Wirtschaft
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David Bates, 18, a McDonald's worker from New Orleans, protests with other demonstrators outside the McDonald's headquarters in Oak Brook, Illinois, May 20, 2015. The demonstrators were calling for higher wages and better work conditions. REUTERS/Andrew Nelles

McDonald's-Angestellte demonstrieren für mehr Lohn. Bild: ANDREW NELLES/REUTERS

Warum konservative Politiker, aber auch McDonald’s und Walmart den Mindestlohn entdecken

Bisher galt der Mindestlohn bei den klassischen Ökonomen und den konservativen Politikern als linke Illusion und Job-Killer. Jetzt beginnen viele, ihre Meinung zu ändern.



Als der britische Finanzminister George Osborne kürzlich sein Budget präsentierte und dabei traditionsgemäss ein rotes Köfferchen vor die Kameras hielt, sorgte er für eine Überraschung: Er plädierte für höhere Mindestlöhne. «Zusammen mit höheren Abzügen bei der Einkommenssteuer und Kinderbetreuung steuerte er seine Partei auf ein Terrain, das bisher selbst für Labour als zu riskant galt», stellte der «Economist» verblüfft fest.

epa04836547 British Chancellor of the Exchequer George Osborne holds up the red briefcase outside No 11 Downing Street prior to announcing his budget to parliament in London, Britain, 08 July 2015. Osborne is expected to announce cuts to tax credits and housing benefit as he aims to reduce Britain's budget deficit and promote economic security.  EPA/ANDY RAIN

Der britische Finanzminister und sein rotes Köfferchen.  Bild: ANDY RAIN/EPA/KEYSTONE

Auf der anderen Seite des Atlantiks hat Hillary Clinton ihre erste wichtige Rede zur Lage der amerikanischen Wirtschaft gehalten. Dabei stellte auch sie höhere Mindestlöhne ins Zentrum ihrer Pläne für eine neue Wirtschaftsordnung. Das war mehr als eine Geste an den linken Flügel ihrer Partei. «Mrs. Clintons Rede widerspiegelt einen bedeutenden Wandel in unserem Verständnis, was die Lohnfrage betrifft», kommentiert Paul Krugman in der «New York Times».

Die konservative Front gegen Mindestlöhne bröckelt

Die Mindestlohnfrage galt bisher als traditioneller Zankapfel zwischen links und rechts. Höhere Mindestlöhne stärken die Binnennachfrage und sind daher gut für die Wirtschaft, hiess es im linken Lager. Höhere Mindestlöhne zerstören Jobs und sind schlecht für die Wirtschaft, konterte das rechte. 

Auch die Abstimmung über höhere Mindestlöhne vor einem Jahr in der Schweiz verlief entlang dieser Front – und das konservative Lager gewann deutlich. Doch inzwischen ist die Abgrenzung unscharf geworden. Nicht nur der konservative Osborne entdeckt den Mindestlohn. In den USA haben verschiedene Städte wie Seattle, San Francisco und Los Angeles per Gesetz Mindestlöhne eingeführt, die doppelt so hoch sind wie die national vorgeschriebenen. Unternehmen wie McDonald’s und Walmart – die grössten Arbeitgeber – haben ihre Mindestsätze ebenfalls erhöht. 

«Der weit verbreitete Glaube, ein Ingenieurstudium oder Computerwissenschaften seien gleichbedeutend mit einer Jobgarantie, ist ein Mythos.»

Martin Ford

Wie lässt sich dieser Sinneswandel erklären? Es ist nicht so, dass die Kapitalisten plötzlich ihr Herz entdeckt hätten. Aber die intelligenten unter ihnen haben gemerkt, dass der technische Fortschritt im Begriff ist, unsere Arbeitswelt grundsätzlich umzukrempeln.

Roboter und intelligente Software sind auf dem Vormarsch. Nicht nur bei einfachen Arbeiten ersetzen sie die menschliche Arbeitskraft, sondern selbst dort, wo man es bisher für unmöglich hielt. In Japan ist ein Roboter entwickelt worden, der Erdbeeren pflücken kann. Das wird nicht ohne Folgen bleiben. Martin Ford stellt in seinem Buch «Rise of Robots» fest: «Das Einbinden der neuen Technologien in die Geschäftsmodelle führt dazu, dass praktisch alle Branchen weniger arbeitsintensiv werden – und dieser Wandel könnte sehr schnell erfolgen.»

A humanoid robot works side by side with employees in the assembly line at a factory of Glory Ltd., a manufacturer of automatic change dispensers, in Kazo, north of Tokyo, Japan, July 1, 2015. Japanese firms are ramping up spending on robotics and automation, responding at last to premier Shinzo Abe's efforts to stimulate the economy and end two decades of stagnation and deflation. Picture taken July 1, 2015. REUTERS/Issei Kato

Ein Roboter arbeitet Seite an Seite mit einem Menschen. Bild: ISSEI KATO/REUTERS

Bis anhin haben die klassischen Ökonomen auf diese Entwicklung stets mit der so genannten «lump of labour fallacy» geantwortet. Sie besagt Folgendes: Der technische Fortschritt zerstört zwar tatsächlich traditionelle Arbeitsplätze, aber er schafft gleichzeitig auch neue. Es ist daher ein Trugschluss, zu glauben, die Menge der Arbeit bleibe immer gleich. Es entstehen laufend neue Jobs und neue Berufe. Software-Ingenieure und «Nailstudios» beispielsweise kannte man vor 100 Jahren noch nicht.

Die Gesetze des Arbeitsmarktes werden auf den Kopf gestellt

Die These der «lump of labour fallacy» wird der jüngsten Entwicklung jedoch nicht mehr gerecht. Das lässt sich mit den so genannten Opportunitätskosten erklären (keine Angst, dieser Begriff ist einfach zu begreifen): Stellt euch vor, Roger Federer wäre nicht nur ein genialer Tennisspieler, sondern auch ein exzellenter Koch. Unter den bestehenden Bedingungen ist es sinnvoll, dass er einen Koch anstellt. Er kann ja nicht gleichzeitig kochen und trainieren. Gemeinsam schaffen Federer und der Koch mehr Wohlstand.

Intelligente Software wird dies ändern, denn sie kann unendlich geklont werden. Als Roboter könnte Federer sowohl kochen als auch Tennis spielen, der Koch würde daher überflüssig. Der technische Fortschritt verringert somit tatsächlich die Anzahl der Arbeitsplätze. «Das Gesetz des komparativen Vorteils muss daher bald neu überdacht werden», stellt Ford fest. 

A customer uses the self-checkout, pictured on March 5, 2013, at the Migros branch in Baden, Switzerland. Migros is Switzerland's the largest retail company. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ein Kunde benutzt die Selbstbedienungskasse, aufgenommen am 5. Maerz 2013 in der Migros-Filiale in Baden. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Automaten ersetzen den Menschen der Kasse. Bild: KEYSTONE

Heute schon können wir die ersten Symptome dieser Entwicklung beobachten. Migros und Coop forcieren das Self-Check-out. Die beiden Grossverteiler betonen zwar, dass sie deswegen keine Jobs abbauen, doch wer mag es glauben? In zehn Jahren wird es wahrscheinlich etwa gleich viel mit einem Menschen bestückte Kassen im Supermarkt haben wie Tageszeitungen: nämlich keine mehr.

«Wir werden bald viele Yoga-Lehrer mit einem Doktortitel haben.»

Tylor Cowen

In vielen Ländern herrscht heute schon ein beträchtlicher Überschuss an Arbeitskräften. Als McDonald’s vor ein paar Jahren 50'000 neue Jobs ausgeschrieben hatte, meldeten sich an einem Tag mehr als eine Million Interessenten. Einen Job bei McDonald’s zu ergattern, sei inzwischen schwieriger geworden als einen Studienplatz in Harvard zu erhalten, kommentiert Ford sarkastisch. 

Nicht nur die ungelernten Arbeitskräfte sind von dieser Entwicklung betroffen. Obwohl die Banken wieder kräftige Gewinne schreiben, ist an der Wall Street die Anzahl der Banker von 150'000 auf 100'000 gesunken. Das ist erst der Anfang. Der Ökonom Tyler Cowen geht in seinem Buch «Average is Over» davon aus, dass die digitale Wirtschaft für rund 80 Prozent der Arbeitnehmer keine vernünftige Arbeit mehr haben wird. «Wir werden bald viele Yoga-Lehrer mit einem Doktortitel haben», kommentiert Cowen süffisant. 

Wer kein Geld in der Tasche hat, kann auch nicht konsumieren

Wer glaubt, Naturwissenschaften seien die Lösung, der könnte ebenfalls eine böse Überraschung erleben. «Der weit verbreitete Glaube, ein Ingenieurstudium oder Computerwissenschaften seien gleichbedeutend mit einer Jobgarantie, ist ein Mythos», stellt Ford fest. «Es wird immer offensichtlicher, dass immer mehr Menschen, die glauben, ausbildungstechnisch alles richtig gemacht zu haben, Schwierigkeiten haben, in der Wirtschaft Fuss zu fassen.» 

Das Überangebot auf dem Arbeitsmarkt führt zu stagnierenden, ja fallenden Gehältern. Mit steigenden Mindestlöhnen soll dieser Tendenz entgegengesteuert werden. Selbst klassische Ökonomen und konservative Politiker beginnen, dies zu begreifen. Eine verarmte Bevölkerung kann schlecht konsumieren.

«Das Einbinden der neuen Technologien in die Geschäftsmodelle führt dazu, dass praktisch alle Branchen weniger arbeitsintensiv werden – und dieser Wandel könnte sehr schnell erfolgen.»

Martin Ford

Ob sich allerdings damit das Problem lösen lässt, ist fraglich. Sollte die zunehmende Technisierung der Arbeitswelt zur Verarmung der Menschen führen, dann muss eine Lösung gefunden werden, wie der durch die Technisierung geschaffene Wohlstand auch gerecht verteilt werden kann.  

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    Alle Leser-Kommentare
  • DinoW 21.07.2015 13:05
    Highlight Highlight Warum wird eigentlich eine Lösung nie behandelt: Die Verkürzung der Arbeitszeit? Ist natürlich nicht überall möglich, ein Migros kann ja schlecht nur noch halbtags öffnen. Aber wenn der technische Fortschritt ermöglicht, die anfallende Arbeit (z. B.) 25% schneller zu erledigen, könnte man ja auch 25% weniger arbeiten, oder? Anstatt im Schnitt 3h am Tag unproduktiv zu sein könnte man ja dann statt 8 nur noch 6 Stunden arbeiten, oder?
    • qumquatsch 21.07.2015 16:20
      Highlight Highlight Das Problem hierbei ist, dass eine Verkürzung der Arbeitszeit mit einer erhöhten Kosumzeit gleichkommt. Dies bedeutet zwar einen Ökonomischen Aufschwung zwischenzeitlich, mittelfristig wird das Geld aber wiederum zum Problem.

      Das Problem an Mindestlöhnen an sich, ist nicht der "Phöse Jobverlust", welcher ständig gepredigt wird. Nein, das Hauptproblem ist, dass dies nur einen Effekt hat, solange man an einem Ort besser verdient als an einem anderen (PPP-Theory, oder auch BigMac Index), weil nur dann die Kaufkraft auch mittel- bis langfristig steigen kann.
    • DinoW 22.07.2015 08:36
      Highlight Highlight Teilzeitarbeit ist meiner Meinung nach der falsche Begriff, es ginge eher darum, 100% neu zu definieren. Schliesslich ist das ja nur eine mehr oder weniger willkürliche Festlegung, die man auch anpassen könnte.
  • amore 21.07.2015 12:58
    Highlight Highlight Nur das bedingungslose Grundeinkommen wird uns dereinst aus dieser Klemme helfen. Nur können sich das die meisten Köpfe noch überhaupt nicht vorstellen. Aber es wird kommen. Noch nicht mit der nächsten Abstimmung. Aber später.
    Vor kurzer Zeit konnte sich die Mehrheit auch nicht vorstellen, dass die Schweiz ihr Schwarzgeldmodell mit Beratungen von gesetzeswidrigen Steuerhinterziehungen in anderen Ländern aufgeben wird/muss. Die Aussage von alt BR Merz «ihr werdet euch die Zähne am Bankgeheimnis ausbeissen» ist zur Lächerlichkeit verkommen. Ein internationaler Informationsaustausch wird Standard sein. So dass alle nach ihren wirtschaftlichen Kräften Steuern bezahlen. Eigentlich eine Normalität in einer christlichen, solidarischen und liberalen Gesellschaft.
    • Nico Rharennon 21.07.2015 18:16
      Highlight Highlight Wieso das Wort "christlich"?
    • stadtzuercher 22.07.2015 08:37
      Highlight Highlight Das ist schlicht eine Fehlüberlegung, dass mit dem BGE die Reichen mehr besteuert würden. Die Initianten wollen die Mehrwertsteuer massiv anheben, das würde die Geringverdienenden treffen und die Reichen entlasten, neoliberale Steueragenda. Wennschon müsste man die Kapitalgewinne besteuern, weil der Gewinn den ein Roboter erarbeitet ist schlicht ein Kapitalgewinn, heute komplett steuerbefreit. So wie das BGE angedacht ist im Moment, würde damit eine grosse Schicht Geringverdiener entstehen und wenige Prozent praktisch steuerbefreite extrem Reiche.
    • Nico Rharennon 22.07.2015 12:56
      Highlight Highlight Das loslösen von der Kirche impliziert eben genau, dass wir unsere christlichen Werte ablegen. Die christliche Religionen gingen Jahrhunderte lang gegen sämtliche freiheitlichen Strömungen und Ideen massiv vor. Beinahe alles, was wir heute in unserer aufgeklärten Gesellschaft als selbstverständlich betrachten haben wir gegen die christliche Kirche erkämpfen müssen. z. B. Recht auf Bildung, freie Meinungsäusserung, freie Religionsausübung, Gleichstellung von Mann und Frau, Befreiung von kirchlichen Steuern etc.
      Ich weiss sie wollen mir jetzt vortragen, dass es einen Unterschied zwischen religiösen Werten und der Kirche gibt. Da die Kirche aber das religiöse Sprachrohr ist lasse ich diese Aussage nicht gelten. Zumal es neben all den positiven Aussagen des Glaubens (Barmherzigkeit etc.) auch genügend Negative gibt (z. B. Auge um Auge etc.)
      Ihre Aussage impliziert weiter, das ein Moslem, ein Jude oder auch ein Buddhist niemals die selben positiven Werte erreichen kann wie ihr Christen. Von uns Atheisten (die gemäss euren "christlichen Werten" allesamt zur Hölle fahren werden) haben wir dann noch gar nicht gesprochen. :-P
  • Matthias Studer 21.07.2015 12:06
    Highlight Highlight Ich sehe das wie im letzten Abschnitt beschrieben, mehr Lohn bedeutet mehr Konsum und das Geld kommt schneller wieder in den Umlauf als bei Aktionären.
  • Angelo C. 21.07.2015 11:29
    Highlight Highlight http://wat.is/qxcvIBAA6UX7v1SD (Ihr statement vor wenigen Tagen)


    Zitat aus dem heutigen Artikel :

    "Roboter und intelligente Software sind auf dem Vormarsch. Nicht nur bei einfachen Arbeiten ersetzen sie die menschliche Arbeitskraft, sondern selbst dort, wo man es bisher für unmöglich hielt. In Japanist ein Roboter entwickelt worden, der Erdbeeren pflücken kann. Das wird nicht ohne Folgen bleiben. Martin Ford stellt in seinem Buch «Rise of Robots» fest: «Das Einbinden der neuen Technologien in die Geschäftsmodelle führt dazu, dass praktisch alle Branchen weniger arbeitsintensiv werden – und dieser Wandel könnte sehr schnell erfolgen.»"

    Und was wollen wir jetzt, Herr Löpfe - mehr Zuwanderung unqualifizierter Wirtschaftsflüchtlinge, oder einen Garantielohn, da diese, als Mindergebildete, hierzulande eh nie einen ihren Fähigkeiten entsprechenden Job finden 😉?

    Entscheiden Sie sich doch bitte 😎!
    • saukaibli 21.07.2015 12:32
      Highlight Highlight Schon faszinierend wie die Rechts-Konservativen es schaffen, jedes, aber auch wirklich jedes Thema mit der Zuwanderungsfrage zu verknüpfen. Das lässt einen doch tatsächlich befürchten dass da in der ganz rechten Ecke nicht doch ein bisschen Intelligenz schlummert.
    • Big ol'joe 21.07.2015 14:00
      Highlight Highlight Sie vergleichen ein Interview mit einem normalen Artikel? Sind die Statements im Interview von PL oder nicht?

      Entscheiden Sie doch Bitte ;)
    • Nico Rharennon 21.07.2015 14:25
      Highlight Highlight Angelo, habe im anderen Artikel extra den Link zur Bundesstatistik zur Einwanderung angehängt... Es sind eben hauptsächlich Einwanderer auf der tertiären Stufe, also auf Hochschulreife.
      Die "schwierigen Fälle" betragen etwa 2200 im Jahr und sind bei einem Total von 1.9 mio Ausländer mathematisch vernachlässigbar.
      Zum Thema: was es wirklich brauchen würde, wären Steuern auf Roboter. Wenn eine Firma eine Stelle streicht und sie durch einen Roboter ersetzt, müsste sie wenigstens für den Roboter was bezahlen. Somit würde wenigstens ein Teil der fehlenden Einnahmen wieder rein kommen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hackphresse 21.07.2015 11:18
    Highlight Highlight Antwort auf den allerletzten Abschnitt: BGE!
    Wer die Zeichen nicht erkennt wie Selfservice Kassen, Onlinebanking, Roboterarbeit, etc., der hat einfach zu viel Sand im Kopf, vom Kopf im Sand.
    • B1O 21.07.2015 11:38
      Highlight Highlight BGE?
    • Hackphresse 21.07.2015 16:43
      Highlight Highlight B1O
      Bedingungsloses Grundeinkommen
    • stadtzuercher 22.07.2015 08:43
      Highlight Highlight Das BGE ist ein unscharfes Wunschbild, wo jeder seine Utopie reinprojeziert. Wie ein BGE mit einer PFZ/Globalisierung funktionieren soll (mein Angestellter aus Spanien arbeitet dann gratis), wurde etwa nie beantwortet. Anstatt sich mit unrealistischen Utopien zu beschäftigen, würde man besser ganz konkret der Frage nachgehen, die von Löpfe gestellt wurde, nämlich "wie der durch die Technisierung geschaffene Wohlstand auch gerecht verteilt werden kann. " Die Finanzierung eines BGE durch höhere Konsumsteuern ist wohl kaum der Weg der gerechten Verteilung. Kapitalgewinne besteuern schon eher.
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