Wirtschaft
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Manager fressen Mitarbeiter

Bild: montage: watson / material: shutterstock

Warum Manager heute ihre Mitarbeiter auffressen

Der ehemalige IBM-Manager Gunter Dueck rechnet mit seinen deutschen Kollegen ab.



Die Wirtschaft befindet sich historisch gesehen in einem rekordlangen Aufschwung, die Börsen boomen, die Arbeitslosigkeit sinkt. Warum aber nehmen Depressionen, Burnouts und Fettleibigkeit zu? «Warum sind wir nicht zufrieden?», fragt Gunter Dueck in seinem Buch «Heute schon einen Prozess optimiert?» «Weil es im Körper zuckt. Wir alle kennen die Studienergebnisse, nach denen Ureinwohner armer Völker viel glücklicher sind als wir.»

Die Ursache des Unbehagens des modernen Menschen mit seiner Arbeitskultur ortet der ehemalige IBM-Manager Dueck in der Entwicklung der Wirtschaft. Alles wird auf Effizienz getrimmt, jeder Prozess optimiert. Das Ergebnis ist ernüchternd: «Nicht jeder Einzelne ist verrückt, aber das System macht alle verrückt», so Dueck.

Gunter Dueck

Gunter Dueck war bsi 2011 Chief Technology Officer bei IBM. Seitdem arbeitet er als Autor, Netzaktivist, Business Angel und Speaker.

Die Angst, dereinst seinen Job an einen Roboter zu verlieren, ist weit verbreitet. Doch bevor es soweit ist, werden die Mitarbeiter selbst zu menschlichen Robotern umfunktioniert. Die Reduktion auf einzelne, banale Arbeitsabläufe wie sie Charlie Chaplin im Film «Modern Times» für die Fabrik parodiert hat, erobert nun auch die Dienstleistungsgesellschaft.

«Die Prozesse, die Maschinen und Automaten verschmelzen mit uns», stellt Dueck fest. «Und wehe dem, der als Mensch in dem Prozess nicht wie ein Automat funktioniert. In solchen Prozessen ist alles unpersönlich, maschinell eben. Der Prozess herrscht über uns.»

Optimierte und standardisierte Arbeitsprozesse machen es möglich, dass Mitarbeiter beliebig eingesetzt und ausgetauscht werden können. Das gilt längst nicht mehr nur für ungelernte Hilfskräfte. Die McDonaldisierung der Arbeitswelt macht uns alle zu McJobbern.

Als Beispiel führt Dueck die Hochschulen an. «Es wäre möglich, dass jeder Lehrer nur ein einziges Fach gibt und vielleicht nur eine einzige Jahrgangsstufe, so wie ein Lehrbeauftragter an der Uni immer nur ‹Statistik für XY-Laien“ gibt. Dann liesse sich das Schulsystem ohne Probleme besser managen. Die Lehrer brauchten dann dann eigentlich kein grossartiges Studium mehr und könnten sehr viel niedriger bezahlt werden.»

Legendary silent film actor-director Charlie Chaplin is shown in a scene from his last silent film

Charlie Chaplin in «Modern Times». Heute arbeiten auch die Dienstleister in optimierten Prozessen. Bild: AP THE ROY EXPORT COMPNAY ESTAB

Uber hat es vorgemacht: In der Plattform-Ökonomie erlebt die Prozess-Optimierung ihren Höhepunkt. Das Unternehmen ist nicht mehr für die Mitarbeiter verantwortlich, sie werden zu vermeintlich selbstständigen Unternehmern, denen man weder Urlaub gewähren noch Krankentage ersetzen muss und die man nach Belieben einsetzen kann.

Das Uber-Prinzip wird sich weiter ausbreiten. «Alle inhaltlich gut standardisierbaren Arbeiten und viele von der Abrechnung her leicht standardisierbaren Aufgaben werden zunehmend von Plattformen und Centern angeboten», so Dueck. «Spezielle hohe Qualität gibt es immer weniger, denn sie muss sehr teuer und individuell bezahlt werden.»

Eine umfassende Ausbildung wird immer weniger erwünscht. «Der gewünschte Mensch soll ein Lean Human sein, der ins Raster passt und ein Standard-Skillset der jeweiligen Jetztzeit anbieten kann, so Dueck. «Das ist effizient, denn dann kann sich ein Lean Human wie auch ein McJobber gut einplanen lassen.»

Die Manager, welche diese Lean Humans überwachen, sind ebenfalls standardisierbar geworden. Ihre Kultur ist eintönig geworden und wird von zwei Typen beherrscht: den Controllern und den Pacemakern.

Bild

Arbeitet wie verrückt: Der Pacemaker-Manager. Photo by Hannah Nicollet on Unsplash

Die Controller sind die introvertierte Manager-Version. Sie sind zuverlässig, sparsam, machen kaum Fehler und planen langfristig. Man findet sie vor allem in der Finanzabteilung und beim Einkauf.

Die Pacemaker sind extrovertiert. Sie arbeiten wie blöd, sind total auf Leistung getrimmt, wollen immer gewinnen, sind ungeduldig und fordernd. Sie sind Bereichsleiter und wenn alles klappt, werden sie dereinst CEO.

Die Kombination von Controllern und Pacemakern hat sich mehrheitlich durchgesetzt. Sie «erzeugt damit eine uniforme stereotype Kultur, die wie geschaffen ist für das Durchsetzen von Sparplänen und Prozessoptimierungen», stellt Dueck fest.

Auf der Strecke bleibt dabei die Vernunft. Obwohl unzählige Studien beweisen, dass Lob die Mitarbeiter weit wirkungsvoller motiviert als Tadel, setzt sich die Angst durch. Mitarbeiter werden an die kurze Leine genommen und mit zu hoch gesteckten Zielen eingedeckt.

Das drückt auf das Betriebsklima. «Manager können schwer mitansehen, wenn ihre Mitarbeiter gerade nichts zu tun haben scheinen, wenn sie die Pause überziehen oder auf dem Flur lachen», so Dueck.

Nachfrage nach Autos bleibt intakt. (Archivbild)

Gebrauchtwagenmarkt: Nicht immer setzen sich die Besten durch. Bild: KEYSTONE

Wenn Mitarbeiter zu Robotern und Manager zu Sklaventreibern werden, dann leidet die Qualität. Die sogenannte Akerlof-Todesspirale beginnt zu drehen. Was ist damit gemeint?

Der Ökonom George Akerlof wurde mit dem Nobelpreis ausgezeichnet, weil er den Beweis erbracht hat, dass in asymmetrischen Märkten sich nicht die Besten, sondern die Schlechtesten durchsetzen. Asymmetrisch ist ein Markt dann, wenn einzelne Akteure mehr wissen als die anderen.

Um seine These zu beweisen, hat Akerlof den Markt für Occasionsauto beigezogen. Anders als die Kunden weiss der Händler, wie viel ein Auto noch wert ist. Unredliche Händler nutzen dieses Wissen aus und drängen die ehrlichen Makler aus dem Markt. Auf diese Weise wird das Gesetz der Marktwirtschaft auf den Kopf gestellt, der Betrug wird belohnt.

Das Duo Pacemaker/Controller hat die gleiche Wirkung.«Das Management setzt die Spirale auch bei uns Menschen in Gang», so Dueck. «Man spart am Mitarbeiter, an seiner Ausbildung und nimmt ihm sein Privatleben. Warum sollen Unternehmen noch teure Leute mit Doktor und Diplom/Master einstellen? (…) Nicht nur die Pferde und Gebrauchtwagen gehen in die Abwärtsspirale, auch wir.»

Ausgepowert durch die Pacemaker und blockiert von den Controllern verlieren die Unternehmen ihre Innovationskraft. «Die heutigen Konzerne scheitern, weil sie Innovationen nicht mehr neu durch die Organisationsstufe bringen, sondern sofort in die festen Prozesse ihrer schon lange bestehenden Organisationen hineinpressen wollen», konstatiert Dueck.

Zurück bleibt ein Paradox: Ausgerechnet in einer Zeit, in der die Digitalisierung es ermöglichen würde, den Menschen von eintöniger Arbeit zu entlasten und die Arbeitswelt kreativer zu gestalten, werden diese Optionen durch eine unsinnige Hatz nach immer mehr Effizienz vermasselt.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Paedu87 09.02.2020 13:39
    Highlight Highlight Die Wirtschaft boomt nicht, sie wird künstlich am Leben gehalten - von den Nationalbanken. Bezahlen dafür tun alle jene, die das Spiel noch nicht durchschaut haben bzw. nicht das Kapital haben um das eigene Vermögen von der Entwertung zu schützen.

    Wer PK und 3. Säule zahlt, wird auf Dauer faktisch enteignet. Meist sind das halt auch noch jene Robo-Angestellte... Wie das endet wird sich zeigen, aber ich rechne nicht mit einer friedlichen Umschichtung.
  • Kruk 09.02.2020 06:56
    Highlight Highlight Dieses System ist auch ein Fluktuationsbeschleuniger. Das Management wechselt häufig (und die darunter leidenden MA auch) . diese Leute, welche ein halbes Jahr in der Firma sind undsie überhaupt nicht kennen aber die ganze Organisation auf den Kopf stellen, nur um zu merken dass sie Mist gemacht haben und wieder gehen.

    Optimierungen als Verschlimmbesserungen.


    Als Rat ich nur sagen, wird die Geschäftsleitung von HSG-Absolventen dominiert - geht und sucht euch was anderes.

    • Froggr 10.02.2020 09:32
      Highlight Highlight Komm dich mal eine Vorlesung an der HSG besuchen. Dann wirst du schnell sehen, dass deine Argumente überholt sind ;-)
  • Spargel 08.02.2020 23:21
    Highlight Highlight Was für die Kids das Klima, ist für die Prozessoptimierer die Digitalisierung die nun angepackt werden muss... Schaut das Video von gottstein, dem neuen cs boss. Obb Meyer sbb, gottstein cs, Helfer bei Mustér Konzern, alle haben dieselbe Strategie: Digitalisierung. Wooow, wie toll. Wie Friday 4 future ist auf LinkedIn Digitalisierung 4 future. Echt... Werdet konkret wasy genau zu machen is, warum, für wen und für was und zu welchem Preis....
  • Silvio_soy_yo 08.02.2020 21:10
    Highlight Highlight Der Bericht hat viel Wahres (die Controller und Pacemaker begegnen einem schon gelegentlich) - aber Akerlofs Market för Lemons wurde ist leider falsch zitiert/verstanden - gemäss dieser Theorie bricht der ganze Markt zusammen - auch Unehrliche profitieren dabei nicht. Just saying.
  • Todesstern 08.02.2020 21:04
    Highlight Highlight Sehr guter Bericht 👍
  • Ökonometriker 08.02.2020 19:12
    Highlight Highlight Schöne Theorie... Nur sieht die Realität anders aus. Besser Gebildete haben eine tiefere Arbeitslosigkeit, die Wirtschaft fragt mehr Experten nach. Ungebildete sind dagegen viel häufiger Arbeitslos.
    Aber natürlich kommt es dabei auch auf das Fachgebiet des jeweiligen Experten an: gewisse Abschlüsse machen einem die Jobsuche tatsächlich nicht leichter.
    • auloniella 09.02.2020 10:04
      Highlight Highlight Das stimmt...
      Allerdings hält der Wahn alles in gut kontrollierte Einzelschritte zu zerlegen auch in akademischen Berufen Einzug. Pharmaindustrie z.b. kenne zwei Biologen die gerade das beklagen! Und was Experten sind ist oft anders sls wir das verstehen. Gut gebildete Menschen wollen nicht ewig Ähnliches machen, also Experte sein. Nur wenn Lernen und Kreativität unterbunden wird...ja dann langweilt man sich zu Tode.
  • Spargel 08.02.2020 18:55
    Highlight Highlight Wollten den Beitrag teilen weil er so gut ist. Dann überlegte ich mir, was die anderen davon denken bezüglich Belastbarkeit etc. Ich liess es sein obwohl der Artikel wohl für alle interessant ist und Wahrheiten enthält. Aber, mein AG ist Prozess, Change Mgt Fanboy und vernetzt weshalb ich es lasse.
    • Kruk 09.02.2020 07:41
      Highlight Highlight Soweit ist es eben schon...
    • Kruk 09.02.2020 08:07
      Highlight Highlight Mögen wir in unserer Freizeit auch in einer Demokratie mit Meinungsfreiheit leben.
      So ist an manchen Arbeitsplätzen jedes Wort zweimal auf die Waage zu legen.

  • Spargel 08.02.2020 18:38
    Highlight Highlight Was für ein lesenswerter Artikel. Herzlichen Dank.
  • dä dingsbums 08.02.2020 17:59
    Highlight Highlight "Gunter Dueck war bsi 2011 Chief Technology Officer bei IBM. Seitdem arbeitet er als Autor, Netzaktivist, Buisness Angel und Speaker."

    In letzter Zeit frage ich mich immer wieder, ob man bei Watson überhaupt die F7 Taste in MS Word kennt.
    • @schurt3r 08.02.2020 22:55
      Highlight Highlight 😌
    • The Emperor 09.02.2020 19:43
      Highlight Highlight @dä dingsbums: 1. Arbeiten die bei watson wohl eher mit Applesoftware (Weil Hipsters und so)
      2. Dafür haben die Autoren wohl keine Zeit, weil der Chef ganz schön auf die Pace drückt.

      Es ist übrigens leider schon lange nicht mehr so, dass Journalisten mit Sprachverständnis und einwandfreien Grammatikkenntnissen zu brillieren vermöchten.
  • mrmikech 08.02.2020 16:53
    Highlight Highlight "Die Wirtschaft boomt". Das ist nur gut für topmanager, vermieter, grossfirmen und reiche. Dort fliesst das geld halt hin. Diese "boom and bust" wirtschaft ist ein gespennst für alle andere...
  • Erklärbart. 08.02.2020 16:51
    Highlight Highlight Nicht alle Manager fressen ihre Mitarbeiter - gibt natürlich auch ganz gute Chefs. Meiner gehört leider nicht dazu. Ich bin im mittleren Kader, werde nicht schlecht bezahlt (ca. 150k), wir haben tolle Produkte - aber die Kultur ist für den A****. Angst, Unsicherheit und Speichellecker wo man hinsieht. Ich persönlich bin das nicht und kann mit solchen Leuten nicht umgehen. Habe nun gekündigt. Aber bereits einen neuen Job - da verdiene ich zwar satte 10% weniger - aber dafür weiss ich dass ich da nicht bloss eine Zahl sein werde. Lieber weniger Geld, dafür eine gute Kultur.
    • Schniggeding 08.02.2020 17:28
      Highlight Highlight Lade dich mal zu einen Bier ein wenns nicht mehr reichen sollte.
    • Erklärbart. 08.02.2020 17:34
      Highlight Highlight Cool, Dankeschön - das Essen danach geht auf mich.
    • lilie 08.02.2020 18:07
      Highlight Highlight @Erklärbart: Finde ich top, dass du dich nicht verheizen lässt! 👍

      Leider rennen ja etliche in den höheren Etagen nur dem Geld nach - obwohl sie es am wenigsten nötig haben. Aber die heizen sich ja teilweise gegenseitig an - "man" muss mithalten...

      Dafür neigen einfache Angestellte dazu, sich als Opfer zu sehen und bestätigen sich gegenseitig darin, was für arme, ausgenutzte Cheibe sie doch sind.

      Der Mensch ist halt ein Herdentier. Das ändert sich durch kein Systemwechsel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DocShi 08.02.2020 16:24
    Highlight Highlight Das Uber-Prinzip wird sich weiter ausbreiten.

    Ja, weil zu wenig von Politikern weltweit gemacht wird, bzw. Dieses Treiben tolerieren. Ich hoffe das der Prozess gegen Uber hier im Schweizer Ländle dies gerade biegt.
  • Masta Ace 08.02.2020 14:40
    Highlight Highlight Praktisch jeder Mensch spürt, dass irgendetwas in unserem System komplett faul und kaputt ist. Trotzdem ignorieren wir alle unsere Intuition und machen getrost weiter auf der Suche nach Ruhm, Geld und Status.


    So wie auch ich.
    • sowhat 08.02.2020 19:43
      Highlight Highlight Und wer es nicht tut, oponiert und hinterfragt, wird an den Rand gestellt und, oder verbringt eine Unmenge Zeit mir unsinnigen Diskussionen.
  • Maracuja 08.02.2020 14:18
    Highlight Highlight Bitte mehr solche Artikel und weniger Trump. Ich erlebe es selbst an meinem Arbeitsplatz seit geraumer Zeit, dass aufgrund dauernder Prozess-, Organisations- und persönlicher Optimierung weniger Zeit für die eigentliche Arbeit bleibt und infolge dessen Qualität und Arbeitszufriedenheit abnehmen. Mit der Idealisierung des Lebens von Ureinwohnern kann ich nichts anfangen, dass das entfremdete Dasein als agiles Bioroboterchen in der digitalen Arbeitswelt aber Glück/Zufriedenheit nicht besonders fördert, finde ich nicht erstaunlich.
  • Black Cat in a Sink 08.02.2020 13:56
    Highlight Highlight Und eines Tages fliegt uns das ganze System um die Ohren... was dann folgt, wird unschön!
    • DuhuerePanane 08.02.2020 14:26
      Highlight Highlight Das höre ich nun seit 15 Jahren und es ist immer noch nichts passiert..
    • kelu77 08.02.2020 14:38
      Highlight Highlight ...das ist ja das tragische! Umso länger diese Blase wächst, desto schlimmer wird der Crash.
  • SpoonerStreet 08.02.2020 13:31
    Highlight Highlight "Eine umfassende Ausbildung wird immer weniger erwünscht. «Der gewünschte Mensch soll ein Lean Human sein, der ins Raster passt und ein Standard-Skillset der jeweiligen Jetztzeit anbieten kann, so Dueck"
    Spannend ist, dass ich in der Berufsbildung das Gegenteil erlebe. Alle Berufe wurden oder werden im Moment revidiert. Dabei wird in Berufsschule und üK immer auf eine möglichst breite Ausbildung geachtet. Besonders in den technischen Berufen wird fachübergreifend ausgebildet. Gesucht sind nähmlich Leute welche die gesamten Prozesse verstehen. Die Spezialisierung geschieht höchstens im Betrieb.
    • My Senf 08.02.2020 16:05
      Highlight Highlight Es scheint dass Du „Standard-Skillset“ nicht verstanden hast!
      Denn Du schreibst es ja gleich selber „ Dabei wird in Berufsschule und üK immer auf eine möglichst breite Ausbildung geachtet“
      Und die Lehrer in der BS kannst ja ach nicht mehr brauchen. Die sagen dir ja nur noch wann der nächste Test geschrieben wird und danach, dass es ja im Buch stand (dass nie zum lehren von denen benutzt wurde)

      Momol ich sehe haufenweise menschliche Roboter aus den Schulen kommen denen man schon ab der 5 erklärt wie die Welt läuft und dass man sich anpassen muss.
    • sowhat 08.02.2020 19:54
      Highlight Highlight My Senf, Fortsetzung: und die nicht gelernt haben selber zu denken sondern nur bloss nicht abzuweichen
    • SpoonerStreet 08.02.2020 23:34
      Highlight Highlight @My Senf
      Eben genau nicht. Die Lernenden lernen die Dinge gesamtheitlich und prozessübergreifend. Der Ansatz von Standard-Skillsets sind etwas komplett Anderes. Ich spreche auch nicht über Leute die aus der Schule kommen sondern von der Berufslehre. Gymnasium und Matur sind da definitiv eine andere Geschichte.
  • Mügäli 08.02.2020 13:10
    Highlight Highlight Ich arbeite in einem Konzern und dort ist auch der Direktor ‚gefangen‘ in den Vorgaben welche er notabene einfach umsetzen muss. Die Problematik sind die Geldgeber/Aktionäre welche Gewinnausschüttungen wünschen, welche jenseits von ‚gesunder‘ Geschäftsführung überhaupt noch zu erreichen sind. Würde unser Direktor diese Vorgaben nicht erfüllen ist er nämlich auch schnell weg und wird durch einen ersetzt welche diese erfüllt. Die Gier einiger ist an dieser Entwicklung schuldig, das Managementteam läuft im gleichen Rad wie wir mit (einfach mit besserer Entlöhnung) ...
    • Firefly 08.02.2020 13:29
      Highlight Highlight Nur dass der Direktor oder Manager, wenn er geht noch bis 30 Millionen Abfindungen bekommt. Das haben einige sich dann auch zur eigentlichen Arbeit gemacht... reinmkommen, umkrempeln, wenns nicht klappt gehen und kassieren.

      Da begreife ich dann die Aktionäre nicht, wenn es ihnen doch schon um Gewinn geht, den könnte man einfacher in der Abspeckung der Manager und Direktoren Kaste machen.

      Aber da der Wert einer Unternehmung im heutigen Kapitalismus nicht mehr real-getrieben ist sondern ideologie- und wunsch-getrieben, schenkt man lieber dem abtretenden Millionen und hofft auf den nächsten.
    • Mügäli 08.02.2020 14:19
      Highlight Highlight @Firefly - der Aktionär hat nichts mit der Planung zutun. Er gibt einzig die gewünschte Rendite seines eingesetzten Kapitals an. Die Budgets werden dann aufgrund dieser ‚Erwartungen‘ gemacht und durch die Verantwortlichen umgesetzt. Dem Aktionär ist es Wurst wo das Geld ausgegeben wird, seine Dividende muss einfach stimmen. Bei uns zb wird auf allen ebenen Abgespeckt und unsere Vorgesetzten sind sich auch ihrer Verantwortung bewusst und versuchen die Budgetkürzungen möglichst sozial umzusetzen. Ich denke man darf nicht alle Chefs einfach als schlecht hinstellen sondern muss das Ganze sehen ..
    • Firefly 08.02.2020 18:04
      Highlight Highlight @Mügäli der Wert einer Unternehmung an der Börse und somit den Wert dieser für die Aktionäre hat nichts mehr mit dem wirklichen Wert der Unternehmung zu tun sondern mit Hoffnungen, Wünschen und Ideologien der teilnehmenden Aktionäre.

      Wie anders wäre es sonst möglich, dass Firmen die eigentlich gar keinen Gewinn machen (und das seit Jahren) so hoch eingeschätzt werden?
    Weitere Antworten anzeigen
  • John Henry Eden 08.02.2020 12:51
    Highlight Highlight Manager, die wie blöd arbeiten? Das wäre doch gut.

    An nutzlosen Meetings herumlungern und die Zeit zwischen den Meetings verplämpern, trifft auf immer mehr Manager zu.
    • The Emperor 09.02.2020 19:59
      Highlight Highlight Das trifft leider nicht nur auf Manager sondern auf Arbeitnehmende von fast allen Hierarchiestufen zu.
  • rudolf_k 08.02.2020 12:50
    Highlight Highlight Uber ist das schlechtestmöglichste Beispiel für die Automatisierung von Prozessen. Der Job als Fahrer ist genau so anspruchsvoll wie er schon immer war - wenn nicht noch mehr, da Uber-Fahrer im Gegensatz zu den Taxis hier in Bern beispielsweise nicht die halb Zeit untätig herumsitzen können. Uber optimiert lediglich die Auslastung.
    • Herr Ole 08.02.2020 13:37
      Highlight Highlight Und senkt den Lohn, macht die Ausbildung zum Taxifahrer nutzlos, und scheisst auf Sozialversicherungen.
    • rudolf_k 08.02.2020 16:24
      Highlight Highlight Das hat aber überhaupt nichts mit dem Thema des Artikels zu tun. Nochmals, Uber Fahrer verrichten mehr oder weniger denselben Job welche Taxi-Fahrer schon immer gemacht haben. Die mangelhafte Regulation ist ein komplett anderes Thema. Standardisierte Prozesse werden früher oder später sowieso an die KI, oder an Maschinen ausgelagert. Dass diese Jobs verschwinden ist klar. Die Jobs, welche übrig bleiben sind entweder solche welche niemals von Maschinen gemacht werden können oder welche mehr Kreativität oder Intelligenz erfordern. DAS ist das tatsächliche Problem des Durchschnittlichsarbeiters.
  • Adualia 08.02.2020 12:45
    Highlight Highlight Bin ich froh eine Firma gefunden zu haben, die all das begriffen hat, der Mensch ist bei uns im Mittelpunkt, Überstunden werden bspw. nicht gewünscht etc...
    Mein vorheriger Job war das genaue Gegenteil, nach 2 Jahren war ich praktisch am Ende.
    Hoffe die Erkenntnis wird mehr Unternehmen erreichen, oder ich sehe schwarz für viele von uns.
    Vieleicht bin ich aber auch wirklich einfach zu sensibel und schwach, zumindest wurde mir das damals alles eingetrichert.
    • Ribosom 08.02.2020 13:14
      Highlight Highlight Bei meiner letzten Arbeitsstelle war ich die einzige, die täglich bis zu 13h geschuftet hat. Als kinderlose wurde das von meinen Kollegenschweinen verlangt, sie mussten nämlich pünktlich nach Hause zum Kind.
      Heute arbeite ich mit hilfsbereiten Leuten zusammen. Wir gehen alle ein wenig später, anstatt dass einer Überstunden schiebt.
      Aber das hat auch mit der Firmenphilosophie zu tun. Man braucht einfach gute, kompetente und menschliche Chefs.
    • aglio e olio 08.02.2020 13:23
      Highlight Highlight "So ist das Leben"
      Es könnte auch anders sein. Wenn man will...
      Fatalismus ist kein guter Begleiter.
    • Firefly 08.02.2020 13:34
      Highlight Highlight @The little big boss.

      "KMU' "kämpfen" wie Konzerne und Staaten samt Menschen tagtäglich um die Existenz von Morgen im Wettbewerb.

      So ist das Leben. "

      Amen!
  • banda69 08.02.2020 12:37
    Highlight Highlight ... und dann gibt es die selbsternannte "Partei des Volkes", die dieses System befeuert und davon profitiert.
    • E7#9 08.02.2020 15:01
      Highlight Highlight Inwiefern? Ernst gemeinte Frage, ich bringe das irgendwie nicht zusammen. Kannst du ein Beispiel nennen?
  • TheRealSnakePlissken 08.02.2020 12:26
    Highlight Highlight Die Lösung ist die 25-Stunden-Woche. - Es geht um einen Kulturwandel. Die heutigen Chefs sind nicht anders gestrickt als die Häuptlinge früherer Zeiten, sie wollen die komplette Unterwerfung. Mit einer 25-Stunden-Woche-Anstellung sollte der Lebensunterhalt einer Person zu bestreiten sein. Im Rest davon sollte er sich anderen Herren / Damen/ Kindern / Tieren / Pflanzen / Lektüre / Musikinstrumenten etc etc. widmen dürfen, OHNE ANS GELDVERDIENEN DENKEN ZU MÜSSEN. Wer mehr dazu wissen will, google "Esther Vilars Vision von der 25-Stunden-Woche" 🤓 Merci!
    • aglio e olio 08.02.2020 16:30
      Highlight Highlight Wo kann ich unterschreiben?
  • Tom Scherrer (1) 08.02.2020 12:04
    Highlight Highlight Eigentlich steht ein Elefant im Raum.

    Je offener die Grenzen desto ersetzbarer der Mitarbeiter.

    Der Elefant heisst unkontrollierte Personenfreizügigkeit, so wie die EU sich das wünscht.

    Die Arbeitnehmer werden nach noch ersetzbarer und Ausbilden oder Weiterbildenen immer rarer.

    Wenn wir Druck aus dem System nehmen wollen, dann müssen wir das Gut Mitarbeiter ausdünnen, so dass es wertvoller und wieder mehr gefordert und gefördert wird.

    Mit unkontrollierter Freizügigkeit wird das wohl kaum was Gutes geben.

    Meine Meinung.

    Sehr guter Artikel.
    • Tom Scherrer (1) 08.02.2020 16:03
      Highlight Highlight @ klugmeier bigboss:

      Jö, ein EU-Romantiker. Habe ganz fest selber nachgedacht. Das kann ich dir auch mal empfehlen. Ich habe keinen beruflichen Vorteil bei einer unkontrollierten Zuwanderung - und du?

      Wenn die Grenzen unkontrolliert aufgehen, wird ein noch grösserer Verdrängungskampf stattfinden und der geht zu Lasten der einfach qualifizierten Arbeiter und zu Lasten der Neuankömlinge.

      Es ist die Position der Gewerkschaften. Die hat wenig mit Herrliberg zu tun.

      Die Gewerkschaften erstritten schon immer die Besserstellung der Arbeiter, freiwillg tat sich schon immer nur sehr wenig.
    • Tom Scherrer (1) 08.02.2020 17:08
      Highlight Highlight @ smallbrain

      Ja genau, funktioniert alles sehr gut.

      Darum wurde ja dieser Beitrag geschrieben, da es uns so irrsinnig gut geht.

      Sorry, ich dachte, du hättest den Text verstanden. Er handelt davon, dass wir trotz boomender Wirtschfaft immer mehr Probleme haben.

      Ich setzte voraus, dass du den Text gelesen und etwas nützliches beizutragen hast.

      Mein Fehler.

      Falls die Grenzen unkontrolliert aufgehen, gibts hier noch viel mehr Druck, Spezialisten für Arbeiterlöhne könnten zur Regel werden.

      Macht es nicht. Schaut besser zu den Leuten, die jetzt schon hier sind. Und gebt ihnen Sorg.
    • _kokolorix 08.02.2020 19:11
      Highlight Highlight Und wieso funktioniert die 'unkontrollierte Freizügigkeit' zwischen den 26 Kantonen der Schweiz so völlig problemlos?
      Obwohl in Zürich höhere Löhne und in der Waadt höhere Kinderzulagen bezahlt werden, funktioniert die Schweiz seit über 200 Jahren mit voller PFZ hervorragend
    Weitere Antworten anzeigen
  • So oder so 08.02.2020 12:02
    Highlight Highlight Komisch, diese Erkenntnisse sind ja nicht Neu, vor 20 Jahren schon gehört. Ich habe von verschiedenen Führungskräften und CEOs anderes gehört - Ich bin nicht wichtig, Ihr Arbeiter seid wichtig, mich kann man ersetze euch kann man nicht ersetzen usw..... - eigentlich alles Veraschung , weil diese CEOs/Manager in einer Wohlstandsblase Leben, meist von Kind auf wohlgefördert in Rosaroten Hamsterrad.
  • flubi 08.02.2020 11:57
    Highlight Highlight Ich wäre dafür das es eine Projektgruppe gibt welche eingesetzt wird um die Projektgruppenoptimierer zu optimieren und eliminieren!
  • Sgt.Pepper 08.02.2020 11:52
    Highlight Highlight Naja, die meisten Arbeitgeber hier sind immer noch KMU und da läuft alles noch etwas pragmatischer. In einem Kleinbetrieb kann eine Arbeitsstelle viel weniger standardisiert werden. Da braucht es jedoch flexible und pragmatische Mitarbeiter und die wollen bezahlt werden. Viele Innovationen kommen aber immer noch von Kleinbetrieben - ansonsten ist es schwierig neben grossen Playern zu überleben. Die Scheeiz steht da nicht mal so schlecht da.
  • Raphael Stein 08.02.2020 11:45
    Highlight Highlight Man sucht Glück,
    man wird süchtig nach Glück
    man kauft Glück,
    man bezahlt Glück,
    selten weiss man was Glück-lich sein ist

    und das gilt auch für Frau.
    • Firefly 08.02.2020 13:40
      Highlight Highlight Halte es eher mit Zufriedenheit... Glück kann mir gestohlen beleiben.
  • Kronrod 08.02.2020 11:43
    Highlight Highlight Dass grosse Firmen sich mit Innovation schwer tun, beobachte ich schon lange. Innovation funktioniert viel besser in kleinen und agilen Teams, in denen herausragende Fähigkeiten eines einzelnen einen viel grösseren Unterschied machen.
    • Spargel 08.02.2020 18:46
      Highlight Highlight Ich glaube das ist eine sehr wichtige Aussage.
  • Spiegelkopf 08.02.2020 11:36
    Highlight Highlight Man ager = manager. Wohl mit ein Grund fafür, dass viele unter 50 innerlich schon uralt sind.
  • dieBied 08.02.2020 11:28
    Highlight Highlight Was für ein spannender Artikel! Ich habe kürzlich das Buch "Reinventing Organizations" gelesen; kann ich jedem nur empfehlen, der sich mit moderner, menschlicher Führung auseinandersetzen möchte.
  • häxxebäse 08.02.2020 11:08
    Highlight Highlight Dem gibt's wenig beizufügen.
  • BigDaddy 08.02.2020 11:05
    Highlight Highlight Könnte gefühlt 100 Beispiele aus meinem Berufsalltag nennen, die diesen Artikel voll bestätigen.
    Als ich meinem Vorgesetzten vorgerechnet habe, dass ein MA Abbau keinesfalls verkraftet werden kann und ich aus ethischen Gründen das nicht durchführe, wurde mir deutlich nahegelegt die Firma zu verlassen.
    Aber ja, das habe ich gern gemacht.
    Mir kommt es so vor, dass ein CEO keine kompetenten Abt.leiter mehr möchte, sondern nur noch Soldaten, die emotionslos alle Entscheidungen durchsetzen. Als Bonus wird der Abt.leiter noch an der MA Zufriedenheit gemessen. 🤦‍♂️
    • E7#9 08.02.2020 21:31
      Highlight Highlight Hast du gut gemacht. Ich kenne ein Beispiel (aus den 90ern, passiert sicher auch heute noch), in dem ein Mitarbeiter aus dem mittleren Kader die undankbare Aufgabe erhielt etliche Untergebene zu entlassen. Nachdem er das vollzogen hatte und somit natürlich das Arsch vom Dienst war, erhielt er selber den blauen Brief.
    • Krokodise 09.02.2020 08:38
      Highlight Highlight Dieses Beispiel bringt die unsägliche Situation auf den Punkt.
  • mystiker 08.02.2020 11:02
    Highlight Highlight schade wird die gesellschaft auf wirtschaftlichen erfolg getrimmt und nicht auf das glück aller beteiligten.

    Warum eigentlich?
    • häxxebäse 08.02.2020 17:44
      Highlight Highlight Wir stecken im hamsterrad fest. Es hat nichts besseres wie den kapitalismus.
      Welcher aktionär duldet fallende aktien? Niemand.
      Wir könnten den kapitalismus sozialer gestalten, aber dann kommen wieder die aktionäre, respektive die lobbyisten.

      Wären wir schlau, dann würden wir - als volk - eigene vertreter finanzieren: jeder gibt 50.- und wenn genug mitmachen, dann haben unsere vertreter genug geld um in der politik mitzuspielen.
      4 leute: jmd aus der unterschicht, mittelschicht, ein obdachloser und ein langzeitarbeitsloser. Bevor sie korrupt werden, nach 2 jahren durch neue ersetzen.
  • Antinatalist 08.02.2020 10:57
    Highlight Highlight Und dann? Es ist genau wie mit dem Klima. Alle machen weiter wie bisher.
  • CalibriLight 08.02.2020 10:54
    Highlight Highlight Schon seit der Zeit, als Mitarbeitende menschliche Ressourcen (HR) genannt wurden, konnten wir wissen, dass etwas nicht stimmt. Diese sich selbst reproduzierenden "Managerschmieden" mit ihrem Projekt- und Prozesswahn bestätigen sich gegenseitig und alles fällt darauf herein. Und dann dieses Denglisch immer... oh je.
    Ich wünschte mir bald Patrons zurück, die fett und behäbig sind und nicht irgend einen Ausdauersport betreiben müssen um sich gegenseitig zu beweisen, wie zäh sie sind.


    • Evan 08.02.2020 11:10
      Highlight Highlight Was ich auch ganz schlimm finde: die Unterteilung in Whitecollar und Bluecollar. Das ist etwas, was in der Schweiz nichts verloren hat, und Firmen, die so unterteilen, sollten strikt boykottiert werden.
    • Antinatalist 08.02.2020 11:35
      Highlight Highlight "Schon seit der Zeit, als Mitarbeitende menschliche Ressourcen (HR) genannt wurden, konnten wir wissen, dass etwas nicht stimmt."

      Damals hat man sich zur Ehrlichkeit besonnen und Nägel mit Köpfen gemacht. Dieser englische Ausdruck beschreibt genau das, was der Mensch vom Zeitpunkt seiner Geburt an ist: Konsument und Arbeiter. Deal with it, wenn du Kinder hast. Solange du die Slotmaschine (System) fütterst, wird sie dein Kapital (Kinder) verschlucken.

      Du kannst ja mal gelbwesteln gehen.

      Und diese Patrons: Da verfällst du einer unrealistischen Romantik. Der Aktienmarkt bestimmt, wer gewinnt.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 08.02.2020 11:56
      Highlight Highlight @CalibriLight
      Oh gott, sags nicht. 🤦‍♂️
      Dieses Denglisch geht mir, neben dem ständigen Größen- und Projektwahn, mit Abstand am meisten auf die Nerven.
      Da war ich mit meinem letzten Chef richtig glücklich. Einfach ein toller und bodenständiger Mensch. Und, das war das wichtigste, nicht dieses unsägliche Denglisch, mit dem andere versuchen wichtig zu wirken. Einfach ehrlich und direkt. Da wusste man immer, woran man war.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frances Ryder 08.02.2020 10:52
    Highlight Highlight Immer dieses "Die Wirtschaft boomt wieso sind wir nicht alle happy?"

    Das einzige wovon die Arbeitnehmer profitieren, wenn die Wirtschaft boomt, ist dass sie ihre Arbeitsstelle behalten dürfen. All die Profite fliessen in die Kassen der Arbeitgeber.
    • HabbyHab 08.02.2020 10:55
      Highlight Highlight Und nichtmal das. Selbst bei Gewinnen gibt es ja teilweise Arbeitsplatzstreichungen.
    • dmark 08.02.2020 11:33
      Highlight Highlight @HabbyHab:
      "Selbst bei Gewinnen gibt es ja teilweise Arbeitsplatzstreichungen."

      Um eben noch mehr Gewinn zu generieren und noch mehr zu verdienen.
      Somit ist dieses "ständige Mehr" das Übel.
      Manche nenne es auch "Wachstum".

      Würden sich die Menschen mit einer soliden Basis zufrieden geben, dann hätte wir die Probleme dieser Art nicht und wären vielleicht auch glücklicher.
    • Hansdamp_f 08.02.2020 11:54
      Highlight Highlight Die tragen auch das Risiko.

      Werd' selber einer.
    Weitere Antworten anzeigen
  • wolge 08.02.2020 10:45
    Highlight Highlight Der Mensch als Zahnrad in einer Maschine die von oben konfiguriert und kontrolliert wird... Ganz nach dem Scientific Management das Taylor am Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte...

    Über hundert Jahre wird dieses Organisations- und Führungsmodell nun schon eingesetzt und es scheint ganz so, als ob die meisten Manager noch immer nichts dazu gelernt haben...

    Dieses Modell gehört endlich abgeschafft. Nicht nur, dass es von der heutigen Komplexität, Unbeständigkeit, Volatilität und Mehrdeutigkeit komplett überfordert ist. Es ist such höchst Menschenverachtend...
    • sowhat 08.02.2020 20:18
      Highlight Highlight Es ist längs überholt das Taylomodell.
      "Reinventing Organisations" würde helfen. Und für die, die keine trockene Lektüre mögen, gibts das auch in kuarz, klar und bunt:
      Benutzer Bild
    • wolge 09.02.2020 06:28
      Highlight Highlight Sehr gutes Buch. Hat mir die Augen geöffnet...

      Ich empfehle aber eher das Buch und weniger das Bilderbuch. Man taucht viel tiefer ab und versteht die Denke dadurch besser...
  • troop5444 08.02.2020 10:45
    Highlight Highlight Wenn Linke die Wirtschaft analysieren, wirds richtig peinlich.

    "Anders als die Kunden weiss der Händler, wie viel ein Auto noch wert ist. Unredliche Händler nutzen dieses Wissen aus und drängen die ehrlichen Makler aus dem Markt. Auf diese Weise wird das Gesetz der Marktwirtschaft auf den Kopf gestellt, der Betrug wird belohnt."

    Was für ein Schwachsinn. Händler leben nunmal davon, den höchstmöglichen Preis rauszuschlagen und verdienen weisst Gott nicht alle Millionen.
    Wer als Laie einem Verkäufer vertraut ist dann nach linker Logik ein Betrugsopfer.
    • bokl 08.02.2020 10:59
      Highlight Highlight "Wer ... einem Verkäufer vertraut ist ... ein Betrugsopfer."

      Alles überflüssige aus deinem Satz entfernt, damit ist er korrekt :)
    • CalibriLight 08.02.2020 11:16
      Highlight Highlight Händler müssten nicht zwangsläufig davon leben, den höchstmöglichen Preis herauszuschlagen. Sie müssten davon leben können, einen guten Preis herauszuschlagen. Heute ist das nicht so. Nur das Höchstmögliche zählt noch in den Augen der Manager und auch der Gesellschaft. Wer über den Tisch gezogen wird, wer verliert, spielt absolut keine Rolle.
    • Pafeld 08.02.2020 11:55
      Highlight Highlight Der freie Markt ist ein Perpetuum Mobile, die Marktasymmetrie die Haftreibung. Man kann viele Dinge als reibungslos betrachten und deren Verhalten so gut erklären. Man kann aber nicht behaupten, dass es niemals Reibung gebe und darum jede Maschine einfach zum Perpetuum Mobile wird. Das ist keine linke Spinnerei, sondern der Erkenntnisfortschritt in den Wirtschaftswissenschaften der letzten Jahrzehnte.

      Das man sich aber als "bürgerlicher" noch immer einbildet, etwas von Ökonomie zu verstehen, nur weil man Marktfetischist (oder die Extremform: Libertarian) ist, ist einfach nur Verblendung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der müde Joe 08.02.2020 10:43
    Highlight Highlight Auf dem Grabstein des Kapitalismus, wird irgendwann stehen: Zuviel war nicht genug!

    – Volker Pispers, Satiriker
  • Lodestone 08.02.2020 10:43
    Highlight Highlight Wow, Hammer Artikel. Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen. Ich wünschte mir das als Pflichtlektüre für Teamleiter bis Top Manager währe. Das wird wahrscheinlich nur Utopie bleiben. Wie schade das egal wie fortschrittlich wir werden der Mensch irgendwie auf der Strecke bleibt. Macht mir ehrlich gesagt etwas Sorgen wenn Leute davon reden den Menschen Computerchips in den Kopf zu pflanzen. Ich sehe den Medizinischen nutzen für Leute die paralysiert sind aber was kann man noch alles damit machen?
    • sowhat 08.02.2020 20:22
      Highlight Highlight Gib deinen Chefs dieses Buch hier. Das braucht nicht viel Zeit, denn die haben sie eh nicht 😉
      Benutzer Bild
    • Lodestone 09.02.2020 21:47
      Highlight Highlight @sowhat: Danke für den Tipp, werde es aber selber lesen müssen da ich Selbstständig bin 😉. Vielleicht leih ich es aber den Chefs von meiner Frau 🤔
    • sowhat 10.02.2020 06:59
      Highlight Highlight Gute Idee 👍 Lodestone
  • bokl 08.02.2020 10:37
    Highlight Highlight "Das Uber-Prinzip wird sich weiter ausbreiten."

    Nicht zwingend. Es braucht:

    - griffige Hürden gegen Scheinselbständigkeit
    - vernüftiger Mindestlohn
    - lokale Besteuerung int. Plattformen

    Damit ist man kein Technologieverhinderer.
    • Antinatalist 08.02.2020 11:07
      Highlight Highlight Kinder werden irgendwann gefragt: "Was wetsch werde, wenn mal gross bisch?"

      Es wird ihnen also direkt schon einmal vorgetäuscht, dass ihnen alle Türen der Welt offen stehen und das Leben ein Wunschkonzert ist. Irgendwann jedoch werden sie von ihrem Ponyhof geholt und mit der Realität konfrontiert. Die ist dann nicht mehr so lollipoppig bunt und süss, sondern grau, bitter und hart wie Asphalt.

      Wenn du schreibst: "Es braucht", dann bist du noch wie ein Kind, das glaubt, alle Türen stünden ihm offen. Sämtliche Gesetze lassen sich umgehen und dafür werden hochbezahlte Spezialisten eingesetzt.
    • Pafeld 08.02.2020 12:02
      Highlight Highlight Der ungehinderte Drang nach Marktdominanz unter den Techkonzernen hat in den letzten 10 Jahren die Inovationskraft auch komplett alleine sehr effizient abgewürgt. Oder welche technische Innovation der letzten 10 Jahre hat uns vom Hocker gehauen? Damit sind aber explizit Neuentwicklungen gemeint, nicht die Weiterentwicklung von bestehenden Dingen. Grundlagenforschung ist in allen Bereichen, selbst an den Universitäten komplett am aussterben. Es zählen nur noch kalkulierbare Anwendungs- und Erweiterungsabsichten.
    • Antinatalist 09.02.2020 17:51
      Highlight Highlight @Pafeld: Und wenn's dann um die Umweltfrage geht, dann ist der technologische Fortschritt dann doch plötzlich ganz megakrass gut, oder?

      Die generelle Innovationskraft ist gar nicht schlecht. Aber es bringt einem Unternehmen gar nichts, wenn die "consumer readiness" nicht vorhanden ist, bzw. ein allfällig dazugehöriges Ökosystem nicht vorhanden ist.
      Die Wirtschaft hat aber sowieso primäres Interesse daran, ein gut galoppierendes Pferd zuerst zu Tode zu reiten, bevor man es in die Obsoleszenz schickt. So floriert Wirtschaft nun seit vielen Dekaden. Die konsumierenden Arbeiter machen's möglich.
  • Zeit_Genosse 08.02.2020 10:33
    Highlight Highlight Und wenn alle aus den gleichen Managerschulen kommen, vom Leben noch wenig mitbekommen haben weil sie sich nur auf die Karriere konzentrieren, dann kommt es so. Eine selbstinduzierte Massenverblödung. Es fehlt diesen Menschen an human-centered-leadership. Scheinbar belohnt das System - also wir alle - Narzissten und Psychopathen. Speziell in der Politik und Konzernumfeld. Da setze ich auf die KMU-Chefs, die ein positiveres Arbeitsumfeld ohne Aktionärseinfluss gestalten können. Ok, der letzte Satz war etwas romantisch.
    • wolge 08.02.2020 11:01
      Highlight Highlight Ganz deiner Meinung. Dazu gibt es einen interessanten Video:

      Auf der Grundlage von Untersuchungen zur Führungspsychologie zeigt Chamorro-Premuzic, dass wir nicht nur kompetentere Führungskräfte, sondern auch mehr weibliche Führungskräfte hätten, wenn die Auswahl der Führungskräfte nach Kompetenz statt nach Selbstvertrauen, Demut statt nach Charisma und Integrität statt nach Narzissmus erfolgen würde...

      Play Icon
    • SwissWitchBitch 08.02.2020 12:20
      Highlight Highlight "human-centered-leadership" schreib doch einfach "menschenorientierter Führungskraft".
    • Zeit_Genosse 08.02.2020 13:57
      Highlight Highlight SwissWitchBitch

      Schön, dass du aufgesprungen bist. Etwas Ironie muss sein🔫

      Ich hätte da noch shareholder-impact schreiben können ⚠️
  • Skeptischer Optimist 08.02.2020 10:20
    Highlight Highlight Der Kapitalismus hat fertig.
    • häxxebäse 08.02.2020 11:18
      Highlight Highlight Bring eine besseren vorschlag.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 08.02.2020 12:07
      Highlight Highlight Ja, das sagten schon viele 1848, 1918, 1968 und nun Sie. Stand heute, funktioniert der Kapitalismus besser als jedes andere Sytem und wissen Sie warum? Weil sich kein anderes System durchgesetzt hat.
    • Skeptischer Optimist 08.02.2020 13:13
      Highlight Highlight Seit 1990 hat der Kapitalismus erstmals freie Hand. Es ist offensichtlich, dass er seine Versprechungen nicht halten kann.

      Um Philip Hildebrand zu zitieren, lesen sie etwas Marx über das Wochenende.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Firefly 08.02.2020 10:17
    Highlight Highlight «Der gewünschte Mensch soll ein Lean Human sein, der ins Raster passt und ein Standard-Skillset der jeweiligen Jetztzeit anbieten kann, so Dueck. «Das ist effizient, denn dann kann sich ein Lean Human wie auch ein McJobber gut einplanen lassen.»

    Ich sag da nur; Fachkräftemangel... ist hausgemacht.
    • Antinatalist 08.02.2020 11:21
      Highlight Highlight Die Alternative ist:: Gar kein Bedarf an Arbeitskräften mehr, weil die Unternehmen dann einfach abwandern würden.

      Deine SVP-Unternehmen überleben ja nur, weil es noch die olle eidgenössische Protektionismuskultur gibt. Das treibt die Preise in die Höhe und das findest du als SVP-Wähler auch wieder schlecht.

      Kenne auch Ausgesteuerte, die nun meinn, die Begrenzungsinitiative sei die Lösung ihres Problems. Lachhaft.

      Ich wiederhol's gerne: Eure Kinder sind das Kanonenfutter. Arbeiter und Konsumenten. Ihr bewirtschaftet mit euren Kindern dieses System. Das Rastern beginnt schon im Kindergarten.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 08.02.2020 12:01
      Highlight Highlight Ist ja auch logisch.
      Eigene Leute, die sich in die Vorgänge der Firma einarbeiten konnten, auszubilden ist den meisten zu teuer und dauert zu lange.
      Man muss den benötigten Spezialisten schon vorgestern haben.
      Dass dieses kurzfristige denken auf lange Sicht nur größere Probleme bringt, sehen diese, sich übertrieben wichtig findenden Manager nicht. Denn dann sind sie schon lange Weg, und die Firma Konkurs gehen. Sie haben ja ihr Geld und ihre Referenzen. Was interessiert sie dann noch die Firma und deren Mitarbeiter.
    • Pfammi 08.02.2020 12:14
      Highlight Highlight Hausgemacht? Nein erfunden von Arbeitgebern um Löhne zu drücken
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