Wirtschaft
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epa05653583 Steven Mnuchin, a contender for the position of Secretary of Treasury of the USA under the administration of US President-elect Donald Trump, speaks to reporters as he arrives at the Trump Tower, in New York, NY, USA, 30 November 2016.  EPA/ALBIN LOHR-JONES / POOL

Vom Geier-Kapitalisten zum Finanzminister: Steve Mnuchin. Bild: EPA/ABACA USA POOL

Führt Trump die USA in einen Crony Capitalism, eine Vetterliwirtschaft?

In Russland und China sind bereits Oligarchen an der Macht. Auch Donald Trump umgibt sich mit superreichen Powerbrokern.



Trumps Regierungsmannschaft

Im Wahlkampf hat Donald Trump gegen die Wall Street und Hedge Funds gewettert. Jetzt besetzt er die Schlüsselpositionen seiner Regierung mit Männern aus diesem Milieu.  

Steve Mnuchin war zwölf Jahre lang bei Goldman Sachs

Das jüngste Beispiel ist Steve Mnuchin. Er soll neuer Finanzminister werden. Mehr Wall-Street-Insider als Mnuchin geht nicht: Sein Vater war Partner bei Goldman Sachs. Er selbst hat als Trader zwölf Jahre lang bei der legendären Investmentbank gearbeitet – die Trump wohlgemerkt als Sinnbild des bösen Globalismus gebrandmarkt hat.  

«In Amerika hat soeben eine bisher einmalige Ära der Korruption an der Spitze begonnen.»

Paul Krugman

Mnuchin war nicht nur ein erfolgreicher Trader, er wurde danach ein so genannter «Vulture Capitalist», eine Spezies, die noch verhasster ist als Banker. Unter «Geier-Kapitalisten» versteht man nämlich Investoren, die in Not geratene Unternehmen zu einem Spottpreis aufkaufen, sie aufmotzen und dann mit einem satten Gewinn wieder verhökern. Mit anderen Worten: Sie bereichern sich am Leid der anderen.  

Wilbur Ross hat United Steel für ein Schnäppchen gekauft

Zum engsten Kreis um Trump gehört auch Wilbur Ross. Er soll Handelsminister werden. Als Geier-Kapitalist hat er Milliarden verdient, beispielsweise mit dem Kauf von United Steel für einen Spottpreis, kurz bevor George W. Bush einen Strafzoll für Stahlimporte in der Höhe von 30 Prozent erliess.  

«In der Welt des Crony Capitalism kann nur, wer über politische Macht verfügt, diese auch gegen Reichtum eintauschen.»

Minxin Pei

Ross vertritt abenteuerliche ökonomische Theorien. Er ist überzeugt, dass ein Handelsdefizit aus Prinzip ein Zeichen der Schwäche für eine Volkswirtschaft ist. Deshalb ist er ein Befürworter von protektionistischen Massnahmen. Selbst das erzkonservative «Wall Street Journal» geht auf Distanz und bezeichnet das Handelsministerium als «Sumpf des Crony Capitalism».  

Was genau ist Crony Capitalism? Es ist eine Vetternwirtschaft der besonderen Art, in der nicht bloss Schmiergelder gegen illegale Geschäfte getauscht werden. Es ist ein System, in dem verschiedene Gruppen organisiert zusammenarbeiten.

Trump superreiche Freunde

In seinem Buch «China’s Crony Capitalism» schreibt Minxin Pei, dass diese Art von Korruption viel zerstörerischer sei als individuelle Korruption. «Denn dieses Verhalten zerstört das organisatorische und normative Netz des Staates, ist schwer zu entdecken und produziert grössere finanzielle Gewinne für seine Teilnehmer.»  

Crony Capitalism ist in ehemals kommunistischen Staaten weit verbreitet

Vor allem ehemalige kommunistische Staaten sind anfällig für Crony Capitalism, denn das Privatisieren des ehemaligen Volksvermögens bietet reiche Beute. Ruchlose Oligarchen arbeiten Hand in Hand mit der Mafia und den Männern, die an den Schalthebeln der staatlichen Macht sitzen. Nochmals Minxin Pei: «In der Welt des Crony Capitalism kann nur, wer über politische Macht verfügt, diese auch gegen Reichtum eintauschen.»  

Die USA sind weder Russland noch China. Nach wie vor gibt es einen Rechtsstaat und eine intakte Zivilgesellschaft. Trotzdem mehren sich die Anzeichen, die auf einen Crony Capitalism hindeuten:

epa05634156 A billboard by pro-Serbian movement shows the image US President-elect Donald Trump and Russian President Vladimir Putin as a truck drives past in the town of Danilovgrad, Montenegro, 16 November 2016. Presidents Donald Trump and Vladimir Putin spoke by phone of better relations in the future between Washington and Moscow on 15 November.  EPA/BORIS PEJOVIC

Serbische Nationalisten in Montenegro feiern das Duo Trump/Putin. Bild: BORIS PEJOVIC/EPA/KEYSTONE

Donald Trump bewundert Wladimir Putin, den klassischen Vertreter dieser Wirtschaftsform. Er hat zwar nun erklärt, er wolle sich aus seinen geschäftlichen Aktivitäten zurückziehen, doch dieses Versprechen wirkt wenig glaubwürdig. Trump hat bisher bewiesen, dass er keinerlei Scham hat, private und staatliche Interessen miteinander zu vermischen.  

Lässt Trump jetzt seine Kumpels an die Honigtöpfe?

Besorgnis erregend ist die Art und Weise, wie Trump seine Investitionen in die Infrastruktur – er hat eine Billion Dollar versprochen – finanzieren will. Anstatt dies wie üblich über Staatsanleihen zu tun, will er mit Steuervorteilen privates Kapital anlocken. Für seine Kumpels wird dies ein blendendes Geschäft werden. Sie müssen bloss 18 Cent pro Dollar einsetzen.  

«Sich selbst zu bedienen wird zur Norm der neuen Regierung werden», warnt deshalb Paul Krugman in der «New York Times». «In Amerika hat soeben eine bisher einmalige Ära der Korruption an der Spitze begonnen.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • malu 64 30.01.2017 12:58
    Highlight Highlight Die grossartigsten Abzocker, stehen dem grössten Psychopathen ever zur Seite. Für lächerliche 100'000.- Dollar im Jahr und einem
    unberechenbaren Chef? Entweder sind diese
    Neureichen ebenfalls geistig beschädigt, sind
    extreme Masochisten oder werden durch neue
    politische Regulierungen ihre Millionen vermehren.
    2 0 Melden
  • chicadeltren 03.12.2016 13:03
    Highlight Highlight Haha. Guter Witz. Als wäre nicht schon längst die ganze Welt im "crony capitalism". Dafür brauchts keinen Trump. War ja eigentlich auch einer der Hauptgründe, weshalb Clinton so gehasst wurde...
    29 5 Melden
  • (M)eine Meinung 02.12.2016 21:34
    Highlight Highlight Quelle Daniele Ganser:
    "Im April 2014 berichtete BBC mit Bezug auf eine Studie der Uni Princeton (Autoren Prof Martin Giles und Benjamin Page), dass die USA eine Oligarchie, keine Demokratie sind. Die USA werden durch reiche und mächtige Eliten dominiert."
    Oligarchie = Herrschaft von Wenigen (oligoi)
    Jimmy Carter (demokrat Präsident USA 77-81) beklagte 2015, dass die USA von einer Demokratie zu einer Oligarchie gewandelt ist. Zitat JC: "Alle Präsidentenkandidaten müssen min. über 200-300mio$ verfügen." Er würde heutzutage nicht wieder Präsident werden können.
    Berichte doch mal davon Löpfe!!!
    50 3 Melden
  • Thinktank 02.12.2016 17:38
    Highlight Highlight Und wo ist der Unterschied, wenn BR Leuthard die Verlagshäuser mit Gebührengeldern beschenkt, damit sie gute Service Public Presse machen?
    15 40 Melden
  • rodolofo 02.12.2016 16:38
    Highlight Highlight Die "Vetterliwirtschaft" im Kapitalismus ist an sich nichts Neues. Das hat es schon immer gegeben, nach dem Prinzip "Die eine dreckige Hand wäscht die andere dreckige Hand".
    Neu aber ist, dass unverfrorener "Ego-Shooter" es nicht einmal mehr für nötig halten, ihrer Wählerschaft eine Autorität schaffende Vorbildlichkeit vorzuleben, oder wenigstens hinterlistig vorzugaukeln!
    Ein Grossteil der US-Amerikanischen Wählerschaft ist heute bereit, ihrem Anführer alles zu verzeihen, wenn dieser verspricht, mit der Opposition kurzen Prozess zu machen!
    Und DAS erschreckt uns zutiefst und völlig zu Recht.
    46 10 Melden
    • FrancoL 02.12.2016 18:43
      Highlight Highlight Nicht nur die amerikanische Wählerschaft, auch ein guter Teil der schweizer Wähler verzeihen den Leittieren alles. In Italien ist das seit der Berlusconi ebenfalls so und ich denke dass diese früher oder später in fast allen EU-Ländern so sein wird.
      Der Mecano ist einfach: Schuldigen bezeichnen, diesen zum Thema machen, diesen überall zu suchen und zu orten, anprangern, schuldig sprechen, schauen dass man sich auf den Schuldigen konzentriert und im Schatten dieser Politik sich bedienen.
      29 2 Melden
    • rodolofo 03.12.2016 07:40
      Highlight Highlight Ich habe den Eindruck, dass weltweit eine Art Inquisition stattfindet, bei der die Anführer und Kader einer Rechtsnationalen Kirche, zusammen mit einem aufgewiegelten Lynchmob besorgter Wutbürger Jagd machen auf aufgeklärte WissenschaftlerInnen, Medienschaffende, KünstlerInnen und Querdenker, Ausländer, Minderheiten und einen Teil der Politischen Opposition, den sie als Linke bezeichnen.
      Während Du und ich gegen das Wort Links nichts einzuwenden haben, ist diese Bezeichnung für die Gläubigen Rechtsnationaler Sekten ein Synonym für Satanisch.
      FDP-Mitglieder werden als Verräter gebrandmarkt...
      34 5 Melden
    • FrancoL 03.12.2016 10:02
      Highlight Highlight @rodolfo; Ja wie üblich ist Deine Umschreibung lesenswert und trifft ins Schwarze.
      Das Hauptproblem ist für mich aber nicht die die Sektenführung sondern der WUTBüRGER. Ich mache hier ein Beispiel: Während vor 20-30 Jahren der Verlierer einer auf die Reichen zugeschnittenen Wirtschaft eine breite Palette an Schuldigen sah und durchaus in der Lage war den Schuldmechanismus zu hinterfragen ist heute ein Wutbürgertum unterwegs der nicht erkennen mag dass der seine Henker schützt und hätschelt. Die Rechtsnationale Propaganda hat da optimale Arbeit bei der Verschleierung der Tatsache geleitet.
      23 3 Melden
  • gnp286 02.12.2016 15:58
    Highlight Highlight Jeder Präsident lässt seine Kumpels an die Honigtöpfe. So funktioniert das System. Ist nichts neues... Die ganze Administration wird mit Leuten besetzt, welche beim Wahlkampf unterstützung geboten haben oder sonst schon aus der Lobby kommen.

    Zum Kotzen ists trotzdem. Massiv.
    25 10 Melden
    • FrancoL 02.12.2016 18:46
      Highlight Highlight So einfach kann man diese neue Dimension der Bereicherung nicht abtun.
      Es spielt für mich schon noch einen Rolle wieviel da aus den Honigtöpfen genommen wird.
      Es gibt für mich immer noch einen Unterschied zwischen viel, mittel und wenig.
      20 1 Melden
    • gnp286 03.12.2016 00:28
      Highlight Highlight Wo steht geschrieben, dass es mehr sein wird? Es war genau das gleiche bei Obama, Bush jr., Billyboy, Bush senior........ So funktioniert das System bei den Amis: Hilfst Du mir beim Wahlkampf (oder what ever), gibts einen Posten für dich. Da reiht sich der Donald bestens ins Schmierentheater ein. Nur wird mehr darauf rumgeritten, seitens der Medien, was ich eigentlich voll okay finde.
      10 9 Melden
    • FrancoL 03.12.2016 09:54
      Highlight Highlight Wenn man die Einsetzung der "Berater" und "Minister" durch Trump etwas genauer unter die Lupe nimmt und dazu noch das Monsterprogramm für die Infrastruktur mit der angedachten Finanzierung betrachtet dann kann man mit etwas gutem Willen durchaus einen klaren Unterschied zu seinen Vorgängern bei der Dimension der Honigtopfverteilung erkennen.

      Wenn Sie dass nicht so sehen dann ist es eben eine Frage der Perspektive. Mir scheint der Unterschied eklatant.
      14 1 Melden
  • Yippie 02.12.2016 14:42
    Highlight Highlight Frage zum Abschnitt mit den Infrastrukturinvestitionen:

    Ist dieses Konzept wirklich so schlecht?
    Ohne dieses Konzept nimmt der Staat zuerst die 1 Billion Steuereinnahmen entgegen und gibt sie danach für die Infrastruktur aus.
    Mit dem Konzept fliesst 1 Billion in die Infrastruktur durch die Unternehmen, wovon sie jedoch 82% als Steuervergütung bekommen. Sie müssen danach aber noch 18% Steuern zahlen. Der Staat erhält somit die Infrastruktur für 1 Billion und dazu noch 120 Mrd an steuern.

    Hab ich einen überlegungsfehler?
    13 14 Melden
    • Philipp Löpfe 02.12.2016 14:58
      Highlight Highlight Ja, aber innerhalb eines Kommentars kann ich dir das nicht erklären. Grundsätzlich geht es darum, dass die Privaten Steuergeschenke erhalten und die Steuerzahler dafür haften müssen.
      41 7 Melden
    • Yippie 02.12.2016 16:56
      Highlight Highlight Wäre doch ein schönes Thema für einen Artikel :)
      20 1 Melden
  • Linus Luchs 02.12.2016 14:10
    Highlight Highlight In den USA und der Schweiz läuft es im Grunde genau gleich. Ein Milliardär und seine Kettenhunde geifern gegen Fremde, die Globalisierung, das Establishment, internationales Recht und so weiter, um die Stimmen der Abgehängten und Verängstigten einzufangen. Sind sie dann an Macht, geht es vor allem darum, die Reichen auf Kosten der breiten Bevölkerung noch reicher zu machen, im Bündnis mit dem Establishment.
    92 9 Melden
    • piedone lo sbirro 02.12.2016 14:20
      Highlight Highlight @linus luchs

      kompliment, treffender kann man es kaum beschreiben.
      50 5 Melden
    • E. Regiert 02.12.2016 15:46
      Highlight Highlight Komisch. Genau das passierte während der letzten 30 Jahre, aber der tierliebende Milliardär war nie Gebieter über die Schweiz.
      War es nicht ein gewisser Bundesrat Merz, der das Volk anlog, um die Unternehmensreform II durchzubringen, was die reichen reicher und die Armen ärmer machte? War das nicht ein gewisser Altbundesrat Villiger, der kaum aus dem Amt verabschiedet, sich zum Schosshündchen der UBS machte und fleissig dafür lobbyierte, die UBS mit Steuergeldern zu retten?
      Ach ja! Sind die beiden nicht von der FDP?
      36 15 Melden
  • smoking gun 02.12.2016 13:45
    Highlight Highlight Dass die USA von Oligarchen kontrolliert wird, ist nun wirklich nichts Neues. Ob Trump oder Clinton, an den wirklichen Machtverhältnissen in den USA ändert sich nicht viel. Ja man kann sagen, dass eigentlich nur eine Partei angetreten ist und diese Partei hat drei Kandidaten vorgeschlagen. Einer der drei (Sanders) wurde ziemlich schnell ausgemustert, weil zu extrem. Nun ist halt Trump Präsident geworden. Ja, ich meine dieses ominöse "eine Prozent", das die Welt regiert. Dort orte ich das Problem. Was wir wirklich brauchen ist eine ernsthafte Debatte über einen neuen Gesellschaftsvertrag.
    38 7 Melden
    • E. Regiert 02.12.2016 16:00
      Highlight Highlight Der neue Gesellschaftsvertrag wird nur durch eine radikale Umverteilung allen Besitzes entstehen. Das geht nur über eine grausame Revolution, wo jeder sich mit hemmungsloser Gewalt nimmt, was er kriegen kann. Erbdynastien zerfallen, wenn kein Erbe mehr lebt. Danach sind nicht mehr die Erben reich, sondern die Brutalen. Die anderen sind dann tot / versklavt. Ich nenne das darwinistische Gerechtigkeit.
      Von Zeit zu Zeit passiert das unweigerlich. Im Grunde genommen ist das so, weil es seit mindestens 10000 Jahren schon zuviele Menschen gibt und jeder den Boden verteidigen muss, der ihn ernährt.
      6 23 Melden
  • zombie woof 02.12.2016 12:45
    Highlight Highlight Selbstverständlich wird Trump Vetterliwirtschaft betreiben, und das in einer Art und Weise wie es wohl vor ihm noch kein Präsident gemacht hat. Trump hat sowieso das Gefühl, mit dem erreichen des Präsidialamtes einen Freipass bekommen zu haben. Wir alle werden uns noch die Augen reiben....
    35 8 Melden
  • trio 02.12.2016 12:32
    Highlight Highlight Jetzt können wir sehen, was das amerikanische System wert ist. Die Schweiz hat ihren "Trump" (2004-2007) glücklicherweise relativ unbeschadet überstanden.
    36 13 Melden
    • rodolofo 02.12.2016 16:47
      Highlight Highlight Freu Dich nicht bloss nicht zu früh!
      Einer, der sich über Trump Wahlsieg freute, wie ein kleiner Rotzbengel, trägt immer einen steifen Anzug, eine Hornbrille und eine Scheitelfrisur...
      und er ist der neue Shooting-Star der Intellektuellenhasser-Partei. Endlich mal ein Intellektueller, der die richtigen Dinge etwas geschliffener sagt, welche das Volk an den unzähligen Stammtisch-Think-Tanks im Qualm der letzten Widerstandsbester gegen das allgemeine Rauchverbot (Diktatur der linken Xundi-Fanatiker!) ausgebrütet hat!
      (Achtung: Dieser Beitrag kann Postfaktische Ironie enthalten!)
      29 5 Melden
    • qolume 02.12.2016 19:11
      Highlight Highlight Postfaktische Ironie 😂😂😂😂
      12 1 Melden
  • Yes. 02.12.2016 12:18
    Highlight Highlight "Führt Trump die USA in einen Crony Capitalism?" 😂😂😂 Hochproftiable Ölkonzerne erhalten Milliarden an Subventionen, eine Verschärfung der Waffengesetze oder weniger Militärausgaben sind undenkbar, da die Waffen- und Rüstungsindustrie eine Mehrheit der Politiker gekauft hat, die Ölindustrie schafft es, dass die Partei, die momentan alle Staatsgewalten kontrolliert, den Klimawandel nicht einmal anerkennt.
    Es gibt unzählige weitere Beispiele.
    "Crony Capitalism" ist schon seit Jahrzehnten im Gange.
    41 2 Melden
  • Shin Kami 02.12.2016 11:59
    Highlight Highlight Tja da habt ihr den Mann der kleinen Leute, na viel spass.
    32 4 Melden
  • N. Y. P. D. 02.12.2016 11:49
    Highlight Highlight Sehr guter Beitrag, Herr Löpfe.
    Statt sich darüber aufzuregen, was für einen Kommunikationsstil Trump pflegt, sollte der Focus langsam dort sein, wohin die Reise mit Trump gehen könnte.
    Will Trump mit den Raubtierkapitalisten von Goldmann Sachs in der Regierung tatsächlich eine Deregulierung der Bankenwelt vorantreiben ?
    Also, die Fesseln, die nach der letzten Finanzkrise angelegt wurden, wieder lösen.
    Der fletschenden Pittbull (Investmentbanker etc.) wartet nur darauf, auf den globalen Finanzmärkten wüten zu dürfen.
    Fasten your seatbelts !!


    81 17 Melden
  • piedone lo sbirro 02.12.2016 11:43
    Highlight Highlight
    putin sowie trump sind hauptsächlich dank korruption und steuerhinterziehung reich, bzw. zu dem geworden was sie heute sind.
    wie die svp über korruption und steuerhinterziehung denkt, zeigt die tatsache das die weltwoche trump und putin praktisch wöchentlich lobpreist.
    vetterliwirtschaft ist generell bei unseren bürgerlichen parteien nichts unbekanntes, schliesslich wehren sie sich seit jahren erfolgreich gegen eine offenlegung der parteienfinanzierung.
    119 25 Melden
    • Träumerei 02.12.2016 12:06
      Highlight Highlight Kann ich Quellen zu Trump bezüglich Steuerhinterziehung und Korruption haben?
      17 37 Melden
    • Pana 02.12.2016 15:01
      Highlight Highlight Quellen? Ist ein bisschen schwierig, da sich Trump weigert, seine Steuererklärung zu veröffentlichen. Natürlich hat er nichts zu verstecken.
      40 8 Melden
    • Träumerei 02.12.2016 16:14
      Highlight Highlight @Pana Es gibt also keine Quellen für die Behauptungen? http://
      9 28 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 02.12.2016 11:18
    Highlight Highlight Wieder ein typischer Löpfe Artikel, da weit an der Realität vorbei. Die USA sind nämlich schon längst da und wer denkt, dass es bei uns anders aussieht, soll endlich aufwachen.
    55 108 Melden
    • Louie König 02.12.2016 11:45
      Highlight Highlight War so klar, dass wieder ein Pseudoexperte dazu kommt und mit der "typisch Löpfe"-Keule um sich schwingt. Witzig finde ich, dass du dir ja direkt selbst widersprichst, merkst du das überhaupt? Einerseits "weit an der Realität vorbei", nächster Satz, "die USA sind schon längst da". Ist das dann also NICHT die Realität, wenn es schon so ist? Und beleg doch mal deine Aussage. Nimmt mich wunder, wo das schon genau so läuft.
      115 22 Melden
    • Posersalami 02.12.2016 12:45
      Highlight Highlight Das die USA eine Oligarchie sind, sagt zB. Jimmy Carter (
      Play Icon
      ). Man könnte auch die Studie der Princeton University nehmen (http://www.bbc.com/news/blogs-echochambers-27074746), um nur zwei Beispiele zu nennen. Man könnte auch selber recherchieren und nachsehen, wer der 1000 einflussreichsten US Bürger nicht aus der reichen Oberschicht kommt. Wenn man das gemacht hat kann man die Übung für Deutschland oder Frankreich wiederholen, das Resultat wird EXAKT das selbe sein. Viel Spass
      24 4 Melden
    • Posersalami 02.12.2016 12:47
      Highlight Highlight Darum ist der Artikel hier wieder nichts wert. Trump kann die Vetterliwirtschaft nicht einführen, sie ist seit Jahrzehnten Realität in den USA. Europa ist da nicht viel anders und ja, in der Schweiz sieht es auch nicht viel besser aus.
      23 10 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stachanowist 02.12.2016 11:10
    Highlight Highlight Das Bild des Plakats ist zusammen mit der Bildunterschrift irreführend. Dieses Foto wurde in Montenegro aufgenommen, was unschwer am Strassenschild "Manastir Ostrog" zu erkennen ist. In4S ist ein montenegrinisches Newsportal. Dennoch ist die Bezeichnung "serbische Nationalisten" nicht falsch, weil das In4S an die serbische Minderheit in Montenegro adressiert ist und in der Tat eine nationalistische Linie fährt.

    Bild und Bildkommentar sind dennoch irreführend, weil eine Mehrheit der Leser denken wird, dass dieses Plakat in Serbien steht. Eine Präzisierung würde mich sehr freuen.
    56 10 Melden
    • phreko 02.12.2016 11:43
      Highlight Highlight Who care's? Hab nirgends gelesen, dass das Plakat in Serbien steht.
      13 38 Melden
    • Stachanowist 02.12.2016 11:54
      Highlight Highlight @ phreko

      Ich mag Bildlegenden, die den Leser nicht zu falschen Schlüssen führen. Vor allem bei Fotos, die auf der Startseite einer tausendfach geklickten Newspage prangen. Da könnte man durchaus etwas Genauigkeit erwarten.

      Sorry, falls Sie diese meine Haltung irritiert.
      54 1 Melden
    • Datsyuk * 02.12.2016 13:24
      Highlight Highlight Stachanowist, danke für den Hinweis. Deine Haltung sollte nicht irritieren..
      21 1 Melden

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