Wirtschaft
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Trump mit dem Geschenk

Bild: montage: watson/lea, material: keystone

Die perversen Folgen von Trumps Steuergeschenken

Beispiel FedEx: Der globale Kurierdienst konnte seine Steuern von 1,5 Milliarden Dollar auf null reduzieren. Der Mittelstand guckt derweil in die Röhre.



Die Mehrheit der Ökonomen hat davor gewarnt, dass das 1,5-Billionen-Dollar-Steuergeschenk von Präsident Trump an die Unternehmen und die Superreichen im besten Fall ein kurzzeitiges Strohfeuer bewirken würde. Nun, sie haben Recht bekommen. Die «New York Times» zeigt dies exemplarisch am Beispiel des globalen Kurierdienstes FedEx.

Frederick Smith, der Gründer von FedEx, hat sich mächtig dafür eingesetzt, die Unternehmenssteuern zu senken: «Es gibt keinen Zweifel daran, dass wir eine neue Investitionswelle erleben werden, wenn wir die Vereinigten Staaten zu einem besseren Ort für Investitionen machen», erklärte er 2017 jedem, der es hören wollte.

epa05590120 CEO and President of Fedex Express David Bronczek (C-R) and US ambassador to France Jane Hartley (C-L) pose with French FedEx workers after the presentation of the future extension of the FedEx hub in the North of Paris, France, 18 October 2016. Reports state FedEx will invest some 200 million euro to extend the facilities with some 40 per cent. The hub currently manages some 63.000 parcels per hour. FedEx employs some 2.500 staff at the Paris hub.  EPA/ETIENNE LAURENT/POOL MAXPPP OUT

Eine FedEx-Crew posiert auf dem Flughafen von Paris. Bild: EPA/EPA POOL

Smith plädierte nicht nur für massive Steuersenkungen, er liess sich dieses Plädoyer auch rund zehn Millionen Dollar für Lobbyarbeit kosten. Mit Erfolg. Die wichtigste Handlung von Präsident Trump in seinem ersten Amtsjahr war eine massive Senkung der Unternehmenssteuer.

Dabei wurde geklotzt: Insgesamt hat das Steuergeschenk rund 1,5 Billionen gekostet (Billionen im deutschen Sinn). Die USA werden dies locker verkraften können, wurde damals argumentiert, die Unternehmen würden im Gegenzug massiv investieren, neue Arbeitsplätze schaffen und so für noch üppiger sprudelnde Steuereinnahmen sorgen. Ein dauerhaftes jährliches Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 4 Prozent und mehr wurde in Aussicht gestellt.

So weit zur Theorie. Die Praxis sieht wie folgt aus: Zunächst hatte die US-Wirtschaft tatsächlich ein «Zuckerhoch». Das BIP-Wachstum schnellte in den Bereich von 3-4 Prozent hoch. Doch inzwischen ist die Wirkung verpufft. Das BIP wächst derzeit weniger als 2 Prozent, Tendenz sinkend.

Für Smith und FedEx ist die Rechnung jedoch voll aufgegangen. Die Steuerrechnung des globalen Kurierdienstes hat sich von rund 1,5 Milliarden Dollar im Jahr 2017 auf null im Jahr 2018 reduziert. Gemäss Plan hätte das Unternehmen somit sehr viel Geld für neue Investitionen zur Verfügung gehabt. Doch das ist nicht geschehen. 2018 wurde weniger investiert als 2017, im laufenden Jahr sind die Investitionen nochmals gesunken.

«In der Amtszeit von Mr. Trump haben die Investitionen der Wirtschaft seit den Steuerkürzungen insgesamt langsamer zugenommen als zuvor.»

New York Times

Was also ist mit den eingesparten Milliarden passiert? Sie wurden für Dividendenerhöhungen und den Rückkauf von Aktien verwendet. Mit anderen Worten: Sie sind vollumfänglich in die Taschen der Aktionäre geflossen und damit zu denen, die eh schon reich sind.

Die Mitarbeiter hingegen haben gar nichts erhalten. Die Löhne stagnieren, die Boni für die Arbeiter wurden teilweise gekürzt.

FedEx ist ein krasses Beispiel, aber keine Ausnahme: «Vom ersten Quartal 2018 an, als das neue Steuergesetz in Kraft trat, haben die Unternehmen beinahe dreimal mehr für Dividendenerhöhungen und Aktienrückkäufe – sie führen zu einem höheren Aktienkurs – aufgewendet als für Investitionen», stellt die «New York Times» fest.

Weil FedEx wie erwähnt keine Ausnahme ist, sieht die volkswirtschaftliche Bilanz wie folgt aus: «In der Amtszeit von Mr. Trump haben die Investitionen der Wirtschaft seit den Steuerkürzungen insgesamt langsamer zugenommen als zuvor.»

Former President Bill Clinton speaks during funeral services for U.S. Rep. Elijah Cummings, D-Md., at the New Psalmist Baptist Church in Baltimore, Md., on Friday, Oct. 25, 2019. (Joshua Roberts/Pool via AP)

«It's the economy, stupid», pflegte Bill Clinton zu dozieren. Bild: AP

In einem Jahr wird wieder gewählt, und Trump ist dabei, Bill Clintons «Es-ist-die-Wirtschaft,-Dummkopf»-Lektion am eigenen Leib zu erfahren. Die amerikanische Wirtschaft hat den Gipfel des Aufschwungs überschritten und tritt in eine schmerzvolle Entschuldungsphase ein. Der industrielle Sektor befindet sich – teilweise teils der unsinnigen Handelspolitik geschuldet – bereits in einer Rezession.

Vorläufig hält der private Konsum die Wirtschaft über Wasser, doch der private Konsum ist ein launisches Wesen. Er kann über Nacht einbrechen. Ob Trump Impeachment und schwächelnde Wirtschaft überleben kann, wird sich zeigen.

In Europa macht sich der Wirtschaftsabschwung bereits deutlich bemerkbar. Deutschland ist knapp einer Rezession entkommen, das BIP-Wachstum ist jedoch bei mickrigen 0,1 Prozent angelangt. In der gesamten Eurozone liegt es gerade mal bei 0,2 Prozent.

epa07971267 President of European Central Bank (ECB) Christine Lagarde arrives for the first day in office in Frankfurt Main, Germany, 04 November 2019.  EPA/ARMANDO BABANI

Kann sie Europa über Wasser halten? Christine Lagarde, die neue Präsidentin der Europäischen Zentralbank. Bild: EPA

Die Wirtschaft des alten Kontinents lebt ebenfalls vom Konsum und schlafwandelt in eine Rezession. Christine Lagarde, die neue Präsidentin der Europäischen Zentralbank, befindet sich in einer misslichen Lage. Anders als ihr Vorgänger Mario Draghi hat sie kaum noch geldpolitische Munition zur Verfügung.

Gefordert wären nun fiskalische Massnahmen der Staaten, insbesondere der Konjunkturlokomotive Deutschland. Doch es wird eher schwarz schneien, als dass Berlin sich von seiner unsinnigen «Schwarze-Null»-Politik verabschiedet.

Schafft es Trump im Amt zu bleiben?

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89Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Brunhilde 19.11.2019 06:38
    Highlight Highlight Aktionäre sind nicht „eh schon reich“. Viele „normale“ Menschen investieren in den USA in Aktien, auch mangels anderer ertragbringender Anlagen. Übrigens auch bei uns (über die Pensionskassen). Oder wie glauben werden die Renten der ewigen Kritiker denn finanziert? Die Kritik greift deshalb zu kurz, auch wenn man die fehlenden Investitionen durchaus beklagen kann. Aber das ist auch branchenabhängig.
  • Paedu87 18.11.2019 23:24
    Highlight Highlight Eine Rezession ist nichts schlechtes... Höchstens für die Politiker die aktuell an der Macht sind. Lasst es endlich geschehen... Es kommt sowieso.

    Zu den Steuergeschenken. Der Quatsch wird nun schon seit Jahrzehnten erzählt. Nein, weniger Steuern gibt nicht mehr Investitionen. Es gibt mehr Geld für die Unternehmen. Manchmal investieren die dann und manchmal nicht. Ist jetzt auch nicht do schwer vorauszusehen welche investieren. Ich meine wieso soll FedEx investieren? In der Branche aktuell schlicht nicht nötig.
  • Todesstern 18.11.2019 20:07
    Highlight Highlight Ich habe es in 2007 schon gesagt und ich werde sie jetzt noch mal sagen:

    Es gibt kein unendliches Wachstum auf einem Planeten mit begrenzten Ressourcen.

    Dazumal wurde ich als Spinner abgetan.
    • Dr. Rantanplan 19.11.2019 00:09
      Highlight Highlight LOL 2007! Das hat der Club of Rome schon in den 60ern publiziert in: Grenzen des Wachstums.
    • Kruk 19.11.2019 09:30
      Highlight Highlight Ist eigentlich jedem Menschen klar.

      Nur denken viele, dass es bis zu ihrem Tod schon reichen wird.
      Halt ein kranker Egoismus.
  • Auric 18.11.2019 19:06
    Highlight Highlight " anderen Worten: Sie sind vollumfänglich in die Taschen der Aktionäre geflossen und damit zu denen, die eh schon reich sind."


    Ein Aktionär muss nicht automatisch reich sein

    Viele auch unreiche Amerikaner haben ihre Pensionen in Aktien investiert, haben ihre Spargelder anstatt für Negativzinsen in Aktien investiert, Pensionskassen sind ganz stark im Aktienmarkt vertreten, und die Nutzniesser der Pensionen sind ganz normale Steuerzahler.

    Aber richtig, der Trump hätte die Billion im Versuch einsetzen können mehr Kriegstage als der bisherige Rekordhalter Obama zusammen zu bekommen.
    • Billy the Kid 20.11.2019 12:26
      Highlight Highlight @Auric
      Über 50% der Amerikaner besitzen weniger als 1000 Dollar auf der Bank - aber etwa 5500 Dollar Schulden. Mit was wollen Sie da noch Aktienpakete erwerben?
      Falls Ihr Lohn seit 40 Jahren stagniert, die Inflation noch den mickrigen Rest wegfrisst und die Gewerkschaften so gut wie nicht mehr existieren - dann ist der derzeitige Zustand ihrer Pensionskasse wohl nicht das Wichtigste auf der Welt. Abgesehen davon - sobald die Börse taucht sind dann auch wieder all die schönen "Gewinne" futsch.
  • namib 18.11.2019 18:50
    Highlight Highlight @Löpfe: Wer immer wieder fiskalische Massnahmen bei unserem nördlichen Nachbarn fordert, soll sich doch bitte einmal fragen, wer denn all die staatlichen Aufträge überhaupt ausführen soll. Im deutschen Bauhauptgewerbe herrscht zum Beispiel nahezu Vollbeschäftigung. Man hat allergrösste Mühe, überhaupt Facharbeiter zu finden, welche freie Kapazitäten haben. In dieser Situation wirken sich staatliche Bauaufträge allerhöchstens preistreibend aus.
    • andy y 19.11.2019 05:03
      Highlight Highlight Und trotzdem werden die Fachkräfte in DE mit einem Hungerlohn bezahlt
    • insert_brain_here 19.11.2019 13:33
      Highlight Highlight In Deutschland passiert das selbe wie in den USA, Angela Merkel verschleiert die Geschenke an ihre Geldgeber einfach cleverer als Trump. Seit Jahren hört man nur von der brummenden Wirtschaft und der sinkenden Arbeitslosigkeit, dass die Reallöhne dabei nicht steigen, ein immer grösserer Teil der Arbeitnehmer trotz Vollzeitstelle vom Sozialamt abhängig ist und das ganze Plus in die Taschen einiger weniger fliessen wird damit kaschiert.
    • namib 19.11.2019 15:43
      Highlight Highlight @Insert brain: Dass die Reallöhne in Deutschland nicht steigen, mag interessant tönen, ist aber schlicht falsch. Seit 2010 stiegen diese um durchschnittlich 1.22% pro Jahr:

      https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/Realloehne-Nettoverdienste/Tabellen/liste-reallohnentwicklung.html

      Es würde helfen, die Dinge etwas differenzierter zu betrachten. Dass die Schere zu weit aufgegangen ist, ist unbestritten. Die Argumente gegen diese Entwicklung sollten aber einer 30-Sekunden-Google Suche standhalten. Sonst sind sie wertlos.
    Weitere Antworten anzeigen
  • derWolf 18.11.2019 17:46
    Highlight Highlight Aber John Smith in New Wasweissich hat nun einen Sklavenjob, und dies dank Trump! So sieht es leider die Basis der trumpschen Wähler. Hier darf man wohl (endlich) von einer ungebildeten, die Zussamenhänge nicht verstehenden Wählerschaft reden. Traurig wie tief der US Bildungsstand tatsächlich zu sein scheint. Wirklich neu ist das nicht, der definitive Beweis wurde nun (wenn man die alleinige Wahl von Trump beiseite lässt) nun erbracht. Jeder wusste das diese Erkentnis kommt, den Trump Wähler wird aber auch das, weil es ihnen eben zu kompliziert ist, nicht beeindrucken. J. Smith lässt Grüssen
  • mätschli 18.11.2019 17:25
    Highlight Highlight Lieber Philipp Löpfe
    Der BIP Barometer der USA ist beinahe doppelt so gross wie in der restlichen Industriewelt, ausgenommen die Zweitländer wie z. Beispiel China oder Indien.
    Nachsatz
    Was machen Sie, wenn Trump als Präsident abgewählt wird, dann geht Ihnen der tägliche Schreib-Stoff aus.
    Mit anderen Worten; Trumpi sichert täglich Ihre Kommentare, darum ein bisschen Dankbarkeit!!!!
    • El Vals del Obrero 18.11.2019 19:51
      Highlight Highlight "Ich habe den grössten Barometer der Welt!"
      "Und was zeigt er denn an?"
      "Keine Ahnung, aber es ist der grösste Barometer!"
    • Le French 19.11.2019 06:30
      Highlight Highlight Mätschli, genau so argumentieren Trump Fans. „Wir haben den grössten BIP. Wir sind die besten“. Völlig unqualifizierte Aussage. Kleiner Tip: Rechne die Einwohnerzahl mal mit und vergleich das dann mit der Schweiz.....uppss.
  • Kampfsalami 18.11.2019 17:01
    Highlight Highlight Immer wegen den Steuern jammern, nach Zug oder Schwyz ziehen und dann mit dem SUV oder Porsche nach Zürich fahren und von der Infrastruktur und den höheren Löhnen zu profitieren und gleichzeitig über verstopfte Strassen und überfüllte Züge jammern und die Welt geht unter weil die Vignette 80 Fr kosten soll. Tja die armen Reichen...
    • Leider Geil 18.11.2019 20:55
      Highlight Highlight ...oder mit dem Porsche-SUV.
    • insert_brain_here 19.11.2019 14:43
      Highlight Highlight So funktioniert der typische SVP-Wähler: Zieht aufs Land in eine Schlafgemeinde weil in der Stadt zu viel Verkehr und zu hohe Steuern, fährt dann mit dem Auto wochentags zur Arbeit und zum Shopping und am Wochenende in den Ausgang, dabei beklagt er sich jeweils über Stau und Parkplatzknappheit während er Infrastruktur nutzt die mit anderer Leute Steuern bezahlt wird.
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 18.11.2019 16:58
    Highlight Highlight Die Unternehmensgewinnsteuern sind das Dümmste. Sie werden nur von den kleinen einheimischen Unternehmen bezahlt. Grosse Unternehmen lassen ihn dort entstehen, wo die Steuern am tiefsten sind und ausländische Unternehmen bezahlen in der Schweiz gar keine Unternehmensgewinnsteuern. Deshalb gehören die Unternehmensgewinnsteuern endlich komplett abgeschafft. Besteuern sollte man den Konsum.
    • Oberon 18.11.2019 17:55
      Highlight Highlight Falsch, die Unternehmen müssen dort steuern zahlen wo sie Umsatz generieren.
    • locogoa 18.11.2019 18:40
      Highlight Highlight @oberon
      In der Theorie schon....
      Nur leider zeigen Beispiele wie Apple wie man Gewinne auch in andere Länder verschieben kann....
    • Besser Wisser 18.11.2019 19:28
      Highlight Highlight @Oberon
      Das stimmt leider nur begrenzt. Viele Unternehmen legen die Einkaufs- bzw. Importpreise nach dem Marktminus System fest. So wird sichergestellt das kein Gewinn in anderen Ländern entsteht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 18.11.2019 16:50
    Highlight Highlight Das Problem in Deutschland sind die unzähligen Markteingriffe (Kinderbaugeld, Mietpreisbremse, E-Auto-Kaufprämie usw.) und die hohe Steuerlast. «Schwarze-Null»-Politik hilft den zukünftigen Generationen, denn diese müssen sich dann nicht mit den hohen Schulden herumschlagen. Dass Deutschland einen Finanzminister hat, der selbst das ganze Geld auf dem Sparbuch bunkert und eine riesige Staatspension bekommt, ist ein weiteres Problem. Aktionäre (cleveres sparen) wird durch immer mehr Steuern bestraft.
    • Platon 18.11.2019 20:12
      Highlight Highlight @neoliberaler
      Die künftigen Generationen leiden aber jetzt am Lehrermangel. Und hör gefälligst auf über Schulden zu palavern bei Negativzinsen!!! Bist du nun Kapitalist oder nicht?! Wenn ja, dann würdest du ja bestimmt investieren statt dich mit einer schwarzen Null rumzuschlagen. Früher wurde einem in der Ökonomie noch beigebracht, dass man investieren solle, wenn das Geld billig ist. Seit dem Neoliberalismus muss der Staat aus Prinzip sparen. Völlig absurd!!! Diese dumme Ideologie hat uns all die Probleme eingebrockt die wir heute haben.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 19.11.2019 08:41
      Highlight Highlight @Platon Ja, heutzutage sind die Zinsen tief. Aber dies kann sich ändern, vor allem wenn man das Geld wie in früheren Jahren verschleudert. Zum Investieren hätte Deutschland schon heute genug Geld. Die Steuerlast ist enorm (2. höchste der OECD!).
    • Platon 19.11.2019 13:58
      Highlight Highlight @neoliberaler
      Mit Steuersenkungen werden bestimmt keine neuen Lehrer eingestellt und in öffentliche Infrastruktur investiert! Lass es doch einfach bitte sein!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 18.11.2019 16:37
    Highlight Highlight Es ist immer das gleiche Märchen, dass die bürgerlichen Vertreter der Reichen gerne erzählen. Es wird immer behauptet, dass es einen Zusammenhang zwischen Höhe der Steuern und dem Wirtschaftswachstum gäbe, aber das ist etwa genau so wahr, wie der Spruch, dass der Markt alles regelt.

    Hier zum Beweis ein Blog, der die Steuern und das BIP in Amerika zwischen 1916 und 2011 darstellt und das einzige was man da gesichert sagen kann; Je tiefer die Steuern, desto höher wird die Staatsverschuldung!

    http://www.martyduren.com/2012/09/17/charting-tax-rates-and-economic-growth-in-the-u-s/

    Benutzer Bild
    • Krise 18.11.2019 18:59
      Highlight Highlight Was für ein Durcheinander 😅
    • Lowend 18.11.2019 21:42
      Highlight Highlight Tja, die Welt ist halt komplex. Wer es einfach liebt, folgt Populisten. Wer Lügen liebt, folgt Trump. 😉
  • MeinAluhutBrennt 18.11.2019 15:47
    Highlight Highlight Sind Sie eigentlich der Hofnarr der Atlantikbrücke Sektion CH und müssen quasi jeden Tag das gleiche Stück aufführen? ist das nicht enorm Kräfte-und Nervenraubend für Sie? (Für uns sowieso)
    • reactor 18.11.2019 16:50
      Highlight Highlight Für mich nicht, sprechen sie nicht pauschalisieren von "uns".
    • ingmarbergman 18.11.2019 17:53
      Highlight Highlight Gähn, „Atlantikbrücke“. Mit deinem Diplom von der Youtube-Universität kannst du hier niemanden beeindrucken.
      Du bist hier nicht bei 20minuten. Hier diskutieren die Erwachsenen ernsthaft miteinander und wir möchten dass dies auch so bleibt.
    • outdoorch 18.11.2019 18:43
      Highlight Highlight Kann mich @reactor nur anschliessen.

      Leute, die mich ohne Absprache in ihr persönliches Meinungsbild miteinbeziehen wollen, bereiten mir zudem immer ganz besonders viel Freude. Definitiv ein „no go“.
    Weitere Antworten anzeigen
  • davej 18.11.2019 15:43
    Highlight Highlight Bei uns wird auch jedes Jahr über mindestens eine Steuervorlage abgestimmt. Meistens mit einem Ja... Hinter unserem Rücken, werden noch mehr Steuer und Gewinnsteuersenkungen durch gewunken. Aber so läuft es in der Politik, wenn Reiche und Unternehmer ( SVP/FDP) in der Politik sitzen ( zb Martullo-Blocher ). Nein entschuldige, die sitzen ja in der Politik, weil die das beste für alle wollen und nicht das beste für ihr Kontostand..Genau
  • ast1 18.11.2019 15:30
    Highlight Highlight The Gospel of Supply Side Jesus: https://imgur.com/gallery/bCqRp
  • willi202202 18.11.2019 15:29
    Highlight Highlight Unternehmenssteuersenkungen haben nur geringen Einfluss auf Löhne, BIP und Investitionen. Aber seit Jahrhunderten sind die Liberalen mit diesem Propagandamärchen unterwegs..."steuersenkungen finanzieren sich selbst" .... So ein Schwachsinn. https://steuermythen.de/wp-content/uploads/Mythos12.pdf
  • ingmarbergman 18.11.2019 14:58
    Highlight Highlight Trickle down funktioniert bestens...für die oberen 1%

    Aber hej, wenn die Rechten die Wirtschaft an die Wand gefahren haben, können sie ja wieder den Linken die Schuld geben, oder den Ausländern, oder gleich beiden zusammen.

    Und dann kürzt man bei der Bildung und die Leute wählen trotzdem immernoch FDP/SVP. Ein perfektes Perpetuum Mobile.
    Wäre amüsant, wenn es nicht so ernst wäre.
    • luegeLose 18.11.2019 17:18
      Highlight Highlight Das Zweiparteiensystem der USA ist nicht ganz vergleichbar mit der Schweiz. Wir haben mehr Parteien, mehr Mitte und Bürgerliche.
    • Fisherman 18.11.2019 17:36
      Highlight Highlight Hätte es nicht besser schreiben können. Danke
    • chara 18.11.2019 20:50
      Highlight Highlight Als ob die Linken oder Grünen es besser machen...
  • α Virginis 18.11.2019 14:39
    Highlight Highlight Das war ja wohl zu erwarten... Bis die Amis aufwachen stecken sie mitten in der Krise und die Reps werden auch das alles Clinton oder Obama in die Schuhe schieben wollen. Allerdings dürfte das dann schon schwieriger werden, als irgendwelche frisierten Telefonatsmitschnitte. Nicht, dass die nicht "schlimmer" sind, aber aus der Nummer werden sich die Reps nicht so schnell verabschieden können.
  • Ottomane 18.11.2019 14:38
    Highlight Highlight Das die NYT und ihr Verleger A.G. Sulzberger bekennende Trumpgegner sind, verschweigt der Autor dieses Artikels wohl wissentlich.

    Ein Schelm, wer schlechtes dabei denkt
    • Fichtenknick 18.11.2019 15:23
      Highlight Highlight Oder aber, und das ist ganz abwegig, sie orientieren sich an der absoluten Sinnlosigkeit von Trickle-down-Economics. Wissenschaftlich bewiesen.
    • gecko25 18.11.2019 15:23
      Highlight Highlight was ändert das an den Fakten ?
    • strieler 18.11.2019 15:23
      Highlight Highlight entweder sie unterstellen dem nyt artikel, unwahrheiten zu verbreiten, oder ihr kommentar ist ziemlich unnötig. da ist jetzt wahrlich nicht viel kommentar drin. ist etwa so wie wenn ein fernsehsender ne live-rede übertragen würde und sie dann sagen, dem fernsehsender trauen sie nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bcZcity 18.11.2019 14:21
    Highlight Highlight Steuergeschenke für die Wirtschaft, welche im Gegenzug verspricht mit dem Geld Jobs zu schaffen. Am Ende profitierten einige wenige davon, während der Pöbel die Steuerausfälle durch den Abbau von Leistungen des öffentlichen Dienstens, ausbaden darf. Im schlimmsten Fall kommt dann noch eine höhere Steuerbelastung für die mittleren bis unteren Einkommen dazu, irgendwo muss man ja kompensieren.

    In der Schweiz will man uns ja mit den selben Versprechen und Angstmacherein locken und es klappt hier ebenfalls, also von wegen "dummer Nordamerikaner", Schäfchen fressen überall Gras.

    Money first.

  • Seebueb 18.11.2019 14:17
    Highlight Highlight Das Beispiel FedEx vermag die These von Herr Löpfe nicht zu stützen! Es ist absolut falsch, dass FedEx im 2018 keine Steuern bezahlt hat! Richtig ist, dass FedEx eine Steuerrückstellung für zukünftig zu zahlende Steuern aufgrund der Steuersatzreduktion teilweise auflösen konnte. Das führt für 2018 zu einem positiven Steuereffekt. Effektiv bezahlt der Konzern auf dem Ergebnis künftig 21 statt 35% Steuern in den USA. Unternehmenssteuersätze die also eher höher sind, als
    • Philipp Löpfe 18.11.2019 15:18
      Highlight Highlight FedEx hat rund 1,6 Milliarden Dollar Steuern eingespart. Können wir uns darauf einigen?
    • Kronrod 18.11.2019 16:00
      Highlight Highlight Können wir uns auch darauf einigen, dass es sich hierbei um einen einmaligen Effekt handelt? Weiter bleibt anzumerken, dass das Geld, das zurück an die Aktionäre geht, zunächst als Einkommen versteuert werden muss und danach zu einem grossen Teil tatsächlich reinvestiert werden dürfte.
    • Seebueb 18.11.2019 16:12
      Highlight Highlight Eben nicht ganz! FedEx wird zukünftig 1.6 Mia. sparen. Die Steuersätze wurden ab 2018 von bisher 35% auf 21 % reduziert! Der Grund, weshalb FedEx in 2018 massiv profitiert ist die Tatsache, dass sie hohe Rückstellungen für zukünftige Steuern gebildet haben, die dort teilweise aufgelöst werden. Steuern bezahlen sie trotzdem. Der Unternehmenssteuersatz liegt auf einem Niveau, das ab 2020 gerade mal der Kanton Bern überschreitet. In praktisch jedem anderen Kanton der Schweiz würde FedEx weniger zahlen! Also kein Grund für Polemik oder Trump-Bashing!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scaros_2 18.11.2019 14:10
    Highlight Highlight Aber Trump ist doch ein Genie. Der hätte doch gut überlegt, damit seine Rednecks auch davon profitieren............*lachanfall*
    Benutzer Bild
    • Heinzbond 18.11.2019 14:56
      Highlight Highlight Ja das Geld wurde ja auch gewinnbringend! Investiert, in Aktionäre und ausschüttungen...
  • Ass 18.11.2019 14:07
    Highlight Highlight Die Wähler finden dies toll und wollen es so! Wird bei uns mit der Steuervorlage nicht anders sein.
    • NY125 18.11.2019 16:22
      Highlight Highlight Genau. Wir haben schliesslich auch die Unternehmenssteuerreform 3, pardon den Anhang der AHV-Reform brav angenommen.

      Die Menschen sind einfach zu blöde um zu realisieren, dass sie heute reine Geldsklaven sind und zu sehen, dass die Chance aus dem Hamsterrad zu entkommen, kleiner ist als der Lotto-Sechser. Zu verlockend ist das Märchen reich zu werden.

      Die Aufstände werden zunehmen. Die Gewalt wird grösser. Es ist eine reine Zeitfrage bis mehr Blut fliesst. Und wir alle tun unser bestes dies zu unterstützen. Denn wir bücken uns einfach hin für die Elite.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 18.11.2019 14:03
    Highlight Highlight In einer Hochkonjunkturphase das Wirtschaftswachstum mit Steuersenkungen antreiben zu wollen, funktioniert einfach nicht. Die Unternehmen investieren ja schon und mehr Geld hilft oft gar nicht, weil für die Umsetzung vieler Projekte gar kein Ressourcen vorhanden sind und man diese auch nicht einfach so auftreiben kann. Eine Reform in diesem Ausmass hätte was gebracht zu beginn einer echten Rezession...
  • Platon 18.11.2019 14:00
    Highlight Highlight Oder anders gesagt: Hätten Trumps "Wirtschaftsberater" tatsächlich Ahnung von Wirtschaft, hätten sie schon in der Theorie gemerkt, dass Steuersenkungen bei offenen Volkswirtschaften mit flexiblem Wechselkursen nichts bringen. Es ist nämlich genau das passiert, was uns die Makroökonomie lehrt. Die Steuersenkungen der USA führten zu einem grösseren Staatsdefizit und (trotz höherer Handelsschranken gegen China) zu einer verschlechterten Handelsbilanz. Letzteres will Trump eigentlich bekämpfen. Aber was soll's, solange er genug rassistisch ist, wird er wiedergewählt.
    • Schnurri 18.11.2019 20:10
      Highlight Highlight Geht das Staatsdefizit der USA noch grösser?????
  • Max Dick 18.11.2019 13:59
    Highlight Highlight Man kann unterschiedlichste Wirtschaftstheorien und Rezepte vertreten und unterstützen, aber dass du in der Phase des Booms eher darauf bedacht sein solltest, die Staatsfinanzen zu sanieren, anstatt mit sinnlosen Steuersenkungen den Boom noch mehr anheizen zu wollen und dafür noch mehr Defizit in Kauf nimmst, sollte doch irgendwie selbstverständlich sein.

    Schon G.W. Bush hat diesen Unsinn zu Beginn seiner Präsidentschaft getrieben - Trump übertrumpt es noch einmal.
  • El Vals del Obrero 18.11.2019 13:58
    Highlight Highlight Ja, aber Trump ist laut seinen Wählern eben nicht "Elite" und um Gegensatz zu diesen würde er zu den vergessenen kleinen Leuten schauen ...

    Überall auf der Welt schaffen es sich irgendwelche Multimilliardäre (Trump, Bolsonaro, Blocher, ...) als "Vertreter der kleinen Leute" zu inszenieren.

    Irgendwie scheinen die Menschen einfach an einen "Messias" glauben zu wollen, Realität ist da nur lästig.
  • Älplermagrönli mit Öpfelmues 18.11.2019 13:56
    Highlight Highlight President Trump wurde von FedEx reingelegt. Wenns nicht so ernst waere wuerde ich sogar lachen...
    • Dageka 18.11.2019 14:27
      Highlight Highlight Reingelegt, oder hat er es einfach bewusst in Kauf genommen? 🤔
    • Heinzbond 18.11.2019 14:58
      Highlight Highlight Der ist doch fachmann für Wirtschaft, der wusste doch ganz genau was passiert... Und blauäugig wer was anderes glaubt....
    • Erieri 18.11.2019 15:28
      Highlight Highlight oder hat sogar noch mitkassiert...alle FEDEX Kader haben nur noch in Trump-Hotels zu übernachten...
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  • Tom Garret 18.11.2019 13:46
    Highlight Highlight Jetzt wissen wir über das BIP-Wachstum von Deutschland, der USA und der gesamten Eurozone Bescheid, warum keine Angaben zur Schweiz? Wie schlagen wir uns im ganzen Strudel?
    • MacB 18.11.2019 13:57
      Highlight Highlight Fänd ich eh mal spannend, eine Wirtschaftsanalyse zur Schweiz zu lesen. Man muss das Feld ja nicht immer der NZZ überlassen :)
    • Sarkasmusdetektor 18.11.2019 14:05
      Highlight Highlight Du kannst davon ausgehen, dass die Schweiz zu klein ist, um gegen den "Strudel" zu schwimmen. Letztlich läuft es bei uns doch immer parallel zum Rest Europas, bestenfalls ein bisschen besser, manchmal auch nicht.
    • chnobli1896 18.11.2019 14:25
      Highlight Highlight https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/volkswirtschaft/volkswirtschaftliche-gesamtrechnung/bruttoinlandprodukt.html
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«Wann kommt das zweite Kind?» – wie eine Bewerbung an der Uni Basel aus dem Ruder lief

Eine junge Frau bewarb sich im Sommer für eine Assistenz-Stelle an der Universität Basel. Das zweite Bewerbungsgespräch drehte sich nicht wie erwartet um ihre Qualifikationen für den Job, sondern um ihren Wunsch nach einem zweiten Kind.

«Ich hatte grosse Hoffnungen, den Job zu bekommen», erzählt Céline K.* drei Monate nach dem Bewerbungsgespräch. Sie war in der zweiten Runde für eine Anstellung an einem Departement der Universität Basel.

Nach dem ersten Gespräch für die 50-Prozent-Stelle schickte sie der Geschäftsführerin eine Arbeitsprobe zu. «Ausgezeichnet» sei diese, wurde Céline K. gelobt.

Beim zweiten Treffen sollte das Kennenlernen von Bewerberin und Departementsleiter im Zentrum stehen. 30 Minuten wurden veranschlagt. …

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