Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Referenzzinssatz

Es fehlen nur 0,02 Prozent und die Mieten sinken



Der Durchschnittszinssatz, der per 31. Dezember ermittelt wurde, ist gegenüber dem Vorquartal weiter – von 1.92 auf 1.89 Prozent – gesunken. Damit bleibt der mietrechtlich massgebende Referenzzinssatz kaufmännisch gerundet bei 2.0 Prozent. Das wird so bleiben, bis der Durchschnittszinssatz 1.88 Prozent unter- oder 2.12 Prozent überschreitet, wie das BWO schreibt.

Der hypothekarische Referenzzinssatz zur Berechnung der Mieten bleibt bei rekordtiefen 2.0 Prozent, wie das Bundesamt für Wohnungswesen am Montag mitteilte.

Mieterinnen und Mieter haben deshalb keinen Anspruch auf eine Senkung der Mieten. Beruht der zu bezahlende Mietzins aber nicht auf dem aktuellen und seit Anfang September 2013 gültigen Referenzzinssatz, besteht ein Anspruch auf eine Senkung des Mietzinses.

«Ein Grossteil der Zinsersparnisse bleibt in den Taschen der Vermieter»

Der nächste Referenzzinsatz wird am 1. Juni 2015 publiziert. Dort wird allgemein ein Senkung auf 1,75 Prozent erwartet. Dann sind die Hauseigentümer gezwungen, die Mieten zu senken. Allerdings erhalten Mieter auch dann nicht in jedem Fall eine Reduktion: Die Vermieter können aufgelaufene Kostenänderungen wie die Teuerung im Umfang von 40 Prozent oder Erhöhungen von Unterhaltskosten im Einzelfall mit der geforderten Mietzinssenkung verrechnen.

Nach Angaben des Schweizerischen Mieter- und Mieterinnenverbands (SMV) erhalten jeweils nur knapp 20 Prozent der Mietenden eine Mietzinssenkung, wenn der Referenzzinssatz sinkt - viel zu wenige aus Sicht des SMV. «Ein Grossteil der Zinsersparnisse bleibt in den Taschen der Vermieter», sagte Marina Carobbio, SMV-Präsidentin und Nationalrätin (SP/TI), laut Redetext in Bern vor den Medien. Tiefe Zinsen und die Frankenstärke machten den Immobilienmarkt noch attraktiver. Viele Mieter aber würden nicht an den Vorteilen der tiefen Zinsen beteiligt, sagte Carobbio.(whr/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Freihandelsabkommen mit der Türkei stösst auf Gegenwehr

Die Aussenpolitische Kommission des Nationalrats (APK-N) ist der Auffassung, dass die Ratifizierung des Freihandelsabkommen mit der Türkei zu einem kritischen Zeitpunkt erfolgt. Wie ihre Schwesterkommission wird sie mit einem Schreiben an den Gesamtbundesrat gelangen.

Eine Ratifikation zum jetzigen Zeitpunkt erachte eine Mehrheit der APK-N aus völkerrechtlichen und menschenrechtlichen Gründen als bedenklich, teilten die Parlamentsdienste am Mittwoch mit.

Die Kommission verwies dabei auf die Lage …

Artikel lesen
Link zum Artikel