Wirtschaft
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epa06399100 A man in a mask of US President Donald Trump stands in front of the New York Stock Exchange during a protest against new tax legislation that is close to being passed by the United States Congress in New York, New York, USA, 19 December 2017. The new tax legislation, which opinion polls are finding to be increasingly unpopular, makes changes to, among other things, the corporate and personal tax rates in the United States and many economic experts have warned that the US deficit will be adversely affected as a result of lost tax revenue.  EPA/JUSTIN LANE

Proteste gegen die Steuerreform. Mehr als die Hälfte der Amerikanerinnen und Amerikaner lehnt das neue Gesetz ab. Bild: EPA/EPA

Mit der Steuerreform setzt Trump seine Präsidentschaft aufs Spiel

Die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler lehnt die Reform ab. Ändert sich das im nächsten Jahr nicht, steckt der Präsident sehr tief im Schlamassel.



Gott, sagt man, habe die Republikanische Partei geschaffen, damit sie die Steuern senken würde. In diesem Sinne hat die Grand Old Party (GOP) nun zugeschlagen und die grösste Steuerreform seit den Achtzigerjahren durch den Kongress gepeitscht. Zusammen mit dem Präsidenten feiert sie dies als ihren grössten Triumph des ersten Jahres der Ära Trump. Es könnte jedoch auch zu ihrem grössten Albtraum werden.  

House Speaker Paul Ryan, R-Wis., speaks in his office just after final approval of the Republican rewrite of the tax code, during an interview with The Associated Press at the Capitol in Washington, Tuesday, Dec. 19, 2017.  Ryan defied skeptics who thought his party would never get the sweeping tax overhaul bill to President Donald Trump’s desk by Christmas. The key, the Wisconsin Republican said minutes after gaveling down a House vote on the measure on Tuesday, was uniting Republicans behind a common plan from the start.(AP Photo/J. Scott Applewhite)

Endlich am Ziel: Speaker Paul Ryan. Bild: AP/AP

Steuern erhebt der Staat, um seine Ausgaben zu begleichen. Doch Steuern sind weit mehr: Sie sind das mächtigste Anreizsystem für Wirtschaft und Gesellschaft. Wo investiert und was konsumiert wird, hängt zu einem grossen Teil davon ab, wen der Fiskus belohnt und wen er bestraft. Wie sieht das bei der Trump’schen Steuerreform aus?  

Wirtschaft

Kern der Steuerreform ist die Reduktion der Unternehmenssteuern von derzeit 35 Prozent auf 21 Prozent. Dieser Schritt ist grundsätzlich unbestritten. Die USA haben heute noch absurd hohe Unternehmenssteuern, im Zeitalter der Globalisierung ein Unding. In Europa etwa liegt der Satz der Unternehmenssteuern bei durchschnittlich rund 18 Prozent.  

Die reinen Zahlen jedoch trügen. Das US-Steuergesetz kannte bisher jede Menge Schlupflöcher, nur die grössten Deppen haben den vollen Betrag bezahlt. Apple beispielsweise, das reichste Unternehmen der Welt, soll mithilfe hochbezahlter Juristen nicht einmal ein Prozent seines Gewinnes versteuern.  

Die Wirtschaft brummt

Diese Steuerschlupflöcher werden teilweise eliminiert. Gleichzeitig werden jedoch neue geschaffen. Davon profitieren in erster Linie Banken, Hedge-Fonds und Immobilienhaie, mit anderen Worten: Donald Trump und seine Kumpels an der Wall Street.   Ökonomisch gesehen ist die Wirkung umstritten.

Die massive Steuersenkung erfolgt zu einem Zeitpunkt, in dem die amerikanische Wirtschaft brummt und die Unternehmen Rekordgewinne schreiben. Es gibt daher keinen vernünftigen Grund, die Nachfrage anzukurbeln. Im Gegenteil, die Gefahr, dass die Wirtschaft überhitzt und die Notenbank die Leitzinsen rasch erhöhen muss, wird grösser.  

epa05664164 US Senator from Vermont and former Presidential Candidate Bernie Sanders (C) delivers remarks at the Our Revolution and Good Jobs Nation rally  in Washington, DC, USA, 07 December 2016. Senator Sanders and other speakers demanded good jobs and workers' rights from President-elect Donald Trump.  EPA/SHAWN THEW

Bernie Sanders kritisiert die Steuerreform heftig. Bild: EPA/EPA

Die Befürworter der Reform betonen denn auch, dass die Reform primär die Angebotsseite der Wirtschaft stärken würde, dass sie die Unternehmen dazu verleiten würde, mehr zu investieren. Das wiederum hätte mehr Jobs und höhere Löhne zur Folge.  

Auch diese These ist umstritten. Eine Umfrage von Bloomberg unter Unternehmern hat ergeben, dass diese kaum daran interessiert sind, ihr Investitionen hochzufahren. Es ist wahrscheinlicher, dass die Steuergeschenke in Form von Dividendenerhöhungen und Aktienrückkäufen an die Aktionäre verteilt werden. Deshalb ist es auch fraglich, dass Trump sein Ziel, mit der Steuerreform das durchschnittliche jährliche Wachstum des Bruttoinlandprodukts auf drei Prozent anzuheben, erreichen wird.

Arbeitnehmer und Konsumenten

Rund 80 Prozent aller Amerikanerinnen und Amerikaner werden zunächst weniger Steuern bezahlen müssen. Das ist die gute Botschaft. Doch das Ausmass der Erleichterung ist umstritten. Sicher ist hingegen, dass die Laufzeit dieser Steuervergünstigungen – im Gegensatz zu den Unternehmenssteuern – beschränkt ist. Mindestens kurzfristig werden die Haushalte mehr Geld in der Tasche haben. Das sollte nach Adam Riese den Konsum beflügeln.  

This undated image provided by McDonald's on Wednesday, April 23, 2014 shows the character Ronald McDonald with updated clothing. On Wednesday, the company said the mascot will take an active role on social media for the first time. The move marks a turnaround from recent years, when he faded to the background as McDonald’s came under criticism for using him to market to children. But the world’s biggest hamburger chain seems ready to give its clown a higher-profile role as it works to boost weak sales. (AP Photo/McDonald's)

Nur der Clown hat bei McDonald's gut lachen. Bild: AP/McDonald's

Die Sache mit den Löhnen ist weniger klar. Die Arbeitslosigkeit befindet sich in den USA bereits jetzt auf einem historischen Tiefstand. Was fehlt, sind Facharbeiter, die das lausige amerikanische Bildungssystem nicht in genügendem Masse hervorbringt. Zuwanderung von ausländischen Fachkräften ist bei der Trump’schen Regierung nicht wirklich populär. Eine spürbare Wirkung hätte eine massive Erhöhung der Mindestlöhne. Auch davon will Trump nichts wissen.    

Umwelt

Sie ist die grosse Verliererin. Die Reform enthält keinerlei Anreize, die Menschen dazu verleiten, sich ökologisch sinnvoller zu verhalten. Im Gegenteil: In der ursprünglichen Fassung war gar vorgesehen, Subventionen für Wind- und Sonnenenergie zu kappen. Das ging selbst den Hardlinern der GOP zu weit, vor allem in Staaten, in denen Cleantech bereits ein bedeutender Jobmotor geworden ist (Texas, Nevada und Kalifornien beispielsweise). Eine sinnvolle Steuerreform hätte diese Anreize noch verstärkt, doch Trump liebt bekanntlich Kohle.    

Gesundheit/Bildung

Trump und der GOP ist es nicht gelungen, Obamas Gesundheitsreform abzuschaffen. Die Steuerreform wird Obamacare jedoch arg schwächen: Die obligatorische Pflicht für eine Krankenversicherung entfällt. Vor allem junge Menschen werden sich daher die Kosten der Krankenkasse sparen. Das wird dazu führen, dass die Prämien der übrigen Versicherten steigen; und es wird auch dazu führen, dass kranke junge Menschen sich bei den Notfallstationen der Spitäler melden, im Wissen, dass man sie nicht einfach sterben lassen wird. Wirtschaftlich gesehen ist das die dümmste Art, ein Krankenkassensystem zu betreiben.  

In this June 4, 2015 photo, Dr. Reena Duseja, lead author of a study on emergency room visits, stands in San Francisco General Hospital's emergency room  in San Francisco. No one wants to make a repeat visit to the emergency room for the same complaint. But new research suggests it's more common than previously thought, and people frequently wind up at a different ER the second time around.  (AP Photo/Noah Berger)

Nofallstation eines Spitals in San Francisco. Bild: AP/FR34727 AP

Über die Bedeutung der Bildung und Forschung im digitalen Zeitalter müssen keine Worte mehr verloren werden. Die Steuerreform hilft keinem der beiden, im Gegenteil: Die Kosten für Privatschulen sollen abzugsfähig werden. Das wieder wird die bereits heute lausigen öffentlichen Schulen weiter schwächen. Auch die Forschung wird leiden, Universitäten und Intellektuelle sind Trump suspekt.

Fazit

Trumps Steuergeschenke haben einen hohen Preis. Die Staatsschulden werden in den nächsten zehn Jahren um bis zu 1,5 Billionen Dollar steigen. Das haben unabhängige Berechnungen ergeben. Die Befürworter bestreiten dies mit dem Argument, mehr Wirtschaftswachstum würde zu mehr Steuereinnahmen führen und die Reform würde sich somit von selbst finanzieren. Dieses Argument mag in der Theorie gut tönen, ist in der Praxis jedoch immer wieder widerlegt worden. Wer es nicht glaubt, soll einen St. Galler oder einen Luzerner fragen.  

FILE -- In this Oct. 17, 2017 file photo wildfire evacuee Gonzalo Jauregui, a local grape picker, browses through donated toiletries at the Sonoma-Marin Fairgrounds in Petaluma, Calif. The deadliest and most destructive wildfires in California history imperiled both the low-wage workers who harvest the nation's most valuable wine grapes and the wealthy entrepreneurs who employ them. (AP Photo/Olga R. Rodriguez,file)

Erntearbeiter in Kalifornien. Mehr Geld für die Reichen auf dem Buckel der Armen? Bild: AP/FILE

Die massive Neuverschuldung ist denn auch der ganz grosse Haken an der Trump’schen Steuerreform. Weil die Republikaner grundsätzlich höhere Staatsschulden ablehnen, diese jedoch mit grösster Wahrscheinlichkeit eintreten werden, wird bald eine heftige Spardiskussion losbrechen. Mit einer Mehrheit der GOP im Kongress ist auch klar, wo der Rotstift angesetzt werden soll: bei den Sozialabgaben. Das bei der Bevölkerung sehr beliebte Programm der Medicare, einer Versicherung für Pensionierte, und Medicaid, ein Programm für sozial Schwächere, dürften als Erstes zurückgefahren werden.  

Kurz: Es besteht die Gefahr, dass mit der Steuerreform die sozial Schwächsten vor die Hunde geworfen werden, damit die Reichsten noch reicher werden. Diese Gefahr ist der Bevölkerung sehr bewusst. Die Steuerreform ist äusserst unbeliebt, mehr als die Hälfte lehnt sie ab, nur ein Drittel unterstützt sie.  

Trump und die GOP setzen darauf, dass die Wirkung der Steuerreform diese negative Stimmung vertreiben wird. Wenn nicht, dann müssen sie bei den Zwischenwahlen im Herbst 2018 mit einem gewaltigen Backlash rechnen. Bereits jetzt befinden sich die Demokraten im Aufschwung. Sollte es ihnen gelingen, im November eine Mehrheit in Abgeordnetenhaus und Senat zu erringen, dann wäre auch Präsident Trump in höchster Gefahr.

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    Alle Leser-Kommentare
  • MergimMuzzafer 20.12.2017 22:50
    Highlight Highlight Guter Artikel, aber Luzern hat nicht nur wegen den Steuersenkungen ein grosses Defizit, sondern wegen dem NFA, welcher eine Erhöhung des Ressourcenpotentials je nach Situation sogar bestraft. Dieses Märchen wird nun schon seit Jahren erzählt, stimmt aber immer noch nicht!
    3 6 Melden
  • Herbert Anneler 20.12.2017 22:25
    Highlight Highlight Laut Berechnungen zahlt Trump 1Mia. USD weniger Steuern. Sieg der Kleptokraten auf der Ganzen Linie. Zum Glück haben wir die Kinder desselben Geistes in unserem Land mit der Ablehnung von USRIII tüchtig abgewatscht. Aber sie werden nicht locker lassen, bis wir so am Boden sind wie die USA. Wer seit den 70er Jahren den Niedergang der USA am eigenen Leib miterlebt wie ich, dem muss es das Herz brechen: Blühende Städte sind Slums, die Freeways sind Schlaglochfallen, die Armut ist allgegenwärtig, die Natives verzweifelt. Mit Reagan hat Big Business das Zepter übernommen, Trump ist das Fanal...
    18 5 Melden
  • rodolofo 20.12.2017 21:57
    Highlight Highlight Das ist eine Regierung von Ganoven, kleineren und grösseren.
    Es sollte allen klar sein, dass eine solche Regierung nur aus einer grossen Plünderung bestehen kann.
    Darum ist Trump "so schlecht ist, dass es beinahe wieder gut ist":
    Allen wird klar, worauf das Ganze hinausläuft!
    Wenn die Republikanische Kraft versucht, die USA an die Wand zu fahren,weckt das entsprechende Gegenkräfte.
    Aktion - Reaktion
    Die MeToo-Bewegung zeigt exemplarisch auf, dass jetzt in den USA eine starke feministische, soziale und ökologische Bewegung anläuft, welche diese Trump-Clowns mühelos wegpusten wird!
    10 4 Melden
  • Slavoj Žižek 20.12.2017 20:27
    Highlight Highlight "Diese Steuerschlupflöcher werden teilweise eliminiert. Gleichzeitig werden jedoch neue geschaffen."

    Welche wären das?
    3 6 Melden
  • Gubbe 20.12.2017 16:34
    Highlight Highlight Wie, wenn nicht mit Steuern, will dieser blondgefärbte mit dem orangen Gesicht, sie Schulden der USA begleichen?
    Aktuell: 20'603'704'000'000.-
    38 2 Melden
  • Pirat der dritte 20.12.2017 15:56
    Highlight Highlight Es wäre ein Riesenfortschritt, wenn Unternehmen konsequent und weltweit 21% Steuern zahlen würden! Dann wären die Finanzprobleme so mancher Staaten nachhaltig gelöst.
    39 0 Melden
  • BetterTrap 20.12.2017 15:49
    Highlight Highlight Die USA, ein Staat im neoliberalistischen Endstadium. Die Wohlhabenden ohne jegliches politische Grundwissen und ohne Moral regieren den Staat wie eine Firma. Den Reichen werden Geschenke gemacht, beim "Normalbürger" soll gesparrt werden (und dabei noch die Steuern erhöht.) Alles was angeblich nicht zur Wertschöpfung dient wird gekürzt, verkleinert oder ganz eingestampft. Bildung, eine intakte Umwelt, Gesundheit.. alles immer weniger wichtig.

    Und was machen wir Schweizer? Wir wählen Menschen mit den genau gleichen Moralvorstellungen mehrheitlich in die Regierung.
    63 7 Melden
    • karl_e 21.12.2017 00:07
      Highlight Highlight Es hat jedes Volk die Regierung, die es verdient. Very sad!
      3 1 Melden
  • B-Arche 20.12.2017 15:20
    Highlight Highlight Vorab: Ich wohne in NYC.
    Auch Menschen mit mittlerem und höherem Einkommen zahlen drauf wenn sie in Staaten wohnen die hohe Steuern haben (NY, IL, CA, WA, NJ,...) - weil sie Nahverkehr finanzieren, mehr Sozialhilfe, uvm.
    Mit dieser Reform wird die Bundesstaats-Steuer nicht mehr vom steuerbaren Einkommen abgezogen um die neue Federal Tax zu berechnen. Trotz niedrigerem Steuersatz da zahle ich insgesamt mehr. Auch die City Tax wäre nicht mehr abziehbar.
    Wohlhabende ziehen also in die Tiefsteuerstaaten wo jeder Auto Waffe und Kirche hat und sonst nichts. Trump will die Metropolregionen schwächen.
    61 1 Melden
    • majcanon 20.12.2017 22:57
      Highlight Highlight Interessanter Punk - muss ich mich mal darüber informieren.
      4 0 Melden
  • The Writer Formerly Known as Peter 20.12.2017 15:14
    Highlight Highlight Das heisst, er ist dann bald nicht mehr Präsident? Gut so! Ich bin da leider nicht so optimistisch.
    24 1 Melden
  • Steimolo 20.12.2017 14:47
    Highlight Highlight sind hier alles steuerexperten? ich nicht. hier ein lustiges beispiel:
    Play Icon
    6 10 Melden
    • Sandro Lightwood 20.12.2017 16:36
      Highlight Highlight Kritisch sind wir.
      8 2 Melden
  • Quacksalber 20.12.2017 14:30
    Highlight Highlight Als nächstes müssen die Reps das Stimmrecht weiter erschweren damit die Looser gar nicht zur Wahl gehen.
    26 3 Melden
    • Makatitom 20.12.2017 16:32
      Highlight Highlight wer Loser mit zwei O schreibt ist selber einer
      20 8 Melden
  • TheGoon 20.12.2017 13:46
    Highlight Highlight

    Die Staatsschulden werden in den nächsten zehn Jahren um bis zu 1,5 Billionen Dollar steigen.


    *hust*


    BITCOIN

    9 34 Melden
    • SemperFi 20.12.2017 15:29
      Highlight Highlight Gibt es *hust* BITCOIN auch noch auf Deutsch für Langsammerker wie mich?
      26 2 Melden
  • Lahor Jakrlin 20.12.2017 13:38
    Highlight Highlight Trump kann tun was er will, immer "riskiert" er sein Amt. Solche Headlines langweilen nur noch.
    Trump versucht in kürzester Zeit die falschen Entscheide der Clinton-/Obama-Aera zurück zu binden. Da jault die Linke auf, doch die Wirtschaft dankt es: Mit 3% Wachstum und einer Arbeitslosenquote von nur noch 4%.
    26 133 Melden
    • Snowy 20.12.2017 14:19
      Highlight Highlight Falsch!
      Das hat rein gar nichts mit Trumps Politik zu tun. Wirtschaftspoloitik zeigt ihre Auswirkungen immer erst zeitlich verzögert.... und bis bis vor einem Jahr waren die Dems am Ruder.

      Ist übrigens nichts Neues, dass die Republikaner die Wirtschaft unter ihrem Präsidenten jeweils mit Steuergeschenken und Defense-Ausgaben an die Wand fahren und die Dems sie dann wieder gesundpflegen (und die Reps diesen Erfolg dann für sich reklamieren). Dieses Spiel geht schon seit Reagan so: http://www.spiegel.de/wirtschaft/aktienmythos-widerlegt-demokraten-sind-gut-fuer-die-boerse-a-310561.html
      100 9 Melden
  • saukaibli 20.12.2017 13:36
    Highlight Highlight Schlussendlich werden die gesparten Steuern wie immer nur den Aktionären zugute kommen. Wenn man die Wirtschaft ankurbeln will, muss man die Unternehmen dazu bringen, Investitionen zu tätigen. Dies kann man nicht durch einfachen Steuererlass machen, sondern indem man die Gewinne, die nicht reinvestiert werden, hoch besteuert. Nur müssten dazu Steueroasen wie die Schweiz, Niederlande, Luxemburg, Panama usw. geschlossen werden. Wenn der Wille da wäre, könnte man das machen, dazu müssten die Staaten aber zusammenarbeiten anstatt sich zu bekämpfen.
    67 5 Melden
    • Makatitom 20.12.2017 16:33
      Highlight Highlight Absolut einverstanden, aber du hast bei deiner Aufzählung noch Nevada und Delaware vergessen
      33 0 Melden
  • Lowend 20.12.2017 13:31
    Highlight Highlight Neben dem Märchen, dass der Markt alles regelt, belügen uns die neoliberalen Marktschreier der rechten Parteien auch gerne mit dem Fake, dass niedrige Steuern das Wirtschaftswachstum beleben und verschweigen dabei, dass es noch nie eine Steuersenkung gab, die wirklich die Wirtschaft ankurbelte. Meist landet das Geld ganz einfach nur in deren Taschen und in den Taschen von ihren Geldgebern.

    http://www.businessinsider.com/study-tax-cuts-dont-lead-to-growth-2012-9?op=1
    101 7 Melden
  • N. Y. P. D. 20.12.2017 13:29
    Highlight Highlight Davon profitieren in erster Linie Banken, Hedge-Fonds und Immobilienhaie, mit anderen Worten: Donald Trump und seine Kumpels an der Wall Street.

    Deshalb erodiert die Solidarität bei den Menschen. Die Solidarität zu den Institutionen. Zu den Firmen. Auch untereinander, da man täglich schauen muss, dass man über die Runden kommt.

    Am liebsten würde ich dem Donald 24 h an die Birne kotzen. Einfach weil es mir Spass machen würde.

    P.S. Wieso wählen sie ihn, obwohl er sie ausnimmt. Das ewige Rätsel.
    84 5 Melden
  • Flötist 20.12.2017 13:21
    Highlight Highlight Das hören wir jetzt seit dem Wahlkampf.. ."jetzt wird es eng für Trump"... "Das könnte Trump das Amt kosten" ... "Die Schlinge zieht sich zu für Trump" ... "Trump setzt seine Präsidentschaft aufs Spiel"...

    Mir ist klar, das ist alles natürlich perfekt für die Medien. Nie hatten die Medien so viel Aufmerksamkeit wie jetzt. Aber als Bürger kommt man sich langsam verskelt vor.
    42 14 Melden
  • Ökonometriker 20.12.2017 13:20
    Highlight Highlight Danke für den interessanten Kommentar.

    Aber der Vergleich zwischen Kantonen wie LU oder SG und den USA hinkt gewaltig. LU und SG stehen in direkter Konkurrenz zu anderen Kantonen. Die USA sind die grösste Wirtschaftsmacht der Welt und in einer spieltheoretisch vollkommen anderen Situation.

    Die Auswirkungen dieser komplexen Reform sind schwierig vorauszusagen. Sie werden aber sicher anders sein als in kleinen offenen Kantonen.
    15 28 Melden
    • Snowy 20.12.2017 14:23
      Highlight Highlight Stimmt, das Bsp hinkt.

      Trotzdem hat der Autor recht, wenn er sagt, dass massive Steuererleichterungen v.a. für Reiche und Unternehmen in der Geschichte noch nie wirklich funktioniert haben. Es gab immer nur einen kurzen Stimulus.

      Oder hast ein Bsp wo´s geklappt hat? Bin gespannt.
      41 5 Melden
    • FrancoL 20.12.2017 14:46
      Highlight Highlight Ihnen kann ich nur empfehlen einige Bücher von Stiglitz zu lesen, denn da wird diese Thema ohne Schweizer Kantone als Beispiele zur Genüge abgehandelt und die Beispiele dieses Senkmecanos einleuchtend erläutert.
      Es liegt eben nicht an den Beispielen von gross, klein, in Konkurrenz, offen oder geschlossen. Es liegt an der Mentalität vieler Unternehmer. DORT muss man den Mechanismus ergründen nicht im Negieren von Beispielen.
      29 2 Melden
    • rodman 20.12.2017 15:35
      Highlight Highlight Snowy: Paradebeispiel Zug.
      8 25 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodman 20.12.2017 13:19
    Highlight Highlight Zur Falschaussage von Herrn Löpfe, dass die Selbstfinanzierung der Unternehmenssteuersenkung in Luzern in der Praxis widerlegt worden sei, siehe Grafik. Gleiche ab 2013 gleiche Einnahmen bei halbierten Gewinnsteuern...
    User Image
    11 56 Melden
    • birdiee 20.12.2017 14:02
      Highlight Highlight Hast du dazu auch eine Referenz oder einen Link und nicht nur eine etwas pixelige Grafik?
      14 5 Melden
    • rodman 20.12.2017 14:32
      Highlight Highlight Sorry, Birdiee, hast natprlich Recht: https://www.zentralplus.ch/de/news/politik/5506397/Sind-die-tiefen-Steuern-wirklich-«alternativlos».htm

      Die Grafik war im damaligen Abstimmungsbüchlein zur Volksinitiative 2016 der SP zur Erhöhung der Unternehmenssteuern.
      6 21 Melden
    • FrancoL 20.12.2017 14:47
      Highlight Highlight Aber Rodman, es hätte das Substrat steigern sollen, schon vergessen?
      28 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gretzky 20.12.2017 13:18
    Highlight Highlight Ist doch alles paletti. Trump straft die Schwachköpfe die ihn wählen und die werden ihm bei der nächsten Wahl trotzdem wieder ihre Stimme geben. Den der Feind ist ja bekanntlich diese ominöse Ausgeburt der Hölle namens Establishment. Völlig absurd zu denken, dass ein New Yorker Milliardär und Baulöwe, der in die Taschen von Wallstreet politisiert und mit so ziemlich jeder Grossbank dieser Welt verbandelt ist, dort dazugehören könnte. Man müsste fast lachen, wenn's nicht so tragisch wäre.
    63 3 Melden
  • Ohniznachtisbett 20.12.2017 12:37
    Highlight Highlight Man kann natürlich auch argumentieren, dass die Steuerehrlichkeit steigt wenn die Steuern sinken. Das Problem ist halt auch immer, dass Schulden und Defizite relativ kurzfristig wirken. Standortattraktivität jedoch sehr langfristig betrachtet werden muss. So geht mancher Körperschaft die Steuern senkt, finanziell der "Schnuuf" aus, bevor diese positiv wirken...
    6 32 Melden
  • Scaros_2 20.12.2017 12:35
    Highlight Highlight @Autor

    Du als gebildeter Mensch erkennst folgerichtig, dass der Präsident damit bei Menschen mit Bildung seine Präsidentschaft aufs spiel setzt.

    Nur - jene die Gebildet sind haben auch Geld und daher unterstützen sie ihn

    Jene die Gebildet sind aber nicht viel Geld haben lehnen ihn zukünftig ab

    Jene die ungebildet sind aber auch nix haben werden ihn immer noch lieben weil sie auch in Zukunft glauben er werde das richten was zu richten sei was andere nicht richtig machen.

    Es geht einfach so weiter,.........sicher 1 Periode.
    41 7 Melden
  • piedone lo sbirro 20.12.2017 12:31
    Highlight Highlight die steuerreform bezieht sich nicht nur auf firmen sondern eben auch auf die reichen - zum nachteil des US-mittelstandes.

    diese reform bedroht auch 30'000 arbeitsplätze in der schweiz, mehrheitlich expats.

    momentan bezahlen dank FDP/SVP ausländische firmen bei uns weniger steuern als inländische.
    kantone welche US-firmen mit tiefen steuern in die schweiz gelockt haben, wird es am meisten treffen.
    tiefe steuern sind eben nicht nachaltig. neoliberale welche diese misere zu verantworten haben, schlagen als lösung nun noch tiefere steuern für unternehmen vor...

    game over steueroasen.
    148 16 Melden
    • Snowy 20.12.2017 14:25
      Highlight Highlight Game Over Steueroasen - ausser die US-Steueroasen natürlich.
      13 0 Melden
  • aglio e olio 20.12.2017 12:30
    Highlight Highlight Zitat "Kern der Steuerreform ist die Reduktion der Unternehmenssteuern von derzeit 35 Prozent auf 21 Prozent. Dieser Schritt ist grundsätzlich unbestritten. Die USA haben heute noch absurd hohe Unternehmenssteuern, im Zeitalter der Globalisierung ein Unding. In Europa etwa liegt der Satz der Unternehmenssteuern bei durchschnittlich rund 18 Prozent. "

    Absurd finde ich in dem Zusammenhang das "Race to bottom".
    Ein wichtiger Treiber der zunehmenden Ungleichverteilung.

    41 4 Melden
  • m:k: 20.12.2017 12:17
    Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass die Republikaner dadurch schaden nehmen. Denn bis die Wähler etwas davon merken, wird es einige Zeit dauern. Und wenn sie es dann merken, dann behaupten die Republikaner einfach es sei die Schuld der Demokraten. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass sie die offensichtlichsten Lügen erzählen und Heuchler sein können, ohne dass sie grosse Verluste erleiden.
    223 13 Melden
    • rodolofo 21.12.2017 08:30
      Highlight Highlight Gleichzeitig werfen sie der Regierung Maduro in Venezuela vor, mit ihrem harten Vorgehen gegen die Opposition die Demokratie mit Füssen zu treten und zu zerstören.
      Aber wenn wir sehen, was "Rechtsnationale" selbst in technologisch hoch entwickelten Ländern machen (neueste Beispiele sind Polen und Österreich), dann verstehen wir auch, warum "die Linke" heute immer militanter wird und auch bereit ist, Gewalt anzuwenden, oder in den Kommentarspalten der Sozialen Medien mit harten Bandagen zu kämpfen!
      Das Naturgesetz von Aktion und Reaktion gilt überall, in den USA, in Venezuela und hier.
      2 0 Melden
  • meine senf 20.12.2017 12:09
    Highlight Highlight "Es besteht die Gefahr, dass mit der Steuerreform die sozial Schwächsten vor die Hunde geworfen werden, damit die Reichsten noch reicher werden."

    Ich fürchte, dann wird man diesen Schwächsten einfach einen Sündenbock präsentieren.
    "Die Mexikaner und elitären Linken und die Umweltschützer sind schuld, dass es dir nicht so gut geht. Wähle uns, dann unternehmen wir was dagegen."
    60 6 Melden
    • Makatitom 20.12.2017 13:21
      Highlight Highlight Die gute, alte Methode $SVP, also ;)
      47 8 Melden
    • Dharma Bum(s) 20.12.2017 13:23
      Highlight Highlight Die Linken machen bei dem Spiel genauso mit, und Latinos sind keine Minderheiten mehr.

      Es ist der einfache, schlecht gebildete Arbeiter, der von den Hunden gefressen wird ...
      8 28 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 20.12.2017 11:59
    Highlight Highlight 2)
    Steuern, die man im State zahlt, können nicht mehr von den Bundessteuern abgezogen werden. Wenn man in Texas lebt und sowieso keine Steuern zahlt ist das egal, wenn man aber in einem demokratischen State mit ausgebautem Sozialstaat und dementsprechenden Steuern lebt, steigt die steuerliche Belastung massiv an, der Druck auf Steuersenkungen nimmt zu.
    Weiter Thema sind Bildung, das Gesundheitswesen und Umwelt. In dieser Steuerreform geht es nicht nur um ein paar Prozentsätze, sondern um einen fundamentalen Umbau des Staates und der States!
    46 3 Melden
  • Dharma Bum(s) 20.12.2017 11:57
    Highlight Highlight Eine Steuerreform in den USA ist nötig, aber nicht in dieser Form. Es ist diskutabel, dass die Gewinnsteurn auf 21% sinken, im ganzen sollten es aber trotzdem 30% auf der Wertschöpfung sein, die zum Staate kommen, das aber inklusive Mehrwertsteuer.

    Erst einmal alle Schlupf-Löcher stopfen, das würde die Kassen schon genug füllen.

    Leider herrscht zurzeit Weltweit ein hässiger Dialog zwischen Fronten, jeder Büzer ist "selber schuld" und jeder Reiche ein "egoistisches Arschloch", beides ist schlicht einfach nicht wahr.
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    • The Destiny // Team Telegram 20.12.2017 12:06
      Highlight Highlight Die Steuereinnahmen werden auf andere Posten verteilt die neu höher besteuert werden.
      Zudem sollen so die Firmen dazu ermutigt werden ihr Geld in die USA zurück zu bringen.
      https://wccftech.com/trump-tax-reform-bring-tech-finance-bonanza/
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    • Makatitom 20.12.2017 13:14
      Highlight Highlight Stimmt, das ist nicht wahr. Aber trotzdem sind die egoistischen Arschlöcher bei den Reichen in der Mehrheit. Von jenen wie diesem, der das Statement "An meine Mitmilliardäre" geschrieben hat, gibt es leider viel zu wenig
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    • Dharma Bum(s) 21.12.2017 09:37
      Highlight Highlight "die egoistischen Arschlöcher bei den Reichen in der Mehrheit."

      Stimmt auch nicht.

      Die dichte an Arschlöcher ist gleichmässig verteilt, AUSSER bei Söhnen von Reichen.

      Das geb ich zu ....


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  • raues Endoplasmatisches Retikulum 20.12.2017 11:55
    Highlight Highlight 1) Ich möchte noch einmal auf einen Artikel aus der Zeit velinken. http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-12/usa-steuerreform-republikaner-gesundheitssystem-bildung-umweltschutz
    Die Steuern zu senken ist ein Ziel der Reform, das andere Ziel ist es, über steuerrechtliche Veränderungen, Einfluss in anderen politischen Feldern zu erziehlen.
    Beispiel aus dem Artikel. Man kann Geld, dass man im Namen von Föten spart von den Steuern abziehen, ein Fötus wird rechtlich einem Kind gleichgesetzt, das politische Stichwort ist "ungeborenes Leben" (pro-life vs. pro-choice).
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Ohne WLAN ins Bett – warum Schweizer Hotels und Restaurants offline gehen

Ein Zimmer ohne WLAN. Essen ohne Smartphone. Die Schweizer Gastronomie und Hotellerie entdeckt den Flugmodus.

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