Wirtschaft
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epa05038820 British Prime Minister David Cameron (L) and French President Francois Hollande shake hands during a joint press conference following a meeting at the Elysee Palace in Paris, France, 23 November 2015. Hollande and Cameron pledged to step up counterterrorism measures after the terror attacks in Paris, which left 130 dead and hundreds injured. They discussed the fight against Islamic State, which claimed responsibility for the Paris attacks, as the French president pushes for a stronger international coalition against the Sunni extremist group. They also agreed to increase information-sharing efforts.  EPA/THEO DUVAL/POOL

Gemeinsam gegen den «IS»: David Cameron (links) und François Hollande.
Bild: EPA XINHUA/POOL

François Hollandes Camembert-Koalition stinkt zum Himmel

Der französische Präsident will in aller Eile eine Koalition gegen den sogenannten «Islamischen Staat» zusammentrommeln – und richtet dabei mehr Schaden als Nutzen an.



Zuerst ein Treffen mit dem britischen Premierminister David Cameron zusammen, dann ein Besuch im Weissen Haus bei US-Präsident Barack Obama, darauf Tee mit der  deutschen Kanzlerin Angela Merkel im Elysée-Palast und schliesslich noch ein Höflichkeitsbesuch bei Wladimir Putin im Kreml: Fieberhaft versucht der französische Staatspräsident François Hollande eine neue «Allianz der Willigen» gegen den «Islamischen Staat» zu formen. Seine «Camembert-Koalition» steht jedoch unter keinem guten Stern.

A rafale aircraft takes-off from the nuclear-powered aircraft carrier Charles de Gaulle during operations in the Mediterranean Sea in this picture released November 23, 2015, after a series of deadly attacks in the French capital on November 13. France's Charles de Gaulle aircraft carrier is deployed to support operations against Islamic State in Syria and Iraq.   REUTERS/ECPAD   ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. IT IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. NO RESALES. NO ARCHIVE.

Ein französischer Kampfjet hebt vom Flugzeugträger Charles de Gaulles ab.
Bild: HANDOUT/REUTERS

Die USA sind der wichtigste Partner der angestrebten Koalition. Doch viel mehr als freundliche Worte kann Hollande von Barack Obama nicht erwarten. Amerika hat die Lehren aus 9/11 gezogen und seine Nahost-Politik revidiert. «Offshore balancing» heisst die neue Losung. Was das bedeutet, erklären die beiden Politologen Steven Simon und Jonathan Stevenson in der neuesten Ausgabe von «Foreign Affairs» wie folgt: «Schluss mit militärischen Operationen in Übersee und, damit verbunden, einem quasi imperialistischen Aufbauen von Nationen. Stattdessen sollen US-Interessen gezielt und fokussiert durchgesetzt werden.»

Die USA ziehen sich aus dem Nahen Osten zurück

Die Zurückhaltung der USA hat mehrere Gründe: Die Abhängigkeit vom Öl ist seit dem Fracking-Boom im eigenen Land massiv zurückgegangen. Parallel dazu hat sich das Verhältnis zu Saudi-Arabien abgekühlt. Die Amerikaner haben allmählich die Schnauze voll davon, dass die Saudis nach wie vor den islamischen Fundamentalismus unterstützen und gleichzeitig die Hilfe beim Sturz des Assad-Regimes anfordern. Zudem hat der Nahe Osten wirtschaftlich für den Westen ausser Öl wenig zu bieten.

Zweifellos könnte die US-Armee die «IS»-Kämpfer in einer militärischen Operation besiegen wie einst Saddam Hussein beim Irak-Feldzug. Aber was dann? «Die militärischen Erfolge müssten politisch von der amerikanischen Öffentlichkeit unterstützt werden; eine grosse Anzahl von zivilen Experten müssten aufgebracht werden, um die Region wieder aufzubauen und zu stabilisieren; es bräuchte ein tiefes Verständnis der Gesellschaft, für welche die Vereinigten Staaten Schicksal spielen; und, am problematischsten, es bräuchte Truppen, die für die Bevölkerung und die Infrastruktur nachhaltig Sicherheit bringen würden», stellen Simon/Stevenson fest.

epa04067681 Sunni gunmen walk at a street in Fallujah city, westren Iraq, 10 Fabruary 2014. Anbar provincial governor Ahmed al-Dulaimi on 08 February gave militants in the western Anbar province one week to surrender, as the insurgents issued a new currency to assert their power in areas they control. Al-Dulaimi said the ultimatum was part of a 'peace initiative' to end the crisis in the province. In December, the Iraqi military launched an operation in Anbar after 16 military personnel, including a senior commander, were killed in an attack by militants.  EPA/AHMED JALIL

«IS»-Kämpfer in Falludscha. Die irakische Stadt ist zum Symbol des gescheiterten US-Feldzuges geworden.
Bild: AHMED JALIL/EPA/KEYSTONE

Kurz: Es gibt keinen Grund zur Annahme, dass sich die USA nochmals mit Truppen im Nahen Osten engagieren und sich erneut die Finger verbrennen werden. Sie werden sich vielmehr zurückhalten in der Hoffnung, dass die unterschiedlichen Kräfte in der Region ihr Gleichgewicht selbst finden werden. Simon/Stevenson bezeichnen dies als einen Schritt zurück zur Normalität. «Der auf militärische Aktionen zentrierte Interventionismus der letzten 14 Jahre war eine Abweichung von der langen Tradition amerikanischer Zurückhaltung; er darf nicht zu einer neuen Norm werden.»

Die Staatseinnahmen des Kalifats liegen bei rund 500 Millionen Dollar. Mit anderen Worten: Wirtschaftlich ist der «IS» ein Zwerg.

Angesichts der Brutalität des «IS» und der Tatsache, dass Selbstmordattentate kaum zu verhindern sind, ist Hollandes Hektik verständlich. Zielführend dürfte sie jedoch kaum sein. Sie überzeichnet die Gefahr des «IS» bei weitem. Ebenfalls in «Foreign Affairs» stellt der Harvard-Politologe Stephen M. Walt fest: «‹IS› wird niemals auch nur in die Nähe einer Grossmacht gelangen. Obwohl es gelungen ist, einige Sympathisanten im Ausland zu gewinnen, ist seine Ideologie engstirnig und sein Einfluss zu beschränkt, um ausserhalb von Syrien und dem Irak Wirkung zu entfalten.»

30'000 Kämpfer – und viel Wüste

Der «IS» hat gemäss Schätzungen der US-Geheimdienste derzeit rund 30'000 Kämpfer. Er herrscht zwar über ein Gebiet, dass grösser ist als Grossbritannien, doch das meiste davon ist Wüste. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) des Kalifats wird auf zwischen vier bis acht Milliarden Dollar geschätzt. Zum Vergleich: Das BIP der Schweiz liegt bei rund 700 Milliarden Dollar. Die Staatseinnahmen des Kalifats liegen bei rund 500 Millionen Dollar. Mit anderen Worten: Wirtschaftlich ist der «IS» ein Zwerg.

U.S. President Barack Obama, left, speaks with Russian President Vladimir Putin, right, prior to the opening session of the G-20 summit in Antalya, Turkey, Sunday, Nov. 15 2015. The 2015 G-20 Leaders Summit is held near the Turkish Mediterranean coastal city of Antalya on Nov. 15-16, 2015. (RIA-Novosti, Kremlin Pool Photo via AP)

Sprechen wieder miteinander: US-Präsident Barack Obama (links) und Russlands Präsident Wladimir Putin.
Bild: AP/POOL RIA NOVOSTI KREMLIN

Selbstverständlich muss die Welt alles daran setzen, die «IS-Terroristen» in Schach zu halten. Sie mit einem militärischen Grossaufgebot zu bekämpfen, wäre kontraproduktiv. Es würde vielmehr die gerade bei den muslimischen Fundamentalisten beliebte These eines «Kriegs der Zivilisationen» bestätigen und dem «IS» weiteren Zulauf bescheren. «Anstatt die Gefahr des IS zu hypen und damit seine eigene Propaganda zu bestätigen, täten US-Politiker besser daran, die Gruppe als untergeordnetes Problem zu betrachten, das nur bescheidene Aufmerksamkeit verdient», stellt Walt fest.

Der lachende Dritte ist Putin

Der fatalste Irrtum der «Camembert»-Koalition liegt darin, dass sie die wahre Gefahr nicht nur übersieht, sondern gar verharmlost. Sie hat einen Namen: Wladimir Putin. Russland ist heute ein autoritärer Mafiastaat und wird von einer Clique beherrscht, die ihre Macht mit allen Mitteln verteidigt. Im Gegensatz zum «IS» hat Putin eine moderne Armee, und er hat auch Atomwaffen. In der Krimkrise hat Putin auch bewiesen, dass er schamlos lügt, um seine Ziele zu erreichen.

Putin hat alles Interesse daran, dass die vom Westen gegen Russland verhängten Sanktionen wieder aufgehoben werden und er wieder in den Kreis der G-8 aufgenommen wird. Ihm diese Chance auf dem Tablett zu präsentieren, ist nicht nur töricht. Es wäre ein Pakt mit dem Teufel.

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    Alle Leser-Kommentare
  • RatioRegat 25.11.2015 13:36
    Highlight Highlight Meines Erachtens würde eine Zusammenarbeit zwischen dem Westen und Russland in Syrien den Weg für eine Lösung des Ukrainekonfliktes ebnen.
    Solange der Westen aber jede russische Handlung reflexartig verurteilt, wird eine Lösung in beiden Konflikten unnötig erschwert.
    Ich will Putin nicht rechtfertigen. Sein Verhalten betreffend die Ukraine war bzw. ist zweifellos völkerrechtswidrig. Trotzdem ist er nun einmal eine ernstzunehmende Grösse. Der Westen hat weder die Legitimation noch die faktische Möglichkeit, um etwas daran zu ändern.

  • Skianto 25.11.2015 13:31
    Highlight Highlight You Can't Handle The Paris False Flag TRUTH -- Dr. Paul Craig Roberts https://t.co/zmUOJzXHdk
    #falseflag
    • Skianto 25.11.2015 19:02
      Highlight Highlight Die Blitzer-Schafe verstehen das English nicht. 😂😂😂
  • Datsyuk * 25.11.2015 12:30
    Highlight Highlight Watson soll doch bitte mit Putin ein Interview führen.
    • saukaibli 25.11.2015 14:22
      Highlight Highlight Um dem Diktator Putin eine Bühne zu geben? Damit er wie immer sein zwar intelligent klingendes, aber zu 100% verlogenes Geschwätz rauslassen kann? Dass Putin gut ist in Interviews, sich aber an nichts hält, was er da von sich gibt, ist sowieso bekannt, da braucht es watson nicht.
    • Sponge Bob 25.11.2015 20:27
      Highlight Highlight @saukaibli: Und wie genau unterscheiden sich alle anderen Präsidenten der Länder dieser Erde in dieser Hinsicht?
    • Datsyuk * 26.11.2015 12:47
      Highlight Highlight Einfach nur darum, weil man immer beide Seiten anhören sollte.
  • Crecas 25.11.2015 12:25
    Highlight Highlight Putin's Machtzirkel (nicht per se er selber, sondern der Machtapparat, den er mitaufgebaut hat und der Russland heute und auf absehbare Zeit im Griff hat), kann tatsächlich zur Gefahr werden.

    Was aber nicht stimmt, ist Herr Löpfes Aussage, dass Russland eine moderne Armee hat. Man hat nur einzelne moderne Waffen/Einheiten. Das Gros der Armee ist heillos veraltet und unbrauchbar (was man bspw. in Armenien gesehen hat).
    • Philipp Löpfe 25.11.2015 13:11
      Highlight Highlight Putin hat in den letzten Jahren viel Geld zur Modernisierung der Armee ausgegeben
    • RatioRegat 25.11.2015 13:22
      Highlight Highlight Das stimmt. Es bedeutet jedoch nicht, dass dadurch sämtliche Verbände modernisiert wurden. Auf modernstem Stand sind in erster Linie die Nuklearstreitkräfte sowie einige Teile der Luftwaffe und Spezialeinheiten. Bei den Infanterieeinheiten dürften kaum 30% mit modernen Mitteln ausgestattet sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Monti_Gh 25.11.2015 10:49
    Highlight Highlight Hollande macht die gleichen Fehler wie Bush. #bigfail
    • Bijouxly 25.11.2015 14:23
      Highlight Highlight bush hat angegriffen weil er behauptet hatte, dass saddam hussein atomare waffen besitze: das war klar nicht bestätigt. sein primäres ziel war es, saddam hussein zu beseitigen. hollande formiert eine allianz gegen eine terrororganisation, die einen staat bilden will: das ist überhaupt nicht dieselbe ausgangslage.
  • Eisenhorn 25.11.2015 10:31
    Highlight Highlight Lieber Herr Löpfe, ich mag ja ihre Artikel und finde Ihre Sichtweise interessant. Ich fand auch diesen Artikel bis zum letzten Absatz interessant. Lassen sie die Putin Keule doch ab und zu stecken. Putin ist kein Engel, aber Bush hat genauso gelogen bei den Massenvernichtungswaffen. Doppelstandards ftw. . Oder ums ganz bitter zu sagen: Welcher erfolgreiche Politiker lügt NICHT?
    • saukaibli 25.11.2015 14:37
      Highlight Highlight Bush war seinerseits eine der grössten Bedrohungen für die Welt, aber falls du es noch nicht mitbekommen hast: Bush ist seit ca. 7 Jahren nicht mehr an der Macht. Zurzeit ist Putin die wohl grösste Bedrohung für die Welt und das darf auch angesprochen werden. Es ist tatsächlich gefährlich, wenn sich jetzt einige westliche Politiker wieder bei Putin einschleimen. Natürlich ist Putin nicht der einzige mit Dreck am Stecken, aber im Vergleich zu unseren Politikern ist das schon ein ganz anderes Kaliber, ein waschechter Diktator halt.
  • DerWeise 25.11.2015 09:58
  • Jonasn 25.11.2015 09:43
    Highlight Highlight Die grösste Gefahr ist Putin und solange diese ganzen Putin-Trolle nicht sehen, dass klein-wladimir kein lieber und toller, kein starker und unverstandener Mann ist - solange werden wir in Europa ein grosses Problem haben. Ein neuer kalter Krieg? Sind Gebietsgewinne einzig durch Propaganda der neue Atomsprengkopf? Ich finde es im negativen Sinn faszinierend, dass so viele ausblenden, wie unglaublich diktatorisch und menschenverachtend in Russland regiert wird. Und es lässt mich verstehen, wie das in den Dreissigern funktioniert hat.
    • Sponge Bob 25.11.2015 10:18
      Highlight Highlight Wie in den 30er-Jahren? Damals wurde Russland von einem wirklichen Diktatoren regiert, nämlich Stalin, und zwar unangefochten von seinen späteren Alliierten den U.S.A., Grossbritannien, Frankreich u.a.
      Diese Allianz hat uns die Entnazifizierung geschenkt. Nach Ihrer angedeuteten Analogie müsste der Westen mit dem Osten sich jetzt gegen den IS alliieren. Richtig so! Danach können sich Ost und West wie gehabt weiter untereinander um die Welt(vor)herrschaft rangeln. Putin als schlimmen Diktatoren hinszustellen ist hingegen eine dumme Verharmlosung der Greuel Hitlers, Pol Pots und Konsorten.
    • fuegy 25.11.2015 12:55
      Highlight Highlight Ist es nicht so, dass unter Stalin und Mao ähnlich viele Menschen umgebracht wurden, wenn nicht mehr, als Hitler? Ich will Hitler auf keinen Fall verharmlosen, aber in der Kolonialzeit (bis nach dem WW2) haben WIR Europäer nicht auch den Tod Millionen von Menschen zumindest in kauf genommen, um unsere Wirtschaft und den Fortschritt voranzutreiben? Europa muss endlich lernen, dass der Ländergeist (ähnlich dem Kantönligeist) auf absehbare Zeit nicht haltbar ist, wenn Europa auf der Welt einen gewissen Status behalten will. Ich meine nicht die EU aber den Kontinent, Russland mal ausgenommen.
    • ramonke 25.11.2015 13:26
      Highlight Highlight @ Sponge bob
      so wie du den zweiten weltkrieg darstellst waren die sowjets ja die helden. ziemlich weit vorbei an der realität. stalin hatte zuerst lange ein bündniss mit hitler, erst als hitler die sowjetunion angriff suchten die sowjets schutz bei den allierten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jonasn 25.11.2015 09:38
    Highlight Highlight Danke Herr Löpfe. Die Zeiten der USA als Weltpolizei neigen sich dem Ende entgegen. Solange nicht Trump oder ein anderer Hardliner überraschend die Wahlen gewinnt UND in den USA neue Terroranschläge passieren, werden die USA sich weiter zurückziehen. Sie sind kriegsmüde und das Öl ist für die USA bei weitem keine alleinige Triebfeder mehr. Könnte sein, dass sich so mancher noch wünschen wird, dass die Amis wieder Weltpolizei werden, aber anti-Amerikanismus ist recht hip geworden. Europa muss sich emanzipieren, wird es aber kaum schaffen, weil jeder nur auf sich selbst schaut.
    • Sponge Bob 25.11.2015 10:26
      Highlight Highlight Die U.S.A. spielen sich nur als Weltpolizist auf, damit keiner auf die Idee kommt, deren Schulden überall in der Welt einzutreiben. Die handeln aus falsch verstandener Nächstenliebe à la: am nächsten bin ich mir selbst, also liebe ich mich selbst am meisten.
      Wenn schon nur China einfach nur aufhörte U.S.-Anleihen im grossen Stil aufzukaufen, dann würden die U.S.A. insolvent und schliesslich von den Chinesen aufgekauft werden und als chinesisches Hinterland enden.
    • fuegy 25.11.2015 13:03
      Highlight Highlight Die U.S.A spielen Weltpolizei, weil WIR Europäer nicht von unserem viel zu hohen, moralischen Pferd runter kommen und endlich etwas unternehmen was falsch läuft auf dieser Welt! Anstatt Millionen von $/£ in die Welt zu senden, damit das Gewissen beruhigt ist! Das Geld verläuft im Sand, bevor es etwas bewirken kann! Wir Europäer geben den U.S.A den Freipass und sind heimilch froh, dass wir keine Soldaten schicken "müssen"!
    • ramonke 25.11.2015 13:32
      Highlight Highlight @sponge bob
      wo haben sie denn das gelesen? ja die usa haben sehr hohe schulden aber sie sind immer noch die grösste vollswirtschaft der welt und haben inzwischen wieder ein stabiles wachstum. praktisch jeder staat auf der welt, auch china, ist verschuldet allerdings heisst das bei weitem nicht das man als staat somit in gefahr ist. die usa könnten einfach den dollarkurs senken und dann ganz einfach ihre schulden mit ihrem gold bezahlen denn die schulden sind in usd und nicht in yen oder sonst einer währung. das ist ja der trick dabei bei staatsanleihen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sponge Bob 25.11.2015 09:26
    Highlight Highlight So einen Hafenkäse habe ich schon lange nicht mehr gelesen.
    Ausser Europa von den Nazis zu befreien, haben die Russen uns Europäern noch nie etwas ernstes "angetan".
    Jetzt wo wir zuschauen müssen, wie Tausende aus behüteten Familien in wohlstandsgesegneten Städten Europas in die Wüste übersiedeln, wo die Hölle des IS ausgebrochen, um dort mit dem Finger am Abzug Richter und Henker zu spielen, soll mir hier eingeredet werden, dass der IS keinen Einfluss habe auf uns?
    Nachdem IS-Kämpfer Paris überfallen haben, soll Russland als Feind gelten? Verkehrter geht es nicht!
    • Herr Je 25.11.2015 10:39
      Highlight Highlight Ich weiss jetzt nicht genau, was für Sie "Europäer" sind, aber fragen Sie doch mal zum Beispiel einen Tschechen, Polen oder Ungaren nach den Russen.
    • Sponge Bob 25.11.2015 11:08
      Highlight Highlight @Herr Je: Auf diesen Einwand habe ich gewartet. Die Interventionen der Sowjetunion in genannten Ländern waren legitime, unerlässliche, friedenssichernde Massnahmen und haben wahrscheinlich einen nuklearen Weltkrieg verhindert, was mehr als genug Rechtfertigung ist. Die Zahl der Opfer ist weitaus kleiner als jene der Bürgerkriege Nordirlands und Jugoslawiens, sowie der baskischen Aufstände und der rumänischen Revolution. Und in jüngerer Geschiche sind genannte sowjetische Interventionen nicht zu Vergleichen mit den ungleich verheerenderen Interventionen der U.S.A in Irak und Afghanistan.
    • Herr Je 25.11.2015 11:47
      Highlight Highlight Hihi, Herr SpongeBob! Sie machen Ihrem Namen alle Ehre;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • dracului 25.11.2015 09:20
    Highlight Highlight Ohne Putin gibt es keine Lösung und ohne Assad aktuell nicht. Den Käse müsste man um diese Parameter bilden - mindestens übergangsweise.
  • dä dingsbums 25.11.2015 09:17
    Highlight Highlight Die Zitierten Experten scheinen nicht besonders gut informiert zu sein.
    Der militärische Interventionismus der USA ist keine Ausnahmen sondern die Regel. Einfaches Googlen und Wikipedia reichen aus um die Aussage zu wiederlegen: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Milit%C3%A4roperationen_der_Vereinigten_Staaten
    Die Ideologie vom IS wird ausserhalb Syriens und dem Irak nicht Fuss fassen. Echt jetzt? Schon mal vom IS in Lybien gehört? Boko Haram in Nigeria? Ja, es sind keine IS "Staaten" aber sie richten unglaublich viel Leid an und sind nicht einfach zu ignorieren.
    • WinniePuuh 25.11.2015 09:40
      Highlight Highlight Allgemein ein schwacher Artikel. Man sollte den IS also gewähren lassen und versuchen in Schach zu halten?? Bis aus den 500 Mio. Staatseinahmen 5 Mia. werden? Und dann langsam aber sicher aus dem Dornrösschen schlaf aufwachen... Es ist jetzt Zeit zu handeln.
      Die Mächte müssen an einem Strang ziehen. Assad muss weg ja, aber denkt man wirklich, wenn man jetzt Assad durch Marionette ersetzt, dass es besser wird? Das Syrische Volk muss beim Wandel einbezogen werden, die kulturelle und religiöse Vielfalt im Land muss akzeptiert werden, was bei den vielen Einflussgrössen im Moment schwierig ist.
  • blueberry muffin 25.11.2015 09:03
    Highlight Highlight Das ist Obama. Weder Hillary noch irgend einer der Republikaner wird Obamas Strategie weiterziehen.

    Bernie wuerde moeglicherweise auf der selben Schiene fahren.
  • DerWeise 25.11.2015 09:01
    Highlight Highlight Warum muss ich hier täglich einen Anti-Putin Artikel lesen, während über Erdogan und seine Machenschaften kein Wort verloren wird.
    • Tsunami90 25.11.2015 09:14
      Highlight Highlight Weil Putin ungleich gefährlicher ist.
    • DerWeise 25.11.2015 09:24
      Highlight Highlight Stimmt, es war ja Putin, der Libyen, Irak, Syrien und Afghanistan in Mittelalter gebombt und auch sonst zwischendurch mal ne demokratisch gewählte Regierung stürzt.
      Un es war ja auch Putin, der den IS und die Nusra Front über Jaahre aktiv unterstützt hatte....
      *Ironie Off*

      naja... bei der Masse an Artikeln wie diesem, kann ich dir deine Einstellung nicht übel nehmen.
    • ramonke 25.11.2015 13:38
      Highlight Highlight @der weise

      ähm ja die sowjets haben genau das getan einfach ein paar jahrzehnte vor den usa
  • Gottlieb Duttweiler 25.11.2015 08:58
    Highlight Highlight «Der auf militärische Aktionen zentrierte Interventionismus der letzten 14 Jahre war eine Abweichung von der langen Tradition amerikanischer Zurückhaltung; er darf nicht zu einer neuen Norm werden.»

    Selten so gelacht. Damit hat sich diese ganze "Analyse" selber disqualifiziert. Politologen.... pfff!
    • Tsunami90 25.11.2015 09:16
      Highlight Highlight Die USA haben in der Tat eine Isolationistische Tradition. Diese Reicht bis zur Gründung der USA zurück. Die USA sind nicht nur die letzten 60 jahre...
    • nick_the_greek 25.11.2015 09:17
      Highlight Highlight http://academic.evergreen.edu/g/grossmaz/interventions.html
    • Gottlieb Duttweiler 25.11.2015 09:30
      Highlight Highlight Tsunami: Keine Ahnung, was Sie von Beruf sind. Aber wohl kaum Historiker.

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