Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Discovery

Elon Musk als «Iron Man» – Der Supermann, der die Welt rettet? Bild: imgur, vetta/getty images, bearbeitung watson

Elon Musk ist «Iron Man»: Brauchen wir wieder einen Übermenschen, der uns vor dem Untergang bewahrt?

Mit PayPal hat er sein Startkapital verdient, mit SpaceX, Tesla und SolarCity will er die Menschheit retten: Elon Musk ist der wohl bedeutendste Unternehmer der Gegenwart – und ein Soziopath.



«Wie kann ich werden wie Bill Gates, Steve Jobs, Elon Musk und Richard Branson», fragte im vergangenen April ein Teilnehmer auf der Website Quora. Antwort bekam er von jemandem, der es wissen muss: Justine Musk. Sie war zwischen 2000 und 2008 mit dem «Iron Man» Elon Musk verheiratet und ist dabei zu folgendem Schluss gekommen: 

«Sei besessen. Sei besessen. Sei besessen.» 

 «Extremer Erfolg ist anders als das, was man normalerweise als Erfolg bezeichnet», erklärte Justine Musk später in der «New York Times». «Diese Menschen sind in der Regel Freaks und Aussenseiter und haben die Welt auf eine besonders herausfordernde Art erlebt. Andere Menschen betrachten sie oft als leicht verrückt. Sie haben eine unvorstellbare Arbeitsmoral. Wer das nicht aushält, wird ganz einfach auf die Seite geschoben.»

USA - 2014 300 dpi Doug Griswold illustration of Elon Musk, head of Tesla Motors and SpaceX. (Bay Area News Group/MCT via Getty Images)

Eine Doug Griswold Illustration von Elon Musk. Bild: McClatchy-Tribune

Elon Musk ist tatsächlich nicht ein Mensch wie du und ich. Als der Regisseur Jon Favreau im Jahr 2007 mit den Dreharbeiten zum Ersten «Iron Man»-Film begann, hatte er von ihm gehört und besuchte ihn auf dem Fabrikgelände von SpaceX. Er war so beeindruckt, dass er der Filmfigur Tony Stark viele Züge von Musk verliehen hat. «Iron Man» ist ein genialer Ingenieur und gleichzeitig ein Playboy, der sich nichts daraus macht, was andere von ihm halten. 

Image

Musk als der wahre Tony Stark.  bild: impossiblehq

Elon Musk, 44, ist ebenfalls ein genialer Ingenieur und es ist ihm völlig egal, was die Welt von ihm denkt. Als er sein erstes Unternehmen PayPal verkauft hatte, gönnte er sich für eine Million Dollar einen McLaren-Sportswagen, und benutzte ihn, wie andere einen VW Golf.

Anders als Tony Stark ist Elon Musk jedoch alles andere als ein Playboy. Die Art und Weise, wie er den Gewinn aus PayPal verwendet hat, hätte jeden Vermögensverwalter an den Rand des Wahnsinns getrieben: 100 Millionen Dollar flossen in SpaceX, 70 Millionen Dollar in Tesla und 30 Millionen Dollar in SolarCity. «Mit Ausnahme einer speziellen Geldzerstörungsmaschine hätte er kaum etwas finden können, mit dem sich sein Vermögen schneller vernichten liess», stellt dazu Ashlee Vance in seinem Buch «Elon Musk» fest. 

Musk gilt gemeinhin als einer der typischen Silicon Valley-Milliardäre, die mit einer genialen Idee über Nacht unermesslich reich geworden sind. Dieser Eindruck ist falsch. Er gehört nicht zu «den hellsten Köpfen meiner Generation, die darüber nachdenken, wie man auf Anzeigen klickt», wie es der frühere Facebook-Programmierer Jeff Hammerbacher einst formuliert hat. Musk ist ein Getriebener. Katzenvideos und Babyfotos rund um den Erdball zu schicken, wie Mark Zuckerberg, interessiert ihn schlicht nicht. PayPal war für ihn eine Art Fingerübung, ein Nebenprodukt aus seiner Leidenschaft für Videospiele und das damit verbundene Software-Knowhow. 

Reich sein interessiert ihn ebenfalls nicht. Mit SpaceX will Musk den Mars bewohnbar machen, mit Tesla unsere Mobilität revolutionieren und mit SolarCity den drohenden Klimakollaps verhindern. «Ich bin kein Investor», sagt Musk über sich selbst. «Ich entwickle gern Technologien, die ich für wichtig für die Zukunft und auf irgendeine Weise für nützlich halte.»

Image

Der Mars als neuer Wohnort für die Menschen, dafür setzt sich SpaceX ein. bild: coreybaggett

Aufgewachsen ist Musk in Südafrika. Über seine Familie spricht er nicht, aber zwischen ihm und seinem Vater müssen ziemlich schreckliche Dinge abgelaufen sein. Als introvertierter Besserwisser war er auch bei den anderen Kindern unbeliebt und wurde regelmässig verprügelt. 

«Leiden hat für Musk schon immer eine wichtige Rolle gespielt.Die anderen Kinder in der Schule quälten ihn. Sein Vater spielte mit ihm brutale Psychospiele.»

Ashlee Vance in «Elon Musk»

Weil er keine Lust hatte, ins Militär eingezogen zu werden, floh Musk nach der Schule zuerst nach Kanada und dann nach San Francisco. In der Nerd-Szene des Silicon Valley fühlte er sich wohl und wurde dort auch bald erfolgreich. Er gründete ein Startup namens Zip2, arbeitete wie verrückt, verkaufte es und wurde reich. Dann gründete er ein weiteres Startup namens X.com, fusionierte es mit PayPal, verkaufte es an eBay – und wurde sehr reich. Nun konnte er ernsthaft daran denken, seine wahren Pläne zu verwirklichen. 

Science Fiction war als Kind für Musk das A und O. Die Eroberung des Mars ist für ihn kein Spleen eines reichen Mannes, Raketen kein Hobby wir für den Amazon-Gründer Jeff Bezos. SpaceX war von Anfang an als Unternehmen gedacht, das einst kommerziell erfolgreich sein wird und es möglich machen soll, eine menschliche Kolonie auf dem Mars zu gründen.

Image

«CRS-3, Dragon Resupply Mission to Station». bild: spacex

Nun hatte die Gemeinschaft der Raumschiff-Experten in Kalifornien nicht wirklich auf einen jungen Südafrikaner gewartet, der auf den Mars will; und mit Boeing und Lockheed in den Ring zu steigen, ist auch nicht ganz ungefährlich. Musk wollte das Unmögliche möglich machen: Er wollte eine völlig neue Rakete konstruieren, die technisch auf dem neuesten Stand war und preislich mit der russischen und chinesischen Konkurrenz mithalten konnte.

Heute ist SpaceX ein äusserst erfolgreiches Unternehmen, das regelmässig Satelliten und wohl bald auch Menschen ins Weltall befördert. Eine fast unglaubliche Leistung. Wie hat Musk dies geschafft? Indem er die Startup-Kultur der Nerds auf die Raumfahrt-Industrie übertragen hat. Wer bei SpaceX arbeitet, nimmt unglaubliche Strapazen auf sich, verbringt Monate unter widerlichsten Bedingungen auf einer einsamen Insel in der Südsee – und weiss, dass er dafür kein Lob erhält, ja permanent in Gefahr ist, gefeuert zu werden.

Wie Steve Jobs ist Musk alles andere als ein empathischer Chef. «Elons schlechteste Eigenschaft ist meiner Meinung nach sein kompletter Mangel an Loyalität oder an menschlicher Bindung», sagt ein früherer Mitarbeiter. Ashlee Vance drückt sich wie folgt aus:

«Entweder man versucht, ohne Kompromisse etwas Spektakuläres zu schaffen, oder nicht – und wenn nicht, dann ist man für Musk ein Versager.»

Ashlee Vance

Warum prügeln sich die besten Ingenieure der Welt trotzdem darum, für diesen Mann zu arbeiten? Weil Musk erstens unbestritten selbst ein genialer Ingenieur ist. Weil er zweitens mehrfach bewiesen hat, dass er es Ernst meint und seinen letzten Dollar einsetzt. Und weil er drittens eine Vision hat: die Eroberung des Mars. Sein ehemaliger PayPal-Partner Peter Thiel sagt bewundernd: «SpaceX zeigt, dass es eine Möglichkeit gibt, die Zukunft zurückzuholen. Was Elon macht, hat enormen Wert.»

Discovery

Ist Leben auf dem roten Planeten bald möglich? Bild: vetta/ getty images

 «Liebe zu Benzin ist eine merkwürdige Sache, ehrlich», erklärte Musk bei der Premiere des Tesla Model S. Verbrennungsmotoren sind für den fanatischen Ingenieur so etwas wie eine Beleidigung seiner Intelligenz: viel zu ineffizient. Wie Raketen sind Elektroautos eine Notwendigkeit.

Bei Tesla ist Musk nach dem gleichen Muster vorgegangen wie bei SpaceX: Versammle die Besten um dich – und leg dich mit den Mächtigsten an. GM, Ford, VS und Toyota hatten ebenfalls nicht auf einen jungen Südafrikaner gewartet; und die Reaktion der Branche erfolgte nach bekannter Manier: Zuerst wurde Musk mit Tesla belächelt, dann verleumdet – und heute wird er gefürchtet.

Mit dem Model S hat Musk neue Massstäbe gesetzt. Es ist nicht nur technisch der Konkurrenz voraus. Tesla vermittelt ein völlig neues Lebensgefühl. Das Model S erhält wie ein iPhone regelmässig Software-Updates. Weil es keinen Verbrennungsmotor hat, gibt es kaum Verschleiss. Im Gegenteil: Das Auto wird dank den neues Features mit dem Alter besser. Schliesslich baut Tesla ein engmaschiges Versorgungsnetz auf, das es möglich machen wird, überall und jederzeit Strom zu tanken. 

Image

Das Tesla Model S ist eine Limousine der Oberklasse mit elektrischem Antrieb von Tesla Motors, die als Prototyp am 26. März 2009 vorgestellt wurde und seit dem 22. Juni 2012 an die Kunden ausgeliefert wird. bild: bmwblog

Model S ist zu teuer für den Mittelstand. Doch Tesla ist im Begriff, Model 3 zu entwickeln, ein massentaugliches Elektroauto mit einer Reichweite von 800 Kilometer. Es hat das Potenzial, die Automobilindustrie zu revolutionieren. 

«Das Unternehmen verkauft nicht einfach Autos. Es verkauft ein Image, ein Gefühl, an der Zukunft teilzuhaben, und eine Beziehung.» 

Ashlee Vance

Als ob ein Raumfahrts- und ein Autounternehmen nicht schon genug wären, ist Musk auch Chairman und Hauptaktionär von SolarCity, dem grössten Installateur von Solarzellen in den USA. Solarenergie passt exakt in das Weltbild von Musk. «Wenn Sonnenstrom in Zukunft die wichtigste Energiequelle der Menschheit wird, dann sollte diese Zukunft so rasch wie möglich beginnen», fasst Vance den Standpunkt von Musk zusammen. 

SolarCity ist zudem eine ideale Ergänzung zu Tesla. Leistungsfähige Batterien sind entscheidend für die Zukunft der Elektroautos. Darum lässt er riesige Batteriefabriken in der Wüste von Nevada bauen. Bereits vorgestellt hat er eine 3000 Dollar teure Batterie für den Hausgebrauch, die auf dem Dach gesammelte Solarenergie speichern kann.

Image

Tesla Gigafabrik für elektrische Autobatterien in Reno, Nevada. bild: greencarreports

Heute schon wird Elon Musk mit Steve Jobs, Bill Gates und ähnlichen Grössen verglichen. Sollte es ihm gelingen, seine hoch gesteckten Ziele mit SpaceX, Tesla und SolarCity zu erreichen, wird er sie noch weit übertreffen. Er würde dann der Menschheit zu einem nachhaltigen Transport- und Energiekonzept verholfen und ihr eine Perspektive im All verschafft haben. 

«In einer Zeit, in der sich andere Länder und Unternehmen von Unentschlossenheit und Tatenlosigkeit lähmen liessen, hat Musk die überzeugendste Verteidigung gegen die Erderwärmung geschaffen – und der Menschheit gleichzeitig, für alle Fälle, eine Fluchtmöglichkeit verschafft.»

Ashlee Vance

Friedrich Nietzsche hat mit Zarathustra den Übermenschen geschaffen, den es seiner Meinung nach braucht, weil Gott tot ist. Diese Vorstellung war in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts weit verbreitet. Der Schriftsteller Jack London («Der Seewolf», «Die eiserne Ferse») beispielsweise schuf eine linke Version dieses Konzepts. Mit der perversen Rassen- und Herrenmenschen-Philosophie der Nazis geriet sie jedoch in Verruf und nach dem Zweiten Weltkrieg ausser Mode.

Image

Der weltberühmte deutsche Philosoph Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900). bild: wikipedia

Im Kult um den «Iron Man» Elon Musk feiert dieser Übermensch ein Comeback. Die Vorstellung, dass nur grosses Leid auch grosse Taten schaffen kann, ist wieder auf dem Vormarsch. Ganz im Sinne von Nietzsches berühmten Diktum: «Was mich nicht umbringt, macht mich stärker» hat Musk viel gelitten, und er ist überzeugt, dass dieses Leid ihn zu dem gemacht hat, was er wurde.

Dafür zahlt er einen hohen Preis. Ausserhalb seiner Familie erlebt Musk wenig Zuneigung. Seine Mitarbeiter bewundern und fürchten ihn gleichzeitig. Er gilt als völlig gefühlslos. Als Beleg dazu dient folgender Vorfall: Musk entliess seine langjährige Vertraute Mary Beth Brown ohne mit der Wimper zu zucken, als sie um eine Lohnerhöhung bat. Selbst die grössten Musk-Fan waren empört.

Sein Privatleben ist chaotisch und teilweise tragisch. Von seiner ersten Frau Justine ist er geschieden, ihr erstes Kind starb am plötzlichen Kindstod. Seine zweite Frau Riley hat er bereits zwei Mal geheiratet. Seine Besessenheit fordert einen hohen Preis für alle. «Er tut, was er will, und ist dabei gnadenlos», sagt seine Exfrau Justine.

«Es ist Elons Welt und der Rest von uns lebt auch darin.» 

Justine

FILE - In this March 2, 2014 file photo, Talulah Riley, left, and Elon Musk attend the 2014 Vanity Fair Oscar Party, in West Hollywood, Calif. Musk and his wife are divorcing for a second time. The entrepreneur and his wife, Riley, issued a joint statement Wednesday, Dec. 31, 2014, announcing they are splitting amicably after they remarried in July 2013 following their previous breakup. (Photo by Evan Agostini/Invision/AP, File)

Musk mit seiner Ehefrau Riley. Bild: Evan Agostini/Invision/AP/Invision

(Gestaltung: Anna Rothenfluh)

Kennst du schon die watson-App?

Über 150'000 Menschen nutzen bereits watson für die Hosentasche. Unsere App hat den «Best of Swiss Apps»-Award gewonnen und wurde unter «Beste Apps 2014» gelistet. Willst auch du mit watson auf frische Weise informiert sein? Hol dir jetzt die kostenlose App für iPhone/iPad und Android.

Abonniere unseren Newsletter

8
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Thomas Binder 20.06.2015 19:27
    Highlight Highlight Man hüte sich vor dem Charme empathiearmer "schwerer (bösartiger) Narzissten" (narzisstische oder antisoziale Persönlichkeitsstörung / Psychopathie) wie bei Jobs und Musk. Sie können die Menschheit weiter bringen, können sie aber auch ins Verderben stürzen. Ihr Selbstwertgefühl ist per definitionem katastrophal und im Privatleben hinterlassen sie immer ein unglaubliches emotionales Trümmerfeld.
  • Wolfsblut_2 19.06.2015 20:53
    Highlight Highlight Freue mich schon auf weitere und so toll zusammengefasste Büchergeschichten, Philipp Löpfe!
  • rolf.iller 19.06.2015 17:49
    Highlight Highlight Buchtipp: Elon Musk: Tesla, SpaceX, and the Quest for a Fantastic Future
  • Metalhat 19.06.2015 17:21
    Highlight Highlight Ein sehr interessanter Mensch dieser Elon Musk.
    Und sehr beeindruckend, er ist eines meiner Idole doch so leben wie er möchte ich nicht.
    Auch wenn ich meine Ziele erreichen möchte wie er, und diese auch teilweise dieselben sind, so kann ich doch nicht mit seiner rücksichtslosen Mentalität einhergehen.
    Für mich persönlich zu extrem, nichtsdestotrotz ein grosses Mensch dieser Elon.
  • censored 19.06.2015 17:16
    Highlight Highlight Beindruckender Mensch. Hoffe sehr dass er seine Visionen verwirklichen kann.

    Sehr gut geschrieben dieser Artikel.
  • Joshua Theurich (1) 19.06.2015 16:58
    Highlight Highlight Guter, informativer Artikel! Schade, wurde nicht über das Projekt Hyperloop informiert: http://motherboard.vice.com/de/read/jetzt-ist-es-offiziell-elon-musk-wird-seine-hyperloop-strecke-bauen?trk_source=popular
  • Luzz 19.06.2015 16:09
    Highlight Highlight Interessanter Artikel!

    Ich dachte aber, das Model III zielt nicht auf eine voraussichtliche Reichweite von 800 km, sondern soll "nur" ca. 320 km für angestrebte 35'000$ bieten? (Im Vergleich zum aktuellen Model S: 440-500 km für Fr. 70'000.- bis Fr. 130'000.-)

    Auch noch eine interessante Anekdote: Nach Model S kommt ja bald das Model X auf den Markt und das geplante Model III sollte ursprünglich Model E heissen (gefolgt von einem eventuellen Model Y), bis Ford seine Namensrechte an "Model E" vor Gericht geltend gemacht hat. Man kombiniere.. :)
  • stayhome 19.06.2015 16:05
    Highlight Highlight Danke für diesen interessanten Artikel!

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

Artikel lesen
Link to Article