das kann zweischneidend sein. Ihre Beispiele zeigen eine der Problematiken auf aber es sind deren Viele die zusammenwirken.
      Vieles verursacht durch die Tatsache dass wir weitgehend "überregionale" Anforderungen/Wünsche haben und die regionale Komponente bei fast allen Marktteilnehmern (Verkäufer und Käufer) praktisch untergeht. Kleines Beispiel unsere Essgewohnheiten! Könnten wir diese ändern? Eventuell aber nur unter Druck. Oder unsere Abhängigkeit von der Technologie! Auch nicht einfach.
  • Wolfsblut 17.03.2016 18:50
    Highlight Highlight Ist es nicht so, dass mittlerweile die Demokratien selbst ihre sozialen Einrichtungen zerstören? Ich denke da an unsere Steuersenkungs-Sucht und die Selbstverständlichkeit, mit der an den Sozialkosten immer mehr gespart wird, um diese zu finanzieren. Oder Deutschland, das mit Hartz4 und Mini-Jobs die Arbeitlosenstatistik schönt. Usw. Usw.
  • N.F. 17.03.2016 18:07
    Highlight Highlight Kürzlich sagte - meines Wissens der ehemalige Chef des Hamburger Weltwirtschaftsforums - Th. Straubhaar was ähnliches. Auch im Bezug auf 3D Printer. Es ist aber auch ein etwas banaler Weg, die Umverteilungsdebatte nicht zu führen. Letztlich stand in der nytimes, die Produktivität habe zwar 300% zugenommen (in den letzten 20 Jahren?) die Löhne stagnierten aber. Irgendwer hat profitiert und viel verdient... Das ist doch das Problem.
  • rolf.iller 17.03.2016 17:42
    Highlight Highlight "3D-Printern", "smarter werdende Software", "vermehrt regionale Wirtschaftskreisläufe" da kommt mir das Buch "Freedom™" von Daniel Suarez in den Sinn. Ob Utopie oder Dystopie ist bis zum Schluss nicht so ganz klar. Globalisierung und Technologie sind auf jeden Fall zentraler Bestandteil. Und seit der Mensch nun auch in Go von der Maschine dominiert wird, ist diese Geschichte vielleicht gar nicht so weit her gegriffen. Das "Freedom™" ist das Sequal zu "Daemon", auch gut aber mehr ein Techno/Hacker/IT Thriller.
  • blueberry muffin 17.03.2016 17:32
    Highlight Highlight Sanders wird natuerlich nicht erwaehnt. Wieso auch? Nur weil er zufaelligerweise das gleiche sagt?

    Nehmen wir Hillary, die bis vor kurzem TPP als Goldstandard bezeichnete und massgeblich dafuer geworben hat.
    • glüngi 18.03.2016 10:43
      Highlight Highlight sanders hat keine chance so einfach. der ist leider so gut wie draussen.
  • Kookaburra 17.03.2016 17:28
    Highlight Highlight Wieso bekämpfen dann immer so viele die MEI und verteidigt die PFZ, den Meister des Menschenfreihandels? Wieso wollen so viele, so viel EU? Wieso nutzen wir nie unser Demokratisches Recht? Wieso darf man den Freihandel nie einschränken? Wieso sind die, die die Sozialsysteme verteidigen wollen immer Ketzer und rassistische Populisten? Ich bin lieber Pleb (beim Populi), denn Patrizier. Ich Teile mit den ärmsten 60% unsere 4%.

    Leider haben die Meisten meistens keine Ahnung. Und schaffen es auch nicht sich richtig zu informieren. Viele verraten sich selbst und wissen es nicht.

    Wir sind dumm.
    Play Icon
    • FrancoL 17.03.2016 18:53
      Highlight Highlight Antwort auf Ihre Eingangsfragen;
      Weil das Gegenteil der Globalisierung sinnvollerweise nicht eine Microaufteilung der Wirtschaftsräume bedeuten kann. Die Wirtschaftsräume brauchen eine gewisse Grösse und eine Durchlässigkeit innerhalb dieser Grösse damit sie nicht von den grösseren zusammenhängenden Wirtschaftsräumen (China, USA, Südamerika etc) erdrückt werden.
      Gerade die Schweiz kann sich nicht auf ihren Binnenmarkt zurückziehen und hat auch nicht aus eigener Kraft die Möglichkeit alle Arbeitsgebiete abzudecken. Sie hatte das auch vor der Globalisierung nicht!
    • Der Beukelark 17.03.2016 19:53
      Highlight Highlight He ich bin nicht dumm!
    • Kookaburra 17.03.2016 20:48
      Highlight Highlight Sorry! Selbstverständlich nicht!
      Wir schlauen Individuen scheinen aber (an gewissen Abstimmungsergebnissen gemessen) im Kollektiv eine nur suboptimale Schwarmintelligenz entwickelt zu haben. Und unsere Herde dient nicht mehr in erster Linie unserem Schutz und Wohl, sondern dem der Alphas. (Oder eher noch, deren degenerierten Nachkommen:)
    Weitere Antworten anzeigen
  • NWO Schwanzus Longus 17.03.2016 17:09
    Highlight Highlight Für einmal in vielen Punkten ein ganz guter Artikel vom Herrn Löpfe!
    • Wolfsblut 17.03.2016 18:40
      Highlight Highlight @FCZÜRI ALLEZ: Das «für einmal» können Sie ruhig streichen.
  • MarZ 17.03.2016 16:58
    Highlight Highlight Wenn ein Teil also im 3D Drucker entsteht statt in China soll das in Europa Jobs retten?
    • rolf.iller 17.03.2016 17:44
      Highlight Highlight Die Frage ist, wer vor dem 3D Drucker mehr Angst haben muss. Ich glaube, die die am Fliessband stehen und Zeugs zusammen bauen, haben hier mehr zu fürchten.
  • demokrit 17.03.2016 15:41
    Highlight Highlight Der Teil mit dem komparativen Wettbewerbsvorteil ist irgendwie verhaspelt oder bin ich einfach zu blöd?
    • rolf.iller 17.03.2016 17:45
      Highlight Highlight https://de.wikipedia.org/wiki/Komparativer_Kostenvorteil
  • Semper 17.03.2016 15:10
    Highlight Highlight Super Artikel, wirklich! Hat mir einen Denkanstoss gegeben.
  • saukaibli 17.03.2016 14:18
    Highlight Highlight Danke für den Bericht, ich finde er stimmt mit all dem überein, was ich bis jetzt über Freihandel in Erfahrung bringen konnte. Bei jedem Freihandelsabkommen profitieren ein paar wenige Superreiche, der Rest von uns hat das Nachsehen. Teilweise werden ganze Landstriche von ausländischen Unternehmen verwüstet, die dann auch noch erfolgreich Klagen, sollte ein Staat versuchen das Unternehmen zu mehr Umweltschutz zu zwingen. Und was bringen einem billige Waren aus China, wenn man keinen Job mehr hat, in dem man anständig bezahlt wird?
  • Dä Brändon 17.03.2016 13:58
    Highlight Highlight Ein alter Kumpel von mir ist Autoverkäufer und hat unglaublich gute Preise. Er erzählte mir er habe vor kurzem eine Mercedes S-Klasse verkauft die bekanntlich in Böblingen gebaut wird. Der Käufer, ein Aargauer. Luftlinie zwischen Böblingen und AG ca. 120-140km. Zurückgelegt Distanz der S-Klasse vom Werk bis zum Kunden ca. 18'000km. Ganz einfach er kauft die Autos über seine Niederlassung in Chicago viel günstiger ein und verkauft sie dann in der Schweiz. Hi Globalisierung, you're an asshole.
    • droelfmalbumst 17.03.2016 15:41
      Highlight Highlight schon ziemlich übel...
    • rolf.iller 17.03.2016 17:49
      Highlight Highlight Da kann man sich auch Fragen, was bei uns falsch läuft, wenn das Zeugs auf der anderen Seite der Welt die Hälfte kostet. Und ich meine die hälfte. Man kucke einfach mal was sein Lieblingswagen hier und dort kostet im Internetz nach.

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