Wirtschaft
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Ob diese Rücken entzücken?

Eklat in Brüssel: Britische Brexit-Partei dreht EU-Parlament den Rücken zu



Die Parlamentarier der britischen Brexit-Partei haben für einen Eklat gesorgt: Sie haben sich während der Europahymne zum Start der Sitzung des EU-Parlaments demonstrativ umgedreht.

Die Europa-Abgeordneten um Partei-Chef Nigel Farage zeigten den Kollegen den Rücken, als die Hymne erklang. «Die Brexit-Partei hat bereits Präsenz gezeigt», schrieb Farage zur Aktion auf Twitter.

Farage war der strahlende Sieger bei der Europawahl Ende Mai mit seiner Brexit-Partei – mit rund 32 Prozent der Stimmen. Die Partei setzt sich für einen Austritt Grossbritanniens aus der Europäischen Union ohne Abkommen ein.

2016 hatte sich Farage noch mit dramatischen Worten von der politischen Bühne in Grossbritannien verabschiedet. Die Briten hatten sich in einem Referendum gerade knapp mit 52 zu 48 Prozent für den Brexit ausgesprochen. Farage war eine der Triebfedern dieser Abstimmung.

Als Mitbegründer und Anführer der EU-feindlichen «Partei für die Unabhängigkeit des Vereinigten Königreichs» (UK Independence Party / kurz: Ukip) war er die Schlüsselfigur für den Abstimmungserfolg der EU-Gegner.

Seine erst dieses Jahr neu gegründete Brexit-Partei profitiert derweil vom Chaos in Grossbritannien. Der daraus resultierende Frust der Briten über ihre politische Führung ist eine Gelegenheit, die sich der Populist Farage nicht entgehen lassen will. Stand jetzt würde er auch bei einer britischen Parlamentswahl gewinnen.

Eigentlich hätte Grossbritannien bereits am 29. März aus der Staatengemeinschaft ausscheiden und gar nicht mehr an der Wahl zum Europaparlament teilnehmen sollen. Die Frist für den EU-Austritt wurde aber bis 31. Oktober verlängert. So lange dürfte mit solchen Aktionen gerechnet werden müssen.

(aeg)

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Rim 03.07.2019 13:03
    Highlight Highlight Ob das wirklich ein "Eklat" war? Ich sehe es eher als eine pseudopolitische Symbolhandlung einer pubertären "Fraktion", die keine echte Politik machen kann und weder in der Lage ist, zu gehen bzw. zu bleiben. Realityshow a la Farage. Kindisch halt.
  • JackMac 03.07.2019 00:51
    Highlight Highlight Komme gerade aus Blackland Birmingham Area zurück. So viele baufällige Häuser und Homeless Menschen habe ich das letzte Mal in Detroit vor 10 Jahren gesehen. Wie dies in 10 Jahren nach dem Brexit aussieht, will ich mir gar nicht vorstellen.
  • bebby 02.07.2019 20:26
    Highlight Highlight Aber das viele Geld nehmen sie gerne.
    • bebby 02.07.2019 20:38
      Highlight Highlight Und noch was: wenn sie es ernst meinten, dann würden sie, wie ihre Nordirischen sinn fein Kollegen im britischen Parlament, der Sitzung ganz fernbleiben. Das wäre dann wenigstens konsequent.
  • Maedhros Niemer 02.07.2019 19:35
    Highlight Highlight
    Benutzer Bild
  • Magnum44 02.07.2019 18:25
    Highlight Highlight Wieso sind diese Bananen denn überhaupt dort, sie wollen doch kein Teil der EU sein?
    • Sophia 03.07.2019 17:42
      Highlight Highlight Die Diäten einsacken natürlich!
  • Juliet Bravo 02.07.2019 18:20
    Highlight Highlight Dass sie austreten wollen, stört wohl kaum noch jemanden. Jetzt versuchen sie‘s mit unflätigen Provokationen. Irgendwie nur noch zu bedauern. Einem besseren Ergebnis kommt man sicher nicht näher.
  • NiemandWirklich 02.07.2019 18:01
    Highlight Highlight Frage am Rande: werden die bei Austritt der UK aus EU trotzdem Lohn und Rente, bezahlt von EU-Bürgern, bekommen?
  • Magnum 02.07.2019 17:46
    Highlight Highlight Wenn's ums Einsacken der Saläre geht, wird keiner dieser in der Schleimspur von Farage gewählten Politclowns den Rücken zeigen. Auch Nigel betrachtete dieses Salär nie als zur Präsenz oder gar Mitarbeit verpflichtend. Wie der Herr, so das Gescherr. Oder auch: Von Tassen im Schrank und Sprüngen in Schüsseln.
  • ujay 02.07.2019 17:36
    Highlight Highlight Das sind doch diese Nichtsnutze, die zwar schön Sitzungsgelder und Spesen von der EU abholen, oder die, die ihren Arbeitgeber bestehlen und hintergehen. Wird interessant, wenn diese tollen Arbeitnehmer im nach Brexit Grossbritannien auf den Arbeitsmarkt kommen. Britannia quo vadis!
  • Andreas Weiss (1) 02.07.2019 17:10
    Highlight Highlight Was will dieser Idiot mit seiner Anti-Europa-Truppe im EU-Parlament? Der soll gefälligst auf seiner Insel bleiben und nicht die Steuergelder der EU-Bürger mit so einem Schwachsinn verschwenden. Das ist wie zur Geburtstag-Party Deines Lieblingsfeindes zu gehen und dann den ganzen Abend schmollend in der Ecke zu stehen.
  • Raphael Stein 02.07.2019 16:56
    Highlight Highlight Naja, man hört den Ton auch so recht gut.
  • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 02.07.2019 16:52
    Highlight Highlight Manhatten oder nöd...
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    Man kann die EU ablehnen oder austreten wollen, aber solange man Teil der Institution ist, respektiert man diese!
  • dä dingsbums 02.07.2019 16:49
    Highlight Highlight Das machen die schon seit Jahren. Wieso soll das jetzt ein Eklat sein?
  • tomdance 02.07.2019 16:49
    Highlight Highlight Also ich sehe diese Gesellen lieber von hinten als von vorne.
    • Baron von Eberstein 02.07.2019 19:09
      Highlight Highlight das würd ich so nicht unterschreiben😳
  • Revilo24 02.07.2019 16:31
    Highlight Highlight Warum werden die denn überhaupt Europa-Parlamentarier? Ein Veganer wird schliesslich auch nicht Metzger!
    • walsi 02.07.2019 17:53
      Highlight Highlight Wenn man etwas verändern will muss man teilnehmen. Würden sie sich nicht wählen lasse würde man ihnen jedes Mal, wenn sie etwas sage, entgegen halten, lasst euch wählen dann könnt ihr mit bestimmen.
    • Basti Spiesser 02.07.2019 18:37
      Highlight Highlight Aber ein Drogendealer konsumiert nie seinen eigenen Stoff ;-)
    • Satan (live from hell) 02.07.2019 21:00
      Highlight Highlight Die EU von innen zerstören. Frag mal AfD und co., die einen geben das recht offen zu.
  • MacB 02.07.2019 16:11
    Highlight Highlight Wieso beschwören sie nicht den Spirit of Dunkirk :D
  • atorator 02.07.2019 15:49
    Highlight Highlight Die Spatzenhirne haben wieder mal zugeschlagen. GB könnte ja schon längst 'hart' draussen sein, wollten die eigenen Leute aber nicht.
  • Froggr 02.07.2019 15:44
    Highlight Highlight Verstehe sie. Die EU ist mühsam und denkt sie könne allen vorschreiben, wie sie was zu tun haben. Vielen EU Liebhabern ist natürlich nur schon der Wunsch von GB, aus der EU auszutreten, schon ein Dorn im Auge.
    • atorator 02.07.2019 16:54
      Highlight Highlight Wieso, sie hätten doch problemlos können, die Mehrheit im Parlament war jedoch dagegen. Das hat nichts mit der EU zu tun.
    • DemonCore 02.07.2019 17:00
      Highlight Highlight Als eine der wenigen verbliebenen respektablen internationalen Institutionen hält sich die EU noch an Regeln und internationale Verträge. Sie leben wohl lieber in einer Welt wo kleine und grosse Herrscher Journalisten einsperren, ganze Wählerschichten ausschliessen oder die Wahlen gleich selbst komplett fälschen, illegale und politische Verhaftungen durchführen und fremde Territorien annektieren. Wandern sie doch aus, die Welt ist gross.
    • Magnum44 02.07.2019 18:19
      Highlight Highlight "Die EU" - GB ist übrigens selbst ein Teil davon - schreibt gar nichts vor, das machen die Mitgliedsstaaten schon brav selbst, indem sie sich den Verträgen unterwerfen.
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  • Glenn Quagmire 02.07.2019 15:44
    Highlight Highlight Die Brexit Partei im EU Parlament ist wie eine Carladung Veganer bei Peter Lugers Steakhouse.
  • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 02.07.2019 15:43
    Highlight Highlight Noch eindrücklicher wäre es gewesen, wenn die wie bei der Schlacht bei Stirling im Film "Braveheart" ihre nackten Hinterteile gezeigt hätten.

    Aber das sind halt keine Schotten.
    • seesicht 02.07.2019 17:36
      Highlight Highlight ... Ist es nicht ein nackter Hinter bei der Frau mit dem gelbem Kleid ?





      ... ach nee - «nur» das Fähnlein.
    • reactor 02.07.2019 18:37
      Highlight Highlight Und die Schotten wollen ja nicht raus.
  • Geo1 02.07.2019 15:39
    Highlight Highlight Eine Respektlosigkeit sondergleichen gegenüber den Musikerinnen und Musikern. Jeder weiss, wie diese Leute zu Europa stehen, ihre Aktion war absolut unnötig.
    • inmi 02.07.2019 16:20
      Highlight Highlight Europa hat nicht, aber auch gar nichts mit der EU zu tun.
    • Livia Peperoncini 02.07.2019 16:23
      Highlight Highlight Zur "EU" stehen... Europa ist ja nicht gleich EU.
    • Geo1 02.07.2019 17:25
      Highlight Highlight Ich weiss ja nicht, was ihr unter „Europa“ versteht; ich meine damit die europäische Idee der konstruktiven und engen Zusammenarbeit unter den verschiedenen Ländern. Den Ukip- bzw, Brexit-Abgeordneten die Unterstützung dieser Idee abzusprechen, ist m. E. gerechtfertigt. Wenn ihr das anders seht, ändert dies nichts daran, dass die Aktion unnötig und respektlos war.
      PS: Beethovens Neunte ist nicht allein Hymne der EU, sondern auch des Europarates; also durchaus als Ausdruck der europäischen Idee zu verstehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 02.07.2019 15:32
    Highlight Highlight Naja wer etwas aushandeln will und muss und dem Verhandlungspartner den Hintern zeigt, der ist was genau? Das sind Aktionen die aufzeigen wie weit weg UK von der Realität unterwegs ist.
  • Platon 02.07.2019 15:21
    Highlight Highlight Wen kümmern diese Kinder? Die sind eh bald draussen😂
    • Amboss 02.07.2019 16:53
      Highlight Highlight Schon wäre es. Leider bin ich überzeugt, dass es anders kommen wird. Denn etwas anderes als das ausgehandelte, chancenlose Austrittsabkommen wird die EU nicht zulassen und einen No Deal Brexit wird Johnson auch nicht durchziehen.
      Die Brexitpartei-Fritzen werden also noch lange im EU-Parlament sitzen.
      Zum Glück sind sie ab dem 31.10 nur noch laut und lästig, aber befeutungslos.
      Die
  • Sapere Aude 02.07.2019 15:20
    Highlight Highlight Churchill würde sich im Grab drehen, wüsste er was mit GB passiert.
    • just sayin' 02.07.2019 15:35
      Highlight Highlight churchill hätte den protest organisiert, wüsste er was mit "europa" passiert
    • Sapere Aude 02.07.2019 15:50
      Highlight Highlight @just sayin' dir ist bewusst, dass unter anderem Churchill den Begriff "Vereinigte Staaten von Europa" geprägt hat?

      "Wir müssen eine Art Vereinigte Staaten von Europa errichten. Nur auf diese Weise werden Hunderte von Millionen sich abmühender Menschen in die Lage versetzt, jene einfachen Freuden und Hoffnungen wiederzuerhalten, die das Leben lebenswert machen."

      https://de.wikipedia.org/wiki/Vereinigte_Staaten_von_Europa
    • Satan (live from hell) 02.07.2019 15:59
      Highlight Highlight Just sayin' wohl kaum. Churchill stelbst hat nach dem 2. WK eine Rede gehalten, in der er von den United States of Europe gesprochen hatte. Er würde sich sicher über gewisse Entwicklungen nerven, aber er würde diese konstruktiv angehen und nicht mit der kindischen Idee, dem Parlament den Rücken zu kehren.
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Wer lügt – die EU oder die Schweiz?

Viereinhalb Jahre und 32 Verhandlungsrunden lang diskutierten die EU und die Schweiz das Rahmenabkommen. Und doch ist völlig unklar, ob das Protokoll 1 zum Lohnschutz verhandelt wurde oder nicht. Ja, sagt die EU. Nein, die Schweiz.

Die EU-Kommission hat sehr genau Buch geführt über die Treffen, Telefongespräche und Verhandlungsrunden mit der Schweiz. So sprach EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker 23mal mit diversen Präsidenten der Schweiz, darunter in acht offiziellen Treffen. EU-Kommissar Johannes Hahn traf Aussenminister Ignazio Cassis siebenmal. Total kamen die EU und die Schweiz in den letzten viereinhalb Jahren auf 32 Verhandlungsrunden. Eine «unglaubliche Intensität», wie Kommissar Hahn im Dezember 2018 sagte.

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