Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Das Steinbock-Kartell: Engadiner Baufirmen sprachen über Jahre Preise ab



Zwölf Baufirmen im Engadin sind von der Wettbewerbskommission (Weko) mit insgesamt einer Million Franken gebüsst worden. Sie hatten über einen Zeitraum von vier Jahren bei Beschaffungen die Preise abgesprochen sowie ausgemacht, wer den Zuschlag bekommt.

Die ausgesprochenen Bussen bewegen sich entsprechend den Auftragswerten der Bauprojekte und der jeweiligen Schwere des Verstosses gegen das Kartellgesetz, wie die Weko am Donnerstag mitteilte. Die Bussen belaufen sich auf wenige tausend Franken bis zu 400'000 Franken.

Wie Frank Stüssi, Vizedirektor der Weko, auf Anfrage sagte, beläuft die Gesamtheit aller untersuchten Bauprojekte im Hoch- und Tiefbau auf 20 Millionen Franken. Einigen Unternehmen wurde die Busse vollständig oder teilweise erlassen, weil sie mit der Weko kooperierten. Die Entscheide der Kommission können an des Bundesverwaltungsgericht weitergezogen werden.

ARCHIV --- ZUR TEILWEISEN BEFREIUNG VON PISTENFAHRZEUGEN VON DER MINERALOELSTEUER STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Ein Pistenfahrzeug praepariert eine Langlaufloipe bei Silvaplana im Oberengadin, am Dienstag, 7. Januar 2014. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Insgesamt 12 Baufirmen waren in das Kartell involviert. Bild: KEYSTONE

Die sechs nun abgeschlossenen Untersuchungen umfassen den Zeitraum zwischen 2008 und 2012. Sie sind laut Weko Teil von zehn Untersuchungen in Graubünden. Betroffen von diesen Verfahren sind etwa 40 Unternehmen. Im Juli hatte die Weko einen ersten Entscheid zu Submissionsabreden im Münstertal gefällt.

Alle Weko-Untersuchungen im Kanton Graubünden gehen zurück auf Ende Oktober 2012. Damals wurden im Unterengadin Razzien durchgeführt. Die Verfahren wurden danach schrittweise auf den ganzen Gebirgskanton ausgedeht.

Baumeisterverband distanziert sich

Der Graubündnerische Baumeisterverband teilte am Donnerstag mit, er sei nicht in die Verfahren involviert und kenne die Einzelheiten nicht. Er nehme deshalb keine Stellung.

Die Weko attestierte dem Baumeisterverband bei einer früheren Untersuchung, nach 2008 nicht mehr Teil der Preisabsprachen gewesen zu sein. Über die Rolle des Verbandes davor gehen die Ansichten der auseinander. Während die Weko den Baumeisterverband als Mitwirkenden bei den Absprachen sah, dementierte der Berufsverband heftig.

Es kommt noch mehr

Über einen allfälligen volkswirtschaftlichen Schaden der Absprachen im Engadin machte die Weko keine Angaben. Vizedirektor Stüssi erklärte auf Anfrage, bei Untersuchungen von Absprachen auf dem Bau im Kanton Tessin in den frühen 2000-er Jahren seien zu hohe Preise im Umfang von 30 Prozent festgestellt worden.

Auf das nächste Frühjahr hat die Weko einen «grösseren Entscheid» im Hoch- und Tiefbau des Unterengadins angekündigt. Die betroffenen Firmen hätten derzeit Gelegenheit, sich schriftlich zu den Vorwürfen zu äussern. Mit weiteren Untersuchungsentscheiden sei dann im Sommer kommenden Jahres zu rechnen. (sda)

Ohrwurm-Alarm! «Last Christmas» mit Eishockey-Spielern

abspielen

Video: watson/Lea Senn, Laurent Aeberli, Sportredaktion

Das könnte dich auch interessieren:

«Das Beste im Mann» – mit diesem Anti-Sexismus-Werbespot läuft Gillette voll in den Hammer

Link zum Artikel

Mondfinsternis in der Schweiz

Link zum Artikel

Ein ziemlich seltsames Outfit – so erklärt Serena Williams ihren Netzstrumpf-Auftritt

Link zum Artikel

Drei Lawinen fordern eine Tote und mehrere Verletzte im Wallis

Link zum Artikel

Nico soll Schneeketten montieren und bringt damit den Chef zur Verzweiflung 😂

Link zum Artikel

Wie der Schweizer Arzt Ruedi Lüthy in Simbabwe tausende Menschen vor dem Aids-Tod rettete

Link zum Artikel

So hast du die Karriere von Roger Federer noch nie gesehen

Link zum Artikel

Warum die Bezahl-App Twint bei Schweizer Teenagern gerade so richtig durchstartet

Link zum Artikel

Vorsicht! Mit den Apple-Ohrstöpseln wird das iPhone zur Wanze 😳

Link zum Artikel

«Der Zug stellt einfach ab»: So leiden die Lokführer unter den SBB-Pannen-Doppelstöckern

Link zum Artikel

Der Lambo-Trottel, sein High-Heels-Schrank und ich

Link zum Artikel

Die grössten Apple-Irrtümer – was nicht nur iPhone-Fans wissen sollten

Link zum Artikel

Die grosse Game-Vorschau: Auf diese 50 Spiele dürfen wir uns 2019 freuen

Link zum Artikel

So cool ist es WIRKLICH, im Januar auf Alkohol zu verzichten 🤔😂

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Trump will den Notstand ausrufen – aber darf er das überhaupt?

Link zum Artikel

«Gölä ist die falsche Art von Büezer» – Nico bügelt mit dem Berner Rapper Nativ

Link zum Artikel

Samsung, Huawei oder doch Nokia? Diese Android-Handys erhalten am längsten Updates

Link zum Artikel

Sie wollte dieses Kleid kaufen – und brach bei der Lieferung (zu Recht) in Tränen aus

Link zum Artikel

Italien fordert Sanktionen gegen Frankreich

Link zum Artikel

Genfer Caritas-Lagerleiter vergriff sich an jungen Mädchen

Link zum Artikel

Warum Trump plötzlich die Sowjets verteidigt

Link zum Artikel

«Die toten Hoden» – neue Twitter-Challenge ruiniert die Namen deiner Lieblingsbands

Link zum Artikel

«Familie wird mich töten»: Rahaf auf Flucht aus Saudi-Arabien in Thailand vorerst sicher

Link zum Artikel

Wenn sogar Fox News Trumps Grenz-Lüge anprangert

Link zum Artikel

Das Beste an den Golden Globes? Diese Wasserträgerin

Link zum Artikel

Die bizarre Liebesgeschichte der KZ-Aufseherin, die sich in eine Gefangene verliebte

Link zum Artikel

7 Wahlen hat er analysiert – jetzt meint er: «Das System könnte aus den Fugen geraten»

Link zum Artikel

Sexy Särge oder phallische Felsen – welcher Wandkalender darf's denn sein?

Link zum Artikel

Bellydah: «Diesen Job nennt man ‹Rap-Video-Bitch›»

Link zum Artikel

Kann man wirklich zu lange schlafen?

Link zum Artikel

Der einzige Schweizer auf Mikronesien braut Bier und lebt auf diesem Inselcheln

Link zum Artikel

6 Webseiten, auf denen du dir toll die Zeit totschlagen kannst – klicken auf eigene Gefahr

Link zum Artikel

7 Dinge, die dir bei diesen bekannten Weihnachtsfilmen noch nie aufgefallen sind

Link zum Artikel

Jetzt muss Trump die Börse mehr fürchten als Mueller 

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Themen
2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen

Weihnachten ist nicht mehr heilig – warum Arbeit an Sonn- und Feiertagen zunehmen wird

Die Arbeit an Sonn- und Feiertagen nimmt in der Schweiz rasant zu, so auch an Weihnachten. Jedes Unternehmen, das Bedarf nach einem Sondereinsatz am Wochenende hat, kann sich diesen vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) bewilligen lassen.

Eine Analyse der Sonntagszeitung zeigt, dass in den letzten drei Jahren die Anzahl bewilligter Gesuche um über 30 Prozent auf mehr als 2000 anstieg. Alleine für Feiertagsarbeit wurden 2018 vom Seco mehr als 800 Gesuche bewilligt – das …

Artikel lesen
Link zum Artikel