Wirtschaft
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Kontingentierung

SGV-Präsident Rime plädiert für differenzierte Kontingente



Jean-Francois Rime, conseiller national, s'exprime devant les delegues, lors de l'assemblee des delegues du parti de l' Union Democratique du Centre, UDC, ce samedi 24 August 2013 a Geneve. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

SGV-Präsident Jean-François Rime. Bild: KEYSTONE

Der Freiburger SVP-Nationalrat Jean-François Rime fordert nach der Annahme der Zuwanderungsinitiative nach Branchen differenzierte Arbeiterkontingente. Er geht davon aus, dass die Schweiz zu befristeten Arbeitsbewilligungen zurückkehren wird. Die Schweizer hätten nicht unbedingt Nein gesagt zur Freizügigkeit, sagte der Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbandes (SGV) in einem Interview mit der Genfer Tageszeitung «Tribune de Genève».

Vielmehr kämpften sie gegen den explodierenden Familiennachzug und den Sozialhilfemissbrauch. Weniger als die Hälfte der Zuwanderung sei auf die Bedürfnisse der Wirtschaft zurückzuführen, sagte er. Um der Nachfrage der Wirtschaft nachzukommen, schlägt er Quoten vor, die sich nach Branchen und Bedürfnissen richten. Priorität haben müssten qualifizierte Menschen, insbesondere Hochqualifizierte, sagte Rime weiter.

Personenfreizügigkeit eine praktische Lösung

Für Bereiche wie die Landwirtschaft und die Bauwirtschaft werde man auf eine Lösung mit zahlenmässig beschränkten Arbeitsbewilligungen zurückkehren müssen, wie Saisonniers oder Bewilligungen von kurzer Dauer, die dann nach einigen Jahren in Aufenthaltsbewilligungen B oder C umgewandelt werden könnten.

Die Personenfreizügigkeit sei für die Wirtschaft eine praktische Lösung, sagte Rime weiter. Der Gewerbeverband habe keinen Plan für die Zukunft vorbereitet. «Vor drei Wochen noch hätte niemand daran geglaubt, dass die Initiative angenommen wird», sagte er. Der Gewerbeverband wolle aber seinen Beitrag leisten bei der Suche nach Lösungen. (sza/sda)

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