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FILE - In this  May 8, 2009 file picture , Eva, left, and Dana, right (full names not given) pose inside  a  brothel in Berlin. Germany's Cabinet on Wednesday March 23, 2016  approved legislation meant to better control prostitution and make life safer for sex workers, a bill that includes making the use of condoms obligatory.   (AP Photo/Franka Bruns,file)

Studie zeigt: 68 Prozent der Prostituierten leiden unter posttraumatischem Stress.
Bild: Franka Bruns/AP/KEYSTONE

Internationaler Report zu käuflichem Sex: Prostituierte sterben im Schnitt mit 33 Jahren 

98 Milliarden Franken werden jährlich mit käuflichem Sex umgesetzt. Die Prostituierten werden immer jünger, sie sterben immer früher.

Stefan Simons, Paris / spiegel online



Ein Artikel von

Spiegel Online

Mal in bunten Röcken, mal in Jeans und engen Tops: Die Gruppen minderjähriger Mädchen, die zwischen Louvre, Tuilerien-Park und den Kaufhäusern an den Prachtboulevards umherziehen, gehören zum Stadtbild von Paris. Meist haben sie Klemmbretter in der Hand, auf denen Passanten um Spenden gebeten werden – für karitative Organisationen.

Die Roma-Mädchen und -Frauen sind Taschendiebinnen, die es vornehmlich auf asiatische Touristen abgesehen haben. Sie werden früh morgens von ihren Clanchefs ins Zentrum geschickt und müssen, nach abgesteckten Plänen auf die lukrativsten Boulevards verteilt, in der Regel bis zu 300 Euro täglich zusammenstehlen. Mädchen, die die Summe nicht zusammenstehlen, werden zur Strafe von ihren Bossen auf den Strich geschickt.

«Es trifft immer die Schwächsten.»

Yves Charpenel

«Die Tarife liegen zwischen 30 und 100 Euro», sagt Yves Charpenel, Oberstaatsanwalt am Pariser Kassationsgericht und Präsident der Stiftung Scelles (Homepage). Die Ausbeutung von immer jüngeren Opfern der Prostitution – in Frankreich etwa 30'000 – betrachtet der Jurist als alarmierende Entwicklung: «Die Mädchen sind ungebildet, sprachlich isoliert, arm und abhängig. Das Beispiel der Roma ist typisch», so Charpenel. «Es trifft immer die Schwächsten.»

98 Milliarden Profit

Die französische Stiftung («Sexuelle Ausbeutung untersuchen, erklären, bekämpfen») versteht sich als Informationszentrum, als Förderer der Juristenausbildung und Anlaufstelle für Opfer. Ihr vierter Bericht zur Prostitution ist ein 550-Seiten-Kompendium mit 38 Länderanalysen, gestützt auf die Arbeit von Sozialarbeitern, Juristen, Ärzten.

Das Motiv: Aufklärung durch solide, objektive Informationen, mit dem Ziel käuflichen Sex einzudämmen und zu bannen. Der Report, («Prostitution: Exploitations, Persecutions, Repressions», Economica, Paris: 2016) ist das Ergebnis 18-monatiger Forschung.

TANGAIL, TANGAIL DISTRICT - OCTOBER 18: 25 year old Bulboli smokes October 18, 2014 in Tangail, Bangladesh.

Prostituierte in Bangladesch.
Bild: Getty Images AsiaPac

Er schildert im Detail die weltweite, sexuelle Ausbeutung von Kindern, Jugendlichen, Frauen: Prostitution als globalisierte Wachstumsbranche, die floriert – dank Krieg, Vertreibung und den neuen Mitteln der digitalen Vermarktung. Betrieben wird sie von Drahtziehern des organisierten Verbrechens oder Handlangern des internationalen Terrors, der sich damit finanziert. Es ist demnach ein Riesengeschäft mit Profiten von rund 91 Milliarden Euro – sprich 98 Milliarden Franken – jährlich.

Dahinter steht Menschenhandel von Millionen Menschen und ihre Entwürdigung und Einschüchterung durch brutale Gewalt. Sie werden schon im Vorschulalter zur Prostitution angeleitet und sind damit ihren Profiteuren ausgeliefert: Kinder-Sexsklaven, verkauft von Bordellketten, Minderjährige als Opfer von Vergewaltigung, junge Frauen als Opfer von Gewalt und Mord. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Prostituierten liegt laut der internationalen Untersuchung bei 33 Jahren.

85 bis 95 Prozent wollen aufhören

This publicity image released by Disney Enterprises shows Julia Roberts in the 1990 film

Filme wie «Pretty Woman» geben der Prostitution einen glamourösen Touch.
Bild: AP Disney Enterprises

Die erbarmungslose Härte steht im Gegensatz zum weichgespülten Glamour-Bild der Sexindustrie, deren Lobby die barbarische Wirklichkeit mit einem attraktiven Firnis übertüncht: Diese Marketingstrategie schildert Prostitution als liberalen, freien Beruf, als Befreiung gar vom Patriarchat, ausgeübt von angeblich autonom agierenden «SexarbeiterInnen». Dazu passen auch Filme, von «Irma La Douce» bis «Pretty Woman», die den käuflichen Akt als ökonomische Beziehung schildern, zwischen verantwortungsvollen Erwachsenen und im Zeichen einer modernen Sexualität.

Die Realität in den «Massagesalons», «Liebestempeln» oder «Libertinage-Clubs» hat mit diesem neoliberalen Diskurs nichts zu tun, sagt Staatsanwalt Charpenel. In Wahrheit ist die Prostitution ein Universum der Verletzlichkeit, betroffen sind fast ausschliesslich Frauen und Mädchen (98 Prozent): Oft Angehörige ethnischer Minderheiten, diskriminierte Flüchtlinge, Asylanten ohne Aufenthaltsgenehmigung, Opfer von sexueller Gewalt, Drogen- oder Alkoholabhängige.

Die Prostitution und das alltägliche Elend, das mit ihr einhergeht, verschlimmern die Verletzbarkeit der Opfer – gleich ob physisch oder psychisch. Demütigung durch sexuelle Gewalt ist verheerend wie Folter, so der Scelles-Report. Zwischen 85 und 95 Prozent der Menschen, die sich prostituieren, wollen demnach mit der Prostitution aufhören; 68 Prozent leiden unter posttraumatischem Stress.

«Sie sind gelähmt aus Angst vor den Zuhältern.»

Yves Charpenel

Die Porno- und Prostitutions-Multis halten dagegen, versuchen den käuflichen Sex als banales Gewerbe zu beschreiben, das allenfalls geregelt oder besteuert gehört. Der Kunde als Unterdrücker, der Zuhälter als Ausbeuter? Fehlanzeige. Charpenel: «Die Lobby der Sexindustrie bemüht sich, alle Aktivitäten rund um die Prostitution zu normalisieren, zu liberalisieren, zu legalisieren.»

Prostitutes are seen in Rome in this July 3, 2007 photo.  Italian law gives foreign prostitutes a chance to escape human traffickers who force young women from poor countries to sell their bodies to pay for their passage into Western Europe. While some other European nations also have laws to help trafficked prostitutes, Italy's legislation stands out because of its elasticity: Women are encouraged, but not required, to testify against their traffickers.    (AP Photo/Andrew Medichini)

Bild: AP

Der juristische Kampf gegen die Unmenschlichkeit ist folglich kompliziert, zumal fast immer länderübergreifend; die Ermittlungen dauern in der Regel vier Jahre. Und wenn es zum Prozess kommt, scheuen die Opfer oft die Aussage. «Anders als bei anderen Formen der Gewalt, kooperieren die Frauen selten mit den Gerichten», weiss Charpenel aus seiner Praxis als ehemaliger Strafrichter. «Sie sind gelähmt aus Angst vor den Zuhältern.»

Schweden geht als Beispiel voran

Repression kann jedoch funktionieren, sagt Charpenel und beschreibt das Beispiel Schwedens. Dort haben resolute Verbote die Nachfrage nach Prostituierten drastisch vermindert. Eine Botschaft, abgefangen zwischen rumänischen Menschenhändlern und Zuhältern, konstatierte die Wende: «Der schwedische Markt ist tot.»

Davon ist Frankreich weit entfernt. Doch seit dem Verbot der Prostitution werden jetzt die Kunden strafrechtlich verfolgt und nicht mehr die Prostituierten. Zudem hat die steigende Verurteilung von Zuhältern – 2014 rund 600 – die Branche unter Druck gesetzt.

«Neben dem Kampf gegen die Menschenhändler müssen wir auf andere, gesellschaftliche Faktoren setzen, um die sexuelle Ausbeutung einzudämmen: Die Anerkennung der Prostituierten als Opfer, zusammen mit Schutz und Resozialisierung», sagt Charpenel. Der beste Hebel bleibt der Druck auf die Nachfrage, «die Bestrafung der Kunden».

Und Charpenel freut sich über einen wichtigen politischen Erfolg: Anfang April beschloss Frankreichs Nationalversammlung ein Gesetz, das erstmals die Klienten der Prostituierten belangt – mit einer Geldstrafe von bis zu 3500 Euro. Die ersten Verfahren laufen.

Passend dazu: Ein intimer Blick in die Bordellzimmer dieser Welt

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157Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • wonderwhy 09.06.2016 13:49
    Highlight Highlight Die Diskussion in den Kommentaren lässt sich wie folgt zusammen fassen:
    Gruppe A: Prostitution ist schlimm und gehört verboten!
    Gruppe B: Ach was, du machst dass freiwillig, nich wahr Svetlana?
    9 2 Melden
    • Benji Spike Bodmer 09.06.2016 14:49
      Highlight Highlight @wonderwhy, wenn ich mir unsere Kurzdebatte ansehe, zähle ich mich eher zu Gruppe C^^
      4 0 Melden
    • wonderwhy 09.06.2016 15:08
      Highlight Highlight Muss man Dir alles aus der Nase ziehen? Was Gruppe C?
      1 5 Melden
  • happygoalone 09.06.2016 10:33
    Highlight Highlight Es ist einfach nur traurig. Wieso gilt eigentlich immer noch die Idee, dass Sex eingefordert werden kann? Ich weiss, das klingt hinterwäldlerisch, aber eigentlich ist es doch völlig verkehrt, sich den Körper eines Gegenübers für gewisse Zeit quasi zu mieten. Etwas so persönliches wie körperliche Nähe sollte doch von beiden Seiten mit Freude begleitet sein. Alles andere hinterlässt einen Nachgeschmack von Gewalt. Irgendwas muss sich da dringend in den Köpfen (der Freier) ändern. Gleiches gilt für die moderne Pornoindustrie. Suizid ist dort beinahe an der Tagesordnung. Gopf,es wird langsam Zeit!
    14 11 Melden
    • rolf.iller 09.06.2016 14:12
      Highlight Highlight Weil es immer so war und immer so sein wird.

      Play Icon
      3 6 Melden
    • Emma Jones 09.06.2016 14:34
      Highlight Highlight Wieso wird der Rumänin dann ein, Aupair-Job in Deutschland versprochen, Herr Iller? Wenn Frauen so geldgeil wären, sollte das doch nicht nötig sein.
      2 4 Melden
  • rolf.iller 09.06.2016 01:47
    Highlight Highlight Die hier zitierte Studie disqualifiziert sich doch selbst. Durchschnittliche Lebenserwartung von 33 Jahren, ist so weit weg von irgend was realistischem. Ich hatte mal eine Mine in Bolivien besucht. Die Jungs arbeiten da seit Kindesalter, schleppen schwer, atmen giftiges Zeugs, von der Decke hängen natürliche Aspestfäden und die wissen, dass sie so mit 40/45 krepieren werden.
    Die Arbeit als Sexworkerin ist per se mal einfach ungefährlich. Krankheiten sind heilbar. Wie man sich vor Aids schützt wissen wohl die Damen. Gefährlich wird’s höchstens wenn man das Gewerbe in die Illegalität treibt.
    23 43 Melden
    • elk 09.06.2016 06:42
      Highlight Highlight Ich glaube die giftigen Dämpfe haben Ihren Scharfsinn etwas vernebelt, lieber Iller.
      Einen Knochenjob gegen einen anderen auszuspielen, macht den anderen nicht weniger gefährlich.
      Können Sie erklären, wo es Fehler in der stat. Erhebung gibt? Oder passt es eifach nicht in Ihr Bild von der glücklichen, immergeilen Hure?
      Ausserdem schützt man sich gegen eine HIV-Infektion, bei Aids ist der Zug abgefahren. Und nicht alle Krankheiten sind heilbar.
      32 10 Melden
    • wonderwhy 09.06.2016 07:03
      Highlight Highlight Glaube ich nicht, also stimmt's nicht?
      3 5 Melden
    • rolf.iller 09.06.2016 08:43
      Highlight Highlight Man muss doch nicht alles Glauben, was so geschrieben wird, vor allem wenn es von einer Organisation mit politischer Agenda kommt. Sonst müsste man auch glauben, dass der Klimawandel fake ist. Wird ja auch oft genug in Studien belegt.
      Eine Lebenserwartung von 33 Jahren ist einfach viel zu tief, als dass das Plausibel sein könnte. Sollen die doch mal diese Zahl nach Region und Todesursache erklären. Es gibt einfach nicht soviele Dinge, die bei diesem Job tödlich sind.
      8 9 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • wonderwhy 08.06.2016 23:12
    Highlight Highlight Die Vorstellung der traditionellen Kurtisane die den Beruf freiwillig und mit Leidenschaft ausübt ist wohl überholt. Der wirklich erschlagend grosse Anteil der Prostituierten wird gezwungen. Da gibt es nichts zu verschönern und zu legitimieren, auch wenn eine Hand voll Damen das freiwillig machen sollte. Prostitution gehört verboten und der Freier unter Strafe gestellt. Schwindet die Nachfrage, schwindet das Angebot.
    28 29 Melden
    • eskimolimon 09.06.2016 01:02
      Highlight Highlight Traditionelle Kortisanen, Geishas usw. Haben das auch nicht freiwillig und gerne gemacht. Sie waren Sexsklavinen und somit ebenfalls Opfer. Keine unnötige Romantisierung
      13 7 Melden
  • Walter Sahli 08.06.2016 22:41
    Highlight Highlight Wie wär's, wenn alle, die sich über Menschenhandel und Zwangsprostitution entsetzen Vereine wie Xenia, welche daran arbeiten, die Situation von Prostituierten zu verbessern, auch finanziell unterstützen würden?
    18 4 Melden
  • kEINKOmmEnTAR 08.06.2016 22:29
    Highlight Highlight Die Schweiz darf ihre sehr liberale Situation nicht aufgeben, der einzige Weg für eine Zukunft ohne Probleme ist eine vollständige Integration in die Gesellschaft, ein Fokus der Gesellschaft (Selbstkontrolle) auf die Problematik der Dienstleisterinnen/Dienstleister und endlich ein Aufhören dieses Verklemmt Sein mit dem Umgang dieser Arbeiterinnen/Arbeiter.
    23 11 Melden
    • eskimolimon 08.06.2016 22:34
      Highlight Highlight Die Problematik der Dienstleisterinnen ist in der Regel sehr einfach - Sie haben kein Geld.
      20 5 Melden
    • eskimolimon 09.06.2016 00:48
      Highlight Highlight Hast du den Bericht gelesen Zaafee? Deine Einstellung scheint mir etwas Weltfremd
      10 9 Melden
  • eskimolimon 08.06.2016 22:22
    Highlight Highlight Dann können wir gleich auch den Verkauf und Konsum von Drogen aller Art legalisieren aus den selben Beweggründen. Es wird ja ohnehin ausgeübt also wieso nicht legitimieren?
    11 8 Melden
    • eskimolimon 09.06.2016 00:47
      Highlight Highlight Dafür gibt es bestimmt mehr Menschen die süchtig sind nach Zigaretten als Heroinsüchtige..
      5 7 Melden
    • eskimolimon 09.06.2016 08:28
      Highlight Highlight Jetzt werden wir vielleicht langsam einig. In beiden fällen gibt es Geschädigten die Schutz brauchen. Bei Drogen ist es der Konsument und bei Prostitution der Dienstleister. Der Schädiger soll in beiden Fällen zur Rechenschaft gezogen werden.
      2 1 Melden
    • eskimolimon 09.06.2016 12:44
      Highlight Highlight Doch. Auch Freier missbrauchen die Notlage dieser Frauen und verursachen schliesslich den Menschenhandel. Nachfrage bestimmt Angebot. Sie sind somit Mittäter und sollten auf der illegale Seite stehen.
      2 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Klybeck 08.06.2016 22:11
    Highlight Highlight Prostitution zu illegalisieren schwächt die Position der Prostituierten. Auch jener, die aufgrund ihres aufenthaltsstatus keine arbeitsbewilligng haben. Wichtig ist, mit auslaenderrechtlichen spezialregelungen dafür zu sorgen, dass ausgebeutete Frauen und Mädchen, Jungen und Männer, Aussagen können ohne eine Ausweisung befürchten zu müssen. Die schwedische Regelung g hat eine moralische Komponente, die keiner betroffenen hilft.
    23 5 Melden
    • Macke 09.06.2016 00:09
      Highlight Highlight Wenn doch nur das Ausweisen das grösste Problem wäre... Oftmals werden Zwangsprostituierten von Bekannten im Heimatland "angeworben". Hauen die Frauen nun ab und werden ausgewiesen, dann treffen sie wieder auf diese Bekannten.
      15 2 Melden
    • wonderwhy 09.06.2016 00:32
      Highlight Highlight vielleicht ja, vielleicht nein. Dem Nachschub wird aber der Riegel geschoben und dem Geschäftsmodell die Attraktivität genommen.
      4 1 Melden
    • Human 09.06.2016 07:32
      Highlight Highlight Wieviel ein Verbot von Prostitution bringt sieht man in diversen Ländern... nämlich gar nichts!
      3 8 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 08.06.2016 21:57
    Highlight Highlight Weltweit gibt es nur eine Handvoll Länder, in welchen Prostitution erlaubt ist und ich wage die These, dass die Lebenserwartung von Prostituierten in diesen Ländern drastisch höher ist ...
    33 4 Melden
    • Lichtblau 08.06.2016 22:37
      Highlight Highlight Toerpe, auf Sie ist irgendwie Verlass.
      12 2 Melden
    • wonderwhy 09.06.2016 00:34
      Highlight Highlight ...und können somit drastisch länger und legal ausgebeutet werden.
      11 15 Melden
    • Human 09.06.2016 07:34
      Highlight Highlight @wonderwhy befürworten sie auch das man Tiere möglichst jung schlachtet damit der Leidensweg auf dem Hof verringert wird? Sorry aber irgendwie dämlich die Aussage
      3 10 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • eskimolimon 08.06.2016 21:17
    Highlight Highlight Keine Frau wird freiwillig Prostituierte. Es ist immer aus Not. Männer die zu Prostituierten gehen nützen die Notlage dieser Frauen aus und auch wenn sie sich ständig das Gegenteil einreden: Es ist ein sexueller Übergriff.
    36 37 Melden
    • who cares? 08.06.2016 22:32
      Highlight Highlight Shshh das will sich hier der grösste Teil nicht eingestehen. Wirst bald noch mehr Blitzli bekommen.
      17 13 Melden
    • eskimolimon 09.06.2016 00:35
      Highlight Highlight Hast du den Bericht gelesen Zaafee? 98%
      9 9 Melden
    • wonderwhy 09.06.2016 00:39
      Highlight Highlight @Zaafee Wie hoch ist der Anteil Prostituierter die es ohne Notlage oder Zwang ausführen, sondern einfach weil sehr gerne Sex haben? Verschwindet gering! So gering das man gerne generalisieren darf! Ich glaube nicht dass man wegen diesen paar Damen die Prostitution anders bewerten muss.
      10 8 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • SJ_California 08.06.2016 21:14
    Highlight Highlight Ohne Nachfrage kein Angebot.

    Wieso also nicht mal bei den Nachfragenden ansetzen und diese bestrafen? Finde ich einen guten Ansatz!
    26 23 Melden
  • TomTayfun 08.06.2016 20:33
    Highlight Highlight Ein Grundeinkommen würde helfen . . hmmmmm und etwas an der Not mancher Frauen lindern und die Abhängigkeit wäre etwas gebannt . . naja hmmmm
    25 9 Melden
    • Hoppla! 08.06.2016 22:10
      Highlight Highlight Da es aber meist Ausländerinnen bzw. Kurzaufenthalterinnen sind, würde da selbst ein Grundeinkommen nicht viel ändern
      14 3 Melden
    • TomTayfun 09.06.2016 09:41
      Highlight Highlight Manche sind für mich zurecht zu STOLZ um sich der Sozialhilfe zu melden . . das Grundeinkommen hätte manch einer die Pein erspart, aber eben . . . .open your mind
      2 0 Melden
    • TomTayfun 09.06.2016 09:43
      Highlight Highlight Ja jaaa meist Ausländerinnen und Kurzbla bla . . . ich meine ja die Anderen . . . ufff das ist mir auch klar Hopplablabla open your mind
      0 2 Melden
  • who cares? 08.06.2016 19:19
    Highlight Highlight An alle hier, die finden man könnte daraus einen "normalen Job" machen und "ist ja gar nicht schlimm, ich finde meinen Job auch nicht immer cool/verkaufe meinen Körper ja auch irgendwie" und "gibt ja auch solche, die es freiwillig machen"

    Wie würdet ihr es finden, wenn eurer Partner/Parterin Prostituierter/Prostituierte ist? Oder Mutter/Vater? Oder Tocher/Sohn hauptberuflich von 20-40 Jahre älteren Männern (oder von mir aus auch Frauen) hart drangenommen werden? Ist das okay?
    31 31 Melden
    • Turi 08.06.2016 20:00
      Highlight Highlight who cares, anstatt die stigmatisierung von prostituierten zu propagieren - "wie würdet ihr es finden, wenn eure tochter prostituierte wäre" - würdest du besser den respekt den alle menschen verdienen, auch für prostituierte einfordern.

      dein post erinnert mich an alice schwarzer, die vorgab, sich für die rechte von prostituierten einzusetzen, selbst aber prostituierte verachtete und eine mit dem bekannten 'du dumme nutte - was weisst du schon' abkanzelte.
      36 35 Melden
    • who cares? 08.06.2016 20:54
      Highlight Highlight @insomniac: Freiwillig - ein dehnbarer Begriff

      @Turi: Nein, nicht Verachtung, Mitleid für die 85-95% der Betroffenen, die aufhören wollen und den 68%, die unter posttraumatischem Stress leiden. Solche Prozentzahlen lassen vermuten, dass bei den übrigen eher auch nicht alles in Butter ist.

      Meine Empfehlung an euch: Geht den Artikel lesen, den @Corahund weiter unten verlinkt hat, da könnt ihr nachlesen wie viel Spass es macht, sich freiwillig zu prostituieren.
      23 8 Melden
    • eskimolimon 08.06.2016 23:11
      Highlight Highlight @Turi - Ich möchte meinen Kinder keine schlechten Werte vermitteln. Meine Tochter sollte nicht glauben es ist ganz ok zu prostituieren wenn sie Geld brauch und mein Sohn sollte nicht denken es ist voll in Ordnung zu einer Prostituierte zu gehen wenn er Lust hat und keine will. Das ist für mich respect.
      15 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alexander P. 08.06.2016 18:52
    Highlight Highlight Eine Lösung könnte auch sein, dass nur Schweizerinnen den Beruf ausüben dürften; oder Leute aus westlichen Ländern.
    9 33 Melden
    • Klaus K. 08.06.2016 19:02
      Highlight Highlight es gibt auch männliche prostituierte, nur so zur erinnerung.
      27 11 Melden
    • Alexander P. 08.06.2016 19:12
      Highlight Highlight Ok, oder eben Schweizer.
      11 8 Melden
    • Nordpol 08.06.2016 19:47
      Highlight Highlight Wäre interessant, wie viele von den hier beschworenen "autonom und freiwillig arbeitenden" Prostituierten übrig blieben, wenn nur noch solche in Frage kämen, die Anspruch auf Arbeitslosengeld, Sozialhilfe etc. haben.
      12 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Flint 08.06.2016 18:40
    Highlight Highlight Spannender Bericht, und das alles in Erstweltländer!

    Übrigens die Sache mit den Spendensammlerinnen / Klemmbretter in Paris wurde gestern (07.06.16) auf Kabel1 bei "Achtung Abzocke" thematisiert. Die Spenden gehen nicht an karitative Organisationen, die Namen auf den Klemmbrettlisten seien gefälscht. Jetzt liegt die Vermutung nahe, dass die Gelder ebenfalls an die Zuhälter gehen. Im Kontext zu diesem Artikel sehr sehenswert.
    19 2 Melden
  • bangawow 08.06.2016 18:10
    Highlight Highlight Schrecklich.

    Schrecklich, sind auch die, die dann sofort schreien: "Aber die wollen das doch alle, freiwillig, Geld und so."

    Einige Kommentatoren/innen haben hier aber durchaus passable Lösungen aufgeschrieben. Doppelmoral und unter den Tisch fegen bringt nichts. Und ja, die Freier müssten auch an die Hand genommen werden.
    28 15 Melden
  • Mehmed 08.06.2016 18:09
    Highlight Highlight Das Schwedische Modell bedeutet einfach, Prostitution ins grenznahe Ausland oder in die Illegalität zu verdrängen. Prostitution soll wie jedes andere Gewerbe freiwillig und legal ausgeübt werden können, das wäre fortschrittlich.
    55 33 Melden
    • wonderwhy 09.06.2016 00:42
      Highlight Highlight So wird es ja in der Schweiz gehandhabt! Hat dem Menschenhandel, der Zuhälterei und der Ausbeutung bis jetzt keinen Einhalt geboten.
      8 2 Melden
  • Lami23 08.06.2016 17:39
    Highlight Highlight Wenn hier scheinbar jeder zweite ein paar kennt, die das freiwillig machen, frage ich mich, warum es fast nur Ausländerinnen in der Sexbranche gibt. Und warum laut dem Artikel so ein hoher Prozentsatz aufhören will.
    44 12 Melden
  • Str ant (Darkling) 08.06.2016 17:28
    Highlight Highlight Die Prostitution zur verbotenen Frucht machen würde sowieso das Gegenteil bewirken.

    Was man machen muss ist das Soziale Stigma entfernen.
    30 9 Melden
    • wonderwhy 09.06.2016 00:46
      Highlight Highlight Die Frauen leiden aber nicht an sozialer Stigmatisierung, sondern an Ausbeutung! Eine Busse von 10'000 CHF für den Freier wäre ein Ansatz!
      3 5 Melden
  • dracului 08.06.2016 16:57
    Highlight Highlight Mir fehlt die Beleuchtung der ignoranz der Freier, die man durchaus als Mittäterschaft sehen kann. Neben der Justiz und Polizei könnten die Freier einen grossen Beitrag zur Verbesserung leisten. Ich weiss letztlich nicht, was schlimmer ist: Die Zuhälter, welche Frauen ausboten oder eben doch die Freier, die fraglos alles nehmen, was ihnen angeboten wird?
    33 18 Melden
    • wonderwhy 09.06.2016 00:52
      Highlight Highlight Der Freier ist definitiv Mittäter!
      4 4 Melden
  • Corahund 08.06.2016 16:35
    Highlight Highlight

    Das ist Menschenhandel und Ausbeutung.
    In der Schweiz ist die Situation nicht anders als in Frankreich: Laut Fremdenpolizei arbeiten der grösste Teil der Frauen unter Zwang in der Prostitution. Es gibt kaum Frauen, die das "freiwillig" tun, die die Prostitution "nur" aus finanziellem Zwang tun. Jedem Freier muss klar sein, dass er mit fast 100%iger Wahrscheinlichkeit eine Frau vergewaltigst, Geld hin oder her. Falls sich jemand für die Perspektive einer Prostituierten interessiert, gibt es diesen Artikel dazu: http://www.sueddeutsche.de/leben/prostitution-alle-freier-sind-taeter-1.2989558
    48 48 Melden
    • Lami23 08.06.2016 18:09
      Highlight Highlight Danke für den Artikel, können sich die Blitzer bitte erklären? Entspricht dass nicht eurem Weltbild?
      22 15 Melden
    • who cares? 08.06.2016 19:40
      Highlight Highlight Danke für den Link! Sehr aufschlussreich und sollten alle hier unbedingt lesen
      16 4 Melden
    • Macke 09.06.2016 00:30
      Highlight Highlight @ Zaafee: Laut Watson-Bericht sind 98% der Prostituierten Zwangsprostituierte. Also liegt die Chance, dass ein Freier eine Zwangsprostituierte vergewaltigt bei fast 100%. Der Artikel ist aus der Perspektive einer Frau der restlichen 2% geschrieben.
      5 3 Melden
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  • Benji Spike Bodmer 08.06.2016 16:29
    Highlight Highlight "[...]mit dem Ziel käuflichen Sex einzudämmen und zu bannen."

    Bei allem Respekt- vergesst es. Wie schon geschrieben wurde, ist ein Verbot keine Lösung.

    Den Menschenhandel und Zuhälterei bekämpfen- selbstverständlich, jederzeit.

    Aber es bannen und abschaffen? Sex ist als Bestandteil der Fortpflanzung ein derart tief liegendes Bedürfnis des Menschen, dass wir davon nie loskommen werden. Und nicht alle finden diesen Sex im Privaten- aus dem einen oder anderen Grund. Also wird das Geschäft weiter existieren. So oder so.

    https://undevenis.wordpress.com/2016/01/08/das-aelteste-gewerbe-der-welt/
    33 13 Melden
    • wonderwhy 09.06.2016 00:59
      Highlight Highlight Bestrafe den Freier mit 10'000 CHF Busse und das Problem wird auf jeden Fall weniger. Nur weil nicht alle Männer ohne Prostitution zum Schuss kommen, sollen wir das einfach alles in Kauf nehmen?
      2 4 Melden
    • Benji Spike Bodmer 09.06.2016 10:19
      Highlight Highlight Glaub mir, ich wünschte mir wirklich, man könnte sie einfach so verbieten, und die Sache wäre erledigt. Aber gegen die menschliche Natur kommen wir in gewissen Belangen nicht an. Das versucht schon die eine oder andere Religion seit langem verzweifelt- und erfolglos.
      Ich habe hier häufig vom schwedischen Modell gelesen. Es stimmt, es gibt dort kaum noch Prostitution. Dafür fallen die Schweden wie die wilden Horden im Baltikum ein...
      Ich bin von Grund auf Optimist. Aber Prostitution wird es immer geben. In der einen oder anderen Form.
      http://streetgirl.twoday.net/stories/4227254/
      2 0 Melden
    • wonderwhy 09.06.2016 10:37
      Highlight Highlight @Benji Da magst du Recht haben, dass wir das Problem damit nicht restlos aus der Welt schaffen. Aber drastisch vermindern würde doch drin liegen. Würde sich meiner Meinung nach lohnen.
      1 2 Melden
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  • Tartaruga 08.06.2016 16:18
    Highlight Highlight Mal so nebenbei: Ich verstehe nicht wieso es Menschen geben sollte, die das freiwillig machen? Menschen die ihren Körper gegen Geld verkaufen werden dazu gezwungen. Seien es Zuhälter/ihre finanzielle Lage die sie dazu zwingen. Leute die sagen "es gibt auch solche die es aus Spass tun"-keiner macht es aus Spass. Das wird in die Welt geworfen, damit Freier kein schlechtes Gefühl plagt.
    Wer diese "Dienstleistung" in Anspruch nimmt trägt zu der Misere dieser Menschen bei! Hier ist des Problems Ursprung. Staatliche Bordelle etc. sollen bessere Koditionen schaffen, bekämpfen das Problem aber nicht.
    44 65 Melden
    • amade.ch 08.06.2016 16:40
      Highlight Highlight Das ist eine ziemlich arrogante Haltung, die Du da präsentierst. Eventuell könnte Brigitte Obrist hierzu etwas sagen. Ausserdem könnte man sich natürlich bei vielen Menschen fragen, weshalb sie ihrer Arbeit nachgehen. Hast Du echt das Gefühl, dass alle anderen Jobs nur aus Spass ausgeübt werden? Es dürfte doch bei allen ein Mix aus verschiedenen Dingen sein.
      39 42 Melden
    • Pisti 08.06.2016 16:41
      Highlight Highlight Viele Prostituierte arbeiten in diesem Job weil man relativ schnell sehr viel Geld verdienen kann. Und die machen das freiwillig. Zwangsprostitution gilt es abrr zu bekämpfen. Seit Schengen-Dublin floriert der Menschenhandel auch in der Schweiz, Roma Zuhälter können ihrem Business ungehindert nachgehen.
      27 11 Melden
    • lukass 08.06.2016 16:52
      Highlight Highlight Hier ein Interview mit einer Frau, die das freiwillig macht:
      http://slutever.com/sex-worker-tilly-lawless-interview/
      18 20 Melden
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  • leFunkster 08.06.2016 15:55
    Highlight Highlight So ganz spontan:
    Prohibition u. Prostitution. Klingt ZU ähnlich..vielleicht sollte man das eine vom Anderen entfernen...damit entzieht man dem Feuer des Menschenhandels und und unsäglichen Unglücks den Sauerstoff..
    6 9 Melden
    • Nordpol 08.06.2016 16:04
      Highlight Highlight Solange die Nachfrage nicht von freiwillig arbeitenden Prostituierten abgedeckt wird, wird es Menschenhandel geben. Da nützen auch Legalisierung und Arbeitsschutz nur begrenzt.
      26 6 Melden
    • Fumo 08.06.2016 16:09
      Highlight Highlight "Solange die Nachfrage nicht von freiwillig arbeitenden Prostituierten abgedeckt wird, wird es Menschenhandel geben."

      Ich denke gerade heutzutage gäbe es genügend Freiwillige wenn es (ganz) legal wäre ;)
      19 36 Melden
    • amade.ch 08.06.2016 16:21
      Highlight Highlight Legal und gesellschaftlich echt akzeptiert. Wenn wir das erreichen, wird das Leben für alle Sexarbeiter/innen besser.
      22 20 Melden
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  • Ylene 08.06.2016 15:36
    Highlight Highlight Hmm, ist die Prostitution in Schweden wirklich verschwunden oder nur noch mehr ins Illegale abgerutscht, wo die Prostituierten noch weniger geschützt sind? Nachfragen bei Prostituierten selber deuten schwer auf das 2. hin. Macht Prostitution zu einem 'normalen' Job und freiwillige Prostituierte zu KUs, die regulär zur Polizei gehen können, wenn sie nicht bezahlt oder misshandelt werden. Gegen Menschenhandel (Zwangsprostituierte, Arbeitssklaven, etc.) sollte man international besser koordiniert vorgehen. Übrigens sind gegen 20% der Prostituierten männlich (vor allem Gay).
    66 17 Melden
    • B1O 08.06.2016 15:54
      Highlight Highlight Gegen 20% männlich? Wo hast du das her?
      21 5 Melden
    • Benji Spike Bodmer 08.06.2016 16:06
      Highlight Highlight Google mal nach der Prostitution im Baltikum.. die Schweden fallen dort regelmässig wie die wilden Horden ein...
      23 2 Melden
    • Lumpirr01 08.06.2016 18:06
      Highlight Highlight @Benji Spike Bodmer: Genau gleich wie ich kürzlich eine wilde Horde besoffene Schweden in Hamburg erlebt habe. Logische Folge, wenn dort das Bier x - mal billiger als in ihrer Heimat ist.........
      9 3 Melden
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  • Stachanowist 08.06.2016 15:28
    Highlight Highlight Warum kann man nicht alle Bordelle und Strassenstrichs schliessen und stattdessen staatliche / kantonale Bordelle eröffnen? Mit AHV, ALG, medizinischer und sozialarbeiterischer Betreuung und ohne Zuhälter, die einen Grossteil der Kohle abgreifen.

    Klar löst das nicht alle Probleme, die der Prostitution innewohnen. Es wird immer noch indirekter Zwang, sprich wirtschaftliche Not bestehen, die die Frauen dazu bringt, dieser Tätigkeit nachzugehen. Doch die verheerenden Folgen könnten zumindest abgeschwächt werden. Ähnlich wie bei der kontrollierten Heroinabgabe.
    77 8 Melden
    • Tartaruga 08.06.2016 16:32
      Highlight Highlight An sich keine schlechte Idee. Doch wie du sagst, es wird nicht das Ursprungsproblem gelöst. Bei einer Krankheit kannst du zwar Symptome bekämpfen, die Ursache muss aber auch behandelt werden. Dass dieses Geschäft als "normal" und das älteste Geschäft der Welt betrachtet wird ist schlimm. Staatliche Unterstützung wird es noch harmloser erscheinen lassen.
      12 22 Melden
    • Lumpirr01 08.06.2016 18:11
      Highlight Highlight @Tartaruga: Das ursächliche Problem (Sextrieb) zu lösen dürfte echt schwierig sein. Als Witz wurde im Militär machmal behauptet, man würde das Medikament "Henkolin" unters Essen mischen, um den Trieb einzudämmen rsp. unter Kontrolle zu halten.........
      11 2 Melden
    • Alexander P. 08.06.2016 18:50
      Highlight Highlight Ich glaube eher nicht, dass dies etwas nützen würde. Die Zuhälter würden kaum verschwinden, nur weil die Lokalität dem Staat gehört.
      1 6 Melden
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  • Der Zahnarzt 08.06.2016 15:09
    Highlight Highlight Was ich nie verstanden habe ist, warum so viele Frauen den Film Pretty Woman lieben.
    62 2 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 08.06.2016 15:24
      Highlight Highlight Erklärung von Wikipedia:

      "Reduziert und banalisiert man das Grundmotiv des Märchens auf eine im Leben unglücklich gestellte Heldin, die auf die Liebe eines Prinzen hofft, in Kombination mit einer Moral, dass das Gute immer belohnt wird, so gibt es auch Weiterführungen von Aschenbrödel in der Trivialliteratur."

      https://de.wikipedia.org/wiki/Aschenputtel

      Pretty Woman ist eine adaptierte Version vom Aschenbrödel.
      32 2 Melden
    • Fumo 08.06.2016 15:35
      Highlight Highlight Weil viele davon sich wie Dirnen verhalten und auf einen Richard Gere hoffen...
      26 37 Melden
    • Ylene 08.06.2016 15:37
      Highlight Highlight Als Frau verstehe ich das echt auch nicht, so wie ich auch nicht verstehe und nie verstanden habe, wieso so viele Frauen und Mädchen einen Prinzessinnen-Knall haben.
      44 4 Melden
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  • Bowell 08.06.2016 15:02
    Highlight Highlight "Der beste Hebel bleibt der Druck auf die Nachfrage, «die Bestrafung der Kunden».".
    In meinen Augen der gröschte Fehler, den man machen kann, Prostitution oder besser gesagt Freier zu sein unter Strafe zu stellen. Menschen, die zu Sex gezwungen werden muss ohne Diskussion geholfen werden, Schlepperbanden gehört das Handwerk gelegt, aber wer aus freien Stücken Prostituierte sein will soll auch diese Arbeit ausführen dürfen.
    79 19 Melden
    • Gringoooo 08.06.2016 15:27
      Highlight Highlight Ansonsten zeigen sich Bilder wie in Zürich, wo jemand angesprochen wird von einer Dienstleisterin und dafür Busse bezahlen muss, auch wenn er nichts wollte. So geschehen und einer hat sich zum Glück gewehrt. Ich will garnicht wissen, wievielen Familienvätern o.ä. die passiert ist, nichts damit zu tun haben wollten und einf. Bezahlt haben.

      Und Prostitution zu verbieten hat noch nie einen Erfolg gebracht. Weder in Saudiarabien, noch in Frankreich. 1. gibt es Frauen, welche das freiwillig machen 2. werden die Umstände nur schlimmer, wenn verboten

      Ich stimme ihnen voll und ganz zu.
      36 9 Melden
    • Gähn on the rocks 08.06.2016 15:39
      Highlight Highlight Wieso der grösste Fehler?
      Siehe Schweden, dort funktioniert es ja.
      Kennst du Prostituierte aus freien Stücken?
      22 52 Melden
    • Macke 08.06.2016 16:27
      Highlight Highlight In der Schweiz ist die Situation nicht anders als in Frankreich: Laut Fremdenpolizei arbeiten der grösste Teil der Frauen unter Zwang in der Prostitution. Es gibt kaum Frauen, die das "freiwillig" tun, die die Prostitution "nur" aus finanziellem Zwang tun, wobei auch dies nicht freiwillig ist. Als Freier muss dir klar sein, dass du mit fast 100%iger Wahrscheinlichkeit eine Frau vergewaltigst, Geld hin oder her. Falls sich jemand für die Perspektive einer Prostituierten interessiert, gibt es diesen Artikel dazu: http://www.sueddeutsche.de/leben/prostitution-alle-freier-sind-taeter-1.2989558
      20 16 Melden
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  • NikolaiZH 08.06.2016 15:00
    Highlight Highlight Also Zwangprostitution soll man doch von einer freiwilligen Prostitution unterscheiden - hier geht es effektiv um Zwang (extern und intern).
    70 5 Melden
    • NikolaiZH 08.06.2016 16:58
      Highlight Highlight Zwischen aufhören wollen und effektiv aufhören liegen oft meilen dazwischen. Bsp. wollen 99% sportlich aktiv sein, effektiv bewegen sich über 60% unter dem minimal notwendigen niveau. Jeder will sich gesund ernähren, dennoch ist die zahl derjenigen, die das tun, unverändert tief, usw...
      15 7 Melden
  • amade.ch 08.06.2016 14:54
    Highlight Highlight Verbote haben ja schon immer geholfen. Not.

    Ich glaube, die Lösung muss eher in Richtung Legalisierung und vor allem auch Akzeptanz in der Gesellschaft gehen. Wenn man die Prostitution aus der Schmuddelecke rauskriegen könnte, würde die damit zusammenhängende Kriminalität bestimmt abnehmen.
    80 18 Melden
    • Gringoooo 08.06.2016 15:30
      Highlight Highlight Geht wohl kaum, solange eine Beispiellose Doppelmoral gelebt wird. Wieviele Männer geben zu, solche Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen, wieviele nehmen sie wirklich in Anspruch und wieviele würden sich Einsetzen dafür? Da klaffen die Zahlen ganz schön auseinander.

      Legalisierung und geselschaftlicher Wandel gehen Hand in Hand, eines von beidem muss aber der erste Schritt machen. Verbote helfen nix, Aufklärung, Tolleranz und offene Augen hingegen schon.
      23 3 Melden
    • elk 08.06.2016 15:56
      Highlight Highlight Solange sich Menschenhandel lohnt, was er laut Bericht zweifelsfrei tut, werden Anstrengungen die Prostitution aufzuwerten 'nur' den bereits Freiwilligen zu Gute kommen. Alle anderen werden weiter ausgebeutet.
      Da bekanntermassen die Nachfrage das Angebot bestimmt, muss man jetzt da ansetzen.
      Es geht hier nicht nur um die Schmuddelecke sondern um organisierte Kriminalität. Und Freier, welche Dienste solcher Opfer in Anspruch nehmen, sind an der Ausbeutung beteiligt. Ob wissentlich oder nicht.
      12 9 Melden
    • amade.ch 08.06.2016 16:20
      Highlight Highlight Wieso genau soll eine echte Legalisierung der Sexarbeit nur jenen zugute kommen, die es bereits jetzt freiwillig machen?
      4 6 Melden
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#MeToo: Errätst du, wie viel Abfindung diese Männer nach ihrem Rauswurf kassiert haben?

Am Freitag wurde bekannt: Google soll drei Top-Kadern trotz Vorwürfen wegen sexueller Belästigung Abfindungen in Millionenhöhe ausbezahlt haben. Keine Einzelfälle, wie diese Übersicht zeigt.

Ein Mann wird wegen Belästigungsvorwürfen gefeuert und erhält trotzdem eine Abfindung in Millionenhöhe. Unfair, finden viele. Trotzdem sind solche Vereinbarungen oft Realität. Aktuell zeigt sich dies am Beispiel des ehemaligen Google-Entwicklers Andy Rubin.

Doch errätst du, wie hoch diese Abfindung ausfielen? Warum bezahlt ein Arbeitgeber jemandem, der vertragsbrüchig ist, eine solche Abfindung? Hier findest du die Antworten:

Der Software-Entwickler und Vater des Android-Betriebssystems Andy Rubin …

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