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FILE - In this Jan. 24, 2013 file photo, Executive Producer Stephen Bannon poses at the premiere of

Der neue Mann fürs Grobe bei Trump: Stephen K. Bannon. Bild: Danny Moloshok/Invision/AP/Invision

Putin und Trump haben je einen Neuen – und mit denen wird's jetzt richtig gefährlich

Anton Vayno heisst der starke Mann im Kreml, Stephen K. Bannon soll Donald Trump ins Weisse Haus hieven. Beides sind extreme Kriegstreiber und Super-Nationalisten.

18.08.16, 14:53 09.09.16, 11:18


Der russische Präsident Wladimir Putin hat eine kleine Rochade in seinem Führungsstab durchgeführt. Anton Vayno heisst der neue Stabschef im Kreml. Er ersetzt Putins langjährigen KGB-Kumpel Sergei Iwanow. Im Westen ist der 44-Jährige praktisch unbekannt. Die bekannte russische Journalistin Masha Gessen zeichnet von ihm im «New Yorker» ein beängstigendes Bild.

Anton Vayno, who has been appointed a new chief of the presidential administration, attends a meeting with Russian President Vladimir Putin and the outgoing Kremlin Chief of Staff, Sergei Ivanov, in the Kremlin in Moscow, Russia, Friday, Aug. 12, 2016. Russian President Vladimir Putin on Friday fired Sergei Ivanov, his chief of staff and one of his closest allies, in the most high-profile power reshuffle at the Kremlin in years. (Alexei Druzhinin/Sputnik, Kremlin Pool Photo via AP)

Der neue Stabschef im Kreml: Anton Vayno. Bild: AP/POOL SPUTNIK KREMLIN

Vayno sei seit Jahren der persönliche Assistent Putins, so Gessen. Er ist aber auch Autor und Co-Autor von mehreren Büchern und wissenschaftlichen Artikeln. 2012 hat er ein langes Essay mit dem Titel «The Capitalization of the Future» veröffentlicht, eine kaum verständliche Abhandlung, die im esoterischen Schluss eines «Nooscope»-Netzwerkes endet, in dem Zeit und Raum verschmelzen.  

Die Ultranationalisten im Kreml

Handfester geht es in Vaynos Buch «The Image of Victory» zu. Es beginnt mit einem Putin-Zitat, das sinngemäss heisst: «Das Vertrauen gewinnen ist der Schlüssel». Den Inhalt fasst Gessen wie folgt zusammen: «Das Buch scheint ein grosses Rezept für globale Domination zu sein. (...) Die Grundidee scheint darin zu bestehen, den absoluten Triumph mithilfe der Taktik von Sambo – der sowjetischen Kriegskunst – zu erlangen, vor allem in der Wirtschaft.»

Anton Vayno gehört damit zum Lager der russischen Ultranationalisten. Der prominenteste Vordenker dieser Beweger heisst Alexander Dugin. Er wähnt sich in einem neuen Weltkrieg zwischen der «Landmacht» Russland und der «Seemacht» USA und hat einst Hitler und die SS verherrlicht.

Russian President Vladimir Putin, center, meets with the new Chief of the presidential administration, Anton Vayno, right, and the outgoing Kremlin Chief of Staff, Sergei Ivanov, in the Kremlin in Moscow, Russia, Friday, Aug. 12, 2016. Russian President Vladimir Putin on Friday fired Sergei Ivanov, his chief of staff and one of his closest allies, in the most high-profile power reshuffle at the Kremlin in years. (Alexei Druzhinin/Sputnik, Kremlin Pool Photo via AP)

Putin trifft sich mit dem alten Stabschef Sergei Iwanow (links) und dem neuen Anton Vayno (rechts). Bild: AP/POOL SPUTNIK KREMLIN

Die Ernennung Vaynos ist kein Zufall. In einem Zeitpunkt, in dem die gesamte Welt nur noch auf den US-Wahlkampf fixiert zu sein scheint, hat Putin begonnen, den Ukraine-Krieg wieder auf kleinem Feuer zu köcheln. Letzte Woche hat er erklärt, er würde nicht an den vorgeschlagenen Friedensverhandlungen teilnehmen. Gleichzeitig hat er die Regierung in Kiew beschuldigt, Attentate auf der Krim zu planen.

Die Ultranationalisten bei Trump

Auch Donald Trump hat sein Wahlkampf-Team umgekrempelt. Neuer starker Mann ist nun Stephen K. Bannon. Dieser hat sich von einem erfolgreichen Investmentbanker bei Goldman Sachs zu einem Ultranationalisten der übelsten Sorte entwickelt. Bannon ist der starke Mann hinter dem Onlineportal Breitbart. Seit der gleichnamige Journalist und Gründer dieses Portals an einem Herzversagen verstorben ist, hat er das Sagen.

Im Vergleich zu Breitbart ist selbst FoxNews eine Kinderpost. Neokonservative Vordenker wie William Kristol werden verhöhnt und Figuren wie Sarah Palin verherrlicht. Vor allem geht Bannon auf die Elite der Grand Old Party (GOP) los. So hat er beispielsweise die Wiederwahl von Paul Ryan in den Senat aktiv bekämpft. Ryan ist der derzeit starke Mann der Republikaner und Liebling der Koch-Brüder.

MANCHESTER, NH - FEBRUARY 08:  Breitbart News Daily Stephen K. Bannon interviews Donald Trump, Jr. for SiriusXM Broadcasts' New Hampshire Primary Coverage Live From Iconic Red Arrow Diner on February 8, 2016 in Manchester, New Hampshire.  (Photo by Paul Marotta/Getty Images for SiriusXM)

Kennt keine Schamgrenzen: Bannon bei einem Radiointerview. Bild: Getty Images North America

An die niedrigsten Instinkte appellieren

Die GOP-Elite hat denn auch bereits reagiert. «Wenn Trump beabsichtigt hat, seine alten und neuen Anhänger zu frustrieren, dann hat er genau das Richtige getan», erklärte etwa Dan Senor in der «New York Times». Er ist ein langjähriger Stratege der Republikaner, der vor vier Jahren Mitt Romney beraten hat. Auch der Berater von Marco Rubio hat reagiert und erklärt, dass Trump und Breitbart «beide an die niedrigsten Instinkte der Menschen appellieren.»

Die neuen starken Männer bei Putin und Trump sind ein weiteres Indiz dafür, dass weltweit eine üble, rotbraune Polit-Suppe gekocht wird. Alt-Stalinisten und Neo-Faschisten vereinigen sich im Kampf gegen Demokratie und Menschenrechte. Das gilt für Pegida genauso wie für den Front National: Alle hetzen gegen Muslime, vermeintliche Eliten und Lügenpresse. Sie hängen absurden Verschwörungstheorien an, etwa dass 9/11 von den Amerikanern selbst inszeniert wurde oder der Maidan-Aufstand vom CIA organisiert war.

Hetze gegen die Clintons

Aktuelles Beispiel ist das Buch «Clinton Cash» von Peter Schweizer. Darin wird die These aufgestellt, wonach die Clinton Foundation sich auf einen korrupten Handel Spenden gegen politische Begünstigung eingelassen habe. Das Buch wird derzeit auf faschistoiden Hetzseiten, Russia Today und ähnlichen Kanälen gepuscht. (Erstaunlicherweise auch auf dem vermeintlich progressiven Schweizer Onlineportal «Infosperber» – aber das ist eine andere Geschichte.)

Das neuste Elaborat der Verschwörungs-Fanatiker: «Clinton Cash».

«Clinton Cash» besteht aus unbewiesenen Behauptungen und abstrusen Verschwörungstheorien. Das erstaunt nicht, wenn man sich die Hintergründe vor Augen führt. Das Buch wurde vom erzkonservativen Milliardär Robert Mercer finanziert. Er ist auch ein wichtiger Investor bei Breitbart und ein Freund von Bannon. «Trump hat sich entschieden in Breitbarts alternativer Realität zu leben» stellt daher selbst das neokonservative Blatt «Weekly Standard» fest.

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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78
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78Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Einfache Meinung 05.11.2016 23:06
    Highlight Diese Unruhen und diese Krisen, die Viele wahrnehmen, wieso schiebt man Sie Politiker in die Schuhe, die Sie garnicht verursacht haben?
    2 0 Melden
  • Ivan der Schreckliche 18.08.2016 23:28
    Highlight Der Nobelpreistträger hat selber in einem Interview bekannt gegeben, dass die "Demonstranten" tatkräftig finanziell unterstützt wurden.
    Wieso das eine Verschwörungstheorie sein soll, entzieht sich meiner Kenntnis.
    Reicht es nicht langsam mit der Hetze, Herr Löpfe?
    21 8 Melden
  • Echo der Zeit 18.08.2016 18:49
    Highlight Alt-Stalinisten und Neo-Faschisten vereinigen sich im Kampf gegen Demokratie und Menschenrechte - Leider wahr, ist in den letzten jahren immer schlimmer geworden. Aber vielleicht ist es auch nur noch ein letztes aufbäumen - Der alten Elite die Kontrolle zu waren. Im Wissens Bereich Passiert zur zeit sehr vieles und das auch schnell - das macht Angst.
    21 8 Melden
    • Echo der Zeit 18.08.2016 21:29
      Highlight Das schreckgespenst der Ultranationalisten - der vernetzte mensch - und der ist ein Milliarden geschäft einer inzwischen Milliarden schweren Industrie die immer Mächtiger wird. Die Usa werden immer multiethnischer, der cowboy republikaner nicht mehr wichtig. Putin macht westliche einflüsse schlecht in seinem Land, setzt auf starkes Nationalgefühl - für Kulturschafende wirds Heikel. Ja was, und Jetzt warten bis alle ihren Nationalkomplex verlieren und die waffen strecken und zusammen - Das Neuste Internationale Super Pokemon Pro Go Go Spielen - Die Angst alter Männer Trump/Putin?
      5 10 Melden
  • ElendesPack 18.08.2016 17:07
    Highlight Alle hetzen gegen Muslime, vermeintliche Eliten und Lügenpresse...

    Da eigentlich z.B. Pegida zum grössten Teil nicht "hetzt", sondern sich bemüht, auf reale Gefahren hinzuweisen und ich nicht ganz begreife, was an den gegenwärtigen Eliten im Westen so positiv ist und ebensowenig wieso eine weitgehend gleichlautende Medienlandschaft zu begrüssen wäre, frage ich mich, was an genannten Punkten undemokratisch sein soll.

    Rührend auch wie immer P.B.'s bedingungsloses Clinton-Fähnchen-Schwenken.
    21 92 Melden
    • Fabio74 18.08.2016 19:03
      Highlight Der Lacher ist mir beinahe im Hals stecken geblieben. Pegida hetzt nicht? Ziemlich absurd und weltfremd.
      Wer Volksverräter skandiert und mit Puppen an einem Galgen rumläuft, wer Auslander bzw andersaussehende beleidigt der hetzt.
      Auf was Hinweisen tut man sachlich wie es ein gebildeter Mensch mal gelernt haben sollte
      50 10 Melden
    • ElendesPack 18.08.2016 19:41
      Highlight Fabio: Genau wie die Linken nicht hetzen, obwohl es jeden 1. Mai Pappnasen mit Lenin, Stalin, Mao, dem Anführer der Tamil Eelam und ähnlichen Herzchen hat. Die Mehrheit der Leute läuft dort nicht so rum und die Mehrheit der Pegidas hat keinen Galgen auf sich und beleidigt auch niemanden. Aber wenn man seine Realität nur aus seinen Lieblingszeitungen bezieht und noch nie selber gesehen hat...viel Spass dabei.
      15 40 Melden
    • Fabio74 18.08.2016 20:06
      Highlight Wieviele Deppen laufen mit Stalin und Mao rum?
      Die Mehrheit sind Mitläufer der rechten Hetzer und dies ist gefährlich.
      Wer applaudiert, wenn Merkel und Co als Volksverräter angeprangert wird und wer mitmacht im Hass gegen fremdländisches ist sehr wohl ein Hetzer
      36 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Olmabrotwurst 18.08.2016 16:51
    Highlight Jawohl trump for president, dann werden wir alle sterben und mutter erde hat genug zeit um sich zu erholen, von uns menschen.
    42 18 Melden
    • Mia_san_mia 20.08.2016 11:41
      Highlight Also ich will nicht sterben und Mutter Erde muss sich von mir nicht erholen. Wenn Du sterben willst, ist das dein Problem...
      5 0 Melden
  • Lowend 18.08.2016 16:24
    Highlight Die Polit-Zombies des 3. Reiches und des kalten Krieges scheinen nun vereint im Kampf gegen die liberalen Demokratien, aus ihren modrigen Gräbern aufzustehen, um die Welt in einen neuen faschistischen Weltkrieg zu stürzen.
    Schlimm nur, wie viele geschichtsvergessende Menschen diesen übel riechenden, verwesenden Zombie-Ideologien noch immer zujubeln!
    75 32 Melden
    • Stachanowist 18.08.2016 16:52
      Highlight @ Lowend

      Geschichtsvergessen ist es auch, mit dem "Dritten Reich" einen Begriff der Nazi-Propaganda zu übernehmen.
      24 11 Melden
    • Stachanowist 18.08.2016 16:59
      Highlight Hier noch der Hintergrund dazu (habe ich in der ersten Antwort vergessen, mea culpa):

      Bis 1939 bezeichneten die Nazis ihre Diktatur selbst als "Drittes Reich" und stellten ihre Schreckensherrschaft dadurch in ein positives Licht: Das "Dritte Reich" implizierte, dass der Nazistaat die Vollendung der deutschen Geschichte wan, nämlich in einer Traditionslinie mit dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation (962–1806) und dem Hohenzollern-Kaiserreich (1871–1918) stand.
      21 8 Melden
    • ElendesPack 18.08.2016 17:08
      Highlight Lowend: Auf die Gefahr hin, dass Watson meinen Kommentar wie üblich nicht freischaltet, muss ich doch wieder mal sagen, wie anregend wie ich Ihre Hinweise auf das 3. Reich bei praktisch jedem Thema finde. Wirklich! Es steht nämlich direkt vor der Tür! Immer!
      23 30 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 18.08.2016 15:41
    Highlight Nochmals: Das Putin-Zitat in Vaynos Buch:
    "Das Vertrauen gewinnen ist der Schlüssel!"
    Das ist sicher richtig, doch ist dieses Vertrauen inzwischen bei den Allermeisten, die schreiben, lesen und rechnen können, verloren gegangen!
    So gesehen scheitert also Putin mit seinem eigenen Plan, da es ihm NICHT gelingt, das Vertrauen zu gewinnen!
    Trotzdem habe ich einen Weg gefunden, zu verstehen was er sagen möchte: Das genaue Gegenteil, von dem, was er jeweils sagt!
    Und Trump, der Möchtegern-Kumpel von Putin und US-Oligarch plaudert alles bereitwillig aus!
    Dafür würde Putin den Trottel am liebsten...
    19 30 Melden
    • Jason84 18.08.2016 19:05
      Highlight Der Herr Putin hat in Russland zustimmungswerte von 70-80%.
      Schaut nicht so aus als würden nur wenige darauf hereinfallen.
      14 10 Melden
    • rodolofo 18.08.2016 19:39
      Highlight Wer misst denn diese Zustimmungsraten?
      Und wer würde es wagen, Putin die Zustimmung zu verweigern?
      13 8 Melden
    • Fabio74 18.08.2016 20:09
      Highlight @Jason: Ist in jeder Diktatur so..
      13 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thomas F. 18.08.2016 15:34
    Highlight Das gefährliche ist, dass Putin einen enormen Rückhalt in der Bevölkerung in Russland hat und die Bevölkerung nicht merkt, wie sie manipuliert wird. Zum Glück ist in den USA die Wahl von Trump noch in weiter Ferne. Die schweigende Mehrheit kann dieses Trauerspiel an Demokratie noch beenden.
    52 36 Melden
    • Fabio74 18.08.2016 16:44
      Highlight @surtic: innenpolitisch wenig. Seine Gegner einsperren lassen, die Konflikte (Tschetschenien z.b.) ungelöst gelassen. Ausser Rohstoffe keine eigene Industrie aufgebaut
      Sich in Abchasien/ Südossetien, Ostukraine/Krim, Transnistrien eingemischt
      31 14 Melden
    • Stachanowist 18.08.2016 17:11
      Highlight @ Fabio

      "Ausser Rohstoffe keine eigene Industrie aufgebaut"

      In der Tat wäre mit den Ölgeldern eine weitaus klugere Wirtschaftspolitik möglich gewesen. Dennoch ist dein Fazit zur russischen Ökonomie unter Putin m.E. undifferenziert.

      Beispielsweise ist Russland seit 2015 der grösste Weizenexporteur:

      http://de.statista.com/statistik/daten/studie/262309/umfrage/groesste-weizenexporteure-weltweit/

      Ausserdem haben sich die russischen Software-Exporte in den letzten Jahren verdoppelt:

      https://rbth.com/science_and_tech/2016/01/12/russian-software-is-conquering-the-world_558643
      22 8 Melden
    • ElendesPack 18.08.2016 17:14
      Highlight Fabio: Die Rohstoffverwertung und der Abbau davon sowie die Modernisierung dieser Bereiche sind durchaus Industrien. Ausserdem sehe ich nicht ein, wieso es für ein Land schlecht sein sollte, wenn es durch seine Rohstoffe Wirtschaftswachstum bewirken bzw. das BIP steigern kann.
      7 9 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • NWO Schwanzus Longus 18.08.2016 15:32
    Highlight Ach, jede Berechtigte Clinton-Kritik ist jetzt Verschwörung? Zudem sagte der STRATFOR-Analyst Friedmann das der Maidan wohl der offensichtlichste Putsch der Geschichte war. Clinton ist in den USA extrem unpopulär man stellt sie zurecht mit Satan gleich. Es gibt viele Autokleber mit Clinton-Satan Sprüchen draif. Und so eine soll die USA Führen?Übrigens es war Bill Clinton der den Krieg zurück nach Europa brachte in dem
    37 57 Melden
    • rodolofo 18.08.2016 15:58
      Highlight Soso, man stellt sie also zurecht mit dem Satan gleich...
      Interessant...
      Das sagt ja einiges über Dich aus...
      Zum Glück weiss ich nicht, wo Du wohnst.
      Und ich will es auch nicht wissen.
      36 26 Melden
    • Fabio74 18.08.2016 16:47
      Highlight Es gibt einen Haufen Evangelikalee *** die alles für Satan halten was nicht ihrem Lebenswandel entspricht. Unterstützt durch die entsprechenden Medien. Also weder repräsentativ noch neu
      30 9 Melden
    • NWO Schwanzus Longus 18.08.2016 17:27
      Highlight Es ist nicht evangelikalen, sondern von ganz normalen Amerikanern. Wie ihr das jetzt als Fundamentalistisch abtut.
      7 20 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stachanowist 18.08.2016 15:26
    Highlight Über Vajnos "Nooskop" macht sich die russ. Internetgemeinde schon seit Tagen lustig. Für alle, die des Russ. mächtig sind hier der Blog, der die Geschichte entdeckt hat:

    http://redsol.ru/887/nooskop-velikoe-izobretenie-novogo-glavy-ap

    Den Link Vajnos zum Ultranationalismus sehe ich jedoch im Artikel nicht wirklich hergestellt. Globale Dominanz reicht als Argument nicht aus; diese ist letztlich das finale Ziel jeder Geopolitik von grösseren Mächten. Haben Sie ultranat. Aussagen Vajnos als Beleg, Herr Löpfe?

    Meines Erachtens ist Vajno ein Lakai, der eingesetzt wurde, um Ivanov abzusägen.
    40 5 Melden
    • Stachanowist 18.08.2016 15:48
      Highlight Etwas Hintergrund zu Vajno: Er stammt aus einer estnischen Diplomatendynastie, hat an der Moskauer Diplomatenschmiede MGIMO studiert und bis dato als Zahnrädchen im Verwaltungsapparat vor allem Protokolle geschrieben. Er ist ein politisches Nichts.

      Portnikov, ein ukr. Majdan-Anhänger & Russlandkritiker, sieht in Vajno das "Pferd des Caesaren" und interpretiert die Ernennung als Zeichen Putins an die anderen Kremlgrössen, dass sie jederzeit durch einen No-Name ersetzt werden können.

      Dass Vajnos krude Ideen in die Kreml-Politik einfliessen werden, hält selbst Portnikov für ausgeschlossen.
      36 5 Melden
    • Philipp Löpfe 18.08.2016 15:50
      Highlight Ich verlasse mich im Fall von Vajno auf die Angaben von Marsha Gessen.
      15 43 Melden
    • Stachanowist 18.08.2016 15:59
      Highlight @ Löpfe

      In Gessens Artikel taucht das Wort "Nationalist" oder ähnliches nicht auf.

      Ich bezweifle darüber hinaus, dass M. Gessen ihren Artikel auf der Lektüre & Studie von Vajnos Publikationen aufbaut. Vajnos krudes Buch wurde am 14. August durch den oben von mir angeführten Blogeintrag bekannt. Am 15. August veröffentlichte Gessen ihren Artikel dazu.

      Ich bezweifle, dass sie in der kurzen Zeit das Buch beschafft, gelesen und in einen Artikel verwandelt hat. Ihr Artikel verarbeitet in erster Linie den Blogeintrag und ist nicht gerade kenntnisreich hinsichtlich Vajno, sondern ein Blog-Digest.
      39 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 18.08.2016 15:24
    Highlight Gegen diese erzkonservativen, ultranationalistischen Polit-Monster in Diensten von Trump und Putin kommen mir unsere rechtsnationalen, ultrareaktionären Politiker von der rechten Front wieder wie liebe Chorknaben vor!
    35 30 Melden
    • Lowend 18.08.2016 15:59
      Highlight Welch Wunder, wie bei allen andern Artikeln kommt einer, der die Diskussion auf die Ebene der persönlichen Diffamierung drücken will. Ein echter Troll eben und das coole ist einzig, dass die echten Eidgenossen mich nicht mehr nach Sibirien, sondern nun nach Syrien schicken wollen.
      Momou, ächt kreativ!
      38 18 Melden
  • WolfCayne 18.08.2016 15:23
    Highlight Guter Artikel! Kleines Korrigendum:
    Sambo - der sowjetische(n) Kriegskunst Pediga - Das für Hunde heisst Pedigree
    6 15 Melden
  • giandalf the grey 18.08.2016 15:23
    Highlight Well... Fuck.
    21 5 Melden
  • Michael Scofield 18.08.2016 15:22
    Highlight Weshalb sollte 9/11 nicht von den Amerikanern inszeniert gewesen sein? Fast alles spricht für eine Eigeninszenierung.
    36 35 Melden
    • Sapere Aude 18.08.2016 16:00
      Highlight Nehmen Sie Ockhams Rasiermesser, eine Operation unter falscher Flagge in diesem grossen Ausmass ist äusserst schwierig geheim zuhalten. Was durchaus im Bereich des möglichen liegt ist, dass die USA den Anschlag zugelassen hat.
      23 8 Melden
    • rodolofo 18.08.2016 16:41
      Highlight Dass es die Amis selber waren, glaube ich nicht.
      Aber vielleicht wollten sie 9/11 nicht unbedingt verhindern...
      Die Informationen vom Geheimdienst über Terroristische Aktivitäten waren zwar, verschwanden aber vorübergehend in einer Schublade...
      In welcher Schublade die Geheimen Informationen vom Geheimdienst zwischengelagert wurden, bleibt natürlich geheeeeeimmm!
      11 2 Melden
  • smoking gun 18.08.2016 15:20
    Highlight Sehr geehrter Herr Löpfe. Ich hab wirklich nicht gewusst, dass die "Süddeutsche" eine faschistoide Hetzseite ist.

    Weil diesen Artikel habe ich dort entdeckt:

    http://www.sueddeutsche.de/politik/us-praesidentschaftswahl-die-multi-millionen-deals-von-bill-und-hillary-clinton-1.3116462

    Ich werde die "Süddeutsche" künftig meiden.
    33 9 Melden
  • Firefly 18.08.2016 15:08
    Highlight Pediga --> Pegida
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