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Der Roche-Turm in Basel ist bereits 112 Meter hoch. Bild: KEYSTONE

Das höchste Gebäude der Schweiz

Der andere Cupfinal: Basel steht schon als Sieger fest

Die Tage des Zürcher Prime Towers als höchstes Gebäude der Schweiz sind bald gezählt. Schon in den nächsten Wochen wird der neue Büroturm des Basler Pharmakonzerns Roche das 126 Meter hohe Bauwerk überragen.



Elf Monate nach der Grundsteinlegung ist der Roche-Turm bereits 112 Meter hoch, wie es am Dienstag an einer Medienkonferenz hiess. Alle zwei Wochen wächst das Gebäude mit einer Kletterschalung um ein Stockwerk oder vier Meter. Am Schluss sollen es 41 Etagen mit Platz für insgesamt 2000 Arbeitsplätze sein.

Nach Angaben von Projektdirektor Claus Herrmann kommen die Arbeiten am «Bau 1» planmässig voran. Auch die Kosten für das von den Basler Architekten Herzog und de Meuron entworfene Projekt habe man im Griff. Budgetiert sind Investitionen von 550 Mio. Franken.

Blick auf den zukünftigen Haupteingang von Bau 1. Bild: KEYSTONE

Auf der Baustelle sind derzeit rund 450 Personen tätig. Während die einen Stockwerk um Stockwerk hochziehen, sind die anderen in tieferen Etagen bereits mit dem Innenausbau beschäftigt. Im Keller sind die Arbeiten an der komplexen Gebäudetechnik bereits weitgehend abgeschlossen. Dass es auf der riesigen Baustelle überraschend ruhig zugeht, führt Projektleiter Herrmann auf die streng eingetakteten Abläufe zurück. Der minutiöse Terminplan umfasst 15'000 einzelne Positionen. 

Rauch und Alkoholverbot auf der Baustelle

Grossgeschrieben wird bei Roche das Thema Sicherheit. Laut dem Projektdirektor dürfen nur eigens für die Arbeit dort geschulte Personen auf die Baustelle. Und Sicherheitsleute achten auf ihren regelmässigen Rundgängen darauf, dass die Vorschriften eingehalten werden. Dazu zählen auch ein Rauch- und Alkoholverbot. Die Sicherheitsanstrengungen scheinen sich zu lohnen. Bis jetzt habe es auf der Roche-Baustelle keine schwereren Unfälle gegeben.

Im Gegensatz zu andern Grossbaustellen scheint Lohndumping auf der Roche-Baustelle kein Problem zu sein. «Lohndumping können wir ziemlich sicher ausschliessen», sagte der Projektleiter. Unter anderem lässt sich die Bauleitung des Konzerns die Verträge mit Subunternehmen zur Genehmigung unterbreiten. Kontrolliert werde zudem, ob die Arbeiter tatsächlich ihre Löhne erhalten. 

Der Zürcher Prime Tower ist bald nicht mehr das höchste Gebäude der Schweiz. Bild: KEYSTONE

Nur für Roche-Mitarbeitende

Vom Zürcher Prime Tower wird sich der Basler Roche-Turm nicht nur von der Höhe her unterscheiden, sondern auch von der Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit. Während das Restaurant und die Bar zuoberst im Prime Tower für jedermann offen stehen, bleibt die Cafeteria im obersten Stock des «Bau 1» Roche-Mitarbeitenden vorbehalten.

Immerhin ist für den Abschluss der Bauarbeiten ein Tag der offenen Tür geplant. Eingeweiht werden soll der «Bau 1» im September 2015. Danach wird das höchste Gebäude der Schweiz nach und nach bezogen. (whr/sda)

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