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epa05807504 Breitbart senior editor Milo Yiannopoulos addresses the media at a press conference in New York City, USA, 21 February 2017. Yiannopoulos announced his resignation from Breitbart after controversial comments he made in a video recently resurfaced.  EPA/JASON SZENES

Milo Yiannopoulos gibt seinen Rücktritt bei Breitbart bekannt. Bild: JASON SZENES/EPA/KEYSTONE

Der Mini-Trump Milo lobt Kindersex – und wird von den Konservativen fallengelassen

Milo Yiannopoulos nannte Trump «Daddy», war vulgär – und ist jetzt über einen Sex-Skandal gestolpert.



Er ist eitel, zynisch, mobbt, ist in dubiose Finanzgeschäfte verwickelt und hetzt gegen Minderheiten. Kurz: Milo Yiannopoulos. Er ist ein Mann ganz nach dem Geschmack von Donald Trump. Als die Studenten der Universität Berkley in Kalifornien einen Auftritt des 33-Jährigen Briten mit Krawallen verhinderten, beklagte dies der 45. Präsident – auf Twitter selbstverständlich. Milo selbst pflegt Trump als seinen «Daddy» zu bezeichnen. Er stammt aus einer wohlhabenden, aber offenbar zerrütteten Familie.  

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Wer es aushält: die ganze Pressekonferenz von Milo. Video: YouTube/Milo Yiannopoulos

Der schwule Provokateur mit dem griechischen Namen – den hat er von seiner verehrten Grossmutter übernommen – ist hoch gestiegen und tief gefallen. Vor ein paar Tagen noch war er als Starredner bei der American Conservative Union vorgesehen, hatte einen fetten Buchvertrag mit dem angesehenen Verlag Simon & Schuster, war Gast in der Talkshow von Bill Maher und Redaktor beim Onlineportal Breitbart.  

All das ist Geschichte: Die Konservativen haben ihn ausgeladen, der Buchvertrag wurde aufgelöst und Breitbart hat ihn gefeuert, denn Milo hat die Provokation überdreht, hat Sex mit Minderjährigen verharmlost und einen Priester gelobt, der ihm «den besten Oralsex» beigebracht habe. Das war definitiv eine Brücke zu weit.

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Die Unruhen in Berkley. Video: YouTube/Sargon of Akkad

Bei den Konservativen war Milo populär, weil er gegen Linke, Feministen und die Political Correctness polemisiert, den Islam hasst und Trump verehrt. Zudem versteht er es bestens, die Linken auf die Palme zu bringen – und er ist jung. Gerade in diesem Segment der Bevölkerung ist die neue Rechte nach wie vor schwach auf der Brust. Milo hat diese Nische perfekt besetzt.  

Sein Aufstieg ist jedoch auch ein klares Zeichen der Dekadenz der Konservativen. Das war nicht immer so. Auf der rechten Seite gab es einst namhafte Intellektuelle wie William F. Buckley und Irving Kistol. Heute geben geistige Tiefflieger wie Ann Coulter oder Bill O’Reilly den Ton an. Milo passt perfekt in diese Truppe. Ausser Lärm und Polemik hat er wenig zu bieten.  

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Typischer Milo-Auftritt vor Studenten. Video: YouTube/Milo Yiannopoulos

Selbstverständlich ist Milo auch extrem rachsüchtig. «Viele, die ihn porträtieren wollten, beklagen sich darüber, dass seine Kritiker sich nicht über ihn äussern wollen, aus Angst vor einer Vendetta», schreibt der «Guardian». Und selbstverständlich ist er auch extrem wehleidig. Bei seiner Pressekonferenz machte er die Medien für seinen jähen Absturz verantwortlich – wen sonst?
«Es war eine Hexenjagd von Leuten, denen die Kinder egal sind», jammerte er. Das hätte selbst Kellyanne Conway nicht besser hingekriegt.

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41Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rolf.iller 22.02.2017 17:59
    Highlight Highlight Hier noch der Auftritt bei Bill Maher.

    Eigentlich ist er ein professioneller Troll. Indem man gegen den Troll protestiert und auf seine teils abstrusen Thesen eingeht füttert man ihn.

    Leider konnte er mit dem Berkley Vorfall punkten. Auch Idioten haben Redefreiheit. Gewaltsam dagegen zu protestieren ist in den Fuss geschossen.

    Play Icon
  • chicadeltren 22.02.2017 15:39
    Highlight Highlight Verherrlicht watson jetzt Gewalt?
    Nur weil einem jemandes Meinung nicht passt, rechtfertig dies noch lange nicht diese Person gewaltsam an deren Äusserung zu hindern.
    Milo-Protester haben sogar schon auf jemanden geschossen, um ein Event zu stoppen. Bloss war der Täter zu blöd und hat aus Versehen einen Bernie Sanders-Supporter getroffen...
    Gewalt braucht man nur dann, wenn die eigene Idee zu schlecht ist um den Wettbewerb der Ideen zu gewinnen. #freespeech
    • flausch 22.02.2017 23:54
      Highlight Highlight @chicadeltren
      Zu der Behauptung mit dem schiessen hätte ich gerne mal eine Quelle (wenn möglich nicht Breitbart).

      Ahja und "Freespeech" bedeutet auch das eine Gewisse Verantwortung übernommen wird. Sprich einfach nur stumpf Hetzen geht nicht.
      Es ist komisch das im rechten Kontext immer nach der freien Rede gepocht wird und andere Leute am liebsten ... (ihr wisst schon) werden sollten.
  • wonderwhy 22.02.2017 14:55
    Highlight Highlight Milos Äusserungen waren wirklich unüberlegt und ziemlich abstrus, jedoch schiesst man hier weit übers Ziel hinaus. Der Witchhunt hat doch eine sehr politische Note, wenn man bedenkt wie nun die Äusserungen während eines Podcasts vor einem Jahr ausgegraben worden sind. Wie auch immer, der Mann steht in der Öffentlichkeit hat und wirklich verwerfliches Zeug vom Stapel gelassen. Trotzdem möchte ich noch auf das hier verweisen http://www.watson.ch/!567988388
  • just sayin' 22.02.2017 14:11
    Highlight Highlight wer sich ein wenig mit milo yiannopoulos beschäftigt sieht ziemlich schnell, dass er nicht dem entspricht, wie herr löpfe ihn hier eingangs protraitiert.

    ist er laut und spricht er unangenehmes an? jep! und dies ist meiner meinung nach heutzutage wichtig.

    es ist leider trend geworden sich kategorisch als opfer zu zelebrieren, sobald man mitglied einer „opfer-gruppe“ (frau, schwarz, schwul etc) ist.

    ist man sofort ein misogynist, rassist, homophob, wenn man diesen trend in frage stellt?

    ich finde nicht
    • Philipp Löpfe 22.02.2017 14:20
      Highlight Highlight Jetzt jammert doch Milo, er sei das Opfer. Ist das nicht extrem heuchlerisch?
    • Tikvaw 22.02.2017 14:59
      Highlight Highlight Als ich mich mit ihm "beschäftigt" habe, habe ich nur gemerkt, dass er eine narzisstische Persönlichkeitsstörung hat, dem jedes Thema recht ist um sich ins Rampenlicht zu stellen, egal welches. Er selber hat zu den meisten Themen die er benutzt gar keine emotionale Bindung (es ist ihm egal, nur ein Mittel zum Zweck).

      Und jetzt verstehe ich auch seine Homophobie. Offensichtlich hat er eine sexuelle Entwicklungsstörung und sieht sich selber gar nicht als homosexuell an, sondern will einfach nur "Daddy-Love". Jetzt wissen wir wieso er sich "Trump-sexual" genannt hat. Nach seinem (ideal) Daddy.
    • SuicidalSheep 22.02.2017 15:04
      Highlight Highlight Brian, ich hatte genug mit Milo zu tun, hatte sogar mal das Vergnügen an einem G+ Gruppengespräch mit ihm zu reden. Und er ist widerlich!

      Und ja, ich stehe dem Feminismus genau so kritisch gegenüber.
    Weitere Antworten anzeigen
  • just sayin' 22.02.2017 12:55
    Highlight Highlight der ganze artikel strotzt nur so von tendenziösen behauptungen und namecalling.

    watson?
    bitte mehr journalismus und weniger billige meinungsmache und manipulation.
    wir haben das bereits genug von seiten trump, spicer und conway
    • Philipp Löpfe 22.02.2017 13:37
      Highlight Highlight und von brian brainsample...
    • who cares? 22.02.2017 13:58
      Highlight Highlight *brainsimple
    • just sayin' 22.02.2017 17:40
      Highlight Highlight ich weiss, dass neutrale berichterstattung fast unmöglich ist und bitzeli persönlich gefärbte artikel sind ja ok, aber...

      dass milo mit seiner art polarisiert ist klar. es wäre aber interessant seine kommentare möglichst neutral zu betrachten und zum kern seiner aussage zu kommen. ich glaube viele menschen könnten ein körnchen wahrheit in seinen (lauten, zickigen, arroganten) tiraden entdecken.

      und was ist eigentlich mit meiner (nicht beleidigenden oder anstössigen) antwort an herr löpfe passiert?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Citation Needed 22.02.2017 12:27
    Highlight Highlight Ist er nicht freiwillig bei Breitbart ausgestiegen? Im Artikel steht, er wurde gefeuert.
    :-/
    Hab ihn bei Maher gesehen und fand ihn eklig. Er war ziemlich nervös und ausser reflexhaften, antifeministischen and anti-gay (sic!, sollen wohl verwirren) Beleidigungen an die Adresse des Publikums brachte er wenig.
  • Lowend 22.02.2017 11:15
    Highlight Highlight Nimmt mich ja wunder, wie sich die Elite der reaktionären Kommentarschreiber nun herausredet, dass sie sich noch vor kurzem für ihr pädophiles Idol eingesetzt haben, als Studenten ihn aus der Uni ekelten!
    http://www.watson.ch/!969913399
    • Träumerei 22.02.2017 12:14
      Highlight Highlight
      Play Icon
    • Pisti 22.02.2017 12:24
      Highlight Highlight Haben Sie den Artikel eigentlich gelesen? Er wurde von den Rechten fallengelassen und das absolut zu Recht.
      Wäre er ein Grüner müsste er wohl nichts befürchten, dort werden solche Personen noch in Schutz genommen.
    • LaPaillade #BringBackHansi 22.02.2017 12:34
      Highlight Highlight @Pisti: Na wenn du solche Sachen behauptest musst du auch liefern. Inwiefern werden "solche Personen" in den Schutz genommen? Beispiele?
    Weitere Antworten anzeigen
  • SuicidalSheep 22.02.2017 10:58
    Highlight Highlight Endlich! Ich hatte oft mit ihm während #GamerGate zu tun. Und obwohl wir auf der selben Seite standen, war er mir immer arg unsympathisch.

    Er ist ein Heuchler wie er im Buche steht.
    • SuicidalSheep 22.02.2017 11:57
      Highlight Highlight Wie gesagt, nur bei #GamerGate waren wir auf der selben Seite. Als Hardcore Feministen dachten, sie müssen Videospiele von anderen Entwicklern zensieren etc.
    • SuicidalSheep 22.02.2017 15:00
      Highlight Highlight Kein Problem :) und ja, sonst hab ich mit Milo nichts am Hut. Er ist ein widerlicher Mistkerl.

Die heimlichen Lobbyisten – wie (bis zu) 424 Ex-Parlamentarier im Bundeshaus weibeln

Über 400 Ex-Parlamentarier haben ungehinderten Zugang zum Bundeshaus. Wie viele Lobbying betreiben, weiss niemand. Müssen ehemalige Ratsmitglieder bald ihre Interessen offenlegen?

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