Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ein Rasenmäher bläst so viel Dreck in die Luft wie zwölf Mittelklasse-Autos. 

Rasenmäher sind kleine Dreckschleudern mit grosser Wirkung – was man dagegen tun kann

Rasenmäher, Kettensägen und Laubbläser blasen grosse Mengen Schadstoffe und Feinstaub in die Luft. Ein Mann will dies ändern.

09.09.18, 17:25 10.09.18, 09:41


Die Schweiz hat sich dazu verpflichtet, bis 2030 die Treibhausemissionen zu halbieren. Bisher sieht es nicht gut aus: Trotz steigender CO2-Abgaben blasen wir nach wie vor jedes Jahr mehr von diesem Gas in die Luft.

Autos, Flugzeuge und Heizungen gelten als wichtigste CO2-Emittenten. Es gibt jedoch auch kleinere Sünder, die eine grosse Wirkung haben. «Ein Rasenmäher produziert etwa gleich viel Schadstoffe wie zwölf Mittelklasse-Autos», sagt Urs Weidmann. «Kettensägen und Laubbläser sind nicht viel besser.» Er ist Chairman der Firma Silent Power (Projects) – und er hat eine Idee, wie man das ändern könnte.

Glaubt an die Zukunft von Methanol: Urs Weidmann, Chairman von Silent-Power (Projects) AG. 

Weidmann ist Elektroingenieur ETH und hat danach als Investmentbanker auf dem Energiesektor für die Credit Suisse First Boston gearbeitet. Seit Jahrzehnten beschäftigt er sich intensiv mit Methanol. «Dieser Treibstoff könnte entscheidend dazu beitragen, unsere Klimaziele zu erreichen», sagt er.

Methanol ist eine Art synthetisches Benzin, allerdings ohne schädliche Nebenwirkungen. Es ist biologisch abbaubar und beim Verbrennen entsteht weder Russ noch Feinstaub. Stattdessen zerfällt es ganz einfach wieder in seine Ausgangsstoffe CO2 und Wasser.

epa04858492 (FILE) A file picture dated 27 October 2005, showing a member of staff of chemical group BASF standing in front of the plant installation 'Steamcracker II' in Ludwigshafen, Germany. Shares in BASF fell sharply on 24 July 2015 after a slump in oil prices led the world's biggest chemicals group to post lower-than-forecast second-quarter profits. Earnings before interest (EBIT) and one-off items edged higher by 2 per cent to 2.04 billion euros (2.2 billion dollars) in the three months to June compared with the same period last year helped by strong demand for synthetic materials, the German-based group said. Analysts surveyed had expected a rise to 2.2 billion euros in the quarter under review. BASF benefited from strong demand for the car and construction industries, which resulted in the group's section producing building chemicals, catalytic converters and car coatings posting a 29-per-cent jump in earnings.  EPA/RONALD WITTEK *** Local Caption *** 00606313

BASF-Raffinerie in Ludwigshafen: Die Grosschemie hat Methnol längst entdeckt. Bild: EPA/DPA FILE

Unternehmen wie BASF arbeiten seit langem mit Methanol. Sie beziehen es in der Regel von Katar, dem grössten Erdgas-Produzenten der Welt. Auf Chinas Strassen sind derweil rund 3,6 Millionen Autos unterwegs, die Methanol als Treibstoff verwenden, das aus Kohle hergestellt wird. Grosschemie und die Chinesen begehen die gleiche Sünde: Ihr Methanol ist nicht CO2-neutral.

Das «grüne» Methanol

Das muss nicht so sein. Methanol lässt sich auch mit CO2 herstellen, das aus der Luft gefiltert wird, und mit Strom, der aus Solarzellen, Wasserkraft und Windturbinen stammt. Dieses «grüne Methanol» ist klimaneutral, will heissen, es erhöht die CO2-Menge in der Atmosphäre nicht.

Weidmann will eine solche Methanolsyntheseanlage bauen. Idealerweise stünde sie in der Nähe einer Müllverbrennungsanlage, weil dort viel CO2 anfällt, vor allem beim Verbrennen von Plastik. «Plastik in Methanol zu verwandeln ist wirtschaftlich», sagt Weidmann. 

Die Motoren von Rasenmähern könnten – wie die meisten Motoren – mit grünem Methanol betrieben werden, genauso wie diejenigen von Kettensägen und Laubbläsern. Um gesundheitliche Schäden zu vermeiden, verwenden Profis heute in der Regel ein spezielles Benzin. Dieses kostet derzeit etwas mehr als fünf Franken pro Liter.

Lastwagen stehen beim Lager von Volg zum beladen bereit, am Dienstag, 10. April 2018, in Winterthur. Die Volg Gruppe ist im Geschaeftsjahr 2018 erneut gewachsen. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Volg-Lastwagen vor dem Lager in Winterthur. Bild: KEYSTONE

Methanol ist deutlich billiger. Die landwirtschaftliche Genossenschaft Fenaco (Landi, Volg, Agrola) – übrigens einer der grösste Heizölhändler in der Schweiz und zudem einer der führenden Rasenmäherverkäufer – zeigt daher grosses Interesse an Weidmanns Plänen. Seine Methanol-Fabrik würde zwei Fliegen auf einen Schlag treffen: Billiger Treibstoff für Rasenmäher und andere Maschinen und das Ausschalten der kleinen Dreckschleudern.

Keine Angst vor der Ether-Baisse

Bereits in drei Jahren will Weidmann seine erste Anlage in Betrieb nehmen. Dafür braucht er Wagniskapital, konkret sind das rund 28 Millionen Franken. Als ehemaliger Investmentbanker kennt er die neuesten Trends auf den Finanzmärkten. Deshalb will er das Geld mit einem sogenannten ICO (Initial Coin Offering) beschaffen.

ICOs sind im Zusammenhang mit Kryptowährungen bekannt geworden. Basierend auf der Blockchaintechnologie werden sogenannte Tokens emittiert. Diese Tokens sind mit bestimmten Versprechungen verknüpft. Im Fall von Silent-Power (Projects) AG heisst dies: 82 Prozent des Gewinns der Firma werden an die Silent-Token-Inhaber ausgeschüttet.

Silent-Power (Projects) AG ist in Cham stationiert. Der Firmensitz befindet sich somit im Herz des Schweizer Krypto-Valleys, wie der Kanton Zug neuerdings genannt wird. Dass die Kryptowährungen wie Ether derzeit einen Minicrash verdauen müssen, bereitet Weidmann keine Sorgen. «Wer heute zugreift, kann auch von bald wieder steigenden Kursen profitieren», sagt er.

Die Finanzierungsrunde läuft bis Ende Jahr. Wer mitmachen will, muss mindestens 5000 Franken aufwenden.

Rasenmäher und Laubbläser sind bloss kleine Methanol-Fische. Weltweit herrscht ein Boom. «China hat soeben 200 Anlagen bestellt, die Plastik in Methanol verwandeln», weiss Weidmann. Auch der Plastikmüll in den Weltmeeren könnte nach dem Einsammeln auf diese Weise entsorgt werden.

Über die Nachfrage muss man sich keine Sorge machen. Nicht nur in der Grosschemie, auch in den Bereichen Mobilität, Energie und Heizen ist Methanol ein Thema geworden. «Katar kann diese Nachfrage gar nicht mehr befriedigen», sagt Weidmann.

So wird das Plastiksackverbot in Kenia durchgesetzt

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

iOS 12 ist hier – das sind 13 nützliche Tipps für iPhone-User

Riesen-Show von Shaqiri – deshalb wechselte ihn Klopp trotzdem in der Halbzeit aus

Mehr als nur Sex zwischen Bäumen: Wie dieser Wald im Aargau zum «Schwulewäldli» wurde

Das passiert, wenn Manchester-Fans beim FC Basel nach Champions-League-Tickets fragen 😂

Instagram vs. Realität – wie es hinter den perfekten Fotos wirklich aussieht

Unsere Liebe zu den Bauern endet beim Portemonnaie

Wie ein Fussball-Teenie 600'000 Franken für Koks und Alk verprasste und abstürzte

Genital-Check bei jungen Flüchtlingen: Jetzt intervenieren Fachleute und Politik

Diese 19 Comics zeigen, wie sich Depressionen und Angst anfühlen

Diese 9 Schweizer Orte liebt das Internet (zu sehr)

St.Gallen verbietet Burkas – 3 Dinge, die du dazu wissen musst

Das essen wir alles in einem Jahr

Sex, Lügen und Politik: Der Fall Kavanaugh erinnert an die Hetze gegen Anita Hill

Trump Jr. postet dieses Fake-Bild – und wird vom Moderator komplett demontiert

Wir haben kürzlich dieses BMW-Plakat gesehen – und hatten da ein paar Fragen

«NACHBARN AUFGEPASST» – Wie eine Touristin in Deutschland zur Einbrecherin erklärt wurde

Autistin flüchtet aus Angst vor SBB-Ticket-Kontrolle – und wird hammerhart bestraft

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

47
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
47Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • thunder 10.09.2018 19:53
    Highlight Momol, Ihr habt aber richtige Probleme!
    0 0 Melden
  • Lienat 10.09.2018 15:31
    Highlight Kleine Anmerkung zum Artikel: CO2 ist ein Treibhausgas, kein Luftschadstoff. Der CO2-Ausstoss von JEDEM fossil betriebenen Verbrennungsmotor ist in etwa proportional zu seinem Treibstoffverbrauch. Rasenmäher und Laubbläser werden da wohl kaum ins Gewicht fallen.

    Luftschadstoffe (Feinstaub, Stickoxyde, Schwefelverbindungen) sind ein ganz anderes Thema. Da sind gerade die kleinen Geräte wahre Dreckschleudern. Dasselbe gilt übrigens auch für ältere Holzfeuerunganlagen.
    0 0 Melden
  • Albert J. Brown III 10.09.2018 12:17
    Highlight Darum haben wir unseren Rasenroboter. Er mäht den Rasen 2-3mal in der Woche. Der Abschnitt bleibt liegen, was gut für den Rasen ist. Und er läuft ausschliesslich mit Solarstrom.
    2 0 Melden
  • Snowy 10.09.2018 08:54
    Highlight Die hässliche Wahrheit ist die: Selbst im wohlhabenden Westen ist es der Mehrheit der Menschen egal wie viel CO2 sie in die Umwelt blasen.

    Warum: Die umweltschädlichen Angebote (Flugreisen, grossmotorige Autos, Energiekosten) sind zu günstig.

    Darum kommen wir um Lenkungsabgaben nicht herum!

    18 1 Melden
  • Midnight 10.09.2018 07:08
    Highlight Die gibt's auch elektrisch. Nur so...
    31 3 Melden
  • skofmel79 10.09.2018 06:58
    Highlight Es zerfällt in CO2?? Und wie bitte soll das umweltfreundlich sein?
    1 7 Melden
    • Philipp Löpfe 10.09.2018 08:23
      Highlight Das CO2 wird aus Abfall (Pet) gewonnen oder aus der Luft gefiltert und dann mit Strom aus nachhaltigen Quellen zu Methanol verarbeitet. Der CO"-Anteil erhöht sich damit nicht, wenn Methanol nicht aus Erdgas gemacht wird.
      22 0 Melden
  • Sauäschnörrli 09.09.2018 22:22
    6 0 Melden
  • dmark 09.09.2018 22:14
    Highlight Habe ich es überlesen oder stand es erst gar nicht im Artikel, dass Methanol nur rund die Hälfte der Leistung in einem Verbrenner bringt?
    Sprich 5,1 kWh/l (Methanol) zu 8,9 kWh/l (Benzin)...
    Allerdings hat Methanol eine höhere Klopffestigkeit wodurch man mit höherer Verdichtung, sowie mit früherer Zündung wiederum dies kompensieren könnte.
    Auf alle Fälle ist es mal ein Schritt in die richtige Richtung, damit man weg vom Öl kommt. Ein weiterer Vorteil ist auch, dass man vorhandene Tankstellen und deren Logistik verwenden kann.
    30 1 Melden
  • Ohniznachtisbett 09.09.2018 22:00
    Highlight Wenn das Methanol aus Plastik produziert wird, ist es auch nicht CO2 neutral. Da Plastik aus Erdöl gewonnen wird
    18 12 Melden
    • Olaf! 10.09.2018 09:08
      Highlight Doch weil das Plastik ist eh schon da. Das der Plastikmüll ausgeht ist momentan wohl noch nicht ein Problem.
      12 0 Melden
  • joshy 09.09.2018 20:41
    Highlight Die Menschheit hat sowieso ein massives Energie Problem. Angefangen bei ultra tiefpreis Flügen quer über den Atlantik für zwei Tage shopping in New York. Bis, meiner Meinung nach, den schwachsinigen SUV's in der Stadt. Überall wird die Umwelt verschmutzt, und obwohl ich mir mühe gebe es nicht zu tun, weiss ich genau das auch ich meinen Beitrag dazu beitrage in dem ich ein Smartphone und andere Güter besitze die in der Produktion alles andere als verträglich für Mutter Erde sind.
    Es ist unheimlich schwirig in der heutigen Zeit seinen Fussabdruck den man hinterlässt möglichst klein zu halten.
    39 13 Melden
  • Wurstbrot 09.09.2018 20:37
    Highlight Seien wir ehrlich. Den meisten ist es doch sch... egal wieviel CO2 sie produzieren. Wenns hoch kommt wird ein sparsames Auto gekauft. Aber dann fliegt man trotzdem mehrmals pro Jahr per Billigflieger sonstwohin und macht sich null Gedanken um das produzierte CO2 (das Flugzeug fliegt ja sowieso). Prima wenn noch mehr Airlines pleite gehen. Ohne Überangebot gäbe es keinen solch ruinösen Preiskampf.
    22 14 Melden
    • zettie94 09.09.2018 21:16
      Highlight Das sparsame Auto wird doch nur gekauft, damit mehr Geld für Ferien mit dem Billigflieger übrigbleibt...
      24 4 Melden
    • Wurstbrot 10.09.2018 17:10
      Highlight Genau.
      0 0 Melden
  • maricana 09.09.2018 20:15
    Highlight Bildlegende:
    "BASF-Raffinerie in Ludwigshafen: Die Grosschemie hat Methnol längst entdeckt".
    Was zum Teufel ist Methnol und welche raffinierte Grosschemie hat diesen Zaubertrank entdeckt?


    18 7 Melden
    • leu84 10.09.2018 07:13
      Highlight Der alkoholisierte Bruder vom Methan.
      12 0 Melden
  • Luviora 09.09.2018 19:54
    Highlight Wer der Umwelt WIRKLICH helfen will, lässt das Rasenmähen am Besten gleich ganz sein - Insekten & Vögel mögen bekanntlich spriessendes Gras... (Ausrede eines notorischen Gartenarbeit-Verweigerers)

    PS: Besonders angenehm sind Grillabende draussen, wenn man von diesen Viechern umschwirrt wird; was man nicht alles für die Umwelt tut!
    16 14 Melden
  • flugsteig 09.09.2018 19:46
    Highlight Auto, Flugzeuge und Heizungen? Was ist mit der Schifffahrt, der Fleischproduktion und dem Schwerverkehr, was mit Kohlekraftwerken? Es fällt schwer zu glauben dass das die Hauptverursacher sind.
    Was noch schwerer fällt zu glauben, ist dass mein Rasenmäher, der keine 5h pro Jahr läuft, schlimmer als mein Auto sein soll.
    34 4 Melden
    • Pisti 09.09.2018 21:54
      Highlight Naja im Gartenbau, in der Forstwirtschaft, Kommunalwirtschaft usw... laufen solche Geräte aber mehrere Stunden täglich. Elektrische taugliche Geräte gibt es nur bedingt. Dazu sind die Geräte nicht gerade gut für die Gesundheit der Leute die täglich damit arbeiten. Es ist also sehr zu Begrüssen dass man vom 2-Takt (Aspen) wegkommt.
      4 0 Melden
    • DanielaK 10.09.2018 06:05
      Highlight Nicht schlimmer, auch schlimm. Es ist eben auch ein Teil des Problems. Wenn man eine gute Lösung findet, wieso nicht auch da was machen? Man muss ja nicht nur dort schauen wo es am offensichtlichsten ist.
      6 0 Melden
    • Phrosch 10.09.2018 09:44
      Highlight @flugsteig: Man kann nur dann alle Probleme lösen, wenn Einzelne eine Lösung für ein Problem finden. Da Fähigkeiten und Möglichkeiten verschieden sind, werden am Schluss alle Probleme angepackt.
      0 0 Melden
    • Gubbe 10.09.2018 13:07
      Highlight Pisti : Wo gibt es den 2-Takt Rasenmäher, ich kenne keinen.
      0 0 Melden
    • Pisti 10.09.2018 17:45
      Highlight Rasenmäher sind 4-Takt, Fadenmäher (Trimmer) mit denen man auch Rasenmähen kann sind zu 90% 2-Takter. Laubbläser, Kettensäge alles 2-Takt. Höchst selten 4-Takt.
      Deswegen fahren Bagger aber immer noch mit Diesel 😉
      1 0 Melden
  • Rodolfo 09.09.2018 19:14
    Highlight Methanol
    Da fehlt doch: WO kann man Ethanol beziehen? Und kann man damit alle Kettensägen/Rasenmäher betreiben, oder muss etwas umgestellt werden? Ebenso Preis pro Liter.
    Danke, Philipp Löpfe
    16 2 Melden
  • Jol Bear 09.09.2018 18:57
    Highlight "Ein Rasenmäher produziert etwa gleich viel Schadstoffe wie zwölf Mittelklasse-Autos». Auf was bezieht sich diese Aussage, gefahrener km? Global wirkt der Rasenmäher möglicherweise im Vergleich zum Fahrzeug-, Schiffs- u. bes. Flugverkehr wie der Tropfen auf den heissen Stein. Interessant wäre der Bioalkohol als Benzinsubstitut. War doch in Brasilien stark verbreitet?
    92 5 Melden
    • Pafeld 09.09.2018 20:47
      Highlight Bioethanol ist in Brasilien recht verbreitet, weil aufgrund des riesigen Zuckerrohranbaus genug Rohstoff vorhanden ist. Ferner ist Ethanol ein moralisches Problem, da es Treibstoff auf Kosten von Lebensmitteln ist. Dieses Dilemma umgeht man bei Methanol (auf CO2-Basis) oder bei Biodiesel (auf Basis von Fettsäuren aus Lebensmittelabfällen und Methanol). Methanol würde bei leistungsfähigeren Motoren (bsp Auto) aber eher in Form von Brennstoffzellen und Elektromotoren anstelle von Verbrennungsmotoren zum Einsatz kommen, da der Gesammtwirkungsgrad so höher ist.
      3 0 Melden
  • Rasty 09.09.2018 18:53
    Highlight Tut mir leid, aber was bringt es, wenn sich die Schweiz derart einschränkt und Länder wie Amerika fröhlich weiter die Umwelt verschmutzen? Die Schweiz ist nur ein Tropfen auf einem heissen Stein.

    Beispiel: Ich möchte mir ein 50 ccm Motorrad kaufen, kriege aber keines weil die Schweiz das einzige Land mit so strengen Abgasvorschriften ist. Es gibt zwar Motorräder, die diese erfüllen. Die sind aber wenns gut kommt so schnell wie ein Mofa. Und wenn ihr sagt ich solle den ÖV benutzen dann sorgt dafür, dass ich für eine Strecke welche mit dem Roller 20 min dauert nicht 1h und 15 min. benötige.
    17 26 Melden
    • zettie94 09.09.2018 21:17
      Highlight Elektrovelo? Elektroroller?
      23 9 Melden
    • Rasty 09.09.2018 23:06
      Highlight 1. Kann ich mir einen Elektroroller mit einem Lehrlingslohn leisten? 2. Wie ist das mit dem Akku wenn es kalt ist? 3. Das laden, denn genau dann, wann man das ding braucht ist der Akku leer.

      Elektrovelo ist zu langsam, denn ansonsten gibt es ja das Mofa, welches billiger im Unterhalt ist, schneller ist und ich muss nicht treten.
      1 9 Melden
    • zettie94 10.09.2018 08:45
      Highlight Ein Elektroroller ist in Betrieb und Unterhalt einiges günstiger als ein Verbrenner.
      Wenn es kalt ist hat der Akku eine geringere Reichweite. Aber du musst ja wie es tönt auch nicht soweit fahren (20 min, 20 km?) das sollte also kein Problem darstellen.
      Über Nacht laden, dann ist das Ding nicht leer, wenn du es brauchst.
      11 0 Melden
  • zuercher123 09.09.2018 18:47
    Highlight Das ganze Projekt klingt ja ganz gut und sinnvoll, aber die Finanzierung via ICO ist einfach nur idiotisch. So wird das nie zustande kommen.
    Die ganze Sache mit Coins, Blockchain und etc ist weder praktikabel noch sinnvoll (->Mining von Coins ist ja sicher sehr CO2 neutral .......).
    51 19 Melden
  • Jesses! 09.09.2018 18:22
    Highlight Ich freue mich, dass jemand etwas gegen diese Drecksachleudern unternimmt. Und die Geräte hoffentlich auch auf eine erträgliche Lautstärke gedrosselt werden.
    26 32 Melden
  • AlteSchachtel 09.09.2018 18:10
    Highlight Diesen Sommer haben die Rasenmäher wohl kaum Benzin verbraucht......oder?


    Die Laubbläser kann man sowieso abschaffen, für die Natur und für das Vergnügen durch das raschelnde Laub zu spazieren.
    109 17 Melden
    • Rhabarber 09.09.2018 20:29
      Highlight Der Gemeinderat in unserem Dorf, der für Umweltfragen zuständig ist, hat während der Hitzewelle jeden zweiten Tag seinen Rasen mit Rasensprenger gegossen und ihn jede Woche gemäht.

      Weiter hinten im Quartier war eine Familie, die mähte zweimal wöchentlich den Rasen. Pickelhart von Frühling bis Herbst. Aber die waren sowieso nicht ganz dicht. Putzten den Parkplatz wöchentlich mit dem Staubsauger. Laubbläser, Rasentrimmer, etc. Sie hatten alles und haben täglich damit rumgelärmt und gestunken. Jetzt darf sich das Nachbardorf an diesen sozialen und umweltfreundlichen Wesen erfreuen.
      21 15 Melden
  • Gubbe 09.09.2018 17:58
    Highlight Macht man uns Männern jetzt auch noch unser Spielzeug madig? An all die Traktoren, Bagger usw. hat noch keiner gedacht?
    18 44 Melden
    • Pisti 09.09.2018 19:09
      Highlight Welcher Bagger, Traktor fährt dann mit 2-Takt Benzin?
      22 0 Melden
    • screnbrake 09.09.2018 21:45
      Highlight Ob jetzt Benzin oder etwas anderes im Tank landet, spielt ja für die Motorbegeisterten wohl keine Rolle, oder?
      1 0 Melden
    • Hattori_Hanzo 10.09.2018 22:11
      Highlight @Gubbe An die wird sogar auch gedacht, z.B. bei einem ehemaligen ETH Projekt:

      https://www.sun-car.ch/fahrzeuge#bagger
      0 0 Melden
  • Kommemtar 09.09.2018 17:52
    Highlight "Autos, Flugzeuge und Heizungen gelten als wichtigste CO2-Emittenten" schreibt Löpfe.

    Vor diesem Hintergrund ist es schier unglaublich dass auf Kerosin immer noch keine Steuern erhoben werden!

    Generation easy jet ist ja schön und gut aber leider nicht sehr umweltverträglich.
    232 18 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 09.09.2018 18:02
      Highlight Es werden längst steuern erhoben auf co2 beim Fliegen. Es wird beim Kauf von Tickets nur oft nicht explizit erwähnt dass man diese Gebühren bezahlt!
      11 42 Melden
    • Kommemtar 09.09.2018 19:57
      Highlight https://www.wwf.ch/de/unsere-ziele/flugverkehr

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kerosinsteuer

      Und deine quelle?
      12 4 Melden
  • p4trick 09.09.2018 17:33
    Highlight Sehr interessante Flüssigkeit. Mich würde Interessieren wieviel Liter pro kWh Strom produziert werden kann. Könnten auch Autos damit betrieben werden anstatt Benzin oder Diesel? Würde 1Liter 1Liter Benzin entsprechen? Würde sich diese Flüssigkeit als Speicher von Solaranlagen eignen?
    12 6 Melden
    • darkshadow 09.09.2018 19:38
      Highlight Es hat bereits bioethanol im benzin. (Ca. 5%). Methanole sind fusselalkohole, welche blind machen können. Ethanol ist alkohol.
      5 3 Melden
    • Solanna 09.09.2018 20:36
      Highlight Die RegioEnergie in Solothurn betreibt seit einigen Jahren in Zuchwil eine Pilotanlage zur Energieumwandlung von Kehrichtverbrennungsabwärme (Dampf) zum Generatorantrieb –> Strom bzw. Solarstrom –> Methan (das sich flüssig lagern lässt! Dort wissen sie mehr: regioenergie.ch
      3 0 Melden

Nach nur 31 Stunden – Allianz gegen Waffenexporte hat 25'000 Unterstützer zusammen

Die Allianz gegen Waffenexporte in Bürgerkriegsländer hat 25'000 Unterstützer beisammen. Diese erklärten sich bereit, je vier Unterschriften für die Korrektur-Initiative zu sammeln. Das Volksbegehren kann damit starten.

Die 25'000 Unterstützungswilligen erklärten sich innert zwei Tagen zu ihrem Einsatz bereit, die die überparteiliche Allianz am Dienstag mitteilte. Das zeige den massiven Unmut der Bevölkerung über die Bundesratspläne für eine Lockerung der Ausfuhrvorschriften.

Auch wenn die …

Artikel lesen