Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
https://classic105.com/wp-content/uploads/bfi_thumb/Rambo-2y9dhrnaxhx11syt8y2j9m.jpg rambo I sylvester stallone

Silvester Stallone als Rambo: Im Krieg sind Männer noch Männer.

Trump, Putin, Erdogan – die Machos sind auf dem Vormarsch: Ist es den Männern ganz einfach zu langweilig geworden?

Wohlstandsfaschismus Teil 2: Die starken Männer mit faschistischen Neigungen sind überall auf dem Vormarsch. Die archaische Kriegsleidenschaft des Mannes bricht wieder durch.

25.05.16, 11:57 26.05.16, 12:01


Wien wird abwechselnd mit Zürich zur Stadt mit der höchsten Lebensqualität der Welt erkoren. Österreichs Wirtschaft brummt – und trotzdem: Am vergangenen Wochenende haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger beinahe einen Mann zum Präsidenten gemacht, der offen mit Deutschtümelei und Rassismus kokettiert und einer Partei angehört, die niemals ihre faschistische Vergangenheit aufgearbeitet hat.  

«Die entwickelten Demokratien sind  gigantische Fehlkonstruktionen, die laufend Krisen und Katastrophen erzeugen.»

Wolfgang Koschnik

Donald Trumps triumphaler Aufstieg fällt in eine Zeit, in der die Arbeitslosenquote unter fünf Prozent gefallen ist – das gilt in den USA als Vollbeschäftigung – und in der erstmals seit langem die Löhne wieder steigen. Die Briten werden in rund einem Monat möglicherweise einem Austritt aus der EU beistimmen. Wirtschaftliche Gründe dafür gibt es keine, im Gegenteil, alle führenden Ökonomen und Manager warnen ausdrücklich vor einer möglichen Rezession als Folge.

Chairwoman of the anti-immigration party Alternative for Germany (AfD) Frauke Petry is pictured during the second day of the AfD party congress in Stuttgart, Germany, May 1, 2016. REUTERS/Wolfgang Rattay

Neuer Stern am rechten Himmel: AfD-Chefin Frauke Petry. Bild: WOLFGANG RATTAY/REUTERS

Starke Männer – und ein paar Frauen

Ganz bitter sieht es im Osten aus. Putin, Orban, Kazinsky, Fico: Überall sind starke Männer am Ruder. Sie verbreiten faschistoides und nationalistisches Gedankengut. In der Türkei hat sich derweil Recep Erdogan mehr oder weniger zum Alleinherrscher gemacht. Frankreich und Deutschland unterscheiden sich von diesen Ländern nur in einem Punkt. Dort hetzen Frauen, Marine le Pen beim Front National und Frauke Petry bei der AfD. In der Schweiz schlägt die neue SVP-Generation Töne an, die bis zur Jahrhundertwende noch undenkbar waren.  

Angst vor Flüchtlingen, Backlash gegen die Globalisierung und der technische Fortschritt sind die meist genannten Gründe für diese Entwicklung. Das trifft zweifellos zu einem guten Teil zu. Der westliche Mittelstand fühlt sich von Feinden umzingelt, sieht seinen Arbeitsplatz in Gefahr und lebt in Panik, in prekäre Zustände abzugleiten. Die vulgär-marxistische Formel von «das Sein bestimmt das Bewusstsein» greift jedoch zu kurz. Letztlich wird der moderne Wohlstandsfaschismus von Irrationalität befeuert.

epa04854951 Young Hondurans wearing traditional costumes participate in the Day of  Lempira festivities in Gracias village, Honduras, 20 July 2015. The Indigenous Lenca people of Honduras celebrate their chieftain Lempira (Lord of the Mountain) who unified warring tribes in the early 16th century against the Spanish conquistadores. Lempira day is now a national holiday in Honduras.  EPA/GERMAN REYES

Lenca-Indianer in Honduras feiern ihren Häuptling.
Bild: EPA/EFE

Seit es Menschen gibt, führen sie Krieg. Die Stammesgesellschaften hatten sogar eine «leidenschaftliche Liebe zu Krieg», wie es der französische Pierre Clastre formuliert hat. Weil es nichts zu erobern gab, hatten die Kriege der Stammesgesellschaften jedoch kaum wirtschaftliche Gründe. Es ging vielmehr darum, die Herrschaft der Männer über die Frauen zu sichern, die Gemeinschaft der Männer untereinander zu stärken – und die Langweile zu überwinden.  

Der grosse Langeweile der jungen Männer

All diese Elemente finden wir in der modernen Gesellschaft wieder. Über die Verunsicherung der Männer sind reihenweise Bücher geschrieben und Studien verfasst worden, ebenso über die zunehmende Vereinsamung der Menschen. In der modernen Gesellschaft breitet sich die Langeweile aus, vor allem bei den jungen Männern. Tiefgelegte BMWs oder Schlägereien unter Fussball-Hooligans sind bloss ein dürftiger Ersatz.

Der Soziologe Bernhard Heinzelmaier spricht in der «Süddeutschen Zeitung» denn auch Klartext:

«Der ungebildete Mann sieht sich als Opfer der Verhältnisse, weil er nicht mehr machen darf, was er will: zu schnell Auto fahren, besoffen Auto fahren. Stattdessen muss er sich um den Haushalt kümmern. Das irritiert die verblödeten Männer.»

epa04874384 Armed tribesmen shout anti-Saudi slogans during a tribal gathering to show support to the Houthi movement in Al-Rahaba district, north of Sana’a, Yemen, 06 August 2015. The Houthi rebels control most of Yemen’s major cities, though they have suffered setbacks in the south, including the port city of Aden, in recent weeks as the Saudi-led coalition stepped up airstrikes on positions held by the Houthis and allied army units across Yemen. According to the United Nations, early 4,000 people, almost half of them civilians, were killed in the conflict and airstrikes since late March.  EPA/YAHYA ARHAB

Houthi-Rebellen ziehen in den Bürgerkrieg in Yemen. Bild: YAHYA ARHAB/EPA/KEYSTONE

In der Politik sehnen sich immer mehr Menschen danach, dass endlich wieder etwas passiert. Man hat die Schnauze voll von den ewig gleichen Parteien. Selbst die Demokratie gerät immer mehr in Verruf. Wolfgang Koschnick trifft den Nerv der Zeit, wenn er in seinem Buch «Eine Demokratie haben wir schon lange nicht mehr» schreibt: «Die entwickelten Demokratien sind gigantische Fehlkonstruktionen, die laufend Krisen und Katastrophen erzeugen und nicht in der Lage sind, auch nur einfache Probleme pragmatisch und nachhaltig zu lösen.»

Mission impossible als Alternative

Die Schrecken des Zweiten Weltkrieges verblassen allmählich und machen männlichen Allmachtsfantasien Platz. Im Krieg kann auch zum Helden werden, wer nicht das Zeug zum Spitzenfussballer, Rockstar oder IT-Genie hat. Mut und die Möglichkeit, sein Leben in den Dienst einer höheren Sache zu stellen, mit Kameraden eine «mission impossible» durchziehen und dabei Familie und Vaterland zu beschützen, erscheinen so plötzlich wieder als attraktive Alternative zum drögen und grauen Alltag der modernen Gesellschaft.

Prekariat

Die grosse Transformation unserer Gesellschaft hat begonnen – darum braucht es das bedingungslose Grundeinkommen 

Wie Putin den Nationalismus entdeckte – und was das für den Westen bedeutet

Der Neoliberalismus hat ein neues politisches Monster gezeugt: Das Prekariat

Wie Sahra Wagenknecht die Marktwirtschaft retten will

Das könnte dich auch interessieren:

Diese Frauen haben etwas zu sagen – und der SVP wird dies nicht gefallen

Wieso, verdammt, find ich mich ein Leben lang hässlich?

«Dünne Menschen sind Arschlöcher»

Jetzt kommt das Gratis-Internet in den Zügen – es sei denn, du bist Swisscom-Kunde

In der Schweiz leben 2 Millionen Ausländer – aber aus diesen 3 Ländern ist kein einziger

Norilsk no fun? «Im Gegenteil», sagt Fotografin Elena Chernyshova

Wenn Instagram-Posts ehrlich wären – in 7 Grafiken

Wir haben Schweizer Eishockey-Stars verunstaltet – erkennst du sie trotzdem?

Ist Trump nun ein Faschist oder nicht?

Die 7 schlimmsten Momente, die du an einer Prüfung erleben kannst

Die Grünen sind die unverbrauchten Linken

Norilsk – no fun. Das ist Russlands härteste Stadt

«In einer idealen Welt wären Solarien verboten»

Diese Nachricht lässt jede Playstation 4 sofort abstürzen – so schützt du dich

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

55
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
55Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • StealthPanda 28.05.2016 10:35
    Highlight Was noch oft ausser acht gelassen wird ist das Krieg auch immer wieder ein Fortschritt in Technologie war. Nur als beispiele: Mikrowelle ( Radar), Flugleitsysteme ( Radar/ Funkpeilung), Raumfahrt ( Werner v. Braun V2 Rakete), Turbojet Triebwerke( Me262/ JUMO 004), Atomenergie( Chigago Pile/ Manhattan Project), Verschlüsseln ( Enigma), Entschlüsseln ( Turing Bombe( ist keine wirkliche Bombe) und Sonar ( U-Boot Abwehr). Nicht dass ich Krieg befürworte doch war es immer ein Technologischer Fortschritt der auch für die Zivilbevölkerung von nutzen war.
    5 2 Melden
    • malu 64 28.05.2016 19:47
      Highlight Atombombe=Atomkraftwerk.
      2 0 Melden
    • DerTaran 22.06.2016 08:38
      Highlight In einer Zeit, in der der Fortschritt geradezu explodiert ist dieses Argument mehr als schwach.
      7 0 Melden
  • Zeit_Genosse 27.05.2016 18:31
    Highlight Langeweile und fehlende Bildung sind schon eine toxische Mischung, die im aktivierten Sozialverbund zu einer überraschenden Bewegung werden kann. In einer friedlichen Überflussgesellschaft nicht mehr mithalten zu können, keine Perspektive mehr sehen, Angst vor dem Wohlstandsabstieg zu haben, das ist der Nährboden für "angry young mens", die nur auf eine Mission warten. Ob friedliche und reiche Wohlstandsdemokratien ein Verfallsdatum haben und implodieren können, wissen wir nicht. Uns fehlt die lange Erfahrung dazu, kamen doch immer wieder Kriege dazwischen. Belebte Entropie führt ins Chaos.
    3 0 Melden
  • Angelika 27.05.2016 08:11
    Highlight Kann keiner der schon mal RTL geschaut hat behaupten, dass es keine Gruppe der "verblödeten Männer" gebe. Natürlich gibt es auch verblödete Frauen. Beide stürzen sich mangels Intelligenz in klischiertes Verhalten, von dem sie glauben, es sei schon immer so gewesen. Also putzen, kochen und nörgeln die verblödeten Frauen und die verblödeten Männer prollieren sich durch den Alltag und fluchen gegen "den Staat", der ihnen Hartz-IV/Sozialhilfe zahlt, weil sie sich zu cool waren, in der Schule aufzupassen... (Merke: Das gilt ausschliesslich für die genannten "verblödeten", nicht für ALLE.)
    10 0 Melden
  • Rigel 26.05.2016 11:52
    Highlight Langweilig geworden? Wir Männer machen die Faust im Sack, denn unsere Gesellschaft ist auf der Überholspur welche direkt in die Dekadenz führt.

    Um dieses Blatt noch mal zu wenden, bräuchte es MACHER die etwas bewegen wollen und nicht irgendwelche Politfiguren, die nur wegen ihrem tuntenhaften Gehabe auffallen und sonst nichts zu Stande bringen.

    Wenn solche Anstrengungen erforderlich sind, dann ist Demokratie die denkbar schlechteste Staatsform. Beispiel Obama. Der wollte schon verändern, konnte aber nicht, der Kongress hat Ihn gnadenlos ausgebremst. Ein anderes politisches System muss her!
    6 16 Melden
    • Alienus 27.05.2016 00:48
      Highlight Na, etwa den Führerkult des Putinismus.

      Nicht den mit Ziegen, nein, reitend auf Braunbären, sibirischen Tigern oder verweichlichten Westbloggern.
      8 4 Melden
  • nick_the_greek 26.05.2016 09:53
    Highlight "Der ungebildete Mann sieht sich als Opfer der Verhältnisse, weil er nicht mehr machen darf, was er will: zu schnell Auto fahren, besoffen Auto fahren. Stattdessen muss er sich um den Haushalt kümmern. Das irritiert die verblödeten Männer."

    Man stelle sich einfach mal kurz vor jemand würde in diesem Ton über Frauen reden und wie die Twitter-Sphäre reagieren würde.

    Es ist anscheinend zum geschlechterübergreifenden Konsens geworden, dass Männer geistig minderbemittelt sind.
    23 11 Melden
    • The IT Guy 26.05.2016 10:33
      Highlight Nun, ich finde dieser Satz fasst das ganze ziemlich gut zusammen. Es geht hier ja auch um "verblödete Männer" und nicht um alle Männer.. I
      ch interpretiere dies jedenfalls so, wer den Satz als "alle Männer sind blöd" interpretiert, hat wohl wirklich ein Problem. :-)
      19 3 Melden
    • R&B 26.05.2016 12:29
      Highlight @nick_the_greek: Ich sehe es eher so: Männer sind an Lösungen interessiert und Frauen an Gefühlen. Männer lesen diesen Satz und denken sich "Ach was soll? Was bringt es sich darüber aufzuregen? Es entsteht 0 Schaden, wenn ich das so stehen lasse."
      6 2 Melden
  • rodolofo 26.05.2016 08:19
    Highlight Ausserdem hat die Androhung von Gewalt den Zweck, jemanden dazu zu bringen, zu gehorchen.
    Da dies (allzu) oft auch gelingt, und mit der Androhung von Gewalt Steuern und Fronarbeit erpresst werden kann, hat sich das "Krieger-Persönlichkeitsprofil" als Methode des menschlichen Überlebens evolutorisch weiter entwickelt. Der Nachteil der Krieger-Methodik ist der, dass niemand freiwillig mitmacht und dass ein Krieger ständig befürchten muss, hinterrücks abgemurkst zu werden. Ein Krieger lebt darum ständig in Angst. Angst und Agression gehören also zusammen.
    Sie sind zwei Seiten der selben Medaille.
    5 1 Melden
  • rodolofo 26.05.2016 08:12
    Highlight Ich glaube, das Problem liegt nicht nur beim Testosteron-gesteuerten, relativ agressiven Verhalten der männlichen Natur, die wir auch bei einem Schafbock beobachten können. Eine weitere Schwierigkeit liegt paradoxerweise in unseren geistigen Fähigkeiten, die uns von den übrigen Säugetieren abhebt.
    Wir können uns vorstellen, in den Krieg zu ziehen, und in diesen Phantasien fühlen wir uns stark und heldenhaft wagemutig. Die Realität ist dann aber so, dass wir nicht kleine "Boboos" erleiden, die ja auch schon ziemlich weh tun, sondern grässlichste Verletzungen, die höllisch schmerzen!
    6 2 Melden
  • malu 64 25.05.2016 23:07
    Highlight Damit der Menscheit am wenigsten zustößt, sollte man
    die drei Idioten in einen umzäunten Boxring sperren.
    Anschließend sollten sie mit den
    blossen Händen gegeneinander
    kämpfen. Der Sieger ist ganz einfach der Bessere. Basta.
    4 9 Melden
    • StealthPanda 28.05.2016 09:46
      Highlight Dann währe der Beste Putin. KGB- Offizier ( Spionage Ausbildung dh. Nahkampf Ausbildung und Ausbildung aller erdenklichen Schusswaffen) und schwarzer gürtel in Taekwondo. Währe somit eine schlechte Lösung bzw. sehr unsportlich.
      1 1 Melden
  • opwulf 25.05.2016 15:49
    Highlight Interessant und provokativ wie gewohnt - was aber der B. Heinzelmeier als Soziologe raus lässt disqualifiziert ihn und ist an Populismus kaum zu überbieten! Ehrlich - ist es zwar nicht politisch korrekt aber dies könnten wir genau so gut über alle erwachs. Menschen schreiben welche ihre Verantwortung lieber an Andere abgeben. Auch er vereinfacht genau so stupide wie die von ihm genannten Blödmänner. Die Entwicklungen können absolut logisch erklärt werden und sind ein Gemisch aus verschiedenen Indikatoren unserer gelebten Realität. Füscht sind blöd du häsh es muuhl - verbali gwallt gits nied?
    18 3 Melden
  • Alienus 25.05.2016 15:46
    Highlight Schaut das herzige schwarz-braune Frauckchen nicht aus wie die fromme Helene vom Wilhelm Busch?
    Das Ende der Frommen ist ja bekannt.

    .

    Die fromme Frauke

    Ihr guten Menschleins gibt gut acht,
    was Böses die Frauke mitgebracht.

    Und trotz ihrer schleimigen Belehrung,
    lasst euch nicht ein auf ihre Bekehrung.

    Als gute Demokraten wir dies vernommen,
    war's uns um unser Herz etwas beklommen.

    Das Gute, dieser Satz steht felsenfest,
    ist dieses Böse, was man ihr nicht lässt.

    Ei, ei, ja, da sind wir alle wirklich froh!
    Denn Gott sei Dank, wir sind nicht so!?

    Recycelt nach W. Busch
    17 16 Melden
  • Dä Brändon 25.05.2016 15:44
    Highlight Jetzt weiss ich wer für sie Klimaerwärmung verantwortlich ist, bei soviel warme Luft...?!
    24 13 Melden
  • dracului 25.05.2016 14:44
    Highlight Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte des Kriegs. Das Bedürfnis nach Frieden entsteht oft erst als Reaktion auf den Krieg. Nur Kriege Menschen haben die Menschheit weitergebracht - je grösser das Leid, desto grösser der Effekt. Viele kennen die Schrecken des Krieges nicht mehr und schätzen den Frieden nicht und für ganz viele hat der Krieg nie aufgehört. Krieg dem Krieg!
    58 8 Melden
    • Menel 25.05.2016 15:26
      Highlight Meine Urgrosseltern waren im 1. WK, meine Grosseltern im 2. WK, mein Vater floh 1943 aus dem komplett zerstörten Köln und meine Mutter kam kurz vor Ende des 2. WK in Österreich auf die Welt.
      Ich gehöre in meiner Familie zur ersten Generation, die nicht irgendwie durch einen Krieg betroffen ist. Fühle mich dadurch aber nicht gelangweilt, sondern privilegiert.
      Unser Fortschritt hat deswegen aber nicht aufgehört, was wir seit dem 2. WK erreicht haben ist gigantisch. Darum muss ich ihnen da widersprechen. Ich hoffe auch darauf, dass wir dieses primitive Muster mal überwinden.
      27 6 Melden
    • opwulf 25.05.2016 15:59
      Highlight Weil wir leider nur bis zu unserer eigenen Nasenspitze denken - und Geschichtliches ausser acht lassen anstatt davon zu lernen! Nehmen wir als Bsp. den Iran. Was diesem Land die letzten 60 Jahre von fremden Mächten angetan wurde ist haarsträubend - und erklärt total wieso dieses Land heute ist was es ist. Die geschichtlichen Details sind längst bekannt und bestätigt was dazumals beim Putsch von Mossadeq abeglaufen ist (Obama hat dies selber eingestanden) - es wahr eine regelrechte Verschwöhrung (ja das gibt es tatsächlich...) der britischen Krone und des CIA (Dallas Brüder) wegen verst. d. öls
      19 3 Melden
  • Menel 25.05.2016 14:42
    Highlight Starke Männer? Ich würde eher sagen, Männer mit einem unglaublichen Minderwertigkeitskomplex, die zu Geld und Macht kamen. Gefährliche Mischung...
    43 30 Melden
    • Menel 25.05.2016 15:19
      Highlight Wieso Hillary? Ich bezog mich auf seine Aufzählung...
      Aber wenn du sie schon mal erwähnst: Hillary geht mit Kritik wesentlich erwachsener um, als zB. Trump und Erdowahn. Auch habe ich sie bis jetzt noch nie halbnackt auf einem Pferd reiten (Putin) gesehen, auch scheint sie mit ihrem Alter besser umgehen zu können wie Trump und Berlusconi (ich sag da nur Haare...), tickt nicht wegen Nonsense aus oder verklagt deswegen alle und jeden (Trump/Erdowahn).
      Man könnte in die Liste noch Kim nehmen, aber der lebt schon aus, was die anderen wohl zu gerne würden...
      34 27 Melden
    • äti 25.05.2016 15:47
      Highlight Ausnahmen bestätigen die Regel.
      5 5 Melden
  • Lowend 25.05.2016 14:38
    Highlight Sag nie etwas gegen machtgeile Männer, welche vom Frust Minderbemittelter leben, denn der Hass der frustrierten Minderbemittelten, wird Ihnen sicher sein, lieber Philipp Löpfe. ;-)
    33 31 Melden
  • Alnothur 25.05.2016 14:14
    Highlight Jaja, "Die Männer sind an allem Schuld!"
    38 29 Melden
  • Stachanowist 25.05.2016 13:56
    Highlight (Fortsetzung)

    3. Putin wird zwar im Titel erwähnt, erläutert wird ihm im Artikel aber mit keinem Wort, warum er auf der Löpfschen Liste steht. Das Ganze sieht für mein Empfinden schwer nach einem Schuss aus der Hüfte aus.

    Warum? Weil das System Putin ein autoritäres Regime ist, das gewählt wird, weil die Wähler sich davon innenpolitische Stabilität und Ruhe, also genau Langeweile versprechen. Der russische Trump hingegen ist Žirinovskij; die Parallelen zwischen den beiden sind frappant.

    48 16 Melden
    • Angelo C. 25.05.2016 14:38
      Highlight 👍 !
      24 8 Melden
    • saukaibli 25.05.2016 14:51
      Highlight Putin wird gewählt, weil es in einer Demokratur nun mal nur einen Kandidaten gibt. Kim Jong Un wurde auch "gewählt". So einfach ist das mit Putin leider nicht, ohne Terror und Morden würden sich auch heute noch Hunderttausende auf dem roten Platz versammeln und gegen ihn demonstrieren. Nur hat es Putin mit unglaublicher Hinterlist und Brutalität geschafft, dass sich kaum mehr einer traut etwas gegen ihn zu sagen, denn man wird sonst ermordet, sobald man zu viel gehört wird.
      24 26 Melden
    • Alienus 25.05.2016 15:22
      Highlight Hat nicht der Gasableser von Putin gesagt:

      Der Putin ist ein lupenreiner Demokrat.
      12 10 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gabe 25.05.2016 13:48
    Highlight Investiren in die Bildung wäre möglicherweise eine gute Idee gegen diesen Trend. Denn vor der Dummheit sind sie alle gleich, die Wähler dieser Machos und deren Parteien.
    31 8 Melden
  • Stachanowist 25.05.2016 13:47
    Highlight @ Löpfe

    1. Ein etwas differenzierterer Umgang mit dem Begriff "Faschismus" wäre angebracht. F. ist ein historischer Begriff, der nicht beliebig auf alle fragwürdigen nationalistischen und autoritären Strömungen angewendet werden kann. Für eine griffige, praxistaugliche Definition empfehle ich: Paxton, Anatomy of Fascism.

    2. Inwiefern sind Erdogan, Putin, Orban, Kaczynski (nicht Kazinsky, Facepalm) Erscheinungen der jüngsten Zeit? Putin ist seit 2000 an der Macht, die Kaczynski-Brüder mit Unterbrüchen seit zehn Jahren, Orban ist ein ungarischer Dauerbrenner seit den 1990ern, Erdogan 2003.

    55 10 Melden
    • Angelo C. 25.05.2016 14:38
      Highlight 👍 !
      24 8 Melden
    • kurt3 25.05.2016 19:19
      Highlight Und was ändert das ? Du hast gerade Löpfe bestätigt .
      4 10 Melden
  • Gabe 25.05.2016 13:35
    Highlight Was die Demokrarie braucht sind viel härtere Spielregeln. Gegen Korruption, Amtsmissbrauch und Lobbyismus. Parteien die sich nicht an die Regeln von Anstand, Moral und Gerechtigkeit halten, würden dann einfach aus dem politischen Geschehen ausgeschlossen.
    Dann könnten auch mal Probleme gelösst werden. Ohne Parteien wie SVP, AfD usw. die sowieso nur daran interessiert sind Probleme zu bewirtschaften und in ihre eigene Tasche zu schäffeln.
    27 22 Melden
  • Addix Stamm 25.05.2016 13:11
    Highlight Maskulinismus, Narzissmus oder einfach Grössenwahn?
    Ist es die heutige Kultur, Religion oder Bildung die verrückt spielt?
    Des Mannes liebstes Spiel ist das Spiel mit der Gefahr, ohne zu wissen dass die grösste Gefahr oder Herausforderung die Frau ist.
    Darum: Hanfbank just started
    14 2 Melden
  • kEINKOmmEnTAR 25.05.2016 12:48
    Highlight Könnte gut auf mich passen auch wenn es nicht so extrem ist. Die Armee ist für mich eigentlich attraktiver als die Arbeitswelt.
    11 23 Melden
    • R&B 25.05.2016 13:44
      Highlight @ kEINKOmmEnTAR : Warum?
      11 3 Melden
    • äti 25.05.2016 15:54
      Highlight Vielleicht weil anderen etwas kaputt machen viel spassiger ist als aufbauen? ??? :-)
      9 5 Melden
    • karl_e 25.05.2016 16:31
      Highlight Bei der Armee ist es schön, denn bei diesem Verein brauchst Du den Kopf nur als Stütze für den Helm oder das Beret. Das ist soo schön!
      13 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • stan1993 25.05.2016 12:38
    Highlight Wieder mal ein rundumschlag gegen alle die nicht so ganz auf nato linie kursieren,
    Wo bleibt denn der Drohnen Macho Obama?
    60 49 Melden
    • R&B 25.05.2016 13:31
      Highlight Ich brauche einen Aluhut! Wo ist mein Aluhut?!!!!!
      44 14 Melden
    • äti 25.05.2016 15:56
      Highlight Alles wartet auf eure Alternativen…
      13 4 Melden
    • Fabio74 25.05.2016 22:33
      Highlight was ist die Alternative? Erdogan, Putin, China?
      2 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 25.05.2016 12:38
    Highlight "Es ging vielmehr darum, die Herrschaft der Männer über die Frauen zu sichern...": wenn ich in die Abgeünder der Welt schau trifft das leider zu. Es geht aber noch weiter: Die einen wollen Macht über andere um sich selber ein angenehmes Leben zu gönnen, siehe indisches Kastensystem.
    27 4 Melden
  • Driver7 25.05.2016 12:23
    Highlight Ich sehe das eigentlich ähnlich. Allerdings ist diese Gruppe (also AdF, SVP-Wähler, Putin-gut-finder) weit grösser als die ungebildeten jungen Männer.. sonst kämen sie nicht auf so hohe Wähleranteile.. ich kenne Frauen im Bereich von 40 - 60 die so denken. Auch gebildete Menschen mit anspruchsvollen Berufen. Aber über alles gesagt, kann man sagen das vorallem Menschen die sich benachteiligt fühlen, warum auch immer, weit nach Rechts tendieren
    24 22 Melden
    • Wolfsblut 25.05.2016 15:09
      Highlight Driver7: Weil die Parteien, die ein «Sozial» im Namen haben, die lokalen Benachteiligten aus ihrem Fokus verloren haben.
      12 2 Melden
    • karl_e 25.05.2016 16:41
      Highlight Genau, wolfsblut. Die Sozialdemokraten gefallen sich darin, die Schweinereien, welche rechte Regierungen hinterlassen, aufzuräumen. Natürlich immer auf Kosten derjenigen, welche sie zu vertreten vorgeben: Riester Rente, Hartz IV, Ein-Euro-Jobs in D, Kündigungsschutz in F, Megapuff in GR. Darum geht nun gerade die SPD den Bach runter.
      😥
      4 1 Melden
  • Luca Brasi 25.05.2016 12:12
    Highlight Aha…Männer sind mal wieder schuld? Tja, aber in Peru herrscht vielleicht bald eine Diktatorentochter, in Südkorea ist dies bereits der Fall und in Frankreich könnte Marine Le Pen ein Wörtchen bei der Präsidentschaft mitreden. Gelangweilte verblödete Frauen? Der alte Le Pen kam anfangs 00er Jahre auch in die Stichwahl für Frankreichs Präsidenten und der alte Blocher holte sich den Bundesratssitz. Heute würden die meisten sagen, dass deren Zeit abgelaufen ist. In Italien ist z.B. der Obermacho Berlusconi schon lange nicht mehr an der Macht. Ich sehe den angegebenen Trend nicht so ganz...
    64 22 Melden
    • R&B 25.05.2016 12:37
      Highlight @Luca Brasi: Ich denke, wenn Sie dies in Zeitabschnitten von 5 Jahren vergleichen, werden Sie sehen, dass seit dem 2.WK in den letzten 10 Jahren der Faschismus wieder aufgetaucht ist und in den letzten 5 Jahren massiv zugelegt hat. Im letzen 1 Jahr dann ganz heftig.
      27 10 Melden
    • Kola 25.05.2016 12:40
      Highlight zumindest die Wahl in Österreich scheint bezüglich der Geschlechterfrage dem Artikel recht zu geben:

      http://www.salzburg.com/nachrichten/mobil/sn/artikel/hofer-punktete-bei-maennern-van-der-bellen-bei-frauen-197559/
      15 4 Melden
    • chrach 25.05.2016 13:46
      Highlight Clinton sollte man auch nicht vergessen. Ihre Aussenpolitik besteht aus Krieg, Krieg, Krieg. Alles ist legitim solange Amerika die Vormachtstellung behält.
      28 8 Melden

SP-Nationalrat wollte in der Türkei Prozess beobachten und musste Flucht ergreifen

Um sich ein Bild vor Ort zu machen, bereiste der SP-Nationalrat Fabian Molina die Osttürkei. Sein Versuch als Beobachter an einem Gerichtsprozess teilzunehmen, scheiterte.

Gemeinsam mit dem emeritierten Soziologie-Professor Ueli Mäder und dem Präsidenten des Schweizerischen Friedensrats Ruedi Tobler bereiste der SP-Nationalrat Fabian Molina anfangs Oktober die Osttürkei. Fünf Tage war die kleine Reisegruppe unterwegs. Zurückgekommen ist sie mit einem Strauss voller intensiver Erfahrungen. 

Die Mission sei gewesen, sich ein Bild der aktuellen Situation in der Türkei und speziell von derjenigen der ethnischen Minderheiten zu verschaffen. Seit seinem …

Artikel lesen